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Archiv - Januar, 2009

Michael Kunze, der Blogger

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Ein runder Geburtstag: 100 Mal “Tanz der Vampire” in Ungarn


Am 9. Januar 2009 feierte die ungarische Produktion von Jim Steinmans “Tanz der Vampire” einen runden Aufführungsgeburtstag: die 100. Vorstellung ging über die Bühne. Seit der Premiere im Sommer 2007 ist das Vampirmusical auch in Ungarn zum Kult geworden. Und zu einem “Kult” gehört auch ein Fanclub. Den gibt es natürlich –> hier

Als “Herbert” steht in der ungarischen Produktion seit 4. Januar 2009 ein alter Bekannter auf der Bühne: Máté Kamarás. Ein paar Bilder von Kamarás’ Premiere als schwuler Vampir hat Gábor Karcag, der Leiter des “Tanz der Vampire”-Fanclubs, zur Verfügung gestellt. Die offzielle Website des Polanski-Sauger-Musicals: www.vampirokbalja.com/

Tanz der Vampire - noch in Ungarn, bald schon in Wien.

Wenn der (Wer-)Wolf ruft: Bald “thrillert” der Broadway

Mit “Tanz der Vampire” ist es anno dazumal am Broadway nichts geworden. Erklärungen gab und gibt es dafür genug. Vielleicht war die Zeit auch einfach nicht reif. Im Moment stünden die Chancen für eine solche Show vielleicht ein wenig besser. “Twilight”, der Teenie-Vampirfilm, der Massen von Fangirls generiert hat, wird Fortsetzungen erhalten, zumindest eine. Und am Broadway macht man sich daran, Michael Jacksons Kultclip “Thriller” in ein Musical zu transferieren. Ersetze Vampir durch Werwolf, füge Hits aus “Thriller” und “Off the Wall” hinzu, und schon hat man ein Jukebox-Musical mit berechtigten Chancen auf begrenzten Erfolg. Produziert wird die Show von der Nederlander Organization, natürlich wird der King of Pop bei der Entstehung der Show mitmischen. Ehrensache. Mehr ist dann auch schon nicht bekannt, und dass dieses Projekt rein zufällig im Sog des “Twilight”-Erfolgs “erfunden” wurde, ist wohl kein Zufall. Und wie gut trifft es sich erst, dass in der Fortsetzung von “Twilight”, betitelt “New Moon”, ein Werwolf eine Hauptrolle spielt. Ende 2009/Anfang 2010 soll “New Moon” in die Kinos kommen, man darf davon ausgehen, dass es dann auch am Broadway ordentlich “thrillern” wird.

Link
New York Times: Cue Dancing Zombies: A Thriller Musical

So hat das deutsche Musical Zukunft, jawoll, meine Herren

Das hat die Welt gebraucht. In einem Artikel betitelt “So hat das deutsche Musical Zukunft” baut Journalist Manuel Brug einen Gutteil seiner Segenswünsche für “deutsche” Shows wie “Der Schuh des Manitu” und “Der Mann, der Sherlock Holmes war” auf einem Bashing von Austro-Historicals Marke “Elisabeth” und “Rudolf” auf, scheinbar nicht wissend, dass diese vielleicht das Thema, aber ganz bestimmt nicht die Musik als Verbindendes aufweisen. “Mit minderen Mitteln” schiele man da in Wien auf “die große Oper”. Lebt der Mann auf dieser Welt? Oder schreibt er nur für sie? Gut, dass wir Herrn Brug haben, denn er klärt auch gleich den ganzen Mythos für uns auf “über den sich selbst mordenden Kronprinz Rudolf”.

Link
- Welt Online: So hat das deutsche Musical Zukunft

Die Lage der Vereinigten Bühnen Wien

Seit genau einem halben Jahr ist er im Amt - und in wirtschaftlich schlechten Zeiten hat auch er keinen leichten Job: Der Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, Thomas Drozda, ehemals kaufmännischer Leiter des Burgtheaters. Der Unterschied zwischen seinem Job im Burgtheater und nun bei den Vereinigten Bühnen Wien? Drozda dazu:

Der Unterschied besteht im Wesentlichen schon in der Grundhaltung gegenüber der Institution. Im Burgtheater gab es niemanden von Oppositionsseite, der die Institution Burgtheater an sich in Frage gestellt hätte oder auch die Finanzierung des Burgtheaters. Dieser Grundkonsens fehlt in Teilen der Opposition. Die Vereinigten Bühnen Wien stehen immer wieder gesamthaft zur Diskussion.

