Archiv - Musical
Martin Bruny am Montag, den
8. Oktober 2007 um 11:11 · gespeichert in Deutschland
Würde man Storyarchitekt Michael Kunze diese Frage stellen, die Antwort wäre klar. “Die Musik hat der Geschichte zu dienen”, das ist eines der bekannteren Statements des Autors zu diesem Thema. Nicht ganz genau so sieht das Dirk Krampitz von “Welt Online”:
Es ist der letzte Beweis dafür, wie wichtig eine Geschichte für ein Musical ist: nämlich absolut unwichtig. Und wie wichtig die Musik ist: essenziell. Ohne die Lieder von Abba wäre “Mamma Mia!” ein schnell vergessenes, sehr harmloses Stück. Denn die Geschichte ist banal.
An und für sich ein sympathischer Ansatz, würde er nicht dazu benützt werden, sich gleich selbst ad absurdum zu führen - fast:
Lange schon wartet man auf das Wende-Muscial der Scorpions. Wer die Leute von der Stage zum Augenrollen bringen will, muss sie nur auf das “Wind of Change”-Musical ansprechen, das die Scorpions für Berlin komponieren. Das Buch sei noch nicht fertig, heißt es immer wieder. Kleiner Tipp, siehe oben: Sorgen um die Geschichte muss man sich nicht machen, solang das mit der Musik stimmt. Aber vielleicht ist das ja auch der Knackpunkt.
Die Breitenwirkung von ABBA mit dem schwachen Nachhall der Hits der Scorpions zu vergleichen, ist gewagt, und so ist das wohl tatsächlich der Knackpunkt beim seit Jahren geplanten Scorpions-Musical “Wind of Change”: Keine Story kann diese Songs zu einem Erfolgsmusical machen.
Aber zurück zu Herrn Krampitz. Er schließt mit einer netten These, warum Musicalkarten teurer als Kinokarten sind - und warum auch nicht, am 11. November ist Faschingsbeginn:
Für alle, die sich wundern, warum Musicalkarten teurer als Kinokarten sind: Die Strasssteinchen auf den Super-Trouper-Kostümen sind per Hand aufgenäht. So ein Kostüm kostet schnell 6000 Euro. Und dann gibt es ja nicht nur eine Erstbesetzung, sondern auch Zweit- und Drittbesetzung mit je eigenen Maßen.
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Oktober 2007 um 14:43 · gespeichert in Deutschland
Es gibt Musicalsongs, die kann kaum noch jemand hören, so abgesungen sind sie. Das ist freilich Geschmacks- und Empfindungssache, aber beispielsweise “Erinnerung” aus Andrew Lloyd Webbers “Cats” in Konzerten brav wie im Musical gesungen, das ist mittlerweile sogar für immer mehr Musicalfans ein schwer verdaulicher Brocken.
Thomas Borchert singt den Song dennoch, ebenso wie “The Phantom of the Opera” (auch ein Lied, das man eigentlich nur mehr im Rahmen der Originalshow hören mag), und zwar ver”swingt”. Die Masche ist nun nicht neu, innovative Wege geht er damit nicht, aber es ist einen Versuch wert.
Am 14.11.2007 tritt Borchert mit seinem “Musical Swings”-Programm im Berliner Admiralspalast auf, und auf seiner Homepage kann man sicherheitshalber den Elchtest machen, ob man das Programm aushält oder nicht. Zwei kurze Schnipsel aus “Erinnerung” und “The Phantom of The Opera” sollten reichen.
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Oktober 2007 um 12:45 · gespeichert in Wien, Theater
Eine ganze Seite ist in der Kurier-Ausgabe von heute (7. Oktober) einem Interview mit Burgtheater-Direktor Klaus Bachler gewidmet. Eine Seite, die er großteils dafür nützen darf, zu den verheerenden Kritiken der “Romeo und Julia”-Premiere an der Wiener Burg Stellung zu nehmen. In der Online-Ausgabe des Kurier wird man das Interview vergeblich suchen, denn auch der Kurier ist eines jener Medien, die es vorgezogen haben, kulturlos online zu gehen. Im Folgenden Ausschnitte aus dem Interview:
Kurier: Warum ist es passiert?
Bachler: Weil “Romeo und Julia” einzigartig ist. Die Liebesgeschichte der abendländischen Kultur. Jeder, der das sieht, fühlt sich persönlich gemeint. Jeder will seine kleine Liebe im kleinen Leben groß sehen. Und was haben die Menschen im Kopf? Meist nicht Shakespeare, sondern alles von Zeffirelli bis zum Lehrer am Theresianum. Ich finde die Aufführung theatralisch-ästhetisch sehr offen und angreifbar - inhaltlich finde ich sie überhaupt nicht angreifbar. Aber um das zu bemerken, müsste man sich sich wirklich mit dem Stück auseinandersetzen. Wenn ich jetzt lese, diese Aufführung sei ein “Tiefpunkt”, dann muss ich schon sagen: Der Tiefpunkt im Theater ist der Schlafsaal, niemals die Aufregung.
