Martin Bruny am Mittwoch, den
28. Dezember 2011 um 16:22 · gespeichert in Skurriles
In einer Rezension der aktuellen Tourfassung von Levays & Kunzes Musical “Elisabeth” lesen wir:
Was diese Inszenierung auf Basis der Originalproduktion der Vereinigten Bühnen Wien so erfrischend macht: Endlich besteht ein Ensemble nicht mehr nur aus jungen Darstellern. In ”Elisabeth” ist jede Altersklasse in den entsprechenden Rollen vertreten. Das sorgt für noch größere Glaubwürdig- und Vielfältigkeit. [Link zum Artikel]
Wenn mir das jemand erklären könnte, am besten wie einem Fünfjährigen, wäre ich glücklich.
Martin Bruny am Dienstag, den
22. November 2011 um 14:04 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
… und zwar, wie ots.at berichtet, im Parkhotel Schönbrunn:
Wer den Namen Kaiser trägt, kann im Parkhotel Schönbrunn wie ein Kaiser residieren und verwöhnt werden – zumindest für ein Wochenende. Die Austria Trend Hotels rufen Herr und Frau Kaiser auf, sich über www.austria-trend.at für ein imperiales Wochenende zu bewerben: Ein Aufenthalt in der luxuriösen Kaisersuite samt Fiaker-Rundfahrt im Schlosspark Schönbrunn, Führung durch die historische Schlossanlage und ein fürstliches Mittagessen im Restaurant Gloriette, ein Candle-Light-Dinner im Restaurant Maria Theresia und klassischer Musikgenuss zum Ausklang eines einzigartigen Wochenendes warten auf das „Kaiser-Paar“.
Aus allen Teilnehmern mit dem Namen Kaiser werden zudem zehn Personen gezogen, die eine VIP-Einladung zur großen Eröffnungsgala des Parkhotels Schönbrunn am 1. März 2012 gewinnen können, bei der die Musical Stars Uwe Kröger und Maya Hakvoort die Musical-Songs aus „Elisabeth“ zum Besten geben. Die Aktion „Herr und Frau Kaiser gesucht“ startet im Dezember. [ots.at]
Martin Bruny am Mittwoch, den
9. November 2011 um 02:13 · gespeichert in Skurriles
Wien (OTS) - Als sich die Oppositionsparteien 2009 gegen die automatische Verlängerung der Verträge für Kathrin Zechner und Roland Geyer aussprachen, machte Thomas Drozda in seiner Stellungnahme dazu eine interessante Bemerkung: “Eine öffentliche Ausschreibung ist lediglich für die Position des Geschäftsführers der VBW erforderlich”, schrieb er in einer Aussendung vom 13. März 2009.
“Es würde mich interessieren, wie er diese Aussage heute interpretiert! Wahrscheinlich mit dem Argument, dass eine Vertragsverlängerung ja keine Ausschreibung notwendig macht. Tja, so leicht korrumpieren Macht, Geld und Einfluss die eigene Wahrnehmungsfähigkeit”, meint ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb zur heutigen Ankündigung der Vertragsverlängerung des Geschäftsführers der Vereinigten Bühnen Wien. [LINK]
Martin Bruny am Montag, den
7. November 2011 um 11:58 · gespeichert in Netz, Skurriles, Kult
Outside The Box is a new web series created by Bruce Kimmel and debuting on You Tube in November. A musical, the episodes feature a wonderful array of talent including Tony Award-winning Beth Leavel (The Drowsy Chaperone, Baby, It’s You), Brad Oscar (The Producers, The Addams Family), Gregory Harrison (Trapper John, Steel Pier, Follies), Jason Graae (Forever Plaid, Falsettos, The Grand Tour), Nikka Graff Lanzarone (Women On The Verge Of A Nervous Breakdown, Chicago), Barry Pearl (Grease, the movie, Baby, It’s You), Sandy Rosenberg (Mamma Mia) and others to be announced.
Martin Bruny am Donnerstag, den
20. Oktober 2011 um 22:18 · gespeichert in Skurriles
„Auch ein Stiefel ist ein Schuh“ – an den Satz, den ich einmal im Vorübergehen auf der Wiener Kärntner Straße aufgeschnappt habe, musste ich denken, als ich heute —> das gelesen habe. „Musical“ und „Evergreens der 50er und 60er Jahre“ in das Beuteschema „Weihnachten“ mit einzubeziehen … grandios. Chapeau!
