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Archiv - Juli 13, 2010

Musical Forever 2 - Caspar Richters musicalische Abrechnung

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Am 27. Juni 2010 verabschiedete sich Caspar Richter, der Musikalische Direktor der Vereinigten Bühnen Wien, mit einem Musicalkonzert von seinem Publikum. Richter und das Orchester der VBW, das war über viele Jahre eine Erfolgsgeschichte. Über 20 Jahre hat der Künstler Uraufführungen für Wien erarbeitet, neue Konzepte entwickelt und dafür gesorgt, dass das Orchester auch außerhalb der Theater der VBW ein Standing erreichte, auf das das Haus stolz sein konnte.

Mit “Musical Forever 2″ demonstrierte Caspar Richter unter anderem noch ein Mal eindrucksvoll und mit Nachdruck, was er unter dem Begriff Musical versteht. All die Statements, die im Laufe jenes Abends von Moderator Peter Fröhlich, Dirigent Richter und Intendantin Zechner gebracht wurden, ließen im Wiener Ronacher eine Spannung entstehen, die geradezu mit Händen greifbar war. Auf der einen Seite standen das künstlerische Ich des Musikalischen Direktors, all seine Ideen, seine Pläne und Hoffnungen, sein Verständnis von den Aufgaben des Orchesters, aber auch des Unternehmens VBW, auf der anderen Seite standen die Krisenmanager Zechner und Drozda, die angesichts der Flops der letzen Jahre künstlerisch schon lange w. o. geben mussten und mit Schlager und Revivals die Cashcow wieder, zumindest kurfristig, zum Muhen brachten. Der 27. Juni 2010 war der Tag, wenn man so will, an dem nun Caspar Richter aufgab, aber noch einmal eindrucksvoll zeigen konnte, wofür dieses Orchester gegründet wurde und was alles mit ihm und dem Orchester möglich gewesen wäre. Denn diese Musiker sind nicht dazu da, um als Spiegelung von Udo Jürgens’ Pepe Lienhard Band im Orchestergraben des Raimund Theaters den eigenen Ruf nachhaltig zu beschädigen.

Um zu verstehen, was Caspar Richter in “Musical Forver 2″ für das Publikum vorbereitet hatte, denken wir uns am besten ins Jahr 2005 zurück, genauer gesagt klinken wir uns am 6. Dezember 2005 ein. Den Vereinigten Bühnen Wien geht es gut, “Romeo und Julia”, seit 24. Februar 2005 im Raimund Theater zu sehen, ist mit einer Auslastung von 95 Prozent ein Hit, “Elisabeth” ist seit 4. Dezember 2005 Geschichte, höchst erfolgreich konnte man dieses Revival beenden, und die Fanlandschaft ist mit “Sisi”-CDs, DVDs, Special Editions und Fan Packages zugespoilt - da kündigt am 6. Dezember 2005 Intendantin Kathi Zechner in einer gut besuchten Pressekonferenz die nächste Eigenproduktion des Hauses an, die Uraufführung von “Rebecca”, einem Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze. Die Krise, in die die VBW bald schlittern, ist weit entfernt, alles ist wunderbar. Im Rahmen dieser Pressekonferenz führte ich mit Caspar Richter ein kurzes Gespräch:

Martin Bruny: “Herr Richter, was halten Sie denn von Musicals wie “Mamma Mia!” oder “We Will Rock You”"?

Caspar Richter: “Also Musicals, die eigentlich keine Musicals sind. Ich finde, bei “Mamma Mia!” ist das ganz lustig gelöst. Ich bin aber kein großer Freund von “Collagen”. Da kann man ein Konzert machen, nicht? Und irgendeine Geschichte draufstülpen? Bei “Mamma Mia!” haben die Glück gehabt. Es ist lustig, ich habs gesehen, hab mich sehr gut amüsiert. Aber ich kenn auch sehr viele andere Collagen … das ist dasselbe wie beim Ballett. Ich komm ja auch von der Oper und war erst hier an der Staatsoper und hab sehr viel Ballett dirigiert. Da gabs immer diese berühmten Ballettabende über irgendein Thema, zum Beispiel “Manon Lescaut”. Da wurde irgendein Komponist vergewaltigt und es wurde aus … oder Schostakowitsch … da wurde aus allen Sinfonien zusammengebröselt. Das ist für mich nicht akzeptabel. Es gibt so tolle Ballette, es gibt so tolle Musicals. Wieso muss man jetzt irgendwas zusammenstoppeln? Und auch diese Lebensgeschichte von Falco … für mich ist das furchtbar. Man soll vielmehr Autoren die Gelegenheit geben, neue Stücke zu schreiben. Wir tun das ja hier Gott sei Dank, und darauf bin ich ganz stolz, dass ich meinen Beitrag dazu geleistet habe von Anfang an, und der Peter Weck noch damals. Wir fingen an mit “Freudiana”, was ich sehr mag, immer noch.

