Martin Bruny am Samstag, den
20. März 2010 um 12:23 · gespeichert in Netz, Musical, Newcomer, Tonträger
Woche für Woche veröffentlicht das US-Branchenfachblatt BILLBOARD Charts in den verschiedensten Kategorien, sei es Jazz, Pop, Soul, Klassik, Hörbücher … Für das Musicalgenre gibt es eine Auflistung all jener Cast-CDs, die sich Woche für Woche in den Staaten am besten verkaufen.
Die Cast-CD-Charts dieser Woche sind recht interessant, beispielsweise für alle “Phantom”-Fans, denn Andrew Lloyd Webber konnte sich mit “Love Never Dies” natürlich an die Spitze der Charts setzen, aber mit 7000 abgesetzten Einheiten (davon 2400 Downloads) kann der Meister nicht wirklich zufrieden sein. Sicher wird sich das ändern, wenn die Show auch am Broadway startet.
Die Sensation der dieswöchigen Charts ist aber auf Platz 10 zu finden: “Me and My Dick”. Diese kaum bekannte Produktion schaffte den Sprung in die Charts letzte Woche auf Platz 11 und ist mit exakt 400 Downloads in dieser Woche in den Top 10 zu finden.
Und ja, es geht in der Show genau um das, was der Titel aussagt. Produziert wurde “Me and My Dick” von Studenten der Universität von Michigan. In der Hauptrolle ist Joey Richter zu erleben, als junger Mann, der Gespräche mit seinem Penis, gespielt von Joe Walker, führt. Die Show ist in voller Länge auf YouTube zu bestaunen, und, wieder ja, es lohnt sich, denn sie ist voller Sprachwitz und die beiden Darsteller sind ungemein unterhaltend. Wer die ganze Show sehen möchte: Zur Übersichtsseite mit einer Auflistung aller Einzelszenen bei YouTube gehts —> hier
Die Cast-CDs gibts als Download bei iTunes –> hier
Charts der Woche: Top Cast Albums
01. Love Never Dies
02. Wicked
03. Jersey Boys
04. The Lion King
05. Spring Awakening
06. Mamma Mia!
07. In the Heights
08. Mary Poppins
09. Annie (OBC) und The Phantom of the Opera: Highlights (Gleichstand)
10. Me and My Dick
11. Rock of Ages
12. Hair (2009)
13. Next to Normal
14. Avenue Q
15. Finian’s Rainbow
Update
Auch BILLBOARD selbst berichtet recht ausführlich über den Charts-Erfolg des Musicals –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
20. März 2010 um 02:21 · gespeichert in Ausbildung

Vom 26. bis 28. März 2010 gehen im Wiener Performing Center Austria die Auditions für den nächsten Jahrgang der Performing Arts Studios Vienna über die Bühne. Tanz, Gesang und Schauspiel, das sind die drei Disziplinen, in denen sich Talente, die ihre Berufsausbildung an der Wiener Musicalschule beginnen wollen, beweisen müssen. Eine Berufsausbildung, die im besten Fall den jungen Talenten dabei hilft, Starqualitäten zu entwickeln.
Damit das Ganze in diesem Jahr noch ein wenig spannender, aufregender und um einen Touch interessanter wird, filmt der ORF das Aufnahmeverfahren für eine Casting-Doku, die im Rahmen der Vorabendsendung “Frühlingszeit” am 29. und 30. März 2010 ausgestrahlt wird.
Der erste “Frühlingszeit”-Beitrag wird Auszüge aus dem Audition-Ablauf, die Zwischenentscheidungen, Statements dazu sowie Reaktionen darauf und natürlich das mit Spannung erwartete Ergebnis zeigen. In einem zweiten Beitrag, am Tag darauf, kommt die Jury zu Wort. Das Team des Performing Center Austria wird erklären, worauf es bei der Einschätzung der Kandidaten besonders achtet und was wirklich wichtig und entscheidend ist.