Mir schwebt ja in Fieberträumen ein ganz besonderes Weihnachts-Event noch vor Augen: Die nicht existenten „Stars der VBW“ geben die besten Osterlieder und Jodler zum Besten, im Schatten eines großen Kreuzes. Die Tiger Lillies stehen stumm im Hintergrund der Bühne, während Christian Kolonovits Ben Becker dirigiert, der rhythmisch einen Watschenmann traktiert. Süßer die Watschen nie klingen …
PS: Der Musicalbezug wurde in einem Newsletter der VBW hergestellt. Zitat: „Unter dem Motto ‚Musik liegt in der Luft‘ gehen die VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN in den Musicalherbst.“
PPS: Der Weihnachtsbezug ist auf der Website der VBW nachzulesen. Zitat: „Zu Weihnachten 2011 steht eine ganz spezielle Produktion der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN auf dem Spielplan.“
PPPS: Eine tatsächliche Weihnachtsshow der VBW gibt es 2011 jedoch nicht – gar nicht.
Martin Bruny am Samstag, den
15. Oktober 2011 um 21:21 · gespeichert in Skurriles
Ein wenig überraschend präsentierte der Intendant des Theaters an der Wien, Roland Geyer, Bespielungspläne für die Wiener Kammeroper, ein Haus, das nicht in seine Kompetenz fällt.
In einem Interview mit dem KURIER steht zu lesen:
“Es gibt ein Konzept von mir, die Kammeroper zu retten und ganzjährig im Geiste ihres Gründers Hans Gabor zu bespielen”, verrät Geyer. “Man könnte dieses wunderbare kleine Haus durch die Produktionskraft des Theaters an der Wien in eine neue Erfolgsära bringen.” Konkret denkt er an ein eigenes Ensemble, das jeden Monat ein spezielles Projekt für die Kammeroper erarbeitet. “So bliebe die Kammeroper am Leben und auch der Hans Gabor Gesangswettbewerb.”
Nicht vergessen sollte man, dass an der Wiener Kammeroper bis vor ein paar Jahren auch jährlich eine Musicalproduktion über die Bühne ging. Vielleicht haben ja außer Herrn Geyer auch noch andere Damen und Herren “Konzepte”, wie man das Haus leiten könnte. Denn die “Produktionskraft” des von Geyer geleiteten Theaters an der Wien ist eine hoch subventionierte, die darauf baut, dass man das Theater einfach an 300 Tagen im Jahr zusperrt.
Martin Bruny am Samstag, den
15. Oktober 2011 um 21:02 · gespeichert in Skurriles
Nicht einmal die Vereinigten Bühnen selbst bezeichneten ihre Version des Büchner-Dramas “Woyzeck” als Musical, doch wie die Presse die Show etikettieren würde, war ohnedies klar. VBW=Musical, und aus.
Spätestens seit Ben Beckers jüngsten Turnübungen ist die “Musicaladaption Woyzeck” auch bis in das entlegenste Online-Medium vorgedrungen. Allein, auch Schlägergelüste machen aus “Woyzeck” kein Musical.
PS: Kathrin Zechner über Woyzeck: “Wir machen Musiktheater, kein Musical. Die Songs der Tiger Lillies sind wie die Innenwelt der Figur Woyzeck.”
Martin Bruny am Montag, den
5. September 2011 um 23:16 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
Wir leben in interessanten Zeiten – sogar, wenn man nur das Wiener Musical betrachtet – und auch, wenn man sich da auf die Vereinigten Bühnen Wien beschränkt. Das Verhalten Kathrin Zechners rund um die Berichte, ob sie nun zum ORF wechselt oder doch nicht, findet sich besonders gut durch folgenden kleinen Dialog charakterisiert:
Frage: Wie spät ist es? Antwort: Die Zeit – was für ein faszinierendes Phänomen! Denken Sie nur mal darüber nach, wie wunderbar es ist, Zeit zu haben, und wie schön es ist, hier zu stehen, Zeit mit Ihnen zu verbringen, dass wir uns die Zeit nehmen, uns miteinander, Sie und ich, zu unterhalten … Frage: Ich wollte eigentlich nur wissen, wie spät es ist. Also, bitte, können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist? Antwort: Man sollte nie die Zeit, die man hat, geringschätzen. Man ist privilegiert, wenn man über Zeit verfügt. Denken Sie nur an alle jene … Frage: BITTE, wie spät ist es? Antwort: … die tagtäglich einem gewaltigen Stress ausgesetzt sind. Nicht auszudenken, wie …
Keine konkreten Antworten auf Fragen zu geben, ist eine sehr hilfreiche Taktik. Und wenn dann aus bestimmten Plänen vielleicht doch nichts wird, kommt vielleicht ja doch die Antwort:
“Fünf Minütchen nach 12 Uhr zeigt die Uhr, das wollte ich Ihnen ja doch die gaaanze Zeit über damit sagen.”
Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass mit Beginn der Previews von “Sister Act” am Wiener Ronacher und der Wiederaufnahme der Fregatten-Show am Wiener Raimund Theater zwei Produktionen von Stage Entertainment in Wien laufen. Eine Entwicklung, die Kathrin Zechner aktiv gefördert hat – die VBW-Theater als Abspielstätte deutscher Produktionen, beginnend mit “We Will Rock You”. Der Innovationsgeist solcher Produktionen scheint sich auf das Label “Wiener Fassung” zu beschränken – auf ein Etikett, das manchmal so klein gestaltet wird, dass man es kaum ausmacht.
Gleichzeitig wird im MuseumsQuartier ein scheinbar persönliches Anliegen der Intendantin verwirklicht: eine Mixtur aus Sprechtheater, Stars aus der Welt des Sprechtheaters, gekrönt von einem Touch Skurrilität. Das kann man machen, ein Mal, oder zwei Mal, aber wenn es immer wieder dieselbe Masche ist, wird es langweilig. Dann hat es auch recht wenig mit der so propagierten Vielfalt zu tun. Warum Woyzeck? Warum nicht Sweeney Todd? Warum nicht Musical?
Freilich, Musicaldarsteller können für all den planerischen Wahnsinn ja nichts. Sie machen ihren Job so gut es eben geht und finden sogar in Fregatten-Shows manchmal Themen, die sie gesellschaftspolitisch interessant umgesetzt sehen in ihrer Produktion. Das steht ihnen frei. Man darf es aber auch bezweifeln.
Wie auch immer, Anfang September steppte beim Nivea-Familienfest in Wien der Bär. Die Crew von “Ich war noch niemals in New York” gab Lieder aus der Show mit Schlagern von Udo Jürgens zum Besten:
1. Andreas Lichtenberger: “Siebzehn Jahr, blondes Haar”
2. Andreas Lichtenberger, Ann Mandrella: “Immer wieder geht die Sonne auf”
3. Gianni Meurer, Andreas Bieber: “Ein ehrenwertes Haus”
4. Ann Mandrella: “Ich weiß, was ich will”
5. Julian Fritz: “Mit 66 Jahren”
6. Alle: “Ich war noch niemals in New York”
Andrea Martin war beim Familienfest dabei und hat die folgenden Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt.
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. August 2011 um 23:18 · gespeichert in Skurriles
Die Intendanz der Stockerauer Festspiele wird Alfons Haider mit Ende der Saison 2012 abgeben müssen, und man merkt geradezu, wie er mit einem BIGBANG abgehen möchte. Schon jetzt trompetet man aus vollen Tröten, dass man in Stockerau die “Open Air Uraufführung der Original Broadway Inszenierung” auf die Bühne bringen wird.
Allein, ein Musical – ein Theaterstück ganz allgemein – hat nur eine Uraufführung in seiner Timeline, definiert man doch den Begriff “Uraufführung” als “erste Aufführung eines neuen Werkes”. Und “A Chorus Line” erlebte seine Uraufführung am 26. Januar 1974 – Off-Broadway – im Nickolaus Exercise Center in New York.
Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es dann eben die Erstaufführung der “Open-Air-Version” von einer “Broadway-Premiere” ist, die damals schon freilich nicht die Uraufführung war, die Herr Haider an Land gezogen hat, aber auch das ist falsch, denn “A Chorus Line” wurde bereits – mindestens – ein Mal als “Open-Air”-Version gespielt, und zwar von der Mondo Musical Group in Deutschland.
Eines ist sicher: Es wird “A Chorus Line” sein, und gerade bei diesem Musical ist es sozusagen völlig Topfen, wie viel “ur” und “original” sich der Intendant aufs Produktionsbrot schmiert.
Martin Bruny am Dienstag, den
16. August 2011 um 01:47 · gespeichert in Netz, Skurriles
Aus den “Nutzungsbedingungen” der Firma WINPIN (LINK):
Der/die TeilnehmerIn erklaert sich damit einverstanden, dass sein/ihr Vorname, Nachname, Wohnort samt einem Lichtbild seiner/ihrer Person auf der Website www.winpin.at, auf Twitter, Facebook oder sonstigen Social Media Kanaelen sowie auf der Website der die Sofortgewinne und Gewinne ausspielenden Unternehmen veröffentlicht wird. Soweit der/die TeilnehmerIn bereits Fotos auf Facebook, Twitter oder sonstigen Social Media Kanaelen veroeffentlicht hat, ist WINPIN berechtigt, diese Fotos herunterzuladen und auf www.winpin.at und den genannten Social Media Kanaelen zu veroeffentlichen. Der/die TeilnehmerIn garantiert, dass saemtliche für vorstehend genannten Veroeffentlichungen erforderlichen Rechte vorliegen und keine Rechte Dritter verletzt werden.
