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Archiv - Mai, 2012

Kammeroper Wien – so tickt die Wiener Kulturpolitik

Im Januar 2012 wurde der Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny, konfrontiert mit Gerüchten, die VBW könnten die Wiener Kammeroper übernehmen, in der Presse wie folgt zitiert:

„Das ist aber keine Übernahme durch das Theater an der Wien, weil ja auch die freie Szene verankert ist.“ [LINK]

Im Mai 2012 lesen wir auf der Website der VBW:

Mit Beginn der kommenden Spielzeit 2012/13 übernimmt das Theater an der Wien die Bespielung der Wiener Kammeroper am Fleischmarkt. Ab September stellen Intendant Roland Geyer und sein Team für die Wiederbelebung dieses traditionsreichen Spielort das Junge Ensemble des Theater an der Wien vor, das sich aus hochbegabten NachwuchssängerInnen aus aller Welt zusammensetzt. [LINK]

„Tot, aber glücklich“ – Wiener Kammerspiele bringen „Lucky Stiff“

Das Wiener Theater in der Josefstadt veröffentlichte am 29. Mai 2012 sein Programm für die Saison 2012/13 (erstmals ohne Pressekonferenz, sondern via Mail und Youtube-Video siehe –> hier). Der Musicalsektor (in den Wiener Kammerspielen) wird mit einem Werk von Stephen Flaherty (Musik) & Lynn Ahrens (Buch und Liedtexte) bedient. „Tot, aber glücklich“ lautet der deutsche Titel der Show „Lucky Stiff“, die 1988 ihre Uraufführung im Playwrights Horizons in New York feierte und 1998 in der Alten Feuerwache in Saarbrücken als deutschsprachige Erstaufführung produziert wurde. 2003 war „Lucky Stiff“ im Wiener Akzent zu sehen (LINK).

Der 25. April 1988 war ein besonderer Tag. Nicht nur wegen der Premiere der herrlich komischen Musical-Farce „Lucky Stiff“ (die es bei dieser Uraufführungsserie allerdings nur auf genau 15 Vorstellungen brachte), sondern weil sich mit dieser Off-Broadway-Premiere Ahrens & Flaherty erstmals einem breiten Publikum als Musical-Autoren-Duo präsentierten. Die Uraufführung wurde 1988 von der Presse wenig beachtet, die Schauspieler, die meisten davon wenig bekannt (Stephen Tout, Mary Testa, Julie White, Stuart Zagnit, Paul Kandel, Ron Farber), wurden jedoch in den wenigen Kritiken hoch gelobt, ebenso wie Regisseur Thommie Walsh.
Vermutlich hätte man von der Show nie wieder etwas gehört, wäre nicht 1994 für Varèse Sarabande eine Cast-CD eingespielt worden, mit einer hervorragenden Cast (zum Teil sind auch Darsteller der Uraufführungsproduktion zu hören): Mary Testa, Evan Pappas, Judy Blazer und Debbie Shapiro Gravitte. Zwar fand die Aufnahme ohne Mitwirkung des Regisseurs der Uraufführung statt, aber sie sorgte dafür, dass man auf die Songs leicht zugreifen konnte.
2003 kam die Show Off-Off-Broadway heraus, und auch von dieser Produktion der York Theatre Company erschien (bei JAY) eine Cast-CD. Kritiker empfanden sie viel eher als „echte“ Cast-CD. Sie wurde mit der tatsächlichen Off-Off-Broadway-Besetzung produziert und man hört den Darstellern an, dass sie ihre Rollen auch tatsächlich gespielt haben. Mit dabei: Mary Testa, Janet Metz und Malcolm Gets. Ein wesentlicher Unterschied: Auf dieser Cast-CD wurden die Sänger vom musikalischen Direktor der Produktion, David Loud, ausschließlich am Klavier begleitet, während die erste Cast-CD auf ein Orchester-Arrangement setzte, das den aberwitzigen Aspekt etwas überstrapaziert. Die JAY-CD enthält außerdem das bis dahin nicht auf CD erschienene Finale des 1. Akts „A Woman in My Bathroom“ und den Bonustrack „Shoes“, ein Lied, das aus der Show gestrichen wurde. Mit dieser Cast-CD wurden die Abermilliarden Schulen, Sommertheater etc. Amerikas auf die Show aufmerksam, und im Laufe der neunziger Jahre erarbeiteten sich Ahrens & Flaherty mit Musicals wie „Once on This Island“ (1990), „My Favourite Year“ (1993) und „Ragtime“ (1998) ihre Reputation. So wurde aus dem Flop „Lucky Stiff“ eine Show, die nach wie vor gern gespielt wird.

