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Archiv - 2008

Theater an der Wien: Silvestergala 2008

31. Dezember 2008
19:30bis22:30

Theater an der Wien: Silvestergala 2008
Mittwoch, 31. Dezember 2008, 19.30 Uhr

Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor
Erwin Ortner Musikalische Leitung
Intendant Roland Geyer Moderation
Angelika Kirchschlager & Überraschungsgäste

Der Jahresausklang im Theater an der Wien hat bereits Tradition. Heuer wird erstmals Intendant Roland Geyer am 31. Dezember persönlich ein Galaprogramm präsentieren. Es spielt und singt das Radio-Symphonieorchester Wien und der Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner. An seiner Seite: Angelika Kirchschlager und weitere Künstler aus der Welt der Oper und der Ope­rette.

Auf dem Programm stehen Ausschnitte aus den Operetten Die Fledermaus, Der Graf von Luxemburg und La Pà©richole sowie aus den Opern Don Giovanni, Hoffmanns Erzählungen, Die verkaufte Braut, Carmen, Don Pasquale u. a.

Theater an der Wien: Beethoven-Akademie 1808

22. Dezember 2008
18:30bis21:30

Theater an der Wien, 22. Dezember 2008, 18.30 Uhr
Beethoven-Akademie 1808

Radio-Symphonieorchester Wien
Bertrand de Billy Musikalische Leitung
Arnold Schoenberg Chor
Boris Berezovsky Klavier
Annette Dasch Sopran
Anja Nina Bahrmann Sopran
Magdalena Anna Hofmann Mezzo
Menyhert Gergely Nemeti Tenor
Klemens Sander Bariton

Am 22. Dezember 1808 fand im Theater an der Wien die letzte und zugleich gewichtigste jener »Akademien« statt, die Ludwig van Beethovens künstlerische Verbundenheit mit dem Theater an der Wien dokumentieren. Exakt zwei Jahrhunderte später unternimmt nun Bertrand de Billy mit dem RSO Wien den Versuch, diesen wahren Marathon in der historisch korrekten Abfolge für ein Publikum von 2008 zu realisieren; unterstützt wird er dabei vom Arnold Schoenberg Chor sowie von den Solisten Annette Dasch, Sopran, und dem Pianisten Boris Berezovsky.

Zur Einstimmung auf diese Akademie veranstaltet das Theater an der Wien in Zusammenarbeit mit der Wiener Beethoven-Gesellschaft am 12. Dezember ein Symposium in der Hölle; 14.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt frei.

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Sinfonia pastorale
Ah perfido!, Szene und Arie für Sopran und Orchester op. 65
Gloria aus der Messe C-Dur op. 86
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Sanctus aus der Messe C-Dur op. 86
Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80

Porgy & Bess: Sabina Hank & Band »Inside amplified«

15. Dezember 2008
20:30bis22:30

Porgy & Bess: Sabina Hank & Band »Inside amplified«
15. 12. 2008: 20:30 Uhr

Sabina Hank: vocals, fender rhodes
Tom Reif: guitar, vocals
Alex Meik: bass, vocals
Christian Lettner: drums

Mit glockenheller, schwereloser Stimme führt Sabina Hank durch die Schluchten Melancholias. All die Momente der Wendung, wenn Fremde zu Liebenden werden, oder ehemals einander Liebende sich zu verlieren drohen, stehen im Fokus dieses aufwühlenden Liederzyklus. Mannigfaltige Sehnsucht wird hier derart zelebriert, die an die Weisheit Laotses denken läßt, der da versprach, daß die biegsamsten Teile der Welt, die starrsten Teile der Welt überwinden werden. Nur das Hauchzarte kann schließlich in die letzten Winkel des Menschen vordringen. Ganz weit weg von der Hektik des Zerstreuungsuniversums namens Unterhaltungsmusik, ist Hanks Tonkunst, die nun deutsch lyrifiziert ist, ein ebenso fragiles wie charakterstarkes Statement, das ungeschminkt körperliche Sehnsucht aber auch seelische Erschöpfung kommuniziert. Intensiv und beschwörend, huldigt sie der Unzeitgemäßheit des Herzens. Wie Liebende wissen: emotionale Illusion, sie kann wirklicher sein, als Raum und Zeit. (Samir H. Köck)

Eintritt: EUR 15,00

Tickets online kaufen (inkl. Sitzplatzreservierung)

Wiener Stadthalle, Halle D: Atemberaubend 08

22. November 2008
19:30bis22:30

Wiener Stadthalle, Halle D: Atemberaubend 08
Das Benefizkonzert zugunsten der Initiative gegen Lungenhochdruck

22. November 2008 | 19:30 Uhr
Wiener Stadthalle | Halle D

Unter der Leitung von Christian Kolonovits und in Begleitung der All Star Band und des Wiener Sinfonie Orchesters werden die Stars der heimischen Musikszene erstmals gemeinsam und unentgeltlich für die Initiative gegen Lungenhochdruck auf der Bühne stehen.

Wolfgang Ambros, Andy Baum, Beckermeister, Sabina Hank, Marianne Mendt, Mondscheiner, Opus, Schiffkowitz, She Says, Christina Stürmer, Valerie und Stefanie Werger werden neben ihren größten Hits auch Duette anstimmen. Ein weiterer Höhepunkt dieser einmaligen Show sind aber auch die nur für diesen Abend speziell arrangierten Danzer und Falco-Songs, die einige Künstler interpretieren werden.
Durch diesen Abend wir Arabella Kiesbauer im wunderschönen Ambiente einer Galabühne führen.

Sämtliche Einnahmen aus diesem Abend gehen an die Initiative für Lungenhochdruck.

Lungenhochdruck ist schwer diagnostizierbar – es beginnt mit Müdigkeit und Atemlosigkeit – und führt ohne Behandlung binnen 3 Jahren zum Tod. Lungenhochdruck kann jeden treffen, in jedem Alter.
Der Verein HEILUNG FÜR LUNGENHOCHDRUCK akquiriert in Eigeninitiative Gelder, um die Frühdiagnose zu verbessern und die Heilung dieser Krankheit zu erforschen.

Kartenverkauf: Wiener Stadthalle, unter www.stadthalle.com und 01 - 79 999 79, bei ÖTICKET unter www.oeticket.com und 01 - 96 0 96, bei Ticket Online Austria unter www.ticketonline.at und 01- 88 0 88 in allen Filialen der Bank Austria, unter www.clubticket.at und 01- 24 9 24 und bei Wienticket unter 01-58885, www.wien-ticket.at.

“NINE” - das erste Cast-Foto der Musicalverfilmung von Rob Marshall (”Chicago”)

Lange hat es gedauert, aber nun scheint sie auf Schiene zu laufen: die Musicalverfilmung von “Nine”, einer Show von Maury Yeston (”Titanic”, “December Songs”), nach dem Film “8½” von Federico Fellini.

Rob Marshall (”Chicago”) führt Regie, auf dem ersten Cast-Foto zu sehen: Judi Dench, Penelope Cruz (sitzend), Marion Cotillard, Sophia Loren, Fergie (sitzend), Nicole Kidman und Kate Hudson. Die Damen haben bis auf Fergie alle eines gemeinsam: Sie wurden mindestens einmal in ihrer Karriere für einen Oscar nominiert, und nur Cruz und Hudson haben von den Nominierten bis dato keinen gewonnen.

Auf dem Bild (vermutlich) nicht (oder mit dem Rücken zur Kamera) zu sehen ist der Hauptdarsteller des Streifens: Daniel Day-Lewis. “Nine” wird in England (Shepperton Studios) und an Originalschauplätzen in Italien und den Cinecitta Studios in Rom gedreht. Filmstart: 9. September 2009.

Links
- ropeofsilicon
- getthebigpicture

Rhythmus - Schnitttechnik - auch nach dem 4. 11.

Hunter Parrish: Von “Weeds” zu “Spring Awakening”

Links
- IMDB
- Wikipedia

US-Workshop für Frank Wildhorns “Der Graf von Monte Christo”

Am 9. November 2008, so berichten broadwayworld.com und playbill.com, findet in Manhattan ein US-Workshop zu einem der neuesten Musicalprojekte von Frank Wildhorn statt: “Der Graf von Monte Christo” vulgo “The Count of Monte Christo”.

Interessant die Besetzung des Workshops: James Barbour (”Tale Of Two Cities”, “Jane Eyre”, “Assassins”) als Edmund Dantes/The Count of Monte Cristo und Brandi Burkhardt (”Jekyll & Hyde”, “Tale of Two Cities”) als Mercedes. In weiteren Rollen: Gregg Edelman als Abbe Faria, Michael Shawn Lewis als Mondego, Natalie Toro als Louisa, Craig Bennett als Danglars, Kevin Earley als Villefort, Chelsea Stock als Valentine und Kevin Greene als Albert. Auch mit dabei sind Alison Cimmet, William Thomas Evans, Dan Petrotta, Tim Shew, Anne Tolpegin und Alison Walla.

Regie führt Andreas Gergen, die Musikalische Leitung & Arrangements hat bzw. stammen von Koen Schoots, Orchestrierung: Kim Scharnberg.

In Schweiz geht am 24. März 2009 in St. Gallen die Uraufführung des “Grafen” über die Bühne. Die Vorab-Cast-CD wird vermutlich im Januar 2009 erscheinen.

