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Archiv - Mai, 2013

Pygmalion Theater: »Sisi. Die Seele einer Kaiserin«

Ja, man wird »Elisabeth« sicher noch hundert Jahre lang von den VBW immer wieder in immer reduzierterer Version vorgesetzt bekommen, demnächst vielleicht als Puppentheater, Flohzirkus oder als Special Version in einem neuen Volksmusik-Arrangement, geschuhplattelt von all den Musicaldarstellern, die in den letzten Monaten in die Volksmusik- und Schlagerszene abgewandert sind, um dort den verzückten Omis die lockeren Euros mit falschem Dauersmiling und feschem Hüftschwung abzujodeln. Aber all jene, denen es um den Stoff geht, könnten demnächst einen Abstecher ins Wiener Pygmalion Theater wagen. Auch dort steht eine vermusicalte Sisi auf der Bühne.

»Sisi. Die Seele einer Kaiserin”, das Musical von Roland Baumgartner, feiert am 22. Mai 2013 Premiere. Zwölf Jahre sind seit der letzten Aufführung der Show in Wien vergangen, jetzt ist das Stück in einer überarbeiteten Version wieder am Start.

Handlung
Es ist der 10. September 1898. Bei einem Attentat in Genf wird Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi, von einem italienischen Anarchisten mit einer Feile erstochen.
Eine Reise in die Vergangenheit. Sisis Schwester Nene soll mit Kaiser Franz Josef bekanntgemacht und die Vermählung angebahnt werden. Der Kaiser entscheidet sich jedoch für Sisi. Der Hofstaat ist irritiert, doch die Hochzeit des neuen Kaiserpaares findet statt.
Graf Andrasy, der Kaiserin Sisi sehr zugetan ist, möchte die friedlichen Interessen seiner Heimat Ungarn fördern und setzt sich bei Sisi dafür ein, dass der herrschende Krieg beendet werde. Diesen Wunsch erfüllt sie ihm, Frieden kehrt ins Land.
Sisi erlebt eine Romanze mit dem englischen Reittrainer Bay Middleton, und reist anschließend, unter dem Druck und unerbittlichen Argwohn der Öffentlichkeit leidend nach Korfu, wo sie ein ausschweifendes Leben führt. Kaiser Franz Josef reist ihr nach, um seine Ehe mit Sisi zu retten und sie zu sich nach Wien zu bringen.
Werden seine Bemühungen erfolgreich sein? Wird Sisi der Einsamkeit an der Spitze der Macht trotzen können? Oder werden Neid und Eifersucht der Gesellschaft sie zu Fall bringen?

Sisi: Merle Saskia KRAMMER
Kaiser Franz Josef: Till VON ORLOWSKY
Nene: Nele MOSER
Graf Andrasy / Bay Middleton: Luka GUDELJ
Hofdame: Astghik KHANAMIRYAN
Titania / Zeitungsjunge: Ingeborg MAMMERLER
Lucheni / Rudolf: Reinhold GUGLER
Hofdame / Panflöte: Andreea CHIRA

Komposition: Roland BAUMGARTNER
Regie & Bühne: Geirun TINO
Korrepetitorin: Ana CRACIUN

Nähere Infos –> hier

Volkstheater: Michael Schottenberg präsentiert Saisonprogramm 2013/14

Eine Übersicht der Premieren gibt es –> hier

Musiktheaterproduktionen:

- Glorious!
Eine Hommage an Florence Foster Jenkins
von Peter Quilter
Deutsch von Horst Johanning
Österreichische Erstaufführung
Schottenberg/Kudlich/Navas
Premiere: 29. September 2013
mit Judith Aguilar, Maria Bill, Inge Maux, Johanna Mertinz, Till Firit und Ronald Kuste

- Woyzeck
Nach dem Stück von Georg Büchner
Songs und Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Konzept von Robert Wilson
Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens
Schottenberg/Lichtenberger-Bozoki/Kudlich/Navas
Premiere: 22. November 2013
mit Hanna Binder, Susa Meyer, Haymon Maria Buttinger, Tany Gabriel, Thomas Kamper, Christoph F. Krutzler u.a.