Wer sich vorab informieren möchte, wie eine Aufnahmeaudition der Performing Arts Studios Vienna abläuft, lädt sich am besten ein PDF von der Website des Instituts, in dem alles sehr ausführlich beschrieben wird. Zum Download gehts —> hier
Die Voraussetzungen
* Alter zwischen 17 und 23 Jahren
* Musikalität und stimmliche Eignung
* Bewegungstalent (gute Ballettvorkenntnisse)
* Schauspielerische Begabung
* Bühnenausstrahlung
* professionelle Einstellung
* Beherrschung der deutschen Sprache
Das Anmeldeformular zur Audition kann man sich –> hier runterladen, weiterführende Infos finden sich –> hier.
Martin Bruny am Freitag, den
19. März 2010 um 20:16 · gespeichert in Absurditäten
Im neuen “musicals”, das Anfang April 2010 erscheint, wird in der Rubrik “Buchrezensionen” anlässlich einer Buchneuerscheinung eine Kooperation der Vereinigten Bühnen Wien mit dem Hotel Sacher angeregt. Doch wie so oft ist das Leben noch viel lustiger als jeder Spaß. So meldet eben die APA unter dem Titel “Das New York Menü zum Musical Hit “Ich war noch niemals in New York”":
Die mitreißenden Hits von Udo Jürgens und das Menü bei NORDSEE
Zum Start des Musicals mit den Kultsongs eines der größten österreichischen Entertainer bringt NORDSEE zwei spezielle Menüs im New York Style. Parallel verlost NORDSEE viele Sofortgewinne, Tickets oder Ermäßigungen und Fanpackages sowie als Hauptpreis drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei
Personen.
Robert Jung, Country Manager von NORDSEE Österreich freut sich über die Kooperation mit dem Raimund Theater: “Meer, Urlaubsfeeling, Fernweh aber auch die pure Lebenslust - das ist der gemeinsame Nenner für die Kooperation zwischen NORDSEE und dem Raimund Theater. NORDSEE steuert mit zwei speziellen Menüs die richtige Verpflegung bei! Wir bieten im Rahmen unserer Kooperation mit den Vereinigten Bühnen in allen unseren Filialen in Österreich das “New York Seafood” als Hauptgericht im Restaurant und das “New York Menu” als praktisches “Menü to go”.
Die New York Menüs zum Musical kommen von NORDSEE
Egal, ob als “Reiseverpflegung” vor dem Musicalabend oder danach - an 40 Standorten in ganz Österreich gibt es von 8. März bis 18. April das “New York Seafood” (Garnelen und Calamares mit Megafrites dazu Cocktail und BBQ Sauce um Euro 6,95) oder das “New York Menu” bestehend aus einem Bremer mit Megafrites und BBQ Sauce um nur Euro 3,95.
Bis 18. April: Das NORDSEE-Gewinnspiel “Ich war noch niemals in New York” Jedes Los gewinnt! 15 % Ermäßigung auf Tickets für “Ich war noch
niemals in New York” ab Juni und bis zur Sommerpause sowie im September.
NORDSEE verlost außerdem drei Mal New York Dinner & Music Evenings für je zwei Personen d.h. Dinner im NORDSEE Restaurant in der Kärntnerstraße, Transfer zum Raimund Theater und einzigartigem “Meet & Greet” mit den Hauptdarstellern, sechs Mal zwei Tickets, zehn Fanpackages bestehend aus je einem “Ich war noch niemals in New York”-Bademantel, Kaffeetasse, Badeente und “Rette Mich” T-Shirt des Erfolgsmusicals. Die Lose erhalten Musicalfans gratis in jeder
NORDSEE-Filiale oder unter www.nordsee.at. Karten sind über www.musicalvienna.at, telefonisch über Wien Ticket 01/588 85 oder an den Tageskassen der Vereinigten Bühnen Wien nach Vorweis des Gewinnloses buchbar.
Ich würde zur olfaktorischen Abrundung noch eine Kooperation mit Wrigley empfehlen und, allerdings betrifft das nur rein persönliche Traumata, eine Kooperation mit Tannalbin. Und dann gehts ab zum Schunkeln ins Raimund Theater.
