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Archiv - Oktober, 2006

Kathrin Zechner: Warum in Wien Musicals subventioniert werden

Im Rahmen ihrer Pressekonferenz vom 25. Oktober 2006 nahm die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien auch Stellung zu diversen Querschüssen aus der Wiener Staatsoper, von wo sporadisch aus vollen Rohren wie weiland im fliegenden Holender auf alles geschossen wird, was mit Musical in Wien zu tun hat. Ein paar Zitate aus der Pressekonferenz Zechners zur Frage, warum Musicals in Wien subventioniert werden:

Ich schätze den Staatsoperndirektor Holender sehr, weil er nicht nur ein interessantes volles Staatsopernhaus dieser Stadt beschert, sondern weil er weiß, wie er sich immer wieder zum Gesprächsmittelpunkt macht.
Auf der einen Seite ist der kommerzielle Musicalmarkt Deutschlands oder noch viel mehr des West Ends oder des Broadways mit dem kleinen Markt Wien und Umgebung sprich Österreich nicht vergleichbar. Wir sprechen von einem Einzugsgebiet in London von rund 10 Millionen, am Broadway von rund 15 Millionen Besucherpotential, der Ruhrpott Hamburg/Berlin bewegt sich zwischen 3 und 5 Millionen Besucherpotential. Sie wissen, wie groß Wien ist und wie groß das Einzugsgebiet hier ist, da bewegen wir uns zwischen 1,7 und 2,2 Millionen Menschen. Das ist das eine, der Markt. Das andere: Sehr klar erkennbar in Deutschland ist, dass ein ausschließlich kommerziell positionierter Produzent kein Risiko eingeht, sondern Produktionen einkauft, sprich reproduziert, die erwiesenermaßen Erfolge sind. Für mich, und dazu bekenne ich mich klar, gehört es für ein Musiktheater, Musicalhaus der Stadt Wien, einer Musikstadt Wien auch dazu, eigene Projekte zu realisieren, ins Risiko zu gehen

Ein Wahrzeichen und eines der wichtigsten Seelenelemente der Vereinigten Bühnen Wien ist, dass wir eigene Stoffe kreieren, weil diese eigenen Stoffe nicht nur das Profil unserer Theater schärfen und uns Artikel bis zur “Variety” verschaffen, sondern uns den Ruf einbringen, DIE deutschsprachigen europäischen Produzenten zu sein, die eigene erfolgreiche Stoffe auf die Bühne bringen und damit Auslandsverwertungen ermöglichen - nach einer erfolgreichen Spielzeit im Inland. Wir arbeiten weiter daran, diese künstlerische, aber natürlich auch wirtschaftliche interessante Verwertbarkeit fortzuführen im Sinn von Gastspielen, wie es jetzt bei “Elisabeth” passiert, Konzertreihen, wie wir es bei “Mozart!” und “Tanz der Vampire” gemacht haben, das heisst wir schaffen eine künstlerische und wirtschaftliche Verwertbarkeitskette, die für ein Theater hochinteressant ist. Natürlich werden wir auch internationale Produktionen hereinholen und hereinholen wollen. Mir ist es sehr wichtig, mich von den deutschen Theatern oder Musicaltheatern zu unterscheiden, die ausschließlich reproduzieren. Wir produzieren und kreieren eigene Stoffe, aber es ist natürlich nicht nur mein Interesse, mein Plan und mein Tun, in Verhandlungen interessante internationale Produktionen nach Wien zu holen. Das ist eine Frage der Verhandlung, des richtigen Zeitpunkts und welche Produktion zu den richtigen wirtschaftlichen Bedingungen nach Wien passt.

Kein Mensch hätte vor einem Jahr gesagt, Zechner macht “Die Weberischen”, weil das eine klare Sache ist. Das war ein Risiko, aber mit professionellen Leuten, einer professionellen Vorgehensweise sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich und der nötigen Portion Intuition und Glück ist es uns gelungen, eine hervorragende Produkion auf die Beine zu stellen, und genauso war es mit “Rebecca”. “Rebecca” ist entwickelt worden über 7 Jahre. Sehr viele Produzenten, auch in Deutschland, fanden das Projekt interessant, aber zu riskant. Wir haben das Glück, dass wir das Risiko auf uns genommen haben, und ich sag nicht nur Glück, sondern es war meine Überzeugung, an diesen Stoff zu glauben und an die beteiligten Personen bis hin zu einer hervorragenden Cast. Der Erfolg gibt uns recht. Das ist der große Unterschied, und ich wünsche dem Staatsoperndirektor und mir so erfolgreiche Zahlen wie wir sie beide in den letzten Jahren hatten, auch weiterhin.

