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Archiv - November 24, 2007

International Theatre Vienna: “A Christmas Carol”

A Christmas Carol1985, also vor 23 Jahren,
- programmierte Alexey Pajitnov das Computerspiel Tetris;
- siegte Boris Becker als erster Deutscher und (mit 17 Jahren) jüngster Tennisspieler aller Zeiten beim Grand Slam-Turnier von Wimbledon;
- wurden die beiden Formel-1-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg sowie Daniel Küblböck geboren;
- startete in der Bundesrepublik Deutschland mit “Sat 1″ das erste private Satelliten-Fernsehprogramm;

und in Wien feierte “A Christmas Carol” in der Inszenierung des International Theatre Premiere.

Gegründet wurde das International Theatre Vienna 1974 von Marilyn Close und William Wallace, die erste Vorstellung des Theaterunternehmens fand im November 1974 in Graz statt. Man gab Noel Cowards “Blithe Spirit”. Einige Jahre zog das International Theatre Vienna als Tourneetheater durch die Lande, bis man 1980 in der Porzellangasse 8 geeignete Räumlichkeiten fand. Am 14. Januar 1980 ging mit Paul Zindels “The Effect of Gamma-Rays On Man-In-The-Moon Marigolds” die erste Vorstellung im neuen Haus des Vienna International Theatre über die Bühne. Bis heute hat das Theaterunternehmen rund 150 Stücke zur Aufführung gebracht, darunter auch Musicals wie “Into the Woods” oder “You’re a good man, Charlie Brown” - und seit 23 Jahren alljährlich: “A Christmas Carol”, von Charles Dickens.

Seit 1990 bespielt das International Theatre zusätzlich ein Kellergewölbe der Servitenkirche, ein paar Gehminuten vom Haupthaus entfernt. Rund 400 Quadratmeter ist “The Fundus” groß, ab 1994 gingen die “A Christmas Carol”-Vorstellungen hier, unter der Erde, über die “Bühne”.

“A Christmas Carol” hat sich in Wien längst zur Weihnachts-Institution entwickelt. Manche sehen die Show als Schüler im Rahmen einer “Exkursion” im Fundus und kommen dann Jahre später wieder. Es gibt auch Besucher, die sich alljährlich, ähnlich wie mit “Dinner for One” zu Silvester, in eine bestimmte Stimmung versetzen lassen wollen und “A Christmas Carol” bereits viele Male erlebt haben. Es ist fast eine Art “gemeinsames Älterwerden” dann, auch wenn nicht alle Schauspieler viele Jahre am International Theatre bleiben.

Im Fundus gibt es keine Bühne im traditionellen Sinn, in einem Halbkreis rund um einen gedachten Bühnenbereich werden Stühle aufgestellt. Rund 70 Besucher finden Platz und erleben hautnah die Geschichte von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. 1843 veröffentlichte Dickens seine sozialkritische Erzählung, seit 1901 wurde “A Christmas Carol” viele Male verfilmt. 2009 soll ein 3D-Film mit Jim Carrey in die Kinos kommen. Robert Zemeckis wird bei dieser Produktion Regie führen. Im Fundus zeigt man eine von Jack Babb dramatisierte Version. Den Text dazu können sich beispielsweise Lehrer, die ihre Schüler auf das Stück vorbereiten wollen, von der Website des International Theatre downloaden. Selten ist man als Zuschauer näher am Geschehen dran, die Schauspieler sind im Fundus buchstäblich in Griffweite, und umgekehrt. Das gibt der Aufführung durchaus eine eigene, intime Note. Geht man die Stufen ins Gewölbe hinunter, ist es, als würde man in eine eigene Welt und Zeit abtauchen. Wer immer ein Faible hat für die englische Sprache und englisches Theater, ist bei “A Christmas Carol” im Fundus gut aufgehoben. Wer sich partout nicht in Weihnachtsstimmung versetzen kann, ab in den Fundus, nichtmal Ebenezer Scrooge könnte da hart bleiben.