Martin Bruny am Freitag, den
19. März 2010 um 13:06 · gespeichert in West End, Musical, Broadway, Wien, Ungarn

“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, basierend auf einem Roman von Daphne du Maurier, feierte am 18. März 2010 seine Ungarn-Premiere im Rahmen des renommierten Budapester Frühlingsfestivals (19. März bis 5. April 2010).
Die Show folgt damit den anderen Musical-Exporten der Vereinigten Bühnen Wien wie “Elisabeth” (seit 1996), “Mozart!” (seit 2003), “Tanz der Vampire” (seit 2007) und “Rudolf” (seit 2006) nach Ungarn.
In der Regie von Attila Béres ist die Show 2010 mindestens 40 Mal zu sehen, weitere Vorstellungen sind für die Spielzeit 2010/2011 in Planung.

Seine Uraufführung feierte “Rebecca” am 26. September 2006 im Wiener Raimund Theater. Bis zur Dernière am 30. Dezember 2008 sahen weit über 500.000 Besucher die Show. 2008 erlebte “Rebecca” Premieren in Tokio, Moskau (Workshop) und Helsinki, 2010 sind weitere Produktionen in Tokio, Nagoya und Osaka sowie Kouvola (Finnland) geplant - und 2011 steht das Musical in St. Gallen auf dem Spielplan.
Im Herbst 2009 fand ein erstes Reading für eine englischsprachige Version des Musicals in London statt. Ob und wann es zu einer Premiere am West End oder am Broadway kommen wird - lassen wir uns überraschen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. März 2010 um 20:00 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
Anlässlich der Wien-Premiere der Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York”, die in ebendiesen Minuten im Raimund Theater über die Bühne geht, strahlte der ORF eine altbekannte, aber etwas aufgefrischte Doku über die Erfolgsgeschichte des Musicalgenres in Wien aus. Lustigerweise setzte ja der richtige Musicalboom in Wien natürlich genau in dem Augenblick ein, in dem für die meisten, die sich als die wahren Experten bezeichnen, das Musical zu sterben begann, nämlich mit dem Einzug des Megamusicals in Gestalt der Webberschen Erfolgsshows wie “Cats” oder “Das Phantom der Oper”.
Was wäre das doch für eine wunderbare Musicalwelt gewesen, hätte es diese Webberschen Shows nicht gegeben. Wir hätten sicher 90 Prozent weniger Musicalschulen, aus Holland würden wir nur Käse kennen, und an der Volksoper würde man vielleicht nach wie vor ohne Mikros singen. Fällt uns sonst noch was ein? Naja, man hätte Heinz Sichrovsky, einen der “geliebten” Wiener Theaterkritiker, für die zuerst der Teufel und danach gleich das Musical kommt, in ebendieser alten, etwas aufgefrischten Sendung vielleicht nicht so viel Platz eingeräumt. Wunderbar sind seine Ausführungen ja aber dennoch, wunderbar um ihres skurrilen Moments, wenn er meint:
Ich halte das Musical für eine kurzfristige, lukrative Verirrung der Kulturgeschichte. Sowas wie die Glockenhose oder die Vogelgrippe. Kurze Zeit verdient jemand sehr gut daran, in kurzer Zeit wird’s das nicht mehr geben. Ich glaube, dass in 20 Jahren das Musical als Form gar nicht mehr existieren wird. Ich muss hinzufügen, ich bezweifle, dass es das Musical überhaupt jemals gegeben hat.
“My Fair Lady” ist meines Erachtens die letzte erstklassige Operette, die geschrieben wurde, “West Side Story” ist ein bedeutendes Opernwerk. Es kam dann der Verfall mit Lloyd Webber, der das Ganze zu einer Maschinerie, zu einer Industrie gemacht hat, der auf eine sehr kalte, professionelle Art Gefühle herzustellen versucht hat. Das ist dann wunderbar gegangen eine Zeit lang. Nur – wenn der fünfte, sechste und siebte Lloyd Webber beginnt Gefühle herzustellen, werden die halt nicht mehr professionell und sehr schlecht und sehr maschinell und ein Wegwerfprodukt
Schön ist, dass Herr Sichrovsky offenbar ein begeisterter Belletristik-Fan ist. In einem seiner für NEWS geschriebenen Artikel bezeichnete er das “Libretto” für die Udo-Jürgens-Show “Ich war noch niemals in New York” als “brillant”. Es ist davon auszugehen, dass Heinz Sichrovsky genau in diesen Minuten der optischen, tänzerischen und gesanglichen Umsetzung des “brillanten” Librettos gebannt lauschen wird, und es sei ihm von Herzen gegönnt.