- Doris Day, die letzte Jungfrau Hollywoods
Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
von Andy Hallwaxx
Uraufführung
Hallwaxx/Kudlich/Navas/Bauer
Premiere: 19. März 2014
mit Doris Weiner, Martin Bermoser und Dennis Kozeluh

Tschauner Bühne: Claudia Rohnefeld & Andreas Steppan – »Mr. und Mrs. Swing«

20. August 2013
19:30bis21:30

Warum baumeln Claudia Rohnefelds Beine beim Sitzen? Warum kriegt Andreas Steppan seinen Smoking nicht zu? Warum wird dieser Abend von der Pharmaindustrie gesponsert? Warum machen ausgerechnet diese beiden eine Show miteinander, obwohl sie ihre Abende lieber beim Heurigen verbringen?
Bevor Sie mit diesen Fragen schlaflos im Bett liegen, fliegen Sie doch nach Seattle, aber achten Sie darauf, dass der Wind in Ihrem Rücken immer der eigene ist! Mr. und Mrs. Swing! Ein glamouröser Mix aus swingenden Dialogen, mitreißenden Musiknummern und bemühten Tanzeinlagen.

Claudia Rohnefeld und Andreas Steppan singen Songs von Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr., am 19. August ab 19:30 Uhr.

Link
www.tschauner.at

Vinobona: »Bounce, The Killer Swing Musical«

3. September 2013
20:00bis22:00

Regisseur, Choreograf, Tänzer und Sänger Cedric Lee Bradley schickt nach einer ersten Produktion im Jahr 2004 sein Musical »Broadway can bounce« in einer komplett neu überarbeiteten Version unter dem Titel »Bounce, The Killer Swing Musical« an den Start.

Handlung
Im Big Apple gibt es nur einen Ort, an dem man etwas erleben kann: Im Varietà©club »BOUNCE« ist nichts unmöglich.
Die Nachtclubsängerin Foxy hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das auch Snake betrifft, den Gitarristen und Leader der Band im Club. Der selbsternannte Rockstar liebt sein Leben als Playboy und hat es dabei auf das bekannte It-Girl Maria, ein Stammgast im »Bounce«, abgesehen.
Und Mama, die laute Besitzerin des »Bounce«, hat sich nach einem heißen One-Night-Stand unsterblich in Maria verliebt. Ihrem Wunsch nach einer Romanze kommt allerdings ein junger Beau namens Cortez in die Quere. Doch drei sind einer zu viel – denn Mama will Maria nur für sich alleine haben.
Was hat Foxy zu verbergen? Wer gewinnt den Kampf um Marias Herz? Und welche Überraschungen hat das »Bounce« noch zu bieten?

Vindobona, Wallensteinplatz 6, 1200 Wien aufgeführt.
Tickets: +43/1/512 47 42 oder online auf www.simpl.at

Die Kartenpreise:
3. bis 5. September: € 15 bis € 34
6. und 7 September: € 17 bis € 36
Beginn: 20:00

Link
- Vindobona

Tschauner Bühne: »Robin Hood und die Girl Gang vom Sherwood Forest«

26. Juni 2013
19:30bis22:30

England zur Zeit der Kreuzzüge – Prinz John und der Sheriff von Nottingham regieren mit eiserner Faust. Korruption, Machtmissbrauch und Günstlingswirtschaft sind an der Tagesordnung. Die Untertanen werden geknechtet und ausgepresst, ihre Lage scheint aussichtslos – doch da keimt plötzlich Hoffnung auf! 

Mutig, frech und unerschrocken stellen sich Robin Hood und die Girl Gang vom Sherwood Forest auf die Seite der Ausgebeuteten und sorgen mit unkonventionellen Mitteln für Recht und Gerechtigkeit. Für die Mächtigen beginnt nun ein wahrer Horror-Trip …



Überraschende Wendungen, rasanter Slapstick, rockige Klänge – und endlich 
die ungeschminkte Wahrheit über Robin Hood

Regie: Susanne Draxler
Buch: Susanne Draxler/Thomas Schreiweis
Musik/Songtexte: Herbert Tampier
Bühne: Petra Fibich Patzelt
Kostüm/Maske: Susanne Fanny Rader
Regieassistenz: Isabella Lukas
Produktionsleitung: Thomas Amersberger

Mit: Eva D. | Lilly Kugler | Valentina Kratochwil | Petra Kreuzer | Thomas Schreiweis | Herbert Tampier