A CHRISTMAS CAROL by Charles Dickens
The Fundus, November 19 to December 29, 2007
Mondays through Saturdays
All performances start at 7.30 pm.
Adapted by Jack Babb

Directed by Jack Babb
Stage Manager: Cheryl Carabelli
Lights and Sound: Cheryl Carabelli
Costumes: Gloria Sattél and Laura Mitchell
Properties: Laura Mitchell
Technical Director: Eric Lomas

With:
Kevin Brock (Ebenezer Scrooge)
Eric Lomas (Fred, Scrooge as a young man, Peter Cratchit, child)
Jack Babb (Narrator, Bob Cratchit, Topper)
Marilyn Close (Lady doing charitable work, Mrs. Fezziwig, Mrs. Dilber, Ghost of Christmas Present)
Laura Mitchell (Lady doing charitable work, Ghost of Christmas Past, Mrs. Cratchit, A Confused Guest)
Roxanne Carless (Narrator, A Girl Singing Christmas Carols, Belle, Martha Cratchit, Fred’s Sister in Law)
Gene De Wild (Ghost Of Jacob Marley, Mr. Fezziwig, A Lamplighter, Ghost Of Christmas Future)
Amanda Wilkins (Narrator, Fan, Tiny Tim, Fred’s Wife, Child)

International Theatre
Porzellangasse 8/Ecke Müllnergasse
1090 Wien
office@internationaltheatre.at
www.internationaltheatre.at

The Fundus
Müllnergasse 6A
1090 Wien

Karten: 01/319 62 72 oder
an der Tageskassa (Mo - Fr von 11.00-15.00)
Normalpreise: € 20.- bis 24.-
Preis für Schüler, Studenten (-26), Senioren (ab 60/65): € 14.-

Musical! Die Show - Folge 1

Die erste Folge der ersten Staffel von “Musical! Die Show” ist geschlagen. Lustig wars. Gefehlt hat einiges, beispielsweise ein, nur ein einziger Juror, der das, was an stimmlicher Leistung serviert wurde, auch fachgerecht zu sezieren imstande gewesen wäre. Jack Poppell beispielsweise. Nicht dass Doris Fuhrmann und Alexander Goebel nicht wüssten, wo was nicht wirklich sitzt, aber das Vermögen, das auch in wenigen Worten exakt auf den Punkt zu bringen, ist nicht ihr Job. Insofern hätte es eines Jurymitglieds, eines Gesangslehrers, zusätzlich bedurft. Rein aus dem Bauch heraus war Alexander Goebel, was die Einschätzung der Kandidaten betraf, am ehrlichsten, pointiertesten und auch unterhaltendsten. Niemand hat etwas von allzu viel Geschleime und Statements wie “super”, “wunderbar” oder “toll”. Wenn jemand total versagt hat oder einen Song gewählt hat, der nicht mal im entferntesten in seinem stimmlichen Vermögen lag, Goebel brachte es auf den Punkt und gab ihm gleich den Rat, sich auf den Joker-Song einzustellen. In dem Fall zu sagen, dass es schauspielerisch aber doch akzeptabel war, empfanden wohl auch alle Zuschauer als völlig sinnlos - schließlich hatten auch sie gehört, dass kein Ton knallhart saß.

Nicht größer hätte der Unterschied sein können zwischen den Teilnehmern Werner Mai und Nazide Aylin. Die Jury, vor allem Thomas Borchert und Doris Fuhrmann, waren von Nazide Aylin begeistert, Werner Mai attestierten sie eher die Qualitäten eines Popstars - was besonders lustig ist, weil es Werner Mai bei der letzten Staffel von “Starmania” als, so die dort engagierten Juroren, eher fürs Musicalfach geeigneter Typ, nicht ins Finale schaffte. Noch viel lustiger ist, dass hier mit einem gewissen, aber doch deutlich hörbaren Unterton das Musicalgenre höher eingestuft wurde als das Popgenre. An sich kein Problem, denn bei “Starmania” verfolgte man denselben Ansatz, nur umgekehrt, und eine Nazide Aylin, man möge es mir verzeihen, wäre vermutlich nicht mal in die zweite Vorrunde von “Starmania” gekommen. Wenn ich die Wahl habe zwischen der Natürlichkeit eines Werner Mai und der (heute) doch extrem unnatürlich wirkenden Nazide, würde ich der Natürlichkeit, zumal bei einem Song wie “Can you feel the love tonight”, den Vorzug geben. Insofern war die harte Kritik an Werner Mai, die, Goebel sei Dank, nicht von allen Jurymitgliedern so formuliert wurde, völlig fehl am Platze. Man kann “Can you feel the love tonight” schon auch anders performen, aber gerade Werner Mai hatte, was die Szenerie betraf, überhaupt keine Unterstützung. Keine Backgroundtänzer, kein “Kostüm” (wie beispielsweise Vincent Bueno bei “Hair”). Insofern war seine Leistung sehr ansprechend.