Aber wie ist das nun, hat es tatsächlich nie ein Musical gegeben? Wurde das Publikum etwa betrogen und hinterrücks mit operettenunterspickten Pseudo-Opern zugedröhnt? Interessant ist die Tatsache, dass man in bezug auf “Ich war noch niemals in New York” Aussagen hört wie das sei “broadwayreif”. Hat jemals schon ein Zuschauer nach dem Besuch einer Vorstellung der Wiener Staatsoper Statements abgegeben wie “Das war …reif?” Wie siehts mit Besuchern des Wiener Burgtheaters aus?
Irgendwas läuft da schief im Staate VBW. Aussagen wie “Nichts mehr im Griff - auf dem sinkenden Schiff” auf beliebten Social-Network-Plattformen lassen erahnen, wohin der Weg führt, den die Frau Kapitän der VBW eingeschlagen hat. Am Ende hat Sichrovsky doch noch recht. Unglaublich!
Kritiken
- TT.com: Kitsch-Orgie und Retro-Charme: Udo-Jürgens-Musical in Wien
- Marler Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- KURIER: Udo-Jürgens-Musical: Bejubelter Retrokitsch
- Kleine Zeitung: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- APA.OTS: Musikalische Seereise: Udo Jürgens-Musical im Raimundtheater
- wienweb.at: Jubel um “Ich war noch niemals in New York”
- puls4.com: Premierenfeier von `Ich war noch niemals in New York`
- derStandard.at: Hitfabrik auf dem Musicaldampfer
- Die Presse.com: Mitreißendes Jürgens-Musical
- WienerZeitung.at: Alter Wein in jungen Schläuchen
- Neues Volksblatt: Mit Udo von Hit zu Hit
- Ahlener Zeitung: Udos Evergreens begeistern Wien
- musicalvienna.at: Galapremiere ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK
- Der neue Merker: WIEN / Raimundtheater: ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (17. März 2010)
- KURIER: Julian Fritz - Für Udo auf die Bühne
- York Blog: Ich War Noch Niemals in New York
Martin Bruny am Montag, den
15. März 2010 um 23:42 · gespeichert in Theater, Pop, Newcomer

Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.
Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 12. April 2010 debütiert die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett im Wiener ost klub. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.
“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.
Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.
Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.
DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang
Termine
12. April 2010, 20.30 Uhr, ost klub, Wien
17. April 2010, 20.00 Uhr, k3-Saal, Thalgau bei Salzburg
Tickets für den Gig in Wien können per Mail bestellt werden: julietletters@gmail.com
Preis: 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro am Abend der Veranstaltung im ost klub (Schwindgasse 1, 1040 Vienna)

Martin Bruny am Sonntag, den
14. März 2010 um 23:58 · gespeichert in Netz, TV, Skurriles
Castingshows, und zwar Castingshows, die nicht speziell Musicaltalente suchen, genau diese Formate sind es, die oft den sudden death von singwilligen Staranwärtern bedeuten, wenn sie Lieder aus Musicals interpretieren und das auch noch dazu genau so, wie sie es im Theater machen würden oder aus ihrem “Alltag” auf der Theaterbühne gewohnt sind.
