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Archiv - Mai, 2008

“Rent”: Österreichische Erstaufführung im Mai 2009 in Tirol

Als semiprofessionelle Produktion wird “Rent” im Mai 2009 in Tirol seine österreichische Erstaufführung erleben. Veranstalter Marc Hess hat die Rechte erworben, das Grundensemble steht, die restlichen Rollen und Zweitbesetzungen werden bei einem Casting, das am 5. Juli 2008 in Telfs stattfindet, vergeben. Konkret werden Darsteller für zwei männliche Rollen für das Ensemble sowie Understudies (weiblich und männlich) gesucht. Nähere Infos –> hier

Jazzfest Wien: Helen Schneider in der Wiener Staatsoper

Photos by Mayk Azzato AZZATO PHOTO DESIGN, www.azzato.comEines der Highlights des diesjährigen Jazzfest Wien wird, neben dem Auftritt von Curtis Stigers in der Wiener Kammeroper (8. Juli 2008), mit Sicherheit das Konzert von Helen Schneider, das am 3. Juli 2008 im Doppelpack mit Sinead O’Connor in der Wiener Staatsoper stattfindet.

In den achtziger Jahren startete Helen Schneider, die bis dahin als Rocksängerin Erfolge feierte, eine neue Karriere. Der Intendant des Theater des Westens in Berlin, Helmut Baumann, besetzte sie als Sally Bowles in “Cabaret”. An der Seite von Hildegard Knef als Fräulein Schneider wurde die Inszenierung zu einer der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses - und für Helen Schneider begann die Zeit als Musicaldarstellerin („Sunset Boulevard“ (1995-1998), “Evita” (1999-2001)) und als Interpretin der Songs von Kurt Weill, Stephen Sondheim u. v. a. 2007 veröffentlichte Schneider ihre CD “Like a Woman”, mit der sie an ihr Schaffen der siebziger Jahre anknüpft: Pop und Rock.

konsical.at - Neue Website der Studenten des Wiener Konservatoriums online

Seit Kurzem online: eine neue Website der Studenten der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität. Unter www.konsical.at sollen ab sofort News und Infos über das Studium und die Studenten bereitgestellt werden.

Mittlerweile stehen auch die Namen der jungen Talente fest, die ab kommenden Herbst am Kons studieren werden. Es sind das:

ZANDER Konstantin (Deutschland)
LIEBL Oliver (Österreich)
BRANDMEIR Sebastian (Deutschland)
STANEK Florian (Österreich)
VERSE Timo (Deutschland)
HEMPEL Laura (Deutschland)
ZINS Caroline (Österreich)
ZIDARIC Andreja (Slowenien)

Kabarett Simpl: Kein schöner Land

Copyright: Kabarett Simpl Foto: Kössler/Knott
So schrill Kabarett oft ist, das wirkliche Leben kann sogar die überzogenste Lachnummer manchmal toppen. Nehmen wir nur die aktuelle Revue des Kabarett Simpl “Kein schöner Land”, die noch bis 9. Juni 2008 zu sehen ist. Da erleben wir Österreichs Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, wie sie leibt, lebt und Kondome verteilt, gnadenlos kabarettistisch verulkt von Bernhard Murg. Wer unlängst das exekutierende ÖVP-Mitglied in der ORF Nachrichtensendung Zeit im Bild erlebt hat, wie “es” sich buchstäblich aufgepudelt hat, angesichts der Proteste der Ärzte über die anstehende “Gesundheitsreform”, die unter anderem zum Ziel hat, Ärzte zu entmündigen und die Apotheker Medikamente für die Patienten bestimmen zu lassen, der hat ja im Prinzip schon Kabarett pur gesehen. Wie die werte Ministerin ihren Body voll Empörung in aufgebrachter Pose leicht streckt, den Kopf nach hinten wirft, die Arme ein wenig unkoordiniert seitlich und nach hinten wirft, ein symbolisiertes langgezogenes nonverbales JETZT SCHEIIIISSTS EUCH DO NED SO AAAAAN in die Kamera und den Ärzten zumimt, da braucht man nicht mehr viel karikieren, das ist bereits bestens vorgelegtes Kabarett. Die Realität der Gesundheitsministerin kabarettistisch toppen zu wollen, würde bedeuten, eine Art Dagoberthausen zu entwerfen, und ja, im Prinzip haben die Macher des Simpl-Programms “Kein schöner Land” genau das gemacht. Österreich als Dagoberthausen Europas. Da wird über den Ausverkauf Österreichs an russische Magnaten geulkt, über das marode Gesundheitssystem, über Auswüchse der modernen Technologie und das sinnentleerte Dasein des Militärs, über die Schule einst und jetzt, All-inclusive-Urlaube und vieles mehr - alles unter dem Motto: aber schön hammas schon hier.

