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Archiv - November, 2013

Amstetten 2014: »Flashdance«

Am 6. August 2014 geht in Amstetten die österreichische Erstaufführung des Musicals »Flashdance« über die Bühne. Werner Sobotka (Regie/Bearbeitung), Christian Frank (Musikalische Leitung) und Ramesh Nair (Choreografie) erstellen als eingespieltes Team die Amstettner Fassung. Die Auditions beginnen am 14. und 15. Dezember, 18 bis 20 Rollen sind zu besetzen.

Die Uraufführung des Musicals »Flashdance« fand im Juli 2008 im Theatre Royal in Plymouth statt, es folgte eine Tour durch England. 2010 wurde die Produktion 16 Wochen lang im Londoner Shaftesbury Theatre gezeigt. Die deutschsprachige Erstaufführung ging am 9. November 2013 in Luzern über die Bühne, eine Broadway-Premiere ist für das Frühjahr 2014 geplant, gespielt wird die Show derzeit auch in den Niederlanden (->offzielle Website), in den USA ist eine Tourproduktion zu sehen.

Die Show basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1983, zu hören sind die Hits des Soundtracks, die ergänzende Musik stammt unter anderem von Robbie Roth (Texte: Robbie Roth und Robert Cary), das Buch von Tom Hadley und Robert Cary. Giorgio Moroder (Musik), Keith Forsey (Text) und Irene Cara (Text) bekamen für »Flashdance« (Song) einen Oscar, der Soundtrack wurde mit einem Golden Globe als Album des Jahres ausgezeichnet.

Theater Akzent/ Performing Center Austria: »Xmas Angels«

pca_xmas-2013.jpgSeit 14 Jahren bringt das Performing Center Austria (PCA) zur Weihnachtszeit eine Xmas-Produktion ins Wiener Theater Akzent – mehr als 40.000 Zuschauer waren bisher dabei und konnten im Rahmen dieser Veranstaltungen den Beginn der einen oder anderen erfolgreichen Künstlerlaufbahn miterleben. Beste Beispiele dafür sind Jakob Semotan und Denise Jastraunig.

Auch in diesem Jahr zeigt die Wiener Musicalschule wieder eine Weihnachtsshow. 38 junge Talente im Alter von zehn bis 18 Jahren spielen ab 12. Dezember 2013 »Xmas Angels«. Buch und Idee zur diesjährigen Produktion stammen von Tommy Tatzber, die Regie hat Jürgen Kapaun übernommen, für die Choreografie verantwortlich: Lisa Tatzber und Susi Rietz. Musikalische Leitung: Arpad Krämer.

Handlung
Weihnachtsabend in »Heaven’s Gate«, einem Ort irgendwo zwischen Himmel und Erde. Während in einem großen Hotel die Reichen feiern, versuchen ein Mann und eine Frau gemeinsam mit einem Baby Schutz vor der Kälte zu finden – und werden abgewiesen.
15 Jahre später verschwindet Chrissie, die Tochter von Joe und Mary Holy, spurlos und hinterlässt einen Brief. Mit dem Auftrag, diesen Fall zu lösen, machen sich Gabby, Ari und Danny, die von ihrem Boss »Big G« immer »Engel« genannt werden, auf den Weg nach Antworten.
Was hat Chrissie dazu gebracht, von zu Hause wegzugehen? Was hat der neue Freund des Mädchens, der mit seiner Cateringfirma »Bread & Wine« Chrissie das wahre Leben zeigen möchte, damit zu tun? Welche Rolle spielen ihre drei Taufpaten und Entertainment-Könige, die mit ihren Investitionen Joe Holys Karriere maßgeblich ermöglicht haben?
Oder hat das Verschwinden ganz andere Gründe?

Termine
(für die es noch Karten gibt)
12. Dezember, 19 Uhr
17. Dezember, 9 Uhr, 11.30 Uhr
19. Dezember, 19.00 Uhr
20. Dezember, 19.00 Uhr

Tickets
-> über die Website des Theater Akzent

Link
- Performing Center Austria

Stadtsaal: Familie Lässig – Neujahrskonzert

(c)Andreas Fuderer

Vielleicht ist es ja der Beginn einer wunderbaren neuen Tradition, die am 1. Januar 2014 (Wiederholungstermin: 4. Januar 2014) im Wiener Stadtsaal erstmals über die Bühne geht: das Neujahrskonzert der Familie Lässig.