Martin Bruny: “Daraus hat ja bei “Musical Christmas” Luzia Nistler eine der schönsten Nummern des Abends gesungen.”

Caspar Richter: “Ja, und ich verspreche Ihnen, dass ich da dran bin, mindestens eine Konzertfassung herzustellen von “Freudiana”. Ich find die Musik genial, und das Stück find ich sowieso genial. Es gehört nach Wien. Wenn es nach mir gehen würde, ich fände eine Neubearbeitung sehr lohnenswert. Das ist ein so typisches wienerisches Stück, es kann von Wien auch wieder um die Welt gehen. Das ist meine Meinung.”

Martin Bruny: “Freudiana” ist ja damals aufgrund der Inszenierung gefloppt?”

Caspar Richter: “Ja, aber nicht vergessen, das war unser erster Versuch damals, unsere erste Uraufführung, und dafür gings eigentlich ganz gut. Die zweite Uraufführung, “Elisabeth”, war ja dann schon der Hit. Aber ich versprech Ihnen, dass ich mich um die Musik von “Freudiana” immer kümmern werde. Ich hab auch auf der Donauinsel drei Nummern wieder gespielt. Ich spiele es immer wieder, manchmal auch gegen gewisse andere Meinung, aber langsam setzt sich die positive Meinung diesem Stück gegenüber durch, und das freut mich sehr. Ich finde diese Musik und auch die Texte wirklich genial. Mein Lieblingswunsch ist, ich habs mit der Kathi Zechner schon besprochen, wir sind fast soweit, ich will aber nicht vorgreifen, eine Mischung zwischen “Freudiana” und “Lady in the Dark” von Kurt Weill. Eine Hälfte das und die andere Hälfte Weill. Ich bin ein großer Fan von Kurt Weill, und ich finde, Kurt Weill wird überhaupt nicht gespielt. Der amerikanische Weill so überhaupt nicht, höchstens “Die Dreigroschenoper”, aber die großen Musicals von Weill wie “The Firebrand of Florence” oder “Down in the Valley”, das sind Meisterwerke, oder auch “Street Scene”, aber das ist fast ne Oper … aber “Lady in the Dark” ist für mich das große Meisterwerk. Und da kann ich mir vorstellen, dass Sona MacDonald - oder die Pia würde das auch toll machen.”

Martin Bruny: “Welches Musical würden Sie als Ihr Lieblingsmusical bezeichnen?”

Caspar Richter:
“Ne Menge, und zwar ganz verschiedene. Eines meiner Lieblingsmusicals war “Les Misérables”. Das war ja auch eine tolle Produktion. Ich würde sagen, eine der besten überhaupt. Ich liebe “Carousel”, und das möchte ich auch hierher bringen. Es gab so eine tolle Inszenierung in London vom English National Theatre. Und “Carousel” ist eigentlich auch ein Wiener Stück irgendwo. Dann bin ich natürlich ein ganz ganz großer Bernstein-Fan. Ich hab von Bernstein eigentlich fast alles dirigiert und bin auch derjenige, der “Mass” nach Europa gebracht hat, damals mit Marcel Prawy. Ich hab die deutsche Erstaufführung gemacht. Das gabs zwar vorher schon an der Staatsoper im Original, aber ich habe die deutsche Erstaufführung in Berlin damals dirgiert. In der Deutschlandhalle 1982 mit Prawy. Ich bin auch ein großer Anhänger von “Candide”, ein geniales Stück, schwer zu inszenieren, aber es geht. Ich habs schon mal erlebt.

Martin Bruny: “Im Rahmen der VBW?”

Caspar Richter: “Ich habe in Innsbruck ein Bernstein-Festival gehabt, das ist schon ein bissl länger her. Wir haben mit unserem Orchester und den Solisten dort gespielt: “Mass”, “Candide” szenisch, und dann haben wir große Konzerte mit Bernstein Werken gespielt. Im März [2006] gibt es auch ein großes Konzert hier, in dieser Reihe. Wir machen jetzt sehr viel neue Konzerte. Im März “Tribute to Bernstein”.”

Martin Bruny: “Im Konzerthaus?”

Caspar Richter: “Nein, hier. Ich will nur im Theater spielen. Das gehört ins Theater.”

Martin Bruny: “Das wurde aber noch nicht angekündigt.”

Caspar Richter: “Ist aber schon fixiert. Anfang März, vier Konzerte. Vorstellen möchte ich das Musicalgesamtwerk von Bernstein. Stücke aus “Mass”, “West Side Story”, “On the Town”, “Wonderful Town”, “Peter Pan” usw. - und dazwischen immer ein paar ganz tolle Orchesterstücke. Unser Orchester spielt das ganz hervorragend. Und sogar Solostücke. Ein Stück aus nem Cello-Konzert, weil wir ja tolle Solisten haben. Das wird ein toller Abend. Wir haben schon tolle Solisten dafür. Ich wünschte mir sehr, dass die Dagmar Hellberg wieder herkommt, aber die hat auch schon zugesagt, mal sehen, ob wir uns mit ihr einigen. Solche Leute brauchen wir, die hat dann die Jazz-Nummern drauf.”

