Archiv - Februar, 2010
Martin Bruny am Samstag, den
27. Februar 2010 um 22:22 · gespeichert in Musical, Wien, Veranstaltungen
Am “Internationalen Tag der Frau”, dem 8. März 2010, wird bereits zum dritten Mal die “MiA” - eine Auszeichnung für besondere Leistungen von Frauen mit internationalem Hintergrund in und für Österreich - verliehen. Die Auszeichnung wird diesmal direkt am internationalen Frauentag von einer Fachjury verliehen und in den Kategorien “Wissenschaft und Forschung”, “Wirtschaft”, “Humanitäres und gesellschaftliches Engagement”, “Kunst und Kultur” sowie “Sport” im Rahmen eines feierlichen Gala-Abends im Studio 44 der Österreichischen Lotterien vergeben.
Heuer gibt es bereits zum zweiten Mal einen Sonderpreis “Journalismus”, der an eine/n Journalisten/in verliehen wird, die/der sich in besonderer Art und Weise dem Thema Integration/Migration widmet. Als “Paten” für die jeweiligen Kategorien fungieren die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Wirtschaftskammer Österreich/Frau in der Wirtschaft, die Caritas, die Bundes-Sportorganisation sowie der ORF. Für jede Kategorie wurden drei Nominierungen vorgenommen.
Moderiert wird die Gala von Arabella Kiesbauer. Als Special Guest wird Sylvester Levay erwartet. Das Rahmenprogramm gestalten in diesem Jahr Maya Hakvoort, Sandra Pires und das Projekt “Fatima”. Höhepunkt ist die Uraufführung des vom Erfolgsduo Sylvester Levay und Michael Kunze eigens für die MiA komponierten Songs “Nicht dort nicht hier” und des eigens von Michael Kunze für die MiA umgetexteten Songs “Ich gehör nur mir” aus dem Musical “Elisabeth”. [ots.at ]
Martin Bruny am Donnerstag, den
25. Februar 2010 um 13:29 · gespeichert in Literatur, Musical
Patti LuPone via last.fm
Musicaldiva Patti LuPone schreibt gerade an einem Buch über ihre Theaterkarriere, und weil ein Buchtitel ja nicht ganz unwesentlich ist für den Erfolg, hat sie sich gedacht: Viele Köche verfeinern den Brei. Daher ist auf ihrer Website nun Folgendes zu lesen:
Name Patti’s Book & Win!
Dolls, I’ve been busy writing the story of my theatrical life and need your help to find a suitable and fabulous title. If your entry is selected you’ll win an autographed copy of the book, two tickets to my next Broadway show (or major show in a city near you), and I’ll congratulate you personally at the theatre. Contest ends March 30, 2010.
Important note: Travel and accomodations are not included. Good luck! [Wer teilnehmen möchte, –> klick]
Martin Bruny am Mittwoch, den
24. Februar 2010 um 16:55 · gespeichert in Skurriles
Zusammenfassend, aus Beobachtungen und Schilderungen, könnte man als Argumente, warum die Sex-Aktion in der Secession mit Kunst nichts zu tun hat, und sei es auch nur durch die sie begleitenden, aber geduldeten Umstände, anführen: Kunst ist nicht per se diskriminierend. Bei keiner Form der Kunst muss man darauf achten, dass ja sechs Mal mehr Frauen als Männer “eingelassen” werden, um das Happening zu einem solchen werden zu lassen. Wenn sich Frauen in diesem Sinne instrumentalisieren lassen wollen, ist das eine Sache, das im Rahmen eines Kunstprojekts zu fördern, ist wieder eine andere. Diskriminierend soll das Projekt auch auf eine andere Art und Weise sein: Ältere Menschen scheinen ausgeschlossen zu sein, zumindest berichtet das Ulrich Weinzierl in der WELT (nachzulesen –> hier).
