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Archiv - April, 2010

Fundstücke und Vorschläge: Abstruses und Kurioses, von Uwe Kröger bis Professor Udo Jürgens

Zuallererst Nachschub für all die treuen Leserinnen aus der Sparte Uwe-Kröger-Maniac: Man kann eine klitzekleine Dosis UK jetzt online sehen. Das Performing Center Austria hat in der Rubrik “Webvideos” den in der ORF-Sendung “Frühlingszeit” gesendeten Beitrag “Audition für die Profiausbildung” online gestellt, und just an dem Tag, als der erste Teil dieser Doku ausgestrahlt wurde, war Uwe Kröger zu Gast. Reinschauen lohnt sich. Zum Video gehts –> hier

iphone.jpgFür alle, die eher als Außenstehende am Phänomen UK interessiert sind, ein Blick in die Merchandising-Ecke seines Managements: In der Annahme, dass der typische Kröger-Fan stylish, iPhoneaffin und betucht ist, gibt es ganz spezielle Devotionalien Marke Fechter:

So zum Beispiel eine iPhone-Hülle um geschenkte 79 Euro oder ein Hoodie um 99 Euro. Super Sache, nur, fehlt da zwischen den Ziffern nicht ein Komma? Und wäre die für Hoodies gebräuchliche alternative Bezeichnung Bunnyhug nicht noch treffender?

hoodie.jpgInteressant ist es ja, dass ausgerechnet Hoodies in den Shop Eingang gefunden haben, in allen Größen, von XS über S, M, L bis zu XL. Wikipedia erklärt das plausibel:

Angela McRobbie, professor of communications at Goldsmiths College in the UK, says the appeal of the hoodie is because of its promise of anonymity, mystery and anxiety. “The point of origin is obviously black American hip-hop culture, now thoroughly mainstream and a key part of the global economy. Leisure and sportswear adopted for everyday wear suggests a distance from the world of office suit or school uniform. Rap culture celebrates defiance, as it narrates the experience of social exclusion. Musically and stylistically, it projects menace and danger as well as anger and rage. The hooded top is one in a long line of garments chosen by young people, usually boys, to which are ascribed meanings suggesting that they are ‘up to no good’.” [Quelle: Wikipedia]

Da hat Herr Fechter also die klassische Zielgruppe im Auge: All die Jungs, die vor den Bühnentürln jeden Abend auf Uwe Kröger warten. Zum Fanshop gehts –> hier

musicalforever2.jpgMittlerweile tröpfeln auch die News in Sachen “Musical Forever 2″ ein. Das Abschiedskonzert für Caspar Richter geht am 27. Juni 2010 über die Bühne des Etablissement Ronacher. Die Bezeichnung “Musical Forever 2″ scheint anzudeuten, dass es sich um eine Fortsetzung der “Musical Forever”-Konzertserie aus dem Jahre 2007 handeln dürfte. Sehen wir uns mal die Liste der Musicals an, aus denen die Produzenten der Show wählen werden:

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

JESUS CHRIST SUPERSTAR
THE PRODUCERS
RUDOLF

Zum Vergleich die Auswahlliste von “Musical Forever 1″

LES MISERABLES
PHANTOM DER OPER
FREUDIANA
ELISABETH
BEAUTY AND THE BEAST
MOZART!
JEKYLL & HYDE
ROMEO & JULIA
REBECCA
TANZ DER VAMPIRE

CATS
JOSEPH
BERNSTEIN-Medley
KUSS DER SPINNENFRAU
GREASE
CATCH ME IF YOU CAN
CHICAGO
A CHORUS LINE
POP-Medley

Neu also mit dabei Songs aus “Jesus Christ Superstar”, “The Producers” und “Rudolf”. Kann man nur hoffen, dass es tatsächlich ein “Teil 2″ wird und kein bloßes Remake mit dem Ewiggleichen.

Ein bisschen Abwechslung könnte schon eine pfiffige Sänger- bzw. Liedauswahl bringen. Noch wissen wir nicht, wer in der Show auftreten wird, aber gehen wir mal davon aus, dass wir alles, was derzeit bei den VBW unter Vertrag ist, zur Verfügung haben. Dann wäre es sicher recht interessant, alle drei “Alfreds” aus “Tanz der Vampire” gemeinsam auf der Bühne zu sehen, ebenfalls die drei Grafen, wie sie miteinander oder bisweilen auch gegeneinander singen. Das unkaputtbare “Cats” scheint zwar nicht mehr dabei zu sein, aber wenn einer noch “Mondlicht” singen sollte, dann Lukas Perman, das hätte was. “Die unstillbare Gier” hätte ich gern in einer Version von Alexander Goebel und “Ich gehör nur mir” sollte Drew Sarich bringen. Für die Damen würde sich ähnlich Ungewohntes anbieten.

