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Archiv - Mai 20, 2012

Sitting ovations – der wahre Jubel, wenn Rosenblätter fallen

Ben Brantley, Journalist bei der New York Times, hat vor einigen Tagen unter dem Titel „Against Ovation Inflation“ (siehe –> hier) ein Plädoyer für die „sitting ovation“ geschrieben, mit dem wunderbaren Intro:

Something rare and wonderful happened at the opening night of the Encores! concert production of „Gentlemen Prefer Blondes“ at City Center last week. At the end of the show, when the performers took their bows, the audience remained seated.

Warum hat er das bloß getan? Er kann es begründen:

Because we really have reached the point where a standing ovation doesn’t mean a thing. Pretty much every show you attend on Broadway these days ends with people jumping to their feet and beating their flippers together like captive sea lions whose zookeeper has arrived with a bucket of fish. This is true even for doomed stinkers that find the casts taking their curtain calls with the pale, hopeless mien of patients who have just received a terminal diagnosis.
The s.o. (if I may so refer to a phenomenon that no longer warrants the respect of its full name) has become a reflexive social gesture, like shaking hands with the host at the end of a party.
Or, to put in cruder and more extreme terms, it’s like having sex with someone on the first date, whether you like the person or not, because you think it’s expected of you.

Nicht, dass in Wien jede Vorstellung mit einer Standing Ovation abgefeiert würde, wir haben ja die Kampfkreischer und Kampfpfeifer, die mit Gewalt jedem zeigen müssen, wie begeistert sie sein können. Aber es ist manchmal eine wahre Wohltat, eine Show zu erleben, die von keinem einzigen Zwischenapplaus gestört wird, einfach, weil das Publikum erkennt, dass es unpassend wäre, und bei der es am Ende begeisterten und lang anhaltenden Beifall gibt, aber eben kein reflexhaftes Aufspringen der ganzen Bude. So geschehen heute bei der Premiere der neuen Fassung von „Wenn Rosenblätter fallen“ im Wiener Off Theater. Übrigens wird das mal eine Vorstellungsserie sein, die jeder gern gesehen hätte, aber jetzt, da sie tatsächlich zu sehen ist, gibt es nach wie vor Tickets.

Update
- The New York Times: Readers Offer Theories on Sitting vs. Standing

Drew Sarich: „Ugly Nina“ – live in Wien

Drew Sarichs neuestes Projekt, der Songzyklus „Ugly Nina“, feiert am 20. Juni 2012 im Wiener Ost Klub Premiere.

Handlung

Nina is a sixteen year-old victim, kept prisoner by an abusive father. Her only options for escape are a photograph of her late mother, and the pages of her beloved comicbooks. Even in the dark, solitude of her bedroom, the books have plans for Nina.

Gemeinsam mit dem Insomnia Quartet (Sarah Grubinger, Michaela Girardi, Georg Wimmer, Matthias Bartholomey), einem klassischen Streichquartett, erzählt Sarich die Geschichte der sechzehnjährigen Nina. Die Songs, geschrieben von Drew Sarich, wurden von Klemens Bittann für Streicher arrangiert.

Tickets (zu 20 Euro) für die Show gibt es im Ost Klub. Vorverkauf in Wien gibt es bei Jugendinfo wienXtra!
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr.

Link
- Ost Klub

Volkstheater/Rote Bar: Sunrise Studios zeigen „Funny Girls“

20. Mai 2012
21:45bis23:45

Männer haben an diesem Abend keine Chance. Marilyn Monroe, Frank Sinatra, Barbara Streisand oder Omar Sharif – berühmte Ikonen des letzten Jahrhunderts werden von einer Gruppe wildgewordener Studentinnen neu interpretiert. In bunter Mischung zeigen die Damen Szenen und Songs u. a. aus „Irma la Douce“, „Manche mögen’s heiß“, „High Society“ und „Funny Girl“ – Damenwahl! Es spielen, singen und tanzen Studierende der Sunrise Studios – am Sonntag, dem 20. Mai 2012, ab 21:45 Uhr.

