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Archiv - August, 2012

Metropoldi: Zwa Voitrottln – Live

Am 4. Oktober 2012 (Beginn: 20 Uhr) spielen die „Zwa Voitrottln“ (Johannes Glück, Autor & Komponist des Simpl-Musicals „Krawutzi, Kaputzi – Strengstes Jugendverbot!“) und Dieter Hörmann (Student an der Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater) im Wiener Metropoldi auf.

Im Jänner 2011 als Singer/Songwriter-Duo gegründet, landeten die beiden Interpreten mit ihrem Lied „Fuck se Energiesparlampe“ einen YouTube-Hit. Im März 2012 veröffentlichten die „Zwa Voitrottln“ ihre Debüt-CD „Hörglück“. Die Bandbreite der darauf zu hörenden Songs reicht von Kabarett über Rap, Wiener Lied, Chanson bis zur Musicalparodie.

Links
- Zwa Voitrottln
- Metropoldi

Theater Nestroyhof/HAMAKOM: „Warum denn grad Eisler?“

„Warum denn grad Eisler?“ Anlässlich des 50. Todestages von Hanns Eisler zeigt das Theater Nestroyhof/HAMAKOM eine Hommage an den kleinen Mann, der überall aneckte und nicht nur musikalisch Maßstäbe setzte.

Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren und ging in Wien zur Schule. Nach zwei Jahren als k. u. k.-Soldat im Ersten Weltkrieg wurde er 1919 Schüler bei Arnold Schönberg, dem er 1923 auch seine Sonate für Klavier op. 1 widmete. 1925 ging er nach Berlin, wo er ab 1928 für Arbeiterchöre und Agitproptruppen komponierte und mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete („Die Maßnahme“, „Die Mutter“). Ab 1933 lebte Eisler zunächst in Paris, Svendborg und London, ehe er im amerikanischen Exil ab 1938 seine bedeutendsten kammermusikalischen Werke schuf (u. a. „Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben“). In Hollywood komponierte Eisler neben der Musik zu acht Hollywoodfilmen auch sein „Hollywooder Liederbuch“ auf Texte von Brecht, Hölderlin und andere. Auf Betreiben der eigenen Schwester musste er sich vor dem Untersuchungsausschuss für unamerikanische Umtriebe verantworten und trotz prominenter Fürsprecher (Chaplin, Bernstein, Copland, Stravinsky) die USA verlassen.

1948 kehrte Eisler nach Europa zurück, zunächst nach Wien und Prag, schließlich nach Ost-Berlin. Obwohl er auf einen Text von Johannes R. Becher die Nationalhymne der DDR in Noten setzte, geriet er mit der DDR-Kulturbürokratie in Konflikt, als er Ende 1952 seinen Operntext „Johann Faustus“ veröffentlichte. Bis 1955 arbeitete Eisler überwiegend in Wien für das Neue Theater in der Scala und die Wien-Film am Rosenhügel. In der DDR komponierte er für das Berliner Ensemble und die DEFA. 1959 erlebte er in der Staatsoper Unter den Linden die Uraufführung seiner zum Großteil im Exil komponierten Deutschen Symphonie. Hanns Eisler starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. [Internationale Hanns Eisler Gesellschaft]

Leading Team/Cast
Annette Fischer: Gesang/Produktion
Raphael von Bargen: Schauspiel
Armin Fuchs: Klavier
Kördölör: Chor
Anna Hauer: Regie

Termine
18. und 19. September 2012, Beginn: 20 Uhr

Tickets
Tel.: +43 1 8900 314
Mail: tickets@hamakom.at
Web: www.hamakom.at
Preis: 18/12 Euro

Theater Nestroyhof/HAMAKOM
Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Link
- Theater Nestroyhof/HAMAKOM

