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Archiv - Mai, 2008

“Rent”: Österreichische Erstaufführung im Mai 2009 in Tirol

Als semiprofessionelle Produktion wird “Rent” im Mai 2009 in Tirol seine österreichische Erstaufführung erleben. Veranstalter Marc Hess hat die Rechte erworben, das Grundensemble steht, die restlichen Rollen und Zweitbesetzungen werden bei einem Casting, das am 5. Juli 2008 in Telfs stattfindet, vergeben. Konkret werden Darsteller für zwei männliche Rollen für das Ensemble sowie Understudies (weiblich und männlich) gesucht. Nähere Infos –> hier

Jazzfest Wien: Helen Schneider in der Wiener Staatsoper

Photos by Mayk Azzato AZZATO PHOTO DESIGN, www.azzato.comEines der Highlights des diesjährigen Jazzfest Wien wird, neben dem Auftritt von Curtis Stigers in der Wiener Kammeroper (8. Juli 2008), mit Sicherheit das Konzert von Helen Schneider, das am 3. Juli 2008 im Doppelpack mit Sinead O’Connor in der Wiener Staatsoper stattfindet.

In den achtziger Jahren startete Helen Schneider, die bis dahin als Rocksängerin Erfolge feierte, eine neue Karriere. Der Intendant des Theater des Westens in Berlin, Helmut Baumann, besetzte sie als Sally Bowles in “Cabaret”. An der Seite von Hildegard Knef als Fräulein Schneider wurde die Inszenierung zu einer der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses - und für Helen Schneider begann die Zeit als Musicaldarstellerin („Sunset Boulevard“ (1995-1998), “Evita” (1999-2001)) und als Interpretin der Songs von Kurt Weill, Stephen Sondheim u. v. a. 2007 veröffentlichte Schneider ihre CD “Like a Woman”, mit der sie an ihr Schaffen der siebziger Jahre anknüpft: Pop und Rock.

Kabarett Simpl: Kein schöner Land

Copyright: Kabarett Simpl Foto: Kössler/Knott
So schrill Kabarett oft ist, das wirkliche Leben kann sogar die überzogenste Lachnummer manchmal toppen. Nehmen wir nur die aktuelle Revue des Kabarett Simpl “Kein schöner Land”, die noch bis 9. Juni 2008 zu sehen ist. Da erleben wir Österreichs Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, wie sie leibt, lebt und Kondome verteilt, gnadenlos kabarettistisch verulkt von Bernhard Murg. Wer unlängst das exekutierende ÖVP-Mitglied in der ORF Nachrichtensendung Zeit im Bild erlebt hat, wie “es” sich buchstäblich aufgepudelt hat, angesichts der Proteste der Ärzte über die anstehende “Gesundheitsreform”, die unter anderem zum Ziel hat, Ärzte zu entmündigen und die Apotheker Medikamente für die Patienten bestimmen zu lassen, der hat ja im Prinzip schon Kabarett pur gesehen. Wie die werte Ministerin ihren Body voll Empörung in aufgebrachter Pose leicht streckt, den Kopf nach hinten wirft, die Arme ein wenig unkoordiniert seitlich und nach hinten wirft, ein symbolisiertes langgezogenes nonverbales JETZT SCHEIIIISSTS EUCH DO NED SO AAAAAN in die Kamera und den Ärzten zumimt, da braucht man nicht mehr viel karikieren, das ist bereits bestens vorgelegtes Kabarett. Die Realität der Gesundheitsministerin kabarettistisch toppen zu wollen, würde bedeuten, eine Art Dagoberthausen zu entwerfen, und ja, im Prinzip haben die Macher des Simpl-Programms “Kein schöner Land” genau das gemacht. Österreich als Dagoberthausen Europas. Da wird über den Ausverkauf Österreichs an russische Magnaten geulkt, über das marode Gesundheitssystem, über Auswüchse der modernen Technologie und das sinnentleerte Dasein des Militärs, über die Schule einst und jetzt, All-inclusive-Urlaube und vieles mehr - alles unter dem Motto: aber schön hammas schon hier.

