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Archiv - Juni 10, 2008

Broadway 2007/08: Tops & Flops

Am 25. Mai 2008 ging am Broadway die Spielzeit 2007/08 zu Ende. Zeit für eine kleine Abrechnung, die wie immer die Fachzeitschrift VARIETY vornimmt und die Shows (Sprechtheater/Musical) der letzten Monate in Tops & Flops einteilt, und in solche, die sich keiner der beiden Kategorien zuordnen lassen. Mit dabei wie immer einige Shows, die in der vergangenen Spielzeit weder der einen noch der anderen Kategorie zugeordnet werden konnten (gekennzeichnet mit *):

Hits 2007/08
- AUGUST: OSAGE COUNTY
- A BRONX TALE
- CAT ON A HOT TIN ROOF
- CYRANO DE BERGERAC
- MACBETH
- FROST/NIXON *
- MARY POPPINS *
- SPRING AWAKENING *

Flops 2007/08
- DR. SEUSS’ HOW THE GRINCH STOLE CHRISTMAS
- THE FARNSWORTH INVENTION
- GLORY DAYS
- THE HOMECOMING
- IS HE DEAD?
- ROCK ‘N’ ROLL
- THE SEAFARER
- COMPANY *
- DEUCE *
- GREY GARDENS *
- INHERIT THE WIND *
- RADIO GOLF *
- TALK RADIO *
- THE YEAR OF MAGICAL THINKING *
- TARZAN *

Noch nicht entschieden, ob Top oder Flop
- BOEING-BOEING
- A CATERED AFFAIR
- THE COUNTRY GIRL
- CRY BABY
- GREASE
- GYPSY
- IN THE HEIGHTS
- THE LITTLE MERMAID
- NOVEMBER
- PASSING STRANGE
- THE 39 STEPS (commercial transfer)
- THURGOOD
- XANADU
- YOUNG FRANKENSTEIN
- CURTAINS
- LEGALLY BLONDE

Nonprofit/Diverse
- COME BACK, LITTLE SHEBA
- CYMBELINE
- LES LIAISONS DANGEREUSES
- MAURITIUS
- OLD ACQUAINTANCE
- PYGMALION
- THE RITZ
- SOUTH PACIFIC
- SUNDAY IN THE PARK WITH GEORGE
- THE 39 STEPS (Roundabout engagement)
- TOP GIRLS

Top 10 2007/08 (gereiht nach dem Einspielergebnis)
01. WICKED ($71.4 Millionen)
02. JERSEY BOYS ($58.8 Millionen)
03. THE LION KING ($58.2 Millionen)
04. MARY POPPINS ($52.1 Millionen)
05. MAMMA MIA! ($43.1 Millionen)
06. LEGALLY BLONDE ($36.4 Millionen)
07. THE PHANTOM OF THE OPERA ($35.9 Millionen)
08. SPAMALOT ($35.6 Millionen)
09. HAIRSPRAY ($35.1 Millionen)
10. CURTAINS ($31.9 Millionen)

VBW: “The Producers”-Medienoffensive

Der 30. Juni und damit das Ende der Fußball-EM in Wien und die Premiere des Mel-Brooks-Musicals “The Producers” nähern sich. Das merkt man beispielsweise an der aktuellen Medienoffensive der Vereinigten Bühnen Wien. Die Schauspieler sind nun von den Rosenhügel-Studios in das Wiener Ronacher eingezogen - ein guter Anlass, mitten in die Fußballhysterie ein paar Musicaltöne zu mischen. Nicht immer schafft man es, bei den Medien auch so verstanden zu werden, wie man es gerne hätte. Ö3 beispielsweise berichtet zwar überraschenderweise über “The Producers”, fabriziert aber dabei einen geradezu köstlichen Nonsenssatz:

“Mir wird oft vorgeworfen, dass ich die Grenze des guten Humors überschreite. Ich sage darauf immer: Diese Grenze gibt es nicht.” Damit schmettert der 81-Jährige alle Kritier [sic!] ab, die ihm ob der Thematik des Stücks im Stück Geschmacklosigkeit unterstellen. In Wien hat er mit keiner großen Gegenwehr zu kämpfen. Im Gegenteil - das erfolgreiche Stück wurde von den Vereinigten Bühnen Wien mit offenen Armen emfpangen.

Ich kenne nicht die Original-Presseaussendung der Vereinigten Bühnen Wien dazu, aber wer genau ist bei den Vereinigten Bühnen Wien als “Kritiker” angestellt? Ob “The Producers” hier tatsächlich mit offenen Armen empfangen werden, enscheidet sich Anfang Juli, wenn erstens die Kritiken erscheinen und zweitens abzusehen ist, ob sich ein Publikum für die Show findet, es entscheidet sich nicht durch diese doch etwas peinliche Hofberichterstattung wie weiland unter Kaiser Franz Joseph.

Lustig auch das “OE-Journal” mit dem Satz:

Die Premiere steht paradigmatisch für die Zukunft- “The Producers” von Mel Brooks.

Mit Verlaub, aber die Premiere steht paradigmatisch für die Vergangenheit, nämlich das Musical der 40er- oder von mir aus der 50er-Jahre, aber keineswegs für das Musical der Gegenwart oder gar der Zukunft. Das freilich muss man nicht wertend auffassen. Die Volksoper ist immer dann ausverkauft, wenn sie Musical spielt, und da nur das klassische, alte Musical. Vielleicht können die VBW also auch auf diesem Terrain punkten.