La evolución de la SISI

… oder des kummt ma spanisch vua

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Stimme aus dem Off: Aber warum? Warum habt Ihr das Raimund Theater nicht von der Schabracke befreit?
Delinquent: Aba was sois?
Stimme aus dem Off: Gedankenlosigkeit?
Delinquent: Warum, warum, immer diese Stänkerei, seit mehr als zehn Jahren. Drauf gschissn. Wir sind …
Stimme aus dem Off: Ach sagen Sie doch nicht sowasss!
Delinquent: Waast wos?
Stimme aus dem Off: Also, warum?
Delinquent: Es steht do, weus do steht.
Stimme aus dem Off: So ein Unsinn!
Delinquent: Is ned wurscht? Eben. Und nach dem Schiff is vua dem Schiff. Es woa so a dolle Show!
Stimme aus dem Off: Sagt wer?
Delinquent: Die Auslastungszahlen, die Kritiker, die Fans, über 200 Mal haben es ein paar gesehen!

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Die Stimme der Vernunft: Vorbei der Glanz, schon längst bleibt uns …

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UND AUS

Eklat in Röttingen

Renate Kastelik, seit 2002 Künstlerische Leiterin der Festspiele in Röttingen, hat “wegen Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses”, wie es heißt, die fristlose Kündigung erhalten.

In einem Zeitungsbericht, der über die aktuellen Entwicklungen berichtet, wird Kastelik mit einem Spruch zitiert, der wohl in die Geschichte eingehen wird:

“Musicals haben in der Kulturlandschaft nichts verloren, sie gehören in den Musikantenstadl”.

Link
Fränkische Nachrichten: Renate Kastelik die fristlose Kündung ausgesprochen

“Someone give me a chance” – Eden Espinosas CD-Projekt

Manchmal kommt man aus dem Staunen nicht raus, welche Künstler und Künstlerinnen in den USA ihre CD-Soloprojekte über Funding-Plattformen finanzieren (müssen), während im deutschsprachigen Raum man manchmal den Eindruck gewinnen könnte, dass fast jeder schon mit einem eigenen Tonträger ausgestattet wird, der einmal bei Tarzan gebrüllt oder ein paar Sekündchen am Marterpfahl gejodelt hat. Die Zeiten haben sich offensichtlich geändert (das ist ja an sich nichts Schlechtes) … in den 90er Jahren war es in den Staaten vermutlich leichter, als etwa ein Bruce Kimmel in der Hochblüte seiner Produzententätigkeit war.

Jüngstes Beispiel einer Funding-Initiative ist Eden Espinosa, bekannt aus “Brooklyn – The Musical”, “Wicked”, “Rent”. Sie hat sich für ihre erste Solo-CD Lieder aus “Wicked”, “Ghost – The Musical”, “Rent”, “Sweeney Todd”, “Will Rogers Follies”, “Aida”, “Brooklyn – The Musical”, “Taboo – The Musical” und “Next To Normal” ausgesucht. Ihr Ziel ist es, die Lieder wie Pop-Songs klingen zu lassen, eigenständig, oder wie Espinosa sagt: “Broadway hits with a pop sensibility”.

Die gute Nachricht ist, dass das Funding-Experiment per kickstarter.com bereits geglückt ist. 19.000 Dollar wollte die Sängerin als Zuschuss zu den Studiokosten, bis jetzt sind schon über 22.000 Dollar zusammengekommen, und jeder, der möchte, kann noch bis 16. September 2012 mitmachen. Wer gar bereit ist 75 Dollar zu investieren, bekommt eine ganz spezielle Limited Edition Christmas EP, die nur an die Kickstarter Backer verschickt wird zusätzlich zum Download und zur signierten Solo-CD, außerdem einen zehnminütigen Telefon- oder Skype-Chat.

Eden Espinosa ist derzeit bereits im Studio und nimmt ihre CD auf, Videos davon finden sich auf der Website von kickstarter.com –> hier.