Brigitte Schwaiger: “… nicht vergessen, wie verlogen die Österreicher sind

Der Doktor, der uns begleitet, sagt: Jeder dritte Wiener gehört psychiatriert. Ah, geh, sagt die Schwaiger, wenn ein Wiener den Namen Freud hört, kriegt er doch solche Angst, dass er gar nicht wissen will, wer das war. Dann breitet sie die Arme aus und sagt: Das ist er. Wer? Der Park. Wo? Da sind drei Bäume, sieben Penner und tausend Tauben im kalten Wind. [SZ: Der Schmerz: Besuch bei einer kranken Bestsellerautorin]

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper [Premiere]

26. März 2009
19:30bis22:30

Stadttheater Klagenfurt: Die Dreigroschenoper
Stück von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Premiere 26. März 2009

Musikalische Leitung: Peter Marschik
Regie: Henry Mason
Choreographie: Karl Alfred Schreiner
Bühne und Kostüme: Heidrun Schmelzer
Lichtgestaltung: Klaus Emil Zimmermann
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Mit: Antje Eckermann, Katarina Hartmann, Dagmar Hellberg, Michaela Mock, Patricia Nessy, Bettina Oswald, Stà©phanie Signer, Katja Tippelt, Nadine Zeintl | Frank Berg, Christian Graf, Maximilian Hilbrand, Otto Jaus, Willi Jeschofnik, Tino Leo, Alexander Lhotzky, Herwig Hans Ofner, Boris Pfeifer, Jens Schnarre, Krassimir Tassev, Ernst Gabriel Vokurek, Erwin Windegger. Mitglieder des Kärntners Sinfonieorchesters

Einführungsmatinee 15. März 2009, Moderation Christoph Wagner-Trenkwitz, Bühne

»Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.«
Die Dreigroschenoper, in England durch zwei Jahrhunderte unter dem Titel The Beggar‘s Opera in allen englischen Theatern gespielt, führt in das Milieu von den Verbrechervorstädten Londons, Soho und Whitechapel, die vor zweihundert Jahren so wie heute die Zufluchtsstätte der ärmsten und nicht immer durchsichtigsten Schichten der Londoner Bevölkerung waren. Herr Jonathan Peachum schlägt aus dem Elend auf seine originelle Weise Kapital, indem er gesunde Menschen künstlich zu Krüppeln herausstaffiert und sie betteln schickt, um aus dem Mitleid der wohlhabenden Stände seinen Profit zu ziehen. Er tut das keineswegs aus angeborener Schlechtigkeit.
»Ich befinde mich auf der Welt in Notwehr«, das ist sein Grundsatz, der ihn in allen seinen Handlungen zur schärfsten Entschiedenheit zwingt. Er hat in der Londoner Verbrecherwelt nur einen ernsthaften Gegner, und das ist der junge, von den Dämchen vergötterte Gentleman Macheath. Dieser hat Peachums Tochter Polly entführt und auf eine ganz groteske Weise in einem Pferdestall geheiratet.
Als Peachum von der Heirat mit seiner Tochter erfährt – die ihn nicht so sehr aus moralischen Gründen schmerzt wie aus sozialen – beginnt er einen Krieg auf Tod und Leben mit Macheath und seiner Gaunerplatte, dessen Hin und Her den Inhalt der Dreigroschenoper bildet. Aber schließlich wird Macheath in des Wortes wirklichster Bedeutung vom Galgen herab gerettet, und in einem großen, etwas parodistischen Opernschluß geht die ganze Affäre gut aus. The Beggar‘s Opera wurde im Jahre 1728 zum ersten mal im Lincoln‘s Inn Theatre aufgeführt. Der Titel bedeutet nicht etwa, wie manche deutsche Übersetzer geglaubt haben: »Die Bettleroper«, d. h. eine Oper, in der eben Bettler vorkommen, sondern »Des Bettlers Oper«, d. h. eine Oper für Bettler. The Beggar‘s Opera, auf Anregung des großen Jonathan Swift verfaßt, war eine Händel-Travestie und hatte,, wie berichtet wird, den großartigen Erfolg, daß Händels Theater ruiniert wurde. Da uns heute ein so grosser Anlaß zur Parodie wie die Händelsche Oper fehlt, wurde jede Absicht zu parodieren aufgegeben: die Musik ist vollständig neu komponiert.
Nicht fehlen uns Heutigen soziologischen Anlässe von The Beggar‘s Opera: wie vor zweihundert Jahren haben wir eine Gesellschaftsordnung in der so ziemlich alle Schichten der Bevölkerung, allerdings auf die allerverschiedenste Weise, moralische Grundsätze berücksichtigen, indem sie nicht in Moral, sondern natürlich von Moral leben. Formal stellt die Dreigroschenoper den Urtypus einer Oper dar: sie enthält die Elemente der Oper und die Elemente des Dramas.
Bertolt Brecht (1928)

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