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Archiv - Musical

Musical Unplugged 6.1. & 6.2

Sechs Mal ging die Konzertserie “Musical Unplugged” in den letzten Jahren in wechselnder Besetzung bereits über die Bühne. Zwei weitere Termine der 6er-version, Musical Unplugged 6.1 und 6.2, finden am 10. April 2012 (Beginn: 19:30 Uhr) im 9er-Haus Theater Hennersdorf und am 29. Mai 2012 (Beginn: 19:30 Uhr) in der Neuen Burg Perchtoldsdorf statt.

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„Musical Unplugged 6.1“
Besetzung: Luc Devens, Peter Neustifter, Florian C. Reithner, Florian Schützenhofer, Jakob Semotan und Michael Vinzenz.

Kartenreservierung:
- Mail: simone.schrammel@gemeinde-hennersdorf.at
- Tel.: +43 2235 812 30 17
Kartenpreis: 25 Euro
Beginn: 19:30 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
9er-Haus Theater, Bachgasse 9, 2332 Hennersdorf

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„Musical Unplugged 6.2“
Besetzung: Stefan Bischoff, Luc Devens, Roman Hauser, Christof Messner, Markus Neugebauer, Martin Pasching, Florian C. Reithner, Florian Schützenhofer, Jakob Semotan und ein Auswahlchor des Sacré Coeur Pressbaum.

Kartenverkauf
- Mail: info@perchtoldsdorf.at
- Tel.: +43 1 866 83 400
Kartenpreis: 29 Euro
Beginn: 19:30 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Veranstaltungsort
Burg Perchtoldsdorf, Neuer Burgsaal, Hyrtlgasse 4, 2380 Perchtoldsdorf

Das Programm der “Musical Unplugged”-Shows bietet unter anderem Hits von hierzulande als Klassiker geltenden Musicals wie zum Beispiel “Elisabeth”, “Mozart!” oder “Tanz der Vampire” bis hin zu Werken von Frank Wildhorn, Stephen Schwartz oder Jeanine Tesori. Mit dabei auch (Austro-)Pop-Klassiker und Abstecher in Klassik und Schlager, serviert mitunter mit einer gehörigen Portion Ironie.

Die Tickets zu „Musical Unplugged 6.1 und 6.2“ sind im Verkauf.

Links
- Musical Unplugged
- Musical Unplugged @YouTube

Andrew Lloyd Webber: Hauptsache ein Jesus, egal ob Mann oder Frau

Andrew Lloyd Webber weiß, wie er die Einschaltquoten steigern kann. Für eine Neuproduktion seiner Rockoper „Jesus Christ Superstar“ sucht er demnächt auf ITV einen Darsteller für die Rolle des Jesus. Mittlerweile ließ er verlautbaren, dass es auch eine Darstellerin sein darf, denn, so Webber, “it’s all about talent”.

Ein Sprecher von ITV erklärt dazu:

The role was written by Tim Rice and Andrew Lloyd Webber for a great rock tenor 42 years ago. It was first performed by Ian Gillan – one of the greatest rock tenors of our time. Our auditions are open to anyone and we’re all very excited to meet potential auditionees.

Die potentielle Jesus-Darstellerin würde freilich nicht Geschichte schreiben. Das besorgten schon die kanadische Electroclash-Sängerin Peaches 2010 mit ihrer Show „Peaches Christ Superstar“ in Berlin, und auch Amy Ray, die Sängerin der Indigo Girls, in einer Produktion von 1994 (siehe –> hier).

Link
- list.co.uk: Andrew Lloyd Webber could find female Jesus
- web.orange.co.uk: Lloyd-Webber widens the search for Jesus

Wien: “Pension Schöller” – das neue Metropol-Musical

Am 11. April 2012 feiert im Wiener Metropol Carl Laufs‘ und Wilhelm Jacobys Bühnenklassiker „Pension Schöller“ in einer Musicalfassung von Peter Hofbauer/Stefan Vögel (Buch) und Peter Uwira (Musik) Premiere.

Inhalt

Ein begüterter Privatier macht die finanzielle Unterstützung seines Neffens davon abhängig, dass ihm dieser eine Irrenanstalt von Innen zeigt. In seiner Not führt der Neffe seinen Onkel in die Pension Schöller ein. Und siehe da: Onkelchen amüsiert sich prächtig, weil er, getreu seiner vorgefassten Meinung, die dort versammelten Pensionsgäste tatsächlich für Irre hält.

Carl Laufs’ und Wilhelm Jacobys höchst turbulente Komödie ist ein Klassiker der Unterhaltungskunst. Rasant, schräg und mit einem Augenzwinkern. In der Musicalfassung wurde der historische Hintergrund aus der Kaiserzeit in die Zweite Republik verlegt, genauer gesagt: ins österreichische Staatsvertrags-Jahr 1955. Im Zentrum des Geschehens: „Onkel“ Klapproth, der nicht bemerkt, dass er „im falschen Film“ ist, gespielt von Hubert Wolf, bekannt als „Papa Putz“ aus der Fernsehwerbung für XXX-Lutz.

Leading Team
Buch: Peter Hofbauer & Stefan Vögel
Komposition: Peter Uwira
Bühnenbild und Kostüm: TOTO
Musikalische Leitung: Max Hagler
Regie: Thomas Enzinger

Cast
Maxi Blaha, Missy May, Dunja Sowinetz, Martin Bermoser, Stephan Paryla-Raki, Alfred Pfeifer, Alfons Noventa & Hubert Wolf

Tickets –> hier.

Thomas Drozda gedeutet: Kathrin Zechner ist gescheitert!

