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Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie

9. Juli 2010
19:30bis22:30

Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie
PREMIERE: Freitag, 9. Juli 2010, 19.30 Uhr
THEATER REICHENAU - GROSSER SAAL

Nach den vielen Schnitzler-Produktionen, die bei den Festspielen Reichenau im Verlauf von zwanzig Jahren gezeigt wurden, wird diese Romanbearbeitung insbesondere ein JUNGER SCHNITZLER sein. Ein Stück, in dem junge Menschen und ihre Lebenspläne im Mittelpunkt stehen. Die Konzentration auf die eigene Karriere, die einen »Weg ins Freie« ohne feste Bindung und Verantwortung als den richtigen Weg erscheinen lässt. Es geht um Freundschaften zwischen jungen Menschen, wie sehr diese durch gesellschaftliche, moralische und politische Vorurteile belastet sein können, und wie sehr sie auch in dieser Richtung den »Weg ins Freie« suchen, wo man ungestört für die eigene Ideologie leben kann.

Stefan Slupetzky hat aus seiner persönlichen Perspektive als Wiener Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln eine sehr engagierte Bühnenfassung aus Schnitzlers Roman der Wiener Fin-de-sià¨cle-Gesellschaft in einer eskalierenden politischen Situation gemacht. Wo sich nach außen derb und aggressiv die Auseinandersetzungen der Parteien im Parlament und auf der Straße abspielen, herrscht im privaten Raum der stille Schwebezustand zwischen Lüge, Unentschlossenheit und Hoffnung.
Der Weg ins Freie

Erfolgreiche, junge Schauspieler, wie Manuel Rubey und Katharina Straßer, die sich gerade auf einem bemerkenswerten Weg ihrer Karriere befinden, werden erstmals bei den Festspielen Reichenau in den Hauptrollen zu sehen sein, umgeben von einem Ensemble von bekannten Größen, die man so gerne hier auf der Bühne sieht.

Maria Happel wird erstmals Schnitzler inszenieren, was nach ihren ausgezeichneten Arbeiten an Nestroy und Doderer viel erwarten lässt – und sie wird auch wieder mitspielen!

Georg von Wergenthin, Komponist: Manuel Rubey
Anna Rosner, bürgerliches Mädchen: Katharina Straßer
Josef Rosner, ihr Bruder: David Oberkogler
Vater Rosner: Toni Slama
Bermann, Schriftsteller: Marcello de Nardo
Alter Dr. Stauber, Arzt: Paul Wolff-Plottegg
Dr. Berthold Stauber, Abgeordneter: Gerrit Jansen
Eine reiche jüdische Familie:
Vater Salomon Ehrenberg: Rainer Frieb
Mutter Ehrenberg: Marianne Nentwich
Else Ehrenberg, Tochter: Ruth Brauer
Therese Golowski, junge Sozialistin: Nike van der Let
Sissy Wyner, Salondame: Karin Kofler
Stanzides, Offizier: Alexander Rossi
Pianistin Eißler: Maria Happel

Regie: Maria Happel
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies