Martin Bruny am Samstag, den
21. Mai 2011 um 13:05 · gespeichert in Musical, Deutschland
Wenn man Matthias Bollwerk als Darsteller für ein Musical engagiert, bekommt man, wenn man will, ein Promotionpackage gleich mitgeliefert. Der Musicaldarsteller hat seit seinem Wiener Engagement bei “Frühlings Erwachen” 2009 seinen “Notizblog” am Laufen, in dem er in mittlerweile bereits 226 Folgen nicht nur sein berufliches Leben, aber viele Aspekte des beruflichen “Alltags” eines Musicaldarstellers im Theater, bei Proben, Premieren und Pannen, aber auch außerhalb des Theaters etwa bei Promotionauftritten covert.
Derzeit ist Bollwerk bei der Musicalproduktion “Die Päpstin” in Fulda engagiert, und auch hier bietet er in einigen Folgen seines “Notizblogs” Blicke hinter die Kulissen.
“Wenn Rosenblätter fallen”, ein Musical von Rory Six und Kai Hüsgen, feiert am 6. Oktober 2011 im Hamburger Theater Kehrwieder seine deutschsprachige Erstaufführung. Ab dem 29. Oktober 2011 ist die Produktion im Wiener Theater Akzent zu sehen.
Die Uraufführung unter dem Titel “En leven zonder jou” fand am 4. November 2010 im M-Lab in Amsterdam statt. Bereits im Vorfeld hat die Produktion beim Niederländischen MusicalMakersBeurs 2010 der niederländischen Stiftung TeksTpieremenT gewonnen.
Die Cast: Jana Stelley, Carin Filipcic und Dirk Johnston. Der Abend steht unter der musikalischen Leitung des Komponisten Rory Six und der Regie von Dirk Schattner.
Handlung
Der 19-jährige Till lernt während seines Studiums die gleichaltrige Iris kennen. Die beiden kommen sich rasch näher. Till bemerkt im Laufe der Beziehung immer mehr Ähnlichkeiten zwischen Iris und seiner kürzlich verstorbenen Mutter Rose. Er durchlebt in seiner Erinnerung noch einmal die Monate, in denen er seine krebskranke Mutter bis zu ihrem Tod begleitet hat.
Das Stück basiert auf dem preisgekrönten gleichnamigen Jugendbuch der Belgierin Brigitte Minne.
Martin Bruny am Sonntag, den
27. März 2011 um 15:39 · gespeichert in Musical, Deutschland
Kehrtwende in Sachen “Rebecca”. Das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, das von Stage Entertainment ursprünglich als reichlich düster eingestuft wurde, scheint nun doch ins Konzept der Musicalschmiede zu passen. Wie schön. Seit der Bekanntmachung, dass ab Dezember 2011 in Stuttgart eine Version der Show zu sehen sein wird, die der Wiener Inszenierung entsprechen dürfte, kocht der deutsche Blätter- und Bloggerwald geradezu. Natürlich haben alle “gewusst”, dass nur Pia Douwes die Rolle der Haushälterin spielen kann, klar. Und natürlich, wer sonst als Uwe Kröger sollte Maxim spielen? Wenig Schmeichelhaftes könnte man dem entgegnen, doch wozu, ein wenig Enthusiasmus hie und da kann nicht schaden.
Martin Bruny am Mittwoch, den
9. März 2011 um 02:05 · gespeichert in Musical, Deutschland, Kult
Über 200 Tanzbegeisterte, darunter das gesamte Ensemble des Staatsballetts Berlin, Ballettschüler der Stadt und Berliner Ballettfans überraschten am 3. März 2011 abends die Reisenden am Berliner Hauptbahnhof mit einer Tanzperformance. Mit dabei auch der Intendant des Staatsballetts Berlin, Vladimir Malakhov. Er wird in der neuen Produktion »OZ - The Wonderful Wizard” den wunderbaren Zauberer von OZ verkörpern, die Uraufführung ist am 12. März 2011 in der Komischen Oper Berlin.
Eigens für diesen Überraschungsauftritt im Berliner Hauptbahnhof, in Kooperation mit der Deutschen Bahn, entwickelte der Choreograph von »OZ - The Wonderful Wizard”, Giorgio Madia, eine Choreographie, die alle Mitwirkenden, zum Teil per Video, erlernen konnten. Zur Erkennungs-Musik seiner neuen Inszenierung tanzten alle Mitglieder des Staatsballetts Berlin zusammen mit Ballettschülern und Tanzbegeisterten der Stadt.
Benj Pasek und Justin Paul sind am 24. März 2011 im Hamburger Stage Club live zu sehen. Organisiert wird der Konzertauftritt des 2007 mit dem Jonathan Larson Award ausgezeichneten Komponisten-/Texter-Duos von RE:PRESENT, einer Agentur, die im vergangenen Herbst ein Konzert von Jason Robert Brown im TUI Operettenhaus präsentiert hat.
Im »Stage Club« gestalten Pasek und Paul ihren ganz persönlichen Abend am Klavier, präsentieren ihre Songs, erzählen ihre Geschichte – und stellen sich dabei erstmals öffentlich dem deutschen Publikum vor.
Tickets sind für 15 Euro an der Abendkasse erhältlich - oder Reservierungen unter tickets@stageclub.de.
Pasek und Pauls “Part of a Painting” aus dem Musical “Edges”, gesungen von Colin Hanlon.
Am 28. Februar 2011 fand in Wien die erste “Listening Party” für “Iron & Coal”, das neue Konzeptalbum des Komponisten Jeremy Schonfeld (”37 Notebooks”, “Drift”, “Blue Skies and All”), statt.
“Iron & Coal”, das in Berliner und Wiener Tonstudios eingespielt wurde, ist ein Konzeptalbum in Erinnerung an die Millionen Opfer des Holocaust - und für die, die überlebt haben, für Schonfelds Familie, für Jeremy Schonfeld selbst und vor allem für seinen Vater.
Jeremy Schonfelds Vater Gustav Schonfeld (78) ist ein Auschwitz-Überlebender. Seine Autobiographie “Absence of closure” ist im Februar 2009 erschienen. Gustavs Schicksal und sein Umgang damit waren dominante Themen im Leben von Jeremy Schonfeld. Als Gustav an seinem Buch arbeitete, war Jeremy sein erster Leser.
Als Komponist war es Jeremy Schonfeld eines Tages klar, dass er das Thema musikalisch verarbeiten wollte. Zuerst überlegte er, die Biographie seines Vaters als Basis eines Musicals oder einer Oper zu verwenden, erkannte aber rasch, dass das die Geschichte seines Vaters war und er für seine Aufarbeitung einen eigenen Zugang brauchte. Er entwickelte eine Parallelhandlung von Vater und Sohn.
“Iron & Coal” handelt von einem Vater, Mitte 20, der mit dem Umstand umzugehen lernen muss, dass er überlebt hat, und andere nicht. Seine Reise endet mit der Geburt seines Sohnes. Als Parallelgeschichte wird die Entwicklung seines Sohnes erzählt, dessen Reise mit dem Tod seines Vaters beginnt. Sein Leben ist von dessen Leiden, von Auschwitz überschattet. Seine Reise führt ihn in einen Zustand, in dem er sich von dem Schatten von Auschwitz endlich befreit fühlt.
Der Komponist beschreibt sein Projekt folgendermaßen:
My father, Dr. Gustav Schonfeld, was a mere 10 year-old boy in May of 1944 when the Nazis marched into his hometown of Munkacs, a villiage nestled near the Carpathian mountain range close to the Hungarian border. Shortly thereafter, he was forced, along with my grandparents, his baby brother, and several relatives, into the overcrowded cattle cars that brought countless numbers of Jews to Auschwitz for ‘extermination’. For an entire year my father endured what most of us can never truly imagine or comprehend.
In a preserved class photo featured in his memoirs (”Absence of Closure”), my father sits center amongst a group of 30 of his young classmates and their rabbinical teacher. My father is the only survivor from that photo.
My grandfather used to say that he could ‘break iron’ with his will.
My grandfather, Dr. Alexander Schonfeld, was a very successful and highly respected doctor in Munkacs before the war. With his wife, Helena, and his three sons Fredi, Gustav, and baby Solomon, Grandpa built a large home with a separate office suite for his thriving practice near the center of town at Munkacsy Mihaly Street 10. When the Nazis finally ‘cleansed’ Munkacs, it was my grandfather’s finely-honed skills as both steady and knowledgeable doctor and trusted leader that helped spare his and my father’s lives. He was also famous for saving others. As a child, I remember an older man approached my grandfather while our family was in Miami on vacation. He had tears in his eyes as he thanked my grandfather for saving his life.
When I first set out to create “Iron and Coal” I didn’t know precisely what I was doing or why. After all, the experiences my father shared in his memoir were his alone. What business did I have attempting to ‘musicalize’ his story? After much soul-searching, I decided the best course of action was to focus on the emotional toil and fallout of the Holocaust over the victim (my father) and his son (me). I gave myself artistic license to explore these emotional perspectives through my own eyes, freeing myself from the burden of specific linear storytelling. The result is an album covering three main areas: 1) A father as he attempts to create a life out of the ashes, 2) A son as he attempts to come to terms with his fractured life after his father has passed away, and 3) The ghosts of a distant, vanished world.
