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Archiv - November 13, 2010

Ein Meer von Gefühl - mit Drew Sarich ist die “neue” Wiener Version von “Tanz der Vampire” endlich angekommen

Wenn Wiener Musicalproduktionen manchmal ein ganz eigener Wiener Touch nachgesagt wird, so lässt sich der oft auf eine ganz spezifische, feine Prise Sentiment, man mag es auch Melancholie nennen, zurückführen. Das war das Geheimrezept von “Romeo & Julia” beispielsweise, an dem bemühten Unterdrücken von Sentiment in bestimmten Szenen scheiterte unter anderem “Rudolf” in Wien (im Gegensatz zur Budapester Version, die mit der Figur des Puppenspielers genau in diesem Punkt die eigentliche “Wiener Version” gewesen wäre).

Mit Drew Sarich als neuem Krolock in der aktuellen Produktion von “Tanz der Vampire” im Ronacher ist eine genau durchdachte und von Sarich erarbeitete Portion Sentiment und ein Meer von Gefühl in die Figur des Krolock zurückgekehrt - in einem Ausmaß, und das ist natürlich völlig subjektiv, wie ich es nur aus der Zeit von Steve Barton kenne. Drew Sarich und Steve Barton kann man natürlich stimmlich nicht vergleichen, dazu sind sie zu unterschiedlich. Das Gute ist, dass hier keinerlei Copycat greift. Drew Sarich würde, selbst wenn er es könnte, den Teufel tun und seine Stimme so malträtieren, dass er annähernd in eine Stimmlage wie Steve Barton kommt. Er legt seine Rolle innerhalb gegebener Grenzen neu an, setzt bei seinen Soloparts neue stimmliche Akzente, setzt Varianten ein, die den altbekannten Songs auf einmal eine völlig neue Atmosphäre einhauchen. Hohe Töne kommen bei Sarich stets scheinbar ohne Mühe. Er setzt sie nicht ein, um zu prahlen, er setzt sie wohldosiert ein, um eine Szene wie jene im Tanzsaal, wo er die Stelle “zum Sterben verdammt” in drei Etappen bis zum H jagt, mit einem auch stimmlichen Höhepunkt zu veredeln, unvergesslich zu machen, und das ist die Kunst des Drew Sarich, unter anderem.

Drew Sarich ist eine Bühnenpersönlichkeit, die die Figur des Krolock mit Leben erfüllt. Würde man nun als Vergleich Thomas Borchert heranziehen, so hatte man bei Borchert das Gefühl, dass er bestrebt ist, einen möglichst gefühlsleeren Krolock zu zeigen. So tot wie möglich sollte er sein, kalte Augen, sinnentleerte, steife Gesten, Starrheit. Wenn dann doch so etwas wie “Gefühl” aufblitzte, war es nicht wirklich “glaubhaft” im Rahmen der Gesamtgestaltung, es wirkte eher mechanisch, künstlich. Das mag eine Interpretation dieser Rolle sein, und Thomas Borchert hatte damit verdienten Erfolg. Sarich ist das exakte Gegenteil von Borchert. Dieser Krolock lebt, er lebt intensiver in seinen emotionalen, melancholischen Seiten, er ist expressiv verzweifelter und auch böser, und wenn er Karikatur sein will, wie in der Szene am Ende des Stücks, bevor er in den Bühnenboden fährt, dann ist er das schriller als Borchert. Während von Borchert Mimik äußerst reduziert eingesetzt wird, ist sie bei Sarich vielschichtig, während Borchert seinen Teil der Duette auf die Bühne knallt, harmoniert Sarich mit Marjan Shaki, umschmeichelt mit seiner Stimme die noch zu sehr auf Borchert gedrillte Marjan Shaki, die jetzt vielleicht auch zurückgenommener singen könnte, weil Sarich auch ihr genug Bühnenluft lässt. Jeder Bühnenpartner ist ein Spiegel für seine Mitspieler, und so hat sich die ganze Show durch Drew Sarichs ganz andere Interpretation verändert. Vielleicht ist den Mitwirkenden noch gar nicht bewusst, in welchem Ausmaß.