Scheinbar nicht bei “Musical Forever 2″ dabei: die Evergreens von Professor Udo Jürgens. Wir vergießen eine Runde Tränen, gerade sein “Ich war noch niemals in New York würde doch sicher für eine Bärenstimmung sorgen.
erwarnochiemalsinnewyork.jpg

Weihnachten beginnt jetzt: Performing Center Austria castet für “XMAS-GIFT” 2010

Foto: Martin Bruny

Eine Ausbildung zum “Musicalstar” gibts nicht, eine Garantie für eine Karriere als Musicaldarsteller schon gar nicht - wer aber die Absicht hat, sich beruflich im Genre Musiktheater zu verwirklichen oder ein ausfüllendes Hobby ebenda zu suchen, dem bietet sich jetzt die Möglichkeit eines ersten Einstiegs. Für seine alljährliche Weihnachtsproduktion castet das Performing Center Austria am 13. Mai 2010 hoffnungsvolle Nachwuchstalente.

Foto: Martin Bruny

Viele Darsteller der letzten zehn Weihnachtsproduktionen des Perfoming Center Austria konnten ihre Bühnenerfahrungen als Sprungbrett für spätere Karrieren nutzen. Linda Geider, Birgit Wanka und Georg Prohaska sind drei aktuelle Beispiele. Sie sind derzeit in der Udo-Jürgens-Revue „Ich war noch niemals in New York“ im Raimund Theater zu sehen, nachdem sie bereits in zahlreichen Musicals in Deutschland im Einsatz waren. Alle drei spielten vor Jahren bei einem der “XMAS”-Projekte des Performing Center Austria im Theater Akzent zum ersten Mal Hauptrollen und entschlossen sich danach – sehr erfolgreich - für eine Bühnenkarriere.

Foto: Martin Bruny

In jedem Fall ist für Kinder die Beschäftigung mit dem Musiktheater ein wunderschönes, gesundes und persönlichkeitsförderndes Hobby. So manches tanzbegeisterte Kind zeigt bereits früh den Willen und das Potential, einmal im Rampenlicht zu stehen. Nachwuchstalente die „echte“ Bühnenluft schnuppern wollen und zwischen 10 und 18 Jahre alt sind, haben die Möglichkeit, ihr Können am 13. Mai, ab 9 Uhr, im Performing Center Austria bei der Audition für das diesjährige Weihnachtsmusicalprojekt „XMAS-GIFT“ zu zeigen.

Foto: Martin Bruny

Mitglied der “XMAS”-Company zu sein, bedeutet das Einstudieren eines gesamten Musicals mit durchgehender Handlung. Dementsprechend werden jetzt in einem ersten Schritt bestimmte Charaktere für die im Buch vorgegebenen Rollen gecastet. Vorkenntnisse in Tanz sowie eine gewisse darstellerische Präsenz sind hilfreich und erwünscht. Innerhalb von drei heißen Sommerwochen wird die Hauptprobenzeit für eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte stattfinden, die dann kurz vor Weihnachten ihre Premiere erlebt.

XMAS GIFT – AUDITION
am 13. Mai 2010 ab 9:00 Uhr im Performing Center Austria, Zieglergasse 7; A-1070 Wien; Tel.: 01/523 56 56
Weitere Infos –> hier
Anmeldeformular –> hier

Und es sprach Maik Klokow

“Cats” ist die Mutter aller Musicals. [Maik Klokow im Interview mit WELT ONLINE am 20. April 2010]

Und die Griesnockerlsuppe ist die Mutter aller Suppen.

Wien: “Tanz der Vampire”-Gesamtaufnahme 2010: Liver gehts ja gar nicht!

Interessante Antworten hat eine simple Frage hervorgerufen, die sich der Kultur-Channel unlängst gestellt hat, nämlich, ob es sich denn bei der bald erscheinenden Castaufnahme der “neuen Wiener Fassung” von “Tanz der Vampire” um eine “Live-CD” handelte.