Beispiele gibt es unzählige. Bei “Starmania” sind ausgebildete Musicalsänger der Reihe nach durchgeflogen, weil sie mit der einstudierten Theatralik im falschen Umfeld auftrumpfen wollten. Ein Powersong aus, sagen wir “Jekyll & Hyde”, im schwarzen Unterleiberl, in einem nackten Studio, ohne Orchester, ohne Theateratmosphäre, das war der Untergang für einen recht bekannten Musicalsänger, und zwar erst unlängst in der deutschen Show “Unser Star für Oslo 2010″. Noch ist das File online. Vielleicht nicht schlecht, als Beispiel dafür, wie und was man nicht machen sollte. Zum Video gehts –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
13. März 2010 um 19:11 · gespeichert in Theater, Pop, Newcomer
Am 2. Juni 2010 debütiert Tomáš Novák, Frontman der Rockband zwei||ständer, mit einem ganz besonderen Soloprogramm: “Besonders Weill” führt den jungen tschechisch-österreichischen Sänger und Musiker auf die Spuren Kurt Weills. Neben neu interpretierten Originalsongs des weltberühmten, leider viel zu selten konzertant aufgeführten Komponisten („Die Dreigroschenoper“) wird der junge Sänger auch eigene Kompositionen vorstellen.
Begleitet wird Tomáš Novák am Klavier von der estnischen Pianistin Maria Bachmann. Novák wird aber auch selbst zeigen, was er auf der Geige und am Akkordeon draufhat.
Tomáš Novák: Besonders Weill
2.6.2010, 20:30 Uhr, Das Local
Stadtbahnbogen 217, Heiligenstädter Straße 31, 1190 Wien, U4/U6 Spittelau
Tickets: € 7 / € 5 (Schüler, Studenten)
Reservierungen über tickets@emdismusic.com.
Martin Bruny am Samstag, den
13. März 2010 um 02:07 · gespeichert in Theater

Es gibt sie noch, die Produktionen, die sich exakt jenem Genre zuordnen, dem sie auch tatsächlich angehören. Halleluja! Beispielsweise bezeichnen Susanne Draxler (Idee/Konzept/Regie), Michaela Riedl-Schlosser (Buch) und Herbert Tampier (Komposition/Songtexte) ihre Show “Höllischer Himmel” als Revue. Ganz einfach, weil es eine ist (oder auch punktum!). Ja, so einfach ist das tatsächlich. An einer Revue ist ja nichts auszusetzen, es gibt Publikum für dieses Genre. Diese Produktion hat es nicht nötig, jenem dumpfen Etikettenschwindel zu frönen, den manch Player im Musiktheaterbusiness heutzutage betreibt, um auch noch dem letzten Uninformierten ein paar Cent aus der Tasche zu schwindeln. Großartig!
Bei “Höllischer Himmel”, wie gesagt einer Revue, handelt es sich um eine Uraufführung und Eigenproduktion des Wiener Kosmos Theaters, die am 14. April 2010 ihre Premiere feiern und bis 1. Mai 2010 zu sehen sein wird, jeweils von Mittwoch bis Samstag (Beginn: 20.30 Uhr).
Inhalt
Was passiert, wenn Marlene Dietrich, Zarah Leander, Paula Wessely und Leni Riefenstahl als Engel in einer Wohngemeinschaft, sprich Himmel, miteinander leben müssen? Naja, sie putzen, kochen, streiten und singen – Lieder über den Heldinnentod, die großen Gefühle der Deutschen und über Marlenes blütenweiße Weste. Und Leni filmt natürlich. Mit einem Wort, sie arbeiten fieberhaft an ihrem Comeback. Der Ruf nach ihnen könnte ja jederzeit wieder lautwerden. Doch eine große Angst begleitet ihr Unterfangen: Hoffentlich werden keine Fragen gestellt. Denn eines haben die vier trotz ihrer Einzigartigkeit gemeinsam: Sie reden niemals über Politik …
Höllischer Himmel - eine Revue!