Musical-Lounge-Konzert der VBW am Wiener Rathausplatz

Am 26. Oktober 2006 gaben die Vereinigten Bühnen Wien am Wiener Rathausplatz ein rund einstündiges Konzert mit den aktuellen Stars des Musicalunternehmens Susan Rigvava-Dumas, Uwe Kröger, Maya Hakvoort, Maté Kamarás, Marjan Shaki und Wietske van Tongeren. Stilistisch war die Show zweigeteilt in einen von Moderator Alexander Goebel als “Musical-Lounge” bezeichneten Teil und einen Teil, in dem es Songs aus “Chicago”, “Rebecca”, “Hair”, “Grease” und der “Rocky Horror Show” in der klassischen Variante zu hören gab.
Innovativ war der “Musical Lounge”-Teil. Herbert Pichler, bekannt unter anderem als Dirigent des “Dancing Stars”-Orchesters, demonstrierte da die hohe Kunst des Arrangierens. Songs aus “Romeo & Julia”, “Elisabeth”, “Mozart!” und “Tanz der Vampire”, inszeniert als eine Mischung aus Jazz, Swing, Big-Band-Snippets, Chill-Out und was nicht noch alles. Ein Konzept, das man gerne mal auch in CD-Qualität hören würde.

Die Songs:

Intro
All that Jazz (Hakvoort)
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Musical-Lounge
Herrscher der Welt (Perman, Kamaras)
Wie wird man seinen Schatten los? (Kamaras)
Gold von den Sternen (Hakvoort)
Totale Finsternis (Shaki, Perman)
Die Schatten werden länger (Perman, Kamaras)
Der letzte Tanz (Kamaras)
Ich gehör nur mir (Hakvoort)
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Rebecca (Rigvava-Dumas, van Tongeren)
Mein Gott, warum (Kröger)
Hilf mir durch die Nacht (Kröger, van Tongeren)
You’re the one that I want (Shaki, Kamaras)
Let the sunshine (Shaki, Hakvoort, Perman, Kamaras)
The Time Warp (Shaki, Hakvoort, Perman, Kamaras, Goebel)

Das wird 2007 - Pressekonferenz der Vereinigten Bühnen Wien

Kathrin Zechner; Foto: Martin BrunyAm 25. Oktober 2006 präsentierte Kathrin Zechner, die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, eine erste Vorschau auf die Produktionen ihres Hauses für das Jahr 2007, aber auch eine Erfolgsbilanz vergangener Shows.

Als Überraschungserfolg sind zweifelsohne “Die Weberischen” zu werten. Mit einer Uraufführung Ende August 2006 und einer Laufzeit bis Ende September 2006 war normalerweise keine hohe Auslastung bei dieser Produktion zu erwarten, ist das doch jene Zeit, in der viele Menschen vom Urlaub zurückkommen und Musicals bzw. Musiktheater in einer Rangliste persönlicher Prioritäten eher am Ende steht. Aus Erfahrung weiß man, dass auch Blockbuster-Shows wie “Romeo & Julia” oder “Elisabeth” in dieser Zeit oft einen kleinen Hänger haben. So startete man von Seiten der VBW auch mit relativ nüchternen Erwartungen, es wurde nur ein Teil des Saals überhaupt für den Vorverkauf freigegeben. Umso erstaunlicher ist, dass “Die Weberischen” eine Gesamtauslastung von 94,1 Prozent erzielen konnten. Schon wenige Tage nach der Uraufführung wurde die gesamte Kapazität an Tickets im Vorverkauf angeboten. “Die Weberischen” waren praktisch täglich ausverkauft.
Die Erfolgsfaktoren? Zweifelsohne mobilisierten die VBW für diese Show die Medien dieses Landes wie noch nie zuvor. Die Vorberichterstattung war geradezu pompös. Wichtige Zeitschriften wurden entweder als Partner gewonnen oder aber es wurden Werbeflächen en masse eingekauft. Ein anderer Faktor ist die gelungene Crossover-Besetzungstaktik von Theater- und Musicalstars bis hin zu den Tiger Lillies, die sich jeglicher Kategorisierung entziehen.
Was liegt näher, als diesen Erfolg zu prolongieren? Gespräche über weitere Aufführungen sind im Gange, und mittlerweile ist das eingetreten, was man sich zuvor vielleicht nur erträumen konnte. Auch mit den “Weberischen” könnten die VBW ein hochwertiges, erfolgversprechendes Exportprodukt an der Hand haben.

