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Archiv - März, 2009

stadtTheater Walfischgasse: “Mayas Musical Life”

Foto: Martin Bruny
Maya Hakvoorts drittes Soloprogramm (”Maya’s Musical Life”), das am 27. Februar 2009 im stadtTheater Walfischgasse Premiere feierte, sollte es werden, zu dem man nach “Maya Goes Solo” (2005) und “In My Life” (2008) endlich uneingeschränkt gratulieren kann. Und zwar gleich aus mehreren Gründen.

Erstens gibt sie mit der dritten Show ihren Fans das, was die ganz offensichtlich am liebsten haben: Musicalmelodien (”Elisabeth” inklusive) - nicht nur Hits, auch Rareres, gesungen in einer Art und Weise, die erkennen lässt, dass die Künstlerin Musicals tatsächlich auch singen will und ihren Job nicht nur als nervenden Brotberuf empfindet.

Tatsächlich ist es ja so, dass relativ wenige Musicaldarsteller Solokonzerte mit Musicalsongs bestücken. Oft hört man alles andere bei Soloausflügen, angefangen bei Jazz über Rock bis hin zu Metal. Was an und für sich eine tolle Sache ist, zeigt es doch die Bandbreite, die ein Sänger drauf hat, wären da nicht die üblichen Bashings, die bei solchen Gelegenheiten jene Shows abbekommen, mit denen man es zum Publikumsliebling geschafft hat. Da stellt sich dann mitunter die Frage, ob ausgerechnet Musicalfans für Soloexperimente das richtige Publikum sind, und so beginnt der eine oder andere Musicaldarsteller seine Karriere als Soloperformer in Häusern wie dem Theater an der Wien und endet im Akzent, Metropol oder im Cenario vor deutlich minimierter Schar. Bei Maya Hakvoort muss man sich da wohl keine Sorgen machen. Der 20 Jahre umfassende Rückblick auf ihre bisherige Karriere ist ein Hit und wird sein Publikum finden.

Foto: Martin Bruny

Maya Hakvoort bietet zwei Stunden Musicalmelodien aus all jenen Produktionen, in denen sie bis dato mitgespielt hat, angefangen bei der Tournee-Produktion “Jeans” bis zu “High Society”, einer Show, die sie 2008 ins Stadttheater Baden geführt hat. Einen kleinen Ausblick bietet Hakvoort auch auf das Jahr 2010 mit der von Herman van Veen (Text) gemeinsam mit Lori Spee (Musik) geschriebenen Nummer “A child of our own”. Der Song stammt aus dem Musical “The First Lady” und wird nächstes Jahr seine deutschsprachige Erstaufführung im stadtTheater Walfischgasse erleben. Maya Hakvoort wird dabei die Hauptrolle übernehmen und als Produzentin (gemeinsam mit Anita Amersfeld) fungieren. Wer sich für die Songs dieses Musicals interessiert: Im Webshop von Herman van Veen ist “The First Lady” (gesungen von Lori Spee) erhältlich.

Warum ist “Maya’s Musical Life” noch sehenswert? Erstmals lässt sich die Musicaldarstellerin auch von einem kleinen Ensemble unterstützen und bietet damit sechs jungen Musicalschülern der Konservatorium Wien Privatuniversität (Stefan Bleiberschnig, Thomas Dapoz, Sarah Laminger, Martina Lechner, Patrizia Leitsoni und Dustin Peters) die Gelegenheit zu einem öffentlichen Auftritt. Das nützen einige der sechs zu einer echten Talentprobe, anderen wird ihre Performance sicher dazu dienen, einiges feinzujustieren. Maya Hakvoort jedenfalls war die Freude deutlich anzusehen, mit ihren jungen Kollegen auf der Bühne zu stehen.

Foto: Martin Bruny

Äußerst unterhaltsam diesmal auch die Confà©rencen und Einleitungen zu den Songs, Schnurren aus dem Leben einer Musicalsängerin, Gschichtln über den Stress bei Proben und Tourneen, lustige Anekdoten von Erlebnissen im Theateralltag. Eine entspannter Musicalabend im stadtTheater. Sehr gelungen.

