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Archiv - September, 2009

Honart 09 - Iranian Art Festival Vienna

2. Oktober 2009
19:30bis21:30

Honart Festival: Vereinte Kunst – Iran und Europa vom 2. bis 15. Oktober 2009

Auf Initiative des Veranstalters Farid Edrisian vom Candoo Concert Management wird beim diesjährigen HONART Festival neben der iranischen auch die aserbaidschanische Kultur in den Vordergrund gestellt. In Konzerten und Workshops erleben Besucher die unbekannte Seite dieser Länder.

Gerade der multikulturelle Aspekt macht die Faszination des HONART Festivals für Interpreten und Besucher aus. Den Künstlerinnen und Künstlern bietet der Veranstaltungsort Wien das geeignete Umfeld. Zu kaum einer anderen Stadt könnte die Veranstaltungsreihe besser passen als zur österreichischen Hauptstadt. Das weltoffene Flair von Wien unterstützt Kreativität und Ideen. Unbeeinflusst von Politik, Religion oder irgendwelchen Institutionen können die Akteure ihre Kunst den Österreichern/innen darbieten. Damit soll die Verständigung zwischen den Kulturen unterstützt werden. Den Besuchern wird so ein anderer Blickwinkel auf diese Länder ermöglicht.

„HONART möchte sich als eine jährliche Plattform etablieren, die iranischen und europäischen Künstlern die Möglichkeit bietet, sich und ihren Kulturkreis gemeinsam zu präsentieren“, erklärt der Veranstalter Farid Edrisian. „Bereits der Name des Festivals gibt diesen Grundgedanken wieder, denn es ist die Verschmelzung des persischen Wortes ‚Honar’ für Kunst und seines englischen Pendants ‚art’.“

Highlights der HONART 09

Akzent Theater (2. Oktober)
Am Klavier und mit ihrer Stimme zeigt die aserbaidschanische Künstlerin Aziza Mustafa-Zadeh, was Interkulturalität bedeutet. Sie vereint die unterschiedlichsten Musikrichtungen mit ihrer orientalischen Heimat.

Wiener Konzerthaus (8. Oktober)
Einer der erfolgreichsten Dirigenten der Welt, Shardad Rohani, zeigt sein Können. Zur Seite stehen ihm dabei die Top-Musiker des österreichischen Kammerorchesters und drei iranische Sopranistinnen („Three Iranian Sopranos“).

Odeon Theater (15. Oktober)
Davod Azad/Shahrokh Moshkin Ghalam

Tanz Atelier
Percussion-Workshop, Sufi-Tanz-Workshop

Metro Kino (11. Oktober, 15 Uhr)
„To be and not to be“ von Frank Scheffer. Dieser begleitete den iranischen Komponisten und Dirigenten Nader Mashayekhi mit der Kamera bei seiner Arbeit im Iran. Speziell portraitiert er Mashayekhis Philosophie und Arbeit mit jungen Orchestermusikern.

„Das HONART Festival soll den Besuchern Einblicke in die iranische und aserbaidschanische Kultur gewähren, die von den Medien oft ausgespart wird“, so der Initiator Farid Edrisian weiter. „Wir freuen uns auf viele Gäste und einen regen Austausch mit den Menschen.“

Weitere Informationen zum HONART Festival und den einzelnen Veranstaltungen sind im Internet unter www.honartfestival.com abrufbar oder werden vom Veranstalter per Telefon über die 01 90 539 70 oder per E-Mail unter office@honartfestival.com erteilt.

Museumsschiff Cap San Diego, Hamburg: Strandgut

11. November 2009
20:00bis22:00

Museumsschiff Cap San Diego, Hamburg: Strandgut

“Sei mir gegrüßt, Du ewiges Meer !” - Eine musikalische Lesung mit Texten und Gedichten rund um das Thema MEER von und mit Thomas Borchert und Martin Maria Blau.
Für die Cap San Diego haben Thomas Borchert und Martin Maria Blau ein ganz spezielles Programm konzipiert : Gelesen werden ozeanische Impressionen von Goethe, Heine, Melville und Hemingway, bis hin zu Heinz Erhardt und Alessandro Baricco; musikalisch umspült mit Improvisationen und Eigenkompositionen von Thomas Borchert am Klavier.