Kurier: Aber es gibt doch konkrete handwerkliche Einwände gegen diese Aufführung, die Qualität des Schauspiels …
Bachler: Ich finde die Auseinandersetzung damit äußerst oberflächlich. Wenn das Einzige, was man bei Figuren wie Mercutio anzumerken hat, die Nacktheit ist, das Einzige bei Lorenzo, dass der Schauspieler einen deutschen Kritiker attackiert hat, dann ist das einfach flach. Ich lasse jetzt einmal den Kritikern ihre Meinung, die Aufführung sei nicht gut. Ich behaupte aber: Sie ist wichtig!
Kurier: Aber reden wir doch nicht nur von den Kritikern - das Premierempublikum hat sogar schon zur Pause gebuht!
Bachler: Das ist doch in Ordnung! Das ist Reaktion! Wir sind doch kein Dienstleistungsbetrieb! Ich mach’ doch nicht “Romeo und Julia” als Eisrevue oder als Musical! Regisseure und Schauspieler sind Künstler. Sie haben eine Eigenverantwortung und ein Recht auf künstlerische Freiheit, auch gegenüber dem Intendanten. Ich war bei den Proben viel dabei, habe viel gesagt. Bestimmte Dinge haben sich verändert, andere nicht. Man kann mich dafür kritisieren, dass ich Herrn Hartmann engagiere. Aber man kann nicht erwarten, dass ich ihn engagiere, um ihm dann das Stück aus der Hand zu nehmen. Es ist eine Interpretation von “Romeo und Julia”: Dass die jetzt so einen Schmerzensschrei auslöst - so what?
Kurier: Wie läuft “Romeo und Julia” jetzt?
Bachler: Ausverkauft! Eine Vorstellung war die Premiere, mt Pausen-Buhs. Die Schauspieler aber reagieren, entwickeln, eine extreme Vorstellung lebt. Es gab auch eine Aufführung mit jungem Publikum, die haben gejohlt wie im Popkonzert!
Martin Bruny am Samstag, den
6. Oktober 2007 um 23:00 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 29. November 2007 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Cenario, ab 20 Uhr
Max Volt feat. Michael Fischer goes X-mas
Martin Bruny am Samstag, den
6. Oktober 2007 um 22:57 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 19. November 2007 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Cenario ab 20 Uhr
… mit Constanze Scheib und Manfred Loydolt. Am Klavier Werner Mixan
Martin Bruny am Samstag, den
6. Oktober 2007 um 22:54 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 26. Oktober 2007 |
| 16:00 | bis | 16:45 |
Am Nationalfeiertag (26. Oktober) findet am Wiener Rathausplatz wie im Vorjahr ein Riesenremmidemmi statt. Neben Hundeshows und WEGA-Stunts findet von 16:00 bis 16:45 Uhr ein Musicalkonzert der Vereinigten Bühnen statt. Auf dem Programm stehen heuer unter anderem Highlights aus “Rebecca” und Ausschnitte aus “Die Habsburgischen”.
Link
- Wiener Sicherheitsfest 2007
Martin Bruny am Samstag, den
6. Oktober 2007 um 16:52 · gespeichert in Wien
Sona McDonald, Dennis Kozeluh, Boris Eder und Marco Maurer - das sind jene Sänger, die sich Wiens Eden Bar angelacht hat für ihr neues Musikprogramm “Eden Lounge”.
1911 wurde das Haus, in dem die Eden Bar zu finden ist (Liliengasse 2, 1010 Wien), vom Architekten Rudolf Erdös erbaut, witzigerweise feierte die Bar im Jahre 2004 100 Jahre Eden, aber wer zählt schon die Jahre so ganz genau. Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft trifft sich gern im Lokal mit Sakko-Zwang.
Geöffnet hat das Etablissement ab 22 Uhr bis 4 Uhr früh. Wer wann genau auftritt, weiß die österreichische Tageszeitung “Die Presse” gern (immer wieder) zu berichten. Auf der Website der Wiener Bar sind bis dato noch die Altstars der Eden, Franco Andolfo und Lado, die sicher auch schon gut und gerne seit fast 100 Jahren dort auftreten, angeführt. Aber sicher wird es auch da mal einen Relaunch geben, irgendwann.
Martin Bruny am Freitag, den
5. Oktober 2007 um 20:41 · gespeichert in Wien
Am Nationalfeiertag (26. Oktober) findet am Wiener Rathausplatz wie im Vorjahr ein Riesenremmidemmi statt. Neben Hundeshows und WEGA-Stunts findet von 16:00 bis 16:45 Uhr ein Musicalkonzert der Vereinigten Bühnen statt. Auf dem Programm stehen heuer unter anderem Highlights aus “Rebecca” und Ausschnitte aus “Die Habsburgischen”.
