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Archiv - November, 2005

“Musical Mamis” - Entertainment & Benefiz

Am 23. November 2005 ging im Wiener Metropol ein Benefiz-Konzert der ganz besonderen Art über die Bühne: “Musical Mamis” - die Show zugunsten des Projekts Babydoll, einer Einrichtung des Krankenhauses Göttlicher Heiland.
“Babydoll” hilft angehenden Müttern und Vätern im Teenager-Alter, ihre Kinder mit Liebe und Verständnis auf die Welt zu bringen. Unbürokratisch, unentgeltlich, und im Bedarfsfall auch anonym. Seit dem Projektstart im Jahre 2003 kamen 135 Babydoll-Babies auf die Welt; über 3600 Jugendliche, meist Mädchen im Alter von 13 bis 20 Jahren, suchten Unterstützung und Hilfe in Beratungsgesprächen.
Durch den Abend führte gut gelaunt Musical-Franzl Dennis Kozeluh, und wenn man den Abend als gelungen werten möchte, was ich persönlich mache, dann hat die Moderation daran wesentlichen Anteil. Die charmant-ironischen Ansagen sorgten für gute Stimmung, bereiteten die Stimmung wohldosiert für den jeweils nächsten Act auf - und, was bei einem “Musical-Benefiz” auch wichtig ist, man hat gemerkt, dass endlich mal jemand moderiert, der für das Theater lebt, vom Fach ist und nicht aus der Volksmusikschublade rekrutiert wurde. Schlimm genug, wenn Musicalstars laufend bei Moik & Co aufkreuzen, um an den Quoten zu naschen.
Dennis Kozeluh, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Herausragend auch, um bei den Nicht-Mamis mal zu bleiben, zwei Tanz-Performances mit Todesengerl Murray Grant und Neo-Choreographie-Wunderwuzzi Ramesh Nair: Akt 1 startete mit einem blendend getanzten und gesungenen “All that Jazz”, im zweiten Teil
folgte ein atemberaubendes “I gotcha” (aus “Fosse”) mit Murray Grant, Rachel Colley und Ramesh Nair.
All that Jazz, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Ramesh Nair, Rachel Colley & Murray Grant - I gotcha, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Einen Hauch glitzernden Broadway brachte Mary Illes ins Metropol, die für die erkrankte Kathleen Bauer einsprang und Jerome Kerns “All the things you are” interpretierte. Illes’ Performance sprengte die Kategorien dieses Abends. Keine Frage, wir erlebten an diesem Abend lauter wundervolle Talente, Mary Illes’ Stimme aber, ihre überirdisch stilvolle Performance schickte das Publikum in eine neue Dimension.
Mary Illes; Foto: © Martin Bruny
Grob gesagt lässt sich das restliche Programm in Lustiges und Musicalisches teilen. Für die Lacher sorgten Kathy Tanner (in dem Sketch “Aber!” von Mary Rogers und in der “Riverdance”-Parodie von Anne Weiner, gemeinsam mit Anne Weiner und Dennis Kozeluh), sowie Petra Kreuzer als weiblicher Heintje mit “Mama”.
Kathy Tanner & Anne Weiner, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Dennis Kozeluh & Anne Weiner, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Petra Kreuzer, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny

Musicalisches boten:
Lisa Gray: Somewhere that’s green (”Little Shop of Horrors”)
Lisa Gray, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Andrea Malek: Whistle down the wind (”Whistle down the wind”)
Andrea Malek, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Kudra Owens: Home (The Wiz”)
Kudra Owens, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Suzanne Carey: Anything can happen (Frank Wildhorn) und Conny Zenz: Ease on down the road (”The Wiz”)
Conny Zenz, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Weiters zu hören:
Eva Maria Scholz: Baby-Toll-Performance (Eva Maria Scholz)
Eva Maria Scholz, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Vivianne Vogé: Komm her (Konigswerq)
Vivianne Vogé, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Die Audition/Let’s hear it for the Boys: Suzanne Carey (Deniece Wiliams)
Suzanne Carey, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Susanne Ten Harmsen: Bauchgefühle (Susanne Ten Harmsen)
Susanne Ten Harmsen, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Sabine Mayer (feat. Rob Fowler, Zoltan Sebastian): Schritt für Schritt
Sabine Mayer, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Rob Fowler, 23.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Ensemble: Greatest Love of All (Michael Masser)

“Musical Mamis” war für die Zuschauer Entertainment in Reinkultur, dem Projekt “Babydoll” brachte der Abend insgesamt eine Summe von 5740 Euro.

