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Archiv - Januar, 2007

Broadway: “The Producers” - Lane & Broderick noch einmal mit an Bord?

Am 19. April 2001 feierte das Mel Brooks Musical “The Producers” im St. James Theatre von New York seine Premiere. Der letzte Vorhang fällt im Juni 2007. Die Chancen stehen gut, dass sich Nathan Lane und Matthew Broderick für die letzten Vorstellungen noch mal die Ehre geben, das meldet die New York Post.
Damit ist aber der Erfolgslauf der “Producers” noch nicht zu Ende. In Las Vegas steigt nächste Woche die Premiere einer gekürzten Version mit David Hasselhoff, in England werden die Producers demnächst auf große Tingeltangeltournee gehen, und im deutschsprachigen Europa? Da wartet man noch, ob sich ein Produzent findet, der sich an das Abenteuer “The Producers” wagt.
Die Nachfolgeproduktion im St. James Theatre steht schon lange fest: “Young Frankenstein“, ein weiterer Klassiker von Mel Brooks. [Story]

Geschäftemacherei mit “Tanz der Vampire” auf eBay

Im Februar 2007 geht in Wien eine konzertante Aufführungsserie des Jim Steinman Musicals “Tanz der Vampire” über die Bühne des Raimund Theaters. Längst sind die Vorstellungen großteils ausverkauft.
Zum Teil ist dies auf Geschäftemacher bei eBay zurückzuführen. Seit Wochen läuft auf dieser Versteigerungsplattform ein recht widerliches Spektakel ab. Dutzende Verkäufer bieten Tickets für “Tanz der Vampire” an. Teilweise werden Plätze mit Sichtbehinderung zu völlig überteuerten Preisen verscherbelt. Negative Bewertungen des Verkäufers, die daraufhin folgen, werden meist nach wenigen Tagen “in beiderseitigem Einverständnis” zurückgezogen.
Als registriertes eBay-Mitglied hat man die Möglichkeit, Auktionen zu beobachten. Ich beobachte derzeit nicht weniger als 59 Auktionen. Dabei geht es um nicht weniger als an die 110 Einzeltickets. Wenn man sich vor Augen hält, dass diese Farce seit Wochen abläuft, sollte man sich von Seiten des Veranstalters vielleicht Gedanken machen, wie man die unwürdige Geschäftemacherei in Zukunft verhindern kann.

Roland Geyers Zahlenspiele

Roland Geyer, der Intendant der Oper im Theater an der Wien, muss lustig drauf gewesen sein, als er den Journalisten der Kronen Zeitung folgenden Satz ins Mikrofon diktierte:

“Wir bekommen 21,5 Millionen Euro, die Volksoper hingegen 33 Millionen Euro. Da müssen wir verhandeln.”
[Kronen Zeitung, 28. Januar 2007, S. 34]

Na, das denke ich auch. Die Volksoper, das sollte man nicht vergessen, hat nicht 100, 200 oder sogar mehr Schließtage pro Jahr, so wie das Theater an der Wien in seiner post-Musical-Ära. Das sollte man bei Subventionen durchaus berücksichtigen und diese für die Oper im Theater an der Wien eventuell auf 5 bis 10 Millionen Euro zurückdrehen.

Nicht jedes Phantom hat die Lizenz zum Singen

Derzeit tourt das “Phantom der Oper” durch Deutschland. In der irrigen Annahme, Andrew Loyd Webbers Erfolgsmusical zu sehen, machten sich auch Musicalfans in Rüsselsheim auf den Weg. Auf ihren Eintrittskarten war klar und deutlich zu lesen: “Andrew Lloyd Webber”, auch im Programmheft war der der Name “Andrew Lloyd Webber” zu lesen. Vielleicht hat ein Teil der Besucher auch die Spam-Postings in diversen Musicalforen gelesen, wo regelmäßig von einer “Neuinszenierung” geschrieben wurde. Fakt ist, die “Phantom der Oper”-Version, die derzeit durch Deutschland tingelt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gaston Leroux aus dem Jahr 1911 und hat nichts, aber auch gar nichts mit Lloyd Webber zu tun.
Rüsselsheimer jedenfalls lassen sowas nicht mit sich machen. Sie beschwerten sich und bekommen nun ihr Geld zurück. Leider haben die Veranstalter nicht Mumm genug, allen anzubieten, ihr Geld zurückzuerstatten. Wer das Pech hat, vor lauter Frust seine Eintrittskarte weggeworfen zu haben, schaut durch die Finger. [Story]

Broadway: “Catch Me If You Can” - Premiere im Frühjahr 2008

Seit 2005 ist eine Musicalfassung des Steven Spielberg-Films “Catch Me If You Can” in Entwicklung. Nun meldet SpielbergFilms.com, dass die Broadway-Premiere voraussichtlich im Frühjahr 2008 stattfinden wird.