Stadttheater Fürth: Auditions für „next to normal“ – „fast normal“

Am 26. und 29. Oktober 2012 finden in Berlin die Auditions für die deutschsprachige Erstaufführung des Broadway-Musicals „next to normal“ statt.

Die Premiere der Show wird im Oktober 2013 im Stadttheater Fürth über die Bühne gehen. Nähere Infos –> hier.

Leading Team
Musik: Tom Kitt
Buch und Gesangstexte: Brian Yorkey
Deutsche Fassung: Titus Hoffmann
Inszenierung: Titus Hoffmann
Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben
Choreographie: Melissa King
Ausstattung: Stephan Prattes

Link
- „next to normal“ – „fast normal“ @facebook

OPEN HOUSE THEATRE COMPANY – Wiens neue englischsprachige Theatergruppe

open_house_theatre_logo.jpgNach 37 Jahren hat vor wenigen Wochen das „International Theatre Vienna“ schließen müssen. Warum es schließen musste, dazu gibt es mehrere, sagen wir „Ansichten“, wobei es müßig ist, weiter darüber zu spekulieren. Die positive Nachricht ist, dass sich bereits eine neue englischsprachige Theatergruppe zusammengefunden hat, die als „OPEN HOUSE THEATRE COMPANY“ folgendes Motto hat:

A new Viennese based theatre group aiming to bring good quality English (and occasionally German) language shows to the people in and around Vienna.

Die erste Produktion der Gruppe konnte schon fixiert werden. Es ist „A Christmas Carol“ von Charles Dickens, jenes Weihnachtsstück, das das International Theatre Vienna einige Jahrzehnte lang immer zur Weihnachtszeit gegeben hat – vor stets ausverkauftem Haus.

Die Produktion wird vom 3. bis 23. Dezember 2012 im „Kunst im Prückel“-Theater zu sehen sein, einem kleinen, aber feinen Theater im Keller des Traditionscafés Prückel am Dr.-Karl-Lueger-Platz, gleich gegenüber der U3-Station Stubentor.

Link
Open House Theatre
Open House Theatre @Facebook
Kunst im Prückel

„Útvesztő minden út“ oder Lisl – die neue Alte (alte) [Version]

Der Sonntag, der 19. August 2012, war recht interessant, was die „neue Version“ des Musicals „Elisabeth“ betrifft, deren Premiere am 5. September 2012 im Raimund Theater vor ausschließlich geladenen Gästen stattfinden wird.

Bis heute musste man davon ausgehen, dass, wie Koen Schoots es in einem Interview mit der „musicalzentrale“ skizzierte, mehr oder weniger die Version von 1992 gegeben wird, mit einer Änderung: der Prolog der Fassung von 1992 wird wiederhergestellt, inklusive der Solosätze von Sophie, Ludovika, Franz Joseph, Max, und Rudolf als Kind und Erwachsener. [LINK]

Von Sylvester Levay, dem Komponisten des Musicals, erfuhr die Tageszeitung KURIER jedoch folgende Neuerung: Man wird eine Version spielen „… mit Liedern, die in Wien auch schon in der Version von 2004 enthalten waren. Aber erstmals dem Lied ‚Kein Kommen ohne Geh’n‘ auf Deutsch vom Tod im 1. Akt, das bisher nur in Japan gezeigt wurde.“ [LINK]

Unter den Fans der Show ist das maximal ein netter Marketing-Gag, ausgerechnet in diese Version diesen Song reinzustöpseln, aber soll sein. Inhaltlich richtig ist die Aussage aber natürlich nicht, denn „Kein Kommen ohne Geh’n“ ist bereits in die ungarische Version des Stücks eingebaut worden, und das sollte der Meister doch wissen.

PS: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass in einem subventionierten Theater Karten für Premieren in den öffentlichen Verkauf gehören.