Copyright: Kabarett Simpl Foto: Kössler/Knott

Die Gags bei “Kein schöner Land” sind, wie vom Simpl der “Neuzeit” erwartet wird, manchmal sehr deftig, was die Wahl des Vokabulars betrifft, und das natürlich gewollt und gut ausgearbeitet. Was für Michael Niavarani und Albert Schmidleitner zählt, ist laut lachendes Publikum. Das allerdings war schon immer so im Simpl. Die Schmunzler sind die Feinde der guten Performance. Wer laut lacht, wird Teil der Show, wenn der ganze Saal wie aus einer Kehle lacht, dann, und nur dann ist es für die Kabarettmacher ein perfekter Abend. Manche der Darsteller gehen dafür laut lachend über Leichen, natürlich nur bildlich gesprochen. Es gibt sehr wohl Tricks, ein lahmarschiges Publikum aus der Reserve zu holen, wenn man beispielsweise aus der Bühnenrolle heraustritt und Texthänger simuliert. (Nein, natürlich macht man so etwas niemals nie.) Auf der einen Seite lacht das Publikum gerne über solche “Hoppalas”, Schadenfreude ist die schönste Freude, auf der anderen Seite kann man als Kabarettist diese Taktik gezielt einsetzen, um Lacher abzustauben. Motto: Jeder Lacher zählt, selbst wenn nicht über das gelacht wird, was man eigentlich darstellen wollte.

Das Schöne am Simpl ist bei gelungenen Sketches das perfekte Timing und die hohe Taktrate der Gags, Tak - Tak - Tak, im Stakkato, auf ganz unterschiedlichem Niveau. Manchmal gehts einfach auch nur darum, im ärgsten Slang derbste Vokabel zu zermatschen, und damit das zu machen, was so viele in ähnlichen Situationen machen wollen, sich aber nicht trauen - völlig auszurasten. Musterbeispiel dafür ist einer der herrlichsten Sketche des Abends: “Ein neues Telefon”, in dem Bernhard Murg einen verdrossenen Handybesitzer gibt, der voller mühsam zurückgehaltenen Aggressionen “ein Vierteltelefon” im Handyshop ordert. Pointe folgt auf Pointe, bis das Ganze ins Abstruse driftet und der Mann, der einfach ein Telefon zum Telefonieren will, mit Wählscheibe, ohne Funktion zum Anklopfen, ein Wurschtsemmerl bei der Handytussi bestellt, aber OHNE GURKERL.

Das, was beispielsweise für “Forbidden Ronacher” angekündigt wurde, nämlich Gag auf Gag auf Gag, Wuchteln im Sekundentakt, das gabs zwar bei der Produktion der Vereinigten Bühnen Wien im Museumsquartier nicht, dafür hat Regisseur Werner Sobotka, der dem Simpl von Kindheit an engverbunden ist, bei “Kein schöner Land” gute Arbeit geleistet. Schon mit sechs Jahren hat Sobotka seine erste Doppelconférence geschrieben, gedacht wäre sie für Gerhard Bronner und Peter Wehle gewesen. Durch seinen Vater Kurt Sobotka bekam er mit neun Jahren seinen ersten Kontakt ins Simpl. Sobotka:

Schon damals war klar, dass ich etwas in der Richtung mache. Mir zumindest. Von da an war ich jedes Jahr bei der Premiere, weil mich das so fasziniert hat.

Im Simpl unter der Regie Sobotkas und der Leitung von Michael Niavarani ist die Darstellerriege im Vergleich zur letzten Intendanz (Martin Flossmann) erheblich verjüngt worden, und auch die Anforderungen sind andere geworden. Praktisch alle Darsteller haben neben einer Schauspiel- auch eine Gesangs- und Tanzausbildung. Das wiederum ist die Voraussetzung für ein sehr abwechslungsreiches Programm, das von Cedric Lee Bradley choreographiert wurde. Die musikalischen Einlagen haben bei “Kein schöner Land” allerdings eher die Funktion von Nummerngirls, die die Pause zur nächsten Gagparade überbrücken. Das ist zwar ein bisserl schade, bietet aber doch ein wenig Abwechslung. Neben Bernhard Murg auf der Bühne: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl, ein durch die Bank spielfrohes Ensemble, mit einer Produktion, die man sich schnell noch ansehen sollte.

KEIN SCHÖNER LAND
Eine kabarettistische Revue von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner

mit: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Bernhard Murg, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl.

