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Archiv - November 27, 2011

VBW: Drozda & die Subventionskürzungen

Aufregung in der Chefetage der Vereinigten Bühnen Wien. Die Stadt Wien hat beschlossen, die Subventionen für die VBW um 750.000 Euro zu kürzen – eine Summe, die dem als „Gewinn“ ausgewiesenen Betrag von 2010 entspricht.

Geschäftsführer Drozda:

„Das erinnert mich an die Steinzeitkameralistik, wo man im Dezember Druckerpatronen gekauft hat, um nicht das Budget im Jänner gekürzt zu bekommen. Es ist nicht sehr motivierend, auch wenn es wirtschaftlich harte Zeiten sind. Dass das weder bei uns noch unseren Sponsoren Begeisterungsstürme auslöst ist, ist sicher zutreffend beobachtet. Ich hätte es lieber den Rücklagen zugeführt.“

Hätten sich die VBW gemäß ihrem ursprünglichen Auftrag in den letzten Jahren darum gekümmert, neue, interessante und innovative „Musical“-Produktionen in Wien auf die Bühne zu bringen, könnte man bezüglich der 750.000 Euro als am Musicalgenre Interessierter vielleicht der Meinung sein, dass es schade ist, sie nicht mehr für derlei Projekte verwendet zu wissen. Tatsächlich aber wurde im deutschen Angebotsmarkt geshoppt und dann das Eingekaufte musikalisch hochpoliert – und Altes wurde aus der Mottenkiste geholt, was 2012, Stichwort „Elisabeth“, nicht anders werden wird. Und ja, auch die „Druckerpatronen“ gibt es ja nach wie vor, nur heißen sie bei uns Kolonovits, Becker & Co.

Link
- orf.at: Kritik an Kürzung der Subventionen

PS: Optimalerweise sollte man die bei den VBW eingesparten 750.000 Euro ins Musicalgenre investieren und kleinere Projekte finanzieren, deren Initiatoren fördern und ermutigen, beispielsweise Rory Six und Dirk Schattner, die vor wenigen Tagen ihre neue Show „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ auf der Probebühne des Ronacher präsentiert haben.

Theater-Center-Forum: „Auf der Suche nach Mister Right“

27. November 2011
20:00bis22:00

right2011.jpgAm 21. November sowie am 27. und 28. November 2011 (Beginn jeweils 20:00 Uhr) steht im Wiener Theater-Center-Forum die musikalische Komödie „Auf der Suche nach Mister Right“ auf dem Programm – eine One-Woman-Show von und mit Maria Mucha, in der sie Chansons, Songs aus Musicals sowie Operetten interpretiert, persifliert und zitiert, Nummern unter anderem aus „Jekyll & Hyde“, „Elisabeth“, „Kiss me, Kate“, „Aida“, „Jesus Christ Superstar“, „Tanz der Vampire“, „My Fair Lady“, „Sie liebt mich“ und „The Wild Party“. Begleitet wird Maria Mucha von Laszlo Szakal am Piano.

Theater-Center-Forum: „Auf der Suche nach Mister Right“
Saal II, Porzellangasse 50, 1090 Wien
21.11., 27.11., 28.11.2001, Beginn: 20 Uhr

Link
- Maria Mucha

Adventtheater im „Theater zum Himmel“

27. November 2011
18:00bis20:00

Copyright: coalamedia

In acht Wochen ist Weihnachten, in vier Wochen beginnt der Advent, und damit die Adventtheatersaison im „Theater zum Himmel“.

An 15 Abenden und in zwei Matineen lesen Wolfgang Hübsch, Karlheinz Hackl, Joseph Lorenz, Ulrike Beimpold, Erika Pluhar, Michael Heltau, Petra Morzé, Michael Horowitz, Heinz Holecek, Maria Happel, Adi Hirschal, Mavie Hörbiger, Michael Maertens und Manuel Witting Weihnachtliches.

Arthur Schnitzler stellt einen Schwerpunkt des Programms dar – insbesondere für all jene, die nicht „nur“ einschlägig Weihnachtliches bevorzugen. Und es wird auch wieder gesungen, Weihnachtliches, Nachdenkliches und Fröhliches.

Rückkehr in die Kinderzeit - ein literarisch-musikalischer Feierabend
Den Anfang macht Manuel Witting am 27. November mit: “Rückkehr in die Kinderzeit - ein literarisch-musikalischer Feierabend”.

Maresa Hörbiger und ihr Sohn Manuel Witting laden zur privaten Feier in den Familiensitz der berühmten österreichischen Schauspielerdynastie Wessely-Hörbiger. Gemeinsam mit Regisseur Christian Papke hat Manuel Witting einen eigenen Beitrag zum 2008 vor Ort gegründeten „Theater zum Himmel“ gestaltet. Die Bewirtung übernehmen die beiden Herren daher auch gleich selbst. Dass sie Theater machen können, haben sie bereits unabhängig voneinander bewiesen. Nun üben sie sich in der Kunst des Punschkochens und der Weihnachtsbäckerei.

Der Titel der Veranstaltung „Rückkehr in die Kinderzeit“ ist Programm: Der Blick richtet sich rückwärts, um eine Perspektive nach vorne zu ermöglichen. Witting wird dazu Papkes Auswahl zeitgenössischer Texte (unter anderem von Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt, Hugo Wiener, Ernst Waldbrunn, Antoine de Saint Exupéry) lesen, und begleitet wird er dabei an jedem der insgesamt vier Abende von einem anderen Musiker. Wer eigene Kekse mitbringt, zahlt zehn Euro weniger!

Informationen zu den weiteren Veranstaltungen gibt es auf der –> Website des Theaters zum Himmel.