1. Akt
01) “Something’s coming” (Jeans, 1989)
02) “Am Ende vom Tag” (Les Misà¨rables, 1990) + Ensemble
03) “Ich hab geträumt” (Les Misà¨rables, 1990)
04) “Higher Ground” (Gaudi, 1993) feat. Stefan Bleiberschnig
05) “Inside looking out” (Gaudi, 1993)
06) “Too late” (Gaudi, 1993) feat. Thomas Dapoz
07) “Nichts ist schwer” (Elisabeth, 1994) feat. Dustin Peters
08) “Ich gehör nur mir” (Elisabeth, 1994)
09) “Ihr Männer” (Catharine, 1997)
10) “My child” (Blood Brothers, 1998) feat. Patrizia Leitsoni
11) “Alles, nur nicht einsam” (Aspects of love, 1999)

2. Akt
01) “Cellblock Tango” (Chicago, 1989) + Ensemble
02) “Flieder” (Die 3 Musketiere, 2000)
03) “Jeden Tag” (Die 3 Musketiere, 2000) feat. Martina Lechner
04) “I got the sun in the morning” (There’s no Business like Showbusiness, 2000) + Ensemble
05) “Da war einst ein Traum” (Jekyll & Hyde, 2001)
06) “Schafft die Männer ran” (Jekyll & Hyde, 2001) + Ensemble
07) “Mädchen der Nacht” (Jekyll & Hyde, 2001) feat. Sarah Laminger
08) “Walzer für Eva und Che” (Evita, 2006) feat. Stefan Bleiberschnig
09) “Ruf nicht nach mir Argentinien” (Evita, 2006)
10) “Unsere Liebe” (High Society, 2008) feat. Dustin Peters
11) “A child of our own” (The First Lady, 2010)
12) “Der Schleier fällt” (Elisabeth, 2007) feat. Thomas Dapoz
Zugaben:
13) “All that Jazz” (Chicago, 1989)
14) “In my Life” (John Lennon/Paul McCartney)

Ein paar Fotos mehr und größer –> hier

Weitere Termine von “Maya’s Musical Life”:
Dienstag, 31. März 2009, Beginn: 20 Uhr
stadtTheater walfischgasse, Walfischgasse 4, 1010 Wien
Kartenpreise: zwischen € 23,- und € 38,- (je nach Kategorie)
Tickets erhältlich unter Tel.: 01 / 512 42 00 und www.stadttheater.org

Donnerstag, 14. Mai 2009, Beginn: 20 Uhr
Gloria Theater, Prager Straße 9, 1210 Wien
Kartenpreise: zwischen € 28,- und € 38,- (je nach Kategorie)
Tickets erhältlich unter Tel.: 01 / 278 54 04 und www.gloriatheater.at

Donauinselfest 2009: Wildhorn & Friends

Wer das Programmheft zu “Rudolf”, dem neuen Musical von Frank Wildhorn und Jack Murphy, das seit 26. Februar 2009 im Wiener Raimund Theater zu sehen ist, bereits gelesen hat, dem wird bei der Biographie des Komponisten folgender Satz aufgefallen sein:

Die Gala WILDHORN & FRIENDS hatte im September 2005 Premiere in New York City, war seit Mai 2007 schon mehrere Male in Europa und wird beim Donauinselfest 2009 zu hören sein.

Nähere Einzelheiten dazu Ende März 2009.

Wiener Metropol - Die Sing-along-Show

21. März 2009
20:00bis22:30

Foto: Andrea Martin

Am 21. März 2009 gibt es im Wiener Metropol eine Show für alle jene, die bei “Words” noch nicht wussten, dass sie sich trauen hätten dürfen.

Peter Hofbauer als Moderator und die Metropol Singers Markus Richter, Dagmar Bernhard, Terry Chladt (statt Andreas Wanasek, der auf Tournee ist) und Sonja Schatz laden zum Mitsingen ein. Unter der Musikalischen Leitung der Max Hagler Band stehen die Klassiker der Popgeschichte auf dem Programm: Songs von ABBA, Elvis, den Beatles, den Rolling Stones und vielen anderen mehr. Als Special Guest mit dabei: Tato Gomez. 20 Euro kostet der Eintritt, freie Platzwahl.

stadtTheater Walfischgasse: “Mayas Musical Life” - Zusatztermin

31. März 2009
20:00bis22:00


Nach zwei Soloprogrammen mit persönlichen Geschichten über ihr Leben präsentiert Maya Hakvoort ihre erste eigene Musical-Show. »Mayas Musical Life« feierte am 27. Februar 2009 im stadtTheater walfischgasse in Wien Premiere. Am 31. März ist die Show ein zweites Mal ebenda zu sehen.