PREMIERE am 26. Juni 2013 um 19:30 Uhr
Weitere Termine jeweils um 19:30 Uhr:
03., 17., 24., 31. Juli und 14. August

Tschauner Bühne: Maroltingerg. 43, 1160 Wien, Tel. 01 914 54 14

Link
- Tschauner Bühne

Gars am Kamp: »Die schöne Galathà©e«

17. Mai 2013
20:00bis22:30

Für den Komponisten Franz von Suppà© war Gars am Kamp, wo er viele Jahre lang seine Sommer verbracht hat, schlicht der »liebste Ort auf der Welt«. Am 17. und 18. Mai 2013 wird Suppà© nun nach Gars zurückgeholt. Im stimmungsvollen historischen Boccaccio-Saal des »la pura women’s health Resort« finden nämlich jeweils um 20 Uhr zwei Aufführungen seiner Operette »Die schöne Galathà©e« statt.

Handlung
Der Bildhauer Pygmalion hat eine perfekte weibliche Schönheit aus Stein gemeißelt und sich so sehr in die Steinerne verliebt, dass diese zum Leben erwacht. Aber nicht nur er ist von ihr hingerissen, sondern auch sein Diener Ganymed und der reiche Mäzen Mydas. Kaum am Leben, steht die schöne Galathà©e also schon zwischen drei Männern …
In der Inszenierung von Ulla Pilz wird der Diener allerdings zum Praktikanten und der Mäzen zum Banker, allfällige Ähnlichkeiten mit realen Personen sind hier durchaus erwünscht und beabsichtigt, lassen Sie sich überraschen!

Franz von Suppà©: »Die schöne Galathà©e«
Musikalische Leitung: Nana Masutani
Inszenierung: Ulla Pilz

Besetzung
Iza Kopec: Galathà©e
Martin Mairinger: Pygmalion
Armin Gramer: Ganymed
Johannes Hanel: Mydas

17.& 18. 5. 2013, 20 Uhr
Boccaccio-Saal des »la pura women’s health Resort«
Hauptplatz 58
A-3571 Gars am Kamp
Kartenpreise: Normalpreis: Euro 15.-
Für Gäste des »la pura women´s health resort«: Euro 10.-
Kartenverkauf: Burg Gars Ges.m.b.H., Hauptplatz 82, A-3571 Gars am Kamp sowie bei allen oeticket Verkaufsstellen
EMAIL: office@opernair.com
TEL: 02985/33000
FAX: 02985/33064
WEB: www.opernair.com

Jetzt kann Weihnachten kommen: »Voices of Musical Christmas« 2013

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Ein knappes halbes Jahr dauert es noch, dann sind wir auch schon wieder mitten drin in der schönsten Zeit des Jahres: Weihnachten! Nach dem großen Erfolg, den Maya Hakvoort mit der von ihr veranstalteten Show »A Christmas Eve« im Vorjahr erzielen konnte, gibt es heuer nicht nur ein Dacapo, sondern gleich eine ganze Weihnachtskonzert-Tour, diesmal präsentiert von »Show Factory« und »Maya Hakvoort Music Productions«.

Maya Hakvoort, Uwe Kröger, Pia Douwes, Lukas Perman, Ramesh Nair, Marjan Shaki, die Rounder Girls und eine Zehn-Mann-Band zeigen vom 22. November bis 30 November 2013 die Show »Voices of Musical Christmas«.

Die Termine:

22.11.2013 Stadthalle Graz
Kartenvorverkauf in allen oeticket-Verkaufsstellen, Raiffeisenbanken, oeticket-center Stadthalle 0316/8088200, Zentralkartenbüro, Media Markt, Libro.

27.11.2013 Festspielhaus Bregenz
Kartenvorverkauf in allen oeticket-Verkaufsstellen, Raiffeisenbanken, Volksbanken, Bregenz Tourismus 05574-4080-0, Dornbirn Tourismus, Ticketshop Messepark, Verkehrsbüros, Media Markt, Libro, Musikladen Feldkirch und Rankweil, Kiosk am Bahnhof Bregenz, bei CTS- Vorverkaufsstellen (z.B. Lindaupark).

