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Archiv - September, 2005

GlobalVision Records: Frank Wildhorns brandneues Plattenlabel am Start

Frank Wildhorn, Komponist (”Jekyll & Hyde”, “The Scarlet Pimpernel”, “The Civil War” & “Dracula”), und Jeremy Roberts, Musical Director, sind mit GlobalVision Records, einem brandneuen Plattenlabel, an den Start gegangen.
Was darf man sich von GlobalVision Records erwarten? Nun, vor allem Aufnahmen zeitgenössischer Musicals. Die ersten Projekte sind bereits fixiert. Die erste CD, die man auf den Markt bringen will, ist ein brandneues Konzept-Album von Frank Wildhorns Musical “Jekyll & Hyde”, das derzeit als Tourproduktion mit Rob Even in der Hauptrolle durch die USA tingelt.
In der Planungsphase befindet sich ein Konzeptalbum von Frank Wildhorns (& Leslie Bricusses) Musical “Cyrano der Bergerac”. Die Show wird 2006 in London seine Premiere feiern. Bereits finalisiert ist das Konzeptalbum von Wildhorns “Dracula”, ein Veröffentlichungsdatum steht da noch aus.

Oh du mein geschlechtsneutrales Vaterland

In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Die Bundesregierung möge beschließen, in der österreichischen Bundeshymne den Begriff “Vaterland” durch “Heimatland” zu ersetzen. So wird der Antrag natürlich nicht wortwörtlich lauten, der dazu führen wird, dass alle Worte, Begriffe, die auch nur einen Touch von “Sexismus” (Vaterland, Bruderchöre, Söhne) beim Rezipienten auslösen könnten, getilgt bzw. neutralisiert werden.
Um sich so etwas auszudenken, bedarf es zunächst mal einer Unterstellung. Man unterstellt, die Autorin der Bundeshymne, Paula von Preradovic, habe es einfach nicht besser gewusst … oder unterstellt man ihr, sie habe absichtlich diese “benachteiligenden” Formulierungen verwendet? Oder lässt man es einfach gut sein und unterstellt nichts. Ist es so, dass man zu der Auffassung gelangt, die zu verändernde Bundeshymne sei ein Produkt ihrer Zeit, nun aber seien [Gott sei Dank] andere [geschlechtsneutrale] Zeiten angebrochen … und selbst wenn, wohin führt uns das? Ist die Bundeshymne ein Gebrauchstext, ein Text wie die Verkehrsordnung oder die Anleitung zur Verfassung wissenschaftlicher Arbeiten, die man beliebig den sich wandelnden Zeiten anpassen kann, oder aber ist die Bundeshymne ein literarisches Kunstwerk, das zumindest einen Funken Respekt verdient hat.
Ist die Zeit für Hymnen nicht vielleicht auch schon vorbei, sollten wir nicht einfach am Kamm blasen oder betroffen bei jeder sich bietenden Gelegenheit schweigen?
Der neue Text der österreichischen Bundeshymne ist zumindest für mich inakzeptabel. Hände weg von der Literatur!
Die österreichische Bundesregierung, sie möge beschließen, sich um die wirklich drängenden Probleme dieses Landes zu kümmern, wie Arbeitslosigkeit und Armut!