Die Falschheit der Eventkultur

Wir leben heutzutage in einer oft hemmungslos lächerlichen Eventkultur, wobei zunehmend nicht nur das Kulturereignis an sich als Event aufgezogen wird, sondern schon die Präliminarien für dasselbe als Event abgefeiert werden. Aktuelles Beispiel: das Robbie Williams Wien-Konzert, das im August 2006 in Wien stattfinden wird.
Robbie Williams Vorverkaufs-Kick_off, Wien, 19.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Schauplatz: Samstag, 19. November 2005, Wien, Burgtheater, 8:30 Uhr. Ein sogenannter Kartenverkaufs-Kick-off ist “im vollen Gange”. Ab 9:30 Uhr gehen an diesem Standort 8.000 Tickets in den Verkauf, und was immer sich die “Veranstalter” dieses Kick-offs erwartet haben dürften, es findet nicht wirklich statt. Wer glaubt, dass zu nachtschlafener Zeit an einem Samstagmorgen enthusiasmierte Massen einem über eine Vidiwall geisternden Robbie Williams zujubeln und sich um die Tickets prügeln, ja, der hat Wien vielleicht mit London oder New York oder sonstwas verwechselt.
Robbie Williams Vorverkaufs-Kick_off, Wien, 19.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Selbstverständlich sind die eingefleischten Fans da, aber bei an die 0 Grad Temperatur ist aus dem Pulk kaum etwas zu hören. Alles steht stumpf und starr da und wartet auf den Start der Kartenverkaufs.
Robbie Williams Vorverkaufs-Kick_off, Wien, 19.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Wieviel werden es sein? Naja, schätzungsweise 1000 Leute. Kein Grund, an die 100-150 Sicherheitsleute, diverse Zettel- und Punsch- und Tee- und Kapperl- und Feuerzeug- und was sonst noch für -Austeiler auf den Platz zu jagen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war ein Kartenvorverkauf einfach ein Kartenvorverkauf. Man ging an nen Schalter und bekam seine Tickets. Ok, man musste sich vielleicht für das eine oder andere Event ein paar Minuten anstellen, und die Karten kosteten 300-400 Schilling für ein Open Air-Konzert im Stadion, und nicht 75 bis 100 Euro, aber das wars dann auch. Und so erfolgreich Mr. Williams auch sein mag, es haben schon bedeutendere Pop-Ereignisse die schlechte Akustik des Wiener Happel-Stadions gecheckt.
Robbie Williams Vorverkaufs-Kick_off, Wien, 19.11.2005; Foto: © Martin Bruny
Der Williams-Kick-off ist medienmäßig natürlich dennoch verwertbar. Mein Gott, man hat doch seine Tricks, dafür wird man doch bezahlt. Als die ersten Frierenden knapp nach 9:30 mit ihren Tickets aus dem abgesperrten Kick-off-Bereich traben, wird eifrig gefilmt, der “Regisseur” einer TV-Truppe gibt Anweisungen: “Geh jubelts noch ein bisserl, wir brauchen das noch einmal.” Und dann kreischen die Mädels halt, jo, wir sind jung und wir brauchen den Robbie. Es ist ein bißchen peinlich - aber nur vor Ort, denn wenn das Ganze dann auf Sendung geht, wird es ein Riiiisenerfolg gewesen sein.
Robbie Williams Vorverkaufs-Kick_off, Wien, 19.11.2005; Foto: © Martin Bruny

