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Archiv - 2003

“Sticky Fingers: A Tale of Saks, Lies and Videotape” - Art imitating Life

Eine Gruppe von High-School-Studenten bringt dieser Tage in San Diego das Musical “Sticky Fingers: A Tale of Saks, Lies and Videotape” auf die Bühne. Als Stoff haben die Guten nicht etwa einen Klassiker wie den Lord of the Rings genommen, sondern mal was Handfestes aus dem Gerichtsboulevard Marke Hollywood, kurz, die Shoplifting-Affäre von Winona Ryder. Einer der Lehrer zur Themenwahl:

We’re inspired by the old Mickey Rooney-Judy Garland, ‘Hey, let’s put on a show,’ kind of spirit.

Winona wurde zur Premiere geladen, ob sie auch kommen wird?

“Natürlich, ich denke jeden Tag an den Tod.”


Das On-& Offline-Magazin Volltext hat in seiner Februar/März-Ausgabe 2003 ein ziemlich interessantes Interview mit Hugo Claus gebracht. Seit langer Zeit ist Claus legitimer Anwärter auf den Nobelpreis für Literatur, erst jüngst ist sein sehr zu empfehlendes Werk Der Schlafwandler in deutscher Sprache erschienen. Zum Thema Tod/Selbstmord meint Hugo Claus:

“Ich habe ein schlimmes Rückenleiden und werde andauernd auf die Tatsache hingewiesen, dass die Maschinerie nicht nur sehr viele Unglücke überlebt hat, sondern auch, dass sie langsam einrostet. Ich habe einmal Kenzaburo Oe in Tokio getroffen. »Hallo«, sage ich, »wie geht’s?«. »I’m preparing for my death«, antwortet er. – Ja, genau so ist es, aber dürfen wir das den Leuten sagen?”

19. März 2008:
Hugo Claus starb am 19. März 2008, das meldete der flämische Rundfunksender VRT. Der Autor wurde 78 Jahre alt.

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