Copyright: Kabarett Simpl Foto: Kössler/Knott

Die Gags bei “Kein schöner Land” sind, wie vom Simpl der “Neuzeit” erwartet wird, manchmal sehr deftig, was die Wahl des Vokabulars betrifft, und das natürlich gewollt und gut ausgearbeitet. Was für Michael Niavarani und Albert Schmidleitner zählt, ist laut lachendes Publikum. Das allerdings war schon immer so im Simpl. Die Schmunzler sind die Feinde der guten Performance. Wer laut lacht, wird Teil der Show, wenn der ganze Saal wie aus einer Kehle lacht, dann, und nur dann ist es für die Kabarettmacher ein perfekter Abend. Manche der Darsteller gehen dafür laut lachend über Leichen, natürlich nur bildlich gesprochen. Es gibt sehr wohl Tricks, ein lahmarschiges Publikum aus der Reserve zu holen, wenn man beispielsweise aus der Bühnenrolle heraustritt und Texthänger simuliert. (Nein, natürlich macht man so etwas niemals nie.) Auf der einen Seite lacht das Publikum gerne über solche “Hoppalas”, Schadenfreude ist die schönste Freude, auf der anderen Seite kann man als Kabarettist diese Taktik gezielt einsetzen, um Lacher abzustauben. Motto: Jeder Lacher zählt, selbst wenn nicht über das gelacht wird, was man eigentlich darstellen wollte.

Das Schöne am Simpl ist bei gelungenen Sketches das perfekte Timing und die hohe Taktrate der Gags, Tak - Tak - Tak, im Stakkato, auf ganz unterschiedlichem Niveau. Manchmal gehts einfach auch nur darum, im ärgsten Slang derbste Vokabel zu zermatschen, und damit das zu machen, was so viele in ähnlichen Situationen machen wollen, sich aber nicht trauen - völlig auszurasten. Musterbeispiel dafür ist einer der herrlichsten Sketche des Abends: “Ein neues Telefon”, in dem Bernhard Murg einen verdrossenen Handybesitzer gibt, der voller mühsam zurückgehaltenen Aggressionen “ein Vierteltelefon” im Handyshop ordert. Pointe folgt auf Pointe, bis das Ganze ins Abstruse driftet und der Mann, der einfach ein Telefon zum Telefonieren will, mit Wählscheibe, ohne Funktion zum Anklopfen, ein Wurschtsemmerl bei der Handytussi bestellt, aber OHNE GURKERL.

Das, was beispielsweise für “Forbidden Ronacher” angekündigt wurde, nämlich Gag auf Gag auf Gag, Wuchteln im Sekundentakt, das gabs zwar bei der Produktion der Vereinigten Bühnen Wien im Museumsquartier nicht, dafür hat Regisseur Werner Sobotka, der dem Simpl von Kindheit an engverbunden ist, bei “Kein schöner Land” gute Arbeit geleistet. Schon mit sechs Jahren hat Sobotka seine erste Doppelconférence geschrieben, gedacht wäre sie für Gerhard Bronner und Peter Wehle gewesen. Durch seinen Vater Kurt Sobotka bekam er mit neun Jahren seinen ersten Kontakt ins Simpl. Sobotka:

Schon damals war klar, dass ich etwas in der Richtung mache. Mir zumindest. Von da an war ich jedes Jahr bei der Premiere, weil mich das so fasziniert hat.

Im Simpl unter der Regie Sobotkas und der Leitung von Michael Niavarani ist die Darstellerriege im Vergleich zur letzten Intendanz (Martin Flossmann) erheblich verjüngt worden, und auch die Anforderungen sind andere geworden. Praktisch alle Darsteller haben neben einer Schauspiel- auch eine Gesangs- und Tanzausbildung. Das wiederum ist die Voraussetzung für ein sehr abwechslungsreiches Programm, das von Cedric Lee Bradley choreographiert wurde. Die musikalischen Einlagen haben bei “Kein schöner Land” allerdings eher die Funktion von Nummerngirls, die die Pause zur nächsten Gagparade überbrücken. Das ist zwar ein bisserl schade, bietet aber doch ein wenig Abwechslung. Neben Bernhard Murg auf der Bühne: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl, ein durch die Bank spielfrohes Ensemble, mit einer Produktion, die man sich schnell noch ansehen sollte.

KEIN SCHÖNER LAND
Eine kabarettistische Revue von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner

mit: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Bernhard Murg, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl.

Conference: Ciro de Luca
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreographie: Cedric Lee Bradley
Bühnenbild: Markus Windberger
Kostüme: Gaby Rajtora
Regie: Werner Sobotka

Performing Center Austria: “Start of Something New” in der Wiener Stadthalle

Foto: Martin BrunyVor rund 30.000 Besuchern spielte das Performing Center Austria im Herbst 2007 mit großem Erfolg in der Halle F der Wiener Stadthalle eine Bühnenversion von Disneys “High School Musical”.

Ein halbes Jahr später, am Samstag, den 14. Juni 2008, steht dasselbe Ensemble auf der Bühne der Halle F der Wiener Stadthalle und präsentiert die Show “Start of Something New - Next Musical Generation in Concert”.

Zu sehen sind im Rahmen dieser Show ein letztes Mal Ausschnitte aus „High School Musical“ sowie die besten Nummern aus Musicals wie „Hairspray“, „Joseph“, „Mamma Mia!“, „Wicked“ und „Spring Awakening“.

Als Hauptdarsteller mit dabei: die 8 Absolventen Nicola Gravante, Daniela Lehner, Melanie Maier, Raphaela Pekovsek, Stefanie Riedelbauch, Gernot Romic, Isabel Trinkaus und Anna Weghuber. Sie werden durch ein rund 30-köpfiges Ensemble unterstützt.

Dass das Performing Center Austria über eine breit angelegte Talenteförderung verfügt, zeigen die Specials Acts. Das sind top-prämierte Choreographien der erst kürzlich zu Ende gegangenen Austrian und European Open 2008, bei denen die Nachwuchsklassen des Performing Center Austria, die Junioren Klassen und die Performing Talents, nicht weniger als 14 österreichische Meister- und 8 Europameistertitel ertanzen konnten. Bei „Start of Something New“ werden erstmals in einem großen Theater die Choreographien „Lion King“, „Romeo & Julia“ und „Step Up“ zu sehen sein. Weiters mit dabei: die Welser Tanzkompanie Tanzwerk mit einem weiteren Siegertitel der European Open: „The Crime“. 5 Tänzer dieser Tanzkompanie waren schon bei „High School Musical“ im Einsatz.

Durch den Abend führt eine prominente Absolventin der Kaderschmiede am Performing Center Austria – Lilian Klebow. Der breiten Öffentlichkeit ist Lilian Klebow durch den TV-Serienhit „Soko Donau“ ein Begriff, in dem sie die Hauptrolle der „Penny Lanz“ verkörpert.