Familie Lässig
Manuel Rubey: Gesang, Gitarre
Gunkl: Bass, Saxophon, Gesang
Cathie Priemer: Schlagzeug, Gesang
Kyrre Kvam: Klavier, Zieharmonika, Singende Säge, Gesang
Gerald Votava: Gitarre, Bass, Gesang
Boris Fiala: Cello, Gitarre, Zieharmonika, Melodika, Bass, Klavier, Gesang

Die Gäste
Enzo Gaier, Florian Horwath, Ruth Brauer-Kvam, Clara Luzia, Irene Paal, Thomas Stipsits und Katharina Strasser

Gemeinsam interpretiert diese wilde Mischung eine ebensolche: Songs von AC/DC, Blumfeld und Georg Danzer, Element of Crime, Eels und Funny van Dannen über André Heller, Mondscheiner, Rio Reiser und Max Raabe bis zu Simon und Garfunkel, Sportfreunde Stiller und The Who.

Kommentare zu den Proben, die schon begonnen haben, gibts zum Beispiel auf der Facebook-Site von Manuel Rubey –> hier.

Termine
1. Januar 2014 (Beginn: 20 Uhr; Benefizkonzert für Purple Sheep)
4. Januar 2014 (Beginn: 20 Uhr)

Tickets
–> auf der Website des Stadtsaals

Off Theater: Songs for a New World

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Am 7., 9. und 17. Dezember 2013 ist Jason Robert Browns Liederzyklus »Songs for a New World« als österreichische Erstaufführung im Wiener Off Theater zu sehen. Es singen: Ulrike Figgener, Lisa Maria Greslehner, Philipp Dürnberger und Konstantin Zander.

Die Show feierte am 26. Oktober 1995 ihre Off-Broadway-Premiere im WPA Theatre und brachte es auf genau zwölf Vorstellungen – nicht wirklich ein rauschender Erfolg, dennoch hält sich in so manchen deutschsprachigen Medien die irrige Annahme, die Show sei ein »Riesenerfolg« gewesen. Was dem damals 25-jährigen Komponisten und Texter allerdings mit »Songs for a New World« gelang, war ein deutlicher Talentbeweis. Und auch für die Cast, damals praktisch Newcomer, war die Produktion ein Meilenstein: Brooks Ashmankas, Andrea Burns, Jessica Molaskey und Billy Porter – sie alle machten ihren Weg. Ein Song aus der Show – »The Stars and the Moon« – wurde innerhalb kürzester Zeit Bestandteil des Repertoires der internationalen Musicalszene – und Hal Prince (seine Tochter Daisy Prince führte bei »Songs for a New World« Regie) zeigte sich von Brown beeindruckt. Prompt engagierte er ihn für sein nächstes großes Broadway-Musical: »Parade« (Musik & Text: Jason Robert Brown) – diese Show brachte es übrigens auf 84 Vorstellungen.
Doch »Erfolg« ist bei Jason Robert Brown, wenn man damit nur den finanziellen Erfolg seiner Off- und Broadway-Abenteuer meinen möchte, irrelevant. Imagemäßig ist er in der Musicalwelt eine unverrückbare Größe, »Songs for a New World” hat sich als Meisterwerk bewiesen, das weltweit hunderte Male inszeniert wurde – und nun endlich auch in Wien aufgeführt wird.

Wer die Künstler bei der Umsetzung der Produktion finanziell unterstützen möchte, kann dies per Startnext machen –> hier.

Songs for a New World
Text/Musik: Jason Robert Brown
Deutsche Übersetzung: Wolfgang Adenberg

Off Theater
Kichengasse 41
1070 Wien

Cast
Ulrike Figgener
Lisa Maria Greslehner
Philipp Dürnberger
Konstantin Zander

Band/Leading Team
Klavier/Musikalische Leitung: Ronald Sedlaczek
Bass: Sebastian Küberl
Drums/Percussion: Alex Kerbl

Supervisor: Caroline Frank
Ton und Licht: Andreas Ladik

Vorstellungen
Premiere: 7. Dezember 2013, 20 Uhr
9. Dezember 2013, 20 Uhr
17. Dezember 2013, 20 Uhr

Tickets
Per Mail: ichwillkartern@gmail.com
Tel.: 0043 1 9908151
20 Euro bzw. 15 Euro (Studenten)

Links
Songs for a New World @Facebook
Songs for a New World/Website
Off Theater
Lisa Greslehner
Konstantin Zander
Caroline Frank
Ronald Sedlaczek

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Theater L.E.O.: »Die schöne Galathée«

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Am 13. und 15. November gastiert der Verein Kultur.Theater.Musik mit seiner Version von Franz von Suppés Operette »Die schöne Galathée« im Wiener Theater L.E.O.