Leitung: Katrin Hiller und Paul Wimberger

Programm
- Duett „Let’s do it (Let’s fall in Love)”
- Oktett „Big Spender“
- Szene aus „Irma la Douce“
- Chor „Love and Marriage“
- Szene aus „Sugar”
- Duett „Tu ich’s doch für Sugar“
- Szene aus “High Society“
- Duett „Who wants to be a Millionaire”
- Solo “New York New York” (1. Teil)
- Duett „I’d rather be blue over you”
- Solo „New York New York” (2. Teil)
- Solo „Don’t rain on my Parade”
- Szene aus “Funny Girl”
- Quartett „Somewhere over the Rainbow”
- Chor „My Heart belongs to Daddy”
- Schlussszene aus „Manche mögen’s heiß”

Tickets
Telefon: +43 1 52111 400
E-Mail: ticket@volkstheater.at
Abendkassa in der Roten Bar, geöffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Preis: € 12

Links
- Volkstheater/Rote Bar
- Sunrise Studios

Off Theater: „Wenn Rosenblätter fallen“ [Version 2012]

20. Mai 2012
19:30bis21:30

Es war vom Thema her eine der mutigsten Musicalproduktionen, die in Wien im letzten Jahr zu sehen waren: „Wenn Rosenblätter fallen“ von Rory Six und Kai Hüsgen, mit einem phänomenal singenden Dirk Johnston, einer sympathischen Jana Stelley und mit Carin Filipcic, von der ich persönlich in der Rolle der krebskranken Mutter nicht überzeugt war. Da hätte man regiemäßig mehr an den besonders heiklen Szenen arbeiten müssen, nicht jene Momente ins gleißende Licht rücken, in denen Emotionen wenig glaubhaft gespielt wirkten – darüber ließe sich viel sagen, aber wie auch immer, gerade dieses Musical hat großes Potential. Und die gute Nachricht ist, dass es im Mai und Juni 2012 erneut in Wien zu sehen sein wird.

rosenblaetter2012.jpg

Nach der ersten Aufführungsserie im Theater Akzent sind nun Vorstellungen im Off Theater angesetzt. Es wird eine intimere Version des Stücks sein, was letztlich dem Charakter der Show auch noch besser entsprechen könnte.

Nähere Infos zur neuen Version findet man demnächst auf der neuen Website zur Show –> hier.

Aufführungstermine
20.05.2012, 19:30 Uhr, Off Theater, Wien
26.05.2012, 19:30 Uhr, Off Theater, Wien
27.05.2012, 19:30 Uhr, Off Theater, Wien
01.06.2012, 19:30 Uhr, Off Theater, Wien
08.06.2012, 19:30 Uhr, Off Theater, Wien

Karten
Online: rosenblaetter-musical.webnode.at
Telefonisch: +43 (0) 676 770 61 88
Preis: € 22 (€18 erm.)
Es gibt 99 Plätze pro Vorstellung, freie Platzwahl!

Parallel zur neuen Wiener Produktion existiert der Plan, eine englischsprachige Version der Show unter dem Titel „When Rose Petals Fall“ in Form eines Readings in London zu zeigen. Das kostet einiges, und gerade heutzutage sind Finanzierungsmodelle per Internet immer mehr im Kommen. 6000 Dollar möchte Rory Six per Online-Funding auftreiben. Investieren kann jeder, der Interesse hat, ab 10 Dollar ist man dabei. Infos zu diesem Projekt gibt es –> hier.

Links
- Wenn Rosenblätter fallen: Official Website
- Rory Six
- Kai Hüsgen
- Rory Six @twitter
- reel kandi Video über die letzte Produktion der Show –> hier
- Off Theater
- Indiegogo: When Rose Petals Fall