Martin Bruny am Donnerstag, den
22. November 2012 um 02:39 · gespeichert in Theater
Im Haus der Begegnung Mariahilf zeigt die Scene 22 am 13. Dezember 2012 »Die ferne Lust«, ein Stück von Thomas Hold nach Arthur Schnitzlers »Das weite Land”. Es kommen sechs Charaktere aus Schnitzlers Original vor. Allerdings gibt es nur zwei Darsteller.
Zur Handlung
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, kurz nachdem der Klavierspieler Korsakow beerdigt wurde. Friedrich ahnt eine dunkle Geschichte zwischen seiner Frau Genia und Korsakow. Ein verhängnisvoller Brief an Genia lässt das Karussell der Seitensprünge und Intrigen sich immer schneller drehen. Alle Charaktere suchen die ferne Lust in sich und in anderen Personen. Jedoch bleibt nur eine leere Fassade zurück. Oder schafft eine Person doch den Ausbruch aus der eintönigen Lügerei?
»Hands Up – Excitement!« ist ein musikalisches Derivat der multiplen Kunstfigur Hans Narva (Herbst in Peking, The Inchtabokatables, Maximilian Hecker). Für die musikalisch inszenierte Melancholie nach der Depression sorgen augenblicklich neben oben erwähnter Figur Claudia Lehmann (Melodika, Voc), Julia Malik (Vio, Voc), Robert Beckmann (Bratsche, Voc), August Diehl (Git, Voc), Jakob Enderlein (Cello) und Alexander Lode (Schlagzeug). Für kammermusikalischen Trost sorgen weiterhin Mattef (Produzent), Falko Teichmann (Voc), Stefan Scholz (Arrangement, Vio, Voc) und Daniel Dorsch (Piano). [Pressetext Garage X]
Martin Bruny am Montag, den
8. Oktober 2012 um 18:03 · gespeichert in Theater
Nach 20 Jahren im Showbusiness weiß die Schauspielerin Elke Winkens eines: Alles gelogen!
Der gefährliche Stunt: Gelogen!
Das Alter: Gelogen!
Die Interviews: Gelogen!
Die heile Familie: Gelogen!
Das faltenfreie Foto: Gelogen!
Mit neun Jahren stand Winkens zum ersten Mal auf einer Bühne. Seitdem hat sie ihren Weg im österreichischen und deutschen Showbusiness gemacht und ist zum Publikumsliebling geworden. In ihrem ersten Soloprogramm wirft die Schauspielerin, die an der London Studio Center School studiert hat und ihr Musicaldiplom an der Musical School am Theater an der Wien gemacht hat, einen Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts und gewährt Einblick in persönliche Erlebnisse. Sie singt, tanzt an der Stange, erzählt Anekdoten und Geschichten aus ihrem Leben.
Warum eine Frau um die 40 in unserer Gesellschaft nicht alleine leben darf? Wie sie über ihre Verhältnisse lebt und trotzdem noch unter ihrem Niveau? Und warum der Spitzname ihrer Kindheit hier in Österreich zum Problem wurde? Das sind einige der Themen des Theaterabends, bei dem Thomas Smolej (derzeit am Kabarett Simpl) Regie führt.
Nachdenklich, ehrlich und ungeschönt geht es auch um gescheiterte Beziehungen, Lebensenttäuschungen und Ungerechtigkeiten – und natürlich erzählt Winkens die ganze Wahrheit! Oder ist doch nur alles gelogen?
Elke Winkens: Alles gelogen!
Kabarettprogramm mit Musik
Regie: Thomas Smolej
Premiere
7. November 2012, 19:30 Uhr
EdenBar, Liliengasse2, 1010Wien
WeitereTermine
09. November 19:30Uhr
10. November 19:30Uhr
11. November 19:30Uhr
14. November 19:30Uhr
15. November 19:30Uhr
16. November 19:30Uhr
17. November 19:30Uhr
Kartenvorverkauf
Ö-Ticket, tel.: 0196096 oder online: www.oeticket.com
Ein Ticket kostet 29,60 Euro
Freie Platzwahl!
Handlung
Für Jemima beginnt eine Berg- und Talfahrt, als sie ihren Arbeitsplatz verliert – oder besser gesagt, als man sie gehen lässt. Verunsichert und verloren erscheint ihr eine rettende Hand und offeriert ihr einen Job mit ungeahnten Möglichkeiten. Lucy Abbadon als Repräsentantin des Teuflischen zeigt ihr, wie man sich in einer Welt der Datenvernetzung und dem Gefüge von Angebot und Nachfrage Macht verschaffen kann.
Biblische Geschichte versus heutige Zeit
Mit einem minimalistischen Bühnenbild, zwei Schauspielerinnen und viel schwarzem Humor entpuppt sich »The Right Job« als skurrile Geschichte, die ihre Absurdität aus der Überlagerung verschiedener Ebenen, der biblischen Geschichte und den Themen unserer heutigen Zeit bezieht. Wie in einem Reagenzglas entwickelt sich auf der Bühne der Kontrast zwischen guter Absicht, Unmenschlichkeit und Entfremdung.
Es ist das Debüt von Robert G. Neumayr als Regisseur. Gemeinsam mit den beiden Schauspielerinnen Daniela Dett und Lynne Ann Williams zeichnet der gebürtige Salzburger ein Bild einer Gesellschaft, das mehr Realität und absurde Mechanismen aufzeigt, als einem vielleicht lieb sein mag.
Termine
5., 7. und 9. November 2012 – jeweils ab 20 Uhr
Wo
Kunst im Prückel
Biberstraße 2
1010 Wien www.kip.co.at
Tel.: 01 512 54 00
Preise
Vorverkauf: 12 Euro
Ermäßigt: 10 Euro
Abendkasse (2 Stunden vor Beginn): 15 Euro
Online: www.robertneumayr.com
Martin Bruny am Freitag, den
28. September 2012 um 00:46 · gespeichert in Theater
Zur Weihnachtszeit wird die neu gegründete Open House Theatre Company in Wien das Theaterstück “A Christmas Carol” auf die Bühne bringen. Der Großteil der Finanzen ist geregelt, einen Teil möchte die Theatergruppe mittels Crowd Funding regeln.
Jeder, der möchte, kann mitmachen, ab 5 Euro steht man im Programmheft, bei 50 Euro gibt es ne “Tea Party” mit den Castmitgliedern. Nähere Infos, wie man dabei mitmachen kann, gibt es –> hier.
Martin Bruny am Donnerstag, den
6. September 2012 um 23:32 · gespeichert in Tonträger
Auch die aktuelle Wiener Fassung des Levay/Kunze-Musicals »Elisabeth« wird in Form einer Cast-CD erscheinen, und zwar bereits Mitte Oktober. Warum das gar nicht mal so schlecht ist? Wir leben in Zeiten, in denen Cast-CDs tendenziell eher immer seltener veröffentlicht werden. Wenn sich also eine Firma wie MG Sound, ein Unternehmen wie die VBW … dazu entschließen … wobei, da fängt es an. Wer hat sich entschlossen, eine Cast-CD zu produzieren, wer zahlt? Wer trägt das Risiko? Nicht, dass man erwarten dürfte, darauf Antworten zu erhalten, die man auch publizieren darf … nur, interessant wären die Antworten darauf dennoch.
Erscheinen wird ein Live-Mitschnitt, zusammengemixt aus den Aufnahmen der Premiere und, so hört man, einer zweiten Vorstellung. Warum es ein Live-Mitschnitt wird, kann man leicht erklären. Ein Orchester die Musik als Studioaufnahme neu einspielen zu lassen, ist einfach zu teuer. Dass das Orchester live aufgenommen wird, ist aber selten das Problem. Die Damen und Herren des Orchesters schaffen es, in zwei Vorstellungen praktisch fehlerfrei zu spielen, man kann ja was zusammenschneiden. Eine andere Frage ist der Gesang, denn da wird oft jede “Liveaufnahme” heutzutage zur Farce. Es dreht sich darum: Was von den Liveaufnahmen aus dem Theater wird wirklich verwendet, und welche Lieder/Passagen werden, wenn überhaupt, neu im Studio eingesungen. Angaben dazu gibt es keine. Man will ja niemanden bloßstellen. Nur – ob man unter diesen Voraussetzungen dann manchmal tatsächlich von Liveaufnahmen sprechen kann?
“Elisabeth” bekommt also wieder mal eine Cast-CD, das wird die Fans freuen, und es wäre doch fast wie ein neues Weltwunder, wenn “Rebecca” nicht auch noch ein paar Cast-CDs abbekäme, oderrrrrr?
Martin Bruny am Freitag, den
31. August 2012 um 11:55 · gespeichert in Theater, Pop
Am 4. Oktober 2012 (Beginn: 20 Uhr) spielen die »Zwa Voitrottln« (Johannes Glück, Autor & Komponist des Simpl-Musicals »Krawutzi, Kaputzi – Strengstes Jugendverbot!«) und Dieter Hörmann (Student an der Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater) im Wiener Metropoldi auf.
Im Jänner 2011 als Singer/Songwriter-Duo gegründet, landeten die beiden Interpreten mit ihrem Lied »Fuck se Energiesparlampe« einen YouTube-Hit. Im März 2012 veröffentlichten die »Zwa Voitrottln« ihre Debüt-CD »Hörglück«. Die Bandbreite der darauf zu hörenden Songs reicht von Kabarett über Rap, Wiener Lied, Chanson bis zur Musicalparodie.
Martin Bruny am Dienstag, den
28. August 2012 um 22:11 · gespeichert in Theater
»Warum denn grad Eisler?« Anlässlich des 50. Todestages von Hanns Eisler zeigt das Theater Nestroyhof/HAMAKOM eine Hommage an den kleinen Mann, der überall aneckte und nicht nur musikalisch Maßstäbe setzte.
Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren und ging in Wien zur Schule. Nach zwei Jahren als k. u. k.-Soldat im Ersten Weltkrieg wurde er 1919 Schüler bei Arnold Schönberg, dem er 1923 auch seine Sonate für Klavier op. 1 widmete. 1925 ging er nach Berlin, wo er ab 1928 für Arbeiterchöre und Agitproptruppen komponierte und mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete (»Die Maßnahme«, »Die Mutter«). Ab 1933 lebte Eisler zunächst in Paris, Svendborg und London, ehe er im amerikanischen Exil ab 1938 seine bedeutendsten kammermusikalischen Werke schuf (u. a. »Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben«). In Hollywood komponierte Eisler neben der Musik zu acht Hollywoodfilmen auch sein »Hollywooder Liederbuch« auf Texte von Brecht, Hölderlin und andere. Auf Betreiben der eigenen Schwester musste er sich vor dem Untersuchungsausschuss für unamerikanische Umtriebe verantworten und trotz prominenter Fürsprecher (Chaplin, Bernstein, Copland, Stravinsky) die USA verlassen.
1948 kehrte Eisler nach Europa zurück, zunächst nach Wien und Prag, schließlich nach Ost-Berlin. Obwohl er auf einen Text von Johannes R. Becher die Nationalhymne der DDR in Noten setzte, geriet er mit der DDR-Kulturbürokratie in Konflikt, als er Ende 1952 seinen Operntext »Johann Faustus« veröffentlichte. Bis 1955 arbeitete Eisler überwiegend in Wien für das Neue Theater in der Scala und die Wien-Film am Rosenhügel. In der DDR komponierte er für das Berliner Ensemble und die DEFA. 1959 erlebte er in der Staatsoper Unter den Linden die Uraufführung seiner zum Großteil im Exil komponierten Deutschen Symphonie. Hanns Eisler starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. [Internationale Hanns Eisler Gesellschaft]
Leading Team/Cast
Annette Fischer: Gesang/Produktion Raphael von Bargen: Schauspiel
Armin Fuchs: Klavier
Kördölör: Chor
Anna Hauer: Regie
Termine
18. und 19. September 2012, Beginn: 20 Uhr
Martin Bruny am Montag, den
27. August 2012 um 03:28 · gespeichert in Tonträger
Manchmal kommt man aus dem Staunen nicht raus, welche Künstler und Künstlerinnen in den USA ihre CD-Soloprojekte über Funding-Plattformen finanzieren (müssen), während im deutschsprachigen Raum man manchmal den Eindruck gewinnen könnte, dass fast jeder schon mit einem eigenen Tonträger ausgestattet wird, der einmal bei Tarzan gebrüllt oder ein paar Sekündchen am Marterpfahl gejodelt hat. Die Zeiten haben sich offensichtlich geändert (das ist ja an sich nichts Schlechtes) … in den 90er Jahren war es in den Staaten vermutlich leichter, als etwa ein Bruce Kimmel in der Hochblüte seiner Produzententätigkeit war.
Jüngstes Beispiel einer Funding-Initiative ist Eden Espinosa, bekannt aus “Brooklyn – The Musical”, “Wicked”, “Rent”. Sie hat sich für ihre erste Solo-CD Lieder aus “Wicked”, “Ghost – The Musical”, “Rent”, “Sweeney Todd”, “Will Rogers Follies”, “Aida”, “Brooklyn – The Musical”, “Taboo – The Musical” und “Next To Normal” ausgesucht. Ihr Ziel ist es, die Lieder wie Pop-Songs klingen zu lassen, eigenständig, oder wie Espinosa sagt: “Broadway hits with a pop sensibility”.
Die gute Nachricht ist, dass das Funding-Experiment per kickstarter.com bereits geglückt ist. 19.000 Dollar wollte die Sängerin als Zuschuss zu den Studiokosten, bis jetzt sind schon über 22.000 Dollar zusammengekommen, und jeder, der möchte, kann noch bis 16. September 2012 mitmachen. Wer gar bereit ist 75 Dollar zu investieren, bekommt eine ganz spezielle Limited Edition Christmas EP, die nur an die Kickstarter Backer verschickt wird zusätzlich zum Download und zur signierten Solo-CD, außerdem einen zehnminütigen Telefon- oder Skype-Chat.
Eden Espinosa ist derzeit bereits im Studio und nimmt ihre CD auf, Videos davon finden sich auf der Website von kickstarter.com –> hier.
Martin Bruny am Donnerstag, den
23. August 2012 um 23:25 · gespeichert in Theater
Nach 37 Jahren hat vor wenigen Wochen das »International Theatre Vienna« schließen müssen. Warum es schließen musste, dazu gibt es mehrere, sagen wir »Ansichten«, wobei es müßig ist, weiter darüber zu spekulieren. Die positive Nachricht ist, dass sich bereits eine neue englischsprachige Theatergruppe zusammengefunden hat, die als »OPEN HOUSE THEATRE COMPANY« folgendes Motto hat:
A new Viennese based theatre group aiming to bring good quality English (and occasionally German) language shows to the people in and around Vienna.
Die erste Produktion der Gruppe konnte schon fixiert werden. Es ist »A Christmas Carol« von Charles Dickens, jenes Weihnachtsstück, das das International Theatre Vienna einige Jahrzehnte lang immer zur Weihnachtszeit gegeben hat – vor stets ausverkauftem Haus.