Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - April 30, 2012

Drama Desk Awards: „Orchestrations“-Kategorie im Blitzverfahren wieder eingeführt, die Nominierten sind …

Nach einem wahren Aufbegehren der, wie das Fachmagazin Playbill schreibt, „New York theatre community“ gegen die Abschaffung der Kategorie „Outstanding Orchestrations“ (siehe auch –> hier) bei den Drama Desk Awards 2012 haben es sich die Verwantwortlichen kurzfristig nochmal überlegt, die Kategorie wieder eingeführt und auch gleich die Nominierungen bekannt gegeben, die da lauten:

Bill Elliott, Nice Work If You Can Get It
Larry Hochman, Death Takes a Holiday
Martin Lowe, Once
John McDaniel, Bonnie & Clyde
Michael Starobin, Queen of the Mist
Danny Troob, Newsies

Links
- Playbill: Drama Desk Awards Reinstate Orchestrations Category; Nominees Announce
- FuckYeahStephenSondheim: Drama Desk Awards Reinstate Orchestrations Category; Nominees Announced
- TheaterMania: Drama Desk Reinstates Orchestrations Category
- broadway.com:Drama Desk Awards Reinstate Orchestrations Category After Outcry; Nominations Announced
- change.org: Reinstate the Drama Desk Award for Best Orchestrations

„Munter geht die Sisi unter“ – können Kritiker „durchfallen“?

Die Zeitschrift „Bühne“, sozusagen die „Hauspostille“ des Wiener Bühnenvereins, dessen Präsident Thomas Drozda (VBW) ist, dessen Vizepräsidenten Georg Springer (Bundestheater Holding), Alexander Götz (Theater in der Josefstadt) und Michael Schottenberg (Volkstheater) sind, publizierte in ihrer jüngsten Ausgabe (Mai 2012) unter dem Titel „Todessehnsucht einer Kaiserin“ eine Art Glosse von Paul Blaha, die dieser mit dem Statement beginnt:

„Munter geht die Sisi unter“, titelte seinerzeit der KURIER, „Kaiserinnen-Schmarrn“ DIE PRESSE. Doch nicht das Stück ist am 3. September 1992 bei seiner Uraufführung durchgefallen, sondern die Kritiker.

Interessant. Kritiker können also durchfallen. Was würde das eigentlich bedeuten, wenn es wirklich so wäre? Dass der Wiener Bühnenverein nach 20 Jahren, natürlich ganz objektiv, herangeht und beurteilt, dass die Aussagen der Kritiker von anno dazumal „falsch“ waren? Falsch nach welchen Kriterien? Was steckt da für eine Vorstellung über die Aufgaben eines Kritikers dahinter? Ist es seine Pflicht, vorherzusehen, wie einem imaginären Publikum eine bestimmte Show gefallen wird? Muss er dann abwägen, seine Analyse dieser Show zu formulieren, oder doch den „richtigen“ Geschmack des Publikums in für das produzierende Theater güldene Worte zu fassen? Glaubt hier wirklich jemand, dass 20 Jahre danach „Elisabeth“ unumstritten ist, sozusagen die gestreckte FAUST des Musicalgenres ins Gesicht der Kritiker?

Herr Blaha schreibt auch:

Genau 20 Jahre nach der Uraufführung kehrt dieser österreichische Exportschlager der Vereinigten Bühnen Wien an seinen Ursprungsort zurück, selbstverständlich in neuer Besetzung.

Zuletzt war die Show 2003 bis 2005 in Wien zu sehen, innerhalb der letzten 20 Jahre war „Elisabeth“ an die 10 Jahre in Wien am Programm des Theaters an der Wien. Und was ist so selbstverständlich daran, dass die Show in neuer Besetzung kommt? Nichts, gar nichts.

Wiener Musikverein: „Viva Belcanto“ – Vesselina Kasarova & Krassimira Stoyanova

30. April 2012
19:30bis21:30

Am Montag, dem 30. April 2012, präsentiert Vita e Voce im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins (Beginn: 19:30 Uhr) im Rahmen ihrer „Viva Belcanto“-Serie die Sopranistin Krassimira Stoyanova und die Mezzo-Sopranistin Vesselina Kasarova.

Begleitet vom Münchner Opernorchester (Dirigent: Rossem Milanov) werden die beiden Opernstars zum ersten Mal gemeinsam Belcanto-Duette and Arien singen. Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Gaetano Donizetti, Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Giuseppe Verdi.

Tickets
- Musikverein Tageskassa, 1010 Wien, Bösendorferstraße 12
- Telefon: +43 1 505 81 90
- Kartenreservierungen: tickets@musikverein.at

Nähere Infos –> hier.