Der Ö1-Morgenjournal-Beitrag über “die Lage der Vereinigten Bühnen Wien” ist –> hier abrufbar.

Premiere für “Les Misérables” in Klagenfurt

In Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Graz zeigt das Stadttheater Klagenfurt ab 12. Februar 2009 Boublil und Schönbergs Musical “Les Misérables”. Die Produktion, die schon in Graz mit großem Erfolg gelaufen ist, wartet mit einer interessanten Caständerung auf: Oliver Arno (”Elisabeth”) wird sich die Rolle des Marius mit Jesper Tyden teilen und ist in fünf der geplanten Vorstellungen zu sehen (14. Februar, 18. März, 20. März, 27. März und 23. April).

Leading Team
Ein Musical von ALAIN BOUBLIL und CLAUDE-MICHEL SCHÖNBERG nach dem Roman von VICTOR HUGO. Musik von CLAUDE-MICHEL SCHÖNBERG. Original französisches Buch von ALAIN BOUBLIL und JEAN-MARC NATEL. Gesangstexte von HERBERT KRETZMER. Deutsche Übersetzung von HEINZ RUDOLF KUNZE. Zusätzliches Material von JAMES FENTON. Orchestrierungen von JOHN CAMERON

Musikalische Leitung: John Owen EDWARDS
Regie: Josef E. KÖPPLINGER
Musical Staging & Szen. Mitarbeit: Ricarda Regina LUDIGKEIT
Bühne: Rainer SINELL
Kostüme: Heidrun SCHMELZER
Choreinstudierung: Günter WALLNER

Cast
Jean Valjean, Sträfling: Daniel PROHASKA
Javert, Polizeibeamter: Erwin WINDEGGER
Marius, Student: Jesper TYDÉN / Oliver ARNO
Fantine, Arbeiterin: Patricia NESSY
Cosette, ihre Tochter: Martina Dorothea RUMPF
Monsieur Thénardier: Harald HOFBAUER
Madame Thénardier: Dagmar HELLBERG
Eponine, ihre Tochter: Ina TRABESINGER
Enjolras, Anführer der Studenten: Otto JAUS
Gavroche, Straßenjunge: Lorenz RAFOLT / Johannes WASERFALLER
kleine Cosette: Magdalena HAMMER / Tamara KUTERNIG / Lea UNGER

Ensemble Herren
Sträfling, Polizist, Bamatabois, Trinker, Straßenjunge, Combeferre, Maiordomus: Korbinian ARENDT
Sträfling, Polizist, Zuhälter, Hochzeitsgast: Otto JAUS
Sträfling, Bischof von Digne, Seemann, Trinker, Feuilly, Brujon, Hochzeitsgast: Peter LESIAK
Knecht, Arbeiter, Seemann, Tischgast, Joly, Babet, Hochzeitsgast: Dave MANDELL
Bauer, Seemann, Prouvaire, Claquesous, Hochzeitsgast: John RAMSTEN
Sträfling, Arbeiter, Kunde, Trinker, Grantaire, Monteparnasse, Hochzeitsgast: Stefan SCHMITZ
Sträfling, Vorarbeiter, Fauchelevant, Trinker, Zuhälter, Courfeyrak: Andreas WANASEK

Ensemble Damen
Arbeiterin, Hure, Tischgast, Frau, Hochzeitsgast: Susanne SEIMEL
Bäuerin, Arbeiterin, Hure, Frau, Hochzeitsgast: Nicole Maria BAUMANN
Haushälterin, Fabrikmädchen, Hure, Frau, Hochzeitsgast: Barbara GALL
Bäuerin, Arbeiterin, Haar-Lady, Bettlerin, Frau, Hochzeitsgast: Bettina OSWALD
Arbeiterin, Bagatelle-Lady, Frau, Hochzeitsgast: Nicole Claudia WEBER
kleine Eponine: Valerie UNTERSWEG / Julia HÜBNER / Edina ALTORFF

Chor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester
Statisterie des Stadttheaters Klagenfurt