In einem Interview mit der Zeitung „Der Standard“ beantwortete VBW-Chef Thomas Drozda einige Fragen, die provokant gemeint waren und dann ein bisschen mit zu wenig Biss nachverfolgt wurden. Freilich reichen die Antworten auch so, um aus dem Kaffeesud zu deuten.

Thema Kathrin Zechner

STANDARD: Kathrin Zechner, die zurück zum ORF ging, wurde bei ihrem Abschied mit Lob überhäuft. Ist sie nicht mit ihrem Konzept eines urbanen Musiktheaters gescheitert?

Drozda: Es war leider nicht finanzierbar. Mehrere Produktionen pro Jahr zu spielen verursacht erheblich höhere Kosten. Gleichzeitig gibt es aufgrund der Schließzeiten zwischen den Produktionen einen Einnahmenentgang. Wenn ich täglich 40.000 Euro einnehmen muss und am Wochenende 50.000 Euro pro Tag, dann verliere ich in zwei Wochen eine halbe Million. Daher mussten wir wieder auf Longrun-Produktionen in beiden Häusern umsteigen.

Fazit: Ja, sie hat versagt. Aber nicht nur sie.

Thema Wien als Abspielstation von Lizenzproduktionen der Stage Entertainment

STANDARD: In beiden laufen seit Monaten Lizenzproduktionen von Stage. Ist Wien nur mehr Abspielstation bereits erprobter Musicals?

Drozda: Sie vergessen: Lizenzen sind keine Einbahnstraße. In Stuttgart läuft Rebecca, in Berlin Tanz der Vampire. Also: Wir haben zwei Produktionen von Stage Entertainment - und Stage hat zwei Produktionen von uns.

STANDARD: Es macht aber einen Unterschied, ob je eine Produktion in Berlin und Stuttgart läuft - oder ob zwei in Wien laufen.

Drozda: Das ist richtig, aber es wäre falsch, einen interessanten Stoff nicht zu bringen, nur weil er von einem bestimmten Lizenzgeber kommt. Dass wir in dem internationalen Lizenzvergabekonzert mitspielen: Das ist doch erfreulich! Und: Die Wiener Version von Sister Act ist von der Qualität viel besser als die Version in Hamburg.

STANDARD: “Sister Act” wurde und wird in mehreren Städten Europas gezeigt, auch in Mailand. Wenn ich Ihnen die Fotos von allen Produktionen vorlege: Sie könnten sie nicht voneinander unterscheiden.

Drozda: Das Kriterium ist ja nicht das Bühnenbild. Auch die Inszenierungen werden sich nicht fundamental unterscheiden. Aber es geht um das Musikalische. Und da ist unsere Produktion auf dem höchsten Niveau. Ich weiß nicht, ob wir auch mit der Mailänder Version auf 97 Prozent Auslastung kommen würden nach bereits 120 Vorstellungen. Und ich weiß nicht, ob wir uns mit der Mailänder Version über die erstklassigen Kartenvorbestellungen für das erste Quartal freuen könnten, das ja ein besonderes schwieriges ist, weil wir gegen Cats antreten.

STANDARD: Die Veranstalter von “Cats” bauen ein großes Zelt auf - und verdienen Geld.

Drozda: Aber diese Tourneeproduktion hat für den Tourismus in Wien keine Relevanz. Und es gibt praktisch keine Umwegrentabilität. Wir hingegen bringen in historischen Spielstätten, die natürlich ein geringeres Platzangebot haben, Produktionen in höchster Qualität heraus. Man kommt wegen uns nach Wien.

STANDARD: Dann sollten Sie die Subvention doch bitte aus dem Tourismustopf bekommen.

Drozda: Ich bin sofort dafür! Ich habe mehrfach vorgeschlagen: Finanziert die Oper im Theater an der Wien und das Orchester aus dem Kulturbudget - und das Musical über die Wirtschaftsförderung. Auch deshalb, weil 1,2 Millionen Menschen im Ausland Elisabeth gesehen haben. Und Elisabeth verbindet man mit Wien.

Fazit: Nicht nachvollziehbare Antworten. Beispielsweise:

- Welche Touristen möchten die VBW mit abgespielten deutschen Produktionen nach Wien locken? Umwegrentabilität? Klar, früher, als man sich traute, Eigenes auf die Beine zu stellen. Die Umwegrentabilität ist mit Sicherheit durch die künstlerische Bankrotterkärung der letzten Jahre dramatisch gesunken und mit der Ära Zechner hat sie ein Minimum erreicht.
- „Sister Act“ ist von der Qualität her besser? Drozda erwähnt sogar den Begriff „das Musikalische“. Können wir alle einmal gemeinsam üben? Es ist gar nicht so schwer: Das ORCHESTER unter der Leitung von Koen Schoots, und gleich zwei Mal wiederholen am besten. Ja, das ist ein Argument, Musical - Musik. Aber es reicht nicht, um Schwachsinn zu rechtfertigen. Es ist ein absoluter Alptraum, Musiker die Sinnlosigkeit auf „hohem Niveau“ exekutieren zu hören, nur weil in den Chefetagen der VBW kein Mensch weiß, wie man Musicals von Qualität so vermarktet, dass man eben auch den ökonomischen Zwängen gerecht wird.
- „Cats“ hat sehr wohl Relevanz, denn es lockt Musicalfans aus ganz Österreich an, und am besten wäre es, wenn es zwei Jahre in Wien gespielt werden würde. Dann könnten wir mal schauen, ob den VBW nicht doch etwas Sinnvolleres einfallen müsste, als das Repertoire der 90er Jahre in einem immer wiederkehrenden Rhythmus abzufeiern.