Museumsschiff Cap San Diego, Hamburg
Veranstaltungstag : 11. 11. 2009
Beginn : 20.00 Uhr
Ticketbuchung und weitere Infos unter www.capsandiego.com
E-Mail: info@capsandiego.de
Tel.: +49 (0) 40 36 42 09
Fax: +49 (0) 40 36 25 28

Musical meets Jazz - das Benefizkonzert mit Chris Murray auf der Wartburg

Am 16. 10. 2009 geht im Festsaal der Wartburg ein Benefizkonzert für das stationäre Hospiz „Sankt Elisabeth“ Eisenach über die Bühne. Als Veranstalter fungiert der Caritasverband für das Bistum Erfurt e. V. im ökumenischen Geist in Eisenach, die Solisten werden Chris Murray und Armin Kahl sein, unterstützt von Constanze Eschrig (Sopran), Hannes Schauz am Flügel und der Wolf Friedrich Big Band Jena.

Das Programm des Abends steht unter dem Motto „Musical meets Jazz“. Karten für dieses Konzert gibt es unter www.magic-romance.de oder der Telefonnummer +49 03691/213586.

Ein weiteres Konzert mit Chris Murray findet am 31. 10 in Jena statt, wo er der Stargast auf dem 4. Jenaer BigBand–Ball sein wird. Weitere Infos hierzu unter www.bigbandjena.de.

Gegen Jahresende wird Murray zum vorläufig letzten Mal an drei Terminen die Rolle des Konrad von Marburg („Elisabeth – Die Legende einer Heiligen”) übernehmen. Neben der Premiere am 26. 12. steht der Darsteller in beiden Vorstellungen am 27. 12. auf der Bühne der Stadthalle Marburg. Infos und Karten unter www.spotlightmusical.de.

Reinhardt Seminar: Hamletmaschine

9. Oktober 2009
19:30bis21:30

Das Reinhardt Seminar bringt in einer Gastregieproduktion von Saskia Hölbling Heiner Müllers “Hamletmaschine”›, eine textliche Installation mehr oder weniger bewegter Körper, ein inszeniertes Hörspiel. Premiere ist am 9. Oktober 2009 in der Neuen Studiobühne.

In ihrer Inszenierung der Hamletmaschine von Heiner Müller übersetzt Saskia Hölbling den Text Müllers in Körper und bringt diesen in Bewegung. Wobei der Text selbst unangetastet bleibt; er spricht für sich selbst.

Hölblings Hamletmaschine ist ein inszeniertes Hörspiel, eine textliche Installation mehr oder weniger bewegter Körper. Eine Inszenierung der Hirnströme und Hirnnerven mit der Erzählstruktur von Träumen, bei der konkrete Zusammenhänge außer Kraft gesetzt werden, ohne Übergänge – unabhängig von linearen Interpretationen. Es geht darum, die eigene Bildmaschine in Gang zu setzen – ein Theater im Kopf.

Besetzung/Team: Mit Studierenden des Max Reinhardt Seminars. Regie, Bühnenbild und Kostüme: Saskia Hölbling, Musik Heinz Ditsch

Termine
Premiere 9. Oktober 2009, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen 10., 11., 12. Oktober 2009, jeweils 19:30 Uhr

Ort
Neue Studiobühne im Max Reinhardt Seminar, Penzinger Strasse 9, 1140 Wien

Karten
Telefon: 01 711 55-2802, 01 711 55-2802, mrs@mdw.ac.at

Link
Max Reinhardt Seminar

Stahlhammer - das Fantasy-Epos im Wiener Schubert Theater

Auf der 15 Quadratmeter großen Bühne des Wiener Schubert Theaters ist ab 3. Oktober ein opulentes Fantasy-Epos zu sehen. RAW sozusagen, pur, ohne Spezialeffekte. Vier Darsteller kämpfen sich in dieser aberwitzigen Mischung aus Comedy und Fantasy durch eine phantasmagorische Welt und erzählen eine klassische Heldengeschichte in maximalem Minimalismus. Stahlhammer ist ganz großes Kino. Und mit Kino ist natürlich Theater gemeint! Soundscore, Musik, Nebel und Lichteffekte lassen filmisches Theater Wirklichkeit werden.

