Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - Januar, 2012

Landestheater Linz/Eisenhand: Georg Kreislers “Du sollst nicht lieben”

15. März 2012
20:00bis22:00

Ein neues Gebot erobert die Zweisamkeit: „Du sollst nicht lieben“. Es zu achten, erzeugt Heiterkeit und eine zur Absurdität neigende Ironie. Die junge, lebhafte Sonja trifft auf den kultivierten, bindungsängstlichen Lothar und beide entdecken, es wäre das Beste, sich nicht zu lieben.
Noch die erste Begegnung scheint normal, alles dreht sich um einen Strauss verwelkter Rosen, ein italienisches Restaurant und den Vorsatz Lothars, Sonja ihre Jugend zu entreißen. In einem Anfall von Torschlusspanik spinnt Lothar seine Gedanken, wie er Sonja dazu verleiten könnte, sich ihm an den Hals zu werfen und ihn zu heiraten. Doch Sonja braucht einen Vater für ihre Tochter und ihr Widerstand ist enden wollend. Die Talfahrt beginnt, an der jeder teilnehmen und zusteigen kann. Man begibt sich mit den beiden ins Theater, ins Bett, ins Büro, nach Paris, man begleitet das Paar in die Absurdität des Alltags.
Versuche der beiden, zu kommunizieren, bleiben erfolglos und ohne in Zynismus zu verfallen wird hier eine Nicht-Liebe entlarvt, bis zum Schluss jeder alleine bleibt.
Georg Kreisler serviert mal bissig pointiert, mal charmant beschwingt und bereitet genussvolle Momente in dieser musikalischen Komödie. Er entspinnt eine bittersüße Nichtromanze, die die Fallen des Ehelebens offenbart und gewährt höchst aufschlussreiche Einblicke in wiederkehrende Zweisamkeitsverzweiflungen. Seine Übertreibungen erzeugen Vergnügen am gnadenlos Normalen. Musik von Bach bis Wolf mischt sich unter die beiden, Beethoven und Rossini feiern komödiantische Urständ und fröhlich bilden sie den Abgesang der Liebe.

Georg Kreisler: Du sollst nicht lieben
Musikalische Komödie

Schauspiel
Österreichische Erstaufführung am 15.03.2012
Spielstätte Eisenhand

Leading Team
Inszenierung: Manuela Kloibmüller
Musikalische Leitung: Nebojša Krulanovic
Bühneneinrichtung und Kostüme: Christian Schmidleithner
Raum: Florian Parbs
Dramaturgie: Anke Held

Cast
Sonja: Angela Šmigoc
Lothar: Joachim Rathke
Klavierbegleitung: Nebojša Krulanovic

Link
- Landestheater Linz

Casinos Austria: Hoffmann und Neuwirth - Das gibt’s nur einmal!

1. März 2012
19:00bis21:00

Am 1. März veranstaltet der Verein neunerHAUS in Kooperation mit Casinos Austria einen Benefizabend im Studio 44 zugunsten obdachloser Menschen.

Frank Hoffmann & das Martin Gasselsberger Trio mg3 und Neuwirth & Extremschrammeln im Trio erheben ihre unverwechselbaren Stimmen für das neunerHAUS und versprechen einen unvergesslichen Abend mit sozialer Note.

Der Schauspieler und Regisseur Frank Hoffmann liest aus dem literarischen Schaffen von Erich Fried und wird dabei musikalisch begleitet vom mehrfach als „Jazzpianist des Jahres“ ausgezeichneten Martin Gasselsberger und seinen Musikerkollegen Roland Kramer und Gerald Endstrasser.

Das zweite Highlight des Abends bieten Neuwirth & Extremschrammeln im Trio mit dem aktuellen Programm „Aus´n Huat“. Alte und neue Lieder aus 37 Jahren werden zum Besten gegeben. Die bewährte Besetzung mit Überstimme Doris Windhager und Marko Zivadinovic an der Wiener Knöpferlharmonika garantiert den unverwechselbaren Sound: Schrammelig, ein wenig Blues, eine Ahnung Jazz und viele neue Töne.

Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor der Casinos Austria: “Wenn wir Sorgen oder Probleme haben, ziehen wir uns gerne zurück in die eigenen vier Wände, um Kraft zu tanken. Viele Menschen können das nicht – weil sie obdachlos sind. Das neunerHAUS gibt diesen Menschen ein neues Zuhause, bietet ihnen einen Zufluchtsort. Wir als Casinos Austria unterstützen das neunerHAUS seit vielen Jahren, um damit obdachlosen Menschen eine neue Perspektive zu geben.”

Frank Hoffmann über seine Motivation, das neunerHAUS zu unterstützen: „Es drängt mich, etwas zu tun, um jenen Menschen das Schicksal zu erleichtern, die kein Heim mehr haben und Entbehrungen ausgesetzt sind, die selbst meine Vorstellungskraft als Schauspieler und Regisseur übersteigen.“

1. März 2012, 19 Uhr, Casinos Austria, Studio 44
Rennweg 44, 1030 Wien, Einlass 18 Uhr, freie Sitzplatzwahl
Karten (Mindestspende EUR 28,–) sind in allen Filialen der Erste Bank und
ausgewählten Sparkassen erhältlich.
Ein unvergesslicher Abend mit sozialer Note. Der Reinerlös geht an:
neunerHAUS – Hilfe für obdachlose Menschen
www.neunerhaus.at

Konservatorium Wien: Tee um drei

19. Mai 2012
19:30bis22:00

Am 19. Mai 2012 zeigt die Konservatorium Wien Privatuniversität die Uraufführung der Musicaloperette „Tee um drei“ von Florian Stanek (Buch/Liedtexte) und Sebastian Brandmeir (Musik).

„Tee um drei“ erzählt von einer abenteuerlichen Suche nach der großen Liebe und beleuchtet satirisch brandaktuelle politische Geschehnisse. Musikalisch angesiedelt zwischen den Genres Operette und Musical lässt das Stück auch inhaltlich zwei Gesellschaftsrealitäten aufeinander treffen – beim Tee um drei.

tee-um3.jpg

Florian Stanek und Sebastian Brandmeir sind seit einigen Jahren als Verfasser eigener Texte und Musik tätig. Für ihr erstes gemeinsames Projekt „Tee um drei“ haben sie die Mischform „Musicaloperette“ gewählt. Florian Stanek (*1988, Wien) hat seine Wurzeln als Autor und Darsteller im kabarettistischen Bereich. Sebastian Brandmeir (*1984, Bayern) ist ausgebildeter Musikerzieher und als Chorleiter tätig. Beide befinden sich im Abschlussjahr ihrer Ausbildung im Bachelorstudiengang Musikalisches Unterhaltungstheater an der Konservatorium Wien Privatuniversität.

Inhalt
2008, das Jahr, in dem die Immobilienkrise Großbritannien erreicht. Doch es ist nicht nur ein bewegtes Jahr für die Wirtschaft des Landes, sondern auch für den kleinen LKW-Fahrer Joe Kaschemski im Londoner Vorort Tooting. Als die Krise sich auch auf sein privates Leben ausweitet und seine amourösen Pläne durchkreuzt, beschließt er, alleine den Kampf gegen die übermächtige Immobilienmafia aufzunehmen – mit seinen ganz speziellen Mitteln: Durch eine Verwechslung gelingt es Joe, sich als Besitzer des Londoner Ritz-Hotels auszugeben – eine Gelegenheit, die er nützt, um Rache zu nehmen an den Konzernen, die sein Glück gefährden. Schließlich kommt es zum großen Showdown im legendären Nobelhotel. Aber wie wird sich Joe in dieser letzten großen Prüfung schlagen?

Leading Team
Buch & Liedtexte: Florian Stanek
Musik: Sebastian Brandmeir
Regie: Isabella Fritdum
Musikalische Leitung: László Kövi
Choreographie: Marcus Tesch
Bühne: Timo Verse

Cast
Franziska Kemna, Alixa Kalaß, Tanja Petrasek, Salka Weber, Manuel Heuser, Dieter Hörmann, Johannes Sorgner, Manuel Walchberger (3. Jahrgang)
Jil Clesse, Marja Hennicke, Karolin Konert, Judith von Orelli, Laurence Karla, Steven Klopp, Marcel Kraml, Michael Souschek Matthias Weißschuh (2. Jahrgang)

Vorstellungstermine
Sa, 19. Mai 2012 (Uraufführung)
Folgetermine: 21. bis 23. Mai 2012
Beginn jeweils 19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Konservatorium Wien Privatuniversität,
Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a
1010 Wien

Kartenpreise
€ 15/9,- (erm.)