Mit Drew Sarich wird die “Unstillbare Gier” wieder zum Höhepunkt der Show. Mit welchem Körpereinsatz Sarich hier seine Verzweiflung gestaltet, ist beeindruckend. Und ja, es kommt manchmal auf drei Skunden in einer Show an, auf drei Sekunden, die eine Interpretation unvergesslich machen können. Wie Sarich sich von den Gräbern in die “Tiefe” stürzt und gerade noch an der Rampe am Boden liegend Halt findet, das ist nicht nur auf Effekt konzipiert, es ist vor allem passend, es verleiht der Figur einen Hauch von Magie, ebenso wie der Körpereinsatz bei Steve Barton passend war, der es ebenfalls bei diesem Lied an nichts mangeln ließ, wenn auch nicht in einem derartigen Ausmaß, wie es Drew Sarich derzeit zeigt. Beide zeichnete auch die Fähigkeit aus, ihre Lieder erzählen zu können, beide beherrsch(t)en die Kunst, ihren Liedvortrag mit weichen Zwischentönen so vielschichtig und nuancenreich zu gestalten. Nur so wurde “Tanz der Vampire” zu einer Show, die die Fans hunderte Male besuchten. Sie wurden süchtig, süchtig nach dieser Gestaltungskraft.

Natürlich gibt es auch spannende Innovationen, was das Ronacher betrifft. Das Theater ist mittlerweile so eingepackt in schützende Umhüllungen, dass auch ja niemand von abbröckelnden Steinen erschlagen wird. So sieht man von der Fassade praktisch nichts mehr. Vom Schriftzug “Ronacher” ist gerade mal CHER zu erkennen. Vielleicht mal eine Idee für die Zukunft, da ja vom VBW-Management gerne in Hollywoodstars investiert wird. Cher würde sicher auch gerne im Ronacher für viel Geld auftreten. Für vergleichsweise weniger Geld gibt es in der Pause der aktuellen Produktion “Tanz der Vampire” nun Eis zu kaufen. Londoner Verhältnisse also im Ronacher. Muss man schon haben. Ist doch wunderbar, wenn die Leute dann bei der totalen Finsternis den totalen Eisgenuss in sich reinschmatzen. Und wenn dann alles vorbei ist, am Ende der Show, exakt beim Beginn des Schlussapplauses, bauen sich links und rechts des Mittelblocks direkt neben der ersten Reihe Orchester Billeteusen der VBW auf, stieren das Publikum an und versperren die Sicht auf die Bühne. Verkleidet als Vampirchen und verdrahtet wie die Agenten des FBI, damit sie auch ja alle Anweisungen direkt ins Ohr geflüstert bekommen. Natürlich können diese armen Menschen nichts dafür. Sie sind Befehlsempfänger und dürfen nicht mal die Kugeln für einen Präsidenten in Gefahr abfangen, sondern müssen aufpassen, dass auch ja niemand es wagt, beim Schlussapplaus vielleicht zu fotografieren. Nur sollten sich die Verantwortlichen bei den VBW auch klar sein, dass sie damit ausgerechnet denjenigen das Ende der Show ruinieren, die am meisten Geld dafür bezahlt haben. Ich will nicht angestarrt werden beim Applaus. Danke, dass diese Unsitte hoffentlich bald wieder Vergangenheit ist.

[Besuchte Vorstellung: 12. November 2010]

Austria Center Vienna: Fotoausstellung mit Arbeiten von Isabell Schatz

13. November 2010
17:00bis22:00

Am 13. November 2010 stellen Teilnehmer des Seminar Rachor ausgewählte Arbeiten im Austria Center Vienna aus. Die Fotoausstellung ist bei freiem Eintritt ab 17 Uhr geöffnet und wird um 18 Uhr offiziell eröffnet.

Mit dabei: Fünf Arbeiten von Isabell Schatz. Sie hat sich als männliches Model Stefan Reil und als weibliches Model Birgit Mrozek ausgesucht, die Outfits hat Richard Panzenböck entworfen, der auch für die Kostüme von “Camp Rock” verantwortlich ist, eine Show, die am 25. November in der Wiener Stadthalle, Halle F, Premiere feiern wird. Make-up/Haare: Martina Bruckner-Nöhrer.

Wann: Samstag 13. November 2010
Beginn: 17 Uhr
Wo: Austria Center Vienna
Bruno-Kreisky-Platz 1
A-1220 Wien
Eintritt: FREI

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Wien: 22. Internationales Kinderfilmfestival

13. November 2010 15:00bis21. November 2010 17:00

22. Internationales Kinderfilmfestival Wien – 13. bis 21. November 2010
Anspruchsvolle Filme für anspruchsvolle Kinder

Was haben Koos aus Holland, Kalam aus Indien, Roberto Carlos aus Brasilien, Tim aus Dänemark und Milana aus Tschetschenien gemeinsam? Sie alle sind kleine Heldinnen und Helden in außergewöhnlichen Kinderfilmen aus der ganzen Welt.

