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Archiv - Juni, 2007

Bachmannpreis 2007 - ein Tiefpunkt der Diskussionskultur

Der Bachmannpreis lebt von den Diskussionen der Juroren im Anschluss an die Autorenlesungen. 30 Minuten haben Autoren für ihre Lesungen zur Verfügung, 30 Minuten sind vorgesehen für die Diskussion der 9 Juroren.

Beim Bachmannpreis 2007 klappt das in der Regel. Die Juroren diskutieren recht brav, wenn auch im Gegensatz zu gloriosen vergangenen Jahren mit weitaus weniger Leidenschaft. Zu einem wahren Eklat kam es jedoch am zweiten Tag nach dem Vortrag des Schriftstellers Peter Licht. 6 Juroren gaben im Sinne von Statements ihre Meinung ab, 3 Juroren (Karl Corino, Ursula März und Ilma Rakusa) verzichteten auf eine Stellungnahme. Eine Diskussion rund um einen der bisher interessantesten Texte dieses Literaturwettbewerbs fand nicht statt, von den 30 zur Verfügung stehenden Minuten wurden nur 15 genutzt. Wie soll man das nennen? Feigheit, Arbeitsniederlegung, Unfähigkeit, Müdigkeit vor dem Feind?

Peter Licht zog es vor, sein Gesicht den TV-Zuschauern, die via 3Sat alle Lesungen verfolgen können (und via Stream im Internet), nicht zu zeigen. Er möchte sozusagen anonym bleiben. Ob das eine Masche ist, um scheinbar gegen seine Intention zusätzlich Aufmerksamkeit auf seine Person zu konzentrieren - egal. Das ist von der Jury nicht zu “ahnden”.

Fakt ist: Der Bachmannpreis lebt von der Diskussion der Juroren. Sie haben im Fall von Peter Licht die ganze Veranstaltung zur Farce verkommen lassen. Schade, Frau Vorsitzende Radisch. Unter Herrn Reich-Ranicki hätte es so etwas mit Sicherheit nicht gegeben.

Vereinigte Bühnen Wien: Castpräsentation “Die Habsburgischen”

Die Habsburgischen; Foto: Martin Bruny

[mygal=habsburgische]

Am 25. Juni 2007 stellte Kathrin Zechner, die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, die HauptdarstellerInnen der RONACHERmobile-Produktion “Die Habsburgischen” den Medienvertretern vor. Hier eine kurze Übersicht:

- Maria Happel: Maria Theresia
- Sigrid Hauser: Putzfrau
- Delia Mayer: Marie Louise / Margarita Teresa / Johanna / Marie-Antoinette / Sophie / Elisabeth
- Alexander Wächter: Franz I / Maximilian II / Karl VI / Leopold I / Ferdinand I / Otto / Franz Joseph
- Roman Frankl: Friedrich III / Philipp II / Albrecht I / Ferdinand III / Karl V / Franz Stefan / Ottokar v. Böhmen
- Boris Eder: Maximilian I / Rudolf II / Franz II / Ferdinand II / Leopold II / Franz Karl
- Sascha O. Weis: Rudolf I / Josef II / Phlipp I / Don Carlos / Karl I
- Raphael Kübler: Rudolf IV / Matthias / Johann Parricida / Franz Joseph / Ludwig Viktor
- Zuzana Maurery: Maria Theresia (alternierend)

Die Welturaufführung der “Habsburgischen” findet am 20. Oktober 2007 im MuseumsQuartier statt.