Links
- Konservatorium Wien Privatuniversität
- Florian Stanek
- Die Facebook-Site zur Show

“Neue Oper Wien” isoliert. Freie Musiktheater gegen “Übernahme” der Kammeroper durch die VBW

In einem gemeinsamen Statement formulierten die frei produzierenden Wiener Musiktheatergruppen, seit August 2011 in der Plattform „Freies Musiktheater Wien“ vereint, ihren Protest gegen das angekündigte Modell „Kammeroper Neu“. Die freie Szene wurde nicht in den Diskussionsprozess eingebunden.

Etwas pikant ein kleines Detail. Walter Kobera, ebenfalls Mitglied der Plattform, der seinen Deal mit den Vereinigten Bühnen Wien in der Tasche zu haben scheint als Vorstand eines neuen Vereins zur Gründung der „Kammeroper Neu“, hat als einziges Mitglied der Plattform nicht unterschrieben.

Klar ist somit, dass die Aussagen, die Kulturstadtrat Mailath-Pokorny in einem Interview mit dem KURIER traf, zumindest missverständlich waren oder wiedergegeben wurden (siehe auch –> hier). Ausschließlich ein Theater, nämlich die „Neue Oper Wien“, war in die Diskussionen rund um eine von außen gewünschte Neustrukturierung der Kammeroper involviert.

Das Statement:

Bei der in diesem Zusammenhang in den Medien kolportierten Meldung: „Walter Kobéra, Leiter der Neuen Oper Wien, als Repräsentant der freien Szene“, handelt es sich um einen Irrtum. Wir lehnen ein hierarchisches Modell mit einer versteckten Intendanz ab.

Das Freie Musiktheater Wien steht für Vielfalt und die Aufwertung freier Produktionen, sieht durchaus Bedarf an einem Koproduktionshaus, wünscht sich aber für die Zukunft des Musiktheaters in Wien transparente Entscheidungsfindungen mit substanzieller Beteiligung der freien Musiktheaterproduzenten Wiens.

Unterzeichnet von:
Musikwerkstatt Wien – Huw Rhys James / Anna-Maria Birnbauer
Mupath – Rupert Bergmann
Netzzeit – Michael und Nora Scheidl
Neues Wiener Musiktheater – Alexander Kukelka
Oper Unterwegs – Helga Utz
phace – Reinhard Fuchs
progetto semiserio – Georg Steker
sirene Operntheater - Kristine Tornquist / Jury Everhartz
Teatro Barocco – Bernd R. Bienert
Wiener Taschenoper – Gerhard Dienstbier
Zoon Musiktheater - Thomas Desi

Link
-Musiktheater Wien
- Der Standard: Freie Musiktheater lehnen Kammeropern-Modell ab

Prolongiert: “Mord im Musikantenbeisl” – ein Erfolg

Foto: Andrea Martin

Im Wiener Theater Drachengasse ist seit 24. Januar die österreichische Erstaufführung der musikalischen Farce „Mord im Musikantenbeisl“ zu sehen. Die Show läuft so erfolgreich, dass man die Spielserie um zwei Tage verlängert hat. Zum lustigen Mörderraten darf man sich nun auch noch am kommenden Donnerstag und Freitag, am 2. und 3. Februar, einfinden.

Die Produktion ist ein schrilles Spektakel, in dem der Humor ab und an mit den United Forces von Bronchial- & Brachialgewalt zelebriert wird, aber wohlüberlegt und geplant. Gute Laune ist vorprogrammiert, wenn das vergammelte, falsche und verlogene Schlager-TV-Geschäft so richtig, aber wirklich so richtig aufs Korn genommen wird.
Foto: Andrea Martin
Das Ganze ist sehr interaktiv angelegt, wer nicht mitpascht, mitstampft und keine Stimme hat, um HOSSA zu brüllen, hat wenig Chancen, heil aus dem Theater rauszukommen, vor allem, wenn man in der dritten Reihe sitzt.