International ausgezeichnete Filme für Kinder von 4 bis 14
Ab 13. November wird Wien wieder acht Tage lang ganz im Zeichen des internationalen Kinderfilms stehen. Insgesamt 15 Filme aus aller Welt belegen die Vielfalt der Produktionen für Kinder, geben Einblicke in fremde Kulturen und zeigen, was Kinder in fernen Ländern beschäftigt und bewegt. Der Schwerpunkt bei der Filmauswahl liegt auf zeitgenössischen Filmen abseits des Mainstreams, die für Kinder relevante Themen behandeln – so unterschiedlich diese auf Grund der Herkunftsländer auch sind. Ob THE INDIAN (Niederlande 2009, Ineke Houtman), THE STORY OF ME (Brasilien 2009, Luiz Villaca), I AM KALAM (Indien 2009, Nila Madhab Panda) oder ZOOMERS (Dänemark 2009 Christian E. Christiansen) – um nur einige Highlights aus dem heurigen Programm zu nennen – es sind immer Kinder, die im Mittelpunkt der Handlung stehen,
und erzählt wird aus ihrer Perspektive.
Eine Filmvorführung wie ein Museumsbesuch verspricht der japanische Spielfilm UMARETE WA MITA KEREDO (ICH WURDE GEBOREN, ABER): Yasujiro Ozus Stummfilm aus dem Jahr 1932 führt zurück in die Anfangszeit des japanischen Films. Ozu verwendete Bildfolgen und Perspektiven, die damals noch vollkommen neu waren, und er formte daraus eine tragikomische Erzählung über das Erwachsenwerden.

Mit seinen ausgewählten Filmen bietet das Internationale Kinderfilmfestival dem jungen Publikum die einzigartige Möglichkeit, inhaltlich und formal hervorragende Produktionen zu erleben, die – obwohl mit den bedeutendsten internationalen Festivalpreisen ausgezeichnet – in regulären Kinoprogrammen nicht zu sehen sind.

Im Anschluss an das Internationale Kinderfilmfestival in Wien kommen auch heuer wieder filmbegeisterte Kinder in den Bundesländern zum Zug: in der Steiermark in Graz, Liezen, Kapfenberg und Eibiswald, sowie in Innsbruck und Linz wird eine Auswahl der Filme zu sehen sein.

Filme in Originalsprache
Die Filme des Festivals werden vorzugsweise in Originalsprache gezeigt und live deutsch eingesprochen. So weckt das Festivalprogramm das Interesse für fremde Kulturen und Sprachen und arbeitet ebenso unaufdringlich dem Eindruck entgegen, alle Filme würden automatisch in deutscher Sprache gedreht werden.

Auszeichnungen
Eine Jury von jungen Filmkritikerinnen und –kritikern entscheidet über zwei Preise des Festivals: den Preis der Kinderjury und den UNICEF-Preis. Besucherinnen und Besucher können mit ihrer Eintrittskarte für den Gewinner des Publikumspreises stimmen.

Schulvorstellungen
Von Montag, 15.11., bis Freitag, 19.11., jeweils um 9.00 Uhr gehören die drei Festivalkinos Cine Center, Cinemagic und Votiv Kino ganz den Schulklassen. Schülerinnen und Schüler aus Wien und Umgebung haben die einmalige Gelegenheit, Filme aus dem Programm des Internationalen Kinderfilmfestivals zu sehen. Für Lehrpersonen stehen zu allen Wettbewerbsfilmen Filmhefte zur Verfügung, die eine optimale Vor- und Nachbereitung des Filmerlebnisses ermöglichen. Schulvorstellungen können unter der Telefonnummer 01/4000-83 400 reserviert werden.

Filmhefte
Als Begleitmaterial für Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, die mit Kindern und Jugendlichen tiefer gehend zum Film arbeiten wollen, werden ausführliche Unterlagen erarbeitet. Die Filmhefte können kostenlos von der Website des Festivals geladen werden. Der Sammelband mit allen Filmheften liegt in den Festivalkinos auf.

Eintrittspreise
Einzelkarte EUR 4,50, Preis für Gruppen (ab 3 Personen) EUR 3,50 pro Person. Ein Festivalpass wird zum Preis von EUR 28,– angeboten und ist für 10 Vorstellungen in den drei Festivalkinos Cine Center, Cinemagic und Votiv Kino gültig. Dies soll auch sozial schwachen, kinderreichen Familien die Möglichkeit eines gemeinsamen Kinobesuches eröffnen.

