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Archiv - August 9, 2012

Oh Lord, Lloyd Webber hat sich geirrt

Im vergangenen Dezember ließ Andrew Lloyd Webber mit einer düsteren Prognose aufhorchen (siehe –> hier). Er sagte für das West End in der Zeit der Olympischen Spiele ein Blutbad voraus. Die Theater würden keinen Umsatz machen, alles würde sich nur für die Spiele interessieren. Das Ganze gipfelte in dem Statement:

Nobody’s going to go to the theatre at all, most of the theatres in London will shut. It’s going to be very tough.

Nun, der gute Lord hat sich geirrt. Der Kartenverkauf am West End hat durch die Spiele um 25 Prozent zugelegt. Alle Stücke, die in den Theatern von Lloyd Webber zu sehen sind, wie “The Phantom of the Opera”, “War Horse” und “Shrek”, konnten während der Spiele ein Umsatzplus verbuchen. “The Wizard of Oz” im Palladium wollte Lloyd Webber während des 14-tägigen Sportevents sogar schließen, und auch diese Show hat durch die Spiele rund 100.000 Pfund mehr Umsatz gemacht als davor – pro Woche.

Lloyd Webber:

I’m the one who said it would be all doom and gloom, but I have been proved wrong and I couldn’t be more delighted about that. I thought it was going to be terrible because there would be no foreign visitors whatsoever, and it is true that we’re not seeing the foreigners we normally get at this time of year.
But what is happening is that a lot of families from all over the country are coming to see things such as the equestrian events or the volleyball … and saying, ‘What else can we go and see?’ So suddenly we see this huge upturn, and what’s interesting is that they are clearly all Brits.

Also doch noch die Kurve gekriegt. Mit ausländischen Touristen, so Lloyd Webber, könne man in diesen 14 Tagen freilich trotzdem nicht wie sonst rechnen, es sind vielmehr die Briten selbst, die dafür sorgen, dass aus den Olympischen Spielen keine Hunger Games fürs Theater werden.

Link
- Andrew Lloyd Webber: ‘I was wrong about summer theatre bloodbath’

Stadtsaal: Augustin – Ein kabarettistisches Rock-Musical

9. August 2012
20:00bis23:00

augustin_300_text.jpgWährend Wiens Theaterszene großteils noch im tiefen Sommerschlaf liegt, wird 2012 ab dem 9. August im Wiener Stadtsaal gerockt. Zu sehen wird „Augustin“ sein, ein kabarettistisches Rock-Musical von M.O. Tauchen.

Inhalt

Der liebe Augustin ist ein Wahrzeichen der Wiener Seele. Lebenslust und Todessehnsucht kämpften in seinem goldenen Wiener Herzen, während Hochmut und Eitelkeit wie gierige Ratten an ihm nagten.

Aber was geschah wirklich in jener Nacht des Jahres 1679, nach der der Volkssänger Augustin in den frühen Morgenstunden auf dem Heimweg in die Pestgrube stürzte und am nächsten Morgen von Pestknechten unversehrt geborgen wurde? Ein Wunder? Hatte er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen? War Alkohol im Spiel?

Und wer hatte überhaupt diese grausame Seuche über die Stadt gebracht? Wir sind für Sie tief in die Abgründe der Wiener Legende gestiegen und zerren die Wahrheit schonungslos ans Licht. Eines sollten Sie schon mal wissen: Der Tod - Gevatter Hein - ist kein Junggeselle!!!

Eine kleine Einführung
„Die Legende vom Volkssänger Augustin, der – schwer alkoholisiert – den Sturz in eine Pestgrube überlebt hat, stammt aus dem 17. Jahrhundert. (…) Im Jahre 1643 soll Augustin als Sohn eines Bierwirtes zur Welt gekommen und im Jahre 1705 gestorben sein. (…) Im Tauchen-Prokopetz-Ambros-Hörstück begegnet uns zwar ein trinkender, aber kein lieber, sondern ein anarchischer Augustin, der mit Wienerliedklischees nichts am Hut hat. Das beweist schon die kurze elegisch-rockige Ouvertüre, die den letzten Song des Hörstücks „Hängebruckn“ instrumental vorstellt. (…) Das Hörstück Augustin ist das dritte von den drei berühmten Konzeptalben: „Schaffnerlos“, „Watzmann“ und „Augustin“.

Augustin
Ein kabarettistisches Rock-Musical von M.O. Tauchen und Hagen Range
Musik: W. Ambros u.a.

Mitwirkende
Manfred O. Tauchen: Regie, zweiter Pestknecht
Nadja Maleh: Die Pest, ein Wäschermädl
Andrea Graf: Wirtstochter Agnes, ein Wäschermädl
Wolfgang Katzer „Bamschabl“: Gevatter Hein
Robert Blöchl: Erster Pestknecht, Wirt
Clemens Maria Schreiner: Alternierend erster Pestknecht
Christian Clementa: Volkssänger Augustin
Edmund Kadlec: Musiker, Stammgast
Martin Bachhofner: Musiker
Martin „Schützi“ Wagner: Musiker

Termine
9. August Premiere
10.-11.8., 16.-18.8., 23-25.8. und 30.8.-1.9.2012
Beginn jeweils um 20 Uhr

Nähere Infos –> Stadtsaal

Link
- Konzeptalbum „Augustin“ von Wolfgang Ambros (1989)