Die Vereinigten Bühnen Wien bitten zum Naschmarktfest

Das Naschmarktfest, der traditionelle “Tag der offenen Tür” der Vereinigten Bühnen Wien in und um das Theater an der Wien, fand heute begeisterten Anklang bei den Wiener Musicalfans.
Theater an der Wien; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Die Bühnenführungen im Theater an der Wien waren voll ausgebucht, auch die zahlreichen Workshops, angefangen von Schminkkursen, über Percussionworkshops bis hin zu Tanzblitzkursen waren dem Ansturm kaum gewachsen.
Peter Faerber; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Peter Faerber, einer der vielen Stars der VBW, skizzierte auf der Bühne des Theater an der Wien die Erfolgsgeschichte des Hauses, erläuterte die technischen Möglichkeiten des Theaters und, mit einem Hinweis auf eine Detailzeichnung des Eisernen Vorhangs, bot er auch einige Hinweise, was die Zukunft dieser Spielstätte betrifft.
Mozart auch auf dem Eisernen Vorhang; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
2006 lässt sich das knapp zusammenfassen: Mozart, nichts, nichts andres. Der langjährigen Tradition als eines der ersten Musicalhäuser Europas wurde der Garaus gemacht. Nach dem Mozart-Jahr 2006 wird das Haus nur mehr der Oper gewidmet sein. So wollen das die Kulturverantwortlichen dieser Stadt, so wurde es beschlossen, so wird es umgesetzt. Eines freilich bleibt: die Hoffnung auf ein baldiges Revival des Theater an der Wien als Musicalbühne.
Das Elisabeth-Ensemble; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Im Anschluß an die Bühnenführung bot das Ensemble des Erfolgsmusicals “Elisabeth” die Szene “Milch”.
Das Elisabeth-Ensemble; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Das Elisabeth-Ensemble; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Auf einer Showbühne neben dem Theater traten die Stars der beiden VBW-Produktionen “Elisabeth” und “Romeo & Julia” mit Ausschnitten aus den beiden Shows auf.
Mate Kamaras & Maya Hakvoort; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Mate Kamaras & Maya Hakvoort; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Mate Kamaras & Maya Hakvoort; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Mate Kamaras & Maya Hakvoort, Luzia Nistler & Fritz Schmid; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Lukas Perman; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Marjan Shaki; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005
Carin Filipcic; Pic: Martin Bruny, 24.9.2005

Lukas Perman: Red-Nosed Romeo am Wiener Stephansplatz

Lukas Perman; Foto: Martin Bruny, 17.9.2005
Der verregnete und trübe Nachmittag des 17. September 2005 stand am Wiener Stephansplatz ganz im Zeichen der “Rote Nasen Clowndoctors“.
Lukas Perman; Foto: Martin Bruny, 17.9.2005
Zahlreiche Künstler haben sich für dieses Event, das dem Wetter zum Trotz jede Menge gute Laune in den Zuschauerbereich zauberte, zur Verfügung gestellt, unter anderem auch der Hauptdarsteller der Wiener “Romeo & Julia”-Inszenierung Lukas Perman. Er präsentierte gegen 15:30 zwei Songs aus seiner ersten Solo-CD “Hier im Jetzt”.
Lukas Perman; Foto: Martin Bruny, 17.9.2005
Lukas Perman ist natürlich auch auf der brandneuen “Deutschsprachigen Gesamtaufnahme” des Musicals “Romeo & Julia” zu hören. Die äußerst gelungene Aufnahme macht Lust auf mehr und gleichzeitig aufmerksam darauf, dass ein Livemitschnitt dieses Musicals wohl die bessere Alternative gewesen wäre. Vieles der atemberaubenden Stimmung, die Abend für Abend die Bühne des Raimundtheaters zum Beben bringt, kann mit einer Studioaufnahme nicht eingefangen werden.
Lukas Perman; Foto: Martin Bruny, 17.9.2005
Das Booklet wiederum trägt auch nicht viel dazu bei, die Fantasie der Hörer zu beflügeln. Nur ein Bild der beiden Hauptdarsteller, sonst keine optischen Eindrücke der gerade auch ihrer Optik wegen gelobten Inszenierung ist einfach zu wenig. Fazit: Eine äußerst gelungene Aufnahme, aber den ganz großen Wurf hat man nicht gewagt.
Lukas Perman; Foto: Martin Bruny, 17.9.2005

Aris Sas, Jana Werner, Ramesh Nair & Lana Gordon - Die neuen Zugpferde im Magna Racino Musical-Rennen