Barry Manilow: Ab in die 50er

In den einschlägigen Fanforen habens schon die Spatzen vom Dach gepfiffen. Barry Manilow und die 50er, das wird wohl eine neue CD ergeben. Einzelne Evergreens hat er schon länger in seine stets ausverkauften Las Vegas-Shows eingebaut - die CD erscheint nun tatsächlich Ende Januar 2006. “The Greatest Songs of the Fifties” ist auch wieder mal ein Wendepunkt in der Karriere des Adult Contemporary Music Stars Numero Uno. Nach fünf Jahren beim Jazz-Label Concorde landet er nun wieder im sicheren Hafen von Arista Records und … bei Clive Davis, also bei jenem Mann, der ihn entdeckt hat. Von einem Album mit den Evergreens der 50er kann man sich nun nicht gerade eine Rückkehr Manilows in die Pop-Charts erwarten, aber die hat er ohnedies schon Anfang der 80er des vorigen Jahrhunderts nach 25 Top 40 Pop-Hits abgeschrieben, und so schafft er vielleicht eine feine und stilvolle Reminiszenz an ein Zeitalter voller Melodien. Mehr wollen seine treuen Fans ohnedies nicht. Die Tracklist von “The Greatest Hits of the Fifties” liest sich zumindest mal vielversprechend:
“Moments To Remember”
“All I Have To Do Is Dream”
“It’s Not for Me To Say”
“It’s All in the Game”
“Young at Heart”
“Love Is a Many Splendored Thing”
“Are You Lonesome Tonight”
“Rags to Riches”
“Beyond the Sea”
“Unchained Melody”
“What a Difference a Day Makes”
“Sincerely/Teach Me Tonight” (medley)
“Venus”

Verkaufts mei Gwand, i fohr in Himmel oder die “Elisabeth”-Pseudo-Derniere

Dernieren sind für Theaterfans etwas ganz Besonderes. Das gilt nicht nur für das Musical, sondern auch für das Sprechtheater, für das Theater allgemein. In Dernieren, das ist bekannt, findet man zu einem Großteil Theaterverrückte, die die betreffende Produktion viele Male, oft Hunderte Male, gesehen haben. Es ist ein Abschied, der mit Begeisterung gefeiert wird und immer in Wehmut endet, und ja, geweint wird bei Dernieren nicht selten, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Es ist zu einem großen Anteil ein Haufen Irrer, der sich noch einmal versammelt, um gemeinsam die Magie zu erleben, ein Haufen Kunst- und Kulturbegeisterter, der noch einmal zur Gefühlskulisse wird, ohne die die Kulissen der Bühne nur ein Haufen Pappmaché und Metall blieben.
Gelten Premieren oft als Schickimicki-Events, für die man Prominenz braucht, um in die Schlagzeilen zu kommen, ist das bei Dernieren nicht wirklich der Fall. Hier ist alles gelaufen; sicher, Artikel in der Presse sind immer von Vorteil, aber Kartenvorverkauf muss keiner mehr angekurbelt werden. Namen von Promis sind nicht mehr nötig, um in irgendwelchen Klatschkolumnen Erwähnung zu finden. Es ist ein Abschiedsfest, bei dem man gemeinsam einer doch schönen Zeit “gedenkt”.
Anders im Fall von “Elisabeth”. Hier legt der Veranstalter scheinbar Wert darauf, zur Derniere am 4. Dezember 2005 Prominenz ins Theater an der Wien zu laden und, so vermutet man, große Kartenkontingente en gros & exklusiv zu verkaufen. Der allgemeine Kartenvorverkauf für die letzte Vorstellung von “Elisabeth” wurde nie eröffnet, die Show wurde vielmehr zur “Geschlossenen Veranstaltung” erklärt. Das kann man ganz nüchtern sehen, und vermutlich hat sich der für diese Entscheidung Verantwortliche etwas dabei gedacht. Vielleicht ist es aus buchhalterischen Gründen und zum Wohle des Geschäftsjahrs nötig, Gewinn zu lukrieren, wo es auch nur möglich ist.
Man kann das Ganze auch ein wenig weniger nüchtern sehen, man kann auch die Meinung vertreten, dass hier den Fans die Derniere geraubt wird. Natürlich ist das mit “Fans” immer so eine Sache. Mal liebt man sie, mal würde man sie am liebsten auf den Mond schießen. So manche Show wurde von allzu mitgerissenen Fans zur Farce zerschrien und zerjubelt, von den Exzessen und Gelagen am Bühnentürl gar nicht zu reden. Aber andererseits: Was wären Musicals ohne die hysterischen, ehthusiasmierten Musicalfans, die auch dann für Stimmung sorgen, wenn der Altersdurchschnitt im Saal bei 66 und das Stimmungsbarometer bei “Gähn” liegt. Natürlich verdient man nicht mit Leuten, die um 2,5 Euro die Stehplätze belagern, aber andererseits, wie ätzend leer ist ein Theater, wenn die “Fans” mal nicht da sind.
Ich muss gestehen, ich habe kein Verständnis für das Phänomen “Dernierenraub”. Ich habe keine Lust, um billige Restkarten zu betteln und dann in der Vorstellung zusehen zu müssen, wie in den ersten Reihen Baumeister einschlafen, Direktoren anderer Theater angewidert die Mundwinkel nach unten verziehen und Starlets sich bei ihren Begleitungen erkundigen, wer denn die arme Frau in Weiß eigentlich sei.
“Elisabeth” wird als das Musical in Wiens Theatergeschichte eingehen, das keine Derniere hatte. Das mag traurig sein, aber vielleicht passt es zur Story, denn auch der Habsburgerin blieb keine Zeit, in Würde Abschied von dieser Welt zu nehmen.