28.11.2013 TipsArena Linz
Kartenvorverkauf in allen oeticket-Verkaufsstellen, Oberösterreichischen Raiffeisenbanken und Sparkassen, Oberösterreichische Nachrichten, Maximarkt-Filialen, Libro, Media Markt, Linz: Kartenbüro Pirngruber, Linzer Kartenbüro, Wels: Kartenbüro Lohmer.

29.11.2013–30.11.2013 Stadthalle F Wien
Infos unterwww.lskonzerte.at
Ticket via Wien-Ticket –> hier

Weitere Infos und Tickets unter www.showfactory.at

Jetzt muss man nur noch den Sommer überstehen. Der Kartenvorverkauf startet am 7. Mai.

Dennis Russell Davies, Thomas Königstorfer, Rainer Mennicken (Hg.): Am Volksgarten 1 – Musiktheater im Aufbruch

Mit einem gigantischen Werbeaufwand wurde im April 2013 das neue Linzer Musiktheater der Öffentlichkeit präsentiert, die ersten Premieren gingen über die Bühne. 30 Jahre hat es gedauert, bis dieses Bauvorhaben, das eine Entflechtung von Schauspiel und Musiktheater am Landestheater durch einen Neubau ermöglicht, verwirklicht werden konnte. Allein dieser Zeitraum deutet an, dass es eine Vielzahl an Problemen gab, bis hin zu einer Volksabstimmung, in der sich 60 Prozent der Linzer gegen den Neubau ausgesprochen haben. Der Theaterbau – ein Politikum.
Ein Tdil der Promotionarbeit im Zuge der Eröffnung des Theaters ist das im Pustet Verlag erschienene Buch »Am Volksgarten 1 – Musiktheater im Aufbruch«, herausgegeben von Dennis Russell Davies (Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz), Thomas Königstorfer (Vorstandsdirektor der Theater und Orchester GmbH sowie der Musiktheater GmbH; er zeichnet für den Neubau des Linzer Musiktheaters verantwortlich) und Rainer Mennicken (Intendant des Landestheaters Linz). Mit dieser reich illustrierten und wertig produzierten Publikation wurde ein Spagat zwischen Werbeschrift, Informationsbroschüre und Sachbuch versucht.
Man findet in dem Werk auf der einen Seite etwa ein Interview mit Josef Pühringer, dem Landeshauptmann von Oberösterreich (ÖVP), der sich massiv für das Projekt stark gemacht hat, andererseits erzählt, in einem der interessantesten Beiträge, die Literaturkritikerin Elke Heidenreich von der »Tür ins Offene – Oper für Kinder« – ihren ersten Erfahrungen mit dem Operngenre: »Wie hätte ich wissen sollen, was Oper ist? Ich hatte eine Ahnung, denn bei uns zuhause lief das Radio immer dann besonders laut, wenn Opern gespielt wurden, und meine Mutter, sonst eher hart und verschlossen, taute auf, sang und dirigierte mit und strahlte mich an. Ich bekam einen ersten Eindruck davon, was Musik mit Menschen machen kann: Sie erreicht unser Herz.« Heidenreich berichtet von den Anstrengungen u. a. der Kölner Oper, mit Hilfe der Kinderoper junge Menschen für Musik zu begeistern. Und auch in Linz wird die Kinderoper einen wichtigen Stellenwert haben. Wie auch das Musical. Sieht man sich die neuen Produktionen der kommenden Saison im Bereich Musical an – »The Wiz«, »Babytalk«, »Next to Normal« und »Show Boat« –, kann man durchaus von einem spannenden Mix sprechen.