Presseberichte
- Kurier: Countdown für Musical “The Producers” läuft
- orf.at: Ensemble ins Ronacher eingezogen
- Ö3: “Frühling für Hitler” in Wien
- OE-Journal: Das Ronacher - eine Legende erwacht

Zemanta Pixie

Salzburg plant “The Sound of Music”-Museum für 2009

Salzburg arbeitet hart an seinem Ruf, zum Disneyland Österreichs zu werden. Einen neuen Anlauf dazu gibts im Herbst 2009 mit der Eröffnung des “The Sound of Music”-Museums.

Auf der mittlerweile eingerichteten Website steht unter “Vision” zu lesen:

Das weltweit erste und einzige Sound of Music Museum an einem Originalschauplatz zu eröffnen.

Einen Ort zu schaffen, an dem man träumen, an das Gute glauben, Musik erleben und der faszinierenden Geschichte einer Familie nachgehen kann, die zur Inspiration wurde für den beispiellosen Welterfolg des Filmmusicals Sound of Music.

Die außergewöhnliche Anziehungskraft dieser Stadt und die wunderschöne Landschaft – Bühne für Sound of Music - in das Museumskonzept einzubinden

Glauben wir also an das Gute, und vielleicht auch daran, dass die Verantwortlichen ein bisschen mehr über den Gegenstand ihres Interesses herausfinden. [Offizielle Website]

3Raum Anatomietheater: Der zwölfte Mann ist eine Frau

10. Juni 2008
20:00bis22:00

3Raum Anatomietheater: Der zwölfte Mann ist eine Frau - Fußballkabarett mit Musik in 12 Spielzügen von Dirk Böhling

Spielort: 3Raum Anatomietheater, Beatrixgasse 11, 1030 Wien
Premiere am 10. Juni, 20.00 Uhr
Spieltage: 12., 13., 14., 19., 20. und 21. Juni 2008

In elf Spielzügen ziehen drei Schauspielerinnen und ein Schauspieler im wahrsten Sinne “vom Leder”. Die kuriosen Auswüchse aus der Fußballwelt gewähren tiefe Einblicke in die Natur des Balles und werden auf dem Bühnenspielfeld radikal transformiert. Kleinkariert bis größenwahnsinnig, vorläufig bis hinterhältig und auf alle Fälle singend und swingend.Bekannte Songs, EM-tauglich abgerundet und auf Ballhöhe aufbereitet, berühren, erhitzen und erklären einiges neu, was es über die schönste Nebensache der Welt zu erzählen gibt.

Ein schräges Nummernkabarett mit Szenen und Songs, auf dem Rasen der EU 2008 gebaut. Jeder Spielzug läuft unabhängig vom anderen ab. Das Publikum wird von „Tante Käthe“ für jedes weitere Turnier fit gemacht, sodass beim Abpfiff ganz sicher jeder eingefleischte Kickerfan etwas verwundert und jeder Fußballmuffel zum wahren Fan geworden ist.Die Spielzeit von zwei mal 45 Minuten mit Nachspielzeit wird eingehalten.

Ob nun ein Fußball zur Welt gebracht wird, die “Tri-Bühnen-Erotik” schwingungsschwanger zu Wort kommt, ob in Hamlets Hand anstelle des Totenkopfes ein Fußball liegt, ob das “Aktuelle Spottstudio” über jeden Zweifel erhaben ist oder “Das Wunder von Bernd” neu gedeutet wird - Zum Schluss steht eines fest: Der Boss im Fußballhimmel ist eine Frau! Und das muss Karl, der einzige männliche Kämpfer im Team erst einmal verkraften…

“Der 12. Mann ist eine Frau” mit seinen Szenen und Songs birgt soviel Wahrheit in sich, dass man sie nicht suchen muss. Man muss sie sich lediglich erlauben.

Besetzung

Petra Kreuzer: Klagenfurterin, Absolventin des “Studio Theater an der Wien“. Engagements als Sängerin u. Schauspielerin u. a. am Raimundtheater, Theater a.d.Wien, Rabenhof, Landestheater Salzburg, Stadttheater Klagenfurt, Stadttheater Bozen, Metropol Wien, Oper Graz, Festival “Wien ist andersrum“, Komödienspiele Porcia. Zahlreiche Shows, Comedyprogramme und CD-Aufnahmen. Zuletzt „Die Göttinnen“ Comedy-Show mit Lilly Kugler.

Lilly Kugler: gebürtige Münchnerin, Absolventin des „Studio Theater a.d.Wien“, Preisträgerin des Bundeswettbewerb für Gesang/Berlin, Engagements am Theater des Westens, Raimundtheater, Stadttheater Klagenfurt. Spielte in „Elisabeth“ ,“Sunset Boulevard“, “Ludwig“ etc. Zahlreiche Showprogramme, erfolgreich als Choreographin tätig Im Kino war sie in dem Oscar- preisgekrönten Spielfilm “Die Fälscher” zu sehen. Zuletzt „Die Göttinnen“ Comedy-Show mit Petra Kreuzer.

Daniela Kong: ausgebildet an der Schauspielschule Krauss, Engagements u. a. am Theater Phönix Linz, Burgtheater, Wiener Festwochen, Rabenhof, Theater Scala, Waldviertler Hoftheater, Komödienspiele Porcia, Stadttheater Mödling. Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Zuletzt „Perfect Pitch“ von Thomas Gassner in Innsbruck. Kommende Sommerproduktion für das 10 jährige Jubiläum der Komödienspiele Porcia.

Roman Gregory: geb.in Wien, Sänger der Kultrockband “Alkbottle“. Absolvent der Schule des Sprechens in Wien. Freier Mitarbeiter, Autor und Sprecher bei Ö3 und „Antenne Wien“. Spielte in „Falco - A Cybershow“ im Ronacher, zahlreiche Bühnen und TV-Produktionen, Soloprogramm „St.Martin“ Roman Gregory singt Dean Martin. Und ab Ende April 2008 gibt es ein neues ALKBOTTLE-Album!