Nähere Infos –> hier

theater virulent: AUSFLUG-AUSSICHT-EINORDNEN

13. November 2010 20:00bis14. November 2010 22:00

theater virulent: AUSFLUG-AUSSICHT-EINORDNEN von Neil LaBute

„Ich erinnere mich, wie ich – im Auto sitzend – verstanden habe, was ein Drama ist. Dafür haben mein Vater und meine Mutter hinreichend gesorgt. Auf dem Rücksitz unseres Sedans wurde mir schnell klar, wie tief die Kluft im Innern eines gewöhnlichen Familienwagens sein kann. Autos haben schon immer als heimliche Liebesnester, Schlachtfelder oder Rückzugsorte gedient. Warum sie also nicht fürs Theater nutzen?
Beengte Räume bieten Autoren und Schauspielern unbegrenzte Möglichkeiten.“ (Neil LaBute)

Fahrten im Auto. Drei Paare sitzen jeweils vorne im Wagen. Die Enge des Raumes. das Gefangensein im Gefährte erzeugt eine ganz besondere Intensität. Nähe, Zuneigung, Lust, Spannung, Liebe, erkaltete Gespräche, aber auch leidenschaftliche Dialoge, alles kann passieren in der Enge des Autos. Keine Flucht und kein Rückzug ist möglich. Beengte Räume sind in ihrer Form unberechenbar. Wie werden die Autofahrten weitergehen? Neil LaButes Charakterstudien werden von der Regisseurin Renate Bauer in einem alten Kino inszeniert. Filmische Sichtweisen auf Theater, die Nutzung des Raumes ergeben neue Blickwinkel für das Publikum. Eine ungewöhnliche Theaterproduktion, wo sich nicht wenige im Publikum in manchen Situationen wiedererkennen?

Schauspieler
Sebastian Hufschmidt (Landestheater Linz)
Susanna Kellermayr (Wien, vorher Landestheater Linz)
Nadine Moser
Ralph Saml (Wien, Fernsehen: Soko Donau)
Christian Scharrer (Schauspieler aus Linz)

Regie: Renate Bauer
Dramaturgie: Chris Sennlaub
Bühne: Evi Prybil
Idee & Konzept: Renate Bauer und Chris Sennlaub

Ort: Ehemaliges Apollo-Kino (Maestro), Bismarkstraße 18, 4020 Linz
Karten: via Internet: http://www.theater-virulent.at oder tel: 0650 - 753 999 4
Vollpreis: 16,- €
Ermäßigt: 12,- €
Gruppentarif, ab 10 Personen: Auf Anfrage

Aufführungstermine
13. November und 14. November 2010, Beginn: 20:00 Uhr

Theater mit Horizont/Wiener Stadthalle: Aladdin

13. November 2010
14:00bis16:00

Theater mit Horizont/Wiener Stadthalle: Aladdin

Samstag, 13. und Sonntag, 14. November 2010
Wiener Stadthalle, Halle F
Ein neues Familien-Musical
Buch und Musik: Clemens Handler und Gernot Kogler
Regie: Clemens Handler, Choreographie: Sigrid Frank

Handlung
Der junge Aladdin lebt mit seiner Mutter im märchenhaften Agrabah, einer prächtigen Stadt des Orients. Das bunte Treiben auf dem Bazar, die Händler mit ihren Waren aus aller Herren Länder, die Teppiche, die wertvollen Stoffe: all das hat für den Jungen eine große Anziehungskraft und lockt ihn immer wieder von zu Hause fort. Dabei würde sich seine Mutter über ein bisschen Hilfe freuen, denn die Familie ist arm.
Eines Tages trifft er den finsteren Zauberer Dschafar der ihn beauftragt, eine besondere Öllampe aus einer Höhle zu holen. Weil ihn der Zauberer in der Höhle zurücklassen will, behält Aladdin die Lampe für sich und entdeckt bald ihr Geheimnis: einen Lampengeist, der seinem Besitzer drei Wünsche erfüllen muss. Er schließt Freundschaft mit Dschinn, dem Geist der Lampe, und verspricht ihm mit dem letzten Wunsch die Freiheit zu schenken.
Der Heimweg führt Aladdin am Strand vorbei. Dort trifft er ein Mädchen, in das er sich sofort verliebt, ohne zu wissen, dass sie Jasmin, die Tochter des Sultans ist. Sie lädt ihn in den Palast ein. Um sie zu beeindrucken, kleidet sich Aladdin mit Hilfe des Lampengeistes in feinste Stoffe und bringt teure Geschenke mit. Alles läuft vielversprechend für den jungen Mann und Jasmin gesteht ihm ihre Liebe.
Doch dann begeht Aladdin einen folgenschweren Fehler. Er verschweigt seine wahre Herkunft und als durch einen Trick die Wunderlampe auch noch in die falschen Hände gerät, steht Aladdin plötzlich als Betrüger da. Er muss einsehen, dass Macht auch große Verantwortung bedeutet und dass zur wahren Liebe mehr gehört als Pracht und teure Gewänder …

