Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - Wien

Wien: “Elisabeth von Thüringen” - Das Musical

Elisabeth von Thüringen1984 komponierte der deutsche Musiker, Komponist und Begründer des Sacro Pop Peter (Piet) Janssens das Musikspiel “Elisabeth von Thüringen” (Text: Hermann Schulze-Berndt). Zum Jubiläumsjahr 2007 wird dieses geistliche Musical in Wien im Pfarrsaal der Pfarre St. Elisabeth aufgeführt.

Der Reinerlös des Projekts kommt dem Witwenverein “St. Elisabeth” in Burkina Faso zugute, der sich der Witwen des Landes annimmt und sie vor einem Leben in Armut bewahrt.

Elisabeth von Thüringen - Das Musical
Pfarrsaal der Pfarre St. Elisabeth

Freitag, 23. November um 19 Uhr
Samstag, 24. November um 19 Uhr
Sonntag, 25. November um 16 Uhr

Tickets:
Mo, Mi, Fr zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr im Pfarrsekretariat, (Sankt Elisabethplatz 9, 1040 Wien), sonntags nach der 9.00-Uhr-Messe
Kinder: 7 Euro, Erwachsene: 12 Euro

Vienna Swing Sisters: A Tribute to the Andrews Sisters

Vienna Swing Sisters; Foto: Rudi Exenberger

Die Andrews Sisters waren die erste Girlgroup in der Geschichte der Popmusik, die mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet wurde. Weitere neun Goldene Schallplatten ersangen sich die Schwestern aus Minneapolis, Minnesota - 46 ihrer Songs kamen in die Top 10 der Billboard Charts. Den Durchbruch schafften die Andrews Sisters 1937 mit ihrer Version von “Bei Mir Bist Du Schen” - einem Song, der ursprünglich 1932 von Sholom Secunda für ein jiddisches Musical komponiert worden war, das innerhalb einer Saison seine Premiere und Derniere erlebte. Bis 1966 waren die Andrews Sisters aktiv und erfolgreich mit ihrem Sound aus Swing, Boogie Woogie und südamerikanischen Rhythmen.

In einer Inszenierung von Wolfgang Lesky bringen die Vienna Swing Sisters die Erfolgsstory der Andrews Sisters mit der Revue “RUM & COCA COLA - A Tribute to the Andrews Sisters” Ende Dezember 2007 auf die Bühne des Wiener Ensembletheaters. Lisa Jacob, Stephanie Lang und Susanne Rader schlüpfen dafür in die Rollen der drei temperamentvollen Schwestern LaVerne, Maxene und Patty Andrews. Markus Richter führt durch den Abend und singt die Parts von Bing Crosby und anderen Gästen der erfolgreichen Girlgroup. Begleitet werden die Vienna Swing Sisters von ihrer Band The Moods (Bernd Leichtfried, Klavier; Martin Treml, Bass; Herwig Wagner, Schlagzeug).

Auf dem Programm stehen Evergreens wie “Don’t sit under the apple tree”, “Boogie woogie bugle boy of Company B.”, “Have I told you lately”, “In the mood” u. v. a.

RUM & COCA COLA - A Tribute to the Andrews Sisters Revue
Schauspiel & Gesang: Lisa Jakob, Stephanie Lang, Susanne Rader, Markus Richter
Musiker: Bernd Leichtfried, Martin Treml, Herwig Wagner
Idee & Musikalische Leitung: Markus Richter
Bearbeitung & Regie: Wolfgang Lesky

Ensembletheater am Petersplatz
Uraufführung: 27. Dezember 2007
Weitere Vorstellungen: 28.-29. sowie 31. Dezember 2007; 2.-5. Jänner 2008
Beginn: 19.45 Uhr

Tickets:
Freie Platzwahl; EUR 17,-, Ö1-Club: EUR 15,-
Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Arbeitslose, Pensionisten, Präsenzdiener, Zivildiener, Kulturimpulse - mit gültigem Ausweis - EUR 12,-; Silvestervorstellung: EUR 30,- / inkl. 1 Glas Sekt ermäßigt 25,-

“Musical! Die Show”: Kandidaten stehen fest

Es ist soweit. Die Kandidaten für die Finalrunde der ORF-Castingshow “Musical! Die Show” stehen fest. Die Präsentation der Kandidaten ist für all jene, die einige Wochen lang die Streams auf musical.orf.at gesehen haben, zum Teil eine Überraschung. Tauchen doch nun im Finale Teilnehmer auf, die man in jenen Streams nie gesehen hat. Beispielsweise Werner Mai, der bereits an der letzten Staffel von Starmania teilgenommen hat und nur knapp den Einzug in jene Gruppe verpasst hat, die schließlich im Fernsehen um den Sieg singen durfte. Oder wurde den Stream-Sehern Markus Neugebauer gezeigt? Er war im Sommer 2007 in der Open-Air-Produktion von Frank Wildhorns “The Scarlet Pimpernel” in Staatz in der Hauptrolle zu sehen.

Der Grund für die “Überraschungskandidaten” ist eine zusätzliche Castingrunde, die vom ORF angesetzt wurde, um vielversprechenden Musicaltalenten, die bei den ersten Runden krank oder verhindert waren, eine letzte Chance zu geben. Internetstreams kann es von dieser zusätzlichen 4. Castingrunde keine mehr geben, denn ab Freitag, dem 9. November 2007, steht musical.orf.at ganz im Zeichen der 10 Finalkandidaten.

Wer wissen will, welcher Aufwand hinter dem Internetangebort von “Musical! Die Show” steckt, sollte am Samstag, dem 10. November, um 19.50 Uhr das Magazin “szene” in ORF 1 nicht verpassen: Musicalstar Lukas Perman wirft einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Online-Redaktion und zeigt, wie tagesaktuelle Videos, Porträts und vieles mehr von einem Profiteam ins Netz gestellt werden.

Listen wir die 10 Finalteilnehmer kurz nach ihren Ausbildungsstätten auf:
Konservatorium Wien Privatuniversität: Bernhard Viktorin, Vincent Bueno und Nazide Aylin.
Vienna Konservatorium: Markus Neugebauer, Alice Macura
Prayner Konservatorium: Eva Klikovics
Musical Akademie Graz: Simone Fetz
Universität für Musik und Darstellende Kunst: Alexander Donesch
Ohne Angaben: Gudrun Ihninger, Werner Mai

“Musical! Die Show” geht ab 23. November auf Sendung.

Links:
- Kurzportraits der Kandidaten
- Die OÖNachrichten über Gudrun Ihninger & Werner Mai

Volksoper Wien: Auslastung 20 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt

Robert Meyer im Zuschauerraum: Copyright: Dimo DimovNach der guten Auslastung im September 2007 gibt es für die Volksoper Wien auch im zweiten Monat der Direktion Robert Meyer Grund zur Freude. Die Sitzplatzauslastung lag im Oktober 2007 bei 82,1 Prozent. Darüber hinaus konnten im Oktober 2007 die höchsten Einnahmen seit elf Jahren erzielt werden. Die Oktobereinnahmen liegen damit 20 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt des Vergleichszeitraums.

Ein Grund dafür dürfte auch die Ticketpeiserhöhung sein, die mit Beginn der Intendanz Meyer durchgeführt wurde. So kostete ein Ticket für das Ballett “Tanzhommage an Queen” in der besten Kategorie in der Vorsaison 36 Euro. Für eine Eintrittskarte derselben Kategorie muss man nun 61 Euro hinblättern.

Die Vorstellungen der Eröffnungsproduktion »Orpheus in der Unterwelt« sind seit der Premiere ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage hat es bereits zwei ausverkaufte Zusatzvorstellungen gegeben. Vier neue Zusatztermine sind daher für 19. und 25. Jänner 2008 sowie 1. und 6. Februar 2008 geplant. Weitere Zusatzvorstellungen betreffen die Produktionen “Martha” am 22. Jänner 2008, “Die Hochzeit des Figaro” am 31. Jänner 2008 sowie am 13. Februar 2008 und »Die Csà¡rdà¡sfürstin« am 11. Februar 2008.

Der Vorverkauf für die Vorstellungen im Jänner beginnt am 1. Dezember. Karten für die Februar-Vorstellungen sind ab 1. Jänner 2008 erhältlich.

Raimund Theater: “Inspektor Engelbert” - die Musicalpremiere

Inspektor EngelbertAlljährlich vor Weihnachten produzieren die Kinderfreunde gemeinsam mit dem Theater des Kindes ein Musical für 6- bis 12-jährige Kinder, das im Raimundtheater 6 Mal aufgeführt wird.
2007 steht das magische Musical “Inspektor Engelbert” auf dem Programm. Das Buch stammt von Barbara Demuth und Willy Honauer, die Musik hat Christian Brandauer komponiert, Regie führt Renate Kastelik, für die Choreografie zeichnet Max Volt verantwortlich.

Cast
Peter Rapp, Monika Mosser, Dietmar Seidner, Max Volt, Wolf Aurich, Barbara Wallner, Nikolaus Raspotnik, Raimund Stangl, Gottfried Falkenstein, Marcus Strahl und Christian Brandauer sowie die Kinder Anja, Julia, Lilli, Lena, Rebecca und Stella.

