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Archiv - November 16, 2010

Endlich online: Walter Lochmann

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Walter Lochmann war bis Oktober 2009 in den verschiedensten Funktionen für die Vereinigten Bühnen Wien tätig, unter anderem als musikalischer Leiter, Dirgent, Korrepetitor, Leiter der “künstlerischen Produktion”, Studienleiter, “artistic director”, Einstudierender der Ensemblenummern … und wie die mitunter identen Aufgabengebiete nicht noch bezeichnet wurden. Seit seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen (auf eigenen Wunsch) ist er mit vielen neuen Projekten am Start - und nun auch online.

Auf Walter Lochmanns Website finden sich unter anderem auch einige Erinnerungen an die Arbeit an den Musicals der VBW, so beispielsweise Erinnerungen an “Rudolf”:

Rudolf

…oder “Was Frank Wildhorn zu den Habsburgern zu sagen hat.”

…oder: Haben wir in Europa denn niemanden, der so ein Thema dem österreichischen Publikum näherbringen kann? Das Stück stellt für mich eine Anhäufung von (durchaus vermeidbaren) Fehlern dar. Hier eine Wiedergabe eines Gesprächs zwischen Frank Wildhorn und mir im Aufzug des RONACHER:

Walter: “Frank, ich hab’ die Nummer WEG IN DIE ZUKUNFT (”The steps of tomorrow”) auf einer ungarischen Aufnahme mit einem langsamen, fast charismatischen Groove gehört. Warum spielen wir die so schnell, so gehetzt? Wie hast du die Nummer beim Komponieren denn gefühlt?”
Frank: “Ich hab’ sie langsam gefühlt. Aber sie funktioniert so nicht.”

Ab dem 26. Februar 2009 (Premiere) musste ich den Begriff “schwungvoll” beim Wiener Walzer mit “schnell” vertauschen. Mit meiner Vorstellung am 8. Oktober 2009 hab ich den selbstgewählten Schlusspunkt hinter meine Dirigate bei den Vereinigten Bühnen Wien gesetzt.

Zu Walter Lochmanns Website, dem Webtipp des Tages, gehts –> hier

Bretterhaus: Faust III

22. November 2010
19:00bis22:00

FAUST III von Peter F. Schmid
Uraufführung: Montag, 22. November 2010, 19:00

Mit Faust III feiert das BRETTERHAUS, das in den 80-er Jahren als größtes Amateurtheater durch ganz Österreich getourt ist, ein Comeback.

Peter F. Schmid - der Autor von Faust III und Initiator des Theaters BRETTERHAUS - hat das Stück in unterhaltsamer, bisweilen slapstickartiger Weise für die Bühne bearbeitet. Zu sehen ist das Meisterwerk einer Fortsetzung von Faust I und Faust II nun von 21. bis 25. November 2010 im Theater Brett.

Inhalt
Faust muss nochmals auf die Erde. Mephisto hat im Himmel erfolgreich dagegen protestiert, dass er ihm weggeschnappt worden ist. Faust will keinesfalls alles nochmals von vorne beginnen. Aber Mephisto hat eine Alternative anzubieten, die ihn reizt: Er führt ihn nach der kleinen („Faust I“) und der großen („Faust II“) in die dritte, die „innere Welt“. Faust verspricht sich davon ein besseres Verstehen seines eigenen Seelenlebens und auch die Möglichkeit, andere besser zu verstehen und auf diese Weise nicht nur zu seinem eigenen Glück, sondern auch zum Glück aller Menschen beitragen zu können. So lässt er sich erneut darauf ein.
Mephisto führt ihn zu Auseinandersetzungen mit seinen inneren Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und Widersprüchen. Dazu gehören unter anderem sein Bedürfnis, ein Mann zu sein, anders als sein Vater und das Bedürfnis nach einem fairen Verhältnis zu den Frauen und einer authentischen Auseinandersetzung mit dem Fremden.
Faust begibt sich also auf die Suche nach der Unterscheidung zwischen den Bildern und Vorstellungen, die sein Selbst- und Weltverständnis und seine Beziehungen prägen, einerseits und einer erhofften Wirklichkeit andererseits, die echte Begegnungen ermöglicht. Sein Weg führt ihn dabei ins Unbetretene. Überraschendes ist gewiss, denn Mephisto ist unser Reiseleiter…

Traditionelles aufgreifend, setzt sich FAUST III kritisch mit der Rezeption bekannter Themen auseinander. Ethische, politische, gesellschaftskritische, existenzielle und grundlegende anthropologisch-philosophische Themen werden in bühnenwirksamer Weise angesprochen.

In der BRETTERHAUS Theaterproduktion kommt neben der Sprache (in Prosa und in Versen) auch Tanz und (großteils live) Rockmusik zum Einsatz. Existenzielle Dialoge und Bilder wechseln mit unterhaltsamen, bisweilen slapstickartigen Szenen. Bewusst werden verschiedene Stilmittel eingesetzt.