Die Reaktionen reichten von der Frage, ob man denn überhaupt noch eine Castaufnahme braucht bin hin zu Mails von besorgten Verkäufern, die jetzt gar zahllose Mehrarbeiten befürchten, wenn nun durch den Kultur-Channel verunsicherte KäuferInnen sich en masse per Mail oder Telefon erkundigen würden: “Ist sie LIVE?”. Eine Richtigstellung wäre vonnöten. Sorry, es gibt nichts richtigzustellen, so, wie der Beitrag formuliert und gemeint war.

In aller Bescheidenheit waren wir uns hier in Wien auch gar nicht bewusst, derartige Wellen zu schlagen mit der simplen Frage: Live oder nicht live? Oder um es mit Herbert Grönemeyer zu formulieren: Ab wann ist ein Live-Mitschnitt live?

Nun, die Antwort auf die gestellte Frage ist befriedigend und unbefriedigend zugleich. Fast neun Monate sind seit jenem Termin vergangen, an dem Vorstellungen von “Tanz der Vampire” im Wiener (Etablissement) Ronacher LIVE mitgeschnitten wurden. Eine lange Zeit. Die Väter nennen das Baby nun “Live”, und so wird es in den offiziellen Dokumenten vermerkt werden, egal, was in diesen neun Monaten alles passiert ist.

Was ist in den neun Monaten geschehen? Eine interessante Frage. Oder, wie es eine Leserin dieses Blogs wohl ausdrücken würde: scheißegal. In diesem Sinne: Gutes Geschäft!

Wien: “Tanz der Vampire”-Gesamtaufnahme 2010: Live?

Auf Mitte Mai 2010 wurde der Erscheinungstermin der Gesamtaufnahme der “neuen Wiener Fassung” von Jim Steinmans “Tanz der Vampire” verlegt. Interessanterweise ist das Wörtchen “live” auf den Sites der Vereinigten Bühnen Wien in Bezug auf diese Doppel-CD nicht (mehr) zu finden, wohl aber auf einer Site eines “Verkäufers”, den wir nicht näher benennen wollen. Auch auf dem Cover der Cast-Doppel-CD ist nicht vermerkt, dass es sich um eine Liveaufnahme handelt. (–> VBW)

Kultursommer Schloss Wolkersdorf zeigt “Offene Zweierbeziehung”, Alexander Goebel, Erich Schleyer u. v. a.

Mit einer ganzen Menge an interessanten Shows wartet der Kultursommer Schloss Wolkersdorf in diesem Jahr auf.

Erich Schleyer
tritt am 15. August mit seinen “Verschleyerte Geschichten” lesend auf, Josefstadt-Legende Otti Schenk zeigt am 24. Juli sein aktuelles Programm “Das Allerbeste zum 80. Geburtstag” und Alexander Goebel sorgt am 23. Juli für “Gute Gefühle” mit Hits und Schlagern aus vergangenen Jahrzehnten.

Uriges zaubert Roland Neuwirth mit seinen Extremschrammeln “Aus’n Huat”: Der Philosoph des Wienerliedes spielt alte und neue Lieder aus den mittlerweile 35 Jahren seiner Karriere. Mit “This isn’t it” feiert auch Alf Poier ein Bühnenjubiläum: Fünfzehn Jahre betreibt er seine klamaukhafte Publikumsverstörung nun schon sehr erfolgreich. Gery Seidl und Joesi Prokopetz treten am 6. August auf und “Die Echten” feiern am 20. August eine “Abschiedstour oder Aufbruch in die neue Welt”.

Eine “Musicalgala” geht am 27. August über die Bühne des Kultursommers - mit Martin Berger, Reinhard Reiskopf, Hannes Wiesinger und Lisi Heller.

wolkersdorf2010.jpg

Auf dem Gebiet des Schauspiels bietet der Kultursommer 2010 die “Offene Zweierbeziehung”, eine Tragikkomödie von Dario Fo, inszeniert von Thomas Smolej, einem Stammmitglied des Kabarett Simpl. Dazu hat sich der Regisseur den Paradekomiker Christoph Fälbl und als Gegenspielerin und leidgeprüfte Ehefrau die um nichts weniger witzige Angelika Niedetzky eingeladen. Vor dem romantischen Hintergrund des Schlosses Wolkersdorf werden die Funken sprühen.