Hausverbot für SONY

SONYS viel umstrittener neuer Kopierschutz XCP für Musik-CDs erregt in den USA die Gemüter von so manchem Musikfreund. Legt man eine mit XCP geschützte CD in das CD-ROM-Laufwerk eines PCs, startet, so wird berichtet, eine verborgene Software, die vom User unentdeckt permanent das System überwacht, den Prozessor belastet und Schädlingen Tür und Tor öffnet.
Wir leben in Zeiten, in denen der PC als Arbeitsmittelpunkt akzeptiert wird, in Zeiten, da mobile Audio Devices als Standard angesehen werden. Walkman, iPod, USB-Sticks, Handys mit MP3-Funktion, … konzipiert, um immer und überall Musik genießen zu können. Warum kaufe ich mir eine “CD”? Ich kaufe sie mir, um die darauf abgespeicherten Daten hören zu “dürfen”. Worauf ich diese abgespeicherten Daten abhöre, muss dabei irrelevant sein. Ich kaufe, so würde ich meinen, eine Lizenz, mir die auf diesem Datenträger gespeicherten Daten anhören zu dürfen. Wie und wo ich das machen möchte, sollte mir überlassen bleiben. Wenn ich mir die CD auf meinem alten Kassettenrekorder am Klo anhören möchte, so sollte das doch niemanden kümmern, wenn ich mir dafür die Daten auf eine ausgeleierte Kassette ziehe, oder eben auf die Festplatte meines Laptops, meines PCs, meines iPods oder wo immer ich diese Daten haben möchte, so sollte das doch kein Problem darstellen.
Die Realität sieht so aus, dass wir in Zeiten leben, da Plattenfirmen sich erdreisten, ihre Kunden ununterbrochen mit wahrlich strunzdummen Werbespots bezüglich Raubkopierer zu belästigen, in Zeiten, da Sicherungssysteme eingeführt werden, die die Klangqualität beeinträchtigen, PCs zum Absturz bringen; auf manchen PCs sind kopiergeschützte CDs gar nicht abzuspielen. Ich kanns nicht mehr sehen. Ich will es nicht mehr sehen. Egal, welche DVD ich mir ausleihe, immer werde ich zu Beginn audiovisuell von irgendwelchen Werbespots vergewaltigt, die auf kindische und haarsträubende Weise darstellen, wie böse böse Raubkopierer sind und was alles Böses Böses mit ihnen passieren wird. Ja, Raubkopieren ist strafbar, WIR HABEN ES VERSTANDEN, aber irgendwann einmal muss Schluss sein. Ich habe wenig Lust, mir eine Lizenz fürs Klo zu kaufen, eine fürs Handy und dann noch eine fürs Bad. Ich will nicht neben einem Steuerberater noch einen Lizenzberater engagieren müssen, der mich berät, wie oft ich ein Musikfile brennen darf, ohne ins Kittchen wandern zu müssen.
SONY hat mit XCP eine Grenze überschritten. Wenn Musik-CDs dazu benutzt werden, Konsumenten auszuspionieren, Arbeitszeit oder Freizeit zu beeinträchtigen, indem Arbeitsgeräte oder Freizeitdevices gestört, in ihrer Leistung gemindert werden, dann ist Schluss mit lustig.
Man kann auf diverse Arten gegen SONYS Vorgehen protestieren. Beispielsweise, indem man Produkte dieser Firma nicht mehr kauft. Bei Amazon.com müssen Künstler, deren Produkte mit XCP geschützt werden, bereits dafür “büßen”. Amazon.com ist nicht zuletzt ein großer Kritiker-/Meinungs-Pool. Jeder Konsument ist eingeladen, seine Meinung zu den gekauften Produkten zu posten. XCP-geschütze CDs haben es derzeit nicht leicht. Neil Diamonds neue CD “12 Songs” beispielsweise erhält derzeit reihenweise schlechte Kritiken - und das nicht etwa, weil den “Kritikern” die CD nicht gefällt, nein, ausschließlich, weil sie mit XPC geschützt ist. Das liest sich dann zum Beispiel so:

