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Archiv - Mai 12, 2010

Greyson - ein Held von morgen, ganz ohne Castingshow

Er sorgt derzeit im Internet via YouTube für Furore, ein User mit dem Accountnamen “Greyson97″. Nicht (noch nicht) allerdings mit der hier eingebundenen Performance seines sebst komponierten Songs “Broken hearts”, sondern mit einem Cover von Lady Gagas “Paparazzi”. Zu diesem fabulösen Video gehts –> hier

Eine kleine Selbstbeschreibung von Greyson97:

I am very inspired by Lady Gaga and Augustana. Lady Gaga is a freak but she has so much talent and her style of music is what I would like mine to be when im older. Augustana is one of the most underated bands I think ever to step the planet. They have so much talent it is not funny. They have such a good concept with folk and rock. It is very sad that they are so unknown.

Broadway: Abschusskandidat “American Idiot”?

Die Berichte mehren sich, dass Green Days’ Musical “American Idiot” in Problemen steckt. Seit mehreren Wochen wird mit einer Auslastung von unter 70 Prozent gespielt. Das mag bei Stage Entertainment Deutschland noch als Erfolg gelten, wie man kürzlich lesen konnte, am Broadway ist man damit auf der Abschussliste - ganz oben.

“Helden von morgen” - die neue Musik-Castingshow des ORF

hiero.jpgCastingshows sind im Trend, nach wie vor, keine Frage. Man kann Talentwettbewerbe dieser Art perfekt planen, das passiert meistens in England und in den USA bei Formaten wie “Pop Idol” oder “American Idol”, wo Künstler tatsächlich Karrieren aus ihrer Teilnahme an solchen Shows ziehen können.

Oder man macht es wie der ORF. Da scheitert man zuerst schon mal am Titel für eine neue Sendung dieser Art. Im Hause am Küniglberg hat man ein Konzept am Start mit der Bezeichnung “Helden von morgen”. Bitte? Helden? Das Wort “Held” gibt es heutzutage eigentlich nur mehr in Verwendung a) rückblickend auf die Helden der Geschichte, b) für all die liebgewonnenen Superhelden, angefangen von Spider- über Super- bis X-Men und c) abwertend im Dialekt als “Na ihr seids Helden”. Das Wort könnte vielleicht gerade noch in einem Text von Falco vorkommen, als sarkastische Bezeichnung für eine Loser-Generation, aber ernsthaft, HELDEN? Was soll der Gewinn einer solchen Show sein? Der Titel “Held”? Selten so gelacht. Bekommt man dann Superkräfte und darf die neuen U-Bahnlinien eröffnen? Wird man dann so glorios vom ORF unterstützt wie Oliver Wimmer es derzeit wird, der Gewinner der letzten im ORF gelaufenen Pop-Castingshow? Lange nichts von ihm gehört … zum Beispiel im Radio.

Als Mentoren scheinbar fix: Wolferl Ambros und Rainhard Fendrich. Bitte? Was sollen diese Austropopper der 80er Jahre unseren “Helden” des 21. Jahrhunderts beibringen? Wie man es schafft, NICHT mehr vom einzig relevanten Popsender des Landes, Ö3, gespielt zu werden? Was will uns der ORF damit sagen? Dass die beiden jetzt doch wieder gespielt werden (sollten) und man es sich überlegt hat, doch wieder auch österreichische Popmusik zu spielen, mit deutschsprachigen Texten, außer das ewig gleiche Lied von Herbert Grönemeyer im Wecker? Christina Stürmer, die Vera Russwurm des Austropops? Was will man uns damit sagen? Soll sie den Kandidaten beibringen, wie man mit Nonsens-Texten das Publikum zwei Jahre lang an der Nase herumführen kann und dann in der Versenkung verschwindet? Wie man als österreichische Popsängerin seine Sprachfärbung beinhart abschaben muss, damit man, keine Ahnung, wie ein nicht real existenter Deutscher mit Hybridsprachfärbung klingt, einfach dialektlos - stillos?

TV-Media textet in der jüngsten Ausgabe: “Casting-Start” kommende Woche. Na hoffentlich gibt es bis dahin eine kleine Website, damit unsere “Helden von morgen” rechtzeitig erfahren, wo man sich auf ein erstes Plauscherl mit Ambros, Stürmer und Fendrich treffen kann.

stadtTheater walfischgasse: Novocento - Die Legende vom Ozeanpianisten

12. Mai 2010
20:00bis22:00

stadtTheater walfischgasse: Novocento - Die Legende vom Ozeanpianisten
12. Mai und 13. Mai 2010, 20.00 Uhr

Ein Schiff. Menschen kommen, Menschen gehen. Einer bleibt. Für immer.
Sein Leben sind 88 Tasten. Seine Welt ist unendlich. „Du bist noch nicht am Ende, solange du eine gute Geschichte auf Lager hast, und jemanden, dem du sie erzählen kannst“, sagt Novecento dem Freund Tim Tooney — und Novecentos Geschichte lohnt es allemal, erzählt zu werden: Die Geschichte eines ungewöhnlichen Lebens und einer besonderen Freundschaft, die Geschichte von ganz und gar ungewöhnlicher Musik auf einem Ozeandampfer namens VIRGINIAN. Aus dem Erinnern Tim Tooneys wird Novecentos Leben greifbar: Ein namenloses Baby, das, auf dem Luxusdampfer ausgesetzt, schließlich von der Schiffsbesatzung großgezogen wird. Ein Junge, der plötzlich verschwindet, um mit sensationellen Tönen wieder im Tanzsaal der ersten Klasse zu erscheinen; ein musikalisches Duell, das seinesgleichen sucht und Klaviersaiten in Flammen setzt, und schließlich ein Mann, der seine Heimat bis in den Tod nicht verlässt — auch wenn die äußeren Umstände bemerkenswert sind.
Als Erzähler und Pianist in einer Person entführt Sie Thomas Borchert in die Welt des Novecento. Thomas Borchert steht seit nunmehr 20 Jahren erfolgreich auf den Musical-, Schauspiel- und Konzertbühnen Europas. In Wien war er zuletzt in der Titelpartie des Musicals “Jekyll & Hyde” zu sehen und spielt derzeit den Vampirgrafen “von Krolock” in Roman Polanskis “Tanz der Vampire” im Theater Ronacher.

Mit Thomas Borchert
Produktion: Thomas Borchert und Hamburger Kammerspiele
Von Alessandro Baricco
Musik: Thomas Borchert
Regie: Martin Maria Blau

Pressestimmen:

“Gebannt lauschte ihm das Publikum und sprang zur Schlussovation automatisch auf die Beine. Jeder Ton sitzt, jede Nuance und Pause - genau wie am Klavier bei seinen mit Szenenbeifall quittierten jazzigen Improvisationen. An Novecento´s Geschichte wächst auch Borchert über sich hinaus und feiert verdient einen weiteren Erfolg.” Hamburger Abendblatt

“So romantisch entrückt wie die Kammerspiele-Besucher an diesem Abend müssen sich einst die Passagiere auf dem Luxusdampfer “Virginian” gefühlt haben. Angereichert mit eigenen Klavierkompositionen von Thomas Borchert wird der kluge Text zu einer traumhaften Reise in die menschliche Seele.

An den Kammerspielen bringt der Musicalstar “Die Legende vom Ozeanpianisten” derart hinreißend auf die Bühne, dass er am Schluss vom Premierenpublikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.” Morgenpost