Die »New York Times« hat sich die Ticketpreise (teuerste Kategorie) für Shows am Broadway und am West End angesehen. Interessanter Vergleich:
2025 zahlte man durchschnittlich 81 Dollar am West End, 129 Dollar am Broadway. Bei einzelnen Shows fällt der Vergleich besonders krass aus:
* »Six« (21.03.26) – London: 113 | New York: 290
* »Paddington«/»Just in Time« (13.03.26) – London: 330 | New York: 975
* »Hamilton« (03.07.26/23.11.25) – London: 365 | New York: 1500
* »Stranger Things« (21.03.26) – London: 367 | New York: 320
* »Wicked« (Mittwochs) – London: ~3x günstiger als in New York
* »The Lion King« (Mittwochs) – London: 98 | New York: 142
* »Hadestown« (Mittwochs) – London: 187 | New York: 277
* »Oh, Mary!« (letzte Woche) – London: 220 | New York: 375
Ein Blick auf die höchsten Ticketpreise am Broadway in letzter Zeit:
»Romeo + Juliet« (Kit Connor, Rachel Zegler): $ 1478.50 (letzte Vorstellungen)
»Othello« (Denzel Washington, Jake Gyllenhaal): $ 897
»Operation Mincemeat« $ 975 (letzte Vorstellungen)
»Just in Time«: $ 1499 (aktuell; letzte Vorstellungen von Jonathan Groff)
Ein Ausreißer ist »Moulin Rouge«, die Traumshow für alle Musicaldarsteller, die immer schon mal Popstars sein wollten oder fast gewesen wären und nun die verwaschenen Versionen von ehemaligen Chartsbangern belten dürfen (bis die Stimme bricht). Und für Sexualstraftäter, die in der Show genau das spielen, wofür sie verurteilt wurden (Boy George). Musicalinfluencer Sweaty Oracle beschreibt die Show aus einem anderen Blickwinkel: »The moral of ›Moulin Rouge‹ being ›don’t be a whore or you’ll get whore disease and die‹ really points to the fact that two straight men wrote it«. Nun, bei dieser Show, die hoffentlich nicht im Theater im Prater laufen wird, liegen die Preise am West End und am Broadway gleichauf. Das Vehikel ist vermutlich abgespielt, auch wenn man mit Castingtricks noch ein paar Dollar rausholen möchte.
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New York Times