Und so weiter und so fort. Jeder möge seine eigenen Schlüsse ziehen.

Link
Der Standard: “Das Jubeln hab’ ich mir abgewöhnt”

Peter Weck: “Das ist einfallslos.”

Aus einem Interview von „inwien“ mit Peter Weck:

inwien: Mit „Cats“ ist Wien als Musicalstadt gestartet. Was hat sich seither in der Musicalszene getan?
Peter Weck: Das ist eine schwierige Frage. Ich bin nicht jemand, der Fehler sucht. Aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn manche Häuser zu Zweitbühnen werden und Produktionen übernehmen. Das ist einfallslos. Man könnte natürlich sagen, dass ich das auch gemacht habe, weil „Cats“ aus England gekommen ist. Aber das stimmt nicht, das war eine eigene Produktion und kein Gastspiel eines anderen Theaters. Wir waren bahnbrechend.

Link
- inwien

Kammerspiele: “Non(n)sens” – das Musical – das Original

12. Mai 2012
20:00bis22:30

Am 12. Mai 2012 kommt der originale Sister Act nach Wien: „Non(n)sens“ („Nunsense“), ein Musical von Dan Goggin (Buch/Musik/Texte), das am 12. Dezember 1985 im Cherry Lane Theatre seine Off-Broadway-Premiere feierte und 3672 Vorstellungen in diesem Theater und später im Douglas Fairbanks Theater erlebte. Christine Anderson, Vicki Belmonte, Marilyn Farine, Semina De Laurentis und Suzi Winson begeisterten ihr Publikum, rund zehn Jahre war „Nunsense“ Off-Broadway ein Hit. Die Show war und ist nach wie vor weltweit erfolgreich und erlebt dutzende Produktionen jedes Jahr, mehr als 8000 bis dato weltweit. Das Musical bricht in vielen Häusern Zuschauerrekorde, mehr als 25.000 Darstellerinnen sind in all den Shows in die Rollen der Nonnen geschlüpft, über 500 Millionen Dollar konnten all die Produktionen weltweit einspielen. Und das, obwohl man „Nunsense“ auch so charakterisieren kann:

Not bad for a one-joke show with a forgetable score (Thomas S. Hischak)

Der Inhalt von „Non(n)sens“ ist schnell erzählt:

Die harmlose, aber leider auch völlig unfähige Köchin eines Klosters hat nichtsahnend 52 ihrer Ordensschwestern mit einer vergifteten Bouillabaisse vorzeitig gen Himmel gesandt. Die Aufregung ist groß, vor allem weil das Geld für die vielen Beerdigungen nicht reicht. Mit einer selbst einstudierten Benefizvorstellung versuchen nun die Mutter Oberin und die überlebenden Ordensschwestern Geld zu sammeln. Jede Schwester hat sich dafür die eine oder andere Nummer ausgedacht.

Es muss etwas dran sein, an Nonnen auf der Bühne (und im Film), generell. Das Erfolgsrezept von „Non(n)sens“ und dem im Ronacher laufenden „Sister Act“ scheint ident, bis hin zur musikalischen Ebene. Auch in Goggins Show sind die Songs kleine Pastiche-Stücke, etwa aus dem Gospelgenre („Hollier Than Thou“), aus dem Country- & Western-Bereich („I Could’ve Gone to Nashville“), Vaudeville („Just a Coupla Sisters“) und so weiter – bis hin zur Step-Nummer „Tackle the Temptation with a Time Step“ oder etwa der Popnummer „Growing Up Catholic“.

Tanzende, singende Nonnen – die Show war ein dermaßen großer Hit, dass mit „Nunsense 2: The Sequel“ 1994, ebenfalls von Dan Goggin, ein Nachfolger Off-Broadway produziert wurde, der aber nur 149 Vorstellungen erlebte. Für die Cast-CD benannte man die Show um in „Nunsense II: The Second Coming“. Das sollte es noch lange nicht gewesen sein. Es kam eine ganze Reihe weiterer Sequels auf die Bühne: eine Country & Western-Version („Sister Amnesia’s Country Western Nunsense Jambore“), eine TV-Christmas-Musical-Version („Nuncrackers: The Nunsense Christmas Musical“), weiters „Meshuggah-Nuns!”, „Nunsensations: The Nunsense Vegas Revue“ und „Nunset Boulevard“ (2009).
1998 brachte Dan Goggin einen Drag-Ableger seiner Show mit dem Titel „A-Men!“ Off-Broadway ins 47th Theatre, weitere Spin-offs: „Nunsense. The Mega-Musical“ und „Sister Robert Anne’s Cabaret Class“.

Die Wiener Kammerspiele setzen bei ihrer Version des Musicals durchwegs auf bekannte Namen, angefangen bei Regisseur Werner Sobotka, Choreograf Ramesh Nair, dem musikalischen Leiter Christian Frank – bis hin zu den Stars der Produktion: Marianne Mendt, Sandra Cervik, Sona McDonald, Ruth Brauer-Kvam und Hanna Kastner.