Termine
Einführungsmatinee: 8. Februar 2009, Moderation Heiko Cullmann, Bühne
Weitere Vorstellungstermine: 14., 21., 22., 24. Februar 2009; 11., 13., 14., 18., 20., 27. März 2009; 2., 5., 19., 21., 23. April 2009; 2., 3., 6. Mai 2009
Sommerspielzeit: 23., 24., 25., 26., 28., 30., 31. Juli 2009; 1., 3., 4., 6., 7., 8., 10., 11., 12. August 2009

Frank Wildhorn: “Der Graf von Monte Christo” (CD)

Copyright: MG SOUND

Am 14. März 2009 geht in St. Gallen die Uraufführung eines neuen Musicals von Frank Wildhorn und Jack Murphy über die Bühne. “Der Graf von Monte Christo” heißt es und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas. Vorab veröffentlichte der Komponist gemeinsam mit der Wiener Plattenfirma Hitsquad/MGSound im Rahmen des neu in Wien gegründeten Labels MWB (Music Without Borders) eine Cast-CD. Genauer eine Pre-Cast-CD, denn wie “Der Graf von Monte Christo” tatsächlich einmal auf der Bühne klingen wird, kann man jetzt noch gar nicht sagen.

Eine Pre-Cast-CD hat Vor- und Nachteile. Zweifellos ist es ein Vorteil, sich die Interpreten unabhängig von der in ein paar Monaten startenden Bühnenfassung aussuchen zu können. Es spielt keine Rolle, ob man sie für die Show entweder nicht bekommen konnte oder gar nicht wollte. Wichtig ist, dass sie einen zugkräftigen Namen haben und dass man die Breitenwirkung eines Starensembles so plant, dass alle Publikumsschichten mit eingeschlossen werden - von der Oma, die in Alexander Goebel vernarrt ist, bis zum Fangirlie, das beim Anblick Jesper Tydens noch rot wird.

Das klingt nun alles, als wäre diese CD in erster Linie eine Geschäftsangelegenheit. Ist es natürlich nicht nur, aber selbst wenn, warum auch nicht, diese Punkte sind ein Faktor bei der Planung einer Cast- oder auch Pre-Cast-CD.

Mit einer Spielzeit von 42:22 Minuten ist es eine fast schon sparsame Auswahl aus einer Show, die sicher mehr als zwei Stunden dauern wird, aber das ist eben einer der Nachteile einer Pre-Cast-CD. Es sind nach den Working-Demos und den Demos die ersten Aufnahmen, die auch tatsächlich an eine breitere Öffentlichkeit gelangen. Vermutlich fehlen noch ein paar der wichtigsten Songs oder es werden noch einige weitere “Highlights” dazukomponiert. Das dürfte auch notwendig sein, denn der ganz große Knaller fehlt noch oder ist noch nicht so arrangiert, dass er als solcher erkennbar ist. Natürlich darf man nicht von jeder Wildhorn-Show eine bigger-than-life Ballade nach der anderen erwarten.

Ein weiterer Nachteil einer Pre-Cast-CD: Die Interpreten können sich nur schwer in ihre Rolle einarbeiten. Nicht nur, weil sie die Rolle noch nicht gespielt haben und vielleicht auch nie spielen werden, sondern weil es die Rollen genau genommen noch gar nicht gibt (von den zeitlichen Limitierungen mal ganz abgesehen. Studiozeit ist teuer). Keine Guideline vom Regisseur, kein Zusammenspiel mit den Kollegen, keine Auseinandersetzung mit einer noch gar nicht vorhandenen Schlussfassung der Partitur. Das scheint einigen Herren auf der vorliegenden CD Schwierigkeiten bereitet zu haben, wobei ich vor allem und insbesonders von Track 3 “A Story Told” spreche, auf dem Patrick Stanke, Mark Seibert und Mathias Edenborn zu hören sind und mit der englischen Sprache fighten. Das ist nett gesungen, aber neben Artikulationsproblemen ist es vor allem ein Umstand, der diesen Track kennzeichnet: Man erkennt die Stimmen der Herrschaften ja nicht einmal, wenn man nicht weiß, dass sie dieses Lied gesungen haben sollen. Mathias Edenborn kann seine Stimme in viele Richungen tunen, keine Frage, aber auf diesem Track hat er sie ins Nirwana der Unkenntlichkeit gedröselt. So haben wir zwar eine Nummer mit drei beliebten Darstellern, aber um welchen Preis?