Handlung
Die Farce “Offene Zweierbeziehung” dreht sich um’s Eheleben. Sie wird retrospektiv von Antonia, einer leidgeplagten Ehefrau, erzählt, die sich gleich in der Eröffnungsszene umbringen will. Grund ihrer Suizidabsichten: das wiederholte Fremdgehens ihres geliebten Ehemannes. Nach und nach enthüllt sich die komplette Geschichte rund um das Paar, die damit begann, dass sich Antonia überreden ließ, eine offene Zweierbeziehung zu führen. Der Haken an der Sache: Die Zweierbeziehung ist in Wirklichkeit nur nach einer Seite hin “offen”. Während die Ehefrau versucht, die Art einer derartigen Beziehung zu akzeptieren und gleichzeitig in der ihr angestammten Rolle der Mutter und Gattin zu bleiben, kostet der namenlose Ehemann die Situation voll aus. Doch das soll nicht so bleiben: Die eifersüchtige Ehefrau, die anfangs noch sehr leidet, beginnt sich zu verändern und neue Ziele zu setzen. Dies ist wiederum dem Mann nicht recht, weil der sich eine offene Zweierbeziehung anders vorgestellt hat …

Aufführungstermine: 30.7., 31.7., 5.8., 8.8., 13.8., 14.8.
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: € 24
Tickets –> hier

Zur Website des Kultursommers Schloss Wolkersdorf gehts –> hier
Zur Premierenkritik der “Offenen Zweierbeziehung” –> hier

SONY veröffentlicht Live-Mitschnitt von “Ich war noch niemals in New York”

iwoanonuemoisinniujoarg.jpgDas österreichische Live-Album der Wiener Produktion von “Ich war noch niemals in New York” (Aufnahme aus dem Wiener Raimund Theater), einer Revue mit Liedern von Udo Jürgens, erscheint am 30. April 2010 bei Sony Music Entertainment in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) als Premieren-Mitschnitt.

Am 30. April 2010, dem Tag der Veröffentlichung, findet eine Autogrammstunde mit Ann Mandrella, Hertha Schell, Andreas Lichtenberger und Peter Fröhlich von 15 bis 16 Uhr im EMI Music Store im 1. Wiener Gemeindebezirk (Kärntnerstraße 30) statt.

Tracks
01 Ouverture
02 Vielen Dank für die Blumen
03 Alles, was gut tut
04 Ich war noch niemals in New York
05 Ich war noch niemals in New York „Traumsequenz“
06 Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff
07 Wie könnt’ ich von dir gehen
08 Siebzehn Jahr, blondes Haar
09 Schöne Grüße aus der Hölle
10 Mit 66 Jahren
11 Immer wieder geht die Sonne auf
12 Vater und Sohn
13 Ein ehrenwertes Haus
14 Merci, Cherie
15 Ich weiss was ich will
16 Griechischer Wein
17 Bleib’ doch bis zum Frühstück
18 Wie könnt’ ich von dir gehen
19 Aber bitte mit Sahne
20 Gib mir deine Angst
21 Was wichtig ist
22 Heute beginnt der Rest Deines Lebens
23 Mega Mix

Ich war noch niemals in New York/VÖ: 30.04.10/88697680162

Theater Akzent: Broadway Company - “The Road To Fame”

29. Mai 2010
19:30bis21:30

Theater Akzent: Broadway Company - “The Road To Fame”

Vorstellungstermine
Samstag, 29. Mai 2010 14:30 Uhr, 19:30 Uhr
Mittwoch, 2. Juni 2010 10:00 Uhr, 19:30 Uhr

Handlung
An der weltberühmten New Yorker “School of Performing Arts” werden nur die talentiertesten StudentInnen aufgenommen. Der Alltag ist nicht immer leicht: Mit viel Hingabe und harter Arbeit kämpfen die jungen Nachwuchstalente darum ihren Traum von Ruhm und Erfolg verwirklichen zu können. Geplagt von Selbstzweifel und dem Erwachsenwerden, aber motiviert durch neuen Freundschaften und Erfolgen meistern die Jugendlichen ihren Trainingsalltag.
So abwechslungsreich wie ihr Alltag gestaltet sich auch die Musikauswahl des Stücks: Bekannte Musical Hits sind ebenso zu hören wie moderne Songs von Queen, Beyoncé, Amy Winehouse, Britney Spears oder Lady Gaga.
Begleiten Sie die DarstellerInnen auf ihrem Weg zum Erfolg! Ob TänzerIn, SängerIn oder MusikerIn, auf der Bühne wird aus jedem schwachen Licht ein leuchtender Stern! Wer fest an sich glaubt wird auch bestehen - Don’t Dream It. Be It!