Non(n)sens
Buch/Musik/Texte: Dan Goggin
Regie: Werner Sobotka
Bühnenbild: Lothar Hüttling
Kostüme: Elisabeth Gressel
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreografie: Ramesh Nair

Cast
Mutter Oberin: Marianne Mendt
Schwester Maria Hubert: Sandra Cervik
Schwester Robert Anna: Sona MacDonald
Schwester Maria Amnesia: Ruth Brauer-Kvam
Schwester Maria Leo: Hanna Kastner

Link
- Kammerspiele/Non(n)sens
- Nunsense.com

Wien: “Gustav Klimt” - das Musical im Künstlerhaus

1. September 2012
19:30bis22:00

cache_2411748198.jpgAm 1. September 2012 feiert „Gustav Klimt – das Musical“ seine Wien-Premiere. Der 150. Geburtstag Klimts ist ein willkommener Anlass – die Spielstätte, das Wiener Künstlerhaus, war im Leben Klimts bedeutend. Vom 6. Juli bis 2. September 2012 widmet sich eine eigene Ausstellung im Wiener Künstlerhaus, quasi im Vorfeld des musicalischen Events, diesem Thema („Gustav Klimt und das Künstlerhaus“)

Das Musical „Gustav Klimt“ erzählt die Geschichte des berühmtesten österreichischen Malers von seinen Jugendtagen, den erfolgreichen Jahren mit der „Künstler Compagnie“ und den Schicksalsschlägen des Todes seines geliebten Bruders und seines zweiten Sohnes, bis zu den erotischen Amouren mit seinen Modellen und der platonischen Lebens-Liebes-Beziehung mit Emilie Flöge. Das Spannungsfeld aus den Bildern von Gustav Klimt, den wunderschönen Jugendstil-Kostümen und der Musical-Rock-Musik lässt die Zuschauer eine Melange der Künste erleben.

Leading Team
Musik: Gerald Gratzer
Buch/Texte: Sissi Gruber/Birgit Nawrata/Niki Neuspiel
Produzent: Niki Neuspiel/Ernst Neuspiel
Regie: Dean Welterlen
Kostüme: Uschi Heinzl
Bühnenbild: Eduard Neversal
Musikalische Einstudierung: Herwig Gratzer
Choreografie: Cedric Lee Bradley
Regieassistenz/Abendspielleitung: Alex Riff

Cast
Emilie Flöge: Sabine Neibersch
Kolo Moser: Harald Tauber
sowie Hari Baumgartner
die weiteren Besetzungsangaben folgen demnächst

Vorstellungstermine
1. September bis 7. Oktober 2012
Mittwoch bis Montag, Dienstag spielfrei

In Deutsch: Donnerstag bis Montag um 19:30, Sonntag um 18:00
Mittwoch: Vorstellung in Englisch

Link
- Künstlerhaus Wien: Gustav Klimt – das Musical
- Das Klimtjahr 2012

Broadway: Aus für “Rebecca” – Nächste Saison, nächster Versuch?

Broadwayworld.com:

The producers of REBECCA, the new musical based on the classic novel by Daphne Du Maurier novel (later turned into an Oscar-winning film by Alfred Hitchcock) announced this morning that the production has been postponed until next season. REBECCA was slated to open Sunday, April 22 at the Broadhurst Theatre, with previews beginning March 27.

Said lead producer Ben Sprecher, “It is with great disappointment that we have made the decision to postpone the Broadway debut of this phenomenal musical until next season. REBECCA is a grand and spectacular musical requiring substantial capitalization, and it’s no secret that in this very negative economic climate, raising money for Broadway has become even more difficult and laborious than it has historically always been. We are very close to meeting our financial goal, but we just ran short of time to complete capitalization with rehearsals slated to begin in two weeks. We feel that REBECCA is too special of a musical to short change in any way. It is our responsibility to the creators of this show, to our cast, our partners, our investors and our vendors that the complete financing is in place before rehearsals begin. REBECCA on Broadway must have the proper chance to continue the successful track record it currently enjoys worldwide. My co-producers and I remain very committed to bringing this wonderful show to New York next season.”

Links
- BroadwayWorld.com: Broadway’s REBECCA Cancelled for Spring! Aiming for 2012-2013
- The New York Times: Without Money in Place, ‘Rebecca’ Postpones Broadway Opening Until Next Season
- APA: REBECCA: Broadway-Premiere auf Herbst verschoben
- Musical Vienna: REBECCA - Broadway-Premiere auf Herbst verschoben
- Chicago Tribune: Broadway stumble for ‘Rebecca’: Musical cancels spring opening amid fund-raising problem

111 - and we wonder why!

Ich bins mal wieder, der Spaßverderber. Heute erreichte all jene Redaktionen des deutschsprachigen Raumes, die in Erwägung ziehen, über Musicals zu berichten, die Meldung, dass die Vereinigten Bühnen Wien die 111. Vorstellung von „Sister Act“ gefeiert haben. Ich habe keinen Überblick, in welchen Medien die Meldung auch publiziert wurde, mich beschäftigt eher die Frage, ob diese Aussendung nicht einfach nur ein Trottel-Test war. Wer ist so bescheuert und druckt ab oder stellt online eine Meldung, dass eine Show 111 Mal aufgeführt wurde? Die andere Frage: Was könnte gefeiert werden?