Martin Bruny: “In “Sweeney Todd” war sie ja auch großartig.”

Caspar Richter: “Ja. Ja, das war toll. Übrigens, Sondheim ist auch ein Thema. Wird auch überhaupt nicht gespielt.”

Martin Bruny: “Nur kleine Produktionen.”

Caspar Richter: “”Sweeney Tod” ist auch eines meiner Lieblingsstücke, da haben Sie ganz recht. Und dann wünschte ich mir sehr, dass wir zwischen den ganzen Uraufführungen, die ich für sehr sehr wichtig halte, weil man weitergehen sollte, immer ein schönes Revival macht. Und es gibt in den sogenannten “alten Musicals” so hervorragende Meisterwerke, die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte. Ich möchte gerne “The Secret Garden” machen, das ist auch eines meiner Lieblingsstücke, “Carousel”, Richard Rodgers sowieso und dann: Ich möchte “Funny Girl” machen, oder “Gypsy”.

Martin Bruny: “Wär das auch was für Pia Douwes?

Caspar Richter: “Das wär auch etwas für die Maya. Wir haben so tolle Leute, die können das alles. Ich bin auch sehr froh, dass wir hier in Wien so ein “Grundensemble” haben. Obwohl sie immer wieder zu Audition kommen, auch sollen, aber irgendwie haben wir einen großen Ensembletopf, der typisch wienerisch ist. Zum Beispiel das Ensemble von “Elisabeth”, die sind genial. Mit denen kann ich auch so ein Weihnachtskonzert machen. Das kann ich nur mit einem Team machen, das so zusammengewachsen ist, und das gibts woanders überhaupt nicht.”

Soweit Caspar Richter im Originalton, am 6. Dezember 2005. Das Schickal wollte es, dass gerade Bernstein dem Musikalischen Direktor zum Verhängnis wurde. Groß war die Vorfreude auf Richters Konzertserie “A Tribute to Bernstein”, die am 5. und 6 sowie am 12. und 13. März 2006 im Wiener Raimund Theater über die Bühne ging. Der erste Dämpfer: Eine geplante Einführungsveranstaltung, ein Publikumsgespräch, in dem der Dirigent Bernsteins Werk erklären wollte, wurde abgesagt, man sagt aus mangelndem Publikumsinteresse. Am 24. Februar 2006 wurde an alle für diese Veranstaltung Angemeldeten die Mail verschickt: “Mit Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass das Publikumsgespräch zu A TRIBUTE TO BERNSTEIN leider nicht stattfinden kann.”

Die erfolgsverwöhnten Vereinigten Bühnen Wien konnten damals mit “The Little Matchgirl” (7. bis 19. Februar 2006) eine Auslastung von 96,5 Prozent erzielen, die “Mozart!”-Konzertserie (4. bis 11. Februar 2006) kam gar auf 99,97 Prozent Auslastung. “A Tribute to Bernstein” schaffte lediglich eine Auslastung von 60 Prozent, und so war der 13. März 2006 der letzte Tag, an dem Caspar Richter in Wien einen der “alten Meister” im Rahmen eines themenorientierten Konzerts dirigieren sollte. Alle seine anderen Pläne konnte oder durfte er nicht mehr verwirklichen. Was blieb, war “Jesus Christ Superstar”, jährlich zu Ostern, doch auch damit war bald darauf Schluss, was man noch weiterverfolgte, war “Musical Christmas”, und selbst dieses Erfolgsformat schrumpfte man so ein, dass nichts mehr übrigblieb, als eine Pause einzulegen.

Der ansteckende Enthusiasmus Richters aus dem Jahre 2005 musste schwinden, angesichts eingekaufter Produktionen wie “We Will Rock You” (Premiere: Donnerstag, 24.01.2008) oder der Revue “Ich war noch niemals in New York” (2010). Beides Shows, von denen bei “Musical Forever 2″ natürlich nichts zu hören war.

Im Rückblick könnte man die Frage stellen, ob es den VBW mit der RonacheMobile-Schiene unter einem Programmverantwortlichen Richter nicht gelungen wäre, neues Stammpublikum zu gewinnen, statt mit grenzwertigen Produktionen vorhandenes Stammpublikum abzuschrecken. Die zum Motto erhobene “Vielfalt” des Programms entpuppte sich schon bald eher als Einfalt der Vielfalt, mit Shows, die mit dem Musicalgenre praktisch nichts zu tun hatten und bestenfalls mit dem Stempel “bemüht, setzen” versehen werden können.

“Carousel”, “Gypsy”, konzertante Aufführungen von “Freudiana”, Themenabende zu Kurt Weill, “The Secret Garden” - alle Ideen mussten weichen, und so wurde letztlich aus den VBW, den Produzenten von Uraufführungen, ein Zukäufer von abgespielten deutschen Produktionen. Nicht verwunderlich, wenn Caspar Richter in seiner Abschiedsrede meinte (streichen wir mal alle beschönigenden Nebensätze): “Besinnen Sie sich auch auf die Werte, die wir selber in uns haben, nämlich unsere Kreativität. Wir brauchen einfach wieder richtige Kreationen von uns heraus. Das ist unsere Einmaligkeit gegenüber allen anderen Häusern auf der ganzen Welt, das hat Wien immer ausgezeichnet.”

musicalforever2.JPGMit dem Programm, das Richter für “Musical Forever 2″ zusammengestellt hat, skizziert er noch ein Mal in Ansätzen den Weg, den er gehen wollte. Wenn die Show mit der Ouvertüre aus “Gypsy” beginnt, dann ist das vor allem programmatisch gemeint. Nie klingt das Orchester so beeindruckend wie bei den “alten Meistern”. In dem Moment, in dem die ersten Klänge von Richard Rodgers’ “State Fair” erklingen, fühlt man sich geradezu wie ein Kinobesucher, der nach der Werbung und all den ätzenden Trailern früher, in der guten alten Zeit, im Kino den Vorhang aufgehen sah - für den Hauptfilm. Immer breiter wurde die Leinwand … Cinemascope, die Vielschichtigkeit der Kompositionen, die vielen Feinheiten der Instrumentierung, der Arrangements, der Einfallsreichtum der Komponisten, das ist Musical.

Die VBW waren natürlich nie Lieferanten für diese “klassische” Musicalschiene, aber worauf man sich lange Jahre verlassen konnte, war, dass man zumindest Musicals zu sehen bekam. Das ist heute so nicht mehr unbedingt der Fall. Richter zeigt mit seiner Auswahl, was er unter Musical versteht und er zeigt, bis wohin er bereit ist zu gehen. Mit dabei: Ausschnitte aus “Wonderful Town”, “On the Town” und “Freudiana” oder “Sweet Charity”, neben den Hits der VBW “Elisabeth”, “Mozart!”, “Tanz der Vampire”, “Romeo und Julia”, “Rebecca”, “Rudolf” und einigen anderen.

Auf der Bühne einige der Stars der VBW wie Lukas Perman, Marjan Shaki, Carin Filipcic, Lisa Antoni, Thomas Borchert … und Rob Fowler, der schon lange nicht mehr eingeladen war, seine Kunst in den Tempeln der VBW zu zeigen.

Würde man nun die Zusammenstellung des Programms kritisieren wollen, so ließe sich etwa anmerken, dass “Musical Forever 2″ in großen Teilen eine Art “Greatest Hits Medley” (im Programm zur Show als “Collagen” bezeichnet) war, wie es seinerzeit, um es mal krass zu formulieren, Peter Alexander auf seinen Tourneen eine Zeitlang gemacht hat. Alexander hatte ein Unmenge an Hits, und statt einige auszuwählen und zu singen, entschloss er sich, sie fast alle zu bringen und nur Ausschnitte davon, manchmal nur die Refrains oder etwaige andere besten Stellen zum Besten zu geben. Das ist ein gefährliches Spiel, denn man könnte Richter vorwerfen, dass er damit das macht, was man mit Musik nicht machen sollte, sie schlagzeilenmäßig einzusetzen, wie das die Kleinformate mit News im Printbereich machen.

Wenn man “A Chorus Line” bringen möchte, ist es schon erstaunlich, dass man sich dazu entschließt, das Opening in 1:16 Minuten runterzuspielen, um dem Tanzensemble die Möglichkeit zu geben, ein wengerl eine Variante der Originalchoreographie zu zeigen. Das wird weder der Show gerecht, noch macht es irgendeinen positiven Eindruck. Wenn man einem Musical nur 1:16 Minuten gönnen möchte, dann wäre es besser, es ganz zu lassen. Aber 1:16 kann man noch unterbieten. “The Producers” bekommt in “Musical Forever 2″ genau 55 Sekunden, aus “Les Misérables” werden drei Nummern gespielt, und dennoch, mehr als 4:40 Minuten sind nicht drin, ebenso bei “Elisabeth”: vier Nummern in knapp 5:00 Minuten. Ebenso “Mozart!”: vier Nummern in 7:00 Minuten, aber auch nur deswegen etwas länger, weil Peter Fröhlich für seine Version von “Ein bissel fürs Hirn und ein bissel fürs Herz” zwei Anläufe benötigt hat und dennoch die meisten Textpassagen improvisieren musste. Auch “Romeo und Julia” gehts nicht besser: zwei Nummern in 3:30 Minuten. Ganz schlimm triffts “Rebecca”. Da scheint der Wahnsinn vom Programmmacher Besitz ergriffen zu haben, stand doch tatsächlich das unnötigste Lied, seit es Musicals gibt, auf dem Programm von “Musical Forever 2″: “Golf”, ansonsten: drei Nummern in 4:00 Minuten. “Rudolf”: zwei Songs in 3:10 Minuten.