Kinder-Musical “Inspektor Engelbert”
für Kinder von 6 bis 12 Jahren (ab Volksschule)
im Raimundtheater, 1060 Wien
Samstag, 8. Dez. 2007
10.30 Premiere/14.00 Nachmittagsvorstellung

Sonntag, 9. Dez. 2007
Vorstellungen um 10.30 und 14.00 Uhr

Sonntag, 16. Dez. 2007
Vorstellungen um 10.30 und 14.00 Uhr

Einlass jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Show. Dauer: 90 Minuten ohne Pause. Gratiskarten NUR für Kinder per Telefon oder E-Mail bei den Wiener Kinderfreunden. Auskunft und Kartenbestellung ab 5. November:
Tel.: 01-40125/11
E-Mail: kind-und-co@wien.kinderfreunde.at

Erwachsene können das Musical nur sehen (in den hinteren Reihen oder im 2. Rang), wenn alle Kinder im Theater Platz gefunden haben und dann noch Plätze frei bleiben!

Auch heuer gibt es eine DVD vom Musical. Die DVD “Inspektor Engelbert” ist bei den Vorstellungen im Raimundtheater (€ 12,-) und auch direkt bei den Wiener Kinderfreunden erhältlich (+€ 0,75 Versandkosten). Auch Restexemplare der DVDs und CDs der letzten Jahre sind noch erhältlich.

Wien: “the beggar & the bird” - Tanzperformance mit Albert Kessler im Odeon

Foto: Laurent Ziegler
Am 8. November 2007 findet im Wiener Odeon Theater die Premiere der Tanzperformance “the beggar and the bird” statt. Buch und Choreographie stammen von der Neuseeländerin Amber Stephens. Das Konzept der Show lässt sich wie folgt zusammenfassen:

The work explores the interaction between movement and voice, while presenting an insight into the nature of power and the transformation of self identity. Amber Stephens, Natalie Jean-Marain and Albert Kessler are performers who have found a unique relationship between voice and dance. Through a deep working connection, and improvisation they have identified a form of story telling which can arise naturally through patterns of vocal play and movement.
Natalie Jean-Marain composed the original score exclusively for “The Beggar & The Bird”. Her primary electronic soundtrack is then detailed and layered by analog instruments playing live on the night of the performance. With minimal media, her idea is to create a
“sound-space” which initiates the audience into the story on an internal level.

Albert Kessler ist Absolvent des Performing Center Austria. Er wirkte unter anderem in der Volksopern-Produktion von “West Side Story” mit, war bei “Musical Christmas in Vienna” der Vereinigten Bühnen Wien als Tänzer engagiert und bei den Perfoming Center Austria-Shows «Verliebte & Verrückte”, «Magic To Do” und «Fleisch & Flesh” zu sehen. Am 10. November steht Albert Kessler mit seiner Show “Musical & More” auf der Bühne des Wiener Szenelokals Cenario.

Leading Team
Music Producer: Carlo Pelikan
Light & Stage Design: Christian Weißkircher
Set & Costume design: Vesna Tušek

Cast
The Beggar: Amber Stephens
The Bird: Natalie Jean-Marain
The Shadow: Albert Kessler

Tickets
Odeon Theater, Taborstraße 10, A-1020 Wien
Telefonische Reservierung: +43 (1) 216 5127

Rathausplatz: Musicalkonzert der VBW 2007

Alexander Goebel
Ein eher unspektakuläres Konzert gaben die Vereinigten Bühnen Wien am 26. Oktober 2007, dem Österreichischen Nationalfeiertag, auf dem Wiener Rathausplatz. Zu einem Playbackband sangen Darsteller aus den “Habsburgischen” und “Rebecca”. Alexander Goebel führte durch die nasskalten 36 Minuten. Weniger Zuschauer als im Vorjahr versammelten sich vor der Bühne, damals jedoch wurde auch keine Sparversion geboten, sondern die Deluxe-Variante mit Band, Chor und Tänzern.
So bedauernswert es auch ist, haben sich die Vereinigten Bühnen Wien nun wohl doch intern darauf geeinigt, nach außen die “Habsburgischen” als Musical zu bezeichnen, anders kann man die Anmoderation von Alexander Goebel zum ersten Song des Konzerts nicht erklären.