Tracks wie “I Will Be There” wirken noch einigermaßen Demo-mäßig. Thomas Borchert haucht mehr als zu singen, setzt nicht hundertprozentig exakt ein, doch dann rettet Brandi Burkhardt den Song, da passt (logischerweise) die Artikulation, da merkt man einen gewissen Flow, da singt jemand, der sich an die Musik schmiegt, das ist dann wirklich sehr schön anzuhören. Es finden sich im Booklet der CD keine Angaben zum Orchester. Gerade bei diesem Track synthesizert es mächtig, würde man Musik mit Photoshop zeichnen, wäre mir das zu viel Weichzeichner. Man kann nicht einmal erkennen, ob da nun Streicher zu hören sind oder nur Synthetics. Borchert wabert anfangs recht weit vorne und sinkt dann in den Klangbrei ab.

Wildhorn hat auf “Monte Christo” scheinbar versucht, einen gewissen neuen Ton zu kreieren, die Frage ist, ob es einer ist, mit dem man sich anfreunden kann. Borchert bei “Every Day A Little Death” zuzuhören ist etwas anstrengend, er klingt mühsam vermollt, mit Burkhardt bekommt die Melodie einen Touch mehr Lebensfreude, aber da stimmt noch einiges nicht, um es als wirklich perfekte Nummer bezeichnen zu können.

Highlights der CD: “When The World Was Mine”, gesungen von Brandi Burkhardt, ein Wildhorn-Klassiker, zeitlos schön, wunderbar interpretiert. Und gleich darauf: “When We Were Kings”, gesungen von Alexander Goebel und Thomas Borchert. Gerade bei diesem Track zeigt sich die Qualität eines guten Musicaldarstellers: Alexander Goebel singt diese Nummer nicht nur einfach runter, er spielt sie, er interpretiert sie mit Nuancen, man sieht ihn geradezu in der Rolle des Abbé Faria. Das erinnert mich an die letzte “Musical Christmas in Vienna”-Produktion vor zwei Jahren im Wiener Raimund Theater. Am Ende des ersten Teils der Show stand eine Gospel-Version von Händels “Hallelujah” (ein geniales und legendäres Arrangement von Quincy Jones) auf dem Programm. Auf der Bühne wurde schön brav gesungen, im Publikum saßen alle mit verschränkten Armen da - und dann kam Alexander Goebel: personifizierte Energie, reine Spielfreude. Lust am Performen, und sofort ging auch das Publikum mit, und aus fadem Chorgesang wurde eine funkensprühende Soulnummer, so wie sie immer konzipiert war. Und genau das macht den Unterschied zwischen einem Darsteller und einem Star aus. Sollte es ausmachen. Man hört fast, wie Goebel zu Borchert sagt: Komm schon Tommy, gib Gas.” Lieder kann man nicht einfach runtersingen, man muss auch spüren, dass sie interpretiert werden. Auf keinem anderen Track geht Borchert mehr aus sich raus, und kein anderes Lied ist derart emotionell wie dieses. Goebel singt nicht nur, er macht das, was Marika Lichter oft als Ausrede für völlig verpatzte Interpretationen ihrer Schützlinge zitiert: “Opfere einen guten Ton für eine gute Performance” Goebel opfert aber weniger, als dass er bestimmte Passagen einfach nicht auf schön singt, sondern sie mit Emotionsfüllern anreichert, und damit enorme Wirkung und Spannung erzeugt. Der beste Song des Albums.

“Pretty Lies”, gesungen von Pia Douwes, ist ein Lied, das in einschlägigen deutschsprachigen Foren gern als eine sehr an Sondheim erinnernde Nummer bezeichnet wird. Wie auch immer, der Song ist etwas entrückt, etwas sentimental, er hätte sich ein besseres Arrangement verdient.

Für eine Show, die, so sagt man, für Thomas Borchert geschrieben wurde, kommen die für ihn komponierten Songs nicht als wirklich als Showstopper daher. Die - verhältnismäßig - Big Ballads hat Brandi Burkhardt, Borchert scheitert bei dem Versuch, Spannung in die auf Spannung konzipierten Lieder wie “The Man I Used To Be” zu zaubern. Man merkt, wie er sich bemüht - und versagt, wie ein Boxer, der einen K. O.-Schlag vorbereitet und vorbereitet und vorbereitet — und dann ins Leere boxt. Man merkt, wie vieles von der Energie verpufft. Teilweise ist es auch die Abmischung, die ihm die Wirkung raubt. Aber es ist noch Zeit bis zur Premiere, das wird schon noch.