Worum gehts?

Historiker der Universität Regensburg erschütterten im November 2008 die Fachwelt mit einem Sensationsfund. In den Katakomben des Stiftklosters zur Kurpfalz nahe St. Jakob entdeckten Sie eine verlorengegangene Schriftensammlung, die eine nahezu vollständige Ausgabe der ca. 1600 Jahre alten Stahlhammer-Erzählung enthält. Das Auftauchen dieses Textes stellt den Großteil der deutschen Literatur in einen völlig neuen zeitlichen Kontext und erschüttert dadurch zahlreiche, etablierte Lehrmeinungen in ihren Grundfesten.

Die Wiederaufnahme der Uraufführung der “1. Bühnenadaption von Kraft von Greifensteins „Stahlhammer“” zeigt das Wiener Schubert Theater am 3., 4., 5., 6. und 7. Oktober 2009 (Beginn jeweils 19:30 Uhr).

Konzept: Juan Carlos Recalde
Regie: Simon Meusberger
Darsteller: Alexander E. Fennon, Benedikt Grawe, Christoph Hackenberg und Manuel Karrer

Tickets: Wien-Ticket

Der Fall Polanski

Das uninteressanteste am Fall Roman Polanski ist der Umstand, warum er verhaftet wurde. Zumindest heute, 32 Jahre danach. Es gab im Zuge der Vorbereitungen auf den Prozess damals ein Abkommen bezüglich der weiteren Vorgehensweise, dieses Abkommen soll, diesen Eindruck bekommt man, wenn man die Quellen studiert und sich die Dokumente der Zeitgeschichte ansieht, von der Justiz gebrochen worden sein. Damals wie heute erscheinen die Unregelmäßigkeiten im Verfahren gegen Polanski nicht gänzlich geklärt. Damals wie heute scheint man an der Klärung dieser Umstände kein Interesse zu haben. Ein fairer Prozess ist das Mindeste, wäre das Mindeste gewesen. 30 Jahre hatte die amerikanische Justiz Zeit, sich um den Fall Polanski zu kümmern. Mit einem Publicity-Stunt hat man nun den 76-jährigen Regisseur verhaftet, in der Schweiz. Ein faires Verfahren, das liegt auf der Hand, ist heute nicht mehr möglich.

Viel interessanter als all das sind aber Reaktionen von Menschen beispielsweise, die damals noch nicht einmal auf der Welt waren oder sich nie auch nur ansatzweise mit dem Fall beschäftigt haben und nun Begriffe wie “wegsperren” und “Vollstreckung” in Zusammenhang mit Roman Polanski verwenden. Denn da geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Rache. Rache, die von Unbeteiligten gefordert wird, vom Mob, und das ist nur eines: widerlich.

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Bettina Mönch - “das Goldkehlchen”

“Sie ist die blonde Diva des deutschen Musicals und gilt bereits als zweite Ute Lemper. Von Krise, teuren Tickets und leeren Hallen will die 29-Jährige nichts wissen. Sie konzentriert sich auf die Kunst. »Die Zukunft ist so offen wie der Himmel und so unkalkulierbar wie das Leben überhaupt.”"

Bettina Mönch im RM-Gespräch –> hier

Brian May: “We Will Rock You”-Filmversion in Planung

We Will Rock You; Foto: Martin Bruny
Siebeneinhalb Jahre läuft “We Will Rock You”, das Queen-Musical, bereits in Londons Dominion Theatre und ist damit die erfolgreichste Produktion aller Zeiten in diesem Theater. Was liegt näher, als eine Verfilmung dieses Jukebox-Musicals.