Sondheim-Interview auf BBC Radio 3

Am 6. August 2007 sendet BBC Radio 3 ein Interview mit Musicalkomponist und Texter Stephen Sondheim. 45 Minuten lang wird Sondheim Fragen von Norman Lebrecht beantworten. Aufgezeichnet wird die Sendung in New York, wo der Komponist sein ganzes bisheriges Leben verbrachte.
Der 77-Jährige wird unter anderem darüber sprechen, wie Oscar Hammerstein seine Karriere beeinflusst hat oder auch darüber, wie es war, an der Seite von Leonard Bernstein und Arthur Laurents die “West Side Story” zu erarbeiten.
Ein Thema wird die Verfilmung des Sondheim-Musicals “Sweeney Todd” sein, bei der Tim Burton Regie führt und Johnny Depp die Hauptrolle verkörpert. [Story]

Lukas Perman & Marjan Shaki: “Back from Japan” - Konzertdebüt in Wien

Es ist nicht lange her, da gaben Marjan Shaki & Lukas Perman unter dem Titel “Jeder Mann hat 2 Gesichter” in Japan eine Reihe von Konzerten und feierten damit ihr “Solo”-Konzertdebüt.
Zurück in Wien spielten die beiden am 23. Juni 2007 im Szenelokal “Cenario” des Pianisten Michael Fischer eine Kurzfassung dieses Konzertprogramms unter dem Titel “Back from Japan”.
Was zunächst einmal auffällt, ist die interessante Songauswahl. Anders als viele ihrer Kollegen scheinen Shaki & Perman abseits des Musicaltheaters nicht vom Anti-Musical-Virus befallen zu sein. Sie interpretieren auch in ihrem Konzertkurzprogramm “Back from Japan” Songs aus Musicals - Lieder, die man von ihnen kennt, und auch Neues, wie beispielsweise “Out here in my own” aus dem Filmmusical “Fame”, “Your eyes” aus “Rent” oder “On my own” aus “Les Misérables” (zum Teil in deutscher und zum Teil in japanischer Sprache). Fast noch interessanter war die Auswahl der “anderen Lieder”, wie beispielsweise eine romantisch-geschlurfte Fassung von “High enough” der Damn Yankees oder eine gelungene SoulJazz-Version von Bill Withers’ “Just the two of us” mit Michael Fischer am Klavier und Lukas Perman auch am Saxophon.
Den Schritt weg vom reinen Musicaldarsteller hin zum Entertainer versuchen viele - manchen gelingt er. “Back from Japan” war besser als vieles, was bis dato in Wien in dieser Richtung zu sehen war. Auf der Bühne konnte man zwei Persönlichkeiten erleben, die einen Raum mit ihrer natürlichen und authentischen Ausstrahlung ausfüllen - ohne eine fremde Rolle zu spielen. Manches kann man lernen, vieles, was man dazu braucht, um so “über die Bühne zu kommen” hat man oder nicht, und die beiden haben eine ganze Menge davon.
Das heißt nicht, dass alles perfekt war, kann es auch nicht, bei der wenigen Zeit die allen Beteiligten für Proben zur Verfügung stand, aber die Richtung stimmt. Man kann sich auf das freuen, was kommt - und im Übrigen ist mir die Spontaneität der beiden bei weitem lieber als Weltstars, die ihre Zeilen vom Teleprompter runterlesen; aber da erkläre ich mich für befangen.

Back from Japan (23. Juni 2007, Cenario)
Marjan Shaki & Lukas Perman
Special Guest: Mark Seibert
Klavier: Michael Fischer

Setlist
01) Die Schatten werden länger: Marjan Shaki & Lukas Perman (”Elisabeth”)
02) Ohne sie: Marjan Shaki & Lukas Perman (”Romeo & Julia”)
03) Out here on my own: Marjan Shaki (”Fame”; O.S.T.)
04) Your eyes: Lukas Perman (”Rent”)
05) Der Balkon: Marjan Shaki & Lukas Perman (”Romeo & Julia”)
06) On my own: Marjan Shaki (”Les Misérables”, deutsch/japanisch)
07) High enough: Marjan Shaki & Lukas Perman (Damn Yankees)
08) Hello: Lukas Perman (Lionel Richie)
09) Everything that I am: Mark Seibert (”Tarzan”)
10) Me and my shadow: Lukas Perman & Mark Seibert (Al Jolson/Dave Dryer/Billy Rose)
11) Ich gehör nur mir: Marjan Shaki (”Elisabeth”)
12) Just the two of us: Lukas Perman & Marjan Shaki (Bill Withers)

Broadway: Aus für Disneys “Tarzan” (10.5.2006-8.7.2007)