Was liegt näher, Teil 2: “Die Habsburgischen” natürlich. Als satirischer Blick auf die österreichische Geschichte konzipiert (Buch: Michaela Ronzoni), wird diese Show im Herbst 2007 im MuseumsQuartier ihre Uraufführung erleben.

Neben den “Habsburgischen” wird es in der “Ronacher Mobile”-Serie bereits im Dezember eine neue Produktion geben: “Musical Christmas”, mittlerweile bereits Tradition im Hause VBW, startet am 9. Dezember 2006. Für die Regie wurde Werner Sobotka gewonnen, der mit Carin Filipcic, Caroline Vasicek, Jesper Tydén und André Bauer eine Show entwickelt hat, die von Alexander Goebel moderiert wird.

Ab 3. Februar 2007 steigt im Raimund Theater für eine Woche ein “Tanz der Vampire”-Revival in konzertanter Form. Tickets sind ab sofort erhältlich. Auch “Jesus Christ Superstar” wird es wieder zu Ostern 2007 im Raimund Theater geben.

“Rebecca” ist nun auch ganz offiziell als Publikumshit zu werten. Die Auslastung beträgt derzeit 97,26 Prozent, für die Vorstellungen bis Ende Dezember 2006 wurden bis heute bereits 85 Prozent aller Tickets verkauft. Die Cast-CD erscheint Mitte November. Als Nachfolgeproduktion von “Rebecca” im Raimund Theater wurde “Rudolf” fixiert.

Auch zu “Elisabeth” gibt es News. Von 28. März bis 30. April 2007 wird in Osaka am Umeda Arts Theater (1799 Sitzplätze) 40 Mal die Originalinszenierung von Harry Kupfer gegeben. Danach reist die Produktion weiter nach Tokio ins Koma Stadum Theater (2055 Sitzplätze), wo von 7. bis 20. Mai 2007 16 semikonzertante Shows gespielt werden. Insgesamt reisen bei diesem Großprojekt 90 Angestellte der VBW nach Japan: 38 Ensemble-, 28 Orchestermitglieder und 12 technische Supervisoren. Mit dabei auch Maya Hakvoort, Maté Kamarás und Lukas Perman. Das Ziel ist, möglichst viele Mitglieder der Original-Cast für diese Produktion zu verpflichten.

Michael Tschuggnall live im Bösendorfersaal

Michael Tschuggnall (Foto: Martin Bruny)

Starmania ist derzeit wieder populär. Zwar scheinbar nicht ganz so ausgesprochen populär wie bei der ersten Staffel, nicht mal so sehr wie bei der zweiten Staffel, aber sagen wir mal Starmania ist wieder mal ausgebrochen. Die Klatschmedien des Landes versuchen krampfhaft - und vergeblich - ein paar kleine Skandälchen der neuen Kandidaten auszuforschen, so war auf ATV zu sehen, dass eine der (mittlerweile Ex-)Kandidatinnen im Feuerwehrkalender 2007 recht spärlich bekleidet posiert hat. Jo mei. Klatschpostillen berichten über die katastrophalen Auswirkungen, die ein Karriereknick auf Menschen haben kann, so landete einer der Kandidaten der ersten Staffel erst jüngst in der Psychiatrie. “Was wurde aus …” ist sowieso immer und überall eines der beliebtesten Spielchen.

Was wurde aus … Michael Tschuggnall, dem Gewinner der ersten Staffel von Starmania? Wir erinnern uns, er hat mit dem selbst komponierten Lied “Tears of happiness” gepunktet, als Siegesprämie wurde von “Starproduzent” Peter Wolf in Los Angeles diesem Song die Seele geraubt, und auch der erste Longplayer von Michael Tschuggnall konnte nicht wirklich in den Charts punkten (das Erscheinen eines zweiten wurde dann gar nicht mehr wahrgenommen).

Warum das so ist? Aus den Songs des Sängers ist das gar nicht mal erschließbar, denn die haben zu einem Großteil internationales Format. Ob es etwas mit den berühmt-berüchtigten Starmania-Verträgen zu tun hat, die die Künstler für Jahre an den ORF binden und ihnen nicht viel Entscheidungsfreiheit lassen? Das müsste Michael Tschuggnall selbst einmal darlegen, beispielsweise in einem Interview, in dem er nicht die Kandidaten der aktuellen Staffel beurteilt, sondern einmal ein bisschen mehr über die Hintergünde seiner verhinderten Karriere plaudert.

Wie auch immer, vor einigen Tagen gab Michael Tschuggnall im Bösendorfersaal ein Konzert in intimem Rahmen, vor an die 70 Zuschauern. Natürlich ist kein Geld für Promotion da, Plakate kann man sich nicht leisten, in den jüngsten Berichten über Tschuggnall anlässlich des Starts der neuen Starmania-Staffel wurde mit keinem Wort eben dieses Konzert erwähnt. So war der kleine, aber feine Bösendorfersaal zwar gut, aber nicht sehr gut gefüllt. Tschuggnall bezeichnete dieses Konzert als quasi Schlusspunkt und Anfang. Als Schlusspunkt hinter seiner “Karriere”, die vor drei Jahren mit dem Starmania-Sieg begonnen hat, und als Anfang … Ja, wovon? Gerüchteweise konnte man lesen und hören, dass der Sänger wieder zu studieren begonnen hat, also quasi den Job des Performers an den Nagel hängt. Ein Dementi gabs beim Konzert nicht, eher im Gegenteil. Da hört dann der geübte Starmania-Fan die Stimme von Markus Spiegel im Hinterkopf, der dröhnend-süffisant zu bedenken gibt, dass es nur jene schaffen werden, die auch den unbedingten Willen haben, auf der Bühne zu stehen. Aber was hilft das alles, wenn man Miete zahlen muss und eine erkennbare Perpektive im Leben auch eigentlich zu schätzen weiß?

Tschuggnalls Problem sind auf keinen Fall seine Songs. Lieder wie “Book of love” müssten es bei der aktuellen Melodiearmut in den Charts mit Leichtigkeit in die Hitparaden schaffen. Tschuggnall, als einer der Piano-Men des Pop-Business, wandelt mit seinen oft melancholischen Songs ein wenig auf den Spuren eines Joshua Kadison. Joshua Kadison hat sich nach ein paar Welthits (beispielsweise “Jessie”) von der Bühne zurückgezogen und lebt seit Jahren in Malibu am Strand. Er singt natürlich nach wie vor, seine Songs stellt er großteils gratis ins Netz. Ein Comeback-Versuch ging erst vor wenigen Wochen in Deutschland in Form einer Mini-Tournee über die Bühne, aber obs was wird?
Tschuggnall ist keine Rampensau, und das ist noch untertrieben - und das ist Teil seines Problems. Er wirkt beim Performen sehr introvertiert, verschmilzt ganz mit seinen Songs und seinem Klavier. Das muss an sich kein Nachteil sein, wenn sich diese Art des Interpretierens auf ein paar Songs beschränkt. Ein ganzes Konzert so durchzuziehen, kann allerdings wenig mobilisierend wirken.

Michael Tschuggnall (Foto: Marton Bruny)

Vielleicht hätte Tschugnall aber auch mehr Chancen, wenn er der Melancholie seiner Songs Texte zur Verfügung stellen würde, die ungefähr die gleiche Richtung einschlagen und in deutscher Sprache verfasst sind: etwas, was ans Herz geht. Das könnte klappen, muss aber nicht. Musterbeispiel dafür: Manual Ortegas neue CD “Angekommen”. Ortega, von einer megamäßigen Promotionwelle in alle Medien dieses Landes gespült, konnte es trotz einer im Wiener Dialekt gehaltenen CD nicht schaffen, in den Charts nachhaltig zu punkten. Was ihn noch mit Tschuggnall verbindet? Das fehlende Konzept einer Bühnenshow. Nur auf der Bühne zu stehen und sympathisch rüberzukommen, ist zu wenig - sowohl bei Tschuggnall, der wie ein Häschen die ganze Zeit still am Piano sitzt, als auch bei Ortega, der wie eine Wirbelwind die ganze Zeit über die Bühne fegt, aber keinerlei Bühnenpräsenz in jenen Phasen des Konzerts erkennen lässt, in denen Moderation angesagt ist. Nicht umsonst nehmen viele Performer Schauspielunterricht, um gerade in diesen viel entscheidenden Phasen authentisch über die Bühne zu kommen.

