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Archiv - 2006

“Ansichtssache” - Hannes Muik & Caroline Frank live im Cenario

Hannes Muik“Ansichtssache” - eine Show von und mit Hannes Muik und Caroline Frank, geht am 27. November sowie am 4. und 11. Dezember 2006 im Wiener Szene-Lokal Cenario über die Bühne. Die beiden Künstler gehen in ihrer Show mit selbst geschriebenen Liedern und Texten sowie auch Bildern auf die Suche nach “Ansichtssachen” über Liebe, Tod, Geld, Kindergeburtstage, Alleinsein - und was Prinzessinnen und Zorros damit zu tun haben. Am Klavier begleitet sie Bà©la Koreny jun.

“Ansichtssache”
Premiere: 27. November 2006, 20:00
Vorstellungen: 4., und 11. Dezember 2006, 20:00
Eintrittspreis: 9 Euro
Kontakt und Reservierung: hannes.muik@chello.at

“Dreamgirls” mögens teuer: das 25-Dollar-Kinoerlebnis

Amerikanische Musicalfans, die die Verfilmung der Broadway-Show “Dreamgirls” möglichst rasch sehen möchten (US-Kinostart: 15. Dezember), müssen zunächst mal recht tief in die Brieftasche greifen. Zehn Tage lang wird ein Kinoticket für die “Dreamgirls” nämlich den stolzen Preis von 25 Dollar kosten. Das meldet die “New York Post”, und bietet auch noch ein paar interessante Details.
“Dreamgirls” wird die ersten zehn Tage im berühmten Ziegfeld Theatre in Manhattan gezeigt sowie in ausgewählten Kinos in Los Angeles und San Francisco. Im Eintrittspreis inbegriffen ist ein 50 Seiten starkes Programmheft, weiters besteht die Möglichkeit, eine kleine Ausstellung mit Kostümen und Set-Design-Gegenständen zu besuchen. Merchandising wird es ebenfalls jede Menge geben, beispielsweise den Soundtrack zum Film.
Der Film selbst wird ohne Werbung gezeigt, und es findet nur eine Vorführung pro Abend statt, außerdem Nachmittagsvorstellungen an den Wochenenden.
Das, was hier mit den “Dreamgirls” abgezogen wird, nennt man “Road Show” und war in den 1960er Jahren bei Blockbustern wie “Die 10 Gebote”, “Lawrence von Arabien” oder “The Sound of Music” Standard.
Die Frage ist, ob es heute noch ankommt, Filme wie Live-Events zu inszenieren. Die letzte “Road Show” ging in den Staaten 1972 ab: “Der Mann von La Mancha”, ebenfalls eine Musicalverfilmung, beschloss damals diese Tradition.
Eine andere Tradition werden die “Dreamgirls” allerdings nicht aufleben lassen: lästige Pausen. Zumindest in den Staaten war “Gandhi” (1982) der letzte Film, der durch eine Pause unterbrochen wurde.
Zu Weihnachten starten die “Dreamgirls” amerikaweit - und dann kosten die Tickets die üblichen 10,75 Dollar.

Musical Christkindl 2006

Gloria Wind: Copyright: kreitner & partner

Am Samstag, den 18.11.2006, wird der Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus feierlich eröffnet. Um 16:30 Uhr geht es los mit allerlei Gardemusik und einem Hauch von Hymnen und Walzer. Kann man geteilter Meinung sein, ob das ideal ist. Die richtige Stimmung wird jedenfalls (dennoch) aufkommen.
Auch ein “Christkind” gibt es natürlich dieses Jahr wieder. Darstellen wird es Gloria Wind, Absolventin der Konservatorium Wien Privatuniversität (Abteilung Musical). Die Aufgaben des Christkinds? Nun: Jede Woche ist das Christkind von Donnerstag bis Sonntag am Wiener Adventzauber von 16 bis 19 Uhr unterwegs. Für die Kinder liest es um 17 Uhr eine Geschichte vor und natürlich werden auch Wunschzettel entgegengenommen.

Gesucht: Literarische Veranstaltungen in Wien

Ein Verzeichnis der wichtigsten literarischen Veranstaltungen in Wien bietet die Website buchkultur.net. Die Events kann man nach Stichworten suchen, oder man listet sich einfach Monat für Monat auf, was so stattfindet, und wählt dann aus.

“Tarzan” goes Holland/Casting-Videos

In Holland wird demnächst das neue “Tarzan”-Musical von Phil Collins Premiere feiern. Einige Videoclips von Auditions bietet der telegraaf.

Musical-News/Furl-Feed-Abo

Wer Links zu aktuellen Musical-News aus aller Welt sucht, ist beim Kultur-Channel grade richtig. Unter folgender URL kann ein vom Kultur-Channel zusammengestellter Musical-News-Feed gratis abonniert werden: Musical-News-Feed

RIP: Basil Poledouris

Der bekannte Filmkomponist Basil Poledouris ist in Los Angeles einer Krebserkrankung erlegen. Poledouris hat unter anderem die Soundtracks zu “Die blaue Lagune” (1980), “Conan” (1982), “Robocop” (1987), “Jagd auf Roter Oktober” (1990) und “Free Willy” (1993) geschrieben. 1989 wurde er mit einem Emmy für seinen Score zur TV-Serie “Lonesome Dove” ausgezeichnet.

James Morrison, Paolo Nutini, Teddy Geiger: 3 Performer mit Zukunft

James Morrison
[“You Give Me Something”-Live-Performance]

Paolo Nutini
[“Last Request”-Video]

Teddy Geiger
[“Gentlemen”-Live-Performance]

Kathrin Zechner: Warum in Wien Musicals subventioniert werden

Im Rahmen ihrer Pressekonferenz vom 25. Oktober 2006 nahm die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien auch Stellung zu diversen Querschüssen aus der Wiener Staatsoper, von wo sporadisch aus vollen Rohren wie weiland im fliegenden Holender auf alles geschossen wird, was mit Musical in Wien zu tun hat. Ein paar Zitate aus der Pressekonferenz Zechners zur Frage, warum Musicals in Wien subventioniert werden:

Ich schätze den Staatsoperndirektor Holender sehr, weil er nicht nur ein interessantes volles Staatsopernhaus dieser Stadt beschert, sondern weil er weiß, wie er sich immer wieder zum Gesprächsmittelpunkt macht.
Auf der einen Seite ist der kommerzielle Musicalmarkt Deutschlands oder noch viel mehr des West Ends oder des Broadways mit dem kleinen Markt Wien und Umgebung sprich Österreich nicht vergleichbar. Wir sprechen von einem Einzugsgebiet in London von rund 10 Millionen, am Broadway von rund 15 Millionen Besucherpotential, der Ruhrpott Hamburg/Berlin bewegt sich zwischen 3 und 5 Millionen Besucherpotential. Sie wissen, wie groß Wien ist und wie groß das Einzugsgebiet hier ist, da bewegen wir uns zwischen 1,7 und 2,2 Millionen Menschen. Das ist das eine, der Markt. Das andere: Sehr klar erkennbar in Deutschland ist, dass ein ausschließlich kommerziell positionierter Produzent kein Risiko eingeht, sondern Produktionen einkauft, sprich reproduziert, die erwiesenermaßen Erfolge sind. Für mich, und dazu bekenne ich mich klar, gehört es für ein Musiktheater, Musicalhaus der Stadt Wien, einer Musikstadt Wien auch dazu, eigene Projekte zu realisieren, ins Risiko zu gehen

