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Archiv - März 22, 2011

Zu teuer - Stockerauer Festspiele streichen Musical - Alfons Haider geht

15 Jahre lang war Alfons Haider als künstlerischer Leiter für die Stockerauer Festspiele tätig. 2012 wird sein letztes Jahr in dieser Position sein. Auf der letzten Gemeinderatssitzung wurde in Stockerau beschlossen: Musical ist den Verantwortlichen zu teuer. ÖVP-Vizebürgermeisterin Christa Niederhammer:

Seit fünf Jahrzehnten tragen die Festspiele zum positiven Ruf Stockeraus als Kulturstadt bei. Aber der finanzielle Aufwand macht eine Redimensionierung notwendig.

Das jährliche Defizit beträgt laut ÖVP bis zu 250.000 Euro, laut SPÖ 190.000 Euro.

Alfons Haider:

Die Ausgaben explodieren, wir können aber die Ticketpreise nicht erhöhen.

Die Lösung? Kein Musical, statt dessen ein “Kultursommer” oder “Kammerspiele” an einem neuen Standort, etwa im Park des Belvedereschlössels. Alfons Haider geht. Das Motto: Neues Team, neues Genre.

Ist das die Lösung? Natürlich nicht. Musical ist nicht “zu teuer”. Sind die Stockerauer Festspiele eine Hochburg der Stars, wo nur die teuersten Darsteller aller Darsteller auftreten? Natürlich nicht. Das Problem dürfte woanders liegen. Das Gerede um “Kammerspiele” und “Kultursommer” ist nur Etiketten-Geplänkel. Um Musical zu machen, braucht man keine Stars, braucht man keine große Bühne - man braucht Ideen.

2011 und 2012 scheinen die Stockerauer Festspiele noch gesichert. “They’re Playing Our Song” steht in diesem Jahr auf dem Programm, 2012 soll es “A Chorus Line” werden.

Der Antrag der Volkspartei Stockerau im Wortlaut:

Die Stockerauer Festspiele tragen seit vielen Jahrzehnten zum positiven Ruf Stockeraus als Kulturstadt bei. Die positive Wirkung auf das Image der Stadt und auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind unbestritten.
In den letzten Jahren hat sich allerdings ein wachsendes Erfordernis zur Deckung des Betriebsabganges aus dem allgemeinen Budget der Stadt ergeben. Der positiven Wirkung der Stockerauer Festspiele steht damit das Erfordernis der Redimensionierung im Hinblick auf den finanziellen Aufwand in Zeiten knapper Stadtfinanzen gegenüber. Zudem sollte danach getrachtet werden, die Bevölkerung von Stockerau wieder stärker einzubinden.
Daher ist eine Neuausrichtung der Festspiele unausweichlich – sowohl in inhaltlicher als auch in organisatorischer Hinsicht soll 2013 das Jahr eines Neubeginns sein. Vor dem Hintergrund dieser Gegebenheiten haben Gespräche zwischen dem Bürgermeister, der Kultur-Stadträtin und dem Intendanten stattgefunden, in denen einvernehmlich festgelegt wurde, diese inhaltliche Neuorientierung ab 2013 mit neuem Team und neuer Intendanz durchzuführen.
Die Verdienste von Alfons Haider um die Stockerauer Festspiele und damit um den Ruf der Stadt Stockerau sind unbestritten. Das Jubiläumsjahr 2012 soll einen positiven Abschluss seiner Intendanz darstellen.

Es wird daher folgender Antrag gestellt:

1) Der Bürgermeister und die Kultur-Stadträtin werden beauftragt, unter Einbindung aller im Gemeinderat vertetenen Parteien umgehend Gespräche über eine Neuausrichtung der Festspiele ab der Saison 2013 aufzunehmen und ein Konzept dafür zu erarbeiten. Um die Stockerauer Kulturvereine zu fördern und ein bunteres Stockerauer Kulturleben zu ermöglichen, sind diese Vereine in ein solches Konzept einzubeziehen.
2) Ziel ist die Beschlussfassung eines solchen Konzeptes noch in diesem Jahr 2011.
Stockerau, 16.3.2011

Der Antrag wurde beschlossen.

Links
- NÖN: „Aus“ für Festspiele
- VP Stockerau: Neuausrichtung der Festspiele ab der Saison 2013 - der Antrag als PDF — > hier
- FPÖ Stockerau: Mehr für unser Stockerau - Haider für Stockerauer Festspiele nicht mehr tragbar [2010]
- XING: Zukunft Stockerau [2009]

Wiener Metropol: Günter MO Mokesch & Die schönste Band der Welt

22. März 2011
20:00bis22:00

1983 startete der österreichische Sänger, Komponist, Musicaldarsteller und Autor Günter Mokesch, Künstlername “MO”, seine Karriere mit seiner ersten Singleveröffentlichung “Liebe, Brot und tausend Küsse”. Bis 1987 sollte es mit dem großen Durchbruch dauern - der kam mit dem Hit “Send me Roses”. Es folgten acht Solo-CDs, und MO wurde Musicaldarsteller, unter anderem spielte er am Wiener Raimund Theater in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals “Der Kuss der Spinnenfrau” die Rolle des Molina (Premiere: 28. November 1993).

Im Leben nach der Karriere als Popstar und Musicaldarsteller gründete Günther Mokesch die Musikproduktionsfirma “MO MUSIC” und produzierte Film-, TV- und Werbemusiken. Ab 2002 widmete er sich dem Kabarett, tourte mit drei Soloprogrammen und wurde Künstlerischer Leiter des dreiwöchigen Kleinkunstfestivals “Kaberett & Comedy Krems”.

Im Oktober 2010 präsentierte Günter Mokesch sein neuestes Album “Hallelujah” mit zehn neuen Songs und einer Pianoversion des Evergreens “Send me Roses”.

Im Frühjahr 2011 geht MO mit der “Schönsten Band der Welt” (Rüdiger Kostron - Bass, Markus Adamer - Schlagzeug, Thomas Eder - E-Gitarre, Christian Beckermeister - Gitarre, Martin Mader – Keyboards) auf Tour. Der Tournee-Auftakt findet am 22. März 2011 im Wiener Metropol statt. Zu hören sind die neuen Songs von der CD “Hallelujah” sowie die bekannten Hits wie “Send me roses”, “Wild Wild Wild” oder “Face of love” in neuen Arrangements.

Tickets gibt es –> hier.

Links
- MO MUSIC
- MO @Facebook
- Wiener Metropol