Brian May ließ diese Woche die Katze aus dem Sack und gab bekannt, dass konkrete Verhandlungen über die Filmrechte laufen. Der umtriebige Ben Elton hat natürlich bereits ein Filmskript erarbeitet, eine Hollywood-Version von “We Will Rock You” könnte es also geben - demnächst. Leicht war es freilich nicht, überhaupt interessierte Produzenten für das Filmprojekt zu finden. Brian May dazu:

Well we were knocking on doors for a while. I mean, we have Robert de Niro in our family, you know, name-dropping like mad you know. He’s part of our initial sort of thrust, you know. So they’ve been interested in doing this for a while, but we’ve been in a way trying to persuade people that this would work as a movie for a while over the last few years. Now that they saw Mamma Mia! be the biggest movie in English history, everyone is saying “Where’s the We Will Rock You movie? Why haven’t you done it?” You know - ” Can we do it ” and such, and in a way the snowball is really rolling quite fast now and we have a script. Ben’s done a script, which I think is amazing. It’s very different for us actually. It has the same spirit to it, but I think it’s a bit sort of harder hitting in some ways. It’s a bit more gritty. And of course the medium of film gives you an opportunity to say a lot more. In a musical, as soon as somebody is singing a song, you’re watching the singer singing the song. In a movie, someone’s singing a song, but anything can be happening during that time. You’re still aware that you’re being sung to, but the story can be evolving in so many ways while it’s happening and Ben’s written all this in. It’s astonishing. I’ve read the script and it’s like this (demonstrates) thick, ‘cos Ben’s put every single detail in there, you know. [via brianmay.com]

Link
- West End Girl: From stage to screen and back again

Der Sommer ist vorbei: Die VBW im Fadenkreuz der “Vereinigten Opposition”

ÖVP, FPÖ und Grüne, das ist eine harmonische Sache, wenn es um ein Thema geht: die Vereinigten Bühnen Wien. Kaum ist die Sommerpause vorbei, prasseln die Attacken wieder herein, was SPÖ-Gemeinderat Ernst Woller heute zu folgendem Statement veranlasste:

“Die Raunzerei und Wadlbeisserei der Vereinigten Opposition ist durch nichts berechtigt, außer durch den bevorstehenden Wahlkampf”, weist Woller Kritik der Opposition zurück. FPÖ-Klubobmann Schock habe diese Koalition bereits bestätigt, die nur zum Ziel habe, nach der nächsten Wahl Michael Häupl als Bürgermeister zu verhindern. Der SPÖ-Gemeinderat weist darauf hin, dass es in Wien zahlreiche Einrichtungen nicht geben würde, hätten ÖVP, FPÖ und Grüne das Sagen in Wien. Nur die SPÖ hat diese Projekte unterstützt: im Kulturbereich würde es alles im Bereich der Vereinigten Bühnen Wien nicht geben, also kein Theater an der Wien, kein Ronacher, 800 Arbeitsplätze gebe es nicht, ebenso wenig wie 80 Orchestermusiker. “All das wäre katastrophal für die Wiener Wirtschaft und den Tourismus”, sagt Woller. Wenn die Opposition in Wien das Sagen hätte, würde es auch keine Wiener Festwochen und keine Kunst im öffentlichen Raum geben. [ots.at]

In der heutigen Ausgabe des Wochenmagazins NEWS schreibt Chef-VBW-Kritiker und Chef-Staatsopern-Liebhaber Heinz Sichrovsky einen ganzseitigen Beitrag über ein “monumentales Defizit”, das den Vereinigten Bühnen Wien am Jahresende drohe. Leider muss man eingestehen, dass die Aussagen von Musicalintendantin Kathi Zechner, so sie im Bericht korrekt wiedergegeben wurden, nicht gerade dazu geeignet sind, die Lage in gutem Licht erscheinen zu lassen.