Tickets
- 22,- und EUR 49,-; Kinder, Schüler und Studenten erhalten 15 % Ermäßigung auf die Vollpreiskarte
- an den Kassen der Wiener Stadthalle, stadthalle.com, Ticketservice 01/79 999 79
- das Ticket gilt als Fahrschein in Wien

Matt Duke: “Rabbit”

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen auf über 30 Grad, die Marktschreier in den Radiojournalen schlagen Purzelbäume vor lauter Pseudofreude über das ach so tolle Wetter.

Matt Duke, ein amerikanischer Singer/Songwriter, liefert da für all jene etwas, denen dieses Wetter sowas von sonstwo vorbeigeht. Musik zum Entspannen für die lauen und kühleren kommenden Sommerabende, oder wie es ein Kollege formuliert hat, für alle, die gerade im “market of love” sind.

Every sentiment hangs around
No longer than a minute or two
I find I keep falling for love
But I can’t seem to follow it through

So run, little rabbit, run

I leave one good hand on the wheel
Been counting mile markers for days
Everything falls further behind
I can disappear in several ways

So run, little rabbit, run

Sleep through the morning
Don’t wake me up
Sleep through the morning
One little man to one mighty sun

Try to break away from yourself
Throw your broken bones in a heap
All your blood and guts are exposed
Your spirit has been begging to leave

Mehr von Matt Duke gibt es auf seiner MySpace-Site –> hier

Autogrammstunde mit Vincent Bueno in Wien

30. Mai 2008
13:00bis17:00

“Sexy Eis”
Gratis Eis für alle (15 bis 16 Uhr)
und
Autogrammstunde mit Vincent Buneo

Wo: Eissalon Ruckenbauer
Billrothstraße 83a, 1990 Wien

Wann: 30. Mai 2008
Um: 15:00

Niavarani & Co. - die Rettung mitten im Fußballwahnsinn

Wenn in wenigen Tagen fußballinteressierte Europäer Wien stürmen, das kulturelle Leben der Stadt zum Erliegen kommt und alle Einheimischen nur mehr versuchen, nicht an “Fanzonen” vorbei zu müssen und in keine vollgepinkelten Rasen zu treten, dann gibt es doch ein klein wenig Hoffnung.

Auf der Website von www.wasgibtesneues.at begleiten Michael Niavarani, Florian Scheuba, Thomas Maurer und Eva Maria Marold die EM-Spiele der Österreichischen Nationalmannschaft.

Kommentiert werden die EM-Spiele im Büro von “OJA! Content and Games” bei Chips und Drinks. Otto Jankovich, Channel Manager von www.wasgibtesneues.at:

Unter unseren Kommentatoren befinden sich echte Experten: Eva Marold weiß einfach alles über das kroatische Team. Florian Scheuba und Thomas Maurer haben bereits bei “Die 4 Da” bewiesen, dass ihr Herz für das runde Leder schlägt. Und was wahrscheinlich niemand weiß, und wahrscheinlich er selbst auch noch nicht: Michael Niavarani ist ein echter Fußball-Profi - wir alle werden von seinem unglaublichen Background-Wissen profitieren. Ich denke, für die Zuschauer wird es eine spannende und vor allem wirkliche kurzweilige Unterhaltung. Und für uns alle ein Riesenspaß, wir freuen uns schon darauf!

So funktioniert es: Live-Übertragung im Fernsehen anschalten, Ton abdrehen, auf www.wasgibtesneues.at gehen und die Live-Kommentare zu den EM-Spielen anhören.

Termine
8. Juni um 18 Uhr Österreich : Kroatien
12. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Polen
16. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Deutschland
und dann ist es eh vorbei.

Wer wählt mit? Rob Fowlers Band “Morton” als Support Act von Bon Jovi?

Am 4. Juni 2008 kommt die US-Rockband Bon Jovi im Rahmen ihrer “Lost Highway World Tour” ins “Magna Racino” in Ebreichsdorf bei Wien. Derzeit gesucht wird noch die Vorgruppe. Ö3 hat einige Acts zur Auswahl gestellt, unter anderem auch Morton, die Band von Musicaldarsteller Rob Fowler (”Elisabeth”, “The Last 5 Years”, “Jesus Christ Superstar”).

