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Archiv - Broadway

Tony Awards 2007 - Triumph für “Spring Awakening”

In der Nacht zum Montag fand in New York die diesjährige Tony-Awards-Verleihung statt. Wer waren die großen Favoriten? Zur Erinnerung eine kleine Auflistung der Shows mit den meisten Nominierungen: “Spring Awakening” (11), “The Coast of Utopia” (10), “Grey Gardens” (10), “Legally Blonde The Musical” (7), “Mary Poppins” (7), “Coram Boy” (6), “Journey’s End” (6), “110 in the Shade” (5).

Der große Sieger der diesjährigen Awards im Bereich “Musical” heißt: “Spring Awakening”. Im Wettstreit der eher konservativen Verehrer des sagen wir mal “klassischen Musicals” und der eher modern orientierten Erneuerer, die auch an einer Rockshow wie “Spring Awakening” wieder einmal Gefallen gefunden haben, hat sich das durchgesetzt, was sich nicht gar so oft durchsetzt am Great White Way, und das alles sah man in der Saison 2006/07 in “Spring Awakening” vereint.

Mit insgesamt 8 Tony Awards ist “Spring Awakening” der große Gewinner. “Grey Gardens” konnte 3 Mal punkten, daneben wurden noch “Mary Poppins”, “Curtains” und “Company” mit Tony Awards bedacht.

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Erobert “Young Frankenstein” den Broadway?

Am 8. November 2007 geht die Premiere des Musicals “Young Frankenstein” im New Yorker Hilton Theatre über die Bühne (Start der Previews: 11. Oktober). Bereits am 7. August startet das Tryout in Seattle. Bis 1. September steht da der Junge Frankenstein auf der Bühne des Paramount Theatre.
Die Show basiert auf dem gleichnamigen Mel Brooks-Film aus dem Jahre 1974. Das Kreativ-Team setzt sich aus denselben Künstlern zusammen, die schon “The Producers” am Broadway zum Erfolg pushten:

Mel Brooks: Buch, Musik
Thomas Meehan: Buch
Susan Stroman: Regie, Choreographie
Rovin Wagner: Set Design
William Ivey Long: Kostümdesign
Peter Kaczorowski: Lichtdesign
Jonathan Deans: Sounddesign
Doug Besterman: Orchestrierung
Patrick Brady, Glen Kelly: Musikalische Leitung

Cast
Roger Bart: Dr. Frankenstein
Megan Mullally: Elizabeth
Sutton Foster: Inga
Shuler Hensley: The Monster
Christopher Fitzgerald: Igor
Fred Applegate: Inspector Kemp

Broadway: Aus für “The Pirate Queen”

Wie nicht wirklich anders zu erwarten war, ziehen die Produzenten einen Schlussstrich unter das Kapitel “The Pirate Queen am Broadway”. Bereits am 17. Juni fällt der letzte Vorhang für das Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg. Moya Doherty und John McColgan in ihrer Funktion als Produzenten in einem offiziellen Statement:

We are proud of The Pirate Queen and the talented cast and creative team that has brought this epic musical to Broadway. We are also pleased to report that there is international interest in Pirate Queen productions. Plans for a European English-language production are underway and will be announced in the near future.”

Was in den Broadwaystatistiken aufscheinen wird, liest sich eher nüchtern: “The Pirate Queen”: 32 Previews, 85 Vorstellungen. Nun ist es offiziell: ein Flop.
Die Cast CD zur Produktion soll, wie berichtet, am 3. Juli 2007 erscheinen. [Story]

Wiener Kammeroper: Österreichische Erstaufführung von Jason Robert Browns “The Last Five Years”

Die Wiener Kammeroper hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz den Spielplan für die Saison 2007/08 präsentiert. Absolutes Programmhighlight aus Musicalsicht: die Österreichische Erstaufführung von Jason Robert Browns “The Last Five Years” in englischer Sprache.