Auf eine ganz schiefe Ebene begeben sich übrigens die Befürworter der Aktion, wenn sie den Gegnern eine gewisse “Rechtslastigkeit” unterstellen. Das sind Totschlagargumente, die mit Kultur nichts mehr zu tun haben. Fassen wir also zusammen: In der Secession wurde ein Puff “installiert”, das untertags besichtigt werden kann, mit viel Glück findet man vielleicht gebrauchte Kondome, wenn sie nicht in den, Zitat, “silbernen Mülleimern” gelandet sind, nächtens treiben es Männer bis zu einem gewissen Alterslimit im geforderten erotischen Outfit mit willigen Frauen im Namen der Kunst. Wunderbar. Nichts für ungut, aber die 90.000 Euro Förderung wären in Haiti besser angelegt, um auch mal untergriffig zu werden.
Martin Bruny am Mittwoch, den
24. Februar 2010 um 00:31 · gespeichert in Skurriles

Also wirklich, der oarme Bua. Da begleitet man Marika Lichter zur Premiere des Filmmusicals “NINE”, ist Musicaldarsteller und blond und muss sich von einer Zeitungs-Klatschtante nicht nur als Hengst, pardon “Pferd im Stall von Marika Lichter” bezeichnen lassen, sondern auch noch als Kröger-Nachfolgemodell. Um ausgerechnet Stefan Reil als “nächsten Uwe Kröger” zu apostrophieren, da muss man schon ein bisserl wenig vom Musical Ahnung haben, und vor allem von Stefan Reil. Immerhin ist er nicht gerade einer Ausbildungsstätte für hoffnungsvolle Jungtalente entsprungen, sondern kann auf eine ganze Reihe von Produktionen zurücksehen, unter anderem “Hallo Steward! Boeing Boeing, andersrum”, eine herrliche Klamotte, die im Palais Nowak vor wenigen Wochen zu sehen war. Aber “demnächst”, so der KURIER, tritt er ja an der Wiener Volksoper in “Hello Dolly” auf, also eigentlich heißt das ja “Hello, Dolly!” und mit “demnächst” prägt der KURIER halt eine eigene Zeitvorstellung, denn demnächst gibts keine Dolly an der Volksoper, das dauert schon noch ein Wengerl. Schlimm, was heute an Boulevardberichterstattung in Zeitungen wie dem KURIER geboten wird. Einfach mal durchklicken. “Heute.at” und “Österreich” wirken dagegen wie Edelmagazine: “Hier kommt der nächste Uwe Kröger” — na –> hier
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Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 23:24 · gespeichert in Event-Tipps
| 5. März 2010 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Theater Dortmund: lebendig begraben
Schauspielhaus/Probebühne3
Nach Edgar Allan Poe
Mit Günther K. Harder und Patrick Jurowski
Regie: Wolfgang Türks
premiere | 5. März 2010, 20.00 Uhr
„Ich hörte ein leises Stöhnen. Es war kein Schmerzensseufzer, kein Seufzer aus Kummer, es war der leise erstickte Ton, der sich aus der Tiefe einer von maßlosem Entsetzen gequälten Seele losringt. Ich kenne diesen Ton wohl. Manche Nacht, wenn alle Welt schläft, steigt er aus meinem Herzen auf, und sein schreckensvolles Echo erhöht das Grauen noch …“
Edgar Allan Poes Horrorgeschichten sind berühmt. Die Schrecken seines Werkes scheinen kaum von den Schrecken seines von Wahn geprägten Lebens zu trennen zu sein. So ist das Erschreckendste an seinen Texten wohl auch der Eindruck, einem ganz persönlichen Schrecken beizuwohnen, einem Schrecken, der der Unsrige sein könnte.
Aus seinen drei Kurzgeschichten „Das verräterische Herz“, „Lebendig begraben“ und „Die Grube und das Pendel“ hat Regisseur Wolfgang Türks zusammen mit den Schauspielern Günther K. Harder und Patrick Jurowski einen Theaterabend gemacht, der sich mit den Ängsten des Menschen beschäftigt: Ein Mann kommt nicht von dem Gedanken los, lebendig begraben zu werden. Ein Anderer wird zum Mörder, weil er die Eindrücke seiner Wahrnehmungen nicht mehr richtig zuordnen kann. Ein Dritter kann nicht anders, als die Dunkelheit, in der er gefangen ist, Schritt für Schritt zu erkunden.
Was passiert, wenn uns unsere Angst lähmt – wenn wir nicht mehr wissen, was wir glauben sollen, wenn wir nicht mehr unterscheiden können zwischen imaginierten Monstern und der Wirklichkeit?
Wolfgang Türks studierte erst Musical, dann am Wiener Max Reinhardt Seminar Regie. Er stand unter anderem in München, Erfurt, Bregenz und Dortmund auf der Bühne und inszenierte bereits in Wien, Hamburg und Chemnitz.
Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 22:32 · gespeichert in Netz, Pop, Ungarn
Links
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Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 20:31 · gespeichert in Event-Tipps
| 28. März 2010 |
| 21:00 | bis | 23:00 |
Bühne Baden: Musical - Late Night Show
Benefizkonzert zugunsten Nachbar in Not
Vorstellung 28. März, 21.00 Uhr
Anlass dieses einmaligen Events ist der Abschied der Produktion “West Side Story” und das Ende der Winterspielsaison. Darsteller wie Darius Merstein-MacLeod, Ines Hengl-Pirker, Maricel Wölk oder Vincent Bueno präsentieren einen beschwingten Querschnitt durch die Welt des Musicals.
Der Reinerlös dieses Benefizkonzerts kommt den Erdbebenopfern in Haiti über die Organisation NACHBAR IN NOT zugute. Es spielt das Orchester der Bühne Baden unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik.
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Besetzung
Birgit Breinschmid / Ines Hengl-Pirker / Katrin Lindvai / Kerstin Löcker / Julia Melcher / Jasmina Sakr / Rita Sereinig / Maricel Wölk // Vincent Bueno / Eleftherios Chladt / Michael Fischer / Valentin Frantsits / Thomas Huber / Albert Kessler / Jonas Kägi / Darius Merstein-MacLeod / Richard Schmetterer / Christian Zmek
Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 20:27 · gespeichert in Event-Tipps
| 4. März 2010 |
| 20:30 | bis | 22:30 |
Off-Broadway Musicaltheater München: Zara 47
Am 03. März feiert die One-Woman-Show „Zara 47 – Wollt ihr das totale Lied“ seine Premiere am neuen Off-Broadway Musicaltheater in München.
Peter Lunds Musical Solo erzählt die Geschichte der arbeitslosen und vereinsamten Zarah Leander, die 1947 auf ihrem Gut Lonö in Schweden allein ihren 40. Geburtstag feiert. Wenige Jahre zuvor war sie noch der umjubelte Star der UFA, nun wartet Zara vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, sinniert die ausgemusterte, unausgelastete Diva in einem furiosen Monolog über ihre Karriere. Die Auseinandersetzung mit ihrer Nazivergangenheit, von der Behauptung, nichts gewusst zu haben, bis zur bitteren Erkenntnis der eigenen Lebenslüge wird von ihren teils schwermütigen Liedern wie z. B. „Kann denn Liebe Sünde sein“, „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ und „Sag nicht Adieu“ begleitet.
Als Zara zu sehen: Nina Janke. Die Darstellerin absolvierte ihr Musical-Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Sie war Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins und Preisträgerin des Bundeswettbewerbes Jugend musiziert in der Kategorie Musical.