Am 8. Juli 2007 fällt im New Yorker Richard Rodgers Theatre der letzte Vorhang für das Disney-Musical “Tarzan”. 35 Previews und 486 reguläre Vorstellungen wird es bis dahin gegeben haben.
Disney Theatricals Thomas Schumacher in seinem Statement:

I am disappointed that the Broadway production of Tarzan will close earlier than any of us had hoped, and I would have loved for it to have been as successful in New York as it is now in Holland. Despite this, Tarzan was the Broadway debut for two artists I have long admired and respected, and for this I am extremely proud. The opportunity to work again with the legendary Phil Collins, who expanded his film score for the stage production, and with Bob Crowley in his Broadway directorial debut has been hugely gratifying. I know that as we continue to produce Tarzan around the world, audiences will embrace it with as much enthusiasm as we put into creating it.

Broadway: Drew Sarich als “Jean Valjean” in “Les Misérables”

Wie Drew Sarich auf seiner MySpace-Site bekannt gibt, wird er diesen Sommer für drei Monate (23. Juli bis 21. Oktober) die Rolle des “Jean Valjean” im Broadway-Revival von “Les Misérables” verkörpern. [Drew Sarichs MySpace-Site]

Japan-Premiere von “Wicked”

Ein kleines Video zur Japan-Premiere von “Wicked” bietet die Shiki Theatre Company.

Die Vereinigten Bühnen Wien am Donauinselfest 2007

Seit zehn Jahren sind die Vereinigten Bühnen Wien Stammgäste auf dem alljährlich stattfindenden Donauinselfest. “Best Of Musical” ist der Titel der Show, bei der die jeweiligen aktuellen Leading Ladies & Men Musicalhits von heute (und ein paar von gestern) interpretieren.

In diesem Jahr findet die Musicalshow am Sonntag, dem 24. Juni 2007, um 20 Uhr auf der Wien Energie-Radio-Wien-Krone-Festbühne statt. Folgende Damen und Herren haben sich angesagt: Wietske van Tongeren, Susan Rigvava-Dumas, Carin Filipcic, Marjan Shaki, Uwe Kröger, Maté Kamarás, Carsten Lepper und Lukas Perman. Caspar Richter wird das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien dirigieren, Alexander Goebel führt durch das Programm.

Der geplante Ablauf der Show:

- Beauty and the Beast - Entreakt
- Grease - Summer nights - Marjan Shaki , Maté Kamarás
- Grease - Hopelessly devoted to you - Marjan Sahki
- Grease - You´re the one - Marjan, Maté Kamarás
- Elisabeth - Ich gehör nur mir - Wietske van Tongeren
- Elisabeth - Todzeitwalzer
- Elisabeth - Der letzte Tanz - Uwe Kröger
- Elisabeth - Wenn ich tanzen will - Wietske van Tongeren, Maté Kamarás
- Elisabeth - Kitsch - Carsten Lepper
- Elisabeth - Die Schatten werden länger - Lukas Perman, Maté Kamarás
- Jekyll & Hyde - Mörder
- Jekyll & Hyde - Jemand wie Du - Susan Rigvava-Dumas
- Jekyll & Hyde - Walzer
- Jekyll & Hyde - Dies ist die Stunde - Carsten Lepper
- Tanz der Vampire - Für Sarah - Lukas Perman
- Tanz der Vampire - Draußen ist Freiheit - Lukas Perman, Marjan Shaki
- Tanz der Vampire - Die unstillbare Gier - Maté Kamarás
- Tanz der Vampire - Totale Finsternis - Marjan Shaki, Uwe Kröger
- Mozart! - Hier in Wien
- Mozart! - Gold von den Sternen - Carin Filipcic
- Romeo & Julia - Ball
- Romeo & Julia - Liebe - Marjan Shaki, Lukas Perman
- Romeo & Julia - Siehe da, sie liebt - Carin Filipcic
- Romeo & Julia - Herrscher der Welt - Lukas Perman, Uwe Kröger, Maté Kamarás
- Chicago - Ouvertüre
- Chicago - All that Jazz - Susan Rigvava-Dumas
- Rebecca - Ich hab geträumt von Manderley - Wietske van Tongeren
- Rebecca - Gott, warum? - Uwe Kröger
- Rebecca - Jenseits der Nacht - Wietske van Tongeren, Uwe Kröger
- Rebecca - I’m an American Woman - Carin Filipcic
- Rebecca - Rebecca - Susan Rigvava-Dumas, Wietske van Tongeren
- The Rocky Horror Show - Time Warp - Alle