Aris Sas & Jana Werner; Pic: MEC/Alexander Ch. Wulz
Das Racino Dinner Varietè geht in die Verlängerung. Der künstlerische Leiter des Racino, Gernot Kranner, selbst erfolgreicher Schauspieler, Entertainer und Regisseur, schuf mit “Sommernachtsträume” eine Komposition aus Gesang, Tanz und Akrobatik, ganz in der alten Kunst des Varietés. “Selbstverständlich wollten wir die Varietéform weiter entwickeln und subtiler machen, als die zur Zeit gängigen Nummershows”, sagt Kranner.
Lana Gordon & Ramesh Nair; Pic: MEC/Alexander Ch. Wulz
Lana Gordon spielte mehrere Produktionen am Broadway, unter anderem Hauptrollen in “König der Löwen” und “Jesus Christ Superstar”. Jana Werner lieh ihre Stimme mehreren Figuren erfolgreicher Disney-Filme, unter anderem der “Belle” in “Die Schöne und das Biest” und an der Seite von Uwe Kröger der “Christine” in der jüngsten Verfilmung von “Das Phantom der Oper”. Aris Sas begann seine Karriere bereits als Kind in “Les Miserables”. Seine Freundschaft mit Gernot Kranner rührt von der Uraufführung von Roman Polanskis Musical “Tanz der Vampire”, in dem sie als “Professor Ambrosius” und sein Atlatus “Alfred” gemeinsam auf der Bühne standen. Seither ist Sas ausgezogen, um die größten Bühnen des deutschsprachigen Raums zu erobern. Ramesh Nair ist wiederum allen Musicalbegeisterten von Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien wie “Hair!” oder “Barbarella” und des Musicalsommers Amstetten ein Begriff. Die vier Hauptdarsteller der von Shakespeares Sommernachtstraum inspirierten Bühnenshow werden von einem exzellenten Tanz- und Gesangsensemble ergänzt.
Die ComiCompany, Duo Simma&Riffel, vormals bei Cirque du Soleil und Palazzo, bleibt der Produktion erhalten, genauso wie der marokkanische Handstandkünstler Abdul und die Artistentruppe “Novabatics”, die mit ihren einzigartigen Darbietungen auf dem Vertikaltuch eine der Höhepunkte der Show bilden.

Racino Dinner Varieté “Sommernachtsträume”
Wiederaufnahme: 29.9.2005, 19:30; Eintritt inkl. Show, Menü, Begrüßungscocktail und Wettgutscheine: 59.- Euro; Weitere Vorstellungen: Jeweils Freitag, Samstag, Sonntag, 19:30 - Einlass 18:30; Um Tischreservierung wird gebeten unter 02254 9000-1400

Musical-Datenbanken

Als Musicalfan ist man mitunter ziemlich unterversorgt, was hard facts betrifft. Recherchiert man zu einer bestimmten Show, so kommt man oft auf längst von allen guten Machern verlassene ex-offizielle Homepages, nette, aber nicht sehr informative Fanpages und allerlei Schrott, der nur zu Spamzwecken ins Netz gestellt wurde.
Die folgenden Links sollen eine kleine Hilfe sein, wenn es um Facts geht. Keine große Sammlung - für Ergäzungsvorschläge bin ich immer dankbar.

Musical Theatre Database
CastAlbum Database
Internet Broadway Database
Lortel Archives
Internet Theatre Database

Seasons of love - Vorfreude auf das Musical-Kinoerlebnis des Jahres

Im Winter wird es soweit sein, Rent-Fans können dann ihr Lieblingsmusical im Kino erleben. Vorab gibt es die Kinoversion von “Seasons of love” für alle “Quicktime”-Besitzer. Ja, es ist nicht grade die beliebteste Software, aber in dem Fall lohnt sich die Installation. Wer Quicktime hat, klickt also hier. Viel Spaß!
[Music Video- Seasons of Love - 3:05/Musical/Chris Columbus (dir.)/Rosario Dawson/Taye Diggs/Jesse Martin/Idina Menzel/Wilson Jermaine Heredia/MPAA Rating: Not yet rated/In theaters: November 11th, 2005]