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Archiv - Dezember, 2004

Oscars: Keine “Best Musical”-Kategorie geplant

Eine eigene “Best Musical”-Kategorie, das wäre doch was Nettes, dachten sich so einige Filmemacher in den USA. Alle Anstrengungen, die sie unternahmen, waren jedoch umsonst - einen Oscar für das beste Musical wird es nicht geben. Recht pragmatisch meint die Academy, dass ein solches Ansinnen doch etwas übertrieben sei. Gehen wir einfach mal von den potentiellen Anwärtern der laufenden Oscar-Saison aus. Gerade mal drei Filme würden sich für einen “Best Musical”-Oscar qualifizieren: “Team America”, Disney’s “Home On The Range” und “Greendale”. Etwas wenig. In der Tat.

Andreas Mailath-Pokorny oder wie man Macht ausnützt, um Kunstformen zu “vertreiben”

Wiener Zeitung: Mit dem Ronacher-Umbau hängt ja auch die Neupositionierung des Theaters an der Wien zusammen.
Andreas Mailath-Pokorny: Es ist mir ein Anliegen, dass dort künftig Oper bzw. “Ernste Musik” gespielt wird. Der Raum ist schlichtweg ideal. Salzburg baut um einen großen Betrag sein Festspielhaus in ein kleines Mozarthaus um. Wir haben ein solches bereits. Und das Theater bietet die Chance, noch andere, bisher kaum vertretene Musikformen zu spielen: Barockoper und interessante Formen des modernen Musiktheaters. Aber wenn wir das Musical von dort “vertreiben”, dann sollen künftig auf einer zweiten Bühne neben dem Raimundtheater Musicals stattfinden, die experimentierfreudiger sind. Dafür wäre das Ronacher geeignet. Wenn Sie fragen, was das konkret heißt, dann denke ich an Produktionen wie “Shockheaded Peter” oder das Monochrom-Musical “udo 77″

Damit, das kann man schon jetzt vorhersagen, ist das populäre Musical in Wien tatsächlich tot. Ausschließlich Nischenware im Ronacher positionieren zu wollen, ist zugleich ein Plan, der das Ronacher gleich von Beginn an in die Verlustzone führen wird.

Die Kammeroper Wien präsentiert: Avenue X - die europäische Erstaufführung

Bruno Grassini, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny

Ein Musical ohne Orchester, a cappella und unplugged, ganz ohne Mikros, im Stil der Comedian Harmonists. Rock’n'Roll, aber auch Gospel, Blues, Jazz, Rap und afro-amerikanische Rhythmen sind zu hören in “Avenue X”, einem Musical über Liebe und Hass, über Ängste und Träume junger Menschen. Die etwas andere “West Side Story” im Brooklyn der 60er Jahre.
Die bejubelte Uraufführung geht am 21. Februar 1994 in New York City über die Bühne der Playwright’s Horizons. Es folgen zahlreiche Produktionen in den USA: etwa in Dallas 1995, Philadelphia 1997, San Diego 1998, Michigan 1998, Boston 2000, Cincinnati 2001, St. Louis 2002.
“Avenue X” wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter finden sich der “Richard Rodgers Development Award”, der “Richard Rodgers Production Award”, der “Kleban Librettist’s Award”, der Preis der National Music Theatre Conference oder der “Los Angeles Ovation Award”.
In mehreren amerikanischen Städten darunter Dallas, Austin und Philadelphia wird “Avenue X” zum besten Musical des Jahres gekürt.
In der Kammeroper Wien ging am 16.12.2004 die europäische Erstaufführung in englischer Sprache über die Bühne.

Leading Team
Musikalische Leitung: Michael Schnack
Inszenierung und Choreographie: Alonso Barros
Ausstattung: Cordelia Matthes
Licht: Harry Michlits

Ramin Dustdar, Bruno Grassini, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny

Besetzung
The Blacks
Milton: Gino Emnes
Roscoe: Joe Garcia
Julia: Carole Alston-Bukowsky
Winston: Stephen Shivers

The Italians
Pasquale: Ramin Dustdar
Chuck: Bruno Grassini
Ubazz: Axel Olzinger
Barbara: Murielle Stadelmann

Axel Olzinger, Ramin Dustdar, Bruno Grassini, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny

Weitere Vorstellungen:
18., 21., 28., 30., 31. Dezember 2004
04., 06., 08., 11., 13., 15., 18., 20., 22., 25., 27., 29. Januar 2005

Gino Emnes, Joe Garcia, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny
Bruno Grassini, Murielle Stadelmann, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny
Gino Emnes, Ramin Dustdar, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny
Joe Garcia, Carole Alston-Bukowsky, Gino Emnes, 16.12.2004, Foto: Martin Bruny

Premiere im Akzent: XMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical

XMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin Bruny

Es wurde das bisher erfolgreichste und dauerhafteste Jugendprojekt in Sachen Musical: die X-Mas-Reihe von Österreichs größter privater Talenteschmiede für Tanz, Gesang und Schauspiel, dem Performing Center Austria, feiert sein fünfjähriges Jubiläum!

XMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin Bruny

Nach dem strengen 3-tägigen Casting wurden die größten Talente aus Wien und Umgebung ausgewählt, um auch heuer wieder ein etwas anderes Weihnachtsmusical auf die Bühne zu bringen. Unter ihnen nicht weniger als 10 Mitglieder des Kiddy-Contest-Tanzensembles.
Die 35 Kids im Alter zwischen 11 und 18 Jahren unter der Leitung von Starmania NG-Coach Thomas Frank zeigen heuer was passiert, wenn niemand mehr ans Christkind glaubt. Dann werden schlagartig die Engel arbeitslos. Und suchen sich frustriert andere Betätigungsfelder. In welches Chaos sie dabei bekannte Märchenfiguren stürzen und was passiert, wenn der Böse Wolf plötzlich zum Vegetarier wird, Rapunzel einen Kurzhaarschnitt trägt und Schneewittchen frühzeitig erwacht, das erfahren die BesucherInnen der X-MAS-Dream-Reloaded-Show. Dazu gibt’s jede Menge cooler Tanznummern und eine Reihe fetziger Songs.

XMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin Bruny

Tickets für XMAS DREAM RELOADED gibt es direkt an der Tages- und Abendkassa des Theater Akzent. Bis incl. 21. Dezember steht die Show auf dem Spielplan.

XMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin BrunyXMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin BrunyXMAS DREAM RELOADED - Das Weihnachtsjugendmusical, 10.12.2004, Foto: Martin Bruny

Broadway: Schnelles Aus für “Dracula”

Am 2. Jänner 2005 wird Frank Wildhorns Musical-Version des Dracula-Stoffs vorerst einmal in den Annalen der Musicalgeschichte verschwinden. Mit einer Auslastung von rund 55 Prozent ist das Desaster für die Produzenten, die, so schien es, hartnäckigst trotz verheerender Kritiken einen Erfolg erzwingen wollten, perfekt. Der Verlust wird für die Dodger Stage Holding und Joop van den Ende sowie Clear Channel Entertainment mehrere Millionen Dollar betragen. Nach Dracula wird im Frühjahr 2005 Julius Cäsar ins Belasco einziehen. Hollywoodstar Denzel Washington als Brutus soll für ein volles Haus sorgen.

“Musical Christmas” im Theater an der Wien - und bald ist Weihnachten

Caspar Richter & das Orchester der VBW, 12.12.2004, Foto: Martin Bruny

Nur noch eine Show der aktuellen “Musical Christmas”-Serie steht im Theater an der Wien auf dem Programm - wer also diese perfekte Weihnachtsgala mit den Stars der Vereinigten Bühnen Wien nicht verpassen möchte, sollte recht rasch vorhandene Restkarten kaufen.

Claudia Kraxner & Steven Seale, 11.12.2004, Foto: Martin Bruny

Die Show vom 28. November dieses Jahres wurde live aufgezeichnet und ist bereits als CD im Shop des Theater an der Wien erhältlich.

Lukas Perman & Caroline Vasicek, 12.12.2004, Foto: Martin Bruny

Rita Sereinig & Murray Grant, 12.12.2004, Foto: Martin Bruny

Die letzte Vorstellung findet am Samstag, den 18. Dezember 2004, um 15 Uhr statt. Die Tickets sind online buchbar oder unter der Telefonnummer 01-58885.

Kevin Hudson, 11.12.2004, Foto: Martin Bruny

“Musical Christmas” im Theater an der Wien - die zweite Show

Marjan Shaki, Lukas Perman und Luzia Nistler, 05.12.2004, Foto: Martin Bruny

Noch drei Mal haben alle Fans weichnachtlicher Songs die Möglichkeit, Stars aus den Musicals der Vereinigten Bühnen Wien im Rahmen der “Musical Christmas”-Aufführungsserie zu erleben. Es lohnt sich. Tickets und Termine finden alle Interessierten hier.

Kevin Hudson, 05.12.2004, Foto: Martin Bruny

Murray Grant, 05.12.2004, Foto: Martin Bruny

[X_PACT] feat. Maté Kamaras LIVE oder Wenn der Tod die Sau rauslässt

Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny

Am 4. Dezember 2004 feierten [X_Pact] & Leadsänger Maté Kamaras (derzeit die Erstbesetzung in der Wiener Produktion des Musicals “Elisabeth“) in ihrer aktuellen Besetzung ihre Konzertpremiere im Wiener Casino Baumgarten. Das Publikum war buntgemischt von headbangenden Hardrockern über sakkotragende Plattenbosse bis hin zu kreischenden Teenies. Die Gruppe zeigte sich bei bester Spiellaune, allen voran Leadsänger Maté Kamaras, der selbst nach 90 Minuten noch vor Energie sprühte und den ganzen Saal mit seinem Verve in Begeisterung versetzte. Die Premiere kann man als mehr als gelungen bezeichnen, nun fehlt nur noch ein Plattenvertrag und jede Menge mehr an solch funkensprühenden Gigs.

Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny
Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny
Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny
Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny
Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny
Maté Kamaras live, 04.12.2004, Foto: Martin Bruny

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“Blog” ist in den USA das Wort des Jahres. Es verbuchte auf der Webseite von Merriam-Webster, dem Duden der USA, die meisten Anfragen. +++++++++++++++ Eine “First Edition” Cast Recording CD der Off-Broadway-Revue “NEWSICAL” ist über diesen Link erhältlich. +++++++++++++++ BBC 2 wird demnächst die “Jerry Springer Show” senden, erwähnenswert vor allem vielleicht deshalb, weil im Rahmen dieser Show gezählte 3.168 Mal das “F***”-Wort über den Bildschirm geschossen wird, auch nicht übel. +++++++++++++++ Frank Wildhorn arbeitet derzeit mit Librettist/Regisseur Gregory Boyd an einem Musical mit dem Titel “Mary Shelley’s Frankenstein“. Ein Konzeptalbum wird angestrebt, erste Produktionen der Show wird es 2006 geben, in Kooperation mit Goodspeed Musicals und dem Alley Theatre in Houston/USA. +++++++++++++++ Ruben Studdard, Gewinner einer der amerikanischen Pop Idol-Staffeln, ist mit seiner neuen Produktion die neue Nummer 1 der amerikanischen Gospel-Charts. Clay Aiken, der damals Zweitplatzierte, ist mit seiner neuen CD Nummer 1 der amerikanischen Christmas-CD-Charts.