Leading Team
Künstlerische Leitung: KrisTina Decker
Choreographien: KrisTina Decker, Wei-Ken Liao, Petra Böhm
Musikalische Leitung: Robert Chionis
Gesang: Chanda Vanderhart, Robert Chionis
Buch: Robert Chionis
Regie: KrisTina Decker, Maria Gabler
Idee: KrisTina Decker

Aufführungsort
Theater Akzent
Theresianumgasse 18
1040 Wien

Kartenbestellung
Theater Akzent
Argentinierstraße 37
1040 Wien
Telefon:+43 1 501 65/ 33-06
Fax: +43 1 501 65/ 33-99
www.akzent.at

Nähere Infos –> hier

Burg Forchtenstein: Ritter Roland rastet aus Oder: Das Geheimnis des verschwundenen Totenschädels

10. Juli 2010
11:00bis13:00

Burg Forchtenstein: Ritter Roland rastet aus Oder: Das Geheimnis des verschwundenen Totenschädels

Nach einer Idee von Christa Prets und Gerhard Krammer
Text: Markus-Peter Gössler, 

Musik: Gerhard Krammer
Regie: Angelika Messner

Die Vorstellungen finden an den Veranstaltungstagen jeweils um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr statt.
(Zusatztickets für Musical erforderlich. HIER geht’s zu den Tickets)

Inhalt
Weil sie den Unterricht zum wiederholten Mal gestört hat, wird das Mädchen Angelica, von allen liebevoll Ändschä genannt, dazu verdonnert, einen besonders entlegenen und deshalb besonders verstaubten Winkel der Schulbücherei auf Vordermann zu bringen. Zu ihrer großen Überraschung muss sie feststellen, dass sie über ein, ihr bis dahin verborgen gebliebenes, Talent verfügt: sie kann mit einem Buch sprechen. Und eben diesem Buch gelingt es tatsächlich, Ändschä zu etwas zu bewegen, was diese seit guten zehn Jahren nicht mehr getan hat: sie öffnet das Buch. Womit unsere Heldin nicht gerechnet hat, ist, dass es das Portal zu einem Paralleluniversum ist. Ändschä will rasch das Weite zu suchen. Doch zu spät: sie wird ohnmächtig.
Als Ändschä wieder zu sich kommt, wird sie von Joseph, einem sprechenden Totenschädel willkommen geheißen, dessen Stimme ihr sofort bekannt vorkommt: Es war die Stimme aus dem Buch! Joseph hat sie in das Reich des Roland, eines ebenso cholerischen, wie geistig verlangsamten Ritters gelockt, aus Gründen, die er unserer Heldin nicht offenbaren will. Alles was er ihr verrät ist, dass sie ihm dabei helfen wird, seinen größten Wunsch erfüllt zu bekommen. Dafür müsse sie nur mit ihm zur Zauberin Alcina gehen, die auch die einzige Chance für Ändschä darstellt, da sie alleine die Macht hat, „Gäste“ wieder aus dem Reich zu zaubern. Ändschä willigt ein, doch bevor die beiden ihre Reise zu Alcina antreten können, müssen sie noch den Ritter Roland aufsuchen, um ihn ihre Anwesenheit zu melden.
Auf dem Weg zu Alcina wird plötzlich Medoro, der Schulstreber in die Parallelwelt und Ändschä und Joseph geschleudert. Ändschä ist nicht sonderlich von Medoros Anwesenheit begeistert, trotzdem machen sich alle drei auf zur Zauberin.
Und schon bahnt sich neuer Ärger an: Ritter Roland läuft ihnen über den Weg und fordert Medoro zum Duell auf Leben und Tod. Wird es den dreien gelingen, dieser Gefahr zu entkommen? Und werden sie den Weg zur Zauberin Alcina finden?

Besetzung
Eva Klikovics, Marco Herse Foti, Victor Kautsch, Helmut Schuster, Peter Neustifter, Anna Behne

Schloss-Spiele Kobersdorf 2010: Ein Sommernachtstraum

6. Juli 2010
20:30bis23:30

Schloss-Spiele Kobersdorf 2010: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
Spielzeit: Dienstag, 6. Juli (Premiere) bis 1. August 2010
Premiere – Dienstag, 6. Juli 2010, Beginn: 20:30 Uhr, Schloss Kobersdorf