Martin Bruny am Dienstag, den
19. Juli 2011 um 01:20 · gespeichert in Netz, Musical, Wien, Skurriles
In Stockerau wird derzeit das Musical “Sie spielen unser Lied” gegeben, scheinbar mit überschaubarem Publikumserfolg. Der Vorverkauf für die Mittwochvorstellung hat sich am Dienstag wie folgt bei Wien-Ticket präsentiert:
Wer also die Show sehen möchte: –> hier kann man Tickets käuflich erwerben.
Uwe Kröger wird auf Facebook vermutlich von den üblichen Fans fest gegendert und auch noch gleich zum Regisseur, nein, tschuldigung, zur RegisseurIn erklärt. (LINK) Und eine Person mag das sogar. Wunderbar?
Und zum krönenden Abschluss präsentiert sich unser aller kathweb im Impressum als dem “Web” seit 1947 angehörig. (LINK) Gratulation!
So ungefähr zweieinhalb Jahrtausende nach der Premiere habe auch ich eine Vorstellung von “Guys and Dolls” in der Wiener Volksoper besucht. Eine ausführliche Rezension über eine Show zu schreiben, die gerade noch drei Mal am Spielplan steht, das muss nicht unbedingt sein. Auch war ich ja nur als einfacher Konsument in der Show, der viel aufzuholen hat an nicht besuchten Produktionen in den letzten Jahren. Ein paar salopp formulierte Worte wären: behäbige Inszenierung, furioses Bühnenbild, extrem fad wirkender Hauptdarsteller (Herrig), entzückend Sigrid Hauser, und für alle Fans des Operettentimbres Johanna Arrouas, die nicht nur stimmlich, sondern irgendwie auch in ihrer Körperhaltung ein gewisses dominantes Maß an Operette ausstrahlt, das muss man mögen, meine ich, und erlaube mir, es nicht zu mögen in einem Musical, gar nicht. Oder sagen wir so: Die Show war einfach nicht so ganz mein Fall, als einfacher Konsument, der sich nur mal nen schönen Abend machen wollte, kann man ja pauschal so formulieren.
Worauf ich aber kommen wollte, war die Reaktion des Publikums, und da auf sagen wir einer Mikroebene, nämlich das unmittelbar mich umgebende Publikum und dann wiederum die mich umgebenden Sitznachbarn: Vermutlich liegts an mir, vermutlich bin ich zu leicht ablenkbar, kann sein, dass ich auf akustische Störungen unangemessen reagiere, und es ist ja nicht das erste Mal, dass ich darüber schreibe. Eine neue Form der Ablenkung erfuhr ich jedenfalls in eben jener Vorstellung von “Guys and Dolls”. Um diese Ablenkung zu verstehen, muss man sich Fingerkuppen vorstellen, raue Fingerkuppen, vielleicht sogar mit extrem rissiger Haut, ganz ausgetrocknet, Fingerkuppen, mit denen man an feiner Wolle fast hängenbleibt. Mein Sitznachbar hatte solche rauen Fingerkuppen, und ab einem gewissen Zeitpunkt der Show fing er an, mit seinen Fingern an seiner Anzughose zu reiben, an ihr entlangzufahren, vermutlich ein Akt der Ablenkung, Gedankenlosigkeit, der Gewohnheit. Nun sollte man annehmen, dass man dieses Entlangstreichen von rissiger Haut an weichem Anzugstoff nicht allzu laut hören kann, und laut war es auch nicht, aber dieses beständige Geräusch verstärkte sich in Minuten, Viertelstunden, Halbstunden zu einem extremen Störfaktor, dem ich machtlos ausgeliefert war. Denn was hätte ich den armen Mann bitten sollen, ohne merkwürdig zu klingen.
Wie gut, dass von einem hinteren Sitznachbarn leises Schnarchen nach vorn drang, das das beständige Reiben teilweise überlagerte. Doch dann, im Abstand von wenigen Sekunden - KLAPP - KLAPP - KLAPP -, knallten drei der recht schweren und großartig gestalteten Theaterprogramme von anderen drei Besuchern auf den Boden. Dieses dreifaltige - KLAPP - KLAPP - KLAPP - war derart befreiend, unglaublich. Mein Sitznachbar verschränkte seine Hände, der Schnarcher hinter mir war wieder munter, und ich, ich konnte wieder ohne Einschränkung “Guys and Dolls” genießen.