Conference: Ciro de Luca
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreographie: Cedric Lee Bradley
Bühnenbild: Markus Windberger
Kostüme: Gaby Rajtora
Regie: Werner Sobotka

Performing Center Austria: “Start of Something New” in der Wiener Stadthalle

Foto: Martin BrunyVor rund 30.000 Besuchern spielte das Performing Center Austria im Herbst 2007 mit großem Erfolg in der Halle F der Wiener Stadthalle eine Bühnenversion von Disneys “High School Musical”.

Ein halbes Jahr später, am Samstag, den 14. Juni 2008, steht dasselbe Ensemble auf der Bühne der Halle F der Wiener Stadthalle und präsentiert die Show “Start of Something New - Next Musical Generation in Concert”.

Zu sehen sind im Rahmen dieser Show ein letztes Mal Ausschnitte aus „High School Musical“ sowie die besten Nummern aus Musicals wie „Hairspray“, „Joseph“, „Mamma Mia!“, „Wicked“ und „Spring Awakening“.

Als Hauptdarsteller mit dabei: die 8 Absolventen Nicola Gravante, Daniela Lehner, Melanie Maier, Raphaela Pekovsek, Stefanie Riedelbauch, Gernot Romic, Isabel Trinkaus und Anna Weghuber. Sie werden durch ein rund 30-köpfiges Ensemble unterstützt.

Dass das Performing Center Austria über eine breit angelegte Talenteförderung verfügt, zeigen die Specials Acts. Das sind top-prämierte Choreographien der erst kürzlich zu Ende gegangenen Austrian und European Open 2008, bei denen die Nachwuchsklassen des Performing Center Austria, die Junioren Klassen und die Performing Talents, nicht weniger als 14 österreichische Meister- und 8 Europameistertitel ertanzen konnten. Bei „Start of Something New“ werden erstmals in einem großen Theater die Choreographien „Lion King“, „Romeo & Julia“ und „Step Up“ zu sehen sein. Weiters mit dabei: die Welser Tanzkompanie Tanzwerk mit einem weiteren Siegertitel der European Open: „The Crime“. 5 Tänzer dieser Tanzkompanie waren schon bei „High School Musical“ im Einsatz.

Durch den Abend führt eine prominente Absolventin der Kaderschmiede am Performing Center Austria – Lilian Klebow. Der breiten Öffentlichkeit ist Lilian Klebow durch den TV-Serienhit „Soko Donau“ ein Begriff, in dem sie die Hauptrolle der „Penny Lanz“ verkörpert.

Tickets
- 22,- und EUR 49,-; Kinder, Schüler und Studenten erhalten 15 % Ermäßigung auf die Vollpreiskarte
- an den Kassen der Wiener Stadthalle, stadthalle.com, Ticketservice 01/79 999 79
- das Ticket gilt als Fahrschein in Wien

Matt Duke: “Rabbit”

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen auf über 30 Grad, die Marktschreier in den Radiojournalen schlagen Purzelbäume vor lauter Pseudofreude über das ach so tolle Wetter.

Matt Duke, ein amerikanischer Singer/Songwriter, liefert da für all jene etwas, denen dieses Wetter sowas von sonstwo vorbeigeht. Musik zum Entspannen für die lauen und kühleren kommenden Sommerabende, oder wie es ein Kollege formuliert hat, für alle, die gerade im “market of love” sind.

Every sentiment hangs around
No longer than a minute or two
I find I keep falling for love
But I can’t seem to follow it through

So run, little rabbit, run

I leave one good hand on the wheel
Been counting mile markers for days
Everything falls further behind
I can disappear in several ways

So run, little rabbit, run

Sleep through the morning
Don’t wake me up
Sleep through the morning
One little man to one mighty sun

Try to break away from yourself
Throw your broken bones in a heap
All your blood and guts are exposed
Your spirit has been begging to leave

Mehr von Matt Duke gibt es auf seiner MySpace-Site –> hier

Autogrammstunde mit Vincent Bueno in Wien

30. Mai 2008
13:00bis17:00

“Sexy Eis”
Gratis Eis für alle (15 bis 16 Uhr)
und
Autogrammstunde mit Vincent Buneo

Wo: Eissalon Ruckenbauer
Billrothstraße 83a, 1990 Wien

Wann: 30. Mai 2008
Um: 15:00

Niavarani & Co. - die Rettung mitten im Fußballwahnsinn

Wenn in wenigen Tagen fußballinteressierte Europäer Wien stürmen, das kulturelle Leben der Stadt zum Erliegen kommt und alle Einheimischen nur mehr versuchen, nicht an “Fanzonen” vorbei zu müssen und in keine vollgepinkelten Rasen zu treten, dann gibt es doch ein klein wenig Hoffnung.