Setlist:
- Maria Happel, Sigrid Hauser, Delia Mayer: “Ja die Männer”
Sigrid Hauser
Anmoderation von Alexander Goebel:

Meine Damen und Herren, die Vereinigten Bühnen Wien tragen eine große Verantwortung - nicht nur für die vielen hundert Arbeitsplätze, die sie zur Verfügung stellen, sondern natürlich auch eine künstlerische Verantwortung. Diese heißt, das Musical stets weiterzubringen. Und da war es natürlich nur ein kleiner Schritt, dass wir irgendwann mal gesagt haben, wir gehen es an, wir gehen die wohl berühmteste und mit Sicherheit einflussreichste Familie dieses Landes an und erzählen die Geschichte der Habsburger. “Die Habsburgischen” ist das neueste Werk der Vereinigten Bühnen. Michaela Ronzoni und Christian Kolonovits haben daraus eine Musical-Satire vom Feinsten gemacht, das heißt zwei Stunden lang wirklich ablachen. Es ist eine Gaudi zu Hofe, es ist wirklich sich abhauen auf Kosten des Kaisers. Und es ist ein Mehrwert. So ist es mir zumindest gegangen. Wenn man drinnen sitzt und dann wieder all die Geschichten sieht und all die Schmähs hört, von denen wir ja gehört haben, irgendwann in der Schule, die Habsburgischen, der Kaiser, der Karl und diese ganzen Geschichten. Die kommen aber auf überaus unterhaltsame Weise zwei Stunden lang dort zugange. Bis zum 16. Dezember auf jeden Fall noch im Museumsquartier.

Maria Happel
Uwe Kröger
- Uwe Kröger: “Gott, warum?”
Marika Lichter
- Marika Lichter: “I’m an American Woman”
Wietske van Tongeren & Kerstin Ibald
- Wietske van Tongeren & Kerstin Ibald: “Die Stärke einer Frau”
Carsten Lepper
- Carsten Lepper: “Eine Hand wäscht die andre Hand”
Susan Rigvava-Dumas
- Susan Rigvava-Dumas: “Rebecca”
Wietske van Tongeren & Uwe Kröger
- Uwe Kröger & Wietske van Tongeren: “Jenseits der Nacht”

Weitere Bilder unter “Kultur-Channel/Showfotos”.

Cenario: Lukas Perman & Marjan Shaki - “schnurlos”

18. November 2007
19:30bis21:00

schnurlos - Lukas Perman & Marjan Shaki
Zwei Benefizkonzerte zugunsten der Aktion “Menschen für Menschen” geben Lukas Perman & Marjan Shaki am 17. und 18. November 2007 im Wiener Szenelokal Cenario.

Ins Leben gerufen wurde “Menschen für Menschen” von dem Schauspieler Karlheinz Böhm. Er wettete 1981 in der ZDF-Sendung “Wetten, dass ..?”, dass “nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für Menschen in der Sahelzone spendet”. Mit 1,2 Mio. DM flog er nach dieser Sendung im Oktober 1981 erstmals nach Äthiopien und gründete am 13. November 1981 in Deutschland die Hilfsorganisation “Menschen für Menschen”.

Wer zu den Konzerten kommen möchte, kann seine Ticketreservierung an mail@marjan-shaki.de unter Angabe des Vor und Zunamens sowie der0 Anzahl der gewünschten Tickets richten. Mitglieder des Lukas Perman-Fanclubs melden sich am besten direkt unter lukasfanclub@gmx.net an.

Lukas Perman & Marjan Shaki - “schnurlos”
Sa 17.11.207 um 19 Uhr
So 18.11.2007 um 19:30 Uhr
im CENARIO (Tiefer Graben 22 1010 Wien)
Eintrittspreis: € 15

Cenario: Lukas Perman & Marjan Shaki - “schnurlos”

17. November 2007
19:00bis20:30

schnurlos - Lukas Perman & Marjan Shaki
Zwei Benefizkonzerte zugunsten der Aktion “Menschen für Menschen” geben Lukas Perman & Marjan Shaki am 17. und 18. November 2007 im Wiener Szenelokal Cenario.

Ins Leben gerufen wurde “Menschen für Menschen” von dem Schauspieler Karlheinz Böhm. Er wettete 1981 in der ZDF-Sendung “Wetten, dass ..?”, dass “nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für Menschen in der Sahelzone spendet”. Mit 1,2 Mio. DM flog er nach dieser Sendung im Oktober 1981 erstmals nach Äthiopien und gründete am 13. November 1981 in Deutschland die Hilfsorganisation “Menschen für Menschen”.

Wer zu den Konzerten kommen möchte, kann seine Ticketreservierung an mail@marjan-shaki.de unter Angabe des Vor und Zunamens sowie der0 Anzahl der gewünschten Tickets richten. Mitglieder des Lukas Perman-Fanclubs melden sich am besten direkt unter lukasfanclub@gmx.net an.

