Home RSS Go RED Go BLACK

Who the Fuck is Kreisky? - das Palais Nowak und sein Promotionproblem

Nein, keine Sorge, natürlich wissen wir alle, wer Kreisky ist. Kreisky ist eine deutschsprachige Indie-Rock-Band aus Wien. [–> Wikipedia] Und wer dieser Tage mit dem Autochen durch Wien braust, sieht ab und an ein Plakat, auf dem zu lesen ist: “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten!” Hübsch. Eine helle Schrift auf schwarzem Hintergrund, oder umgekehrt, wars ne rote Schrift, war der Hintergrund rot? Na wurscht. Und ganz unten so ein Krixikraxi, wahrscheinlich hat das der Drummer von Kreisky auf seinen Trommeln, als ne Art Logo.

“Die Presse”-Leser haben es da natürlich besser (–> hier). Die wurden dieser Tage informiert, dass die neueste Musikshow des Palais Nowak, die “Lasst Kreisky und sein Team arbeiten” benannt wurde, mit einem zweistufigen Promotionkonzept beworben wird. Bei Stufe 1 handelt es sich um das Originalplakat aus dem Jahre 1971, mit dem “Sonnenkönig” Bruno Kreisky in die Nationalratswahlen ging. Also ehrlich, dieser Wiedererkennungswert muss enorm sein, für die, keine Ahnung, 60-, 70- oder 80-Jährigen, die die Chance haben, dieses Plakat zu sehen.

In Stufe 2 dann, folgt laut “Die Presse”, ein “Aha-Erlebnis”:

“Die zweite Plakatserie der neuen Show ist immer noch vom Slogan »Lasst Kreisky und sein Team arbeiten« dominiert, aber das 70er-Jahre-Design und die Köpfe, die neben Kreisky abgebildet sind, geben preis, dass es sich hierbei nicht um eine Kreisky-Huldigung handelt.”

Wenn mans genau nimmt, sieht man auf Plakat Nummer 2 “Kreisky, Slime & Paiper” und weiß verdammt nochmal noch immer nicht, was das Ganze eigentlich soll. Wo wird was gespielt, worum handelt es sich, wer spielt mit, wer ist die Zielgruppe?

Ein paar Antworten darauf liefern die VBS vulgo Vereinigte Bühnen Schmidleitner, wie man das Kabarett-Triumvirat von Simpl, Palais Nowak und Vindobona, symbolisiert durch Eigentümer Albert Schmidleitner, auch nennt, im “Die Presse”-Artikel vom 19.9.2010, aber wer das Ganze servieren soll, darauf gibt der Artikel keine Auskunft. Zwar soll am 15. Oktober Premiere sein, doch über die Cast gibt auch die offizielle Website des Palais Nowak keine Auskunft (–> hier), dafür sehen wir hier seit ein paar Monaten die Stufe 2 des ausgeklügelten Promotionplakatwahnsinns, ohne hier allerdings je Stufe 1 gesehen zu haben. Auch auf der Website des Kabarett Simpl finden sich keine Angaben zur Cast. (–> hier)

Was täten wir ohne die TV-Sendung “Was gibt es Neues?”? Vielleicht liegts daran, dass Michael Niavarani, der nicht unwesentlich mit den VBS verbunden ist, auch an diesem ORF-Format nicht unwesentlich beteiligt ist, oder dass ein Fanblog leichter administrierbar ist als eine sooooo komplizierte Site wie jene des Palais Nowak, jedenfalls haben wir hier nun die Angaben zur Cast der Show (–> hier):

Nina Tatzber, Roman Straka, Wilbirg Helml, Marco Maurer, Roman Frankl, Ariane Swoboda, Doris Hindinger, Thomas Dapoz, Georg Leskovich, Kudra Owens

Ein Problemchen gibts nun noch. “Die Presse” meldet als Premierentermin den 15. Oktober, “Was gibt es Neues?” den 5. Oktober, das Palais Nowak den 5. Oktober. Sagma Mehrheitsentscheidung, nehma den 5. Oktober und gut is.

Und toi, toi, toi!

3 Kommentare »

  Martin Bruny wrote @ September 24th, 2010 at 11:11

Ja, das ist klar, intern kann man wen fragen, aber eigentlich sollte man doch schon auch die Öffentlichkeit informieren :-) Zumal ins Palais ja doch ein paar Leutln reinpassen.

  Andrea wrote @ September 24th, 2010 at 10:31

Man muss nur die richtigen Quellen fragen, dann erfährt man auch die Besetzung ;) hab’s auch schon nicht mehr ausgehalten und wen “intern” gefragt…..

  oberansicht wrote @ September 24th, 2010 at 09:49

ich hab mich letztens in wien eh schon gewundert :D

Ihr Kommentar

Abonniere ohne zu kommentieren

HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>