Inhalt
Eine gescheiterte Beziehung ist im Prinzip keine aufregende Story, wären da nicht die zündenden Rhythmen, die tiefempfundenen Melodien und die ungewöhnliche Erzählperspektive, die dieses 2-Personenstück auszeichnen und zu einem der anspruchsvollsten Musicals der letzten Zeit macht.
ER erzählt uns die Liebesgeschichte vom ersten Kennenlernen bis zur Trennung vorwärts, SIE rückwärts. Derart lernt man zwei subjektive, mitunter stark divergierende Sichtweisen der vergangenen fünf Jahre kennen. Nur einmal – bei ihrer Hochzeit – kreuzen sich ihre Erzählungen.

Kreativ-Team:
Buch, Musik & Texte: Jason Robert Brown
Musikalische Leitung: Michael Schnack
Inszenierung & Choreographie: Alonso Barros
Ausstattung: Duncan Hayler
Licht: Harry Michlits

Premiere: 22. November 2007
Weitere Vorstellungen: 24., 27., 29. November;
01., 04., 06., 08., 11., 13., 14., 15., 18., 19., 20. Dezember 2007
Beginn: 19.30 Uhr

Jason Robert Browns Stellung als Komponist wird am Broadway (siehe auch hier) nach wie vor sträflich unterschätzt. Obwohl die Kritiker seine Arbeiten schätzen, ist ihm der große Publikumserfolg bis jetzt noch nicht gelungen. Jason Robert Brown schreibt intelligente Musicals mit Songs, die direkt ihren Weg ins Herz finden. Er gilt als einer der “Nachfolger” Stephen Sondheims, agiert aber, was die Stimmung betrifft, die seine Lieder auslösen, auf einer ganz anderen Ebene. Browns Songs stecken oft voller unbändiger Melancholie. Sie sind vom “Schmalz” so weit entfernt wie Sondheims Songs vom “Schlager” und erzählen meist jeder für sich genommen eigenständig eine Geschichte.

Alonso Barros, bei der Wiener Produktion von “The Last Five Years” für die Inszenierung und Choreographie zuständig, über das Werk:

Die Art und Weise, wie »The last five years« in mein Leben trat, war genau so eine Überraschung wie das Stück selbst. Es ist diese Art des »kleinen« Musicals, von dem man weiß, dass es aus Eigenem groß werden wird. Ich versuchte, mich in die Person des Komponisten zu versetzen, als er die Arbeit daran abschloss. Was für ein Augenblick das gewesen sein muss! Auf den ersten Blick erschließt sich uns noch nichts Neues – es ist ein Musical über eine Beziehung. Stephen Sondheim hat einige davon geschrieben, und das mit meisterlicher Hand. Das Besondere an Jason R. Browns Stück ist aber seine Struktur. Da ist ein Paar, recht konventionell (er jüdischer Schriftsteller auf dem Weg zum Erfolg, sie eine ewig ums Weiterkommen kämpfende Schauspielerin), aber der Lauf der Zeit ändert alles. Die Idee, die Geschichte in zwei verschiedenen Chronologien zu erzählen (sie fängt mit dem Ende der Beziehung an, er mit dem Anfang) ist schlichtweg genial. Die beiden kommen nur ein einziges Mal zusammen – am Tag ihrer Hochzeit. Damit entwickeln die beiden Darsteller eine tiefe Emotionalität, die ich in einem Musical bislang noch nicht erlebt habe. Das Stück ist eine echte Tour de force für beide. Für Cathy beginnt das Stück in tieftrauriger Stimmung, sie bewegt sich in der Zeit zurück zum glücklichsten Augenblick ihres Lebens. Für eine Musicaldarstellerin ist es gleichzeitig die Rolle des Lebens und eine Rolle aus dem Leben, wenn man ein Stück mit solchem emotionalen Gepäck beginnen und dieses dann Szene für Szene ablegen muss. Jamie hingegen scheint es leichter zu haben, da er die Entwicklung in der normalen zeitlichen Abfolge durchläuft. Dadurch wird er aber auch zum Anker, zum strukturellen Angelpunkt. Sein Weg durch das Stück und durch’s Leben beginnt erfolgreich, aber wir erkennen langsam, wer er wirklich ist und wie viel Schmerz und Konflikt er in sich trägt. Es gibt keine Sieger, kein Happy End und keine Verlierer. Es gibt nur das Leben. Es ist schön, im Musical wieder wirkliches Leben zu sehen.

