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Archiv - Dezember, 2012

stadtTheater Walfischgasse: Marianne Faithfull live

3. Juni 2013
19:30bis21:30

Vom 3. bis 8. Juni 2013 (Beginn: 19:30 Uhr) ist im stadtTheater „An Intimate Evening with Marianne Faithfull” zu sehen. Begleitet wird Marianne Faithfull von Neill MacColl an der Gitarre.

Tickets für beide Shows sind zum Preis von jeweils 49 bis 79 Euro erhältlich.

Nähere Infos –> hier.

Kulturszene: I love you, you’re perfect, now change

18. Januar 2013
19:30bis21:30

Vom 18. Januar bis 17. Februar 2013 ist in der Kulturszene / NÖ Kulturwerkstatt Kottingbrunn Joe DiPietros und Jimmy Rogers’ Musical „I love you, you’re perfect, now change“ zu sehen. Gespielt wird die deutsche Fassung von Alexander Kuchinka.

Cast
Karin Seyfried
Nicole Rest-Lankmayer
Oliver Arno
Martin Pasching

Leading Team
Bühne und Kostüm: Team der Kulturszene Kottingbrunn
Musikalische Leitung: Helmut Strobl
Regieassistenz: Bernhard Viktorin
Regie: Peter W. Hochegger

Klavier: Bernhard van Ham
Reeds: Helmut Strobl

Premiere: 18. Jänner 2013, 19:30 Uhr
weitere Termine: 19., 20., 25. und 26. Jänner sowie 1., 2., 3., 8., 9., 10., 15., 16. und 17. Februar 2013
Fr, Sa: 19:30 Uhr, So: 18:00 Uhr

Tickets
Telefonisch: 02252-74383 (auch Tonband)
E-Mail: office@kulturszene.at
Weitere Infos –> hier

Theater Die Neue Tribüne: Das Leben eine Bühne? Die Bühne ein Leben?

18. März 2013
20:00bis23:00

Eine musical … ische Komödie bieten Beatrice Gleicher und René Rumpold am 18. März 2013 (Beginn: 20 Uhr) im Theater Die Neue Tribüne. Am Klavier: Frizz Fischer.
Kartenbestellungen: telefonisch unter 0664/23 44 256

Nähere Infos –> hier.

Gut getrickst: „Les Misérables“ – Nr. 1 der Billboard-Soundtrack-Charts

Wenn eine Plattenfirma eine brandneue CD zum Download um 5 Dollar anbietet, weiß man, was damit bezweckt werden soll: Man möchte aus Marketinggründen möglichst hoch in den Charts einsteigen.

Nun, Gratulation an Republic Records, das Verscherbeln ist erfolgreich gelungen, was die Position in den Charts betrifft. 43.000 Einheiten wurden vom „Les Mis“-Soundtrack in den USA in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung verkauft, 60 Prozent davon als Amazon-Billigdownload (Preis: 5 Dollar).

Der Nummer 1 in den Soundtrack-Charts entspricht die Nummer 33 in den Album Charts.

Link
Broadwayworld.com: LES MISERABLES Soundtrack Reaches No. 1 on Billboard Chart

Konzertabsagen und wie Wien-Ticket damit umgeht

Konzertabsagen sind ein leidiges Thema. Immer wieder kommt es vor, dass man nicht den gesamten bezahlten Betrag (inkl. der Gebühren) für ein Ticket zurückerstattet bekommt.

Die Firma “Wien-Ticket”, an der die Wien-Holding zu 15 Prozent beteiligt ist, reagiert hier folgendermaßen:

Wir bitten um Verständnis, dass wir Gebühren wie die 1.00 Euro print@home Gebühr bei Veranstaltungsabsagen, die nicht von uns verschuldet wurden, einbehalten, da wir unsere Leistungen ja erbracht haben und erbringen.

Drew Sarich & Gabriela Ryffel: „Home“

Pygmalion Theater: Hundertwasser! The Play of Songs

hundertwasser-bild-200×280.pngAm 20. Dezember 2012 feiert ein Multimedia-Musical über den Maler Friedensreich Hundertwasser im Wiener Pygmalion Theater seine Premiere. „Hundertwasser! The Play of Songs“ erzählt die Lebensgeschichte, Träume und Visionen des österreichischen Künstlers, Architekten, Visionärs und Querdenkers.

Die Musik zur Show stammt von Roland Baumgartner, der als Musical-Komponist mit der Produktion „Sissi & Romy“ auffiel. Das Musical über Kaiserin Elisabeth wurde im Jahre 1991 bei den Mörbischer Festspielen uraufgeführt und war unter dem Titel „Sisi – Kaiserliche Schönheit“ 2001 auch im Wiener Ronacher zu sehen.