Uraufführung | Eigenproduktion
Idee/Konzept/Regie: Susanne Draxler
Buch: Michaela Riedl-Schlosser
Komposition/Songtexte: Herbert Tampier
Ausstattung: Sam Madwar
Lichtdesign: Albert Haderer
Musik: Barbara Ruppnig, Herbert Tampier
Fotocredit Titelfoto: Bettina Frenzel
Cast
Claudia Kottal: Zarah Leander
Heidelinde Pfaffenbichler: Leni Riefenstahl
Linde Prelog: Paula Wessely
Susanne Rader: Marlene Dietrich
KosmosTheater
A-1070 Wien; Siebensterngasse 42
Karten: € 16,- | Ö1-Club € 12,- | erm. € 10,- | Kosmos€ 1,-
Sparpaket (6-Karten-Package) : € 72,– , ermäßigt € 42,–
Tel. 01/523 12 26, http://www.kosmostheater.at, karten@kosmostheater.at
Ermäßigter Kartenpreis: Schüler, Studenten (bis 27 Jahre), Pensionisten, Zivildiener, Lehrlinge, Arbeitslose, Rollstuhlfahrer samt Begleitperson, IGFT-Mitglieder
Premiere: 14. April 2010
Weitere Vorstellungen: 15., 16., 17., 21., 22., 23., 24., 28., 29., 30. April + 1. Mai 2010
(Mi–Sa, 20:30 Uhr)
Martin Bruny am Freitag, den
12. März 2010 um 00:53 · gespeichert in Musical
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. März 2010 um 21:47 · gespeichert in Skurriles
Power-Promotion der VBW in den Ösi-Illu-Wäldern. Nicht, dass das nicht zum Geschäft gehören würde, und all die schöne bunte und laute Werbung ist auch wunderbar. Aber der Stil wird schön langsam unerträglich.
NEWS schlagzeilt Herrn Prof. Jürgens zum “Genie” und die Autoren des Artikels, Sichrovsky, Zodl, Strausz, sumpern mit Sätzen wie
21 Lieder des ingeniösen Musikers Udo Jürgens, von Gabriel Barylli zur Handlung geordnet und schon in Hamburg ein Publikumskracher, sollen den Wiener Musical-Konzern aus der Bredouille führen. Nach sang- und klangarmer Absetzung des Rohrkrepieres “Rudolf” im Februar lässt sich der Vorverkuf für das Udo-Jürgens-Musical glänzend an
in die totale Unglaubwürdigkeit. Aber es kommt noch besser, denn Barylli, so NEWS, habe ein “brillantes Libretto” geschrieben. Warten wir doch mal die Kritiken ab, und was Herr Sichrovsky nach der Premiere schreiben wird.
Noch schöner Manfred Krammer in TV-MEDIA. Da lautet zwar die Headline “Udo Jürgens: Sein Wien-Musical kommt den Steuerzahler teuer”, Frau Intendantin Zechner darf aber mitteilen:
Die VBW bespielen in einem Markt von 8 Mio. Einwohnern zwei historische Theater mit etwas über 1000 Sitzplätzen. Stage Entertainment betreibt in Deutschland zehn Theater bei 80 Mio. Einwohnern und 28 Theater weltweit. Im Vergleich ist der kreative Output der VBW höher.
Mitnichten. Korrekt müsste es heißen: Er war höher, denn tatsächlich nähert er sich dem Nullpunkt. Der kreative Output bei den derzeitigen Produktionen “Tanz der Vampire” und “Ich war noch niemals in New York” beschränkt sich bei der Jürgens-Show auf die fabulöse Einwienerisierung, die man ohnedies kaum merkt und die Herr Barylli wohl zwischen Morgenkaffee und Vormittagsjause bewerkstelligt haben dürfte, wenn man es überhaupt gewagt hat, ihn damit zu belästigen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. März 2010 um 00:47 · gespeichert in Musical, Wien

Der Tag 0 ist in Greifweite. Wir schreiben den 10. März 2010 und sind somit exakt fünf Tage von den Iden des März entfernt - es ist der Moment der ersten öffentlichen Präsentation von Songs aus der Revue “Ich war noch niemals in New York” gekommen: Die Foto- und Fernsehprobe geht im Raimund Theater über die Bühne. Ist es ein gutes Omen für die Show, die, aufbauend auf Lieder des deutschsprachigen Sängers Udo Jürgens, die Atmosphäre eine Kreuzfahrtstripps in den Musicaltempel namens Raimund Theater beamen will? Man wird sehen, was die Kritiker nach den Iden des März, am Tag nach der österreichischen Erstaufführung (17. März 2010) über die Nummernshow schreiben werden.