“The Last Five Years” wird, davon ist auszugehen, das Highlight des Wiener Musicalwinters 2007/08.

“13″ - Jason Robert Brown 2008 wieder am Broadway

13; Foto: mit freundlicher Genehmigung von Craig Schwartz

“13″, das neue Musical von Jason Robert Brown (Musik und Texte) und Dan Elish (Buch), wird 2008 seine Broadway-Premiere erleben. Bob Boyett, der Anfang 2007 bereits das Tryout im Mark Taper Forum in Los Angeles produziert hat, wird acht bis zehn Millionen Dollar in die New Yorker Produktion Anfang nächsten Jahres investieren. Boyett:

I’m very excited. It’s one of the freshest and most fun shows to come along. It’s a coming-of-age story that everyone can relate to.

“13″ erzählt die Geschichte von Evan Goldman. Der Bub ist zwölf Jahre alt - in sechs Wochen wird er 13. Gerade ist Evan mit seiner Mutter von New York, wo er eine idyllische Kindheit verbracht hat, nach Indiana gezogen. Nun hat er nur eine Mission: Alle coolen Kids seiner Schule sollen zu seiner Bar Mitzwa kommen.

13 Kids und eine sechsköpfige Teenager-Rockband, daraus besteht die Cast der Show. Die Kritiker zeigten sich vom Tryout in Los Angeles zum Teil begeistert. Die “Variety” schrieb:

If the prospect of watching an all-teen company enact an all-teen musical accompanied by an all-teen band makes you cringe: Chill, dude. “13″ is sheer bliss.

Jason Robert Brown hatte es bis jetzt nicht leicht am Broadway. Zwar wurden seine Werke und sein Schaffen mit Tony Awards, dem Gilman and Gonzalez-Falla Musical Theatre Award, mit Drama Desk und New York Drama Critic’s Circle Awards u. v. a. ausgezeichnet, Tatsache ist aber auch, dass sich dieser “Preis”regen nicht in kommerziellen Erfolgen manifestierte. 1998 floppte sein Musical “Parade” (12. November 1998 bis 28. Februar 1999; 39 Previews und 85 Vorstellungen), 2003 erlitt seine Show “Urban Cowboy” ein noch schlimmeres Schicksal (28. Februar 2003 bis 18. Mai 2003; 26 Previews und 60 Vorstellungen). Vielleicht wird 2008 jedoch Browns Jahr, denn neben “13″ könnte noch ein weiteres seiner Musicals am Broadway Premiere feiern: “Honeymoon in Vegas”.

“Honeymoon in Vegas” beruht auf dem gleichnamigen Film von 1992. Andrew Bergman zeichnet wie schon für den Film auch bei der Musicalversion für das Buch verantwortlich, Jason Robert Brown steuert Musik und Texte bei. Ein erstes Reading findet im Juli 2007 statt.

Auf seiner Website bietet Jason Robert Brown immer wieder ausgewählte Demo-Aufnahmen seiner Shows zum Download an. So auch von seinem Musical “13″. Wer also möchte, kann sich zwei Songs runterladen:

“What It Means To Be A Friend” [Download]
Music and lyrics by Jason Robert Brown
Krista Pioppi: vocals
JRB: piano/conductor
Kevin Kuhn: acoustic guitar
Randy Landau: electric bass
Rich Mercurio: drums and percussion
Recorded and mixed by Jeffrey Lesser at Right Track Recording Studios, NY NY, September 12, 2004

“13 Medley: ‘Being A Geek’/'Brand New You’/'Thirteen’”
[Download]
Music and lyrics by Jason Robert Brown
Ricky Ashley, Emma Degerstedt, Sara Niemietz, Jenà¡e Burrows, Caitlin Baunoch, J.D. Phillips, Seth Zibalese: vocals
JRB: keyboards/conductor
Dean Parks, Tim May: guitars
Ken Wild: electric bass
Shannon Ford: drums and percussion
Recorded and mixed by Damon Tedesco at Entourage Studios, North Hollywood, CA, November 30, 2006