Natürlich könnte man auch vermuten, dass Caspar Richter sich einfach jenen Nummern besonders ausführlich widmen wollte, die ihm besonders am Herzen liegen. Das wären dann folgende gewesen:

Ouverture – instrumental („Gypsy“) [5:00]
Das Phantom der Oper – Lisa Antoni, Thomas Borchert, Ensemble („Das Phantom der Oper“) [4:00]
Das Ödipus-Dreieck – Carin Flipcic, Thomas Borchert, Lukas Perman („Freudiana“) [3:40]
Die Schöne und das Biest – Carin Filipcic, Lisa Antoni, Ensemble (”Die Schöne und das Biest”) [3:10]
Suite – instrumental („State Fair“) [6:00]
Conga – instrumental („Wonderful Town“) [5:40]
A world of wonder – Marjan Shaki (“Sophie’s World”) [5:00]
Gethsemane – Rob Fowler (”Jesus Christ Superstar”) [8:30]
I love a piano – Thomas Borchert, (K.: Irving Berlin) [4:30]
Totale Finsternis – Marjan Shaki, Thomas Borchert („Tanz der Vampire“) [3:50]
Gabriella’s Song – Ensemble („Wie im Himmel“) [3:50]

Keine so schlechte Auswahl, eine teilweise jenseits des Mainstream liegende. Generell aber muss man sich fragen, warum die Moderationen und Ansprachen bei “Musical Forever 2″ derart dominant waren. Bei einer Gesamtdauer der Veranstaltung ohne Pause von 2 Stunden und 43 Minuten wurden rund 1 Stunde und 33 Minuten Musik geboten und 1 Stunde war den Moderationen und Ansprachen gewidmet. So charmant-schusselig Peter Fröhlich als Moderator auch gewesen sein mag, generell gesehen war sein Part überdimensioniert. Die Entstehungsgeschichte des “Phantoms der Oper”, die Beziehungsgeschichte von Lukas Perman & Marjan Shaki, Anekdotchen, ganz unterhaltend, ja … aber waren die meisten nicht doch wegen der Musik gekommen?

Star des Abends, alle seine Performances zusammen als Basis nehmend, war Thomas Borchert, die beeindruckendste Leistung zeigte allerdings Rob Fowler mit einem gigantischen “Gethsemane”, eine Nummer, die der Künstler und das Orchester geradezu zelebrierten, vom Publikum mit Beifallsorkanen umjubelt. Die meiste Stimmung wiederum brachte “Romeo und Julia” in den Saal: “Herrscher der Welt” - wie auf Knopfdruck klatschten da alle bei der Boygroup Lukas Perman, Rob Fowler und Kai Hüsgen mit. Auch das Musicaltraumpaar Perman-Shaki wirkte bei “Dich kennen heißt dich lieben” oder “Ohne sie”. Unnötigste Nimmer neben “Golf”? Sicherlich “Das Phantom der Oper” aus dem Musical “Das Phantom der Oper”. Der Song war auch in “Musical Forever 1″ zu hören. Ja, damals wurde er so grauenvoll von einem Darsteller abserviert, dass man ihn am Ende nicht mal in der im Konzert gesungenen Form am Tonträger zur Show vorfand. Schon damals musste Thomas Borchert übernehmen und das Lied im Studio gemeinsam mit Pia Douwes neu einsingen. Nun, diesmal konnte Borchert also live das “Phantom” geben, und wenn wir alle eines wissen, dann das, dass er es kann. Dennoch hätte es wesentlich Spannenderes aus dem “Phantom” gegeben, und Lisa Antoni ist zwar eine entzückende Sängerin, aber an diesem Abend war bei ihr das Zielen auf die hohen Töne mitunter eher im Vordergrund als das exakte Treffen derselben. “Wie nemmas denn” haben sie und Carin Filipcic sich wohl bei “Die Schöne und das Biest” gedacht. Den Song setzten beide zu hoch an und beendeten ihn dann einstimmig. Sicher einer der merkwürdigsten Momente des Abends.