Foto: Andrea MartinKleine Unpässlichkeiten innerhalb der Cast wurden so gelöst, dass das Ganze ein noch größerer Spaß wird. So hat Jacqueline Braun, Darstellerin der Moderatorin Linda De Mehl und des amerikanischen blinden 19-jährigen Schlagerstars Heidi Heida, ausgerechnet während der Spielzeit ihre Stimme verloren. Die Lösung: Sie wird live synchronisiert, und das Publikum darf wählen, wer diese Aufgabe denn erfüllen soll: In der Vorstellung vom 27. Januar waren das Richard Panzenböck, der Regisseur, oder Joanna Godwin Seidl, die bei dieser Produktion unter anderem als Assistent der Regie fungiert. Das Publikum wählte mehrheitlich Richard Panzenböck, und auch das war, wie alles an diesem Abend, ein großer Spaß.

Gegen Ende der Show stellte Karsten Kammeier in seiner Rolle als Schizo-Tourette-Blaskapellen-Inspektor einem Mädchen die Frage: „Wie bringt man einen Musikanten zum Singen?” Als Antwort kam, spontan: “Hauen!” – das sind Momente, wie man sie wohl nur in solchen Shows erlebt.

Sollte man sich nicht entgehen lassen.

378_11_1_2012_photo1.jpgLeading Team
Buch: Ronny Rindler
Musik: Rory Six
Regie: Richard Panzenböck
Assistenz: Joanna Godwin Seidl
Playbacks + Aufnahme: Gernot Ottowitz
Playbacks: Joschen Hirschinger
Licht: Gordanna Crnko

Cast
Linda De Mehl, Heidi Heida: Jacqueline Braun
Florian Edelstahl, Uwe Schwarm: Nikolaus Firmkranz
Ottfried Schnüffler: Karsten Kammeier
Rosa Pinsel, Helene Zwitscher, Dr. Schnelltod: Katrin Mersch
Detlef Leim: Rory Six
Dr. Dr. Richter: Joanna Godwin Seidl

Foto: Andrea Martin

Links
- Der Kultur-Channel: Theater Drachengasse - Do legst di nieda: “MORD im Musikantenbeisl” von Rory Six & Ronny Rindler
- Theater Drachengasse
- Die Facebook-Site der Produktion

[Die Fotos in diesem Beitrag stammen von Andrea Martin, die die Vorstellung am 28. Januar 2012 besucht hat.]

Thomas Drozda gedeutet: Kathrin Zechner ist gescheitert!

In einem Interview mit der Zeitung „Der Standard“ beantwortete VBW-Chef Thomas Drozda einige Fragen, die provokant gemeint waren und dann ein bisschen mit zu wenig Biss nachverfolgt wurden. Freilich reichen die Antworten auch so, um aus dem Kaffeesud zu deuten.

Thema Kathrin Zechner

STANDARD: Kathrin Zechner, die zurück zum ORF ging, wurde bei ihrem Abschied mit Lob überhäuft. Ist sie nicht mit ihrem Konzept eines urbanen Musiktheaters gescheitert?

Drozda: Es war leider nicht finanzierbar. Mehrere Produktionen pro Jahr zu spielen verursacht erheblich höhere Kosten. Gleichzeitig gibt es aufgrund der Schließzeiten zwischen den Produktionen einen Einnahmenentgang. Wenn ich täglich 40.000 Euro einnehmen muss und am Wochenende 50.000 Euro pro Tag, dann verliere ich in zwei Wochen eine halbe Million. Daher mussten wir wieder auf Longrun-Produktionen in beiden Häusern umsteigen.

Fazit: Ja, sie hat versagt. Aber nicht nur sie.

Thema Wien als Abspielstation von Lizenzproduktionen der Stage Entertainment

STANDARD: In beiden laufen seit Monaten Lizenzproduktionen von Stage. Ist Wien nur mehr Abspielstation bereits erprobter Musicals?

Drozda: Sie vergessen: Lizenzen sind keine Einbahnstraße. In Stuttgart läuft Rebecca, in Berlin Tanz der Vampire. Also: Wir haben zwei Produktionen von Stage Entertainment - und Stage hat zwei Produktionen von uns.

STANDARD: Es macht aber einen Unterschied, ob je eine Produktion in Berlin und Stuttgart läuft - oder ob zwei in Wien laufen.