Anspieltipps
- “When the World was mine” (Track 6)
- “When we were kings” (Track 7)
- “All this time” (Track 12)

facts
titel: the count of monte cristo/Der Graf von Monte Christo
artist: Thomas Borchert – Brandi Burkhardt - Patrick Stanke - Mark Seibert - Mathias Edenborn - Jesper Tyden - Pia Douwes – Alexander Goebel
label: hitsquad records
ean: 9120006682916
catalogue: 668291
PC: MG 270
packaging: Digipack
release: 12. Dezember 2008
Arrangements: Koen Schoots
Orchestrierung: Kim Scharnberg

American Idol 2009 & Adam Lambert

Die erfolgreichste aller Castingshows, American Idol, ist seit vergangener Woche in den USA wieder auf Sendung. Geschickter Schnitt, kleine Geschichten über die Kandidaten, lustige und semidramatische Infights der Juroren, all das bringt American Idol wie kein anderes Format. Kandidaten, die fast abgelehnt oder überhaupt abgelehnt werden, würde man hierzulande wohl mit offenen Armen in die Top 10 nehmen. Ein Beispiel? Adam Lambert kam zu den Auditions in San Francisco. Ja, er hat es in die nächste Runde (”Hollywood!”) geschafft, aber nur knapp. Hier ein kleiner Clip, was Lambert so macht, wenn er nicht für “American Idol” vorsingt, und warum er weil zu “theatrical” fast auf der Strecke geblieben wäre …

Link
- Adam Lambert: “As long as you’re mine” (”Wicked”/L. A.)
- Adam Lambert: “And I am telling you”