Thomas Borchert war durchgehend, bis auf eine Ausnahme, eine allerdings sehr unterhaltende, höchst konzentriert am Werk. Nicht mal der schnoddrig, fast bis zum Anfangston von “Schließ dein Herz in Eisen ein” moderierende Peter Fröhlich konnte ihn aus dem Konzept bringen. Borchert war exakt im Moment in seiner Rolle, spielte sie hervorragend und lieferte selbst in dieser Kürzestversion eine beeindruckende Leistung. Was genau bei “Jekyll & Hyde” auf der Bühne des Ronacher an jenem Abend passierte, und zwar genauer gesagt beim Titel “Mörder”, man weiß es nicht. Es hörte sich so an, als würde der Chor am Anfang “eingeblendet”, ganz bestimmt waren aber mehr als jene acht Stimmen, aus denen das Ensemble bestand, zu hören. War alles live? Mit Sicherheit wars die darauf folgende Nummer “Die Welt ist völlig irr”, jenes Lied, zu dem der Darsteller des Jekyll/Hyde in der tatsächlichen Bühnenshow, an Seilen hängend, seinen Gesang immer nur zu mimen hatte. Sicher kein Zufall, dass Richter ausgerechnet dieses Lied für Thomas Borchert ausgesucht hat. Fast eine “Premiere”.

Schwungvoll und mitreißend Borchert mit “I love a Piano”, damit näherte er sich jenem Genre, für das er seine Stimme nicht fast killen muss, um annähernd so zu klingen, wie berühmte Vorbilder. Am Klavier, als Pianoman, ist Borchert authentisch, da ist er Musiker und Entertainer, nicht nur “Musicaldarsteller”.

Nicht immer leicht hatte es Carin Filipcic an diesem Abend. Nicht, weil sie etwa schlecht bei Stimme war, ganz im Gegenteil, sie hatte Glanznummern wie “Gabriella’s Song”, wie ein hinreißendes “I can cook too” oder ein sehr schön gesungenes “Gold von den Sternen” … aber sie hatte auch Lieder zu interpretieren, die nicht ganz die ihren waren. Peter Fröhlich beispielsweise schickte sie mit folgender Anmoderation auf die Bühne:

“Wir erleben da eine Elisabeth, so ganz anders als das übliche Sisi-Bild. Sie züchtet ihre Originalität, sie hegt genauso ihre kranke Seele wie ihren wunderschönen Körper, den sie mit einem Taillenumfang von 48 Zentimetern und einem Gewicht von 40 Kilo immer gleichzuhalten bestrebt war, was ihr natürlich nicht immer leicht gefallen ist, vor allem in Wien. Wahrscheinlich war sie deshalb so selten da. Sie hat sich sehr oft in Irrenhäusern aufgehalten, hat die Öffentlichkeit immer mehr gemieden und hatte einen steten, liebgewonnenen Freund, den Tod.”

Berühmt ist das Wiener Publikum für sein Gekreische und den frenetischen Applaus. Nun, man musste den “Elisabeth”-Fans an diesem Abend verzeihen, dass sie Carin Filipcic mit ihrem Gejohle fast aus den Tönen gekippt hätten. Sowohl bei den Anfangstönen von “Ich gehör nur mir” als auch vor dem Schlusston kreischten sie ein wenig überambitioniert. Aber man darf es ihnen nicht übelnehmen, mit “Elisabeth” ists ja schon lang vorbei in der Bundeshauptstadt, und bis 2012, wenn die Kaiserin so sicher, wie die Kaisersemmeln auch dann noch blond sein werden, wieder in einem der VBW-Häuser zu sehen sein wird, ist es noch eine Zeit hin. Zum Teil wars natürlich auch das Arrangement, das die Fans austrickste. Es gab bei dieser Kürzestversion des “Elisabeth”-Hits keine Zeit vor dem langen, hohen Schlusston, und danach war wohl dann einigen auch gar nicht mehr so nach Klatschen und Johlen, denn Filipcic wurde vermutlich vom Jubel so getroffen, dass die reine Intonation flötenging. Generell wirkte die Ballade in ihrer Interpretation beschaulich, dann wieder angestrengt kreischig, gefühlsmäßig nicht mittig, wobei das Arrangement nicht wirklich gelungen war. Ohne Pause gings mit “Die Schatten werden länger” weiter. Wozu die Hektik, wieso die Songs nicht mit Ruhe auf die Bühne setzen … man wird es nie erfahren. Fowler verpatzte die “Schatten” mit Phrasierungen, die von der Idee großartig waren, die er aber nicht ausgestalten konnte; Lukas Perman lieferte das, was er auch im Theater an der Wien zu liefern imstande war. Auch die “Schatten” - bis ins Verstümmeln verkürzt auf knapp eine Minute.