Nadine Beiler singt Frank Wildhorns “Something to believe in”

Welcher österreichische Sänger bzw. welche Sängerin bekommt schon mal die Chance, ein Lied von Komponist Frank Wildhorn interpretieren zu dürfen. Nun, beispielsweise Nadine Beiler, Starmania-Siegerin des Jahres 2007. Auf ihrer ersten Solo-CD “Komm doch mal rüber” (Veröffentlichungsdatum: 25. Mai 2007) findet sich der Song “Was wir sind”. Dabei handelt es sich um die deutsche Version von “Something to believe in”, einem Lied, das Linda Eder 1997 erstmals für ihre Solo-CD “It’s time” aufgenommen hat. Im Booklet zu “It’s time” schreibt Linda Eder über “Something to believe in”:

One of my greater worries over the last three years has been that someone else would record this song before I got the chance. It was written at the same time as the material for my last album “AND SO MUCH MORE” (remember that “batch” thing) but I had no place on that album. I close every performance with that piece, because I like what it says, and because my soul just loves that song

Was mich am meisten an Beilers Version (zu hören als Stream auf ihrer Website) stört, sind diese wirklich ekelhaft billigen Synthesizer im Refrain. Wenn man kein Geld hat für Streicher, was ja keine Schande ist, dann bitte, um Himmels Willen, wenigstens nicht dieses Puppendigiquatschorchester. Es macht jedes Lied zur Lachnummer, egal, was sonst noch zu hören ist.
Beiler tritt mit dieser Nummer, ob sie will oder nicht, gegen Linda Eder an (Eders Version ist auf YouTube zu sehen). Songs von Frank Wildhorn leben von der Interpretation. Man kann alles aus ihnen machen. Ein schlechter Sänger macht Schlager draus, ein guter Sänger unvergesslichen Pop, Linda Eder Pop/Gospel-Crossover vom Feinsten.
Beilers “Was wir sind” wurde am 4. Mai 2007 als Singleauskopplung veröffentlicht. Am 18. Mai 2007 stieg sie auf Platz 15 der Austria Top 75 ein, konnte sich danach aber platzmäßig nicht mehr verbessern. Am 22. Juni 2007 ist sie noch auf Platz 43 zu finden.
Beilers Interpretation ist nett, aber hinterlässt keinen Eindruck. Gefühlsmäßig eine Nullnummer. Zusätzlich störend sind Probleme, die sie mit ihrer Artikulation hat - all das scheint am Produzenten vorbeigegangen zu sein. Schade um die vertane Chance.

Thommie Walsh (15.3.1957-16.6.2007)

Im Alter von 57 Jahren ist Musicaldarsteller, Tänzer und Choreograph Thommie Walsh vergangenen Samstag an Lymphknotenkrebs gestorben.
Sein Broadway-Debüt gab Thomas J. Walsh 1973 als Tänzer in Cy Colemans & Dorothy Fields’ Musical “Seesaw”, seinen Durchbruch schaffte er 1975 in der Welturaufführung von Michael Bennetts “A Chorus Line”, in der er die Rolle des Bobby kreierte. Es sollte sein letztes Broadway-Engagement als Darsteller sein. Nach zwei Jahren verließ er die Show, um sich einer Karriere in der Schallplattenindustrie und als Choreograph zu widmen.
Als Choreograph wurde Thommie Walsh mit insgesamt zwei Tony Awards ausgezeichnet: 1980 für “A Day in Hollywood/A Night in the Ukraine” und 1983 für “My One and Only”. Bei beiden Shows war Broadway-Star Tommy Tune sein Partner. Für seine Choreographie des Maury Yeston-Musicals “Nine” wurde Walsh 1982 für einen Tony Award nominiert.
Walsh führte bei der Uraufführung des Off-Broadway-Musicals “Lucky Stiff” Regie, arbeitete als Choreograph für Soloshows von Broadway-Stars (Donna McKechnie, Priscilla Lopez, Chita Rivera, Sandy Duncan und Barbara Cook), übernahm in weiterer Folge auch Choreographien für Tourproduktionen (”Best Little Whorehouse in Texas”, 2001) und Nachtclubs. In den letzten Jahren arbeitete er als Grundstücksmakler in Manhattan, New York. [Quelle: New York Times]