In dieser neuen Show interpretiert der Musicalstar Songs aus ihrer Karriere, die 1988 mit »Jeans« begann. Es folgten Hauptrollen in «Chicago”, »Les Misà©rables«, “Gaudi”, “Catherine”, »Die 3 Musketiere«, »Aspects of love«, «Blutsbrüder«, «Elisabeth”, “There’s no business like Showbusiness”, »Jekyll & Hyde«, »Evita« und »High Society«. Die Show wird — wie schon bei ihren Soloprogrammen — durch zahlreiche Anekdoten, diesmal aus der Theaterwelt, abgerundet und humorvoll ergänzt. Aaron Wonesch begleitet Maya Hakvoort am Klavier. [Tickets ab sofort erhältlich –> hier]

Cornelius Obonya: Von den “Producers” ins Radiokulturhaus - “Ohne Krimi”

12. März 2009
20:00bis22:00

Kabarett indirekt: “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett”
Donnerstag, 12. März 2009
20:00 Uhr
Großer Sendesaal

“Heute fängt ein neues Leben an - deine Liebe, die ist Schuld daran” sang einst der ewigblonde Grandseigneur des Schlagers Jürgen Marcus und begeisterte ein Massenpublikum. Auch heute noch sind Ohrwürmer von damals wie “Pigalle, Pigalle”, “Zwei kleine Italiener” oder “Die Gitarre und das Meer” fixer Bestandteil der Schlagerwelt von damals. Den Charakter der Lieder bestimmen einfache, tanzbare Rhythmen und eingängige Melodien. Die Themen sind seit Erfindung des Schlagers klar: Liebe, Fernweh und Sehnsucht. Wie aber klingen die Texte gelesen und ohne Musik?

Das ORF RadioKulturhaus präsentiert die großen Gassenhauer der 50er bis 80er Jahre. Gelesen werden sie von Burgschauspielerin Sylvia Lukan (Rollen u.a. in: Die Katze auf dem heißen Blechdach, Der Schwierige, Kinder der Sonne), vom Schauspieler und legendären “Trailer”-Moderator Frank Hoffmann sowie dem Burgschauspieler Cornelius Obonya, der erst vor Kurzem ins Musical-Fach wechselte und als Max Bialystock in Mel Brooks Broadway-Hit “The Producers” einen Sensationserfolg landete. Man darf gespannt sein, wie sich die drei Schauspieler dem Genre “Schlager” nähern, Texten wie “Ein bisschen Frieden” oder “Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand” zu Leibe rücken, ernst gemeinte Zeilen ironisieren oder wenig anspruchsvolle, sentimentale Texte theatralisch und mit bühnengerechtem Pathos interpretieren.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung der PRIVAT BANK der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich.

Kabarett indirekt: “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett”
Donnerstag, 12. März 2009
20:00 Uhr
Großer Sendesaal
Eintritt: EUR 21,-/24,-

Karten unter
Tel (01) 501 70 377

Kartenbüro
RadioKulturhaus (im ORF Shop), Argentinierstraße 30a, 1040 Wien.

Tageskassa
Montag bis Freitag, 14:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag geschlossen.
Bei Veranstaltungen öffnet die Kassa 60 Minuten vor Beginn.

Theater Die Neue Tribüne: Amuse … Amusing, A Musical

27. März 2009
20:00bis22:00

Es geht los für den aktuellen ersten Jahrgang der Studenten der Abteilung “Musikalisches Unterhaltungstheater” der Konservatorium Wien Privatuniversität. Am 27. und 28 März 2009 (Beginn: 20.00 Uhr) zeigen die Neuen ihre erste Show: “Amuse … Amusing, A Musical” im Wiener Theater Die Neue Tribüne.

Auf dem Programm stehen Ausschnitte aus Musicals von Stephen Sondheim bis Mel Brooks, kräftig gewürzt mit Texten von Roland Schimmelpfennig bis Monty Python.

