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Archiv - März 24, 2011

Maya Hakvoort: “Ich gehör nur mir” - die Benefizsingle der MiA-Awards

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Ein wenig untergegangen in den letzten Wochen ist die Veröffentlichung einer Benefiz-Single, die im Rahmen der diesjährigen MiA-Awards-Gala präsentiert wurde. MiA ist eine Initiative, deren Ziel es ist, die Integration von Personen mit Migrationshintergrund zu forcieren und zu ermöglichen sowie durch Beispiele von Role-Models dazu beizutragen, dass ein positiveres Bild von Migrantinnen und Migranten in der Öffentlichkeit entsteht.

Die Uraufführung der MiA-Hymne „Nicht dort, nicht hier“, komponiert von Sylvester Levay, getextet von Michael Kunze, fand 2010 im Rahmen der Verleihung der letztjährigen MiA-Awards statt, 2011 konnte man eine CD-Produktion des Songs vorstellen. Der Reinerlös der CD kommt gemeinnützigen Organisationen, die sich für Frauen einsetzen, zugute.

Neben dem Song “Nicht dort, nicht hier”, gesungen von Sandra Pires, findet man auch eine neue Version des “Elisabeth”-Klassikers “Ich gehör nur mir”, interpretiert von Maya Hakvoort, auf dieser CD.

Maya Hakvoort dazu:

Die Einnahmen aus diesem Song gehen an Integrationsprojekte in Österreich (die mir ein sehr großes Anliegen sind), gedacht vor allem für Frauen. Der Verein MiA hilft Frauen, ihren Weg in Österreich zu finden. Ich, als “Ausländerin”, weiß, wie schwer es manchmal ist, den eigenen Weg in eine neue Kultur zu finden, und oft ist es nur ein kleiner Schritt, um diesen Weg zu finden - nur manche brauchen für diesen kleinen Schritt ein wenig Hilfe.

Tracklist
1) “Nicht dort, nicht hier” - Sandra Pires
2) “Ich gehör nur mir” - Maya Hakvoort
3) ” Nicht dort, nicht hier” (Instr.) - Österreichisch-Koreanische Philharmonie /Orchester der VBW
4) “Ich gehör nur mir” (Instr.) - Orchester der VBW

Erhältlich ist diese Single über den ORF, den Online-Shop der VBW und über die MiA-Website.
Die “Ich gehör nur mir”-Special-Version kann man auch über Maya Hakvoorts Bandcamp-Site (siehe Linkverzeichnis unten) als Download kaufen.

Links
- MiA-Website
- VBW-Shop
- Maya Hakvoorts Bandcamp-Site
- ORF-Shop

Pasek und Paul: live in Hamburg

24. März 2011
20:00bis23:00

Benj Pasek und Justin Paul sind am 24. März 2011 im Hamburger Stage Club live zu sehen. Organisiert wird der Konzertauftritt des 2007 mit dem Jonathan Larson Award ausgezeichneten Komponisten-/Texter-Duos von RE:PRESENT, einer Agentur, die im vergangenen Herbst ein Konzert von Jason Robert Brown im TUI Operettenhaus präsentiert hat.

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Im „Stage Club“ gestalten Pasek und Paul ihren ganz persönlichen Abend am Klavier, präsentieren ihre Songs, erzählen ihre Geschichte – und stellen sich dabei erstmals öffentlich dem deutschen Publikum vor.

Tickets sind für 15 Euro an der Abendkasse erhältlich - oder Reservierungen unter tickets@stageclub.de.


Pasek und Pauls “Part of a Painting” aus dem Musical “Edges”, gesungen von Colin Hanlon.

Stadttheater Klagenfurt: Amerika

24. März 2011
19:30bis22:30

Stadttheater Klagenfurt: AMERIKA

Schauspiel mit Musik
von Bernd Liepold-Mosser
Nach der Erzählung von Franz Kafka
Musik von Naked Lunch

Amerika ist seit der Neuzeit die Chiffre für eine real existierende Utopie. Nicht erst mit den Mythen von Hollywood, Mickey Mouse und Elvis und auch schon lange vor den Ungewissheiten und Tragödien des erzwungenen Exils hat sich die Neue Welt als Sehnsuchtsmoment in das europäische Unbewusste eingeschrieben: ein weiter, sich dehnender Raum dient als Projektionsfläche, die bevölkert werden will mit den Ausgeburten der Phantasie all jener, die nie in ihrem Leben dort gewesen sind.

Kafka, der österreichische Autor aus Prag, kannte das Land nur vom Hörensagen, ebenso wie der Schöpfer von Winnetou und Old Shatterhand, oder, um ein aktuelles Beispiel aus dem europäischen Kino zu nehmen, Lars von Trier, dessen Beschäftigung mit den Brüchigkeiten des amerikanischen Mythos genau darauf baut, eben niemals über den Atlantik gekommen zu sein. Amerika ist ein imaginärer Fluchtpunkt, ungeachtet der Barrieren aus Kontrollen, Bürokratie und Paranoia, die das reale Land um sich herum errichtet hat, mit und ohne der großen Leerstelle am Ground Zero und den Implosionen der Aktienmärkte.

Zu Kafkas Zeiten war die Einreise zwar strapaziöser als heute, aber bestimmt auch einfacher. Im vorliegenden Fall des 17-jährigen Protagonisten Karl Rossmann geschieht die Überfahrt allerdings nicht ganz aus freien Stücken, wird er doch von seinen Eltern nach Amerika geschickt, weil er die Haushälterin geschwängert hat. Die Geschichte setzt mit Karls Ankunft im Hafen von New York ein, und gleich von der ersten Szene an verstrickt sich der übermäßig selbstbewusste, zu grotesker Verstiegenheit neigende junge Held in Schwierigkeiten. Es wäre nicht Kafka, gäbe es für diese Verwicklungen eine Erklärung. Ganz im Gegenteil vollziehen sich die Ereignisse nach einem scheinbar verborgenen Plan, der den Wunsch nach Verstehen gezielt ins Leere laufen lässt. Wann immer Karl neue Bekanntschaft macht und die Hoffnung auf ein vernünftiges Weiterkommen keimt, sinkt er tiefer ins Schlamassel.

Was Kafka ausbreitet ist eine Art Road-Movie, die an den traurigen Tramp der Stummfilmzeit ebenso gemahnt wie an die absurden Anti-Helden Becketts. Die von slapstickhaften Elementen geprägten Erlebnisse Karls camouflieren den Gestus des Erziehungsromans und der großen amerikanischen Erzählungen. Der Erfolg ist nur vermeintlich, das wiederholte Scheitern unausweichlich, und man fragt sich, was dieser Karl auf seiner Reise gelernt haben könnte. Dennoch zieht sich durch die Geschichte ein lichter Ton, der weite Westen lässt die Hoffnung auf Entrinnen fortdauern. Man kommt nicht umhin, sich über Karls groteske Laufbahn und die ihm begegnenden Figuren zu amüsieren.

Leading Team
Regie Bernd Liepold-Mosser
Musikalische Leitung Oliver Welter
Choreographie und Regiemitarbeit Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne Rainer Sinell
Kostüme Gera Graf
Dramaturgie Sylvia Brandl

Darsteller
Dagmar Hellberg, Katharina Schmölzer, Nadine Zeintl, Daniel Doujenis, Arthur Klemt, Kai Möller, Jens Schnarre, Robert Stadlober, Eduard Wildner, Erwin Windegger und Naked Lunch
Mitglieder des Chores des Stadttheaters Klagenfurt (Einstudierung Günter Wallner)

Uraufführung 24. März 2011
Nähere Infos –> hier