Inhalt

Der Tod kann einem das Leben ganz schön vermiesen – nicht nur der eigene, sondern auch das Ableben anderer. Vor allem, wenn man dann noch eine Erbschaft antreten muss, die es in sich hat …
Nicht anders geht es Harry Whitherspoon, einem biederen englischen Schuhverkäufer. Sein Onkel stirbt und hinterlässt 6.000.000 Dollar. Bevor Harry allerdings das Erbe antreten darf, muss er eine kleine Reise machen. Das Anliegen des Oheims ist es nämlich, noch einmal nach Monte Carlo zu kommen – und sei es als Leiche im Rollstuhl. So hat er das Erbe testamentarisch an die Bedingung geknüpft, dass Harry mit der einbalsamierten Leiche im Rollstuhl in Urlaub fährt und die Promenaden an der Côte d’Azur entlang schiebt. Harry bleibt keine Wahl.
Doch noch andere Personen reisen an die französische Riviera. Da ist Annabel Glick, die leicht verklemmte Abgesandte des Hundeasyls von Brooklyn. Sie beobachtet Harry Tag und Nacht, denn wenn er sich einen Fehler leistet und die Auflagen des Testaments nicht erfüllt, fällt das gesamte Erbe an die Hunde. Wenn Harry irgend etwas hasst, dann sind es Hunde! Weiterhin begeben sich auf die Jagd nach dem Zaster: des Onkels einstige Geliebte, die trotz ihrer Kurzsichtigkeit gerne mit ihrem Ladycolt herumhantiert, sowie Herren und Damen aus der Halbwelt, denn der Onkel scheint Beziehungen zur Mafia gepflegt zu haben … [Felix Bloch Erben]

Stephen Flahertys Score für die Show wurde folgendermaßen beschrieben:

„Lucky Stiff“ is filled with Broadway brass, pseudo-French numbers, light operetta, and contemporary music that avoids rock and pop. His music can be as oddball as the situation, as with the opening „Something Funny’s Going On“ and the chaotic „Him, Them, It, Her“. The recurring „Good to be alive“ is a vigorous theme song that changes meaning with Ahrens’s sly lyrics. The musical monologues „Mr. Witherspoon’s Friday Night“, „Rita’s Confession“ and „The Phone Call“ are hilarious pieces of mock recitative, while the conversational „Fancy Meeting You Here“ and the nightmare sequence „Welcome back, Mr. Witherspoon“ are musical storytelling at its best. Just as resplendent are the score’s two quietest moments: Annabel’s wry lament „Times Like This“, in which she longs for the comfort of an animal over human company, and the funny-sad duet „Nice“, in which Harry and Annabel admit they will miss their rivalry. In the left-shoe number „Lucky“, Harry dances with his dead uncle, turning the wheelchair into a willing dancing partner. This is sublime silliness as only „Lucky Stiff“ could imagine it. [„Off-Broadway Musicals Since 1919: From Greenwich Village Follies to The …“ von Thomas S. Hischak]

Die Version der Wiener Kammerspiele wird von Werner Sobotka (Regie), Ramesh Nair (Choreographie) und Christian Frank (Musikalische Leitung) erarbeitet.

Leading Team
Buch und Gesangstexte: Lynn Ahrens
nach dem Roman „The Man Who Broke The Bank At Monte Carlo“ von Michael Butterworth
Musik: Stephen Flaherty
Deutsch Fassung: Wolfgang Adenberg (Gesangstexte) und Holger Hauer (Dialoge)
Regie: Werner Sobotka
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Elisabeth Gressel
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreografie: Ramesh Nair

Cast
Harry Witherspoon: Peter Lesiak
Annabel Glick: Lisa Habermann
Rita La Porta: Ann Mandrella
Vincent Di Ruzzio: Boris Pfeifer
Luigi Gaudi: Frankl Roman

Damenensemble
Katharina Dorian u. a.

Herrenensemble
Christian Petru u. a.