Wer also Morton als Vorgruppe sehen möchte, soll sich um Gottes willen nicht aufhalten lassen, für sie zu voten. Zum Artikel und zur Abstimmung geht es –> hier

Update, 27.5.2008
Die Abstimmung ist mittlerweile beendet. Das Ergebnis des Ö3-Votings:
1. PBH Club: 29,33 %
2. Morton: 28,12 %
3. Excuse Me Moses: 24,05 %
4. Mondscheiner: 18,50 %

Serkan Kaya steigt bei Thuns “West Side Story” aus

Serkan Kaya hat laut eigenen Angaben seine Mitwirkung bei den thunerSeespielen gecancelt. Ursprünglich sollte er die Rolle des Bernardo in der “West Side Story” übernehmen. Im “Gästebuch” seiner Fan-Website schreibt Kaya:

Ich werde Thun West Side Story nicht machen. Wer die Rolle übernimmt und alles weitere darf ich nicht sagen, wenn ihr es nicht sowieso schon wisst. Es tut mir für alle Beteiligten sehr leid. Vor allem für diejenigen, welche sich schon Tickets besorgt haben, um mich dort zu sehen. Ich hatte mich riesig darauf gefreut aber…

Weitere Details auf serkankaya.net.

For the records: Tina Turners teures Wien-Gastspiel

Man liest es in allen Medien derzeit: Soul-Lady oder auch Rock-Oma Tina Turner, die eine schöne Karriere hinter sich hat und in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts diverse Konzerte in Wien gab, kommt wieder mal in die Bundeshauptstadt - in der Hoffnung, dass alle treuen Fans, die damals um die 350 Schillinge für gute Tickets bezahlten, heute rund 3000 Schillinge für eine gleichwertige Eintrittskarte bezahlen, oder rund 1500 Schillinge für einen absolut miesen Platz, auf dem man nichts sieht und wenig klangliche Qualität noch wahrnehmen kann.

Jaja, alles ist teurer geworden, aber nicht wirklich um so vieles teurer, wie uns Konzertveranstalter weismachen wollen. Wer aber Tina Turner unbedingt sehen MUSS, der bekommt Tickets –> hier (von 121 bis 229 Euro)

Die Gewinner der Drama Desk Awards 2008

Am vergangenen Wochenende wurden in New York die diesjährigen Drama Desk Awards verliehen. Im Musicalbereich konnten “South Pacific” (5 Awards), “Passing Strange” (3 Awards), “Gypsy” (3 Awards), “Xanadu” (1 Award), “Sunday in the Park with George” (1 Award), “Cry Baby” (1 Award) und “Rude Awakening” (1 Award) punkten.

Musical
Outstanding Revival of a Musical: South Pacific by Rodgers and Hammerstein
Outstanding Actor in a Musical: Paolo Szot (South Pacific)
Outstanding Director of a Musical: Bartlett Sher (South Pacific)
Outstanding Set Design of a Musical: Michael Yeargan (South Pacific)
Outstanding Sound Design: Scott Lehrer (South Pacific)

Outstanding Musical: Passing Strange
Outstanding Music: Stew and Heidi Rodewald (Passing Strange)
Outstanding Lyrics: Stew (Passing Strange)

Outstanding Actress in a Musical: Patti LuPone (Gypsy)
Outstanding Featured Actor in a Musical: Boyd Gaines (Gypsy)
Outstanding Featured Actress in a Musical: Laura Benanti (Gypsy)

Outstanding Choreography: Rob Ashford (Cry Baby The Musical)

Outstanding Book of a Musical: Douglas Carter Beane (Xanadu)

Outstanding Orchestrations: Jason Carr (Sunday in the Park with George)