Besetzung
Friedensreich Hundertwasser: Martin GANTHALLER
Muse: Hiroko TAKEUCHI
Strassenkehrer/Baum: Helmut SEUFERT
Sopran: Micaela DI CATALANO
Alt: Ingeborg MAMMERLER
Tenor: Bogdan Gabriel POPESCU
Bass: Reinhold GUGLER

Komposition: Roland BAUMGARTNER
Regie: Geirun TINO

Tickets –> hier

Musical Unplugged: Am Gießhübl und weit vom Ronacher entfernt

Was für ein Kontrast: An einem Tag wohnt man einem semikonzertanten Fiasko im Wiener Ronacher bei, einer balletteusen Vergewaltigung eines Musical-Klassikers, geradezu vollgepfropft mit sinnbefreitem Gepose, emotionslosem Geträller oder völlig falsch verstandener Rolleninterpretation, im Widerschein von horrend schwülstigem Geflimmer, zusammengemixt wie nach einem feucht-fröhlichen Saufgelage in einer Wiener Geisterbahn – und all das zu Ehren eines Orchesters (eigentlich wollte man ja 25 Jahre Orchester der VBW feiern – nicht wahr? –, nicht den Beginn von Gergens Festspielen bei den VBW; allein die Optik seines Engagements durch Struppeck ist verheerend), das den Sound für einen inszenierten Scherz liefern musste. Da hatte der Regisseur wohl ganz offensichtlich seine Aufgabe nicht begriffen oder aber er war der Meinung, sein Ego habe es nötig, in dieser Form auf der Bühne illuminiert zu werden – und das war auch schon das einzige, was bei dieser Show illuminiert wurde. Da muss man auch in der Analyse in jener Sprache zurückgeben, in der hier ein Meisterwerk abgewrackt wurde, freilich nur von der Inszenierung her, aber was nutzt das beste Orchester, wenn die Optik schon zur Flucht nötigt, abgesehen von einigem anderen. Nicht nur, dass das Orchester durch die flimmernden Ausgeburten einer lächerlichen Idee in den Schatten gestellt wurde, auch die Darsteller wurden in den Hintergrund gedrängt – ein Ballettpärchen umhüpfte das Phantom und Christine bei entscheidenden Duetten. Der eine oder andere gestandene „Phantom“-Darsteller hätte schon beim ersten Auftauchen des Ballettwahnsinns wohl nur ein verzweifeltes „Geh schleichts eich“ übrig gehabt. Hätte Liberace jemals das „Phantom der Oper“ in Szene setzen dürfen, mehr Schwulst wäre selbst ihm nicht eingefallen – es war, das kann man wirklich sagen, die krasseste Worst-Case-Inszenierung, die überhaupt vorstellbar ist.

… und am nächsten Tag fährt man auf den Gießhübl, in einen viel kleineren Saal natürlich, kein Vergleich mit dem Ronacher, aber das, was in diesem Saal präsentiert wurde, war das perfekte Gegengift zu dem am Vortag miterlebten grauslichen Klischeemusicalalptraum.
Florian Schützenhofer, Jakob SemotanEin Teil des Musical-Konzertprogramms „Musical Unplugged“ deckt mit viel Ironie auf, was an so manchem Musicalhaus an Lächerlichkeiten dem Publikum als „große Show“ vertickert wird. Florian Schützenhofer und Jakob Semotan sezieren in ihren Duetten, witzigen Medleys von altbekannten „Wiener Klassikern“ wie „Elisabeth“, „Rebecca“, „Tanz der Vampire“ und einigen anderen, wie unsagbar dämlich manche Textpassagen sind. Sie karikieren die plumpe Mimik und Gestik, mit der man bisweilen an den großen Bühnen abgespeist wird, weil die engagierten Darsteller nicht können oder die Regisseure nicht wollen (oder umgekehrt), kontern Schwulst aus dem Gebiet des Musicals mit jenem aus dem Austropop wie Steffi Wergers „Stark wie ein Felsen“. All das in Duetten, in denen munter-fröhlich durch die Songs jeder mal den Frauen- oder auch den Männerpart übernimmt, was dem Ganzen noch einen Tick zusätzlichen Witz verpasst. Eine Art „Forbidden Broadway“, und Stoff gibt es mittlerweile ja schon wieder reichlich.
Ein anderer Part des „Musical Unplugged“-Programms sind dann tatsächlich ernst gemeinte Interpretationen von Musicalsongs. Da ist es interessant zu sehen, wie sich Nachwuchsdarsteller wie Jakob Semotan oder Peter Neustifter an ein paar Klassikern abseits des Mainstreams wie „Lost in the Wilderness“ („Children of Eden“/Stephen Schwartz) oder „Anytime“ („Infinite Joy“/William Finn) versuchen. Das muss man nicht beurteilen, es sind Versuche, die schon einmal deswegen großartig sind, wenn man diesen Aspekt herausgreifen will, weil sie erkennen lassen, dass Texte auch – oh Wunder – gut gebaut sein können, eine Aussage haben können, die aus mehr als einem dramamusicalischen Schlagwort besteht.
Was die Interpretationen von Klassikern wie „Dies ist die Stunde“ oder etwa „I dreamed a dream“ angeht, zweifle ich daran, dass es die perfekte Songwahl der Interpreten war, aber einen Versuch wars wert.
Als Gaststars bei Musical Unplugged dabei: die A-Capella-Gruppe Rock4, ein perfekt eingespieltes Team, das etwa mit Liedern von Queen oder Pink Floyd, aber auch bei Stoff von Lloyd Webber, erstaunliche Klänge auf die Bühne bringt.
Christof MessnerEin anderes Highlight: Christof Messners Musicalcollage von „Singing in the Rain“ und Rihannas „Umbrella“, bei der er sich selbst am Klavier begleitet hat.
Einen eigenen Reiz hat die Show dadurch, dass man manchmal nicht auf Anhieb weiß, was ernst gemeint ist und was als Parodie, heutzutage muss man ja (siehe Ronacher) überall mit dem Schlimmsten rechnen. Aber bei „Musical Unplugged“ (musikalische Leitung & Klavier: Florian C. Reithner) kann man vielleicht auch mal Songs von Udo Jürgens hören, ohne seekrank zu werden, und das ist viel wert. Ein schöner Abend.