ALADDIN Ein neues Familien-Musical
Samstag, 13. November / Beginn: 14.00 Uhr,
Sonntag, 14. November / Beginn: 15.00 Uhr
in der Wiener Stadhalle, Halle F
Kartenpreise: € 23,- bis 31,- / Kinder bis 15 Jahre: € 18,50 - bis 24,-
Familienpaket (2 Erwachsene & 2 Kinder bis 15 Jahre): € 76,- bis 100,-
Schoßkarten bis 5 Jahre: € 5,-, Rollstuhlbenutzer: € 10,-
VORVERKAUF: An den Kassen der Wiener Stadthalle, stadthalle.com, Ticketservice 01/79 999 79 sowie bei
allen Vorverkaufsstellen mit Anschluss an: Ticket Online, ticketonline.at, 01/88088, Wien Ticket, wienticket.
at, 01/58885, Ö-Ticket, oeticket.com, 01/96096, Ticketcorner, ticketcorner.com, 01/ 205 15 65
Das Ticket gilt als Fahrschein für die Wiener Linien!

Nähere Infos –>> hier

Stadttheater Klagenfurt: Pinocchio

13. November 2010
14:30bis16:30

Stadttheater Klagenfurt: Pinocchio
Märchen mit Musik

von Maria Demmerer
nach dem Roman von Carlo Collodi
Musik von Jeff Frohner

Regie: Nicole Claudia Weber
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Choreographie: Philip Ranson
Bühne und Kostüme: Judith Leikauf, Karl Fehringer
Dramaturgie: Sylvia Brandl

Darsteller
Sophie Aujesky, Zeynep Buyrac, Karola Niederhuber, Frank Berg, Stefan Bischoff, Tino Leo, Matthias Schlüter, Jens Schnarre, Rudolf Zollner

Carlo Collodi (1826–1890) schrieb die Geschichte einer Puppe zunächst als Fortsetzungsroman für eine Kinderzeitschrift. 1883 erschien Pinocchio erstmals in Buchform. Seither ist es eines der am häufigsten neu bebilderten Kinderbücher der Weltliteratur und hat über die Generationen zu den unterschiedlichsten Bearbeitungen und Deutungen angeregt. Collodi hat in Pinocchio vielfältige Traditionen und Motive verschmolzen. Elemente des Märchens, der Fabel, des Erziehungsromans, der Morallehre und der Sozialsatire sind mit sprudelnder Phantasie und einer Fülle origineller Figuren zu einer zeitlosen Geschichte verwoben.

Gepetto schnitzt aus einem Holzscheit einen Hampelmann, der zu seinem großen Erstaunen sprechen kann und lebendig ist. Und weil er so gut nach Pinienholz duftet, bekommt er den Namen Pinocchio. Eigentlich soll er wie alle Kinder erstmal in die Schule, um zu lernen, aber natürlich gibt es auf dem Weg dahin viel zu entdecken. Und so macht er sich auf eine Reise durch die Menschenwelt, in der es nicht nur Wunderbares, sondern auch bizarre Regeln und schwer zu verstehende Pflichten gibt.

Dem naiven Holzkind begegnet ein Panoptikum seltsamer Gestalten: Capitano Feuerfresser will ihn wie ein Stück Holz verbrennen, die moralisierende Wehe-Wehe-Grille verdirbt ihm stets den Spaß, Füchsin und Kater belügen und bestehlen ihn, und der Richter ist so gut wie taub für seine Klagen…

Dass noch dazu seine Nase beängstigend wächst, sobald er notgedrungen die Unwahrheit sagt, macht sein Leben nicht gerade einfacher. Als er nach lehrreichen Irrfahrten Gepetto im Bauch eines Wals endlich wieder findet, scheint er vor einer unlösbaren Aufgabe zu stehen. Wie gut, dass die Blaue Fee immer liebevoll über ihn wacht und dafür sorgt, dass Pinocchios sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht: Er wird zu einem richtigen Jungen aus Fleisch und Blut.