Ein Wahrzeichen und eines der wichtigsten Seelenelemente der Vereinigten Bühnen Wien ist, dass wir eigene Stoffe kreieren, weil diese eigenen Stoffe nicht nur das Profil unserer Theater schärfen und uns Artikel bis zur “Variety” verschaffen, sondern uns den Ruf einbringen, DIE deutschsprachigen europäischen Produzenten zu sein, die eigene erfolgreiche Stoffe auf die Bühne bringen und damit Auslandsverwertungen ermöglichen - nach einer erfolgreichen Spielzeit im Inland. Wir arbeiten weiter daran, diese künstlerische, aber natürlich auch wirtschaftliche interessante Verwertbarkeit fortzuführen im Sinn von Gastspielen, wie es jetzt bei “Elisabeth” passiert, Konzertreihen, wie wir es bei “Mozart!” und “Tanz der Vampire” gemacht haben, das heisst wir schaffen eine künstlerische und wirtschaftliche Verwertbarkeitskette, die für ein Theater hochinteressant ist. Natürlich werden wir auch internationale Produktionen hereinholen und hereinholen wollen. Mir ist es sehr wichtig, mich von den deutschen Theatern oder Musicaltheatern zu unterscheiden, die ausschließlich reproduzieren. Wir produzieren und kreieren eigene Stoffe, aber es ist natürlich nicht nur mein Interesse, mein Plan und mein Tun, in Verhandlungen interessante internationale Produktionen nach Wien zu holen. Das ist eine Frage der Verhandlung, des richtigen Zeitpunkts und welche Produktion zu den richtigen wirtschaftlichen Bedingungen nach Wien passt.

Kein Mensch hätte vor einem Jahr gesagt, Zechner macht “Die Weberischen”, weil das eine klare Sache ist. Das war ein Risiko, aber mit professionellen Leuten, einer professionellen Vorgehensweise sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich und der nötigen Portion Intuition und Glück ist es uns gelungen, eine hervorragende Produkion auf die Beine zu stellen, und genauso war es mit “Rebecca”. “Rebecca” ist entwickelt worden über 7 Jahre. Sehr viele Produzenten, auch in Deutschland, fanden das Projekt interessant, aber zu riskant. Wir haben das Glück, dass wir das Risiko auf uns genommen haben, und ich sag nicht nur Glück, sondern es war meine Überzeugung, an diesen Stoff zu glauben und an die beteiligten Personen bis hin zu einer hervorragenden Cast. Der Erfolg gibt uns recht. Das ist der große Unterschied, und ich wünsche dem Staatsoperndirektor und mir so erfolgreiche Zahlen wie wir sie beide in den letzten Jahren hatten, auch weiterhin.

Musical-Lounge-Konzert der VBW am Wiener Rathausplatz

Am 26. Oktober 2006 gaben die Vereinigten Bühnen Wien am Wiener Rathausplatz ein rund einstündiges Konzert mit den aktuellen Stars des Musicalunternehmens Susan Rigvava-Dumas, Uwe Kröger, Maya Hakvoort, Matà© Kamarà¡s, Marjan Shaki und Wietske van Tongeren. Stilistisch war die Show zweigeteilt in einen von Moderator Alexander Goebel als “Musical-Lounge” bezeichneten Teil und einen Teil, in dem es Songs aus “Chicago”, “Rebecca”, “Hair”, “Grease” und der “Rocky Horror Show” in der klassischen Variante zu hören gab.
Innovativ war der “Musical Lounge”-Teil. Herbert Pichler, bekannt unter anderem als Dirigent des “Dancing Stars”-Orchesters, demonstrierte da die hohe Kunst des Arrangierens. Songs aus “Romeo & Julia”, “Elisabeth”, “Mozart!” und “Tanz der Vampire”, inszeniert als eine Mischung aus Jazz, Swing, Big-Band-Snippets, Chill-Out und was nicht noch alles. Ein Konzept, das man gerne mal auch in CD-Qualität hören würde.

Die Songs:

Intro
All that Jazz (Hakvoort)
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Musical-Lounge
Herrscher der Welt (Perman, Kamaras)
Wie wird man seinen Schatten los? (Kamaras)
Gold von den Sternen (Hakvoort)
Totale Finsternis (Shaki, Perman)
Die Schatten werden länger (Perman, Kamaras)
Der letzte Tanz (Kamaras)
Ich gehör nur mir (Hakvoort)
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Rebecca (Rigvava-Dumas, van Tongeren)
Mein Gott, warum (Kröger)
Hilf mir durch die Nacht (Kröger, van Tongeren)
You’re the one that I want (Shaki, Kamaras)
Let the sunshine (Shaki, Hakvoort, Perman, Kamaras)
The Time Warp (Shaki, Hakvoort, Perman, Kamaras, Goebel)

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