Janke spielte bisher bei den Bregenzer Festspielen in der „West Side Story“ und verkörperte in München und Ingolstadt die Rolle der Audrey II und der Ronnette im Musical „Der Kleine Horrorladen“. Sie sang in Konstantin Weckers Kinder-Musical „Pinocchio“ und war im Sommer 2006 bei den Schlossfestspielen in Ettlingen in „Anything Goes“ zu sehen. Danach spielte sie im Prinzregententheater München im „Sommernachtstraum“. Im März 2007 wurde sie gemeinsam mit ihren Kollegen mit der “TZ-Rose” für besondere Ensembleleistungen in „Hello Again“, einer Produktion des Akademietheaters München ausgezeichnet. Am Theater des Westens in Berlin war sie Ensemblemitglied des Musicals „Tanz der Vampire“. Im Colosseum Theater Essen war Nina Janke als Flora und im Ensemble des Musicals „Ich will Spass“ zu erleben. In dieser Spielzeit war Nina Janke bereits als Wilddrude in Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ im Schauspielhaus Düsseldorf zu sehen. Nina Janke spielte außerdem in verschiedenen Kino- und TV-Produktionen, wie z. B. in Caroline Links „Im Winter ein Jahr“ oder in „Aufs Glatteis geführt“ (Regie Markus Henssler).
Nina Jankes Interpretation der Zara wird in München von der erfolgreichen Regisseurin Silvia Armbruster in Szene gesetzt. Begleitet wird Nina Janke von Wolfgang Hammerschmid am Klavier.
Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 01:23 · gespeichert in Musical, Wien
Image via Wikipedia
Musicals, es gibt sie noch, und in den nächsten Monaten feiern ein paar recht bekannte Exemplare dieses Genres in Wien und rund um Wien herum ihre Premieren.
Den Beginn macht das Theater im Neukloster im Mai 2010 mit Elton Johns “AIDA”. Genau genommen liegt das Theater in Wiener Neustadt und ist mittlerweile berühmt dafür, kleine Produktionen von großen Hits und von Geheimtipps auf die Bühne zu stellen. In den letzten Jahren zu sehen: “High School Musical”, “Into the Woods”, “Footloose”, “Beth und ihre Schwestern”, “Children of Eden” und viele andere. Nähere Details gibt es demnächst auf der Website des Theaters — > hier
Ein kleines großes Geheimnis ist derzeit eine Theatergruppe oder ein Theaterunternehmen namens “Bohemniacs”. Kein Mensch weiß, wer hinter diesem Namen steckt, wer die Unternehmungen finanziert, eines ist aber sicher: Das erste Projekt der Gruppe ist “The Color Purple”, die Broadway-Show aus der Feder von Brenda Russell, Alee Willis und Stephen Bray (alle drei für die Musik verantwortlich) und Masha Norman (Libretto), basierend auf dem gleichnamigen Roman der Pulitzer-Preisträgerin Alice Walker und der Verfilmung ebendieses Romans durch Stephen Spielberg. Für Oktober 2010 ist die Premiere in der Wiener Stadthalle geplant. Nähere Details vermutlich demnächst. Eine erste Ankündigung gibt es –> hier
Martin Bruny am Dienstag, den
23. Februar 2010 um 00:25 · gespeichert in Theater, Pop
Man mag zur jüngsten Verfilmung des Wedekind-Dramas “Frühlings Erwachen” stehen, wie man mag, beispielsweise könnte man meinen, dass sie immer dann stark war, wenn sie recht “theatralisch” über den Bildschirm kam, und immer dann recht plump, wenn mit Wucht auf Gegenwart getrimmt wurde, aber eines ist unbestreitbar: Der Film hat einen echten Star, und das ist die Musik. Verantwortlich für die musikalische Untermalung der Verfilmung: Vivan Bhatti.
Der Künstler studierte Musik an der Hochschule für Musik in München und der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als E-Gitarrist und Klassischer Gitarrist wirkte er mit in diversen Projekten, Bands und Ensembles aus dem klassischen Bereich bis hin zu Rock, HipHop und auch Neue Musik und war auf Tourneen in Deutschland Österreich und der Schweiz.