Eine Möglichkeit würde darin bestehen, dass seit dem Abgang Kathi Zechners die Numerologen das Ruder übernommen haben, was wohl kein großer Unterschied wäre. Was lässt sich also über die Zahl 111 sagen. In einem Esoterikforum kann man darüber lesen:

Sie ist der volle Zahlenwert des ersten hebräischen Zeichens, der Aleph (woher sich übrigens auch das Alphabet ableitet, denn die Griechen übernahmen dies von den Hebräern).
Die 1 auf allen drei Ebenen, der Einerebene, der Zehnerebene und der Hunderterebene.
Es ist die Zahl 1, die Gott symbolisiert. Und der unoffenbarte Gott betritt durch einen dreifachen Ring aus Nichts die Schöpfung und erblüht einer Drei-Einheit. Das ist die 111.
Die 111=3*37. Was ist die 37? Sie ist ein Kreis. So wie die 13 der Punkt ist, und ein Punkt ist Einheit in sich selbst, so ist die 13.te Primzahl die 37.
Die 37 ist damit eine Art zweidimensionaler Punkt. Die Einheit im Zweidimensionalen. Und in der Ebene, im Zweidimensionalen, gibt es kein passenderes Symbol der Einheit als den Kreis.
Die Kabbalah erzählt zu dem Zeichen der Aleph, das wie ein Kopf eines Rindes geformt ist, daß eben nur der Kopf sichtbar wird. Nur ein Drittel des Ganzen ist hier überhaupt sichtbar.
Gott ist in sich in dreifacher Offenbarung, drei-eins, doch er zeigt sich nur als EINS. Ein drittel wird sichtbar, ein zweites drittel ist das Nicht-Sein, und das tiefste Geheimnis ist die Quelle, aus der das Sein und das Nicht-Sein entspringt, das ist das dritte drittel.
In dem, was sich hier als EINS zeigt, spiegelt sich dennoch die Drei-Einheit. Eben wie in der Aleph=111=3*37 der dreifache Einheitskreis sich in der Welt der Zweiheit offenbart.
Die Aleph ist gleichzeitig das Zeichen, das vor ein hebräisches Verb gesetzt wird, um die erste Person Singular anzuzeigen, also das “ich… (mache etwas)”.
Das “Ich” des Menschen ist ebenfalls also in Beziehung zu dieser Aleph. Wer nun sein “Ich” behauptet, und noch ein “Du” kennt, der ist nicht “ICH”, ist nicht wirklich ein Spiegel des drei-einen Gottes.
Erst im freiwilligen Übergeben des “ich”, das sich als getrennt erlebt, erst darin liegt das Übergehen in das große “ICH”, das ALLES ist. Alles offenbarte. Und damit gleichzeitig EINS mit allem Nicht-Seienden. So spricht Jesus in diesem Geist: “Ich und der Vater sind EINS”. Der Vater ist dieses Seiende. Und wieso sagt er an anderer Stelle: “Der Vater ist größer als ich.”? Weil der Vater als Ganzes gleichzeitig die Mutter ist, das dreifache Nicht-Seiende, wie Lao Tse im ersten Kapitel des Tao Te King sagt. Die beiden sind austauschbar, wie zwei Spiegelbilder.
Genauso könnte man sagen “Ich und die Mutter sind EINS”, das ICH im dritten Ring des Nichts. So wie sich das Wort “ich” und “nichts” im hebräischen aus denselben Zeichen zusammensetzt. Trotzdem müßte man dann auch sagen: “Die Mutter ist größer als ICH”, weil sie gleichzeitig auch der Vater ist. Sowohl Mutter als auch Vater sind aber auch nur Spiegelbilder des unoffenbarten Gottes. Und in dieser Hinsicht sind eben Mutter und Vater immer noch größer als “ICH”.

Hat’s bis hierher jemand geschafft? Nein, keine Sorge, auch das war kein Trottel-Test. Eine letzte Erklärung wäre noch möglich, lesen wir doch in der Presseaussendung:

Gestern Abend gab es im Ronacher allen Grund zu feiern: SISTER ACT erlebte seine 111. Vorstellung!
Im Beisein von Generaldirektor Mag. Thomas Drozda, der künstlerischen Betriebsdirektorin Mag. Brigitta Thelen und dem gesamten Ensemble wurde im Anschluss an die Show auf der Bühne auf diesen erfreulichen Anlass angestoßen.

Wieder hab ich keinen Überblick, seit wann die künstlerische Betriebsdirektorin an der Seite von Herrn Drozda den Medien so deutlich präsentiert wird. Ich schätze fast, sie ist die präsumtive interimistische Nachfolgerin Kathi Zechners als jene weibliche Führungskraft, die die Rolle der Leading Lady des Hauses, aber ebenfalls ohne Kompetenzen, derzeit innehat.

Das alles sind keine beabsichtigten Sottisen, man fragt sich halt. Aber wie auch immer, freuen wir uns auf die 666. Vorstellung. Und bitte, o Herr, lass es an diesem Tag keine Schlangen oder andere biblische Symbole regnen. Amen!

Orpheum: “Der kleine Horrorladen” mit Walter Lochmann als Mushnik

11. Mai 2012
19:30bis22:00

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Am 11. Mai 2012 geht im Wiener Orpheum die Premiere des Musicals „Der kleine Horrorladen“, eine Show von Alan Menken (Musik) und Howard Ashman (Buch, Texte), über die Bühne. „Der kleine Horrorladen“ basiert auf dem gleichnamigen Film von Roger Corman aus dem Jahre 1960 und erlebte 1982 seine Off-Broadway-Premiere. 1986 wurde aus dem Musical wieder ein Film. Da brachte Frank Oz seine Version des Musicals mit Rick Moranis, Ellen Greene, Vincent Gardenia, Steve Martin und Levi Stubbs in die Kinos.

horror2.jpgIm Wiener Orpheum feiert man das 30-jährige Bühnenjubiläum des „Kleinen Horrorladens“ mit einer ganz speziellen Besetzung. Walter Lochmann, 22 Jahre, von „Cats“ bis „Rudolf“, bei den Vereinigten Bühnen Wien in vielfältigen Positionen, unter anderem als künstlerischer Leiter und natürlich als Dirigent beschäftigt, wechselt vom Klavier und Dirigentenpult mitten auf die Bühne. Sein Bühnendebüt gibt er als alternder Blumenhändler Mushnik. Mit ihm zu sehen: Michael Konicek („Das Orangenmädchen“) als Seymour, Julia Preglau („Tom Jones Story“, „Dolce Vita & Scandale“) als naives Dummchen Audrey und Christian Böhm als sadistischer Zahnarzt Orin Scrivello. Nik Raspotnik wird Audrey II die Stimme verleihen.