Barack Obamas Antrittsrede, 20. Januar 2009

My fellow citizens:
I stand here today humbled by the task before us, grateful for the trust you have bestowed, mindful of the sacrifices borne by our ancestors. I thank President Bush for his service to our nation, as well as the generosity and cooperation he has shown throughout this transition.
Forty-four Americans have now taken the presidential oath. The words have been spoken during rising tides of prosperity and the still waters of peace. Yet, every so often the oath is taken amidst gathering clouds and raging storms. At these moments, America has carried on not simply because of the skill or vision of those in high office, but because We the People have remained faithful to the ideals of our forbearers, and true to our founding documents.
So it has been. So it must be with this generation of Americans.
That we are in the midst of crisis is now well understood. Our nation is at war, against a far-reaching network of violence and hatred. Our economy is badly weakened, a consequence of greed and irresponsibility on the part of some, but also our collective failure to make hard choices and prepare the nation for a new age. Homes have been lost; jobs shed; businesses shuttered. Our health care is too costly; our schools fail too many; and each day brings further evidence that the ways we use energy strengthen our adversaries and threaten our planet.
These are the indicators of crisis, subject to data and statistics. Less measurable but no less profound is a sapping of confidence across our land - a nagging fear that America’s decline is inevitable, and that the next generation must lower its sights.
Today I say to you that the challenges we face are real. They are serious and they are many.
They will not be met easily or in a short span of time. But know this, America - they will be met. On this day, we gather because we have chosen hope over fear, unity of purpose over conflict and discord.
On this day, we come to proclaim an end to the petty grievances and false promises, the recriminations and worn out dogmas, that for far too long have strangled our politics.
We remain a young nation, but in the words of Scripture, the time has come to set aside childish things. The time has come to reaffirm our enduring spirit; to choose our better history; to carry forward that precious gift, that noble idea, passed on from generation to generation: the God-given promise that all are equal, all are free, and all deserve a chance to pursue their full measure of happiness.
In reaffirming the greatness of our nation, we understand that greatness is never a given. It must be earned. Our journey has never been one of short-cuts or settling for less. It has not been the path for the faint-hearted - for those who prefer leisure over work, or seek only the pleasures of riches and fame. Rather, it has been the risk-takers, the doers, the makers of things - some celebrated but more often men and women obscure in their labor, who have carried us up the long, rugged path towards prosperity and freedom.
For us, they packed up their few worldly possessions and traveled across oceans in search of a new life.
For us, they toiled in sweatshops and settled the West; endured the lash of the whip and plowed the hard earth.
For us, they fought and died, in places like Concord and Gettysburg; Normandy and Khe Sahn. Time and again these men and women struggled and sacrificed and worked till their hands were raw so that we might live a better life. They saw America as bigger than the sum of our individual ambitions; greater than all the differences of birth or wealth or faction.
This is the journey we continue today. We remain the most prosperous, powerful nation on Earth. Our workers are no less productive than when this crisis began. Our minds are no less inventive, our goods and services no less needed than they were last week or last month or last year. Our capacity remains undiminished. But our time of standing pat, of protecting narrow interests and putting off unpleasant decisions - that time has surely passed. Starting today, we must pick ourselves up, dust ourselves off, and begin again the work of remaking America.
For everywhere we look, there is work to be done. The state of the economy calls for action, bold and swift, and we will act - not only to create new jobs, but to lay a new foundation for growth. We will build the roads and bridges, the electric grids and digital lines that feed our commerce and bind us together. We will restore science to its rightful place, and wield technology’s wonders to raise health care’s quality and lower its cost. We will harness the sun and the winds and the soil to fuel our cars and run our factories. And we will transform our schools and colleges and universities to meet the demands of a new age. All this we can do. And all this we will do.
Now, there are some who question the scale of our ambitions - who suggest that our system cannot tolerate too many big plans. Their memories are short. For they have forgotten what this country has already done; what free men and women can achieve when imagination is joined to common purpose, and necessity to courage.
What the cynics fail to understand is that the ground has shifted beneath them - that the stale political arguments that have consumed us for so long no longer apply. The question we ask today is not whether our government is too big or too small, but whether it works - whether it helps families find jobs at a decent wage, care they can afford, a retirement that is dignified. Where the answer is yes, we intend to move forward. Where the answer is no, programs will end. And those of us who manage the public’s dollars will be held to account - to spend wisely, reform bad habits, and do our business in the light of day - because only then can we restore the vital trust between a people and their government.
Nor is the question before us whether the market is a force for good or ill. Its power to generate wealth and expand freedom is unmatched, but this crisis has reminded us that without a watchful eye, the market can spin out of control - and that a nation cannot prosper long when it favors only the prosperous. The success of our economy has always depended not just on the size of our Gross Domestic Product, but on the reach of our prosperity; on our ability to extend opportunity to every willing heart - not out of charity, but because it is the surest route to our common good.
As for our common defense, we reject as false the choice between our safety and our ideals. Our Founding Fathers, faced with perils we can scarcely imagine, drafted a charter to assure the rule of law and the rights of man, a charter expanded by the blood of generations. Those ideals still light the world, and we will not give them up for expedience’s sake. And so to all other peoples and governments who are watching today, from the grandest capitals to the small village where my father was born: know that America is a friend of each nation and every man, woman, and child who seeks a future of peace and dignity, and that we are ready to lead once more.
Recall that earlier generations faced down fascism and communism not just with missiles and tanks, but with sturdy alliances and enduring convictions. They understood that our power alone cannot protect us, nor does it entitle us to do as we please. Instead, they knew that our power grows through its prudent use; our security emanates from the justness of our cause, the force of our example, the tempering qualities of humility and restraint.
We are the keepers of this legacy. Guided by these principles once more, we can meet those new threats that demand even greater effort - even greater cooperation and understanding between nations. We will begin to responsibly leave Iraq to its people, and forge a hard-earned peace in Afghanistan. With old friends and former foes, we will work tirelessly to lessen the nuclear threat, and roll back the specter of a warming planet. We will not apologize for our way of life, nor will we waver in its defense, and for those who seek to advance their aims by inducing terror and slaughtering innocents, we say to you now that our spirit is stronger and cannot be broken; you cannot outlast us, and we will defeat you.
For we know that our patchwork heritage is a strength, not a weakness. We are a nation of Christians and Muslims, Jews and Hindus - and non-believers. We are shaped by every language and culture, drawn from every end of this Earth; and because we have tasted the bitter swill of civil war and segregation, and emerged from that dark chapter stronger and more united, we cannot help but believe that the old hatreds shall someday pass; that the lines of tribe shall soon dissolve; that as the world grows smaller, our common humanity shall reveal itself; and that America must play its role in ushering in a new era of peace.
To the Muslim world, we seek a new way forward, based on mutual interest and mutual respect.
To those leaders around the globe who seek to sow conflict, or blame their society’s ills on the West - know that your people will judge you on what you can build, not what you destroy. To those who cling to power through corruption and deceit and the silencing of dissent, know that you are on the wrong side of history; but that we will extend a hand if you are willing to unclench your fist.
To the people of poor nations, we pledge to work alongside you to make your farms flourish and let clean waters flow; to nourish starved bodies and feed hungry minds. And to those nations like ours that enjoy relative plenty, we say we can no longer afford indifference to suffering outside our borders; nor can we consume the world’s resources without regard to effect. For the world has changed, and we must change with it.
As we consider the road that unfolds before us, we remember with humble gratitude those brave Americans who, at this very hour, patrol far-off deserts and distant mountains. They have something to tell us today, just as the fallen heroes who lie in Arlington whisper through the ages.
We honor them not only because they are guardians of our liberty, but because they embody the spirit of service; a willingness to find meaning in something greater than themselves. And yet, at this moment - a moment that will define a generation - it is precisely this spirit that must inhabit us all.
For as much as government can do and must do, it is ultimately the faith and determination of the American people upon which this nation relies. It is the kindness to take in a stranger when the levees break, the selflessness of workers who would rather cut their hours than see a friend lose their job which sees us through our darkest hours. It is the firefighter’s courage to storm a stairway filled with smoke, but also a parent’s willingness to nurture a child, that finally decides our fate.
Our challenges may be new. The instruments with which we meet them may be new. But those values upon which our success depends - hard work and honesty, courage and fair play, tolerance and curiosity, loyalty and patriotism - these things are old. These things are true. They have been the quiet force of progress throughout our history. What is demanded then is a return to these truths. What is required of us now is a new era of responsibility - a recognition, on the part of every American, that we have duties to ourselves, our nation, and the world, duties that we do not grudgingly accept but rather seize gladly, firm in the knowledge that there is nothing so satisfying to the spirit, so defining of our character, than giving our all to a difficult task.
This is the price and the promise of citizenship.
This is the source of our confidence - the knowledge that God calls on us to shape an uncertain destiny.
This is the meaning of our liberty and our creed - why men and women and children of every race and every faith can join in celebration across this magnificent mall, and why a man whose father less than sixty years ago might not have been served at a local restaurant can now stand before you to take a most sacred oath.
So let us mark this day with remembrance, of who we are and how far we have traveled. In the year of America’s birth, in the coldest of months, a small band of patriots huddled by dying campfires on the shores of an icy river. The capital was abandoned. The enemy was advancing. The snow was stained with blood. At a moment when the outcome of our revolution was most in doubt, the father of our nation ordered these words be read to the people:
“Let it be told to the future world…that in the depth of winter, when nothing but hope and virtue could survive…that the city and the country, alarmed at one common danger, came forth to meet [it].”
America. In the face of our common dangers, in this winter of our hardship, let us remember these timeless words. With hope and virtue, let us brave once more the icy currents, and endure what storms may come. Let it be said by our children’s children that when we were tested we refused to let this journey end, that we did not turn back nor did we falter; and with eyes fixed on the horizon and God’s grace upon us, we carried forth that great gift of freedom and delivered it safely to future generations.