Die Darsteller
Sebastian Brandmeir, Oliver Liebl, Laura Hempel, Florian Stanek, Timo Verse, Konstantin Zander, Andreja Zidaric und Caroline Zins

Leading Team
Regie und Zusammenstellung: Isabella Fritdum
Musikalische Leitung: Peter Uwira
Choreographie: Alexandra Frankman-Koepp
Kostüme: Doris Richter

Ort: Neue Tribüne Wien im Cafà© Landtmann, 1010 WIEN, Dr. Karl Lueger Ring 4
Infos und Karten: www.tribuenewien.at

Die Neue Tribüne Wien: “Dietrich & Leander”

5. März 2009
20:00bis22:00

Die Neue Tribüne Wien: “Dietrich & Leander” - Protokoll einer geheimen Begegnung
von Beatrice Ferolli

Es spielen: Beatrice Forler und Martina Lechner
Regie: Erhard Pauer

Zwei Studentinnen des Konservatoriums platzen in eine Audition und wollen dem Direktor ein Stück vorführen, das eine von ihnen im Nachlaß ihrer Großmutter gefunden hat. Es handelt sich um eine Begegnung zwischen Zarah Leander und Marlene Dietrich im Ladies -Room eines deutschen Hotels in dem die beiden nachweislich eine Nacht unter demselben Dach verbracht haben. Durch einen Zufall sind sie dort anderthalb Stunden festgehalten. Welche Geheimnisse aus ihrem Leben haben die beiden Stars ausgetauscht? Hat die Begegnung tatsächlich stattgefunden?

Premiere Donnerstag 5. März 2009
Weitere Vorstellungen: 6. - 20. März 2009,
jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
Beginn: 20.00 Uhr
weitere Informationen und Kartenbestellungen unter
Tel.: 0664 / 23 44 256, per email: office@tribuenewien.at

Metropol: Musical Mamis 2009

16. März 2009
20:00bis22:00

Metropol: Musical Mamis 2009 (Benefizkonzert)
am 16.03.2009
um 20:00 Uhr

“Musical Mamis” ist eine Benefizgala für Babydoll, ein Projekt am Krankenhaus Göttlichen Heiland, welches Teenager, die Mütter und Väter werden, unterstützt und ihnen hilft, ihre Kinder mit Liebe und Verständnis auf die Welt zu bringen! Auf der Bühne stehen jene Frauen, die es schaffen, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. Es wird getanzt, gesungen und geschauspielert - alles für einen guten Zweck.

Mit: Petra Kreuzer, Caroline Vasicek, Stella Fürst, Ann Mandrella, Susanne Ten Harmsen, Kathleen Tanner, Ann Kozeluh, Sabine Mayer, Eva Maria Scholz, Astrid Golda, Nina Proll, Eva Marold, Marika Lichter
Durch den Abend führt: Oliver Hüther

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper [Premiere]

26. März 2009
19:30bis22:30

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper
Stück von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Premiere 26. März 2009

Musikalische Leitung: Peter Marschik
Regie: Henry Mason
Choreographie: Karl Alfred Schreiner
Bühne und Kostüme: Heidrun Schmelzer
Lichtgestaltung: Klaus Emil Zimmermann
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Mit: Antje Eckermann, Katarina Hartmann, Dagmar Hellberg, Michaela Mock, Patricia Nessy, Bettina Oswald, Stà©phanie Signer, Katja Tippelt, Nadine Zeintl | Frank Berg, Christian Graf, Maximilian Hilbrand, Otto Jaus, Willi Jeschofnik, Tino Leo, Alexander Lhotzky, Herwig Hans Ofner, Boris Pfeifer, Jens Schnarre, Krassimir Tassev, Ernst Gabriel Vokurek, Erwin Windegger. Mitglieder des Kärntners Sinfonieorchesters

Einführungsmatinee 15. März 2009, Moderation Christoph Wagner-Trenkwitz, Bühne

»Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.«
Die Dreigroschenoper, in England durch zwei Jahrhunderte unter dem Titel The Beggar‘s Opera in allen englischen Theatern gespielt, führt in das Milieu von den Verbrechervorstädten Londons, Soho und Whitechapel, die vor zweihundert Jahren so wie heute die Zufluchtsstätte der ärmsten und nicht immer durchsichtigsten Schichten der Londoner Bevölkerung waren. Herr Jonathan Peachum schlägt aus dem Elend auf seine originelle Weise Kapital, indem er gesunde Menschen künstlich zu Krüppeln herausstaffiert und sie betteln schickt, um aus dem Mitleid der wohlhabenden Stände seinen Profit zu ziehen. Er tut das keineswegs aus angeborener Schlechtigkeit.
»Ich befinde mich auf der Welt in Notwehr«, das ist sein Grundsatz, der ihn in allen seinen Handlungen zur schärfsten Entschiedenheit zwingt. Er hat in der Londoner Verbrecherwelt nur einen ernsthaften Gegner, und das ist der junge, von den Dämchen vergötterte Gentleman Macheath. Dieser hat Peachums Tochter Polly entführt und auf eine ganz groteske Weise in einem Pferdestall geheiratet.
Als Peachum von der Heirat mit seiner Tochter erfährt – die ihn nicht so sehr aus moralischen Gründen schmerzt wie aus sozialen – beginnt er einen Krieg auf Tod und Leben mit Macheath und seiner Gaunerplatte, dessen Hin und Her den Inhalt der Dreigroschenoper bildet. Aber schließlich wird Macheath in des Wortes wirklichster Bedeutung vom Galgen herab gerettet, und in einem großen, etwas parodistischen Opernschluß geht die ganze Affäre gut aus. The Beggar‘s Opera wurde im Jahre 1728 zum ersten mal im Lincoln‘s Inn Theatre aufgeführt. Der Titel bedeutet nicht etwa, wie manche deutsche Übersetzer geglaubt haben: »Die Bettleroper«, d. h. eine Oper, in der eben Bettler vorkommen, sondern »Des Bettlers Oper«, d. h. eine Oper für Bettler. The Beggar‘s Opera, auf Anregung des großen Jonathan Swift verfaßt, war eine Händel-Travestie und hatte,, wie berichtet wird, den großartigen Erfolg, daß Händels Theater ruiniert wurde. Da uns heute ein so grosser Anlaß zur Parodie wie die Händelsche Oper fehlt, wurde jede Absicht zu parodieren aufgegeben: die Musik ist vollständig neu komponiert.
Nicht fehlen uns Heutigen soziologischen Anlässe von The Beggar‘s Opera: wie vor zweihundert Jahren haben wir eine Gesellschaftsordnung in der so ziemlich alle Schichten der Bevölkerung, allerdings auf die allerverschiedenste Weise, moralische Grundsätze berücksichtigen, indem sie nicht in Moral, sondern natürlich von Moral leben. Formal stellt die Dreigroschenoper den Urtypus einer Oper dar: sie enthält die Elemente der Oper und die Elemente des Dramas.
Bertolt Brecht (1928)

Vienna’s English Theatre: “I Do! I Do!” (Premiere)

30. März 2009
19:30bis22:00

I Do! I Do!Image via WikipediaDie Spielplanvorschau von Vienna’s English Theatre ist überaus erfreulich, aus Musicalsicht. Mit “I Do! I Do!” ist in der Saison 2008/09 (Premiere am 30. März 2009) ein Musicalklassiker aus den sechziger Jahren zu sehen.

Facts

- Die Premiere von “I Do! I Do!” ging am 5. Dezember 1966 im 46th Street Theatre in New York über die Bühne. Das Musical stammt aus der Feder von Harvey Schmidt (Musik) & Tom Jones (Libretto/Songtexte), die auch mit “The Fantasticks” einen Musicalklassiker etablieren konnten.

- “I Do! I Do!” brachte es auf insgesamt 560 Vorstellungen und ging in die Musicalgeschichte als die erste Show ein, die mit nur zwei Darstellern auskommt. Die Dernià¨re fand am 15. Juni 1968 statt. Mit Mary Martin (She/Agnes) und Robert Preston (He/Michael) standen zwei der bekanntesten Showstars aller Zeiten auf der Bühne.

- “I Do” I Do” wurde für insgesamt für 7 Tony Awards nominiert, die Auszeichnung als “Best Actor in A Musical” ging an Robert Preston.

- Erzählt wird in Solosongs, Duetten und schlagfertigen Dialogen von den Höhen und Tiefen einer Ehe in den vielen Jahren des Zusammenlebens. Zufriedenheit und Frust, Euphorie und Ehemüdigkeit sowie Turbulenzen und Langeweile wechseln sich ab. Im Mittelpunkt des Bühnenbildes steht ein großes Himmelbett, welches das Ehepaar zum Schluss einem jungen Paar überlässt - und so kann alles wieder von vorne losgehen.

- Mit Songs wie »Together Forever« und »The Honeymoon is over« und zwei dankbaren Rollen ist das Stück wahlweise in einer Begleitung durch zwei Klaviere auch für Aufführungen auf kleinen Bühnen geeignet.

Weiters bietet Vienna’s English Theatre 2008/09:
- Charley’s Aunt - Posse von Brandon Thomas
- Soirà©e Romantique mit Mijou Kovacs
- The Price - Drama von Arthur Miller
- Second City - Best of des Comedy Club Chicago
- Out of Order - Komödie von Ray Cooney

Zemanta Pixie
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