Ein Sommernachtstraum (”A Midsummer Night’s Dream”) entstand, neueren Datierungen zufolge, zwischen den Jahren 1584 und 1587. Das Stück ist durchzogen von damals aktuellen Anspielungen auf Königin Elisabeth I. Die Figuren und Motive sind unterschiedlichen literarischen Vorlagen entlehnt: Theseus und Hippolyta entstammen Plutarchs Parallel-Biografien großer Griechen
und Römer. Die zwei um eine Frau streitenden Männer finden sich in Geoffrey Chaucers Canterbury Tales. Von der tragischen Liebe zwischen Pyramus und Thisbe berichtet Ovid in seinen Metamorphosen. Der tierische Liebhaber Zettel ist an die erotischen Abenteuer des Helden im Goldenen Esel des Apuleius angelehnt. Die Feenkönigin Titania wurzelt in Edmund Spensers The Faerie
Queene. Der Zwerg Oberon ist aus der französischen Dichtung über Huon de Bordeaux bekannt. Und der Kobold Puck treibt sein Unwesen in den englischen Volkssagen. Sie alle finden im Sommernachtstraum zu einer völlig neuen, ebenso fantastischen wie lebensnahen Geschichte zusammen, die variantenreich vor allem Eines erzählt: dass fundamentalen Gefühlen – wie der Liebe, der Panik, dem Hass und der Eifersucht – mit dem Intellekt nicht beizukommen ist.
Herz und Hirn, Hosenschlitze und Hormone, Hingabe und Hintergedanken, Hitzköpfe und Heiratspläne, Handwerker und Hauptdarsteller: Alles spielt in dieser Sommernacht verrückt. Jede Kontrolle ist in diesem wahnsinnigen Wald des Irrationalen aufgegeben. Zu begreifen ist nichts mehr, nur noch zu erleben. Das Unbewusste bricht sich Bahn und schleudert die Beteiligten in einer Achterbahn der Gefühle zwischen Himmel und Hölle hin und her. Die Verliebten, völlig verunsichert, verletzen und werden verletzt. Verzweiflung und Verzückung liegen messerscharf beisammen. Und je verbissener das Liebesglück erkämpft wird, umso komischer erscheint einem Kobold das ganze Durcheinander. Das große Pathos ewiger Liebe gerät am Ende ausgerechnet der schauspielernden Handwerkertruppe zur ungewollten Parodie. Zum Lachen ist dabei vor allem der Spiegel, den die etwas unbeholfene Geschichte von Pyramus und Thisbe den selbstgerechten Wohlstandspaaren vors Gesicht hält. In ihrer närrischen
Ernsthaftigkeit bewahren ausgerechnet die künstlerisch tätigen Arbeiter vor allen anderen ihre Würde.

Besetzung
Heinrich Baumgartner: Oberon
Wolfgang Böck: Don Theo
Gerhard Essler: Egeus/Wand
Thomas Freudensprung: Schlucker/Philostrat
Eugen Hamel: Schnauz/Mond
Maddalena-Noemi Hirschal: Helena
Hannah Hohloch: Hippolyta
Gerhard Kasal: Zettel/Pyramus
Wolfgang Klivana: Flaut/Thisbe
Andrea Köhler: Puck
Gunda König: Schnock/Löwe
Eva Maria Marold: Titania
Christoph Schechinger: Demetrius
Johannes Seilern: Squenz/Prolog
Angela Šmigoc: Hermia
Markus Westphal: Lysander

Inszenierung: Werner Prinz
Bühnenbild und Lichtgestaltung: Erich Uiberlacker
Kostüme: Gerti Rindler-Schantl
Choreographie: Jean-Loup Jordan
Dramaturgie: Oliver Binder
Produktionsleitung: Karin Gollowitsch

Premiere: Dienstag, 6. Juli 2010, Beginn: 20:30 Uhr, Schloss Kobersdorf
weitere Vorstellungen - Beginn: 20:30 Uhr
8., 9., 10., 11., 15., 16., 17., 18., 22., 23., 24., 25., 29., 30., 31. Juli 2010
1. August 2010
Busfahrten Wien–Kobersdorf–Wien
Freitag: 9. und 23. Juli 2010, Samstag: 17. und 31. Juli 2010
Abfahrt ab Wien: 17:45 Uhr
Anmeldung und Information: Blaguss Reisen Wien, Tel. +43 (0)1 501 80-150

Kartenpreise 24 €-44 €
Kartenservice und Information: Büro der Schloss-Spiele Kobersdorf: Glorietteallee 1, 7000 Eisenstadt
Telefon +43 (0)2682 662 11, Fax +43 (0)2682 662 11-14
E-Mail: schloss-spiele@kobersdorf.at, www.kobersdorf.at

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