Outstanding Revue: Forbidden Broadway: Rude Awakening

Sprechtheater
Outstanding Play: August: Osage County by Tracy Letts
Outstanding Actress in a Play: Deanna Dunagan (August: Osage County)
Outstanding Director of a Play: Anna D. Shapiro (August: Osage County)

Outstanding Set Design of a Play: Scott Pask (Les Liaison Dangereuses)
Outstanding Costume Design: Katrina Lindsay (Les Liaison Dangereuses)

Outstanding Revival of a Play: Boeing-Boeing by Marc Camoletti
Outstanding Actor in a Play: Mark Rylance (Boeing-Boeing)

Unique Theatrical Experience: The 39 Steps
Outstanding Lighting Design: Kevin Adams (The 39 Steps)

Outstanding Featured Actor in a Play: Conleth Hill (The Seafarer)
Outstanding Featured Actress in a Play: Linda Lavin (The New Century)
Outstanding Projection and Video Design: Timothy Bird and The Knifedge Creative Network
Outstanding Solo Performance: Laurence Fishburne (Thurgood))

Spezialpreise
- Outstanding Ensemble Performances: The cast of The Homecoming, The cast of The Dining Room
- Edward Albee in his 80th year, whose provocative plays, including this season’s Peter and Jerry, enrich the American theater
- James Earl Jones, a commanding force on the stage for nearly half a century
- 59E59 Theaters whose imaginative curatorial vision has created a stimulating environment to nurture a diverse range of artists

Off-Broadway: 12 Jahre sind genug - Aus für “I love you, you’re perfect, now change”

Am 27. Juli 2008 findet am New Yorker Off-Broadway die letzte Vorstellung des Musicals “I love you, you’re perfect, now change” statt. 12 Jahre war die Show von Joe DiPietro (Buch und Songtexte) und Jimmy Roberts (Musik) im Westside Theatre zu sehen - eine Laufzeit, die nur von einem anderen Musical getoppt wird: “The Fantasticks” lief nicht weniger als 42 Jahre am Off-Broadway.

“I love you, you’re perfect, now change” wird es insgesamt auf 5003 Vorstellungen und 20 Previews bringen. In mehr als 500 Städten weltweit hat das Musical mehr als 200 Millionen Dollar eingespielt.

“Musical Forever” oder der Tonträger, von dem man Uwe Kröger killte

Musical ForeverWas sich wohl alles hinter den Kulissen bei den Produzenten (Martin Böhm, Ludwig Coss und Wolfgang Hülbig) der Doppel-CD “Musical Forever” abgespielt hat, bis man endlich auf Grün schalten, die weiße Flagge hissen und den Tonträger für den Verkauf freigeben konnte …

Nach drei umjubelten Konzerten (19. bis 21. Dezember 2007) der Stars und des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien im Wiener Museumsquartier gab es ein gar nicht so kleines Problem: Die meisten Interpretationen eines der Stars waren in ihrer Live-Version nicht wirklich CD-reif. Wie die Entscheidung gefallen ist, Uwe Kröger von sämtlichen Tonspuren auszuradieren, das muss uns hier nicht weiter kümmern. Was liegt, das pickt - das Resultat zählt.

Foto: Martin Bruny

Wie in einschlägigen Science-Fiction-Filmen, die ihre Spannung dadurch erzielen, dass Handlungen, die die Protagonisten in der Zukunft setzen, auf einmal die Vergangenheit beeinflussen (oder wars umgekehrt), ist Kröger also auf “Musical Forever” nicht zu hören, weder solo noch im Ensemble - so, als wäre er nicht dabei gewesen. Wieso man eines der von ihm interpretierten Lieder im Studio von Thomas Borchert nachsingen ließ, darüber kann man diskutieren. Haben wir eine tausendste Aufnahme von “Das Phantom der Oper” gebraucht? Andererseits, warum nicht? Borchert ist im Vollbesitz seiner vokalen Kräfte, das Lied ist ein Kinderspiel für ihn - lässt man aber die vorhandenen Aufnahmen Revue passieren, liefert der Musicalstar keine eigenständige, in irgendeiner Weise besondere Interpretation, die sich vom Vorhandenen abhebt.

Interessant, dass Krögers Gesangsspur beispielsweise auch bei “Sei hier Gast” gelöscht und - ebenfalls - durch Thomas Borchert ersetzt wurde. Bei der offiziellen Schlussnummer “Wenn ich einmal geh” singt Pia Douwes zusätzlich Krögers Part.

Im Vergleich zu den drei Konzerten vom vergangenen Dezember gibt es diverse Änderungen, Streichungen und Umstellungen auf der Live-CD. Das Medley mit Weihnachtsliedern, das als Zugabe gebracht wurde, hat man gestrichen, die Songreihenfolge im zweiten Teil des Konzerts wurde einigermaßen umgestellt. “Musical Chairs”, der eigentliche Opener, wanderte an die letzte Stelle, quasi als Zugabe, “Totale Finsternis” aus “Tanz der Vampire” reihte man nach vorn. Gestrichen wurden:

1.Akt:
- Die Musik der Dunkelheit aus “Das Phantom der Oper” - Uwe Kröger
- Somewhere aus “West Side Story” - Susan Rigvava-Dumas
- Conga aus “Wonderful town” - Orchester
- Der letzte Tanz aus “Elisabeth” - Uwe Kröger & Ensemble

2.Akt
- Just The Way You Are - Lukas Perman
- Hier in Wien aus “Mozart” - Ensemble
- Wie kann es möglich sein aus “Mozart” - Uwe Kröger
- Zugabe: Weihnachtslieder-Medley

Foto: Martin Bruny

Es ist ziemlich schwierig, bei dieser Aufnahme mit Sicherheit zu sagen, von welchen Songs es die Live-Aufnahmen auf die CD schafften, und welche Nummern das Resultat einer ein wenig tiefergreifenden Nachbearbeitung sind beziehungsweise welche Lieder in Studiosessions sagen wir nachjustiert oder gänzlich neu eingespielt wurden. Nachjustierungen bei Live-Aufnahmen sind nichts Ehrrühriges. Mikros fallen schon mal aus, Gesangsaufnahmen bei Tanzszenen sind auf Tonträger manchmal nicht ganz so akustische Leckerlis, wie man sich das wünschen würde. Insofern ist “Musical Forever” eine “Live”-CD, der man das “Live” nicht immer gar so anhört. Was LIVE tatsächlich bedeutet, hört man am besten bei alten Elvis-CDs aus den 70er-Jahren, da ist die Spannung, die in der Luft liegt, beinah zu greifen, und man hat das Gefühl mittendrin in der Halle zu sitzen. Das ist bei “Musical Forever” nicht ganz so gegeben.

Auf der Bühne und nun auf Tonträger: die “Stars der VBW” - und das, ja das ist so ein richtig schwammiger Begriff, denn auf der Bühne waren natürlich einige weinige Stars der VBW, aber auch im Publikum waren viele “Stars der VBW”, was also sind “die Stars der VBW”? Sicher wäre es schön gewesen, wenn man den Original-Alfred Aris Sas oder auch Conny Zenz im Rahmen dieser Show hätte erleben können. Angelika Milster hätte man ruhig auch einladen können oder Old-Deuteronomy Gordon Bovinet. “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical”, da gehören sie und viele andere dazu.

Ja, die VBW haben kein fixes Ensemble, wer aber mit “seinen Stars” wirbt, hat de facto eben doch eine Art von Ensemble und sollte es auch schätzen - und auch casten. Warum war beispielsweise Rob Fowler nicht auf der Bühne, warum nicht Mate Kamaras. Es gibt vergleichbare Shows dieser Art, in der gerade das Großaufgebot an Stars den Musicalliebhabern einen besonders beeindruckenden Abend beschert hat. So muss man sagen, dass eine Chance verpasst wurde, wie auch beim Programm, das großteils an das angeknüpft hat, was man alljährlich beim Donauinselfest zu hören bekommt - dort allerdings bei freiem Eintritt.