Etwas überraschend war, wie so oft, die Entscheidung des Publikums. Bernhard Viktorin und Werner Mai erhielten die wenigsten Stimmen. Das Stechen entschied Werner Mai für sich. Mit Bernhard Viktorin ist mit Sicherheit nicht der schwächste Kandidat ausgeschieden, aber so sind Castingshows.

Die Songs:
Alle: “We Go Together” aus “Grease”
Gudrun Ihninger: “Mein Herr” aus “Cabaret”
Bernhard Viktorin: “Don’t Stop Me Now” aus “We Will Rock You”
Alice Macura: “Beauty And The Beast” aus “Beauty And The Beast”
Markus Neugebauer: “Wie wird man seinen Schatten los” aus “Mozart!”
Vincent Bueno: “Hair” aus “Hair”
Eva Klikovics: “I Dreamed A Dream” aus “Les Misérables”
Werner Mai: “Can You Feel The Love Tonight” aus “The Lion King”
Nazide Aylin: “I Got Rhythm” aus “Crazy For You”
Alexander Donesch: “All I Ask Of You” aus “The Phantom of The Opera”
Simone Fetz: “Diamonds Are A Girl’s Best Friend” aus “Blondinen bevorzugt”
Alle: “One” aus “A Chorus Line”

Wiener Rathaus: 2. Alzheimertag; Showprogramm mit Luzia Nistler

24. November 2007
10:00bis18:00

Kommenden Samstag, am 24. November 2007, findet im Festsaal des Wiener Rathauses der 2. Wiener Alzheimertag statt. Der Wiener Alzheimertag ist österreichweit die größte Informationsveranstaltung zum Thema “Geistige Gesundheit im Alter”. Bereits im Vorjahr nahmen über 4.000 Wienerinnen und Wiener dieses Informationsangebot an. Am Programm stehen auch heuer wieder jede Menge Information und Beratung über Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung sowie der Behandlung der Alzheimer-Krankheit.

Informationsstände, Angehörigenberatung, Workshops, Risiko-Tests, Ernährungsberatung, Gedächtnistrainings und eine Gesundheitsstraße stehen allen Menschen, die am Samstag ins Rathaus kommen, kostenlos zur Verfügung. Daneben gibt es auch ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Publikumslieblingen wie Birgit Sarata, Heinz Zuber, Jazz-Gitti oder Luzia Nistler. [PR-Inside]

ORF: “Close Up” feat. “High School Musical” [Performing Center Austria]

24. November 2007
10:30bis11:00

Am Samstag, dem 24.11.2007, um 10:30 Uhr sind Daniela Lehner, Nina Tatzber und Gernot Romic in der ORF 1-Sendung “Close Up” zu sehen. Neben einem Interview mit den drei Darstellern ist auch das Duett “Start of something new” (Daniela Lehner und Gernot Romic) zu sehen. Weiters werden 2 x 2 Karten für eine Vorstellung von “High School Musical” verlost!

Ab Sonntag, dem 25.11.2007, ist das “High School Musical” dann wieder auf der Bühne der Wiener Stadthalle für 7 ausverkaufte Shows zu sehen. Restkarten für die Derniere am 29.11.2007 sind noch erhältlich.

“Close Up” wird am Sonntag, dem 25.11.07, um 9:05 Uhr wiederholt [Perfoming Center Austria]

Musikverein/Brahms-Saal: Carole Alston: Come on children, let’s sing

24. November 2007
14:00bis15:00

Come on children, let´s sing - Gospels zum Mitsingen
Wiener Musikverein

Samstag, 24.11.2007/Brahms-Saal
Beginn: 14:00/Ende ca.: 15:00
Beginn: 17:00/Ede ca.: 18:00

Sonntag, 25.11.2007/Brahms-Saal
Vorstellungen um 11:00 und um 16:00

Tanzensemble Performing Arts Studios Vienna
Carole Alston, Moderation und Gesang
Uli Datler, Klavier
Andreas Weiss, Schlagzeug