In der Show, geschrieben von Terrence McNally, Scott Wittman und Marc Shaiman, werden folgende Songs zu hören sein:

“The Real Truth Lies”
“Fifty Checks”
“Last December in Montrichard”
“Someone Else’s Skin”
“Jet Set”
“I Don’t Get It”
“You Gotta Pay for Love”
“The Man Inside the Clues”
“Butter Outta Cream”
“My Favorite Time of Year”
“Don’t Be A Stranger”
“Doctor’s Orders”
“Seven Wonders”
“Breaking All the Rules”
“Bury Me Beside the One I Love”
“Fly, Fly Away”
“Running Together, Never Apart ”
“Butter Outta Cream Reprise”

Für die Regie wurde Jack O’Brien verpflichtet, für die Choreographie Jerry Mitchell. Die Besetzung wurde noch nicht fixiert. An den Workshops für “Catch Me If You Can” haben unter anderen teilgenommen: Nathan Lane, Christine Ebersole, Tom Wopat und Matthew Morrison. [spielbergfilms.com]

West End: “Die Kameliendame” - Premiere für das neue Musical von Michel Legrand, Alain Boublil & Claude-Michel Schönberg 2008

1848 veröffentlichte Alexandre Dumas der Jüngere (1824-1856) seinen Roman “La dame aux camélias” und landete damit den größten Erfolg seiner Karriere. Er bearbeitete sein Werk und formte eine Bühnendrama daraus, das für die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt zu einem ihrer größten Triumphe wurde. 1911 wurde aus dem Bühnendrama ein Film, ebenfalls mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle, Giuseppe Verdi entwickelte aus dem Stoff seine Oper “La Traviata”. 2008 schließlich soll die “Kameliendame” Londons Musicalbühnen erobern.
Michel Legrand (Musik) arbeitet mit Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg an “Marguerite”. Ungewöhnlich ist dabei die Rolle, die Schönberg im Kreativteam einnimmt, steuert er doch nicht die Musik wie bei “Les Miz”, “Miss Saigon” oder “The Pirate Queen” bei, sondern das Buch.
Boublil zu dieser ungewöhnlichen Rollenverteilung: “Michel Legrand had been touring the world with my wife, Marie Zamora, in concerts. He always wanted to write a musical for her. That’s why he came to me. Otherwise, he wouldn’t have come to me. I don’t know him. I met him one night and he said, and he said, ‘Why don’t we work up a musical for Marie?’ And I said, ‘Yes. Why not? Maybe?’ And then Michel said, ‘A good idea for Marie would be something based on ‘Lady of the Camellias.’ Then I got the idea of updating it to World War II. Then I asked [Claude-]Michel would you consider only writing the book and not the music this time because the whole project comes from Michel, and he said yes. So that how we found ourselves embarked on this project …” [Story]

“Starlight Express” in Deutschland: Alte Hits mit neuem, miesem Klang?

Die WAZ meldet, dass der deutschen Version des Lloyd Webber Musicals “Starlight Express” ab 1. Februar eine neues Sounddesign verpasst werden soll. Soweit, so gut. Jetzt kommt der Hammer: Das “neue Sounddesign” will man unter anderem dadurch erreichen, dass man das Orchester von 18 auf 10 Musiker verkleinert, dadurch soll das “Erfolgsmusical moderner klingen”.
Was hier vollzogen wird, ist nichts anderes als der Trend weg von musikalisch “wertvoller” Produktion hin zu Schrott, hin zum iPod-Sound der LoFi-Generation, die Musik nur ohne Höhen und Tiefen im MP3-Format kennt.
In London wurde das “Les Miz”-Orchester minimiert, in den USA werden Sondheim-Musicals ganz ohne Orchester gegeben, die Darsteller müssen selbst für den Sound sorgen.
Die Reduktion des Orchesters sorgt für besseren Sound? Für wie dumm hält man eigentlich Musicalbesucher? Ein Satz wie “Der Musical-Klang wird den heutigen Hörgewohnheiten angepasst” ist dermaßen lächerlich, dass es schon wieder ärgerlich ist. Wenn Thomas Krauth, der Düsseldorfer Produzent der Show, meint, finanziell nicht mehr über die Runden zu kommen mit einem 18-Mann-Orchester, sollte er eher darüber nachdenken, mit der Wahrheit rauszurücken, als das Publikum zum Narren zu halten. Denn eines steht fest: 8 Musiker weniger im Orchester bedeuten einen massiven Qualitätsverlust. Dann doch gleich Playback, kommt noch billiger. [Story]

Eröffnen “The Producers” das Wiener Ronacher 2008?

Ein Auszug aus einem Profil-Interview, das Angelika Hager im Januar 2007 mit Kabarettist, Autor, Komponist und Entertainer Gerhard Bronner geführt hat, der vor wenigen Tagen verstorben ist:

profil: “Sollte es gelingen, “The Producers” für die Ronacher-Eröffnung an Land zu ziehen, werden Sie die deutsche Fassung mitgestalten. Wie provokant war die filmische Vorlage “Springtime for Hitler” in ihrem Entstehungsjahr 1968?