Vivan Bhatti komponierte Musik für diverse Kurzfilme und Theaterproduktionen. Mit Nuran David Calis verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit an den Theatern in München (”Romeo und Julia”, 2003), Hannover (”urbanstories”, 2005), Essen (”Homestories”, 2006), Wien (”Die Räuber”, 2006) und Hamburg (”Schwarz”, 2006). Am schauspielhannover arbeitete er erneut mit ihm zusammen in der Produktion “Frühlings Erwachen!” in einer Bearbeitung von Nuran David Calis nach Frank Wedekind.
Bhattis Kompositionen zur Wedekind-Verfilmung sind die besten Beispiele dafür, wie stark die Wirkung eines Films von seiner Musik geprägt wird. Mehr von ihm unter anderem auf seiner MySpace-Site –> hier und –> hier
Martin Bruny am Montag, den
22. Februar 2010 um 22:55 · gespeichert in Event-Tipps
| 9. Juli 2010 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie
PREMIERE: Freitag, 9. Juli 2010, 19.30 Uhr
THEATER REICHENAU - GROSSER SAAL
Nach den vielen Schnitzler-Produktionen, die bei den Festspielen Reichenau im Verlauf von zwanzig Jahren gezeigt wurden, wird diese Romanbearbeitung insbesondere ein JUNGER SCHNITZLER sein. Ein Stück, in dem junge Menschen und ihre Lebenspläne im Mittelpunkt stehen. Die Konzentration auf die eigene Karriere, die einen „Weg ins Freie“ ohne feste Bindung und Verantwortung als den richtigen Weg erscheinen lässt. Es geht um Freundschaften zwischen jungen Menschen, wie sehr diese durch gesellschaftliche, moralische und politische Vorurteile belastet sein können, und wie sehr sie auch in dieser Richtung den „Weg ins Freie“ suchen, wo man ungestört für die eigene Ideologie leben kann.
Stefan Slupetzky hat aus seiner persönlichen Perspektive als Wiener Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln eine sehr engagierte Bühnenfassung aus Schnitzlers Roman der Wiener Fin-de-siècle-Gesellschaft in einer eskalierenden politischen Situation gemacht. Wo sich nach außen derb und aggressiv die Auseinandersetzungen der Parteien im Parlament und auf der Straße abspielen, herrscht im privaten Raum der stille Schwebezustand zwischen Lüge, Unentschlossenheit und Hoffnung.
Der Weg ins Freie
Erfolgreiche, junge Schauspieler, wie Manuel Rubey und Katharina Straßer, die sich gerade auf einem bemerkenswerten Weg ihrer Karriere befinden, werden erstmals bei den Festspielen Reichenau in den Hauptrollen zu sehen sein, umgeben von einem Ensemble von bekannten Größen, die man so gerne hier auf der Bühne sieht.
Maria Happel wird erstmals Schnitzler inszenieren, was nach ihren ausgezeichneten Arbeiten an Nestroy und Doderer viel erwarten lässt – und sie wird auch wieder mitspielen!
Georg von Wergenthin, Komponist: Manuel Rubey
Anna Rosner, bürgerliches Mädchen: Katharina Straßer
Josef Rosner, ihr Bruder: David Oberkogler
Vater Rosner: Toni Slama
Bermann, Schriftsteller: Marcello de Nardo
Alter Dr. Stauber, Arzt: Paul Wolff-Plottegg
Dr. Berthold Stauber, Abgeordneter: Gerrit Jansen
Eine reiche jüdische Familie:
Vater Salomon Ehrenberg: Rainer Frieb
Mutter Ehrenberg: Marianne Nentwich
Else Ehrenberg, Tochter: Ruth Brauer
Therese Golowski, junge Sozialistin: Nike van der Let
Sissy Wyner, Salondame: Karin Kofler
Stanzides, Offizier: Alexander Rossi
Pianistin Eißler: Maria Happel
Regie: Maria Happel
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies
Martin Bruny am Montag, den
22. Februar 2010 um 22:28 · gespeichert in Musical, Wien

Es war ein zäher Beginn mit “Musical Rocks”. Jede Menge an Missverständnissen gabs! Man wusste nicht, wer singen würde, man konnte sich unter dem Marketinggeschwafel, in das die Vorankündigungen gegossen waren, nichts vorstellen. Und doch scheint “Musical Rocks” nun auf Schiene zu sein. Nach einem quasi Try-out letztes Jahr wird es 2010 weitere Vorstellungen des Showkonzepts geben. Was kann man sich erwarten?