Erste musikalische Proben aus “Iron & Coal” bietet Jeremy Schonfeld auf seiner Website –> hier.
“Iron & Coal”-Team
- Martin Gellner
- Jeremy Schonfeld
- Werner Stranka
Vor über einem Jahr begannen in Maschen, südlich von Hamburg, die Planungen, Verbindungen zwischen Johann Sebastian Bachs »Matthäuspassion« und Andrew Lloyd Webbers Rockoper »Jesus Christ Superstar« zu ziehen.
So groß scheinbar die Gegensätze der Anlage dieser beiden Stücke sind, so haben sie doch so vieles gemein. Beiden Vertonungen liegt etwa der Passionsbericht zu Grunde. Beide Komponisten und ihre Librettisten versuchen in den Rahmen- und Einschubtexten die Fragen ihrer Zeit zu beantworten. Darin liegt das besondere Reizmoment: Erfahren, Erspüren und Erhören, wie sich die Sicht auf das Leiden Christi von 1729 bis 1971 verändert hat.
Am 17. April 2011 (Beginn: 16:30 Uhr) findet in der Friedenskirche zu Maschen die Aufführung “Jesus Christ - Superstar?” statt. Als Solisten mit dabei: Musicalsänger des Wiener Raimund Theaters und der Wiener Volksoper sowie des Stuttgarter Apollo Theaters, Gesangsprofessoren der Hamburger Musikhochschule sowie verschiedene Chöre der Region Hamburg.
Cast
Anna Philipp: Sopran
Anne-Dorothea Pahl: Alt
Jörn Dopfer: Bass
Oliver Arno: Jesus
Max Niemeyer: Judas
Henrike Petter: Maria Magdalena
Pascal F. Skuppe: Pontius Pilatus
Unterstufenchor des WdGs Hamburg-Volksdorf
Jugendchor Imagine der Friedenskirche Maschen
Chor des Hamburger Konservatoriums Leitung Almut Stümke
Kirchenchor CANTATE der Friedenskirche Maschen
Projektorchester der Friedenskirche Maschen
Konzertmeister Alexander Radulescu
Moderation Reinhard Schünemann und Schüler des Walddörfer Gymnasium Hamburg-Volksdorf
Leitung Pascal F. Skuppe
Tickets
- Stoffträume, Horster Landstraße 116,
- per Mail: info(at)reinivent.de
- Restplätze an der Abendkasse
Martin Bruny am Dienstag, den
22. Februar 2011 um 14:28 · gespeichert in Musical, Deutschland
Am 25. Februar 2011 feiert Stephen Sondheims Musical-Comedy «Zustände wie im alten Rom†in der Kulturfabrik Koblenz Premiere. Auf der Bühne: eine junge Truppe des Koblenzer Jugendtheaters.
Web-2.0-gerecht geht man bei der Vermarktung dieser Produktion auch beispielsweise mit Videos ins Web. Auf YouTube unter anderem: ein interessantes Interview mit Darsteller Sebastian Steil zum Thema “Hauptberuflicher Darsteller? NEIN danke!” (–> hier) und ein Interview mit Regisseur Andre Wittlich über “Zustände wie im alten Rom” (–> hier)
Natürlich gibt es eine Website zur Show (–> hier), und man ist auf Facebook, flickr und Twitter vertreten.
Martin Bruny am Donnerstag, den
9. Dezember 2010 um 16:31 · gespeichert in Musical, Deutschland
“Elisabeth”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, ist 2011 wieder auf Tour. 2012 jährt sich das Datum der Uraufführung der Show zum 20. Mal, und alle Sisi-Fans in Köln und Frankfurt dürfen schon mal in Vorfreude auf all das, was noch 2012 kommen wird, die Brieftaschen und Kreditkarten zücken: Im Musical Dome Köln ist die Tourneefassung vom 11. Oktober bis 27. November 2011 zu sehen, danach reist “Elisabeth” nach Frankfurt und gastiert da vom 1. Dezember bis zum 18. Dezember 2011.
Schon am 10. Dezember 2010 beginnt das große Geschäft mit den Tickets, die es bei eventim.de unter der Hotline 01805-57 00 99 (14 ct/min.; Mobilfunkpreise max. 42 ct/min.) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen geben wird.