England: Casting-Joseph stürmt die Charts

Wer suchet, der findet. Andrew Lloyd Webber hat auf BBC one 11 Wochen lang einen neuen Hauptdarsteller für sein Musical “Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat” gesucht und in Lee Mead schließlich gefunden. Kaum war das Finale vorbei, sind der Herr und sein Joseph ab ins Tonstudio, um (für eine gute Sache: “Children In Need”) die erste (Benefiz-)Single des Musicalstars in spe aufzunehmen. Man entschied sich, nicht wirklich schwer zu erraten, für “Any Dream Will Do” und nahm bei der Gelegenheit auch gleich noch “Close Every Door” auf (gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Keith Jack und dem Drittplatzierten Lewis Bradley).

“Any Dream Will Do” - will das heutzutage noch jemand hören? Musical-Castingshows, ein Werkzeug des Teufels oder Box Office Gold? Im Rennen um die Nummer 1 der britischen Charts der kommenden Woche liegt “Any Dream Will Do” momentan rund 1500 verkaufte Einheiten hinter der derzeit Erstplatzierten Rihanna und ihrem Song “Umbrella”, der seit fünf Wochen an der Spitze der Hitparade liegt.

Gennaro Castaldo, Pressesprecher von HMV:

It’s no surprise that Lee should be vying to top the singles charts this week when you consider the massive TV audience that tuned in regularly to watch Joseph and how dedicated the programme’s fans were to its contestants. It follows that if people made the effort to phone in their votes, there’s every chance they’d also be happy buying this song, especially as it supports Children In Need. Our stores are reporting that it’s mainly parents coming in with their kids that are buying the single.

ORF plant Musical-Castingshow

Laut APA plant ORF-General Alexander Wrabetz eine Reihe von Herbsteventprogrammen. Ein potentieller Kandidat: eine Musical-Castingshow. Zitat aus “Der Standard”:

Musical-Castingshow, eine Sänger- und Sängerinnenbewährung rund um die leichtere Muse. Die BBC-Vorlage mit Oper war dem ORF offenbar doch zu steil. RTL beginnt im Spätsommer schon wieder seine Superstarsuche, “Starmania” lässt indes aus.

“American Idol” schafft es an den Off-Broadway - als Musical

“American Idol”, die amerikanische Variante der englischen Castingshow “Pop Idol” beziehungsweise des deutschen “Deutschland sucht den Superstar”, feiert demnächst seine Off-Broadway-Premiere, und zwar als Musical.

In “Idol: The Musical” dreht sich alles um Clay Aiken, einen ehemaligen Teilnehmer von “American Idol”, der die zweite Staffel 2003 zwar nicht gewinnen konnte, dem aber als Zweitplatzierten eine Karriere sondergleichen gelungen ist. Im Jahre 2003 wurde seine Single “Bridge Over Troubled Water / This Is The Night” als bestverkaufte des Jahres mit einem Billboard Award ausgezeichnet, 2004 und 2005 folgten weitere Billboard Awards, jeweils für seine CD “Merry Christmas With Love”. 2004 wurde sie als “Best Selling Christmas Album” ausgezeichnet, 2005 als “Best Selling Christian Album”.