Leading Team
Regie: Christian Böhm
Musikalische Leitung: Walter Lochmann
Bühnenbild und Kostüme: Nik Raspotnik
Produktionsleitung: Thomas Neuwerth
Assistenz: Silke Müllner, Ludovico Lucchesi Palli, Georg Hasenzagl
Produktionsfotos: Julija Marcenko

Cast
Seymour: Michael Konicek
Audrey: Julia Preglau
Orin Scrivello: Christian Böhm
Mr. Mushnik: Walter Lochmann
Audrey II: Nik Raspotnik (Gesang), Wolfgang Fahrner (Puppenspieler)
Soulgirls: Cordula Feuchtner, Gesine Eiselt, Doris Krause
Kunde, Agent, Mr. Bernstein, Mrs. Luce, Masochist, Geschäftsmann: Martin Purth

Band
Ronald Sedlaczek (Klavier), Max Ferschl (Bass), N.N. (Gitarre), Michael Flatz (Drums)

Termine
Premiere: Fr 11. Mai 2012, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 12.5., 13.5., 21.6., 22.6. sowie 6. bis 8.9.2012
jeweils um 19.30 Uhr

Orpheum, Steigenteschgasse 94 b, 1220 Wien

Tickets
- telefonisch unter 01/481 17 17
- in jeder Bank Austria Zweigstelle
- online unter www.orpheum.at, www.oeticket.com, www.ticket-online und www.clubticket.at.

Weitere Infos unter http://www.emdisstage.com/Horrorladen.html

Rolf Kutschera (1916-2012)

Rolf Kutschera, geboren 1916 in Wien, prägte das Musicalgenre in Wien nachhaltig. Der Pianist, Textautor, Komponist für Kabarett und von Chansons, Schauspieler und Regisseur übernahm 1965 das herabgewirtschaftete Theater an der Wien, etablierte das Musical als Genre in Wien, revolutionierte hier auf seine Weise den Spielbetrieb und leitete es bis 1982.

2010 erschien „Glück gehabt – Meine Erinnerungen“, die Autobiographie des Musicalmachers. In den 32 Kapiteln des Musicalteils seines Buches spannt Kutschera den Bogen vom 21. Dezember 1965, der Premiere von „Wie man was wird im Leben, ohne sich anzustrengen“, bis zum 8. Dezember 1981, der Premiere von „Jesus Christ Superstar“. Kutschera über das Ende „seiner“ Musicalzeit:

‘Jesus Christ Superstar‘ war das erste Musical in meiner Direktionszeit, wo alle Schauspieler mit Mikroports und Verstärkern sangen. […] Mit ‚Jesus Christ Superstar‘ und den weiteren Werken von Andrew Lloyd Webber begann die Zeit des elektronischen Musicals, wodurch sich ein vollkommen neuer Darstellungs- und Gesangsstil entwickelte. Meine Zeit des Musicals mit direktem Spiel und Gesang der Schauspieler, ohne elektronische Tonverstärkung, war vorbei.

Marcel Prawy schrieb über Kutschera:

Du aber hast den Augen Wiens die Welt erschlossen. Man sah amerikanische Spitzenwerke und erfuhr, dass es britische, französische, italienische Musicals gibt. Du hast österreichische wie „Helden“ erschaffen, deine Besetzungen waren eine unwiederholbare Starparade – deine Produktionen für Wien, deine Änderungen haben „Gigi”, in den USA ein Durchfall, zum Triumph geführt, neu erschaffene Inszenierungen.
Ich durfte einmal unter dir arbeiten – bei der Robert Stolz Revue hier und am Berliner Theater des Westens, da habe ich deine hervorstechendste private Eigenschaft kennen gelernt: deine „Zärtlichkeit“. Mit Zärtlichkeit hast du deinen Hund Petzi über den Naschmarkt geführt – und es lag geradezu „Zärtlichkeit“ in deiner grausamen Brutalität, wenn du Dinge, die dir nicht gefielen, mit einem Fußtritt von der Bühne fegtest, der fast den unersetzlichen Direktor Häussler erzittern ließ.

Unter Kutschera erlebte man am Theater an der Wien Premieren von unter anderem folgenden Musicals:
Jesus Christ Superstar (8.12.1981)
Evita (16.1.1981)
Chicago (21.2.1979)
Mayflower (2.12.1977)
Das Glas Wasser oder Barock und Roll (20.2.1977)
Evviva Amico (19.11.1976)
Billy (19.2.1976)
Das Lächeln einer Sommernacht (14.2.1975)
Gigi (24.10.1974)
Pippin (10.2.1974)
Das Appartement (8.11.1973)
Kiss me, Kate (9.2.1973)
Helden, Helden (27.10.1972)
Pinkville (16.3.1972)
Sorbas (28.1.1971)
Cabaret (14.11.1970)
My Fair Lady (18.11.1969)
Anatevka (15.2.1969)
Hello Dolly! (10.9.1968)
Can-Can (2.3.1968)
Der Mann von La Mancha (4.1.1968)
Polterabend (1.3.1967)
Der König und ich (20.12.1966)
Heimweh nach St. Pauli (29.9.1966)
Irma La Douce (9.3.1966)
Wie man was wird im Leben, ohne sich anzustrengen (21.12.1965)