[Quellen: Bloomberg, BroadwayWorld; Foto mit freundlicher Genehmigung von Craig Schwartz]

“The Pirate Queen” - Cast-CD ab Juli 2007 erhältlich

Am 3. Juli 2007 erscheint bei “Masterworks Broadway” die Cast-CD von “The Pirate Queen”, dem neuen Musical von Boublil und Schönberg. So Gott will und die Produzenten noch den Willen haben, Geld in eine Show zu stecken, die bei den Kritikern gnadenlos durchgefallen ist und auch vom Publikum zunehmend weniger angenommen wird (Auslastung 11. März (Previews): 85,2 Prozent; 8. April: 75,2 Prozent, 20. Mai: 64,2 Prozent), ist “The Pirate Queen” Anfang Juli noch im New Yorker Hilton Theatre zu sehen. Viel darauf wetten würde ich nicht.
Die Cast-CD wurde am 30. April 2007 in den Legacy Studios in New York aufgenommen, abgemischt wurden die Tracks in den Angel Studios in London. In den Hauptrollen: Stephanie J. Block, Hadley Fraser, Linda Balgord, Marcus Chait, Jeff McCarthy und William Youmans. [Story]

Ann Mandrella: Broadway-Debüt mit “Beauty and the Beast”

Ann Mandrella, in Europa (und vor allem Wien) bekannt durch Shows wie “Chicago” (Wien), “Beauty and the Beast” (Wien), “The Wild Party” (Amstetten), “Grease”, “City of Angels” oder “Wake Up” (Wien), feierte am 22. Mai 2007 als “Babette” ihr Broadway-Debüt mit “Beauty and the Beast” (Alan Menken/Tim Rice/Howard Ashman). Damit ist sie die erste internationale Darstellerin, die mit “Beauty” ihr Broadway-Debüt gab.
Als “Babette” steht sie nun in einer Show auf der Bühne, die dem Ende einer langen Erfolgsgeschichte entgegengeht. Am 29. Juli 2007, nach 46 Previews und 5.464 Vorstellungen (sechstlängste Laufzeit eines Musicals in der Broadwaygeschichte), fällt der letzte Vorhang für “Beauty and the Beast”. [Story]

“The Addams Family”: Broadway-Premiere 2009/10

Ein wahres Staraufgebot ist gerade an der Arbeit, um “The Addams Family” als Musical an den Broadway zu bringen. Marshall Brickman und Rick Elice («Jersey Boys”) schreiben das Buch, Andrew Lippa («The Wild Party”) komponiert und Julian Crouch sowie Phelim McDermott («Shockheaded Peter”) haben Regie und Design übernommen. 10 Millionen Dollar wird die Produktion kosten, wobei die in Chicago ansässige Firma Elephant Eye Theatrical mit Produzent Stuart Oken dafür verantwortlich zeichnet. Kürzlich traf sich das Kreativ-Team in New York, um die Grundzüge der Show festzulegen, ein erstes Reading wird für März oder April 2008 angepeilt. [Story]

Die Gewinner der Drama Desk Awards 2007

Die Awards-Welle ist nun voll über die amerikanische Theaterwelt hereingebrochen. Die diesjährigen Gewinner der Drama Desk Awards [Story]:

Musical
Outstanding Musical: Spring Awakening
Outstanding Revival of a Musical: Company
Outstanding Actor in a Musical: Raul Esparza, Company
Outstanding Actress in a Musical(Tie): Audra McDonald, 110 in the Shade/Donna Murphy, LoveMusik
Outstanding Featured Actor in a Musical: Gavin Lee, Mary Poppins
Outstanding Featured Actress in a Musical: Debra Monk, Curtains
Outstanding Director of a Musical: Michael Mayer, Spring Awakening
Outstanding Choreography: Andy Blankenbuehler, In the Heights
Outstanding Music: Duncan Sheik, Spring Awakening
Outstanding Lyrics: Steven Sater, Spring Awakening
Outstanding Book of a Musical: Rupert Holmes and Peter Stone, Curtains
Outstanding Orchestrations (Tie): Mary-Mitchell Campbell, Company/Jonathan Tunick, LoveMusik
Outstanding Set Design of a Musical: Bob Crowley, Mary Poppins