Lukas Perman & Marjan Shaki - “schnurlos”
Sa 17.11.207 um 19 Uhr
So 18.11.2007 um 19:30 Uhr
im CENARIO (Tiefer Graben 22 1010 Wien)
Eintrittspreis: € 15

Ateliertheater Wien/Ensemble ‘83: “I love you, you’re perfect, now change”

Ensemble '83
Joe DiPietros (Buch und Liedtexte) & Jimmy Roberts’ (Musik) Musical “I love you, you’re perfect, now change” ist, wenn man die Anzahl der verschiedenen Inszenierungen, die es in Wien in den letzten vier Jahren zu sehen gab, heranziehen möchte, eine der beliebtesten Shows der Stadt. Gemessen an der Zahl der Besucher, die dieses Musical gesehen haben, kann sie freilich mit den großen Produktionen nicht mithalten, aber egal, ob im Interkulttheater, wo im Mai 2004 die Österreichische Erstaufführung stattfand, im Ensembletheater, wo im April und Mai 2005 eine englischsprachige Version gespielt wurde, oder im Ateliertheater, wo im September und Oktober 2007 wiederum eine deutschsprachige Aufführung (deutsche Fassung von Frank Thannhäuser und Iris Schuhmacher) gegeben wurde - das Publikum nimmt die Show an und die Häuser sind sehr gut besucht bis ausverkauft.
Ensemble '83
Die jüngste Aufführungsserie im Wiener Ateliertheater gestaltete das in Bruck/Leitha beheimatete Ensemble ‘83 als Gastspielproduktion. Zwei Vorstellungen waren angesetzt (29.9. und 13.10.), beide Shows waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Ensemble '83
Gespielt wurde ohne Mikros, ausschließlich mit Klavierbegleitung (Werner Müller) - im kleinen Ateliertheater eine Optimallösung. Petra Deutsch, Christine Haas, Eva Kohler, Doris Mernig, Eva Ursprung, Werner Haas und Andreas Mikuta zeigten eine im Gegensatz zu den anderen in Wien gelaufenen Inszenierungen etwas gestrafftere Version, wobei keine Szenen ausgelassen wurden, aber der Szenenflow zügiger vonstatten ging. Nach jeder der 17 Szenen ist ein Umbau nötig, das hat bei den bisherigen Versionen, die in Wien zu sehen waren, oft zu mehrminütigen Unterbrechungen geführt. Das Ensemble ‘83 konnte den Umbau binnen Sekunden bewerkstelligen. Selbstverständlich waren die Kulissen zum Teil recht einfach gehalten, aber genau das ist ja einer der Vorteile dieser Show: Geschildert werden Szenen des Einander-Kennenlernens und des Miteinander-Lebens, mit denen sich das Publikum sofort verlinken kann, und wenn das einmal geschafft ist, ist die Szenerie auf der Bühne Nebensache. Die Kunst, die genialen Melodien und Schauspielszenen mit Leben zu erfüllen, diese Kunst, die dieses “Sich Verlinken” ermöglicht, beherrscht das Ensemble ‘83 - und siegt im Direktvergleich mit den beiden anderen erwähnten Inszenierungen haushoch. In keiner der anderen Produktionen wurden die meisten der Szenen so glaubhaft gegeben. Beispielsweise die zwei schwersten: “Das erste Kontakt-Video von Rose Ritz” und “Begräbnis zum Verlieben” - wunderbare Schauspielszenen, oder auch der Song “Sag mir, ob die Liebe ewig währt” - mit viel Liebe zum Detail erarbeitet und berührend interpretiert, wie beispielsweise auch das urkomische “Familie auf Abwegen”, in dem mit einigen Rollstühlen eine Autoszene nachgestellt wird. Stühle wurden selbstverständlich bisher bei allen Inszenierungen verwendet, das Ensemble ‘83 jedoch schafft mit Rollstühlen und einer ausgeklügelten Rollstuhl-Choreographie einen Perspektivenwechsel im imaginären Auto selbst. Man täuscht sogar einen Ausparkvorgang vor. Da steckt viel Einfallsreichtum und Witz dahinter - und letztendlich Lust am Spiel, und das ist es, was diese Produktion vor allem auszeichnet: die Freude am Performen. Das gesamte Ensemble, eine reine Amateurgruppe, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich, die Regie hat Thomas Mayer übernommen. Ein wunderbarer Abend.
Ensemble '83

« zurueck · vor »