Michael Heltau über Rolf Kutschera:

Kutscheras Spielplan, seine Besetzungen, wurzelten im Wiener Theater. (…) Marika Rökk, Zarah Leander, Susanne von Almassy, Vilma Degischer, Blanche Aubry, Irmgard Seefried (…) Johannes Heesters, Josef Meinrad, Fritz Muliar, Harald Juhnke.
Wenn Rolf Kutschera für die Produktionen seiner Ära, die, soweit ich mich erinnere, immer Erstaufführungen, Uraufführungen für das Theater an der Wien waren, diese hochkarätigen Namen gewinnen konnte, dann war seine Absicht ganz klar, sich den glanzvollen Zeiten des Theaters an der Wien vergangener Jahrzehnte verpflichtet zu fühlen und ebenso den besten Vorstellungen, den Maßstäben des Burgtheaters, der Volksoper, des Theaters in der Josefstadt, des Volkstheaters. So war das Theater an der Wien nicht nur dieses berühmte Haus, das glücklicherweise in Wien steht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Wiener Theater.

Links
- orf.at: Rolf Kutschera verstorben
- Der Standard: Theatermacher Rolf Kutschera gestorben
- Live-PR: Trauer um Rolf Kutschera bei VEREINIGTE BÜHNEN WIEN
- APA: Trauer um Rolf Kutschera bei VEREINIGTE BÜHNEN WIEN
- Kurier: Begründer der Wiener Musical-Ära ist tot
- relevant.at: Theatermacher Rolf Kutschera gestorben
- news.at: Theatermacher tot
- diepresse.com: Theater an der Wien: Rolf Kutschera gestorben
- Salzburger Nachrichten: Theatermacher Rolf Kutschera gestorben
- Die Presse: Nachruf: Rolf Kutschera, Musical-Pionier

profil/VBW: Die Brauner-Connection und die Intendanten-Juxwahl

In einem Artikel in der neuesten Ausgabe des Magazins „profil“ (siehe –> hier) bringt Redakteurin Karin Cerny einige interessante Informationen zum Thema „Vereinigte Bühnen Wien“ ans Tageslicht, so schildert sie etwa, wie, ihren Recherchen zufolge, die Wahl Kathrin Zechners zur Intendantin 2004 über die Verbindung SPÖ – Renate Brauner – Michael Häupl erfolgt sein soll. Und ebenfalls, wie sich ihr Abgang, der, so Cerny, „nicht freiwillig“ erfolgte, abgespielt hat.
Details gibt es auch über die Bewerber für den Posten, für den Kathrin Zechner zuletzt ein Jahresgehalt von „250.000 Euro (exklusive Prämien)“ bezogen hat. profil:

„Insider sagen dem heimischen Entertainer Alfons Haider aufgrund fehlender internationaler Kontakte wenig Chancen auf den Job nach. Auch Schauspielerin Marika Lichter, ebenfalls mit Renate Brauner befreundet, oder Musicalstar Uwe Kröger, die sich beworben haben, werden nicht als Favoriten gehandelt. Unter den internationalen Bewerbungen sei, wie man hört, vor allem eine Alternative problematisch: jemand, der mit dem deutschen Unterhaltungsindustrie-Giganten Stage Entertainment eng verbunden wäre. Der Hamburger Konzern dominiert schon jetzt den deutschsprachigen Markt – ein verstärkter Einfluss auf Wien wäre für die Unabhängigkeit der VBW gefährlich.“

Aber es wäre nicht Wien, würde es sich bei dieser Wahl nicht ohnedies, zumindest theoretisch, um eine reine Juxwahl handeln, eine Wahl, die man halt ausschreiben muss, weil uns nix erspart bleibt, aber machen tun wir doch eh, was mir wolln, oder?

profil: Kulturstadtrat Mailath-Pokorny meinte jüngst in dem Wochenmagazin NEWS, dass der neue Musical-Chef nicht aus der Liste der Bewerber kommen müsste.
Drozda: Tatsächlich ist es formal richtig, dass wir uns auch für jemanden entscheiden könnten, der sich formal nicht beworben hat. Es wäre nur ein seltsamer Vorgang und würde alle desavouieren, die das Prozedere ernst genommen und seitenlange interessante Konzepte erarbeitet haben, wenn man jemand anderen suchen würde.

Viele Worte, dabei wäre doch die Antwort so einfach: „Nein, das wird definitiv nicht der Fall sein.“ Oder?

Obwohl, der neue Intendant wird de facto ohnedies nicht viel mehr entscheiden können. Man hat ja Zeit. Drozda:

Ich gehe davon aus, dass im Februar eine Entscheidung fällt. Wir stehen zwar nicht unter Druck, weil wir intern so gut aufgestellt sind, dass wir einstweilen auch ohne Intendanz auskommen könnten. Nichtsdestotrotz gibt es eine Reihe von Entscheidungen, bei denen ich die neue Leitung einbinden möchte. Es soll ja nicht so sein, dass jemand kommt und vor vollendeten Tatsachen steht. Und die Programmierung der nächsten zwei, drei Jahre womöglich gar nicht mehr beeinflussen könnte.