Handlung
Der Bildhauer Pygmalion hat eine perfekte weibliche Schönheit aus Stein gemeißelt und sich so sehr in die Steinerne verliebt, dass diese zum Leben erwacht. Aber nicht nur er ist von ihr hingerissen, sondern auch sein Diener Ganymed und der reiche Mäzen Mydas. Kaum am Leben, steht die schöne Galathée also schon zwischen drei Männern …

In der Inszenierung von Ulla Pilz, bekannt aus Radio (Ö1), Fernsehen und durch diverse Musiktheaterproduktionen, wird der Diener zum Praktikanten und der Mäzen zum Banker. Allfällige Ähnlichkeiten mit realen Personen sind hier durchaus erwünscht und beabsichtigt. Das Libretto wird um einige Altherren-Witze entschlackt, vor allem in der Absicht, dass die handelnden Figuren keine Schablonen bleiben, sondern zu menschlichen Wesen werden können. Es gibt weniger oberflächlichen Hickhack zwischen den Geschlechtern, dafür aber einen liebevoll-ironischen Blick auf die vier Individuen. Die Welt der drei Männer der Geschichte wird also nicht nur durcheinander gewirbelt, weil Galathée von der Statue zur Frau wird, sondern vor allem, weil diese neugeborene Frau keine Ahnung hat von gesellschaftlichen Konventionen. Und so zwingt sie alle, diese Konventionen gründlich zu hinterfragen und auch wieder einmal über sich selbst nachzudenken.

Team
Regie: Ulla Pilz
Galathée: Iza Kopec
Ganymed: Armin Gramer
Pygmalion: Martin Mairinger
Mydas: Johannes Hanel
Musikalische Leitung: Nana Masutani

Vorstellungen
13. und 15.11.2013 jeweils 20 Uhr im L.E.O Wien
Ungargasse 18
1030 Wien

Kartenreservierung
galathee@gmx.at
0650 9834022

Link
- Theater L.E.O.

Theater in der Ruckergasse: »Broadway-Melodie 1492«

Jura Soyfers (1912–1939) satirische Posse »Broadway-Melodie 1492« ist vom 13. bis 16. November 2013 im Theater in der Ruckergasse als Aufführung der Kolpingbühne Meidling zu sehen.
Als Grundlage für sein Werk diente Soyfer Kurt Tucholskys und Walter Hasenclevers Stück »Kolumbus«. Erzählt wird die Entdeckung Amerikas, voll Witz und Ironie, in bewährter Tradition der Wiener Volkskomödie, quasi als Verbindung von Nestroy und Brecht. Fabel, Parodie, Ironisierung, Kontrafaktur waren Stilmittel Soyfers, um politischer Verfolgung und Zensur zu entgehen.
»Broadway-Melodie 1492« ist ein Teil des von Soyfer für die Kleinkunstbühne ABC (künstlerische Leitung ab 1935: Leon Askin) verfassten »Mittelstücks«, das eine gewisse dramatische Geschlossenheit des Programms garantierte und maßgeblich für das prägnante Profil der im ABC wirkenden Schauspieler und Regisseure war. Diese Mittelstücke – »Der Weltuntergang« (1936), »Astoria« (1937), »Vineta« (1937) und »Broadway-Melodie 1492« (1937/38) – sind die wichtigsten Werke des 1939 im Konzentrationslager Buchenwald zu Tode gekommenen Autors.

Cast
Columbus: Roman Ciesielski
König Ferdinand/Häuptling Winnetutu: Dominik Kalwoda
Königin Isabella/Matrosin/Minehaha: Julia Leitner
Staatskanzler/Matrose/Professor Nohau: Thomas Krisper
Rodrigo Sanchez: Klaus Berning
Sänger/Grande: Robert Stefan
Alibi Pepi: Anna Krasser
Wirtin/Eierfrau/Tacuana: Sabine Seidl-Berning
Ehrenjungfrau/Belihualaschek/Indianerin/Grandin: Petra Auenheimer
Portier des Burgtheaters/Grande/Indianischer Postbeamter: Walter Pertlwieser
Die Regisseurin einer Avantgardebühne: Helene Bayer

