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Archiv - Juni 13, 2009

Am Puls der Zeit: die Performing Youth Company

Die Performing Youth Company hat zum Ziel, junge Talente im Alter von 10 bis 18 Jahren in Tanz, Gesang und Schauspiel zu fördern. Innerhalb eines Jahres bekommen die jungen Darsteller jedes Wochenende nicht nur einen künstlerischen Basisunterricht, sondern studieren auch parallel dazu eine große Abschluss-Show ein, die extra für sie geschrieben wurde.

Für einige der jungen Darsteller ist dies die erste Berührung mit dem Genre Musical. Viele der Company-Mitglieder stehen das erste Mal auf einer großen, professionellen Bühne und erleben so mit, was Lampenfieber wirklich bedeutet. Sie merken, dass sie Teil einer Theaterproduktion sind, die ohne sie nicht machbar wäre. auch wenn vielleicht manchmal kleine „Hoppalas“ passieren sollten, die in dieser Altersstufe durchaus legitim sind.

Bemerkenswert ist die Story der diesjährigen Abschlussshow “Pirates of Musical”, die am 1. Juli im Theater Akzent Premiere feiert, steht da doch zu lesen:

Die 7 Meere des Show Business werden von ein paar mächtigen Lobbyisten, habgierigen Produzenten, geldgierigen Intendanten und Medienbossen beherrscht. Alles dreht sich um das Geld und niemanden kümmert die Kunst.
Nur was vermarktbar ist, wird von den Produzenten auf die Bühnen gebracht. Sie erwerben frühzeitig Rechte von Musicals, die dann nach ihrer Manipulation das Showlicht der Bühnen erblicken, oder auf ewige Zeit im Tresor landen, damit sie aus taktischem Kalkül nicht den Weg zu ihrem Publikum finden. Sie agieren wie mächtige Showboats, die durch die Weltmeere cruisen und die Menschen mit ihren irrwitzigen, inhaltlosen und geldverschlingenden Megaproduktionen die Gehirnwindungen zudröhnen.
Nur eine kleine Gruppe rund um den jungen Robin Rock – genannt die Piraten des Musicals - lehnt sich gegen das mächtige Showimperium auf. Sie segeln auf ihrem Schiff, der „Killer Queen“, durch die Weltmeere des Musicals. Dabei entern sie immer wieder die Showboats der Mächtigen und holen sich die Rechte der Musicals, die nie gespielt wurden, oder nur in zensurierter Fassung den Weg auf die Bühnen fanden, zurück.
So befreien Robin Rock und seine Mannschaft immer öfters neue Musicals und bringen sie als Shows illegal unter das Volk. Und die Anhängerschaft des wahren Musicals wächst und wächst. Und somit auch der Hass und Unmut der Produzenten auf die Freibeuter.

Das ist ja fast wie aus dem Leben gegriffen. Großartig.

Theater Akzent: Pirates of Musical
Jugendmusical der Performing Youth Company
1. und 2. Juli 2009, 19.30 Uhr, Theater Akzent
Kartenpreise: € 28,- / 24,- / 19,- / 14,-

Theater Akzent: Pirates of Musical

1. Juli 2009
19:30bis22:30

Theater Akzent: Pirates of Musical
Jugendmusical der Performing Youth Company

1. und 2. Juli 2009, 19.30 Uhr, Theater Akzent
Kartenpreise: € 28,- / 24,- / 19,- / 14,-

Story
Die 7 Meere des Showbusiness werden von ein paar mächtigen Lobbyisten, habgierigen Produzenten, geldgierigen Intendanten und Medienbossen beherrscht. Alles dreht sich um das Geld und niemanden kümmert die Kunst.
Nur was vermarktbar ist wird von den Produzenten auf die Bühnen gebracht. Sie erwerben frühzeitig Rechte von Musicals, die dann nach ihrer Manipulation das Showlicht der Bühnen erblicken, oder auf ewige Zeit im Tresor landen, damit sie aus taktischem Kalkül nicht den Weg zu ihrem Publikum finden. Sie agieren wie mächtige Showboats, die durch die Weltmeere cruisen und die Menschen mit ihren irrwitzigen, inhaltlosen und geldverschlingenden Megaproduktionen die Gehirnwindungen zudröhnen.