Bronner: “Als der Film damals herauskam, hat man sich gefürchtet, das in Wien aufzuführen. Es gab nur sogenannte “Interessentenaufführungen” um 23 Uhr im Burg-Kino, das fand also quasi unter der Tuchent statt. In Deutschland - ich hatte damals in Köln zu tun - fuhren wir sogar mit einem Bus bis nach Ahrenheim, als ruchbar wurde, dass Lubitschs “Sein oder nicht sein” aufgeführt wurde. Es hat sich ja damals fast niemand getraut, so etwas zu zeigen - aus Angst, dass Alt- oder Jungnazis das Kino anzünden würden.

[profil, Nr. 4, 38. Jg., 22. Jänner 2007, S. 87]

8 Oscar-Nominierungen für “Dreamgirls”

Damit hat wohl niemand gerechnet. Mit 8 Oscar-Nominierungen liegt das Film-Musical “Dreamgirls” an der Spitze aller nominierten Filme für die “Academy Awards” des Jahres 2007. Ein Wermutstropfen ist dabei, denn gerade in zwei der wichtigsten Kategorien, “Bester Film” und “Beste Regie”, wurde der Streifen nicht berücksichtigt.

Nominierungen in der Kategorie “Bester Film”:
- “The Departed”
- “Babel”
- “Letters From Iwo Jima”
- “Little Miss Sunshine”
- “The Queen”

Nominierungen in der Kategorie “Bester Schauspieler”
- Forest Whitaker (”The Last King of Scotland”)
- Leonardo DiCaprio (”Blood Diamond”)
- Ryan Gosling (”Half Nelson”)
- Peter O’Toole (”Venus”)
- Will Smith (”The Pursuit of Happyness”)

Nominierungen in der Kategorie “Beste Schauspielerin”
- Helen Mirren (”The Queen”)
- Judi Dench (”Notes on a Scandal”)
- Penelope Cruz (”Volver”)
- Meryl Streep (”The Devil Wears Prada”)
- Kate Winslet (”Little Children”)

Nominierungen in der Kategorie “Bester Nebendarsteller”
- Eddie Murphy (”Dreamgirls”)
- Alan Arkin (”Little Miss Sunshine”)
- Jackie Earle Haley (”Little Children”)
- Djimon Hounsou (”Blood Diamond”)
- Mark Wahlberg (”The Departed”).

Nominierungen in der Kategorie “Beste Nebendarstellerin”
- Jennifer Hudson (”Dreamgirls”)
- Adriana Barraza (”Babel”)
- Cate Blanchett (”Notes on a Scandal”)
- Abigail Breslin (”Little Miss Sunshine”)
- Rinko Kikuchi (”Babel”)

Nominierungen in der Kategorie “Beste Regie”
- Martin Scorsese (”The Departed”)
- Clint Eastwood (”Letters From Iwo Jima”)
- Stephen Frears (”The Queen”)
- Paul Greengrass (”United 93″)
- Alejandro Gonzalez Inarritu (”Babel”)

Die komplette Liste der Nominierungen findet man bei oscar.com.

Eine Zusammenfassung aller Nominierungen für “Dreamgirls” liest sich folgendermaßen:

01) Performance by an actor in a supporting role
Eddie Murphy - DREAMGIRLS
02) Performance by an actress in a supporting role
Jennifer Hudson - DREAMGIRLS
03) Achievement in art direction
04) Achievement in costume design
05)-07) Achievement in music written for motion pictures (Original song)
“Listen” - DREAMGIRLS
“Love You I Do” - DREAMGIRLS
“Patience” - DREAMGIRLS
08) Achievement in sound mixing

Gavin Mikhails erstes Jahr bei MySpace

Gavin Mikhail Wie man MySpace als Marketingtool verwenden kann, beweist unter anderem der amerikanische Sänger Gavin Mikhail. Geboren in Nashville, Tennessee, bedient Mikhail die Soft-PopRock-Schiene. Zwei CDs hat er am Markt. 2003 veröffentlichte er “My Personal Beauty Needs”, 2006 “Like Normal People Do”. Zu beziehen sind die Tonträger bzw. Files wahlweise über iTunes, CD Baby oder aber auch direkt über Gavins MySpace-Site.
Um Gavins Musik unter die Leute zu bringen, gibt es eine eigene “Gavin Mikhail Promotions”-Page auf MySpace. Zum einjährigen MySpace-Jubiläum hat Mikhail seine ganz persönliche Statistik gepostet, und das liest sich nicht uninteressant:

Profile views:
on 1/17/06… 7
on 1/17/07… 601,137

Total Plays:
on 1/17/06… 15
on 1/17/07… 1,874,395

Friends:
on 1/17/06… 2
on 1/17/07… 122,105

and… drum roll please…

MySpace Artist ranking (Int’l):
on 1/17/06… 3,267,025
on 1/17/07… 330

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