Nun “Musical Rocks” ist in ihren besten Momenten eine die Sinne betörende Show. Altbekannte Musicalmelodien gehen mit coolen Elektrogrooves eine neuartige Symbiose ein, pulsierende Videoequenzen mit unglaublichen 3D-Effekten auf einer 72 Quadratmeter großen Leinwand, fantastische Sänger und Tänzer steuern auf ein Ziel hin: Musicalekstase. Das ist das Ziel, und das zu erreichen, daran wird hart gearbeitet.
Die nächsten Termine:
17.09.und 18.09.2010, ab 19.30 Uhr im Museumsquartier, Halle E (Museumsplatz 1, 1070 Wien)
Die Tickets sind erhältlich über www.ticketorder.at
Martin Bruny am Montag, den
22. Februar 2010 um 16:02 · gespeichert in Skurriles
Nicht unlustig ist die Debatte, die es in der österreichischen Medienlandschaft derzeit zur Aktion “Secession goes Puff” gibt. Da aber ja nun ein Schweizer Künstler auf die Idee kam, die Secession zum zügellosen Sex anzumieten, kommen nun auch die Schweizer Medien ins Spiel. So schreibt “suedostschweiz.ch”:
Swingerclub-Installation von Schweizer Künstler entrüstet Wiener
Hohe Wellen schlägt seit dem Wochenende die neue Ausstellung von Christoph Büchel in Wien: Der 44-jährige Schweizer Künstler bespielt das Untergeschoss der Secession mit einem echten Swingerclub.
Wien. – Tagsüber werden jene Besucher, die sich für das Beethovenfries interessieren, durch die leeren Räumlichkeiten geschickt (Jugendliche ausgenommen), in der Nacht läuft im «Element6» Normalbetrieb, wie Secessions-Pressesprecherin Urte Schmitt-Ulms der APA bei einem Lokalaugenschein erklärte.
Der Künstler ist bekannt dafür, dass er in seinen Rauminstallationen und Projekten reale Gesellschaftszustände inszeniert und soziale Situationen in den Kunstraum transportiert. So installierte er etwa vor einigen Jahren in Kassel ein Solarium, einen Billig-Supermarkt und ein Wettbüro im Fridericianum.
Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen kommen dem «Verein der kontaktfreudigen Nachtschwärmer» zu, der für die Dauer der Ausstellung von der Kaiserstrasse in die Secession gezogen ist.
Die ausgelöste öffentliche Diskussion ist intendiert: So spielt Büchel auf jenen Aufruhr an, den Gustav Klimt einst mit seinem Beethovenfries ausgelöst hat. Dieses sei heute kein Skandal mehr, so die Pressesprecherin der Secession, die Installierung eines Swingerclubs in den Räumlichkeiten der Secession hingegen sei der damaligen Situation ähnlich. (sda)
Skandal? Ach bitte, die ganze Aktion ist so auf Skandal angelegt, dass es natürlich keinen gibt. Es ist eher eine Peinlichkeit für die Stadt Wien, dass sie offensichtlich nicht in der Lage ist, dort steuernd einzugreifen, wo man schon überlegen sollte, ob es nicht Sinn machte. Aber wie schon berühmte Vorbilder hat Ursula Stenzel ihre Händchen in Unschuld gewaschen, da sind wir uns ganz sicher, bevor sie das Ansuchen um Genehmigung (einer Förderung) unterschrieben hat.