Nur eine kleine Gruppe rund um den jungen Robin Rock – genannt die Piraten des Musicals - lehnt sich gegen das mächtige Showimperium auf. Sie segeln auf ihrem Schiff, der „Killer Queen“, durch die Weltmeere des Musicals. Dabei entern sie immer wieder die Showboats der Mächtigen und holen sich die Rechte der Musicals, die nie gespielt wurden, oder nur in zensurierter Fassung den Weg auf die Bühnen fanden, zurück.
So befreien Robin Rock und seine Mannschaft immer öfters neue Musicals und bringen sie als Shows illegal unter das Volk. Und die Anhängerschaft des wahren Musicals wächst und wächst. Und somit auch der Hass und Unmut der Produzenten auf die Freibeuter.

Wer wird siegen?
Geld und Macht - oder Gerechtigkeit und Kreativität?
Oder verbünden sich die scheinbaren Gegensätze miteinander, um eine neue Weltordnung des Entertainments entstehen zu lassen?

Raimund Theater: “Rudolf 2.0″ - massive Änderungen bei Frank Wildhorns Musical

Seit 9. Juni 2009 ist Frank Wildhorns Musical “Rudolf” in Wien nicht mehr in der Premierenversion zu sehen. Änderungen am Start einer neuen Saison sind durchaus üblich, mitten in der Saison dann doch etwas weniger üblich. Auch gab und gibt es keine Ankündigung seitens der VBW.

Fassen wir doch ein paar in Foren erwähnte Änderungen zusammen:

1. Akt

Szene 1
- Ouvertüre: Von “Wie jeder andre Mann” auf “Du bist meine Welt” geändert
- Rudolf steht bereits zu Beginn, nachdem sich der Vorhang geöffnet hat, mit seinem Buch auf der Bühne und macht sich Notizen

Szene 2
- Franz Joseph, Rudolf, Stephanie, Taaffe werden nicht mehr vorgestellt
- Die Selbstmöderin kommt später in die Szene, und zwar lautstark rechts vom Seiteneingang, von wo aus sie auf die Bühne stürmt

Szene 3
- Dialog Rudolf/Franz Joseph ersetzt durch Taaffe/Franz Joseph

Szene 4
- Song: “Ein hübscher Krieg” - gekürzt

Szene 6
- Ballszene verändert
- Dialog, Song “Ewiges Warten muss fristierend sein” (Rudolf, Edward, Wilhelm) gestrichen

Szene 10
- Song: “Zeit zu handeln” - gekürzt um eine Strophe

Szene 13
- Dialog stark gekürzt
- Song: “Vertrau in uns”
- ein “Sonnenuntergangs-Rot und ein Mond” sind nun nach der Eislaufszene zu sehen

2. Akt

Szene 8
- Song: “Kann ich einfach gehn?” - gestrichen, stattdessen “So viel mehr”-Reprise

Szene 9
- Song “Ich schütz den Staat” - gestrichen

Es soll im Laufe der nächsten Wochen zu weiteren Änderungen und Kürzungen kommen. Warum wird eigentlich gekürzt? Das Stück bedarf keiner Kürzung. Die Kürzungen, die bisher durchgeführt wurden, machen absolut keinen Sinn und dienen nur dazu, dass die Damen im Publikum früher auf die Toilette können. Der 1. Akt wirkt zu lang? Bitte? Manche Leute schaun schon nach 20 Minuten auf die Uhr, die meisten haben bei “Rebecca” nie verstanden, warum der 1. Akt nicht vor der absolut überflüssigen und nur szenisches Stopfwerk darstellenden Golfplatzszene vorbei war.