Würde man noch einen Punkt kritisieren wollen, so könnte man die zahlreichen Mikro-Pannen anführen. Ganz schlimm erwischte es Lukas Perman ausgerechnet beim Song aus “Freudiana”: “Das Ödipus Dreieck”. Exakt bei seinem Einsatz eine extrem laute Störung. Perman meisterte die Panne souverän und so konnten Carin Filipcic, Thomas Borchert und er den Song aus “Freudiana” dennoch zu einem der Highlights des Abends gestalten. Marjan Shaki sorgte mit einem Lied für besonders großen Applaus: “A World of Wonder” aus dem Musical “Sophie’s World”. Und als Thomas Borchert ein einziges Mal an diesem Abend unkonzentriert war und den Einsatz bei “Totale Finsternis” verpatzte, war das nicht nur einer der sympathischsten Momente der Show, sondern auch einer der witzigsten, weil Shaki das ganze Lied hindurch von einem Lachkrampf zum nächsten taumelte, und dennoch die Nummer, sogar mit einem überraschenden Ende, nach Hause brachte. Natürlichkeit ist manchmal die halbe Miete.

Der Tanz stand bei “Musical Forever 2″ nicht wirklich im Mittelpunkt. Zum Teil waren es den Originalshows nachempfundene Andeutungen, die Jerome Knols mit seinem Ensemble einstudiert hatte, das klappte bei “Herrscher der Welt” sehr gut, auch bei “A Chorus Line” - in mattem Posing endete es aber bei “Rhythm of Life” aus “Sweet Charity”. Bemüht, aber sehr hölzern. Ganz im Gegenteil zum Gesamteindruck den “Rhythm of Life” beim jubelnden Publikum hinterlassen hat. In Anlehnung an André Heller könnte man meinen: Die wahren Musicals sind im Kopf, und sind sie nicht in deinem Kopf, dann sind sie nirgendwo. Einer jener Musical-”Köpfe”, Caspar Richter, hat sich mit “Musical Forever 2 ” aus Wien verabschiedet - man wird ihn vermissen.

Musical Forever 2
Musikalische Einstudierung: Caspar Richter
Regiekonzept/Choreographie: Jerome Knols
Künstlerische Leitung: Brigitta Thelen
Choreinstudierung und Korrepetition: Carsten Paap
Solisten: Marjan Shaki, Lisa Antoni, Carin Filipcic, Thomas Borchert, Lukas Perman und Rob Fowler
Ensemble: Daniela Harbauer, Martin Planz, Nina Weiss, Esther Mink, Barbara Obermeier, Fernand Delosch, Kai Hüsgen und Max Niemeyer

Akt 1
Ouverture – instrumental („Gypsy“) [5:00]
Moderation - Peter Fröhlich [6:00]
Opening – Ensemble („A Chorus Line“) [1:20]
Moderation - Peter Fröhlich [2:45]
Der erste Angriff – instrumental („Les Misérables“) [0:38]
Der doppelte Schwur – Rob Fowler, Thomas Borchert („Les Misérables“) [1:44]
Mein Herz ruft nach Dir – Lukas Perman, Lisa Antoni, Marjan Shaki („Les Misérables“) [2:20]
Das Phantom der Oper – Lisa Antoni, Thomas Borchert, Ensemble („Das Phantom der Oper“) [4:00]
Moderation - Peter Fröhlich [3:20]
Das Ödipus-Dreieck – Carin Flipcic, Thomas Borchert, Lukas Perman („Freudiana“) [3:40]
Todzeitwalzer – instrumental („Elisabeth“) [0:50]
Der letzte Tanz – Rob Fowler („Elisabeth“) [1:20]
Ich gehör nur mir – Carin Filipcic („Elisabeth“) [1:40]
Die Schatten werden länger – Rob Fowler, Lukas Perman, Ensemble („Elisabeth“) [1:15]
Moderation - Peter Fröhlich [1:10]
Die Schöne und das Biest – Carin Filipcic, Lisa Antoni, Ensemble (”Die Schöne und das Biest”) [3:10]
“Chicago”-Signation [00:05]
Moderation - Peter Fröhlich [0:30]
Ein bissel für’s Hirn und ein bissel für’s Herz (2 Anläufe) – Peter Fröhlich („Mozart!“) [1:30]
Moderation - Peter Fröhlich [0:30]
Schließ dein Herz in Eisen ein – Thomas Borchert („Mozart!“) [1:45]
Dich kennen heißt dich lieben – Lukas Perman, Marjan Shaki („Mozart!“) [1:40]
Gold von den Sternen – Carin Filipcic („Mozart!“) [2:20]
Moderation - Peter Fröhlich [2_00]
Suite – instrumental („State Fair“) [6:00]
Mörder – Ensemble („Jekyll und Hyde“) [1:00]
Die Welt ist völlig irr – Thomas Borchert, Ensemble („Jekyll und Hyde“) [1:30]
Moderation - Peter Fröhlich [3:20]
Rhythm of life – Rob Fowler, Lukas Perman, Ensemble („Sweet Charity“) [2:25]