»Perspektiven des Musicals« hat Theaterwissenschaftler, Kulturmanager und Autor Wolfgang Jansen seinen Beitrag betitelt. Interessant ist die Art und Weise, wie Jansen das Musicalgenre einordnet, nämlich als Nachfolger der Operette, was die Popularität betrifft: »Nach der Jahrhundertwende galt die Operette als das beliebteste Genre innerhalb der darstellenden Künste überhaupt. Ihre Inszenierungen erwiesen sich für Jahrzehnte als Garant für volle Häuser. Erst nach 1945, nach dem Ende der Operette als Gattung, verloren die Produktionen an Zug- und Bindekraft. Lange war unklar, was an ihre Stelle treten könnte. Erst im Musicalboom der 1980er-Jahre verflog die Ungewissheit: Das Musical ist die Zukunft des populären Musiktheaters. Folgerichtig etabliert das Landestheater Linz (…) jetzt das Musical als feste, eigenständige Sparte im Spielplan. Im Kanon der Gattungen und des Spielplanangebots bekommt es jene Position zugeschoben, die einst die Operette besaß. Der große Zuspruch, den das Musical seit nun mehr als zwei Jahrzehnten erfährt, rechtfertigt diesen Schritt hinlänglich. Trotzdem brauchte es eine Portion Mut: In Österreich ist die Einführung der Musicalsparte ein Novum.« Darüber kann man freilich diskutieren. Man könnte hinterfragen, ob die Operette nicht bereits 1938 tot war und nicht erst mit dem Ende der Nationalsozialisten. Auch wird der Musicalboom der 1980er Jahre nach wie vor überschätzt; zumindest in Wien setzte der »Boom« in der Zeit Rolf Kutscheras am Theater an der Wien ein; ob das Musicalgenre tatsächlich erfolgreich sein wird am Linzer Musiktheater, wird man wohl abwarten müssen, die Operette ist nach wie vor vertreten und könnte jederzeit wieder »übernehmen« – und eine eigene Musicalsparte haben auch in Österreich durchaus andere Theater. Wenn man von einem mutigen Schritt sprechen will, ist es wohl vor allem der Entschluss, mit einem eigenen Musicalensemble anzutreten. Das betont auch Jansen und schildert die Vorteile einer solchen Ensemblebildung – etwa als Chance für das Publikum, die Darsteller in ihrer Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg kennenlernen zu können. Freilich gab es eine Ensemblebildung auch bereits am Theater an der Wien unter Kutschera, allerdings eben nicht in einem durchgängigen Mehrspartenbetrieb. Etwas sehr optimistisch wird Jansen am Ende seiner Ausführungen, wenn er schreibt: »Vielmehr gehört es zu den vornehmsten Aufgaben eines öffentlichen Mehrspartenhauses, wenn es bei der Stückauswahl den Kulturauftrag im Auge behält, d. h. auch bei der Aufstellung des Musicalrepertoires das Publikum immer wieder zur Beschäftigung mit sperrigen Themen auffordert.« Das freilich sollte zur Aufgabe jedes hochsubventionieren Musicalbetriebs gehören, nur gemacht wird es nicht immer.
22 Beiträge, 25 Autoren – ein interessantes Buch, in dem man in Wort und Bild in die Planungs- und Baugeschichte des Linzer Musiktheaters eingeführt wird und mit Hilfe der Vielzahl an Illustrationen auch einen guten Einblick in die Architektur des Hauses bekommt. Praktisch jeder Aspekt wird behandelt – bis hin zum kulinarischen. Toni Mörwalds Erkenntnis: »Das klassische Repertoire muss ebenso gepflegt werden, wie neue Wege gegangen werden sollen. Es wäre doch Unsinn, Beuschel, Wiener Schnitzel und Linzer Torte aus dem kulinarischen Repertoire zu streichen oder Beethovens Neunte nicht mehr zur Aufführung zu bringen, nur weil das eine uninspiriert klingt und die Symphonie schon oft gespielt wurde bzw. als Klingelton für Handys angeboten wird.«