Leading Team
Textfassung: Reinhard Auer/Georg Mittendrein
Musik: Günter Leopold

Regie: Kurt Schernhammer
Bühnenbild/Kostüme: Anna Krasser
Einstudierung Gesang: Robert Chionis/Ivo Zopf
Choreografie: Sandor Racz
Licht: Wilhelm Blaha
Projektion: Martin Blaha

Musik
Ivo Zopf: (Klavier/musikalische Leitung)
Monika Blaschke (Querflöte)
Wolfgang Vancura (Gitarre)

Tickets
Telefon: 0664-7893170

Link
- Kolpinghaus Meidling

Forschungs- und Dokumentationszentrum für Theaterwissenschaften und -betriebslehre – Theater in der Josefstadt und Kammerspiele (Hrsg.): Das Theater in der Josefstadt

Öffentlichkeitsarbeit in allen Facetten, das scheint das Credo des Direktors des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttinger, zu sein. So sind in den letzten Jahren bereits zwei Bücher über die Kammerspiele bzw. das Theater in der Josefstadt erschienen: „Wenn’s euch nur gefällt: 100 Jahre Kammerspiele 1910–2010“ (Amalthea, 2010, siehe musicals 148, S. 74) und „Das Theater in der Josefstadt: Eine Reise durch die Geschichte eines der ältesten Theater Europas“ (Picus, 2011). Der Brandstätter Verlag legt nun 2013 einen Prachtband über das Theater in der Josefstadt vor und punktet mit fantastischen Bildern und einer Collage von neu verfassten und bereits veröffentlichten Texten prominenter Schauspieler und Autoren wie Robert Schindel, Franz Schuh oder Heinz Marecek, einem Gespräch von Herbert Föttinger mit Peter Turrini u. v. m. Musical an sich gibt es im Theater in der Josefstadt im engeren Sinn zwar nicht, aber gerade im aktuellen Spielplan findet sich ein hinreißendes Musterbeispiel unterhaltsamen Musiktheaters: Franz Wittenbrinks „Forever Young“ (siehe musicals 160, S. 28). Und für den vorliegenden Band über die Josefstadt verfasste Christoph Wagner-Trenkwitz, der Chefdramaturg der Wiener Volksoper, den informativen Artikel „Eine vergessene Tradition – Beethoven, Lanner, Strauß. Suppé, Wagner … Die Josefstadt hat eine reiche musikalische Vergangenheit“. Darin verweist er nicht nur darauf, dass das Theater am 3. Oktober 1822 mit einer von Beethoven eigens komponierten Ouvertüre eröffnet wurde, die der Gigant selbst dirigierte (allerdings, aufgrund seiner Taubheit, mit einem Hilfsdirigenten), sondern auch auf Singspiel- und Operettenuraufführungen im Theater in der Josefstadt. Eine großartige Dokumentation eines Stücks Wiener Theatergeschichte.

Forschungs- und Dokumentationszentrum für Theaterwissenschaften und -betriebslehre – Theater in der Josefstadt und Kammerspiele (Hrsg.): Das Theater in der Josefstadt – Legendäre Geschichten und unvergessene Stars (Konzept, Zusammenstellung und Redaktion: Christiane Huemer-Strobele). Christian Brandstätter Verlag, Wien 2013. 232 S.; (Hardcover) ISBN 978-3-85033-729-8