Sprechtheater
Outstanding Play: Tom Stoppard, The Coast of Utopia
Outstanding Revival of a Play: Journey’s End
Outstanding Actor in a Play: Frank Langella, Frost/Nixon
Outstanding Actress in a Play: Eve Best, A Moon for the Misbegotten
Outstanding Featured Actor in a Play: Boyd Gaines, Journey’s End
Outstanding Featured Actress in a Play: Martha Plimpton, The Coast of Utopia
Outstanding Director of a Play: Jack O’Brien, The Coast of Utopia
Outstanding Music for a Play: Mark Bennett, The Coast of Utopia
Outstanding Set Design of a Play: Bob Crowley and Scott Pask, The Coast of Utopia
Outstanding Costume Design: Catherine Zuber, The Coast of Utopia
Outstanding Lighting Design: Kenneth Posner, Brian MacDevitt, Natasha Katz, The Coast of Utopia
Outstanding Sound Design: Gregory Clarke, Journey’s End
Outstanding Solo Performance: Vanessa Redgrave, The Year of Magical Thinking
Unique Theatrical Experience: Edward Scissorhands

Schockzustand nach den Tony Awards Nominierungen - die ersten Verlierer

Die Nominierungen für die Tony Awards sind, wie berichtet, bekannt gegeben worden. Nun ist vielleicht etwas Zeit, die ersten großen Verlierer rauszupicken.

Ein Schock muss es für die Produzenten des neuen Boublil/Schönberg-Musicals “The Pirate Queen” sein, für keinen einzigen Award nominiert worden zu sein. Nicht mal für, keine Ahnung, beste Pausendurchsage, wenn es das geben würde. Es sollte allerdings nicht der einzige Schock für Boublil und Schönberg bleiben, denn auch in der Sparte “Best Revival of a Musical” sind die beiden leer ausgegangen. “Les Misà©rables” wurde nicht mit einer Nominierung bedacht. Nominiert wurden: “The Apple Tree”, “A Chorus Line”, “Company” und “110 in the Shade”.

Harold Prince konnte für seine Regiearbeit “LoveMusik” in der Kategorie “Best Direction of a Musical” keine Nominierung ergattern. Nominiert wurden John Doyle (”Company”), Scott Ellis (”Curtains”), Michael Greif (”Grey Gardens”) und Michael Mayer (”Spring Awakening”). Die Show selbst, mit der Prince an den Broadway zurückkehrte, wurde auch in der Sparte “Best Musical” nicht berücksichtigt. Die Nominierungen gingen an “Curtains”, “Grey Gardens”, “Mary Poppins” und “Spring Awakening”. Mit Michael Cerveris (als Kurt Weill), Donna Murphy (als Lotte Lenya) und Davit Pittu haben jedoch drei Darsteller die Chance, dem Musical zu ein wenig Tony-Prestige zu verhelfen. Jonathan Tunick kann dann noch in der Katagorie “Best Orchestration” beisteuern. Der große Verlierer bleibt jedoch Meisterregissuer Hal Prince.

Es gibt natürlich auch große Gewinner. So wurde Disney nach dem Totalflop mit “Tarzan” im Vorjahr in diesem Jahr gleich mit sieben Award-Chancen für “Mary Poppins” bedacht: Best Musical, Best Performance by a Leading Actor in a Musical (Gavin Lee), Best Performance by a Featured Actress in a Musical (Rebecca Luker), Best Choreography (Matthew Bourne/Stephen Mear), Best Scenic Design of a Musical (Bob Crowley), Best Costume Design of a Musical (Bob Crowley), Best Lighting Design of a Musical (Howard Harrison).

Die große Frage in den kommenden Wochen bleibt, ob “Spring Awakening” (11 Nominierungen) tatsächlich zum Abräumer des Jahres wird und damit eine innovative Show belohnt wird, oder aber ob sich mit “Grey Gardens” (10 Nominierungen) eventuell doch traditionellere Tendenzen durchsetzen. [Story]

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