Musical Unplugged
Besetzung
Lucas Blommers, Luc Devens, Christof Messner, Luc Nelissen, Peter Neustifter, Florian C. Reithner, Florian Schützenhofer, Jakob Semotan, Björn Sterzenbach
www.musical-unplugged.at
Fotos: Andrea Martin

„Do many musicals have flying?“

Unter welchen Rahmenbedingungen Musical in Deutschland stattfindet, damit hat sich die New York Times auseinandergesetzt. Ein interessanter Artikel.

The New York Times: –> Broadway on the Elbe

Ms. Welsch, the young university graduate who came to see “Tarzan” in Hamburg recently, had seen the show twice before here. But it was the first musical for her father, Reiner. During an interview at intermission he said he hadn’t made up his mind about the art form. Lingering in the lounge of the Neue Flora theater, decorated with Restoration Hardware-like sofas, he noted he had no points of comparison. Germans did not grow up on this style of musicals, he said, and he had never heard of Stephen Sondheim or even Rodgers and Hammerstein.

“ ‘The Sound of Music’?” he repeated when asked about the famous musical set in Austria just before World War II. “It sounds familiar. I had heard of ‘Tarzan.’ The music is O.K. Do many musicals have flying?”

Theater Drachengasse: „West End Winters“ (2013)

westendwinter2013.jpgDas neue Jahr fangt schon mal gut an. Im Theater Drachengasse bringt das Vienna Theatre Project die Produktion „West End Winters“ auf die Bühne. Es handelt sich dabei um einen guten alten Cabaret-Abend, ein paar anregende Stunden mit Songs & Stories, interpretiert vom fabulösen Kieran Brown und der hinreißenden Caroline Frank.

Während man in Wien ja gern und oft großkotzig von Broadway- und West-End-Niveau faselt, lässt sich eines mit Sicherheit sagen: meistens alles Schmarrn. Bei „West End Winters“´dagegen haben wir mit Kieran Brown tatsächlich einen Darsteller auf der Bühne, der am West End in Produktionen wie „Love Never Dies“ und „Wicked“ zu sehen war – beste Voraussetzungen also für ein tolles Event. Und da die Regie der Produktion in den Händen der ebenfalls fabulösen Joanna Godwin-Seidl liegt, darf man sicher sein, dass nicht irgendwelche hirnrissigen Balletteinlagen den ganzen Abend zur Lachnummer degradieren.

Auf dem Programm stehen unter anderem Songs von Cole Porter, Stephen Schwartz, Stephen Sondheim, Adam Gwon, Jason Robert Brown, Oscar Hammerstein II und Scott Alan, begleitet werden die Sänger von Birgit Zach am Klavier.

Theater Drachengasse: „West End Winters“
Mit: Kieran Brown & Caroline Frank
Am Klavier: Birgit Zach
Inszenierung: Joanna Godwin-Seidl

10., 11. und 12. Jänner 2013
Beginn: 20 Uhr
Theater Drachengasse, Fleischmarkt 22, 1010 Wien

Karten
Tel.: 01/5131444
Mail: karten@drachengasse.at
Online: www.viennatheatreproject.com

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