Ein bisschen dreist ist es freilich schon, den Namen Gustav Klimts quasi als Rechtfertigung ins Spiel zu zerren. Das Beethovenfries mit Gruppensex in Beziehung zu setzen ist allerdings schon wieder so lustig, dass man vielleicht drüber lachen sollte. Und wie wärs mit einem Fleshmob äh Flashmob in der Secession, um einfach mal über all diese “Realitäten” zu lachen, in bunten Narrenkostümen mit ganz langen Nasen, von wegen Phallus und so, man muss den Leuten dann ja was bieten.
Martin Bruny am Sonntag, den
21. Februar 2010 um 22:41 · gespeichert in Theater

Begonnen hat es mit Herrn Mauser, oder genauer gesagt am 16. Januar 2010 mit der Premiere des Theaterstücks “Soul Strip” in Wiens “Queen Club”. Der “Queen Club” ist eines der bekanntesten “Animierlokale” Wiens - ein doch eher etwas ungewöhnliches Ambiente für ein Theaterstück. Aber dass es sich um Theater handelt, ist wohl unbestreitbar.
Die Sache liegt wohl etwas anders bei einem Projekt des Swingerclub-Unternehmens “Element6″. Da haben sich die Besitzer schlicht und einfach für die nächsten beiden Monate in eines der bedeutendsten Museen Wiens eingemietet, in die Wiener Secession. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde das Projekt der Swingerclub-Besitzer wie folgt beschrieben:
Das Element6 ist eine Bar und ein Club für Swinger und andere Paare und Singles, die sexuelle Anregungen suchen, Phantasien ausleben oder sich auch nur darüber unterhalten wollen. Wir bieten Raum für (nicht kommerzielle) erotische Kontakte. Wir - vier Leute aus unterschiedlichen Berufsbranchen - haben vor mehr als zwei Jahren einen ehemaligen Swingerclub übernommen mit bzw. wegen der Herausforderung, ein neues Konzept in diesem Bereich zu entwickeln, und dafür ein Publikum zu gewinnen. Das ist uns gelungen! Mit unserer Mitwirkung am Projekt in der Secession wollen wir jetzt möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, eine Hemmschwelle zu überwinden; und sich diesen Swingerclub einfach anzuschauen. Die Bezeichnung ´Swingerclub` vermeiden wir normalerweise, da sie Vorstellungen weckt, die unser Konzept zum Teil nicht erfüllt: Man muss im Element6 nicht nackt oder halbnackt herumlaufen, es ist aber auch ok, wenn man es tut. Dresscode ist dennoch in erster Linie: bitte erotisch. Oberstes Ziel ist nicht, dass jeder mit jedem möglichst viel und möglichst gleichzeitig Sex hat. Vielmehr schaffen wir eine Atmosphäre, in der Lust entstehen soll, und zudem den Freiraum, alles was daraus entspringt zu erleben.
Wir bieten ein vielfältiges Showprogramm: Striptease, Bondage, SM, Body Painting, Tanz Performance usw., und DJs, um die Stimmung anzuheizen. Ob das alles der eigenen Sexualität neue Dimensionen öffnet, kann jeder (Volljährigkeit vorausgesetzt) im Rahmen dieser Ausstellung in der Secession für sich überprüfen.
Wir erlauben uns also zu zitieren: „Schau´n Sie sich das an!“
Ist das noch Kunst? Passt es in ein Museum? Ist das erst der Beginn und kann man sich demnächst für ein paar sündige Stunden in die Wiener Katakomben einmieten, um dort seinen Trieben nachzukommen, oder vielleicht auf den Spuren des Dritten Manns den Mäuschen in den Wiener Abwasserkanälen bei der Paarung zusehen?