Aussagen wie: “Ich bin für die Kunst zuständig und habe für Qualität zu sorgen. Wir haben im Vorjahr ein sensationelles, hochwertiges Programm mit sechs vielfältigen Produktionen vorgelegt” - das alles ist so nicht haltbar. Als Intendant kann man nicht so tun, als wäre man nur für die Kunst zuständig und der Rest wäre egal.

Zechner weiter: “Ich muss mich auf die Wirtschaftskrise einstellen und in beiden Häusern sehr populär produzieren. So weit wir es uns leisten können, wird aber auch das Eckige und Kantige nicht vernachlässigt.” Kein Problem. Spielen wir doch weiter im Ronacher “Tanz der Vampire” und packen wir eine zweite abgespeckte Produktion eines Evergreens ins Raimund Theater: zum Beispiel “Elisabeth”. Oder ist jemand der Meinung, “Elisabeth” würde nicht sowieso wieder kommen? Warum also nicht gleich.

Und was das Eckige und Kantige betrifft: Warum kein Sondheim, warum kein Jason Robert Brown, warum kein William Finn, warum zum Beispiel keine Koproduktion mit dem Vienna Theatre Project. Da plant man schon seit längerer Zeit eine Aufführung von “Elegies for Angels, Punks and Raging Queens” (Bill Russell). Warum spielt man nicht das Eckige und Kantige innerhalb des Genres, in dem man Marktleader ist, warum konzentriert man sich nicht ausschließlich auf Musicals. Fragen über Fragen. Aussagen wie “Ich bin für die Kunst zuständig, unser Programm ist sensationell” sind mit Flops wie “The Producers” (Auslastung in Berlin unter 50 Prozent) nicht haltbar.

Links
- FP-Ebinger: Absolute Unprofessionalität in Sachen “Tribute-Konzert” eine Schande für Wien
- SP-Woller: “Opposition negiert weltweit erfolgreiche Kulturangebote der Stadt Wien”

Missy May: “To the one I love” (2009)

Es ist ja nicht so, dass man am Mars leben müsste, um bis jetzt an Missy May mehr oder weniger vorbeigekommen zu sein. Auch wenn sich ihr Lebenslauf interessant liest:

In der Kinder-Musical-Company spielt sie schon mit 6 Jahren Rollen in Shows wie “Les Misérables”, “Fame”, “Joseph”, “Cats”, “The Wizard of Oz” und “Starlight Express”. Mit 8 Jahren wird sie vom ORF entdeckt und für die Kindersendung „Kids 4 Kids“ engagiert. Von ihrem 9. bis zum 14. Lebensjahr steht sie auch noch für „Tom Turbo“, „Artefix“ und „Am Dam Des“ vor der Kamera.
Mit 15 erhält sie eine Rolle im TV-Sechsteiler: „Liebe, Lügen, Leidenschaft“ und spielt an der Seite von Maximilian Schell und Franko Nero. Aufgrund der schulischen Leistungen legen ihre Eltern danach die Schauspielerei auf Eis.
Um sich Ihre Gesangsausbildung finanzieren zu können, jobbt sie neben der Schule u. a. als Promotion-Osterhase, Flyer-Girl, Do & Co Servierkraft, in der Redaktion von Magazin 25 oder als Babysitter …
Es folgt ein Plattenvertrag bei HitSquad Records: Unter der Leitung des Producer-/Composerteams Ludwig Coss & Martin Böhm entsteht im Sommer 2004 die Debüt-Single „Star That You Are“, die sich in den Austrian Top 40 (höchste Platzierung: Platz 7) behaupten kann. Parallel tourt Missy in den Sommerferien live in Österreich, Norditalien & Süddeutschland.
Nach einer kurzen kreativen Schaffenspause - Matura - startet Missy May 2006 neu durch. Die Single “Loud Music“ schafft es bis auf Platz 10 der Austrian Top 40. Bei der Eröffnungszeremonie der Wiener Festwochen 2007 steht sie vor 50.000 Besuchern live mit Orchester auf der Bühne und begeistert mit der gefühlvollen Ballade „Everything Breaks“ und „Born Tonight“. Anschließend Live-Tour durch Österreich mit Auftritten beim Wiener Donauinselfest, der Euromania-Roadshow oder dem Krone-Stadtfest. Weihnachten 2007 Charity-Auftritt mit „My Grown Up Christmas List“ live im ORF bei “Licht Ins Dunkel” [”Vienna Online”].

