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Der letzte Seufzer der Emanzen

Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass man in jedem Club 2 sämtliche Teilnehmenden mit Genderformeln maßregelt, Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass man Texte mit Genderformulierungen massakriert, und Emanzipation und Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass man einen Text wie die Bundeshymne “ergänzt”.

Wenn die Damen der im Parlament vertretenen Parteien eine gendermäßig “korrekte” Bundeshymne möchten, dann bitte: Erteilen Sie den Auftrag, eine neue Hymne zu texten, vergreifen Sie sich nicht am Werk einer Schriftstellerin. Es hat nichts mit “Gleichberechtigung”, sondern ausschließlich mit barbarischer Kulturlosigkeit zu tun.

Link
orf.at: Töchter kommen in die Bundeshymne

6 Kommentare

[…] In Wien beschließen PolitikerInnen, ein Sprachkunstwerk zu schänden (–> hier) […]

  Martin Bruny wrote @ Juli 13th, 2011 at 22:16

Man kann sich mit einem Thema ernsthaft beschäftigen oder es dazu benützen, den anderen mit “Argumenten” auf einer Ebene zu treffen, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Mit einer solchen Vorgehensweise disqualifiziert man sich aber selbst, und auf solche geistigen Tiefflieger-Kommentare wie jenen mit der FPÖ werde ich ganz sicher nicht eingehen.

  j. wrote @ Juli 13th, 2011 at 22:08

1947 wurde der text v. paula von preradovićs (sie gilt allg. als frau) geringfügig geändert. damals von »Großer Väter freie Söhne« in das gestrige? »Heimat bist du großer Söhne«.

das wirklich absolut peinliche, wenn nicht traurige an der diskussion ist nicht die änderung, sondern das aufgebehren und das empören darum.

wer seinen horizont mal erweitern willl, dem kann ich das hier empfehlen:

http://cgi.ebay.de/Luise-F-Pusch-Deutsche-Maennersprache-/150628208331

und wer nicht, der kann ja das grundprinzip mit der fpö teilen, wo man angst hat, dass der doppeladler statt ner sichel ein frauentäschchen fasst…es ist eine perspektivenwahl

  Nina wrote @ Juli 13th, 2011 at 21:50

P.S. Ich bin ja sowieso längst dafür, eine gänzlich neue Bundeshymne statt dieses Schlafliedes zu wählen. “Erst wann’s aus wird sein” wäre wirklich nett.
Und wenn wir schon dabei sind, dann auch gleich “Der Tod, das muss ein Wiener sein” von Georg Kreisler als Wiener Landeshymne festlegen. Denn dann nähme diese Parodie auf ein Wienerlied, die ständig mit einem echten verwechselt wird, endlich den ihr gebührenden Platz ein.

  Nina wrote @ Juli 13th, 2011 at 21:45

Fortan sei Österreich nur die Heimat der Söhne von großen Töchtern. Die Töchter großer Töchter bzw. Kinder von kleinen Töchtern werden demnächst den Ausweisungsbescheid erhalten und in ein Land ihrer Wahl abgeschoben.

Denn den Beistrich hört man leider nicht.

  Andreas wrote @ Juli 13th, 2011 at 21:05

dem ist nichts hinzuzufügen.

Alles hat seine Grenzen … und diese krampfhafte “da müssen auch Töchter” rein, ist einfach nur peinlich ….