Benedict Nightingale, Martyn Palmer: Les Misérables – From Stage to Screen

Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für die einen, eine Anregung, wie man prächtige Musicalbücher machen kann, für andere: Benedict Nightingales und Martyn Palmers Buch „Les Miserables – From Stage to Screen“. Die beiden Journalisten haben in Zusammenarbeit mit Cameron Mackintosh Ltd. und Universal Pictures eine Art Schatzbüchlein designt. Mackintosh steuerte ein Vorwort bei, danach wird in 20 Kapiteln die ganze Les-Mis-Faszination von den Anfängen bis zur Verfilmung von 2012 abgehandelt. Was die Kinoversion betrifft, darf man sich kein kritisches Wörtlein erwarten – bei den Kooperationspartnern eigentlich logisch. Die Superlative zum Bühnenklassiker bekommt man alle serviert: 11.209 Vorstellungen der Show gab es allein am West End (Stand: Oktober 2012), 100 professionelle Produktionen generierten weltweit 48.000 Aufführungen in 42 Ländern und 318 Städten. 60 Millionen Zuschauer sahen das in 21 verschiedene Sprachen übersetzte und mit 97 Preisen ausgezeichnete Musical von Boublil und Schönberg. Und wie kam es überhaupt zur Show? Dazu bieten die Autoren eine von vielen, gut gewählten Anekdoten: „The seeds (…) were sown in 1973, when Boublil, then a Paris-based music publisher and successful lyricist, saw Andrew Lloyd Webber and Tim Rice’s ‚Jesus Christ Superstar‘ on Broadway. After the performance he walked the New York streets until the early hours, excitedly pondering the possibilities of sung-through rock opera. Back in Paris he contacted the record producer, singer and composer with whom he had already started collaborating on pop songs, Claude-Michel Schönberg (…).“ Ausgehend davon erfahren wir einiges über Victor Hugo und seine Zeit, über die Umstände, wie Cameron Mackintosh dazu kam, die Show am West End zu produzieren, über die Vorbereitungen der Londoner Premiere und die Premiere selbst, die Charaktere des Musicals und die Darsteller, die sie verkörperten, über die Les-Mis-Schulversion, von der es alleine in den USA bisher über 2000 verschiedene Produktionen gab, die mehr als fünf Millionen Zuschauer gesehen haben; ein Kapitel widmet sich der Art und Weise, wie die Songs von „Les Mis“ in Castingshows, in Wahlkämpfen (Stichwort: „Les Misbarack“), … verwurstet wurden, und schließlich erfahren wir „alles“, was man über die Verfilmung wissen muss. Der Textteil des Buches ist durchaus in Ordnung, leicht zu lesen, mit Fakten unterfüttert und auch nicht zu knapp. Aber der Knüller des Werks sind die „Beigaben“. Vier knallvoll gefüllte Kuverts sind im Buch eingeklebt. In diesen Taschen bzw. Kuverts finden sich Faksimile-Drucke von Zeitdokumenten. Diese sind wertig produziert, durchdacht bis hin zur Papierwahl. Es gibt Faksimiles von Plakaten, so zum Beispiel von der Originalproduktion am Barbican Centre (Premiere: 8. Oktober 1985), diverse Auszüge aus Programmen von Produktionen der Show (unter anderem Paris, Palais des Sports, 1980, oder Duisburg, 1996). Ein besonders interessantes Faksimile bekommt man von John Napiers Originalentwurf der Bühne der Londoner Produktion. Mittels einer beweglichen Drehscheibe ist nachvollziehbar, wie die schnellen Szenenwechsel möglich wurden. Auch dabei: Ein Faksimile einer Liste von Requisiten, die für die Show notwendig sind, Skizzen von Kostümentwürfen, ein Auszug des Skripts von Ken Caswell, der in der Londoner Aufführung von 1985 Bischof von Digne spielte und danach bei diversen Produktionen der Show für die Regie (mit-)verantwortlich zeichnete. Kurzum: Lauter kleine Schätze für Les-Mis-Fans. Empfehlenswert.

Benedict Nightingale; Martyn Palmer: Les Misérables. From Stage to Screen. The Story so far of the World’s Longest Running Musical in Words, Pictures and Rare, Facsimile Memorabilia. Foreword by Cameron Mackintosh. Carlton Books, London 2013. 96 S.; (Hardcover) ISBN 978-1-78097-264-0. EUR 32,10. www.carltonbooks.co.uk

Theater Drachengasse: »I do! I do!«

In der Bar & Co des Wiener Theaters Drachengasse ist vom 7. bis zum 10. Jänner und am 14. Jänner 2014 das Musical »I do! I do!« zu sehen.

Handlung
Eine 50-jährige Ehe ist eine emotionale Achterbahn von fast epischem Ausmaß. In der deutschsprachigen Aufführung des Broadway-Erfolgsmusicals durchleuchten Katharina Lochmann und Dennis Kozeluh die Höhen und Tiefen einer langen Liebes- und Lebensgeschichte spielend, tanzend, singend.

Cast & Leading Team
Klavier: Walter Lochmann
Flöte, Saxophon: Christine Lochmann
Mit: Dennis Kozeluh, Katharina Lochmann

»I do, I do«
Harvey Schmidt (Musik) und Tom Jones (Buch, Gesangstexte)
Basierend auf The Fourposter von Jan de Hartog, Originalproduktion am Broadway von David Merrick, Originalregie von Gower Champion
Deutsch von Peter Goldbaum und Walter Brandin
Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit Josef Weinberger Ltd., London im Namen von Music Theatre International, New York. Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, Ges.m.b.H.

Link
- Theater Drachengasse