Im Unterschied zu den frühen Produktionen des Theaters BRETTERHAUS (siehe unten), das in seiner Entstehungszeit als Amateurtheater geführt wurde, sind bei FAUST III die Hauptdarsteller und Hauptdarstellerinnen allesamt professionelle Schauspieler bzw. Schauspielerinnen und Personen mit Schauspielausbildung (Schuberth, Schweinschwaller, Looman, Langner, Müllauer), die teilweise beim seinerzeit Studententheater ihre ersten Schritte in Richtung einer Bühnenkarriere gemacht haben. Der
Darsteller des Mephisto (Freund) ist professioneller Rockmusiker und -sänger. Die jungen Tänzer und Tänzerinnen haben zum überwiegenden Teil Tanzausbildung bzw. – erfahrung. Die Techniker und Technikerinnen sowie der Musiker haben langjährige Theatererfahrung und arbeiten teilweise beruflich am Theater. In der Produktion wirken insgesamt ca. 35 Personen mit.

Aufführungstermine
Vorpremiere: Sonntag, 21. November 2010, 19:00
Premiere: Montag, 22. November 2010, 19:00
Weitere Vorstellungen: 23. bis 25. November 2010, jeweils 19:00

Spielort
BRETTERHAUS zu Gast im Theater Brett
1060 Wien Münzwardeingasse 2 (Ecke Hofmühlgasse)
U4 Pilgramgasse, U3 Zieglergasse oder Neubaugasse, 12A, 13A Pilgramgasse, 14A Esterházygasse bzw. Magdalenenstraße, 57A Esterházygasse

Karten
Vorverkauf & Online: Kat I € 18,-; Kat II € 16,-; Studenten € 12,-
Abendkassa: Kat I € 20,-; Kat II € 18,-;
online: bretterhaus@gmx.at (Angabe von Datum der Vorstellung, Kartenanzahl, Kategorie)
im Theater Brett zum Vorverkaufspreis
nach telefonischer Reservierung im Theater an der Abendkassa zum Abendkassapreis
Tel. 01 587 06 63 oder 0676 7345566 Fax 01 586 91 55
Restkarten direkt an der Abendkassa vor der Vorstellung

Besetzung
mit Dominik Bergthaler, Andy Freund, Benjamin Grabner, Leslie Hanzl, Angelina Kreppel, Madeleine Kuroll, Reinhard Kutschera, Leonore Langner, Julian Looman, Nikolaus Mandl, Brigitte Müllauer, Werner Müller, Josef Pennauer, Sebastian Radon, David Schmid, Miriam Schmid, Michael Schuberth, Thomas Schweinschwaller, Karoline Tihanyi, Michaela Zolles u. a.

Leading Team
Inspizienz: Herbert Kern
Souffleuse: Ilse Szolderits
Tonregie, Lichtdesign: Thomas Szelestey
Licht: Ilse Szolderits
Regieassistenz und Computergrafik: David Schmid
Musik, Keyboards und Tonarrangements: Franz Knapp
Ausstattung, Requisite & Fotos, Lichtbild: Herbert Kern
Song-Arrangements: Andy Freund, Franz Knapp, Michael Schuberth
Choreografie: Miriam Schmid
Inszenierung & Regie: Peter F. Schmid

DAS THEATER BRETTERHAUS
Gegründet 1979 als Theatergruppe im Studentenhaus Wien-Pfeilgasse, war das BRETTERHAUS Österreichs größtes Amateurtheater in den Jahren 1984 bis 1990. Mehr als 157000 Zuschauer. Über 1000 Mitwirkende. Nach der intensiven Zeit als großes Amateurtheater in den 80-er Jahren mit Produktionen wie „Jesus Christ Superstar“, „Hamlet“ und „Godspell“ (u.a. in den Wiener Sofiensälen und im Metropol) und danach selteneren Produktionen, ist das BRETTERHAUS heute fallweise mit professionellen Produktionen aktiv.
Das BRETTERHAUS feiert mit dieser Produktion ein Comeback. Die Thematik knüpft bewusst an die Aufführung beider Teil des „Faust“ durch das BRETTERHAUS in den Jahren 1981 bis 1984 an. FAUST III wurde in der Roten Bar des Volkstheaters am 27. Juni 2010 in Rahmen einer geschlossenen Gesellschaft erstmals aufgeführt.

Weitere Informationen: www.faust-iii.com

Wien: 22. Internationales Kinderfilmfestival

13. November 2010 15:00bis21. November 2010 17:00

22. Internationales Kinderfilmfestival Wien – 13. bis 21. November 2010
Anspruchsvolle Filme für anspruchsvolle Kinder

Was haben Koos aus Holland, Kalam aus Indien, Roberto Carlos aus Brasilien, Tim aus Dänemark und Milana aus Tschetschenien gemeinsam? Sie alle sind kleine Heldinnen und Helden in außergewöhnlichen Kinderfilmen aus der ganzen Welt.

