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Archiv - Juli 9, 2010

Emmy Awards 2010 - Die Nominierungen

Ein Word-File, das 67 Seiten umfasst, kann man sich von der offiziellen Website der “Emmy Awards” (–> hier) downloaden, 67 Seiten voller Nominierungen für die 62. Emmy Awards, die am 29. August 2010 verliehen werden, in einem Kategoriendschungel, wo sich für jede nur denkbare kreative Leistung eine geeeignete Kategorie findet.

Interessant sind die Emmy-Awards unter anderem auch deshalb, weil man oft Namen von alten Bekannten in Bereichen des Nominierungsdschungels wiederfindet, wo man normalerweise nicht gesucht hätte. So ist beispielsweise Anna Hathaway bei den diesjährigen Emmys in der Rubrik “Outstanding Voice Over Performance” für “The Simpsons • Once Upon A Time In Springfield” im Rennen. Sie lieferte in dieser Folge die Sprechstimme von Prinzessin Penelope.

Oder nehmen wir “Glee”, jene Musical-Miniserie, die im Moment in den USA ihren großen Moment hat und deren Erfolg wohl darauf beruht, dass die Zuschauer eigentlich noch immer nicht glauben können, was sie da zu sehen bekommen. “Glee” macht all das, was man als Bestandteile von schlechten Musicals identifizieren würde, im wirklichen Leben. Posing, unglaubwürdige, lächerliche Dialoge, das “Vermusicaln” von allem, was heilig und lächerlich ist, Klischees, Pathos, getarnt als nicht wirklich brauchbare Ironie … Ein Erfolg, der einzig auf einer “Ich kanns nicht glauben, was ich seh, aber ich muss es nochmal sehen”-Einstellung beruht. Für 19 Emmys ist “Glee” nominiert. Wow, das ist natürlich ein Fressen für die Schlagzeiler des Genres. Zwei dieser 19 Awards könnten an die Hairstylisten der Serie gehen, denn in der Kategorie “Outstanding Hairstyling For A Single-Camera Series” ist “Glee” gleich zwei Mal vertreten. Weitere zwei Awards könnte es für “Outstanding Makeup For A Single-Camera Series (Non-Prosthetic)” geben, aber ja, auch in den wichtigen Kategorien ist “Glee” vertreten.

Getoppt werden diese 19 Nominierungen nur von den 24 Nominierungen, die Steven Spielbergs Miniserie “The Pacific” erhalten hat. Das AMC-Drama „Mad Men“ (17 Nominierungen), die NBC-Comedy „30 Rock“ (15 Nominierungen) und die ABC-Sitcom „Modern Family“ (14 Nominierungen) sind die weiteren Spitzenreiter bei den Nominierten.

Wirklich interessante und relevante Nominierungen gibt es natürlich auch. So wurden Bruce Ricker und Clint Eastwood in der Kategorie “Outstanding Children’s Nonfiction Program” für die Dokumentation “Johnny Mercer: The Dream’s On Me” nominiert, eine hervorragend erabeitete Doku über das Leben und das Schaffen von Johnny Mercer.

Theater Drachengasse: Over the threshold

4. Oktober 2010
20:00bis22:00

Vienna theatre project zeigt: OVER THE THRESHOLD

von Christopher Hamilton
Awarded Best New Musical, European Premiere

Theater Drachengasse
4.–16. Oktober 2010, Di-Sa um 20 Uhr

Direct from a smash hit run in London’s West End, vienna theatre project is thrilled to bring you Over The Threshold, an award winning new musical about love, commitment, betrayal and boxer shorts! Following 2 very different couples over the course of one turbulent night, this smart, sassy, sexy show stopper will make you laugh, cry and laugh again, as we recognise something of ourselves in each character.

In English/easy to understand for non English Speakers.

Director: Kieran Brown

www.overthethreshold.co.uk
www.viennatheatreproject.at

Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie

9. Juli 2010
19:30bis22:30

Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie
PREMIERE: Freitag, 9. Juli 2010, 19.30 Uhr
THEATER REICHENAU - GROSSER SAAL

Nach den vielen Schnitzler-Produktionen, die bei den Festspielen Reichenau im Verlauf von zwanzig Jahren gezeigt wurden, wird diese Romanbearbeitung insbesondere ein JUNGER SCHNITZLER sein. Ein Stück, in dem junge Menschen und ihre Lebenspläne im Mittelpunkt stehen. Die Konzentration auf die eigene Karriere, die einen „Weg ins Freie“ ohne feste Bindung und Verantwortung als den richtigen Weg erscheinen lässt. Es geht um Freundschaften zwischen jungen Menschen, wie sehr diese durch gesellschaftliche, moralische und politische Vorurteile belastet sein können, und wie sehr sie auch in dieser Richtung den „Weg ins Freie“ suchen, wo man ungestört für die eigene Ideologie leben kann.

Stefan Slupetzky hat aus seiner persönlichen Perspektive als Wiener Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln eine sehr engagierte Bühnenfassung aus Schnitzlers Roman der Wiener Fin-de-siècle-Gesellschaft in einer eskalierenden politischen Situation gemacht. Wo sich nach außen derb und aggressiv die Auseinandersetzungen der Parteien im Parlament und auf der Straße abspielen, herrscht im privaten Raum der stille Schwebezustand zwischen Lüge, Unentschlossenheit und Hoffnung.
Der Weg ins Freie

Erfolgreiche, junge Schauspieler, wie Manuel Rubey und Katharina Straßer, die sich gerade auf einem bemerkenswerten Weg ihrer Karriere befinden, werden erstmals bei den Festspielen Reichenau in den Hauptrollen zu sehen sein, umgeben von einem Ensemble von bekannten Größen, die man so gerne hier auf der Bühne sieht.

Maria Happel wird erstmals Schnitzler inszenieren, was nach ihren ausgezeichneten Arbeiten an Nestroy und Doderer viel erwarten lässt – und sie wird auch wieder mitspielen!

Georg von Wergenthin, Komponist: Manuel Rubey
Anna Rosner, bürgerliches Mädchen: Katharina Straßer
Josef Rosner, ihr Bruder: David Oberkogler
Vater Rosner: Toni Slama
Bermann, Schriftsteller: Marcello de Nardo
Alter Dr. Stauber, Arzt: Paul Wolff-Plottegg
Dr. Berthold Stauber, Abgeordneter: Gerrit Jansen
Eine reiche jüdische Familie:
Vater Salomon Ehrenberg: Rainer Frieb
Mutter Ehrenberg: Marianne Nentwich
Else Ehrenberg, Tochter: Ruth Brauer
Therese Golowski, junge Sozialistin: Nike van der Let
Sissy Wyner, Salondame: Karin Kofler
Stanzides, Offizier: Alexander Rossi
Pianistin Eißler: Maria Happel

Regie: Maria Happel
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies