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Archiv - West End

21 Jahre “Les Misà©rables” am West End - BBC sendet Live-Konzert

Am 8. Oktober 1985 feierte “Les Misà©rables” im Londoner Barbican Theatre seine Uraufführung. 21 Jahre später ist das Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nach wie vor am West End zu sehen.
21 Jahre, kein runder Geburtstag, aber besser man feiert, was geht, also sendet die englische Radiostation Radio 2 am Sonntag, dem 8. Oktober 2006, von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr eine Konzertversion der Show - mit der aktuellen Besetzung der West-End-Produktion:

John Owen-Jones - Jean Valjean
Hans Peter Janssens - Javert
Sophia Ragavlelas - Fantine
Sabrina Aloueche - Eponine
Chris Vincent - Thenardier
Tracie Bennett - Mdm Thenardier
Jon Lee - Marius
Gina Beck - Cosette
Simon Bailey - Enjolras
Ross McCormack - Gavroche

Das Konzert wird aus dem Mermaid in London übertragen, es spielt das BBC Concert Orchestra unter der Leitung von Stephen Brooker. Erzähler: Anthony Andrews.
Wer Lust hat: Die Show ist auch online live zu hören.

Andrew Lloyd Webbers düstere Prognosen für das Londoner West End

Wenn es nach Andrew Lloyd Webber geht, muss sich am Londoner West End in den nächsten fünf Jahren einiges ändern. Er selbst habe kein großes Bedürfnis, ein neues Musical zu schreiben, meint der Komponist in einem Interview. Das moderne Musical, so Webber, sei in den letzten Jahren zur reinen Feel-good-Show verkommen. Ein interessantes neues Musical? Webber fällt da keines ein: “Nur drei Produktionen machen am West End Gewinn: ‘Billy Elliot’, ‘The Phantom of the Opera’ und ‘The Lion King’. Einige Shows fahren einen wöchentlichen Verlust von 100.000 Pfund ein.”
Andrew Lloyd Webber jedenfalls geht auf Nummer Sicher und investiert vorerst mal in Bekanntes: “The Sound of Music” feiert seine West-End-Premiere im Herbst.[Originalartikel]

London: Musicalboom am West End

Blenden wir zurück ins Jahr 2004. Am West End, der Theatermeile Londons, gab es im Herbst 2004 drei große Musical-Premieren: “The Producers”, “The Woman in White” und “Mary Poppins”. Ging man im West End spazieren, vor allem im Sommer, flanierte man an einem geschlossenen Thetaer nach dem anderen vorbei. Trübe Aussichten.
2006 - nur zwei Jahre später - haben wir am West End das, was man nicht anders als einen Musicalboom bezeichnen kann: 20 neue Musical-Produktionen werden 2006 am West End zu sehen, eines der produktivsten Jahre der Londoner Musicalszene zeichnet sich ab. Laut einer Befragung von 1000 Theaterfans, in Auftrag gegeben von Whatsonstage.com, sind 71 Prozent der Interviewten mit dem Angebot sehr zufrieden, 42 Prozent meinten, zu viele Musicals könne es gar nicht geben.
Was läuft also derzeit am West End ab? Von den 20 neuen Produktionen sind nicht weniger als 12 Revivals, beispielsweise “Evita” oder “Sunday in The Park With George”, und 8 brandneue Shows, darunter “Spamalot” und “Wicked”.
Für fast drei Viertel aller Befragten ist “Wicked” (Premiere im September) jene Show, auf die sie sich am meisten freuen. Auch auf der Must-See-Liste: “Avenue Q” und “Spamalot”.
Mehr als ein Drittel aller Befragten würde gerne mehr Londoner Uraufführungen statt Broadway-Importe sehen, für weniger Revivals stimmen 46 Prozent. Gar 68 Prozent sind der Ansicht, dass es zu viele Jukebox-Musicals wie “Mamma Mia!” und “We Will Rock You” gibt.
10 Prozent der Interviewten gaben an, sich alle neuen Stücke ansehen zu wollen, und das bei Kartenpreisen bis 55 Pfund.
Eine Übersicht der West End-Produktpalette 2006:

Bereits wieder Geschichte:
* Movin’ Out - Apollo Victoria Theatre
* Mack and Mabel - Criterion
* Show Boat - Royal Albert Hall
* The Rocky Horror Show - Playhouse

Premiere 2006 und noch am Spielplan:
* Sinatra - London Palladium
* Whistle Down the Wind - Palace
* Footloose - Novello
* Sunday in the Park with George - Wyndham’s
* Evita - Adelphi
* Avenue Q - Noel Coward Theatre
* The Boy Friend - Open Air Theatre, Regent’s Park

Open End:
* Billy Elliot - Victoria Palace
* Lion King - Lyceum
* The Producers - Theatre Royal Drury Lane
* Phantom of the Opera - Her Majesty’s Theatre
* Mary Poppins - Prince Edward
* Mamma Mia! - Prince of Wales
* We Will Rock You - Dominion
* Les Miserables - Queens Theatre
* Guys and Dolls - Piccadilly
* Blood Brothers - Phoenix
* Chicago - Cambridge
* The Rat Pack - Savoy
* Dancing in the Streets - Playhouse

Premiere im Herbst:
* Wicked - Apollo Victoria
* Spamalot - Palace
* Cabaret - Lyric
* The Sound of Music - London Palladium
* Dirty Dancing - Aldwych
* Porgy and Bess - Savoy
* Daddy Cool - Shaftesbury Theatre
* Seven Brides for Seven Brothers - Theatre Royal Haymarket

Broadway: Abruptes Aus für “The Woman in White”

Am 19. Februar bereits wird für Andrew Lloyd Webbers Musical “The Woman in White” der letzte Vorhang fallen. 20 Previews, 109 Vorstellungen, so wird diese Broadway-Produktion in die Statistiken eingehen. Der Grund ist leicht erklärt: In der Woche vom 23. bis 29. Jänner 2006 war das Marquis Theatre nur zu 58 Prozent ausgelastet, was Einnahmen von weniger als 493.000 Dollar ergibt.
Ein wenig jenseits von Gut und Böse begründet Andrew Loyd Webber das Aus: “There have been performances when two or more leads have been absent due to illness. I’m not sure even The Phantom of the Opera could have survived the illnesses which have beset this wonderful company.”
So leicht hätte also das Phantom baden gehen können. Interessant eigentlich.

Andrew Lloyd Webbers Theater-Monopoly

Andrew Lloyd Webber hat ein neues Spiel für sich entdeckt: “Theater-Monopoly”. Ab 30. November ist er alleiniger Herr und Gebieter einiger der schönsten historischen Bühnen Londons, als da wären: London Palladium, Theatre Royal, Drury Lane, Palace Theatre, Gielgud Theatre, Cambridge Theatre und New London Theatre. Beim Adelphi Theatre ist er lediglich Mitbesitzer. Für 87,5 Millionen Pfund erstanden dereinst sein Partner, Bridgepoint, und er diese Theater, nun ist Andrew einmal über Los gegangen. Bridgepoint wurde abgefunden - was diese Spielrunde Andrew gekostet hat, wir werden es wohl nie erfahren. Weitere 10 Millionen Pfund wird der Musical-Master in die Renovierung der Gebäude investieren. Webber im O-Ton:

The West End theatre plays a vital role in London’s life and I am totally committed to its future. I have pledged £ 10 m for the renovation and refurbishment of my theatres over the next five years. I am extremely proud to own such magnificent buildings.

Frank Wildhorns “Cyrano” - Premiere 2006 am Westend?