Michael Tschugnall freilich ist noch jung, und egal, was sein Umfeld ihm einredet, er sollte seinen Traum durchziehen und weiter Musik machen, weiter Konzerte geben, weiter CDs einspielen. Irgendwann ist auch Starmania nur mehr Geschichte.

Avenue Meidling - das Simpl spielt »Krawutzi Kaputzi«

Noch bis Freitag laufen im Wiener Kabarett Simpl Voraufführungen für eine Uraufführung, die erst im April 2007 ebenda über die Bühne gehen wird: “Krawutzi Kaputzi - Strengstes Jugendverbot”, ein “Musical mit Puppen”. Nein, das wird keine Kritik einer der Voraufführungen, das ist quasi ein Tipp unter Freunden: Stürmt die verbleibenden Voraufführungen. Es lohnt sich, allerdings werden Tickets bereits Mangelware sein. Auf der Bühne zu sehen: Susanne Altschul, Claudia Rohnefeld, Sigrid Spörk, Roman Frankl, Otto Jaus, Ronald Seboth und Roman Straka. Die Premiere findet am 13. April 2007 statt.

“Musical Mamis” 2006

Am 13. November 2006 geht im Wiener Metropol die zweite "Musical Mamis" -Show über die Bühne - ein Abend voller Sketche, Lieder und Tanzeinlagen. Letztes Jahr traten fünfzehn Darstellerinnen (alle Mamis) auf, um dem Projekt "Baby doll" finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen - einer Einrichtung, die schwangere Teenager auf dem Weg zur Elternschaft begleitet.

Auch 2006 konnten jede Menge prominente "Musical Mamis" für die Benfiz-Show gewonnen werden: Ruth Brauer, Suzanne Carey, Lisa Gray, Susanne Ten Harmsen, Martha Jane Howe, Anne Kozeluh, Petra Kreuzer, Sona Macdonald, Andrea Malek, Sabine Mayer, Andrea Mellis, Luzia Nistler, Eva-Maria Scholz, Kathy Tanner, Caroline Vasicek und Conny Zenz. Durch den Abend führt Dennis Kozeluh, die musikalische Leitung hat Christian Frank übernommen.

Ticktets für die Show gibt es auf der Website des Wiener Metropol zum Preis von 32,- bzw. 25,- Euro.

Andrea Malek live im “Ost”

Am 6. und 7. November 2006 gibt Musicalstar Andrea Malek im Wiener “Ost Klub” mit ihrer Band zwei Konzerte zugunsten von WWF und UNICEF.

Andrea Malek wurde bereits als Teenager zum Shootingstar der ungarischen Musicalszene. Nach Hauptrollen in “Evita”, “Chess”, “The Sound of Music”, “Dorian Gray” und “Les Misérables” überzeugte sie als Schauspielerin in diversen Sprechtheater- und Filmrollen. In Österreich und Deutschland war Andrea Malek unter anderem in “Wake Up”, “Elisabeth” und “Camelot” zu sehen.

Nummern aus den Bereichen Pop und Musical, versehen mit einem groovigen Jazzsound - das bietet die Künstlerin mit ihrer Band: Retrodisco, New York Style, Black Funky sowie Songs von Incognito, Sting und bekannten, ungarischen Filmkomponisten (Laszlo Dés, Istvan Lerch) - ein Sound, der einen typischen Club-Gig ausgefallen, intensiv und spektakulär macht. Die Melodien sind bekannt, die Arrangements jedoch voller angenehmer, musikalischer Überraschungen.