Missy May (23) hat also auf Ö3 ordentlichen Airplay, sie hat einen Namen, den man natürlich kennt, aber, mal ganz ehrlich, es war bis jetzt kein “must”, zumindest für mich, sich eine CD von ihr zu kaufen.

Am 14. Juli 2009 wurde Missy May Mutter. Ihre Schwangerschaft hat die Sängerin unter anderem dazu genutzt, die CD “To the one I love” für das Plattenstudio/Plattenlabel MG-Sound/HitSquad Records einzusingen. Eine Wiegenlieder-CD, eine Kinderlieder-CD, genauer eigentlich eine CD für “alle Babys, Mamas und Papas und Liebenden der Welt” ist daraus geworden.

Dass man wunderbare Kinderlieder-CDs machen kann, hat vor Jahren schon beispielsweise Sandra Pires (“Songs for Lea”, 2002, ebenfalls bei MG-Sound/HitSquad Records erschienen) bewiesen. Missy May bietet auf ihrer Scheibe downgestrippte Versionen von Evergreens und Chartbreakern, downgestrippt auf pure Emotion. Ganz ohne fette Beats, fast ohne Drums, ganz wunderbar arrangiert und produziert von Martin Böhm und Ludwig Coss (MG-Sound) - rein auf Gefühl, quasi a capella, eine Erholung für die Seele. So ist “To the one I love” dann auch ganz einfach eine jener Kuschel-CDs geworden, von denen es nie genug geben kann.

Die Auswahl der Songs ist großteils gelungen. “Baby love” (im Original von den Supremes 1964 eingesungen), Stevie Wonders “Isn’t she lovely”, Ashford & Simpsons “Ain’t no mountain high enough”, zwei Songs von Burt Bacharach (”I say a little prayer” und “(They long to be) Close to you”), perfekt. Bei “Das Beste” würde man sich fast wünschen, dass das Original an die ehrliche Interpretation von Missy May heranreichen würde, ganz ohne die aufgesetzte, gekünstelte Showbusiness-Gefühlsduselei. Wenns bei dem einen oder anderen Song nicht ganz so klappt, dann mag man als Grund vielleicht anführen, dass sich all das, was man mit der einen oder anderen Originalversion verbindet, als zu übermächtig erweist, um in dieser reinen Gefühlsversion voll wirken zu können, wie beispielsweis bei “I dont wanna miss a thing” (Aerosmith). Aber das ist letztlich von Mensch zu Mensch verschieden. Was allerdings bei jedem Track spannend ist: das Arrangement, die ganz individuelle Note, die Martin Böhm und Ludwig Coss jedem Song verliehen haben, eine Art Zärtlichkeit, die die CD zu einem harmonischen Ganzen werden lässt.

Fazit: “To the one I love” ist eine jener raren CDs, die man immer dann auflegen kann, wenn man Ruhe, Erholung, Harmonie sucht. Damit könnte man auch auf Tour gehen und jene seltenen Wohlfühlkonzerte geben, die man hierzulande kaum geboten bekommt. Den Babys dieser Welt und natürlich auch Marie, der Tochter von Missy May, wird die Scheibe sicher auch nicht schaden, ganz im Gegenteil.

Tracklist
01. Baby Love
02. Ain´t No Mountain High Enough
03. Everything I Do
04. Say A Little Prayer
05. (They Long To Be) Close To You
06. Isn´t She Lovely
07. Whatever You Want
08. Das Beste
09. I don’t wanna miss a thing
10. The Voice Within
11. I Swear
(HitSquad Records/MG-Sound, 2009)

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