Frank Wildhorn, Pic: Frank Wildhorn

Frank Wildhorns neues Musical “Cyrano” soll seine Premiere 2006 in London feiern. Der Vertrag mit Bill Kenwright, dem Produzenten der Show, ist unter Dach und Fach. Nach Try-Outs in Birmingham soll “Cyrano” ans Westend kommen.
Für die Hauptrolle möchte Wildhorn Broadwaystar Douglas Sills gewinnen, der den Komponisten auf der Demo-Einspielung überzeugte.
Mit an Bord ist auch Leslie Bricusse, seines Zeichens begnadeter Librettist (”Willy Wonka and the Chocolate Factory”, “Scrooge”, “Dr. Dolittle”, “Victor/Victoria”, “Stop the World ? I Want to Get Off” und “The Roar of the Greasepaint ? the Smell of the Crowd”).
Douglas Sills debütierte in der Rolle des Percy in Frank Wildhorns “The Scarlet Pimpernel” am Broadway - eine Rolle, die ihm diverse Nominierungen für begehrte Preise einbrachte (Tony, Drama Desk und Outer Critics Circle) sowie einen Theatre World Award. Zu begeistern vermochte Sills auch in Shows wie “A Little Night Music”, “The Secret Garden”, “Into the Woods” und “Chess”.

“The Woman in White”: Mr. Ball, übernehmen Sie

Michael Ball beerbt Michael Crawford, und das schneller als geplant. Da Altmeister Crawford erkrankt ist, wird Michael Ball wohl schon in den nächsten Tagen seine Nachfolge als Count Fosco in Lloyd Webbers neuestem Musical “The Woman in White” antreten. Geplant ist ein sechwöchiges Ball-Intermezzo, bevor Michael Crawford Ende April als Count wiederkehrt. Michael Ball über sein jüngstes Engagement: “Stepping into the great Michael Crawford’s shoes represents an enormous challenge.”

West End: Richard Dreyfuss - der ärgste Feind der Produzenten

Richard Dreyfuss - vom Singen und Tanzen hat er keine Ahnung
Was auch immer Hollywoodstar Richard Dreyfuss in Zukunft machen möchte, es wird wohl nicht auf den Brettern einer Musicalbühne stattfinden.
Kürzer Rückblick: Dreyfuss sollte in ein paar Tagen als Leading Man die Europa-Premiere des Mel Brooks-Musicals “The Producers” zum Erfolg steuern. Dann passierten ihm in englischen Talkshows aber Sager wie:

“I can’t (sing or dance). Actually, I sing like a seal and dance like your Uncle Leo at that wedding where he got up and went “ya ya ya”.”

Er riet den Zusehern, sich nicht vor Weihnachten Karten für die Show zu kaufen, da sie noch nicht fertig sei und empfahl sich als Hauptdarsteller mit den Worten:

“Please don’t think that you’re paying to see Richard Dreyfuss sing and dance because you’ll only be pissed off.”

Es kam, wie es kommen musste, der Hollywoodstar “verletzte” sich an der Schulter (andere in seiner Situation brechen sich auch mal so nebenbei den Arm), die Produzenten der “Producers” einigten sich mit ihm auf eine Vertragsauflösung, und während Dreyfuss schon wieder nach Hause Richtung USA fliegt, sinnieren manche wohl noch immer, wie Nina Proll zu ihrer Hauptrolle in “Barbarella” gekommen ist … aber das ist eine andere Geschichte.

West End: Der Reigen der letzten Vorhänge


[Jimmy & Millie aus der Broadway-Produktion von “Thoroughly Modern Millie”]

Gleich eine ganze Reihe von West End-Shows muss vorzeitig schließen. Die bekannteste Produktion, die dicht machen muss, ist Thoroughly Modern Millie. Das Musical wird es auf eine insgesamt achtmonatige Laufzeit gebracht haben, wenn am 26. Juni 2004 der letzte Vorhang fällt.
Vorzeitig schließen müssen auch:
- Neil LaButes “The Shape of Things” (Laufzeit: weniger als ein Monat)
- “Rattle of a Simple Man” (Laufzeit: vier Wochen)
- “Tonight’s the Night“, das Rod Stewart-Musical (Letzter Vorhang im Herbst)

West End: “Virtuelles Orchester” für Les Miz, nur mehr 11 reale Musiker im Orchestergraben


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