Die Band:
Richárd Révész - Keyboards
Kristián Dajka - Gitarre
János Hámori - Trompete, Flügelhorn
Péter Kazás - Drums
Gábor Kollman - Alt- und Sopran-Saxophon, Klarinette
Gábor Vermes - Bass

Termine/Tickets:
6. und 7. November 2006, 20.00 Uhr, Ost Klub
Tickets: ALBERT KESSLER/ALEL creative productions; Hietzinger Kai 141/540; 1130 WIEN; office@alel.at; Tel.: 0676 540 11 78; www.alel.at

Der Kaiser & Sisi reloaded - Viktor Gernot & Maya Hakvoort In Concert

Es ist noch nicht so lange her, da hat Ex-Musicalstar Viktor Gernot dem Musicalgenre abgeschworen. Und nein, er hat bis heute keinen Rückzieher gemacht. Am 19.11.2006 jedoch nähert er sich dem Business, mit dem er nichts mehr zu tun haben will, doch wieder ein wenig.

Gemeinsam mit Maya Hakvoort wird er im Wiener Konzerthaus Songs aus dem “Great American Songbook” interpretieren. Das Motto des Abends lautet “VIKTOR GERNOT featuring MAYA HAKVOORT und die RICHARD OESTERREICHER BIG BAND”. Der Titel der Show: “BIG BAND DREAMS”. Der Veranstalter beschreibt das Event folgendermaßen: “The Great American Songbook, das Repertoire der großen Jazzvokalisten und ausgesuchte Broadway Melodien versprechen einen unvergesslichen Konzertabend unter dem Motto: Musical meets Jazz!”

Könnte ein ganz netter Abend werden, weniger nett ist die Gestaltung der Eintrittspreise. Die billigsten Tickets kosten 30 Euro, die teuersten 42. Nicht, dass die teuersten zu teuer wären, aber 30 Euro für die letzte Reihe. Kann nich ganz euer Ernst sein, Kinder.

21 Jahre “Les Misérables” am West End - BBC sendet Live-Konzert

Am 8. Oktober 1985 feierte “Les Misérables” im Londoner Barbican Theatre seine Uraufführung. 21 Jahre später ist das Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nach wie vor am West End zu sehen.
21 Jahre, kein runder Geburtstag, aber besser man feiert, was geht, also sendet die englische Radiostation Radio 2 am Sonntag, dem 8. Oktober 2006, von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr eine Konzertversion der Show - mit der aktuellen Besetzung der West-End-Produktion:

John Owen-Jones - Jean Valjean
Hans Peter Janssens - Javert
Sophia Ragavlelas - Fantine
Sabrina Aloueche - Eponine
Chris Vincent - Thenardier
Tracie Bennett - Mdm Thenardier
Jon Lee - Marius
Gina Beck - Cosette
Simon Bailey - Enjolras
Ross McCormack - Gavroche

Das Konzert wird aus dem Mermaid in London übertragen, es spielt das BBC Concert Orchestra unter der Leitung von Stephen Brooker. Erzähler: Anthony Andrews.
Wer Lust hat: Die Show ist auch online live zu hören.

“Rebecca” - die Technik

Abend für Abend läuft derzeit im Wiener Raimund Theater das Multimedia-Musical “Rebecca” ab. Die Firma Renox lieferte die Hard- und Software für die Projektion von bühnenfüllenden Bildern:

- 4 Beamer Sanyo XF46 mit 12.000 Lumen
- 4 Schallschutzgehäuse 100 x 100 x 35 cm
- 5 Hochleistungs-Computer
- “Edgeblending-Software”, um die 4 überlappenden Bilder
zu einem einzigen Bild zusammenzufügen
- 1.500 Meter Kabel

Die Herausforderungen: Die Montage der 45 Kilogramm schweren Beamer rund 3,5 bzw. 7 Meter über den Sitzreihen im Parkett, sowie die Kühlung der Geräte, die rund 1.700 Watt aufnehmen. Die Schallschutzgehäuse sollen das Publikum vor lautem Gebläse bewahren.

Sven Ortel, der für die künstlerische Inszenierung der Videoprojektionen verantwortlich zeichnet, filmte an den Originalschauplätzen die Motive (Meereswelle, Feuer, Schloss etc.). Das Material wurde auf den Masterrechner überspielt, der das Bild auf 4 Hilfsrechner aufteilt. Die 4 projizierten Bilder ergeben auf der Bühne ein Gesamtbild. [Pressemeldung]