Auf der Website von www.wasgibtesneues.at begleiten Michael Niavarani, Florian Scheuba, Thomas Maurer und Eva Maria Marold die EM-Spiele der Österreichischen Nationalmannschaft.

Kommentiert werden die EM-Spiele im Büro von “OJA! Content and Games” bei Chips und Drinks. Otto Jankovich, Channel Manager von www.wasgibtesneues.at:

Unter unseren Kommentatoren befinden sich echte Experten: Eva Marold weiß einfach alles über das kroatische Team. Florian Scheuba und Thomas Maurer haben bereits bei “Die 4 Da” bewiesen, dass ihr Herz für das runde Leder schlägt. Und was wahrscheinlich niemand weiß, und wahrscheinlich er selbst auch noch nicht: Michael Niavarani ist ein echter Fußball-Profi - wir alle werden von seinem unglaublichen Background-Wissen profitieren. Ich denke, für die Zuschauer wird es eine spannende und vor allem wirkliche kurzweilige Unterhaltung. Und für uns alle ein Riesenspaß, wir freuen uns schon darauf!

So funktioniert es: Live-Übertragung im Fernsehen anschalten, Ton abdrehen, auf www.wasgibtesneues.at gehen und die Live-Kommentare zu den EM-Spielen anhören.

Termine
8. Juni um 18 Uhr Österreich : Kroatien
12. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Polen
16. Juni um 20 Uhr 30 Österreich : Deutschland
und dann ist es eh vorbei.

Wer wählt mit? Rob Fowlers Band “Morton” als Support Act von Bon Jovi?

Am 4. Juni 2008 kommt die US-Rockband Bon Jovi im Rahmen ihrer “Lost Highway World Tour” ins “Magna Racino” in Ebreichsdorf bei Wien. Derzeit gesucht wird noch die Vorgruppe. Ö3 hat einige Acts zur Auswahl gestellt, unter anderem auch Morton, die Band von Musicaldarsteller Rob Fowler (”Elisabeth”, “The Last 5 Years”, “Jesus Christ Superstar”).

Wer also Morton als Vorgruppe sehen möchte, soll sich um Gottes willen nicht aufhalten lassen, für sie zu voten. Zum Artikel und zur Abstimmung geht es –> hier

Update, 27.5.2008
Die Abstimmung ist mittlerweile beendet. Das Ergebnis des Ö3-Votings:
1. PBH Club: 29,33 %
2. Morton: 28,12 %
3. Excuse Me Moses: 24,05 %
4. Mondscheiner: 18,50 %

Serkan Kaya steigt bei Thuns “West Side Story” aus

Serkan Kaya hat laut eigenen Angaben seine Mitwirkung bei den thunerSeespielen gecancelt. Ursprünglich sollte er die Rolle des Bernardo in der “West Side Story” übernehmen. Im “Gästebuch” seiner Fan-Website schreibt Kaya:

Ich werde Thun West Side Story nicht machen. Wer die Rolle übernimmt und alles weitere darf ich nicht sagen, wenn ihr es nicht sowieso schon wisst. Es tut mir für alle Beteiligten sehr leid. Vor allem für diejenigen, welche sich schon Tickets besorgt haben, um mich dort zu sehen. Ich hatte mich riesig darauf gefreut aber…

Weitere Details auf serkankaya.net.

For the records: Tina Turners teures Wien-Gastspiel

Man liest es in allen Medien derzeit: Soul-Lady oder auch Rock-Oma Tina Turner, die eine schöne Karriere hinter sich hat und in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts diverse Konzerte in Wien gab, kommt wieder mal in die Bundeshauptstadt - in der Hoffnung, dass alle treuen Fans, die damals um die 350 Schillinge für gute Tickets bezahlten, heute rund 3000 Schillinge für eine gleichwertige Eintrittskarte bezahlen, oder rund 1500 Schillinge für einen absolut miesen Platz, auf dem man nichts sieht und wenig klangliche Qualität noch wahrnehmen kann.

Jaja, alles ist teurer geworden, aber nicht wirklich um so vieles teurer, wie uns Konzertveranstalter weismachen wollen. Wer aber Tina Turner unbedingt sehen MUSS, der bekommt Tickets –> hier (von 121 bis 229 Euro)

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