Natürlich ist die vorliegende CD technisch praktisch einwandfrei produziert. Die VBW und MG-Sound verbindet nun schon eine langjährige kreative und erfolgreiche Partnerschaft, kaum ein Musicalunternehmen produziert derart viele Tonträger wie die Vereinigten Bühnen Wien. Witzigerweise sind am Anfang der Ouverture von “Freudiana”, während die Bläser spielen, ganz leise Gesprächsfetzen, Nebengeräusche und ein Summen zu hören. Aber wer wird sowas bemängeln, ist das (und der eine oder andere nicht wirklich astreine Ton, und ein ganz falscher) doch eben der beste Beweis, dass von dieser Nummer tatsächlich die Live-Aufnahme verwendet wurde.

Was bei einem Titel wie “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical” etwas merkwürdig anmutet, ist der eine oder andere Song. Aus welchem Musical ist nochmal gleich “All by myself”? Susan Rigvava-Dumas singt ihn atemberaubend, das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien spielt natürlich nicht 365 Tage im Jahr NUR Musical, aber, wenn man schon ein Programm “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical” nennt, warum dann nicht … naja, einfach Musical? Wieso ein Song von Queen, aber keiner aus HAIR, zumindest hat man bei HAIR nicht nur das Theater vermietet.

Foto: Martin Bruny

Eines der Highlights der CD ist Marjan Shakis “Nur für mich” (”Les Misérables”), das entdeckt man quasi im Nachhinein beim Hören dieses Mitschnitts. Ob da nun die Liveaufnahme verwendet wurde oder nicht, egal - das ist das, was, die Amerikaner als “pure” bezeichnen, makellos schön. Wieviele schöne Lieder man da aus “Les Misérables” anschließen hätte können, und es kommt ausgerechnet “Ich bin Herr im Haus”, das schon im Set auf der Bühne völlig untergegangen ist und auf der CD sicher eines der Tiefpunkte ist. Witzig ist nur der kleine Texthänger, den Thomas Borchert hatte. Ja, diese Nummer ist ganz offensichtlich live auf Tonträger gewandert.

Instrumentales Highlight der CD ist das von Caspar Richter arrangierte Leroy Anderson-Medley, das man von den begeisternden Weihnachtskonzerten der Vereinigten Bühnen Wien kennt. Bei “Totale Finsternis” hat man Thomas Borcherts Vocals dorthin abgemischt, wo sie auch hingehören, etwas in den Hintergrund. Er ist, keine Frage, ein begnadeter Musicalsänger, aber bei den Konzerten hat er den Tonmeistern wohl so die Ohren zugebrüllt, dass sie vergessen haben, dass der Song ein Duett ist. Auf CD hört man nun tatsächlich auch Marjan Shaki, und auf einmal klingt alles auch gleich viel besser.

Fazit: “Musical Forever” ist natürlich eine sehr empfehlenswerte CD. Die Stars und das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien liefern zum Teil wunderbare Interpretationen und bieten im Idealfall auch schon mal Songs, die nicht aus ihrem typischen Repertoire stammen. Zugabe!

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“Rent”: Der Broadway kommt ins Kino. Ein neuer Trend?

Am 7. September 2008 fällt für die Broadway-Produktion des Jonathan-Larson-Musicals “Rent” nach zwölfjähriger Laufzeit der letzte Vorhang.

Sony Pictures wird diese allerletzte Show filmen und als Teil eines neuen Geschäftszweiges, den die Firma gerade entwickelt, in den USA in die Kinos bringen.

Neben “Rent” will Sony beispielsweise auch “Delirium”, ein Programm des Cirque du Soleil, das gerade durch Europa tourt, auf der großen Leinwand zeigen, sowie Konzerte und Sport-Events. [The New York Times]

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