Dennis Russell Davies, Thomas Königstorfer, Rainer Mennicken (Hg.): Am Volksgarten 1 – Musiktheater im Aufbruch. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2013. 176 S.; (Hardcover) ISBN 978-3-7025-0711-4. 29 Euro. [www.pustet.at]

Bühne Baden: »Totgesagte leben länger!« – Podiumsdiskussion zu Stellenwert und Perspektive der Operette im 21. Jahrhundert

(c) Martin Bruny

Im Anschluss an die Präsentation des Programms der Bühne Baden für die Saison 2013/14 im Novomatic Forum am 23. April 2013 lud Robert Herzl zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel »Totgesagte leben länger! – Stellenwert und Perspektive der Operette im 21. Jahrhundert«.

Es diskutierten:
· Dagmar Schellenberger (Intendantin der Seefestspiele Mörbisch)
· Robert Herzl (Künstlerischer Leiter der Bühne Baden)
· Thomas Trabitsch (Leiter des Österreichisches Theatermuseums)
Moderation:
· Franz Zoglauer (ATV2 »Highlights«-Kulturmagazin)

Im Rahmen dieser Diskussion (als Stream online, siehe unten) kam unter anderem, wie könnte es angesichts des künstlerischen Desasters auch sein, die Rede auf »Natürlich blond«. Das Urteil der Diskussionsteilnehmer war eindeutig. Aber auch zum Beispiel das Thema »Ausbildung« wurde ausführlich besprochen.

Audiostream der Podiumsdiskussion

Bühne Baden 2013/2014: »Der Mann von La Mancha« & »Jesus Christ Superstar«

Jochen Schmeckenbecher »Der Mann von La Mancha«

Robert Herzl, der Künstlerische Leiter der Bühne Baden, präsentierte am 23. April 2013 im Novomatic Forum das Sommerprogramm 2013 und das Winterprogramm 2013/14 seines Hauses.
Im Musicalbereich bietet Baden drei Premieren: Ab 10. August 2013 wird im Stadttheater Andrew Lloyd Webbers »Jesus Christ Superstar« in englischer Sprache gespielt.
Am 18. Januar 2014 findet die Premiere von »Der Mann von La Mancha« statt. Im Stream zur Pressekonferenz (siehe unten) erzählt Robert Herzl einige interessante Details zur Besetzung dieser Show. Eine Musicaluraufführung steht am 16. November 2013 am Programm: »Aschenputtel«, ein Märchenmusical in zwei Akten und vier Bildern frei nach den Gebrüdern Grimm.

Audiostream der Pressekonferenz

Jesus Christ Superstar
Gesangstexte von Tim Rice
Musical von Andrew Lloyd Webber
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Inszenierung: Robert Herzl
Choreographie: Michael Kropf
Ausstattung: Pantelis Dessyllas

Besetzung
Katharina Dorian, Kerstin Grotrian, Elisabeth Reichart, Karin Seyfried, Beppo Binder, Stefan Bleiberschnig, Nicolas Boris Christahl, Alexander Donesch, Michael Hartinger, Thomas Markus, Darius Merstein-MacLeod, Chris Murray, Markus Neugebauer, Artur Ortens, David Alejandro Rodriguez, Horst Schirmbrand, David Schuler, Nikolaus Stich, Stephan Wapenhans, Rafael Albert Weissengruber, Erwin Windegger

Premiere 10. August 2013, 19.30 Uhr, im Stadttheater Baden
August 11/16/21/27/28 //// September 3/4
Vorstellungsbeginn jeweils 19.30 Uhr
Musiktheater Einführungsgespräch: 4. August 2013, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Der Mann von La Mancha
Musical von Dale Wasserman; Musik von Mitch Leigh
Gesangstexte von Joe Darion
Inszenierung der Uraufführung von Albert Marre
Deutsch von Robert Gilbert
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Inszenierung: Robert Herzl
Choreografie: Michael Kropf
Ausstattung: Pantelis Dessyllas

Besetzung
Dessislava Filipov, Kerstin Grotrian, Adrineh Simonian, Reinhard Alessandri, Beppo Binder, Glenn Desmedt, Anton Graner, Robert Herzl, Thomas Markus, Daniel Ohlenschläger, Artur Ortens, Jochen Schmeckenbecher, Wilhelm Seledec, Stephan Wapenhans, Thomas Weinhappel

Premiere 18. Jänner 2014, 19.30 Uhr
Jänner 19*/25/26* //// Februar 1/2*/8/9*/20/21 //// März 1/7/8
Vorstellungsbeginn jeweils 19.30 Uhr (* 15.00 Uhr)
Musiktheater Einführungsgespräch 12. Jänner 2014, 11.00 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Aschenputtel
Märchenmusical in zwei Akten und vier Bildern frei nach den Gebrüdern Grimm
Musik: Pavel Singer
Geschichte und Text: Thomas Jorda
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Manfred Waba
Ausstattung: Manfred Waba

Besetzung
Judith Halasz, Julia Koci, Luzia Nistler, Alice Rath, Regina Schörg, Eugene Amesmann, Manfred Equiluz, Michael C. Havlicek, Robert Sadil, Tibor Szolnoki

Premiere 16. November 2013, 15.00 Uhr
November 17/24/30 //// Dezember 1/7/8/21/22
Vorstellungsbeginn jeweils 15.00 Uhr

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