Aber gehen wirs langsam an, nehmen wir uns Zeit. Bevor uns Gesang und Tanz (und Schauspiel) erwarten, begrüßt uns das ganz auf Kreuzfahrt gestylte, wenn man so sagen will, retuschierte Raimund Theater. Die Fotografin Isabell Schatz war bei der Fotoprobe vor Ort und hat alle Fotos aufgenommen, die sich in diesem Beitrag finden. Mehr davon, andere Motive gibts dann auf der Website von Isabell Schatz –> hier.









Folgende Songs waren im Zuge der Fotoprobe zu hören:
1) Alles im Griff (1. Akt, Szene 6) Ann Mandrella, Andreas Lichtenberger, Ensemble






2) Im Seniorenheim (1. Akt, Szene 2c), Hertha Schell, Peter Fröhlich




3) Bleib doch bis zum Frühstück (2. Akt, Szene 8) Ann Mandrella, Andreas Lichtenberger, Ensemble








4) Griechischer Wein (2. Akt, Szene 7) Andreas Bieber, Gianni Meurer, Peter Fröhlich, Julian Fritz, Ensemble










Martin Bruny am Mittwoch, den
10. März 2010 um 18:32 · gespeichert in Tod, Flicks, TV
Martin Bruny am Dienstag, den
9. März 2010 um 23:18 · gespeichert in Skurriles
… wird sich wohl Gernot Kranner gedacht haben, als er an die in der KLEINEN ZEITUNG beschriebene Verwirklichung einer Verwurstungsidee des Steinmanschen Musicalerfolgs “Tanz der Vampire” ging. Gemeinsam mit dem Fleischer seines Vertrauens designte der Vampirjäger von Krolocks Gnaden Vampir-Würste. Und wer weiß, ob man die dann nicht auch noch 2017 essen wird können, wenn im Ronacher … was auch immer läuft.
Mit Knoblauch und Chili gegen Vampire
Der gebürtige Fohnsdorfer und “Tanz der Vampire”-Darsteller Gernot Kranner hat in seiner spärlichen Freizeit gemeinsam mit Fleischermeister Helmut Sattler kürzlich zwei neue würzige Produkte erfunden. “Wir haben wurstige Sargnägel und die original Vampirjäger-Wurst erfunden. Mit viel Knoblauch und Chili”, schmunzelt Kranner. Fleischer Sattler freut sich. “Dieses Produkt ist einzigartig und schmeckt toll.” Wann die Wurst auf den Markt kommt, ist noch nicht fix. [KLEINE ZEITUNG]
Martin Bruny am Dienstag, den
9. März 2010 um 20:27 · gespeichert in Pop
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Die Premiere ihres Programms “Tribute to Motown” feiern Ola Egbowon & The Part of Soul Band am kommenden Sonntag (14. März) im Wiener ost klub. Die Einnahmen kommen den Opfern der Naturkatastrophe in Haiti zugute.
Songs von Stevie Wonder, Marvin Gaye, The Supremes, The Four Tops, The Jackson 5, The Temptations, Gladys Knight & the Pips, interpretiert vom phänomenalen Ola Egbowon - das sollte man nicht verpassen.
BENEFIZ 4 Haiti @ost klub mit Ola Egbowon
Ola Egbowon…..vocals
Jojo Lackner…..bass
Dieter Kolbeck…..keyboards
Ariel Ramirez…..guitar
Peter Kronreif…..drums
Werner Wurm…..trumbone
Josef Burchartz…..trumpet/french horn
Manfred Franzmeier…..saxophone
ost klub
1040 Wien, Schwindgasse 1 / Ecke Schwarzenbergplatz 10
Tel: 01-505 62 28
www.ost-klub.at
vor »