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- Wiener Sicherheitsfest 2007
Martin Bruny am Freitag, den
5. Oktober 2007 um 12:42 · gespeichert in Wien

Von 18. Januar bis 20. Januar 2008 gastiert in der Wiener Stadthalle eine Tourproduktion des Musicals “Fame”.
“Fame” gilt als eines der mitreißendsten Filmmusicals der Geschichte. In dem mit 2 Oscars ausgezeichneten Kinofilm von Alan Parker aus dem Jahre 1980, der an der New York City High School for the Performing Arts spielt und unter anderem die Ausbildung der Studenten zum Thema hat, sind Irene Cara, Paul McCrane, Debbie Allen und Anne Meara in den Hauptrollen zu sehen.
1988 feierte eine Bühnenversion, basierend auf dem gleichnamigen Film, im Coconut Grove Theatre in Miami, Florida, Premiere, in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts tourte die Show durch die ganze Welt. 1993 stieg die europäische Premiere in Stockholm, ab da war der Erfolg nicht wirklich mehr aufzuhalten. «Fame - The Musical†war in 25 Ländern weltweit zu sehen und ist besonders in England ein Hit. 1995 ging die London-Premiere über die Bühne, und seit diesem Jahr tourt die Show entweder durch England, oder sie ist mal wieder für ein paar Monate am West End zu sehen.
Aus dem Pressetext zur Tourversion:
Einmal ganz oben stehen, den Namen in Riesenlettern auf der Leuchtreklame sehen, Star sein, von Fans bestürmt, geliebt, gefeiert: Fame - Ruhm!
Das ist das Motto dieses unglaublichen Tanzspektakels aus der Feder von Steve Margoshes (Musik) und Jaques Levy (Text), welches 1988 unter der Vorlage des gleichnamigen Filmes uraufgeführt wurde.
Nachdem die Aufnahmeprüfung an der legendären »Floretto H. La Guardia High School of Music & Art and Performing Arts« bestanden ist, bildet diese Schule im Laufe der nächsten vier Jahre den Mittelpunkt im Leben junger Künstler. Natürlich ist jedes Fach wichtiger als das andere, die Lehrer erwarten nur die besten Leistungen und auch sonst steht alles im Zeichen der Arbeit; erschwerend kommt noch hinzu, dass Irrungen und Wirrungen in den Gefühlen der Schüler diese in eine ganz andere Richtung lenken… Tyrone ein sexy Rebell, Iris die zickige Primaballerina, Mabel, die Schokoladenkekse schweißtreibendem Training vorzieht, und Carmen die schlagfertige und temperamentvolle Puertoricanerin, haben mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen, die Ihnen immer wieder Steine in den Weg zum Ruhm legen.
FAME ist ein mitreißendes Tanzmusical, in dem es um Träume, Ziele und die harte Realität geht. Dieses Meisterwerk bietet eine atemberaubende Choreografie, sowie brillante Darsteller
In der Wiener Stadthalle wird eine deutsch/englische Version gezeigt (Dialoge deutsch/Songs auf Englisch).
Weihnachtskonzerte in Wien 2007
Am 30. 11. 2007 (weitere Vorstellungen am 01.12.2007, 07.12.2007 und 08.12.2007, Beginn jeweils um 20:00 Uhr) findet in der Votivkirche die “American Christmas Gospel”-Show mit Stella Jones statt.
Am 9.12. gibt der deutsche Sänger Ivan Rebroff um 18 Uhr in der Wiener Votivkirche ein Konzert. Rebroff wurde in seiner bisherigen Karriere mit 49 Goldenen Schallplatten ausgezeichnet. Bekannt wurde er 1968 durch seine Darstellung des Tevje in der Pariser Inszenierung des Musicals “Anatevka”.
Tickets für alle Veranstaltungen
Karo Concert, Vermes VA. GmbH
Triesterstraße 237/Top1; A-1230 Wien
Tel.: +43 (1) 600 42 46 / Fax: +43 (1) 890 36 82 10
E-Mail: karoconcert@atlantis-event.com
Martin Bruny am Donnerstag, den
4. Oktober 2007 um 22:33 · gespeichert in Filmmusical
Der offizielle Trailer zu Tim Burtons Verfilmung des Musicals “Sweeney Todd” ist auf Yahoo abrufbar. Was auffällt: Szenen, in denen gesungen wird, zeigt man nicht, und in der einen (Depp mit “Epiphany”), in der gesungen wird, kann man den Gesang nicht wirklich als Gesang einstufen. Aber vielleicht ist es auch besser, die angepeilte möglichst breite Zielgruppe nicht mit einem Touch m-u-s-i-c-a-l-l-l zu verschrecken. Und wer das Musical ohnedies schon kennt und mag, wird sich den Film sowieso ansehen.
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