Link
- Kammerspiele

„Die Zähmung des Widerspenstigen“ – Musical-Uraufführung in Asparn, 2013 im Wiener Metropol

31. Juli 2012
20:00bis23:00

Das neueste „Metropol“-Musical, das 2013 am Spielplan des Wiener Theaters steht, feiert schon 2012 seine Uraufführung im Rahmen des Niederösterreichischen Theatersommers. Im Filmhof Wein4tel in Asparn/Zaya ist die Show ab 31. Juli 2012 zu sehen. Im Wiener Metropol geht die Premiere am 2. Mai 2013 über die Bühne.

Inhalt
Das Weingut Stephanimundo in der Toskana wird von dem überzeugten Junggesellen Bernardo Stephani mit großem Erfolg geführt. Seine Weine werden jedes Jahr prämiert. Doch leider besagt der Letzte Wille des verstorbenen Vaters, dass das Weingut der Sohn bekommen soll, der zuerst heiratet. Der jüngere Sohn Angelo ist als Weinbauer aber völlig ungeeignet- und so beschliesst die Mutter, Bernardo möglichst schnell unter die Haube zu bringen, um das Weingut zu retten.
Um den widerspenstigen Heiratskandidaten zur Hochzeit zu bewegen, täuscht sie eine Herzattacke vor. Also verspricht Bernardo seiner Mutter seine Pflicht zu tun. Und so wird die Tochter eines befreundeten Weinhändlers eingeladen, die ihr Vater auch endlich an den Mann bringen will. Doch Bernardos Werben, dass er halbherzig, arrogant und zu lässig beginnt, erschwert die Annäherung der beiden erheblich… Er ist bereit zu heiraten. Zähmen lassen, will er sich jedoch nicht.
Aber auch Angelos Verlobte will das Weingut nicht kampflos aufgeben und treibt die Hochzeit mit ihm voran. Ein Wettrennen zum Altar beginnt…

Leading Team
Buch: Peter Hofbauer und Vicki Schubert
Musik: Peter Hofbauer und Christian Deix
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch

Cast
Stefano Bernardin, Erik Arno, Miriam Mayr, Christian Deix, Rene Velazquez Diaz, Olivier Lendl, Erika Mottl, Clemens Aap Lindenberg, Pia Strauss und Horst von Rothmar

Premiere: 31. Juli 2012
weitere Vorstellungen (jeweils 20:00 Uhr)
2., 3., 4., 9., 10., 11., 16., 17., 18., 23., 24., 25., 31.August, 1. September 2012

Links
- Filmhof
- Metropol

Theater am Spittelberg 2012: „A Tribute to Black Icons“

29. September 2012
19:30bis21:30

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Auch 2012 bietet das Theater am Spittelberg ein reichhaltiges Angebot in jener Zeit, in der die meisten anderen Theater Wiens Sommerpause halten. Am 1. Juni startet die Saison mit einem „Open House – 10-Jahre-Fest“, und gegen Ende der Saison, am 29. September 2012, steht eines der Highlights am Spielplan: Lynne Kieran, Kim Cooper, Eddie Cole und Previn Moore spielen, singen & tanzen ihren „Tribute to Black Icons“.

Nähere Infos –> hier.

Korneuburger Musiksommer: „Musical Melodies“

4. August 2012
20:00bis22:00

Am 4. August 2012 (Beginn: 20 Uhr) findet im Rahmen des Korneuburger Musiksommers der Konzertabend „Musical Melodies“ statt. Carin Filipcic, Ann Mandrella, Andreas Bieber und Drew Sarich singen „Hits“ aus „Jesus Christ Superstar“, „Ich war noch niemals in New York“, „Tanz der Vampire“, „Mamma Mia!“, „Les Misérables“, „Kiss me, Kate“, „Elisabeth“ u. v. a.
Musikalische Begleitung: Herbert Pichler (Klavier) & Sergei Bolotny (Geige) & Klaus Göhr (Schlagzeug).

Nähere Infos –> hier.

Totalversager der Wiener Kulturpolitik: „International Theatre“ muss schließen

Wie die „Wiener Zeitung“ meldet, muss Wiens „International Theatre“ 32 Jahren nach seiner Gründung schließen. 1980 von Marilyn Wallace und ihrem Mann in der Porzellangasse, Ecke Müllnergasse, im Alsergrund eröffnet, hat die kleine Bühne jahrzehntelang einen wichtigen Beitrag geleistet, englische Theaterkultur, wie Wien sie an sich gar nicht kennt, auch und vor allem Schülern zu vermitteln.