Einen Überblick über die Karriere von Clay Aiken bietet Wikipedia - in seinem Fall extrem ausführlich, und das hat seinen Grund. Aiken konnte durch “American Idol” eine dermaßen große, begeisterte und vor allem loyale Anhängerschaft, sprich Fans, generieren, dass der Begriff “Claymaniacs” zumindest in den USA zur Trademark avancierte. Exakt das ist auch das Thema des Musicals “Idol: The Musical”, das am 5. Juli 2007 im 45th Street Theatre mit den Previews startet. Der Inhalt der Show kurz zusammengefasst:

“There are eight of them; all belonging to the same cult-like club that meets daily in a barn that doubles as a shrine to Clay Aiken. They are actively ridiculed by the rest of Steubenville; a humiliating situation that doesn’t deter their quest for all things Clay. They are victims of A.D.D., Ritalin, their misguided obsessions and their innocent longing for their elusive ‘15 minutes.’ One of them pumps gas. One of them is home-schooled. One of them is a genius. And one of them is a basketball phenom who would rather be a Chippendales dancer. The other four have equally bizarre back-stories too complicated to tell here; but suffice it to know that the real bad-guy of the piece is a total harpy named Adrienne. She gives new meaning to the word villain. The story heats up when the mid-American leg of the ‘Idol Tour,’ starring Clay Aiken, is announced to be playing Chicago, Memphis, Louisville, Scranton, Charleston, Greensboro, Roanoke and Steubenville. Steubenville! False idols are a tricky bunch. Especially those that have lost national singing contests. Go ask Clay. I think he’ll know.”

“Idol: The Musical” wird als satirisches Musiktheaterstück angekündigt. Das Buch stammt von Bill Boland, die Musik von Jon Balcourt. Todd Ellis fungiert als Produzent der Show in Manhattan, Bill Boland übernimmt auch die Regie.

Wer nun mit dem Namen Clay Aiken gar nichts anfangen kann, findet unter dem Schlagwort “Aiken” im Kultur-Channel-Archiv eine ganze Menge an Meldungen über den Sänger, oder einfach hier klicken. Der Clip von YouTube zeigt fast schon idealtypisch, wie anders Aiken ist und wie dieses “Anderssein” frenetisch gefeiert wird. [Story]

Tony-Awards-Nachbeben: Aus für “LoveMusik”

Manchmal sind die Gesetze am Broadway ganz einfach. Bei den Tonys nix abgestaubt? Das is Pech, und aus. Jüngstes “Opfer”: “LoveMusik”, die neueste Regiearbeit von Harold Prince. Für 4 Tony Awards nominiert, keinen gewonnen. Fazit: Letzter Vorhang am 24. Juni 2007. Und wie heißt es so schön. Dereinst wird in den Geschichtsbüchern stehen: “LoveMusik: 24 Previews, 61 reguläre Vorstellungen.”
Dabei ist es eine so schöne Story, die Liebesgeschichte rund um Kurt Weill (Michael Cerveris) und seine Muse Lotte Lenya (Donna Murphy). Vielleicht ein Musical für Europa. Man wird sehen. [Story]

August Rush: Moving at the Speed of SOUND - ein Kinohit im Anrollen?

So mancher Filmtrailer ist besser als der Film selbst. Wollen wir mal hoffen, dass das bei “August Rush” (siehe Filmtrailer auf YouTube) nicht der Fall ist. Einige Faktoren sprechen für einen guten Film, zumindest zwei. Der eine: Robin Williams, der andere: Jonathan Rhys Meyers. Aber vielleicht stiehlt Freddie Highmore auch den beiden die Show, wusste er doch schon im Blockbuster “Finding Neverland” an der Seite von Johnny Depp zu begeistern. Filmstart in den USA: 19. Oktober 2007, der Inhalt kurz gefasst:

“August Rush” tells the story of a charismatic young Irish guitarist (Jonathan Rhys Meyers) and a sheltered young cellist (Keri Russell) who have a chance encounter one magical night above New York’s Washington Square, but are soon torn apart, leaving in their wake an infant, August Rush, orphaned by circumstance. Now performing on the streets of New York and cared for by a mysterious stranger (Robin Williams), August (Freddie Highmore) uses his remarkable musical talent to seek the parents from whom he was separated at birth.

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