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TV-Tipp: “Frühlings Erwachen” auf ARTE

Was zunächst ein bisschen zu sehr nach Ranschmeiße an ein hoffentlich endlich mal junges Publikum (auf Arte!) aussieht, ergibt bei längerem Zuschauen durchaus Sinn: Die großen Jungs mit ihren großen Sprüchen auf ihren kinderradkleinen BMX-Bikes - in diesem Bild steckt das ganze Paradox der Pubertät. Ochsenknecht zeigt dabei sogar echten Mut zur Selbstentblößung und setzt sich in einer Szene nackt aufs Rad (den Tipp, den ihm sein Vater, der “Männer”-Darsteller Uwe Ochsenknecht, dazu gab, kann man auf Blogspot nachlesen).

Konsequent und deutlich weitergehend als bei seiner Theaterinszenierung versetzt Calis also die Geschichte ins Heute, Sprüche und Flüche eingeschlossen, ohne ganz auf den Originaltext zu verzichten. Manchmal schneidet er die unterschiedlichen Jargons scharf gegeneinander, etwa wenn Melchior zu Wendla sagt: “Du siehst so beschissen gut aus”, und Wendla mit Wedekind antwortet: “Gestern Nacht, da hab ich kein Auge zugemacht. Da hat es ganz doll in mir gebrannt.” [SPIEGEL: Biker und Fighter]

Frühlings Erwachen. Am Montag, 22.2., um 22.25 Uhr auf Arte, Wiederholungen am 27.2. um 14.30 Uhr und am 7.3. um 9.55 Uhr

1 Kommentar »

[…] mag zur jüngsten Verfilmung des Wedekind-Dramas “Frühlings Erwachen” stehen, wie man mag, beispielsweise könnte man meinen, dass sie immer dann stark war, wenn sie […]

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