This and other Sony CD’s have intentionally been infected with spyware by Sony. Avoid this and the following Sony/BMG CD’s:

Rey Anastasio, Shine (Columbia)
Celine Dion, On ne Change Pas (Epic)
Neil Diamond, 12 Songs (Columbia)
Our Lady Peace, Healthy in Paranoid Times (Columbia)
Chris Botti, To Love Again (Columbia)
Van Zant, Get Right with the Man (Columbia)
Switchfoot, Nothing is Sound (Columbia)
The Coral, The Invisible Invasion (Columbia)
Acceptance, Phantoms (Columbia)
Susie Suh, Susie Suh (Epic)
Amerie, Touch (Columbia)
Life of Agony, Broken Valley (Epic)
Horace Silver Quintet, Silver’s Blue (Epic Legacy)
Gerry Mulligan, Jeru (Columbia Legacy)
Dexter Gordon, Manhattan Symphonie (Columbia Legacy)
The Bad Plus, Suspicious Activity (Columbia)
The Dead 60s, The Dead 60s (Epic)
Dion, The Essential Dion (Columbia Legacy)
Natasha Bedingfield, Unwritten (Epic)

Schade auf der einen Seite, weil Neil Diamond nun mit Sicherheit nichts für SONYS Verkaufsstrategien kann, aber andererseits: BIG SONY is watching you, und protestieren kann doch so putzig sein.

Aus für “We Will Rock You”/Las Vegas

Nach rund 500 Vorstellungen fällt Ende November im Paris Las Vegas der letzte Vorhang für das Queen-Musical We Will Rock You. Das böse Wort mit dem großen F und dem kleinen lop nimmt man offiziell nicht zur Kenntnis. Es sei ja immer nur ein “limited engagement” geplant gewesen, und die Show würde nun noch besser und opulenter in Südafrika und der Schweiz inszeniert werden. Wie auch immer, mit dem Smash Mamma Mia! im Mandalay Bay/Las Vegas kann sich die Queen-Show nun mal leider nicht messen. Über einen Nachfolger von “We Will Rock You” kann derzeit nicht mal spekuliert werden.

Über 30 ungekürzte Autoren-Interviews in MP3 zum Herunterladen

Eileen Stiller und Wolfgang Tischer waren mit dem Mikrofon auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und sprachen mit bekannten und unbekannten Autoren, Verlagen und Lesern. Unter anderem mit: Roger Willemsen, Elke Heidenreich, den 7 Todsünden, Robert Gernhardt, Jess Jochimsen, Klaus Bednarz, Hans-Ulrich Treichel, Kirsten Fuchs, Harald Welzer und Manuel Andrack. Das Ergebnis kann man sich im Literatur-Cafe kostenlos herunterladen: über 30 Interviews - gratis.

Andrew Lloyd Webbers Theater-Monopoly

Andrew Lloyd Webber hat ein neues Spiel für sich entdeckt: “Theater-Monopoly”. Ab 30. November ist er alleiniger Herr und Gebieter einiger der schönsten historischen Bühnen Londons, als da wären: London Palladium, Theatre Royal, Drury Lane, Palace Theatre, Gielgud Theatre, Cambridge Theatre und New London Theatre. Beim Adelphi Theatre ist er lediglich Mitbesitzer. Für 87,5 Millionen Pfund erstanden dereinst sein Partner, Bridgepoint, und er diese Theater, nun ist Andrew einmal über Los gegangen. Bridgepoint wurde abgefunden - was diese Spielrunde Andrew gekostet hat, wir werden es wohl nie erfahren. Weitere 10 Millionen Pfund wird der Musical-Master in die Renovierung der Gebäude investieren. Webber im O-Ton:

The West End theatre plays a vital role in London’s life and I am totally committed to its future. I have pledged £ 10 m for the renovation and refurbishment of my theatres over the next five years. I am extremely proud to own such magnificent buildings.

Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg steuern mit “The Pirate Queen” den Broadway an

Lange hat man nichts vom Erfolgsteam Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg gehört, das mit “Les Misérables”, “Miss Saigon” und “Martin Guerre” Musicalgeschichte schrieb. “The Pirate Queen” heißt ihr neuestes Opus, und der Kurs scheint fix - der Hafen, den die beiden ansteuern, ist, wie man kaum anders erwarten kann, der Broadway (mit Zwischenstopp in Chicago).
Am 3. Oktober 2006 feiert “The Pirate Queen” in Chicagos Cadillac Palace Theatre Premiere. Frank Galati (”Ragtime” [Regie]) hat die Regie übernommen.
Eine Mischung aus Pop, Rock, Musical und irischer Volksmusik scheint es zu werden, mit der das Leben von Grace O’Malley (eigentlich: Granuaile O’Malley) (*1530 auf Clare Islands im Westen Irlands, ?1603, Todesort unbekannt) erzählt wird.

Grace O´Malley begeisterte sich schon als Kind für das Meer und die Navigation. So lernte sie von ihrem Vater, dem Führer eines irischen Clans, das Handwerk eines Seefahrers. Nach einer gescheiterten Zwangsehe beschloß Grace, das Erbe ihres Vaters anzutreten. Von dem Clan zum Häuptling gewählt, ernährte sie diesen mit gezielter und erfolgreicher Piraterie. Unter ihrem Kommando schuf sie einen einzigartigen Wohlstand für ihre Familie. Ausschlaggebend für ihre bis heute anhaltende Popularität ist nicht nur der Umstand, daß sie erfolgreich Kaperwirtschaft betrieb, sondern auch die Tatsache, daß sie gegenüber den Mannschaften der erbeuteten Schiffe Milde und Großmut walten ließ. Sie genoß schließlich den Status einer Nationalheldin. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil sie die irische Sache mutig gegen die englische Krone vertrat. Sie starb im hohen Alter als verehrter Clan-Chief an der Westküste Irlands.

Für die männliche Hauptrolle ist Musicalstar Colm Wilkinson im Gespräch. Nach 15 Jahren Broadway-Abstinenz könnte “The Pirate Queen” sein Comeback werden. Wilkinson kreierte im Jahrhundertmusical “Les Misérables” die Rolle des Jean Valjean in der Londoner und Broadway-Inszenierung. In Toronto gab er viereinhalb Jahre das Lloyd Webbersche Phantom, und er war in der “Highlight Album”-Fassung von Frank Wildhorns “Jekyll & Hyde” der Arzt und Dämon.

Premiere für “Christmas Dreams” - die märchenhafte Weihnachtsshow des Racino Dinner Varietés

Foto: © Alexander C. Wulz/MEC
Ab 25. November jeden Freitag, Samstag und Sonntag ab 19 Uhr 30 wird das Publikum des Magna Racino in einen zauberhaften Winterwald entführt und durch Engerl und Bengerl in weihnachtliche Stimmung versetzt.
Die seit Juni erfolgreich laufende Kreation des künstlerischen Leiters Gernot Kranner, eine einzigartige Mischung aus Gesang; Tanz und Akrobatik, wird “weihnachtlich eingekleidet”. Die Geschichte rankt sich durch eine phantasievolle Weihnachtstraumlandschaft, dargeboten wird sie durch die Artistengruppe “Novabatics” (bekannt aus dem Cirque du Soleil und Palazzo) mit ihren atemberaubenden Akrobatiknummern und den Top-Musicalstars Lana Gordon, Aris Sas und Ramesh Nair.
Begleitet werden die Akteure von einem großartigen internationalen Tanz- und Gesangsensemble, das sie mit den schönsten Weihnachtsliedern unterstützt. Ein dreigängiges Gourmet-Menü rundet den Abend ab.
Auf Grund der großen Nachfrage an der bis 31. Dezember laufenden Wintershow sind nur mehr Restkarten erhältlich, diese sind unter 02254 9000 1400 zu bestellen.
[Racino Dinner Varieté - Christmas-Dreams/Premiere 25.11.2005/Magna Racino/Racino Platz 1/2483 Ebreichsdorf/Beginn 19:30/Einlass 18:30/Eintrittspreis incl. Menü und Begrüßungscocktail und Wettgutscheinen; 59,–]