Palais Nowak: „Broadway Can Bounce“

bcb.jpg Vom 28. bis 30. September 2012 (Beginn 19:30 Uhr) bringt Regisseur, Choreograph, Tänzer und Sänger Cedric Lee Bradley seine Show „Broadway Can Bounce” im Wiener Palais Nowak zur Aufführung. Das „Killer Rock Musical“ war bereits am 29. November 2004 im Wiener Raimund Theater zu sehen und kommt nun in einer überarbeiteten Version auf die Bühne.
Zu einer ausführlicheren Inhaltsangabe der Show geht’s –> hier.

Cast
Sabrina Harper, Angelika Ratej, Chris Coras, Dave Moskin, Jacqueline Braun, Andreas Wanasek, Jurriaan Bles

Ensemble
Samuel Calas, Franziska Fröhlich, Kathrin Hassenrück, Christian Joannidis, Peter Knauder, Verena Kollruss, Wei-Ken Jeffrey Liao, Lara Miloslavic, Mary Scherzer, Matthias Rathammer, André Wright

Leading Team
Konzept, Regie, Choreographie, Set, Kostüme: Cedric Lee Bradley
Musical Orchestration: Mario Dancso
Sounddesign: Richard Redl
Lichtdesign: Michael Grundner

Aufführungstermine
28. bis 30. September 2012
Palais Nowak (Zelt beim Gasometer)
Döblerhofstraße 20
1110 Wien

Tickets
Telefonisch unter +431 512 47 42 (täglich von 14–20 Uhr)

„Alles sehr billig! Bitte, treten Sie näher!” –„Elisabeth” -15 %

Es mag nicht das erste Mal sein, dass Tickets für eine Show bereits lange vor der Premiere zum Sonderpreis angepriesen werden, aber es ist wohl nicht die Regel. „Management by Chaos“ scheint in die Verlängerung zu gehen, nun wird das Prinzip des Vorverkaufs geopfert.

Worum geht es? Nun, derzeit machen Mails und Facebook-Statusmeldungen die Runde, dass Tickets für alle Showtermine des VBW-Musicals „Elisabeth“, die man ab sofort bis 31. August 2012 erwirbt, um 15 Prozent ermäßigt unter Angabe des Kennworts „Majestaet“ zu haben sind.

Warum führt man Aktionen dieser Art durch? Weil der Vorverkauf so super läuft? Vermutlich deshalb, weil der Musicaltourismus aus Deutschland voll eingesetzt hat und alle nochmal dieselben Leute in denselben Rollen sehen wollen, die sie schon auf der letzten Tour gespielt haben? Oder weil die Farben am neuen Sitzplan des Raimund Theaters so schön blau-gelb sind? Fragen über Fragen.

Aber es soll sich niemand ärgern, der schon frühzeitig seine Tickets gebucht hat. Manche machen einen Fehler nur ein Mal, manche auch zehn Mal, damit sie auch ganz sicher sind, dass es falsch war. Es besteht also noch Hoffnung.

Ärgern könnten sich vielleicht all jene, die bei einem Gewinnspiel der VBW teilgenommen haben, bei dem es zwei Tickets für die „GALAPREMIERE“ von „Elisabeth“ zu gewinnen gibt. Einsendeschluss bei diesem Spielchen ist der 22. August. Schon heute, am 14. August, gingen aber Mails raus mit der Meldung, dass man leider nicht gewonnen hat. Nun, einfach schmunzeln, vielleicht waren das die ersten Testläufe einer neuen Show des österreichischen Mentalisten Manuel Horeth. Na, das kann ja was werden.

Wer noch am Gewinnspiel teilnehmen will, zu den Informationen geht es –> hier. Ignorieren muss man als musicalaffiner Leser vielleicht den Umstand, dass es natürlich pro Musical nur eine „Uraufführung“ geben kann und dass Herr Abbasi noch niemals Abassi geheißen hat. Vielleicht lautet die richtige Antwort daher: „Wie lautet die richtige Frage?“

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