Akt 2
Moderation - Peter Fröhlich [3:41]
Conga – instrumental („Wonderful Town“) [5:40]
Lonely town – Thomas Borchert („On the Town“) [2:25]
Lucky to be me – Lukas Perman („On the Town“) [2:45]
I can cook too – Carin Filipcic (“On the Town”) [2:30]
A world of wonder – Marjan Shaki (“Sophie’s World”) [5:00]
Moderation - Peter Fröhlich [2:00]
Herrscher der Welt – Lukas Perman, Rob Fowler, Kai Hüsgen, Ensemble (“Romeo und Julia”) [1:20]
Ohne Sie – Marjan Shaki, Lukas Perman (“Romeo und Julia”) [2:10]
Gethsemane – Rob Fowler (”Jesus Christ Superstar”) [8:30]
Moderation - Peter Fröhlich [3:00]
Ich hab geträumt von Manderley – Lisa Antoni („Rebecca“) [1:40]
Golf – Ensemble („Rebecca“) [0:50]
Rebecca – Carin Filipcic, Lisa Antoni („Rebecca“) [1:30]
Moderation - Peter Fröhlich [2:10]
Ouverture – instrumental („The Producers“) [0:55]
I love a piano – Thomas Borchert, (K.: Irving Berlin) [4:30]
Moderation - Peter Fröhlich [2:00]
Walzer – Ensemble („Rudolf”) [1:00]
Vertrau in uns – Lisa Antoni („Rudolf“) [2:10]
Totale Finsternis – Marjan Shaki, Thomas Borchert („Tanz der Vampire“) [3:50]
Ansprache Caspar Richter [9:00]
Gabriella’s Song – Ensemble („Wie im Himmel“) [3:50]
Moderation - Peter Fröhlich [1:00]
Tanz der Vampire (Finale II. Akt) – Ensemble („Tanz der Vampire“) [2:10]
Ehrungen [11:00]
Zugabe: Rhythm of life – Alle („Sweet Charity“) [2:25]

Statistiken
Moderation 1. Akt: 19:35
Musik 1. Akt: 42:47

Moderation, Ansprachen2. Akt: 34:51
Musik 2. Akt: 56 Minuten

Insgesamt
Musik: rund 99 Minuten
Ansprachen, Moderationen: 55 Minuten
Gesamtdauer: 2 Stunden und 42 Minuten inkl. Applaus

Arena: John Fogerty (Open Air)

13. Juli 2010
13:00bis23:00

Arena: John Fogerty
13, Juli 2010, 19 Uhr, Open Air

Die Stimme von CCR & Ikone des American Rock im Juni in Österreich! „Bad Moon Rising“ – „Susie Q“ - „Born On The Bayou“ – „Who’ll Stop the Rain“ – „Rockin All Over The World“ – „Have You Ever Seen The Rain“ u. v. m.

Der Mann, der mit seinem – 1990 verstorbenen – Bruder Tom, Doug Clifford und Stu Cook zwischen 1967 und 1972 Creedence Clearwater Revival bildete und zu einem überwiegenden Teil für die Kompositionen der Band verantwortlich war, kann wahrlich als Eckpfeiler der amerikanischen Rockmusik bezeichnet werden.

CCR traten sogar beim legendären Woodstock-Festival 1969 auf, finden sich allerdings weder auf dem zugehörigen Album oder im Film, da ihre Show gegen 3h früh stattfand und außerdem von technischen Problemen geprägt war.

Aber auch ohne diese Publicity schaffte es die Band in Amerika und weltweit großartige Erfolge einzufahren, 8 gold- und platinveredelte Alben und vor allem Hits von wirklichem Weltformat, die bis heute ins Ohr gehen, stehen auf der Habenseite von CCR.

Ein besonders prominenter Fan bis heute ist Bruce „The Boss“ Springsteen: „Creedence war nicht die hippste Band der Welt, aber die beste!“. Dieses Lob kann man wohl eins zu eins CCR’s Bandleader, Songschreiber, Sänger und Leadgitarristen John Fogerty weitergeben.

Fogerty, der heuer 65 Jahre alt wird, hat sein Comeback als Solokünstler mit dem, von Kritikern hochgelobten und Grammy-prämiierten Album „Centerfield“ 1984 begründet. Seit dem ist er zurück im Rock-Olymp und seine Fans sind dankbar dafür.
Aktuell tourt er mit der Fortsetzung und Erweiterung seines allerersten Soloalbums „The Blue Ridge Rangers Rides Again“ (Universal 2009), eine Sammlung von Covers von Songs aus dem American Songbook, das mit Stars wie Bruce Springsteen, Don Henley aufgenommen wurde.

VORVERKAUF
Online unter www.TICKETNET.at bzw. Tel. 01 588 85, unter www.musicticket.at bzw. Tel. 01 405 1010 und im Arena Büro (Mo-Fr 11.00h-17.00h)
Tickets: € 49 VVK

Nähere Infos –> hier