Das ist fast schon so lächerlich wie die Kürzung des Bachmannpreises im Vorjahr auf zwei Tage, nur weil ein paar Hanseln einem Ball hinterhergelaufen sind. Es macht auch keinen Sinn, vorzutäuschen, weniger kitschig sein zu wollen als die Ungarn und sie dann mit einem Megakitschmond im Nachschlag zu toppen.

“Ein hübscher Krieg” wurde gekürzt? Warum? Warum hat man nicht lieber eine Übersetzung nachgeliefert, die singbar ist. Fragen über Fragen.

Die angeführten Änderungen entsprechen nicht den eigenen Beobachtungen? Kann sein, die Änderungen unterliegen mittlerweile selbst Änderungen. Die häufigen Änderungen und Änderungen der Änderungen haben letztlich schon fast etwas Stegreifartiges an sich und erinnern fast an die Original Pradler Ritterspiele. Dort allerdings konnten und können die Zuschauer “noamoi” rufen, und die Ritter schlugen bzw. schlagen sich die Köpfe einfach gleich nochmal ein, was bei Rudolf und Mary nicht so gut kommen würde.

Blake Daniel: “Cathedrals”

Blake Daniel singt “Cathedrals”, ein Lied der amerikanischen Indie-Band “Jump, Little Children”. [Bio –> hier]

Cathedrals

In the shadows of tall buildings
Of fallen angels on the ceilings
Oily feathers in bronze and concrete
Faded colors, pieces left incomplete
The line moves slowly past the electric fence
Across the borders between continents

In the cathedrals of New York and Rome
There is a feeling that you should just go home
And spend a lifetime finding out just where that is

In the shadows of tall buildings
The architecture is slowly peeling
Marble statues and glass dividers
Someone is watching all of the outsiders
The line moves slowly through the numbered gate
Past the mosaic of the head of state

In the cathedrals of New York and Rome
There is a feeling that you should just go home
And spend a lifetime finding out just where that is

In the shadows of tall buildings
Of open arches endlessly kneeling
Sonic landscapes echoing vistas
Someone is listening from a safe distance
The line moves slowly into a fading light
A final moment in the dead of the night

In the cathedrals of New York and Rome
There is a feeling that you should just go home
And spend a lifetime finding out just where that is

Scala Wien: Österreichische Erstaufführung des Zaufke/Lund-Musicals “Elternabend”

13. Juni 2009
19:45bis22:45

Elternabend in einer Alternativschule. Haben sich wirklich alle lieb, oder ist das doch ein bisschen gemein, was die lieben Kleinen mit Mariechen, der Außenseiterin so anstellen? Ist der Herr Lehrer eigentlich noch Herr der Lage, seit die putzigen Herzerln herausgefunden haben, dass man nur laut „Kinderschänder“ rufen muss und der Pädagoge zum Päderasten gestempelt ist?

Wo anders geht’s so dramatisch zu, wo wird so gestritten geliebt, und gelitten wie auf einem Elternabend? Und wo sonst braucht es keine 120 Minuten, bis elf Rotweinflaschen geleert, eine Ehe kaputt und sechs Lebenslügen geplatzt sind?

Die Rollen von Kindern und ihren jeweiligen Erziehungsberechtigten verwischen - Da wird schon mal schnell aus einem fröhlichen Liedchen ein bitterböser Auszählvers wie auf dem Schulhof, und da schwant einem bald, weshalb die lieben Kleinen, von denen da die Rede ist, so sind, wie die Eltern das gar nicht glauben können.

ELTERNABEND - das Musical über den Kampf um die beste aller Welten und den Zwang, sie dann auch zu bewohnen, mit Songs vom Rauchverbot in Schülerläden bis hin zur Tanzvorlage als Appetizer für das Wundermittel Ritalin.

Scala Wien: Elternabend – das Musical
Österreichische Erstaufführung
Musik von Thomas Zaufke, Text von Peter Lund

Premiere: Freitag, 13. Juni 2009
weitere Termine: 16.-20. und 23.-27.06.2009, jeweils um 19:45

Inszenierung: Marcus Ganser