Drozda: Das ist richtig, aber es wäre falsch, einen interessanten Stoff nicht zu bringen, nur weil er von einem bestimmten Lizenzgeber kommt. Dass wir in dem internationalen Lizenzvergabekonzert mitspielen: Das ist doch erfreulich! Und: Die Wiener Version von Sister Act ist von der Qualität viel besser als die Version in Hamburg.

STANDARD: “Sister Act” wurde und wird in mehreren Städten Europas gezeigt, auch in Mailand. Wenn ich Ihnen die Fotos von allen Produktionen vorlege: Sie könnten sie nicht voneinander unterscheiden.

Drozda: Das Kriterium ist ja nicht das Bühnenbild. Auch die Inszenierungen werden sich nicht fundamental unterscheiden. Aber es geht um das Musikalische. Und da ist unsere Produktion auf dem höchsten Niveau. Ich weiß nicht, ob wir auch mit der Mailänder Version auf 97 Prozent Auslastung kommen würden nach bereits 120 Vorstellungen. Und ich weiß nicht, ob wir uns mit der Mailänder Version über die erstklassigen Kartenvorbestellungen für das erste Quartal freuen könnten, das ja ein besonderes schwieriges ist, weil wir gegen Cats antreten.

STANDARD: Die Veranstalter von “Cats” bauen ein großes Zelt auf - und verdienen Geld.

Drozda: Aber diese Tourneeproduktion hat für den Tourismus in Wien keine Relevanz. Und es gibt praktisch keine Umwegrentabilität. Wir hingegen bringen in historischen Spielstätten, die natürlich ein geringeres Platzangebot haben, Produktionen in höchster Qualität heraus. Man kommt wegen uns nach Wien.

STANDARD: Dann sollten Sie die Subvention doch bitte aus dem Tourismustopf bekommen.

Drozda: Ich bin sofort dafür! Ich habe mehrfach vorgeschlagen: Finanziert die Oper im Theater an der Wien und das Orchester aus dem Kulturbudget - und das Musical über die Wirtschaftsförderung. Auch deshalb, weil 1,2 Millionen Menschen im Ausland Elisabeth gesehen haben. Und Elisabeth verbindet man mit Wien.

Fazit: Nicht nachvollziehbare Antworten. Beispielsweise:

- Welche Touristen möchten die VBW mit abgespielten deutschen Produktionen nach Wien locken? Umwegrentabilität? Klar, früher, als man sich traute, Eigenes auf die Beine zu stellen. Die Umwegrentabilität ist mit Sicherheit durch die künstlerische Bankrotterkärung der letzten Jahre dramatisch gesunken und mit der Ära Zechner hat sie ein Minimum erreicht.
- „Sister Act“ ist von der Qualität her besser? Drozda erwähnt sogar den Begriff „das Musikalische“. Können wir alle einmal gemeinsam üben? Es ist gar nicht so schwer: Das ORCHESTER unter der Leitung von Koen Schoots, und gleich zwei Mal wiederholen am besten. Ja, das ist ein Argument, Musical - Musik. Aber es reicht nicht, um Schwachsinn zu rechtfertigen. Es ist ein absoluter Alptraum, Musiker die Sinnlosigkeit auf „hohem Niveau“ exekutieren zu hören, nur weil in den Chefetagen der VBW kein Mensch weiß, wie man Musicals von Qualität so vermarktet, dass man eben auch den ökonomischen Zwängen gerecht wird.
- „Cats“ hat sehr wohl Relevanz, denn es lockt Musicalfans aus ganz Österreich an, und am besten wäre es, wenn es zwei Jahre in Wien gespielt werden würde. Dann könnten wir mal schauen, ob den VBW nicht doch etwas Sinnvolleres einfallen müsste, als das Repertoire der 90er Jahre in einem immer wiederkehrenden Rhythmus abzufeiern.

Und so weiter und so fort. Jeder möge seine eigenen Schlüsse ziehen.

Link
Der Standard: “Das Jubeln hab’ ich mir abgewöhnt”

Peter Weck: “Das ist einfallslos.”

Aus einem Interview von „inwien“ mit Peter Weck:

inwien: Mit „Cats“ ist Wien als Musicalstadt gestartet. Was hat sich seither in der Musicalszene getan?
Peter Weck: Das ist eine schwierige Frage. Ich bin nicht jemand, der Fehler sucht. Aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn manche Häuser zu Zweitbühnen werden und Produktionen übernehmen. Das ist einfallslos. Man könnte natürlich sagen, dass ich das auch gemacht habe, weil „Cats“ aus England gekommen ist. Aber das stimmt nicht, das war eine eigene Produktion und kein Gastspiel eines anderen Theaters. Wir waren bahnbrechend.