Link zum Video –> hier

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Andrew Lloyd Webber “hat auf jeden Fall die menschliche Stimme kaputtgemacht”

theaterWal nennt sich die Zeitschrift, die das stadtTheater walfischgasse einige Male pro Jahr an Kunden und Interessenten verschickt. In der jüngsten Ausgabe vom Januar 2009 ist ein Gespräch mit Gaines Hall, betitelt “Ich bin ein Musical-Missionar”, abgedruckt, in dem sich folgende Passage findet:

theaterWal: Früher waren die meisten Musicals von Andrew Lloyd Webber. Hat sich das inzwischen verändert oder ist er immer noch der Maßstab?
Gaines Hall: Nein, überhaupt nicht. Für uns Amerikaner war er das nie. Wir hatten schon hundert Jahre Musical-Tradition, bevor Andrew Lloyd Webber auf der Szene erschien. Weil die ersten großen Musical-Produktionen in Deutschland von Webber waren, ist er hier ein Maßstab. Einige Amerikaner haben das als Rückschritt gesehen. Es ist ein Genre, ein Geschmack. Aber dazu gehören auch George Gershwin, Cole Porter, Irving Berlin, Vincent Youmans, Rickard Rodgers und Oscar Hammerstein. Es gibt etliche Komponisten, die das Musical weitergebracht haben. Andrew Lloyd Webber ist einer unter vielen. Aber er hat auf jeden Fall die menschliche Stimme kaputtgemacht.

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