International ausgezeichnete Filme für Kinder von 4 bis 14
Ab 13. November wird Wien wieder acht Tage lang ganz im Zeichen des internationalen Kinderfilms stehen. Insgesamt 15 Filme aus aller Welt belegen die Vielfalt der Produktionen für Kinder, geben Einblicke in fremde Kulturen und zeigen, was Kinder in fernen Ländern beschäftigt und bewegt. Der Schwerpunkt bei der Filmauswahl liegt auf zeitgenössischen Filmen abseits des Mainstreams, die für Kinder relevante Themen behandeln – so unterschiedlich diese auf Grund der Herkunftsländer auch sind. Ob THE INDIAN (Niederlande 2009, Ineke Houtman), THE STORY OF ME (Brasilien 2009, Luiz Villaca), I AM KALAM (Indien 2009, Nila Madhab Panda) oder ZOOMERS (Dänemark 2009 Christian E. Christiansen) – um nur einige Highlights aus dem heurigen Programm zu nennen – es sind immer Kinder, die im Mittelpunkt der Handlung stehen,
und erzählt wird aus ihrer Perspektive.
Eine Filmvorführung wie ein Museumsbesuch verspricht der japanische Spielfilm UMARETE WA MITA KEREDO (ICH WURDE GEBOREN, ABER): Yasujiro Ozus Stummfilm aus dem Jahr 1932 führt zurück in die Anfangszeit des japanischen Films. Ozu verwendete Bildfolgen und Perspektiven, die damals noch vollkommen neu waren, und er formte daraus eine tragikomische Erzählung über das Erwachsenwerden.

Mit seinen ausgewählten Filmen bietet das Internationale Kinderfilmfestival dem jungen Publikum die einzigartige Möglichkeit, inhaltlich und formal hervorragende Produktionen zu erleben, die – obwohl mit den bedeutendsten internationalen Festivalpreisen ausgezeichnet – in regulären Kinoprogrammen nicht zu sehen sind.

Im Anschluss an das Internationale Kinderfilmfestival in Wien kommen auch heuer wieder filmbegeisterte Kinder in den Bundesländern zum Zug: in der Steiermark in Graz, Liezen, Kapfenberg und Eibiswald, sowie in Innsbruck und Linz wird eine Auswahl der Filme zu sehen sein.

Filme in Originalsprache
Die Filme des Festivals werden vorzugsweise in Originalsprache gezeigt und live deutsch eingesprochen. So weckt das Festivalprogramm das Interesse für fremde Kulturen und Sprachen und arbeitet ebenso unaufdringlich dem Eindruck entgegen, alle Filme würden automatisch in deutscher Sprache gedreht werden.

Auszeichnungen
Eine Jury von jungen Filmkritikerinnen und –kritikern entscheidet über zwei Preise des Festivals: den Preis der Kinderjury und den UNICEF-Preis. Besucherinnen und Besucher können mit ihrer Eintrittskarte für den Gewinner des Publikumspreises stimmen.

Schulvorstellungen
Von Montag, 15.11., bis Freitag, 19.11., jeweils um 9.00 Uhr gehören die drei Festivalkinos Cine Center, Cinemagic und Votiv Kino ganz den Schulklassen. Schülerinnen und Schüler aus Wien und Umgebung haben die einmalige Gelegenheit, Filme aus dem Programm des Internationalen Kinderfilmfestivals zu sehen. Für Lehrpersonen stehen zu allen Wettbewerbsfilmen Filmhefte zur Verfügung, die eine optimale Vor- und Nachbereitung des Filmerlebnisses ermöglichen. Schulvorstellungen können unter der Telefonnummer 01/4000-83 400 reserviert werden.

Filmhefte
Als Begleitmaterial für Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, die mit Kindern und Jugendlichen tiefer gehend zum Film arbeiten wollen, werden ausführliche Unterlagen erarbeitet. Die Filmhefte können kostenlos von der Website des Festivals geladen werden. Der Sammelband mit allen Filmheften liegt in den Festivalkinos auf.

Eintrittspreise
Einzelkarte EUR 4,50, Preis für Gruppen (ab 3 Personen) EUR 3,50 pro Person. Ein Festivalpass wird zum Preis von EUR 28,– angeboten und ist für 10 Vorstellungen in den drei Festivalkinos Cine Center, Cinemagic und Votiv Kino gültig. Dies soll auch sozial schwachen, kinderreichen Familien die Möglichkeit eines gemeinsamen Kinobesuches eröffnen.

Nähere Infos –> hier