Link
- inwien

Kammerspiele: “Non(n)sens” – das Musical – das Original

12. Mai 2012
20:00bis22:30

Am 12. Mai 2012 kommt der originale Sister Act nach Wien: „Non(n)sens“ („Nunsense“), ein Musical von Dan Goggin (Buch/Musik/Texte), das am 12. Dezember 1985 im Cherry Lane Theatre seine Off-Broadway-Premiere feierte und 3672 Vorstellungen in diesem Theater und später im Douglas Fairbanks Theater erlebte. Christine Anderson, Vicki Belmonte, Marilyn Farine, Semina De Laurentis und Suzi Winson begeisterten ihr Publikum, rund zehn Jahre war „Nunsense“ Off-Broadway ein Hit. Die Show war und ist nach wie vor weltweit erfolgreich und erlebt dutzende Produktionen jedes Jahr, mehr als 8000 bis dato weltweit. Das Musical bricht in vielen Häusern Zuschauerrekorde, mehr als 25.000 Darstellerinnen sind in all den Shows in die Rollen der Nonnen geschlüpft, über 500 Millionen Dollar konnten all die Produktionen weltweit einspielen. Und das, obwohl man „Nunsense“ auch so charakterisieren kann:

Not bad for a one-joke show with a forgetable score (Thomas S. Hischak)

Der Inhalt von „Non(n)sens“ ist schnell erzählt:

Die harmlose, aber leider auch völlig unfähige Köchin eines Klosters hat nichtsahnend 52 ihrer Ordensschwestern mit einer vergifteten Bouillabaisse vorzeitig gen Himmel gesandt. Die Aufregung ist groß, vor allem weil das Geld für die vielen Beerdigungen nicht reicht. Mit einer selbst einstudierten Benefizvorstellung versuchen nun die Mutter Oberin und die überlebenden Ordensschwestern Geld zu sammeln. Jede Schwester hat sich dafür die eine oder andere Nummer ausgedacht.

Es muss etwas dran sein, an Nonnen auf der Bühne (und im Film), generell. Das Erfolgsrezept von „Non(n)sens“ und dem im Ronacher laufenden „Sister Act“ scheint ident, bis hin zur musikalischen Ebene. Auch in Goggins Show sind die Songs kleine Pastiche-Stücke, etwa aus dem Gospelgenre („Hollier Than Thou“), aus dem Country- & Western-Bereich („I Could’ve Gone to Nashville“), Vaudeville („Just a Coupla Sisters“) und so weiter – bis hin zur Step-Nummer „Tackle the Temptation with a Time Step“ oder etwa der Popnummer „Growing Up Catholic“.

Tanzende, singende Nonnen – die Show war ein dermaßen großer Hit, dass mit „Nunsense 2: The Sequel“ 1994, ebenfalls von Dan Goggin, ein Nachfolger Off-Broadway produziert wurde, der aber nur 149 Vorstellungen erlebte. Für die Cast-CD benannte man die Show um in „Nunsense II: The Second Coming“. Das sollte es noch lange nicht gewesen sein. Es kam eine ganze Reihe weiterer Sequels auf die Bühne: eine Country & Western-Version („Sister Amnesia’s Country Western Nunsense Jambore“), eine TV-Christmas-Musical-Version („Nuncrackers: The Nunsense Christmas Musical“), weiters „Meshuggah-Nuns!”, „Nunsensations: The Nunsense Vegas Revue“ und „Nunset Boulevard“ (2009).
1998 brachte Dan Goggin einen Drag-Ableger seiner Show mit dem Titel „A-Men!“ Off-Broadway ins 47th Theatre, weitere Spin-offs: „Nunsense. The Mega-Musical“ und „Sister Robert Anne’s Cabaret Class“.

Die Wiener Kammerspiele setzen bei ihrer Version des Musicals durchwegs auf bekannte Namen, angefangen bei Regisseur Werner Sobotka, Choreograf Ramesh Nair, dem musikalischen Leiter Christian Frank – bis hin zu den Stars der Produktion: Marianne Mendt, Sandra Cervik, Sona McDonald, Ruth Brauer-Kvam und Hanna Kastner.