In den letzten Jahren wurde die kleine Bühne immer wieder von Seiten der Behörden drangsaliert, man erinnere sich etwa daran, dass man dem Theaterunternehmen vorgeworfen hat, mehr Sitzplätze kurzfristig zur Verfügung zu stellen, als behördlich erlaubt war. Ich nenne das eher Kundenservice, denn jedes Jahr zu Weihnachten war die Produktion „A Christmas Carol“ ein Highlight der Wiener Theaterszene.

War das Theater nicht mehr zu retten? Natürlich wäre es zu retten gewesen, aber es war nicht der Wille da, es zu tun. Subventionen wurden gekürzt, statt erhöht. Ein Totalversager einer pervertierten Subventionskultur, in der die Moloche gefüttert werden und die kleine Szene vernichtet wird.

Ausschnitt aus einer APA-Meldung 2007:

Die Grünen Wien und die ÖVP Wien zeigen sich erfreut, dass der Druck auf Stadtrat Mailath-Pokorny, den die Opposition seit dem verheerenden Kontrollamtsbericht zum International Theatre ausgeübt hat, offenbar wirkt. Laut Ankündigung des Stadtrates in der heutigen Sondersitzung des Kontrollausschusses werden konkrete Empfehlungen des Kontrollamtes nun doch umgesetzt: Etwa Verhandlungen über eine neue Geschäftsführung oder eine monatliche Berichtspflicht des Theaters. “Dieser Fall zeigt wieder: Die Empfehlungen des Kontrollamtes müssen rasch und direkt umgesetzt werden, es kann nicht sein, dass die SPÖ erst auf Druck der Opposition reagiert”, so die Vorsitzende des Kontrollausschusses, Waltraut Antonov.

Link
- International Theatre Vienna: Das Ende des Internationalen
- International Theatre

„A Christmas Eve 2012“ – Hakvoort, Kröger, Douwes, Shaki, Perman, Nair & The Rounder Girls

17. Dezember 2012
19:30bis22:30

eee.jpgAm 17. Dezember 2012 findet im Wiener MuseumsQuartier (Halle E) die Show „A Christmas Eve 2012“ statt. Mit dabei: Maya Hakvoort, Uwe Kröger, Pia Douwes, Marjan Shaki, Lukas Perman, Ramesh Nair und The Rounder Girls. Veranstaltet wird das Konzert von „Maya Hakvoort Productions“.

Martin Berger & Artur Ortens über das Comedy-Musical „ Der Urknall“ …

… oder warum man als Schauspieler so gerne diese Show spielt (die nächste Vorstellung findet bereits am Mittwoch, dem 23. Mai, auf der Probebühne des Ronacher statt, nähere Infos zu dieser Produktion gibt es –> hier):

Martin Berger

Es ist eine sehr große Herausforderung, eine Rolle zu spielen, die Martin Berger heißt. Der reine Wahnsinn: Man spielt sich selbst! Gleichzeitig verkörpert man in diesem Stück aber auch unglaublich viele andere Personen aus der Menschheitsgeschichte, was es sehr vielschichtig macht. Eine Herausforderung, die sehr viel Spaß bringt, wenn man sich darauf einlässt.
Und dann mit so einem tollen Kollegen auf der Bühne zu stehen, der die Bälle annimmt und zurückgibt, wenn man sie ihm zuwirft, das ist in diesem energiegeladenen Stück sehr von Vorteil.

Artur Ortens

urknall_6_maria-gandhi_1.jpgFür mich stellt den Reiz dieses Stückes „der Wahnsinn“ dar, anders kann man es nicht bezeichnen. Zwei Personen stolpern in einem Affentempo in verschiedensten Rollen durch ein 90-Minuten-Stück, wobei der Umgang mit Requisiten und das Zusammensuchen der Kostüme immer wieder improvisiert wirken muss. Persönlich empfinde ich den Urknall auch musikalisch sehr interessant, ein geniales Zusammenspiel von Musik, Gesang, Choreographie und Schauspiel, in dem die Komik an erster Stelle steht.
Die Rolle des „Arturs“ ist mir nicht nur durch den Namen auf den Leib geschrieben, sondern gibt mir als Schauspieler die Möglichkeit, alle Facetten zu zeigen, wozu man sonst selten die Gelegenheit erhält. Hier spielen wir nicht nur verschiedene Rollen, wir schlüpfen in unsere Ausgangsrolle und in dieser in die verschiedensten weiteren Charaktere.
Spannend gestaltete sich der Probenprozess dieser Produktion, da wir die verschiedenen Charaktere und die Requisitenschlacht durch Improvisation entwickeln konnten. Hierbei war ich glücklich, in meinem Partner Martin Berger einen kompatiblen Wahnsinnigen gefunden zu haben und zu meiner großen Freude wieder mit Reinfried Schieszler, unserem Regisseur, arbeiten zu dürfen.