Link
- profil: Tanz der Mormonen

Volksoper Wien: Bernsteins “Candide”

K. Criswell, J. O‘Loughlin Copyright: Barbara Palffy/Volksoper Wien

Die Volksoper Wien hat derzeit einen Lauf, was Musicals betrifft, Musicals, die sich dem, was man überhaupt allgemein unter dem Begriff „Musical“ subsumieren könnte, nicht von unten, vom Seichten nähern, sondern Musicals, die, wie etwa „Candide“, filigrane Schnittmengen von zum Beispiel Oper und Operette bilden. Wenn man Musicals spielt an der Volksoper, wird, zumindest derzeit, nicht darum gefeilscht, ob man sich eine Harfe etwa gerade noch leisten kann oder nicht doch lieber den Pausenraum mit bunten Lampions neu dekoriert, den Billeteuren lustige Kostüme schneidern lässt und die Hauptdarsteller in Societysendungen einkauft, man spielt, zumindest hat man als Zuschauer den Eindruck, in einer dem Stück bestmöglichen Variante. Musical – Musik, liegt eigentlich ja auf der Hand (sollte man meinen).

Nach der großartigen Produktion von Sondheims „Die spinnen, die Römer!” feierte gestern Bernsteins „Candide“-Premiere. Es war eine viel bejubelte Vorstellung, es war ein bedeutender Abend in vielerlei Hinsicht. Will man Musicals in Wien sehen, muss man derzeit in die Volksoper.
Wer verstehen will, warum es eine solche Unerträglichkeit ist, was die Vereinigten Bühnen Wien als ehemaliger Musicaldominator derzeit (auf eine bessere Zukunft darf man hoffen) an „Musicals“ auf die Bühne knallen, muss in die Volksoper kommen. DAS ist Musik, auch so kann „Musical“ klingen.

Man sollte sich das nicht entgehen lassen. Drei Vorstellungen sind noch angesetzt: am 24., 26 und 29. Januar 2012. Zum Ticketverkauf gehts –> hier.

Mehr über „Candide“ dann in „musicals“ in der April/Mai-Ausgabe 2012.

Candide
A Comic Operetta in two acts (1956)
Konzertfassung von 1993
Musik: Leonard Bernstein
Gesangstexte: Richard Wilbur
Zusätzliche Gesangstexte: Stephen Sondheim, John La Touche, Dorothy Parker, Lillian Hellman und Leonard Bernstein
Deutsche Erzähltexte: Loriot
Konzertante Aufführung in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung
Erzähler: Robert Meyer
Candide: Stephen Chaundy
Cunegonde: Jennifer O´Loughlin
Old Lady: Kim Criswell
Pangloss/Martin: Morten Frank Larsen
Governor: Otoniel Gonzaga
Vanderdendur/RagotzkyJeffrey Treganza
Paquette: Beate Ritter
Maximilian/Captain: Steven Scheschareg
Junkman/Tsar Ivan: Karl Huml
Alchemist/Sultan Achmet: Andrew Johnson
Cosmetic Merchant/1. Inquisitor: Frederick Greene
Doctor/Stanislaus/2. Inquisitor: Thomas Plüddemann
3. Inquisitor/Bearkeeper: Heinz Fitzka

Dirigent: Joseph R. Olefirowicz
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
Chor und Orchester der Volksoper Wien

Links
- Der neue Merker: WIEN/ Volksoper: CANDIDE von L. Bernstein. Konzertante Premiere
- Der Standard/Ljubiša Tosic: Operettenleben nach dem Tod
- Kurier: Volksoper: So macht Musiktheater Spaß
- Die Presse: Leonard Bernsteins Lob auf das einfache Leben
-0e1.orf.at: “Candide” konzertant
- Oberösterreichische Nachrichten: „Candide“ oder vom Spaß des Lebens

- Die Presse: Jennifer O’Loughlin widmet Bernstein ihre Koloraturen
- Wiener Zeitung: “Leonard Bernsteins echtes Meisterwerk ist der Candide!”
- Der Standard: Einmal Paradies und retour

Tim Rice strikt gegen Webbers “Reality”-”Jesus”

Tim Rice kann mit Andrew Lloyd Webbers Plänen, eine Hauptrolle für seine Neuproduktion der Rockoper „Jesus Christ Superstar” per Castingshow zu vergeben (siehe –> hier), nichts anfangen. Er meint dazu:

“I’ve had several meetings with Andrew and said that I don’t want this done, but now it appears it’s been signed and sealed. Andrew wants to rehash things all the time, but I really don’t think Superstar needs that tasteless reality television treatment. Those shows are relentlessly downmarket, which is fine if the show is a lightweight bit of fluff. I am fully behind an arena show, but I just don’t think you need another television series to do that.” [rte.ie]

Uwe Kröger: “Ja, ich möchte die Musical-Intendanz”

Uwe Kröger in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEWS:

„Ja, die Intendanz würde mich sehr wohl interessieren. (…) Man muss sich vergegenwärtigen, wie wichtig das Musical in Wien ist und wie stolz man auf seinen Erfolg sein sollte. Wien ist bis Amerika als Musical-Stadt bekannt. Da mitwirken, mitkreieren zu können und den hohen Standard aufrechtzuerhalten ist etwas Wunderbares – eine große Herausforderung und eine große Ehre.
Die Erfolge der vergangenen zwei Jahrzehnte waren immer die Musicals, die von den VBW selbst hervorgebracht wurden. Es ist klarerweise auch wichtig, Erfolge von außen als Lizenzproduktionen zu holen. Aber die Stärke und das Aushängeschild sind die Eigenproduktionen. Für ein subventioniertes Haus ist das, meines Erachtens, der Auftrag, Man kann nicht immer erfolgreich sein, das berechnen zu wollen, wäre vermessen. Aber wenn man die Inhaltsstoffe richtig mischt, ist die Chance groß. Zum Beispiel für gründlich recherchierte historische Stoffe.”

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