Gehen wir also lieber einen Schritt zurück, wieder mehr in Richtung Kultur. Warum nicht zum Beispiel ins TAG. Da steht ab 25. März 2010 das Stück “Phalli” auf dem Programm. Kann man sich nichts drunter vorstellen? Nun, man könnte es sozusagen als eine Antwort auf Eve Enslers Vagina-Monologe bezeichnen. Beschrieben wird dieses Theaterstück wie folgt:
Drei Männer. Drei Penisse. Sie reden darüber. In Zeiten der sexuellen Überflutung durch TV und Internet residiert in den Schlafzimmern biederste Schamhaftigkeit. Besonders Männer verstecken sich gerne hinter der Annahme, derbe Witze und alkoholgetränkte Pseudogespräche wären zur Behandlung des Themas genug. Nicht so Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo. Sie wollen mit Vorurteilen und Geheimniskrämereien aufräumen. In ihrem so informativen wie vergnüglichen Abend reden sie von Vorund Nachteilen der Selbstbefriedigung, über die empfehlenswertesten Techniken des Blowjobs bis zum ewigen Thema Schwanzlängen. Sie reden einfach über alles. Und noch ein wenig mehr.
Mit „Phalli“ präsentiert die Plaisiranstalt ihre erste Bühnenproduktion und greift damit gleich mal in die Vollen: Drei Männer reden über ihr Gehänge. So einfach und zugleich so eindringlich kann moderne Dramaturgie sein. Denn dass an einem solchen Abend weit mehr als nur ein paar Nullachtfünfzehn-Tipps zum Umgang mit dem Genital vermittelt werden, davon kann und muss man ausgehen.
Die Plaisiranstalt mit Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo. Mit herzlichem Dank an: Paola Aguilera, Eva-Maria Schachenhofer und Barbara Schubert. Rechte: R Thomas Sessler Verlag Wien.
Und auch das Wiener WUK ist in Sachen Sex unterwegs. Ab 31. März zu sehen: “I put a record on”, die Adaption einer Produktion, die unter dem Titel “Venus im Pelz” im Vorjahr am Linzer Landestheater Premiere hatte. André Turnheim arbeitet am 1869 erschienenen Roman “Venus im Pelz” von Leopold Sacher-Masoch das Spiel von Dominanz und Unterwerfung heraus, durch welches gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen und deren Auflösung demaskiert werden. Nähere Infos —> hier
Sacher-Masoch ist ein ganz heißes Thema 2010 in Wien, Gerüchten zufolge dürfte es auch ein Musical über den Schriftsteller geben, der nicht zuletzt dafür bekannt ist, in einigen seiner Werke triebhaftes Schmerz- und Unterwerfungsverlangen zu schildern (”Venus im Pelz”, 1870; “Grausame Frauen”, 1870).
Martin Bruny am Sonntag, den
21. Februar 2010 um 09:43 · gespeichert in Event-Tipps
| 13. April 2010 |
| 19:00 | bis | 21:00 |
Bücherei Alt-Erlaa: Max Mayerhofer und David Czifer lesen Texte von Joseph Roth
Blick in eine versunkene Welt
Dienstag, 13. April 2010, 19:00 Uhr
Bücherei Penzing, 1140 Hütteldorfer Straße 130d
Roth beschreibt in seinen Texten meisterhaft eine vergangene Zeit, deren scheinbar gefestigte, aber durch den Krieg zerbrochenen, gesellschaftlichen Strukturen. Dies wollen wir zeigen, indem wir sowohl die Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg, in der Roth aufwuchs und lebte, als auch die gesellschaftlichen Veränderungen nach dem Krieg mit Hilfe seiner Texte beleuchten.
Die beiden Schauspieler bringen nicht nur Ausschnitte aus den bekannten Werken wie der “Kapuzinergruft” und dem “Radetzkymarsch”, sondern stellen auch das journalistische Werk und einige Kurzgeschichten vor, wo neben dem geschichtlichen Hintergrund auch der Humor nicht zu kurz kommen wird.
Nähere Infos –> hier
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