Von der Premiere des „Urknalls“ gibt es auf YouTube bereits einige Videos. Wer eine Übersicht haben will, wählt ganz einfach den Link zum YouTube-Kanal von Reinfried Schieszler, dem Regisseur des Stücks –> hier.

Die nächste Vorstellung des „Urknalls“ ist bereits am Mittwoch. Noch gibt es Karten.

RONACHER/ Probebühne
Seilerstätte 9, 1010 Wien
www.musicalvienna.at
01/ 514 11 111

weitere Vorstellungen: 23., 30. Mai und 6. Juni

Tickets
- Wien-Ticket

Sitting ovations – der wahre Jubel, wenn Rosenblätter fallen

Ben Brantley, Journalist bei der New York Times, hat vor einigen Tagen unter dem Titel „Against Ovation Inflation“ (siehe –> hier) ein Plädoyer für die „sitting ovation“ geschrieben, mit dem wunderbaren Intro:

Something rare and wonderful happened at the opening night of the Encores! concert production of „Gentlemen Prefer Blondes“ at City Center last week. At the end of the show, when the performers took their bows, the audience remained seated.

Warum hat er das bloß getan? Er kann es begründen:

Because we really have reached the point where a standing ovation doesn’t mean a thing. Pretty much every show you attend on Broadway these days ends with people jumping to their feet and beating their flippers together like captive sea lions whose zookeeper has arrived with a bucket of fish. This is true even for doomed stinkers that find the casts taking their curtain calls with the pale, hopeless mien of patients who have just received a terminal diagnosis.
The s.o. (if I may so refer to a phenomenon that no longer warrants the respect of its full name) has become a reflexive social gesture, like shaking hands with the host at the end of a party.
Or, to put in cruder and more extreme terms, it’s like having sex with someone on the first date, whether you like the person or not, because you think it’s expected of you.

Nicht, dass in Wien jede Vorstellung mit einer Standing Ovation abgefeiert würde, wir haben ja die Kampfkreischer und Kampfpfeifer, die mit Gewalt jedem zeigen müssen, wie begeistert sie sein können. Aber es ist manchmal eine wahre Wohltat, eine Show zu erleben, die von keinem einzigen Zwischenapplaus gestört wird, einfach, weil das Publikum erkennt, dass es unpassend wäre, und bei der es am Ende begeisterten und lang anhaltenden Beifall gibt, aber eben kein reflexhaftes Aufspringen der ganzen Bude. So geschehen heute bei der Premiere der neuen Fassung von „Wenn Rosenblätter fallen“ im Wiener Off Theater. Übrigens wird das mal eine Vorstellungsserie sein, die jeder gern gesehen hätte, aber jetzt, da sie tatsächlich zu sehen ist, gibt es nach wie vor Tickets.

Update
- The New York Times: Readers Offer Theories on Sitting vs. Standing

Drew Sarich: „Ugly Nina“ – live in Wien

Drew Sarichs neuestes Projekt, der Songzyklus „Ugly Nina“, feiert am 20. Juni 2012 im Wiener Ost Klub Premiere.

Handlung

Nina is a sixteen year-old victim, kept prisoner by an abusive father. Her only options for escape are a photograph of her late mother, and the pages of her beloved comicbooks. Even in the dark, solitude of her bedroom, the books have plans for Nina.

Gemeinsam mit dem Insomnia Quartet (Sarah Grubinger, Michaela Girardi, Georg Wimmer, Matthias Bartholomey), einem klassischen Streichquartett, erzählt Sarich die Geschichte der sechzehnjährigen Nina. Die Songs, geschrieben von Drew Sarich, wurden von Klemens Bittann für Streicher arrangiert.

Tickets (zu 20 Euro) für die Show gibt es im Ost Klub. Vorverkauf in Wien gibt es bei Jugendinfo wienXtra!
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr.

Link
- Ost Klub

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