Non(n)sens
Buch/Musik/Texte: Dan Goggin
Regie: Werner Sobotka
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreografie: Ramesh Nair
Bühnenbild: Lothar Hüttling
Kostüme: Elisabeth Gressel

Cast
Mutter Oberin: Marianne Mendt
Schwester Maria Hubert: Sandra Cervik
Schwester Robert Anna: Sona MacDonald
Schwester Maria Amnesia: Ruth Brauer-Kvam
Schwester Maria Leo: Hanna Kastner

Link
- Kammerspiele/Non(n)sens
- Nunsense.com

Stadtsaal: Drew Sarich – „Silent Symphony“

9. Mai 2012
20:00bis22:00

Am 9. Mai 2012 tritt Drew Sarich im Wiener Stadtsaal mit seinem Programm „Silent Symphony“ auf. Mit dabei: Gary Howard (Flying Pickets), Christian Deix, Chris Harras (Core), Anzo Morawitz, Alexander Horstmann und Harald Baumgartner. Band: Erwin Bader, Manfred Franzmeier, Rainer Gutternigg und Titus Vadon.

Update 20. April 2012
Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Link
-Stadtsaal: Silent Symhony

Wien: “Gustav Klimt” - das Musical im Künstlerhaus

1. September 2012
19:30bis22:00

cache_2411748198.jpgAm 1. September 2012 feiert „Gustav Klimt – das Musical“ seine Wien-Premiere. Der 150. Geburtstag Klimts ist ein willkommener Anlass – die Spielstätte, das Wiener Künstlerhaus, war im Leben Klimts bedeutend. Vom 6. Juli bis 2. September 2012 widmet sich eine eigene Ausstellung im Wiener Künstlerhaus, quasi im Vorfeld des musicalischen Events, diesem Thema („Gustav Klimt und das Künstlerhaus“)

Das Musical „Gustav Klimt“ erzählt die Geschichte des berühmtesten österreichischen Malers von seinen Jugendtagen, den erfolgreichen Jahren mit der „Künstler Compagnie“ und den Schicksalsschlägen des Todes seines geliebten Bruders und seines zweiten Sohnes, bis zu den erotischen Amouren mit seinen Modellen und der platonischen Lebens-Liebes-Beziehung mit Emilie Flöge. Das Spannungsfeld aus den Bildern von Gustav Klimt, den wunderschönen Jugendstil-Kostümen und der Musical-Rock-Musik lässt die Zuschauer eine Melange der Künste erleben.

Leading Team
Musik: Gerald Gratzer
Buch/Texte: Sissi Gruber/Birgit Nawrata/Niki Neuspiel
Produzent: Niki Neuspiel/Ernst Neuspiel
Regie: Dean Welterlen
Kostüme: Uschi Heinzl
Bühnenbild: Eduard Neversal
Motiondesign/Videoprojektion: Norbert Wuchte
Lichtdesign: Michael Grundner
Ton: Elias Kern
Musikalische Einstudierung: Herwig Gratzer
Choreografie: Cedric Lee Bradley
Regieassistenz/Abendspielleitung: Alex Riff

Cast
Gustav Klimt: André Bauer
Emilie Flöge: Sabine Neibersch/Regina Mallinger
Genius: Linda Geider
Franz Matsch: Lucius Wolter
Ernst Klimt: Georg Prohazka
Mizzi Zimmermann: Anna Carina Buchegger
Kulturminister von Hartel: Dennis Kozeluh
Kolo Moser: Harald Tauber
Mutter Klimt: Bettina Soriat
Serne Lederer: Bettina Soriat
Modell Traudl: Dani Lehner
Freifrau von Elenauer: Dani Lehner
Gerichtsbeamter: Markus Hareter/Nicolas Christahl

Ensemble:
Bettina Soriat, Dani Lehner, Markus Hareter, Nicolas Christahl

Vorstellungstermine
1. September bis 7. Oktober 2012
Mittwoch bis Montag, Dienstag spielfrei

In Deutsch: Donnerstag bis Montag um 19:30, Sonntag um 18:00
Mittwoch: Vorstellung in Englisch

Link
- Künstlerhaus Wien: Gustav Klimt – das Musical
- Das Klimtjahr 2012

vor »