Martin Bruny am Dienstag, den
10. Juni 2008 um 19:53 · gespeichert in Wien
Der 30. Juni und damit das Ende der Fußball-EM in Wien und die Premiere des Mel-Brooks-Musicals “The Producers” nähern sich. Das merkt man beispielsweise an der aktuellen Medienoffensive der Vereinigten Bühnen Wien. Die Schauspieler sind nun von den Rosenhügel-Studios in das Wiener Ronacher eingezogen - ein guter Anlass, mitten in die Fußballhysterie ein paar Musicaltöne zu mischen. Nicht immer schafft man es, bei den Medien auch so verstanden zu werden, wie man es gerne hätte. Ö3 beispielsweise berichtet zwar überraschenderweise über “The Producers”, fabriziert aber dabei einen geradezu köstlichen Nonsenssatz:
“Mir wird oft vorgeworfen, dass ich die Grenze des guten Humors überschreite. Ich sage darauf immer: Diese Grenze gibt es nicht.” Damit schmettert der 81-Jährige alle Kritier [sic!] ab, die ihm ob der Thematik des Stücks im Stück Geschmacklosigkeit unterstellen. In Wien hat er mit keiner großen Gegenwehr zu kämpfen. Im Gegenteil - das erfolgreiche Stück wurde von den Vereinigten Bühnen Wien mit offenen Armen emfpangen.
Ich kenne nicht die Original-Presseaussendung der Vereinigten Bühnen Wien dazu, aber wer genau ist bei den Vereinigten Bühnen Wien als “Kritiker” angestellt? Ob “The Producers” hier tatsächlich mit offenen Armen empfangen werden, enscheidet sich Anfang Juli, wenn erstens die Kritiken erscheinen und zweitens abzusehen ist, ob sich ein Publikum für die Show findet, es entscheidet sich nicht durch diese doch etwas peinliche Hofberichterstattung wie weiland unter Kaiser Franz Joseph.
Die Premiere steht paradigmatisch für die Zukunft- “The Producers” von Mel Brooks.
Mit Verlaub, aber die Premiere steht paradigmatisch für die Vergangenheit, nämlich das Musical der 40er- oder von mir aus der 50er-Jahre, aber keineswegs für das Musical der Gegenwart oder gar der Zukunft. Das freilich muss man nicht wertend auffassen. Die Volksoper ist immer dann ausverkauft, wenn sie Musical spielt, und da nur das klassische, alte Musical. Vielleicht können die VBW also auch auf diesem Terrain punkten.
50 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 21 Jahren zeigen an zwei Abenden unter der Leitung von Regina Schlosser, was sie in diesem Schuljahr erarbeitet haben. Begleitet werden die Darsteller von einer Live-Band, bestehend aus Lehrkräften der Musikschule Liesing. Das musikalische Arrangement zum Musical stammt aus der Feder von Schulleiter Leopold Husinsky und bewegt sich zwischen Operette und Jazz. Für die Inszenierung verantwortlich: Irene Lang.
Termine
Dienstag, 17. Juni, und Mittwoch, 18. Juni 2008, jeweils um 19:00 Uhr; Berufsschule Längenfeldgasse, Großer Saal, Längenfeldgasse 13-15, 1120 Wien
Kartenbestellung per E-Mail: Mc23.derkleineprinz@chello.at und an der Abendkasse
Kartenpreise: Euro 16,-/14,-/12,-
Martin Bruny am Dienstag, den
3. Juni 2008 um 22:18 · gespeichert in Wien
Die Jugendkirche Wien, ein Projekt der Katholischen Jugend Wien, zeigt am Freitag, 6., Samstag, 7., und Sonntag, 8. Juni 2008, jeweils um 19.30 Uhr in der Jugendkirche Wien an der Wiedner Hauptstraße im 5. Wiener Gemeindebezirk das Musical “Godspell” (Stephen Schwartz).
Unter der Leitung von Margot Lehmann (Regie), Doris Lehmann (Regieassistenz) und Peter Neustifter (Gesang) laufen seit Anfang Jänner die wöchentlichen Proben für die Aufführungen. Christoph Lehner übernimmt mit der Band “Sun & Co” aus Bad Pirawarth/Kollnbrunn die musikalische Gestaltung. Der Chor wird von Alexander Jost geleitet.
Unterstützt wird das Musicalprojekt vom Kuratorium Jugendkirche und zahlreichen Sponsoren. Karten können unter der Telefonnumer 0664/ 824 36 61 oder per E-Mail (barbara@jugendkirche.at) reserviert werden. Der Eintritt kostet 10 Euro, mit Ermäßigung 7 Euro.
Martin Bruny am Donnerstag, den
29. Mai 2008 um 00:39 · gespeichert in Wien
Vor rund 30.000 Besuchern spielte das Performing Center Austria im Herbst 2007 mit großem Erfolg in der Halle F der Wiener Stadthalle eine Bühnenversion von Disneys “High School Musical”.
Ein halbes Jahr später, am Samstag, den 14. Juni 2008, steht dasselbe Ensemble auf der Bühne der Halle F der Wiener Stadthalle und präsentiert die Show “Start of Something New - Next Musical Generation in Concert”.
Zu sehen sind im Rahmen dieser Show ein letztes Mal Ausschnitte aus »High School Musical« sowie die besten Nummern aus Musicals wie »Hairspray«, »Joseph«, »Mamma Mia!«, »Wicked« und »Spring Awakening«.
Als Hauptdarsteller mit dabei: die 8 Absolventen Nicola Gravante, Daniela Lehner, Melanie Maier, Raphaela Pekovsek, Stefanie Riedelbauch, Gernot Romic, Isabel Trinkaus und Anna Weghuber. Sie werden durch ein rund 30-köpfiges Ensemble unterstützt.
Dass das Performing Center Austria über eine breit angelegte Talenteförderung verfügt, zeigen die Specials Acts. Das sind top-prämierte Choreographien der erst kürzlich zu Ende gegangenen Austrian und European Open 2008, bei denen die Nachwuchsklassen des Performing Center Austria, die Junioren Klassen und die Performing Talents, nicht weniger als 14 österreichische Meister- und 8 Europameistertitel ertanzen konnten. Bei »Start of Something New« werden erstmals in einem großen Theater die Choreographien »Lion King«, »Romeo & Julia« und »Step Up« zu sehen sein. Weiters mit dabei: die Welser Tanzkompanie Tanzwerk mit einem weiteren Siegertitel der European Open: »The Crime«. 5 Tänzer dieser Tanzkompanie waren schon bei »High School Musical« im Einsatz.
Durch den Abend führt eine prominente Absolventin der Kaderschmiede am Performing Center Austria – Lilian Klebow. Der breiten Öffentlichkeit ist Lilian Klebow durch den TV-Serienhit »Soko Donau« ein Begriff, in dem sie die Hauptrolle der »Penny Lanz« verkörpert.
Tickets
- 22,- und EUR 49,-; Kinder, Schüler und Studenten erhalten 15 % Ermäßigung auf die Vollpreiskarte
- an den Kassen der Wiener Stadthalle, stadthalle.com, Ticketservice 01/79 999 79
- das Ticket gilt als Fahrschein in Wien
Martin Bruny am Samstag, den
24. Mai 2008 um 17:52 · gespeichert in Wien
Am 4. Juni 2008 kommt die US-Rockband Bon Jovi im Rahmen ihrer “Lost Highway World Tour” ins “Magna Racino” in Ebreichsdorf bei Wien. Derzeit gesucht wird noch die Vorgruppe. Ö3 hat einige Acts zur Auswahl gestellt, unter anderem auch Morton, die Band von Musicaldarsteller Rob Fowler (”Elisabeth”, “The Last 5 Years”, “Jesus Christ Superstar”).
Wer also Morton als Vorgruppe sehen möchte, soll sich um Gottes willen nicht aufhalten lassen, für sie zu voten. Zum Artikel und zur Abstimmung geht es –> hier
Update, 27.5.2008
Die Abstimmung ist mittlerweile beendet. Das Ergebnis des Ö3-Votings:
1. PBH Club: 29,33 %
2. Morton: 28,12 %
3. Excuse Me Moses: 24,05 %
4. Mondscheiner: 18,50 %
Martin Bruny am Donnerstag, den
22. Mai 2008 um 20:18 · gespeichert in Wien, Tonträger, Tonträger
Was sich wohl alles hinter den Kulissen bei den Produzenten (Martin Böhm, Ludwig Coss und Wolfgang Hülbig) der Doppel-CD “Musical Forever” abgespielt hat, bis man endlich auf Grün schalten, die weiße Flagge hissen und den Tonträger für den Verkauf freigeben konnte …
Nach drei umjubelten Konzerten (19. bis 21. Dezember 2007) der Stars und des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien im Wiener Museumsquartier gab es ein gar nicht so kleines Problem: Die meisten Interpretationen eines der Stars waren in ihrer Live-Version nicht wirklich CD-reif. Wie die Entscheidung gefallen ist, Uwe Kröger von sämtlichen Tonspuren auszuradieren, das muss uns hier nicht weiter kümmern. Was liegt, das pickt - das Resultat zählt.
Wie in einschlägigen Science-Fiction-Filmen, die ihre Spannung dadurch erzielen, dass Handlungen, die die Protagonisten in der Zukunft setzen, auf einmal die Vergangenheit beeinflussen (oder wars umgekehrt), ist Kröger also auf “Musical Forever” nicht zu hören, weder solo noch im Ensemble - so, als wäre er nicht dabei gewesen. Wieso man eines der von ihm interpretierten Lieder im Studio von Thomas Borchert nachsingen ließ, darüber kann man diskutieren. Haben wir eine tausendste Aufnahme von “Das Phantom der Oper” gebraucht? Andererseits, warum nicht? Borchert ist im Vollbesitz seiner vokalen Kräfte, das Lied ist ein Kinderspiel für ihn - lässt man aber die vorhandenen Aufnahmen Revue passieren, liefert der Musicalstar keine eigenständige, in irgendeiner Weise besondere Interpretation, die sich vom Vorhandenen abhebt.
Interessant, dass Krögers Gesangsspur beispielsweise auch bei “Sei hier Gast” gelöscht und - ebenfalls - durch Thomas Borchert ersetzt wurde. Bei der offiziellen Schlussnummer “Wenn ich einmal geh” singt Pia Douwes zusätzlich Krögers Part.
Im Vergleich zu den drei Konzerten vom vergangenen Dezember gibt es diverse Änderungen, Streichungen und Umstellungen auf der Live-CD. Das Medley mit Weihnachtsliedern, das als Zugabe gebracht wurde, hat man gestrichen, die Songreihenfolge im zweiten Teil des Konzerts wurde einigermaßen umgestellt. “Musical Chairs”, der eigentliche Opener, wanderte an die letzte Stelle, quasi als Zugabe, “Totale Finsternis” aus “Tanz der Vampire” reihte man nach vorn. Gestrichen wurden:
1.Akt:
- Die Musik der Dunkelheit aus «Das Phantom der Oper†- Uwe Kröger
- Somewhere aus «West Side Story†- Susan Rigvava-Dumas
- Conga aus «Wonderful town†- Orchester
- Der letzte Tanz aus «Elisabeth†- Uwe Kröger & Ensemble
2.Akt
- Just The Way You Are - Lukas Perman
- Hier in Wien aus «Mozart†- Ensemble
- Wie kann es möglich sein aus «Mozart†- Uwe Kröger
- Zugabe: Weihnachtslieder-Medley
Es ist ziemlich schwierig, bei dieser Aufnahme mit Sicherheit zu sagen, von welchen Songs es die Live-Aufnahmen auf die CD schafften, und welche Nummern das Resultat einer ein wenig tiefergreifenden Nachbearbeitung sind beziehungsweise welche Lieder in Studiosessions sagen wir nachjustiert oder gänzlich neu eingespielt wurden. Nachjustierungen bei Live-Aufnahmen sind nichts Ehrrühriges. Mikros fallen schon mal aus, Gesangsaufnahmen bei Tanzszenen sind auf Tonträger manchmal nicht ganz so akustische Leckerlis, wie man sich das wünschen würde. Insofern ist “Musical Forever” eine “Live”-CD, der man das “Live” nicht immer gar so anhört. Was LIVE tatsächlich bedeutet, hört man am besten bei alten Elvis-CDs aus den 70er-Jahren, da ist die Spannung, die in der Luft liegt, beinah zu greifen, und man hat das Gefühl mittendrin in der Halle zu sitzen. Das ist bei “Musical Forever” nicht ganz so gegeben.
Auf der Bühne und nun auf Tonträger: die “Stars der VBW” - und das, ja das ist so ein richtig schwammiger Begriff, denn auf der Bühne waren natürlich einige weinige Stars der VBW, aber auch im Publikum waren viele “Stars der VBW”, was also sind “die Stars der VBW”? Sicher wäre es schön gewesen, wenn man den Original-Alfred Aris Sas oder auch Conny Zenz im Rahmen dieser Show hätte erleben können. Angelika Milster hätte man ruhig auch einladen können oder Old-Deuteronomy Gordon Bovinet. “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical”, da gehören sie und viele andere dazu.
Ja, die VBW haben kein fixes Ensemble, wer aber mit “seinen Stars” wirbt, hat de facto eben doch eine Art von Ensemble und sollte es auch schätzen - und auch casten. Warum war beispielsweise Rob Fowler nicht auf der Bühne, warum nicht Mate Kamaras. Es gibt vergleichbare Shows dieser Art, in der gerade das Großaufgebot an Stars den Musicalliebhabern einen besonders beeindruckenden Abend beschert hat. So muss man sagen, dass eine Chance verpasst wurde, wie auch beim Programm, das großteils an das angeknüpft hat, was man alljährlich beim Donauinselfest zu hören bekommt - dort allerdings bei freiem Eintritt.
Natürlich ist die vorliegende CD technisch praktisch einwandfrei produziert. Die VBW und MG-Sound verbindet nun schon eine langjährige kreative und erfolgreiche Partnerschaft, kaum ein Musicalunternehmen produziert derart viele Tonträger wie die Vereinigten Bühnen Wien. Witzigerweise sind am Anfang der Ouverture von “Freudiana”, während die Bläser spielen, ganz leise Gesprächsfetzen, Nebengeräusche und ein Summen zu hören. Aber wer wird sowas bemängeln, ist das (und der eine oder andere nicht wirklich astreine Ton, und ein ganz falscher) doch eben der beste Beweis, dass von dieser Nummer tatsächlich die Live-Aufnahme verwendet wurde.
Was bei einem Titel wie “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical” etwas merkwürdig anmutet, ist der eine oder andere Song. Aus welchem Musical ist nochmal gleich “All by myself”? Susan Rigvava-Dumas singt ihn atemberaubend, das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien spielt natürlich nicht 365 Tage im Jahr NUR Musical, aber, wenn man schon ein Programm “Das Beste aus zwanzig Jahren Musical” nennt, warum dann nicht … naja, einfach Musical? Wieso ein Song von Queen, aber keiner aus HAIR, zumindest hat man bei HAIR nicht nur das Theater vermietet.
Instrumentales Highlight der CD ist das von Caspar Richter arrangierte Leroy Anderson-Medley, das man von den begeisternden Weihnachtskonzerten der Vereinigten Bühnen Wien kennt. Bei “Totale Finsternis” hat man Thomas Borcherts Vocals dorthin abgemischt, wo sie auch hingehören, etwas in den Hintergrund. Er ist, keine Frage, ein begnadeter Musicalsänger, aber bei den Konzerten hat er den Tonmeistern wohl so die Ohren zugebrüllt, dass sie vergessen haben, dass der Song ein Duett ist. Auf CD hört man nun tatsächlich auch Marjan Shaki, und auf einmal klingt alles auch gleich viel besser.
Fazit: “Musical Forever” ist natürlich eine sehr empfehlenswerte CD. Die Stars und das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien liefern zum Teil wunderbare Interpretationen und bieten im Idealfall auch schon mal Songs, die nicht aus ihrem typischen Repertoire stammen. Zugabe!
Martin Bruny am Mittwoch, den
14. Mai 2008 um 20:32 · gespeichert in Wien
Am 21. Mai 2008 feiert die neue Sophistikids Company-Show “Miss Undercover on Broadway” im Haus der Begegnung im 15. Wiener Gemeindebezirk ihre Premiere.
Der Inhalt der Show:
Das Palladium-Theater steht kurz vor seiner Musicalpremiere. Doch leider treiben Unbekannte ein böses Spiel und sabotieren die so notwendige Probenarbeit. Immer wieder werden Anschläge auf die engagierten Solisten verübt.
Ein Fall für das FBI und Gracie Hart, die undercover in das Theater eingeschleust werden soll, um sich der Sache anzunehmen.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sam Fuller und mit der Hilfe von Bruce Nardell und seinem Team macht sie sich auf die Suche nach dem Attentäter.
Wird ihr es gelingen, diesem das Handwerk zu legen? Kann die Existenz des Theaters gerettet werden?
Leading Team
Buch und Regie: Ramesh Nair
Musikal. Einstudierung: Anna Behne, Jacqueline Braun
Choreographie: Nina Tatzber, Lorna Dawson, Ramesh Nair
Martin Bruny am Sonntag, den
4. Mai 2008 um 16:02 · gespeichert in Wien
Noch bis 10. Mai 2008 geht in der Wiener Shopping City Süd die Produktion “Tanzfieber 4″ mehrmals täglich über die Bühne. Mit dabei: Jà¡n Bezà¡k, Michael Fischer, Andrea Frevel, Beate Gramer, Thomas Huber, Kerstin Löcker, Julia Melcher, Dave Moskin, Daniela Nitsch, Susan Ten Harmsen, Ernst Gabriel Vourek und Daniel Williams. Ebenfalls in der SCS auf dem Programm: die Veranstaltung “SCS Tanzstar 2008″, deren Finale am 9. Mai um 17:00 Uhr stattfindet. Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Sonntag, den
4. Mai 2008 um 10:10 · gespeichert in Wien
Auf einen Artikel der österreichischen Tageszeitung “Der Standard” haben die Vereinigten Bühnen Wien reagiert. Unter dem Titel “Kontrollamt: Herbe Kritik an den Vereinigten Bühnen Wien” schrieb STANDARD-Redakteur Thomas Trenkler am 2. Mai 2008 unter anderem:
Erhellendes erfährt man auch über Klausnitzers Nachfolgerin Kathrin Zechner: Sie hatte einen freien Dienstvertrag, wurde aber eineinhalb Jahre wie eine Angestellte entlohnt. Es ergaben sich für Zechner daher die Vorteile beider Dienstverhältnisse: günstige Besteuerung, soziale Absicherung, Weisungsfreiheit – und zudem Weihnachts- wie Urlaubsgeld.
Laut Kontrollamt läuft Zechners Vertrag bis Ende 2008. In der Tat aber wurde er, wie der Standard recherchierte, bereits 2005 um zwei Jahre bis 2010 verlängert. Wolf wie Ringler kritisieren, dass diese Entscheidung nicht offiziell bekanntgegeben wurde. Wolf stößt sich zudem an der “beachtlichen” Subvention von 222 Euro pro Opernticket im Theater an der Wien, Ringler spricht von “Großmannssucht” der SP: Die Ausgaben für die VBW (40 Millionen Euro) stünden in keinem Verhältnis zum Ergebnis.
Zum Vertrag von Intendantin Mag. Kathrin Zechner: Dieser war de facto immer der einer Leitenden Angestellten. Sie hatte Freiheit in der künstlerischen Konzepterstellung für die Spielstätten der VBW. Intendantin Zechner hat sämtliche steuerlichen Abgaben geleistet. 2005 wurde ihr Vertrag bis 2010 verlängert.
Die VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN (VBW) mit Raimund Theater, Ronacher Theater und Theater an der Wien zählen zu den erfolgreichsten Bühnen in Österreich und genießen einen ausgezeichneten internationalen Ruf. Wie die aktuelle Theaterstatistik des deutschen Bühnenvereins aufzeigt, belaufen sich die Subventionen pro Besucher bei den drei Häusern insgesamt auf rund 70 EUR. Damit zählen die VBW nicht nur in künstlerischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu den erfolgreichsten Mehrsparten-Theaterbetrieben im deutschen Sprachraum.
Wien bekommt ab 30. Juni wieder eine zweite Musicalbühne Derzeitige Produktionen mit einer Auslastung zwischen 94 und 97 Prozent.
Das Ronacher Theater wird am 30. Juni mit dem Broadwayhit von Mel Brooks THE PRODUCERS wieder eröffnet und im Raimund Theater wird Rebecca, das DramaMusical von Michael Kunze & Sylvester Levay, aufgrund ungebrochenen Publikumsinteresses am 6. September wieder aufgenommen. Bisher sahen die Show 405.147 Besucher, was einer Auslastung von 97,48 % entspricht.
Noch bis 13. Juli zeigen die VBW das Original-QUEEN-Musical WE WILL ROCK YOU. Das Rockmusical zählt in Wien bisher 150.000 Besucher und hat eine Auslastung von 94,9 %.
Die Vereinigten Bühnen Wien haben am Samstag bestätigt, dass der Vertrag von Musical-Intendantin Kathrin Zechner bereits 2005 um zwei Jahre bis 2010 verlängert worden ist. Dies ist laut “Standard” nicht öffentlich bekanntgemacht worden. Zur erneuten Kritik durch das Kontrollamt hieß es, dass alle Bilanzen “den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers” haben.
Im Falle von “Rudolf”, einem Musical von Frank Wildhorn (Musik), Jack Murphy (Buch, Texte), Nan Knighton (Texte) und Phoebe Hwang (Buch), dessen deutschsprachige Erstaufführung Ende Februar 2009 im Wiener Raimund Theater stattfinden wird, gibt es unter anderem ein Live-Video des Songs “On The Steps Of Tomorrow” in ungarischer Sprache, aufgenommen während einer Vorstellung im Budapester Operettentheater, gesungen vin Attila Dolhai. Weiters gibt es Demos & Songclips von “I Was Born To Love You”, gesungen von Kate Shindle, “An Ordinary Man”, interpretiert von Rob Evan und “Can I Say Goodbye”, gesungen von Brandi Burkhardt.