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»Elisabeth«-Cast-CD (2012)

elisabeth2012.jpgDie Frage, die man sich eigentlich stellen müsste, lautet: Wozu diese »Elisabeth«-Cast-CD? Nicht, warum »noch eine«, sondern, »warum diese«? Es kommt wohl kaum vor, dass von einem Musical innerhalb eines Jahres zwei Cast-CDs auf den Markt gebracht werden, die mit denselben beiden Hauptdarstellern aufwarten. Aber genauso gut könnte man an den Anfang aller Fragen die folgende stellen: Wollten uns die VBW verarschen, als sie die Cast mit etwa folgendem Argument vorgestellt haben, nämlich dass sie die BESTEN für die Rolle ausgewählt haben?

Wie maulfaul muss man eigentlich sein, um nicht erklären zu können, warum man wirklich einen Darsteller ausgewählt hat. Denn einen »Besten« gibt es nicht, die Wahl eines Darstellers ist immer ein Kompromiss zwischen mehreren Anforderungsprofilen. Eines davon sollte die stimmliche Qualität sein, ein anderes kann natürlich auch der Girlieanziehungsquotient sein oder die Bühnentürltauglichlichkeit, wobei die letzten beiden wohl eher bei den Chippendales Priorität genießen sollten … aber wenn die beiden Hauptdarsteller der aktuellen »Elisabeth«-Produktion tatsächlich die Besten aller Interessenten wären, was ihre stimmlichen Qualitäten betrifft, dann sollte man das Musicalgenre besser abwinken und sich etwas ganz anderem zuwenden.

»Der Beste aller Bewerber«, das ist eines jener Ammenmärchen der Marketingabteilungen, die sie mit ALT + STRG + FTW in ihre Pressemappen kopieren. Wer sich die Tour-CD, also die erste der beiden 2012 veröffentlichten »Elisabeth«-CD angehört hat, konnte da schon nur lachen. Nun, jetzt haben wir also einen neuen Versuch der beiden Hauptdarsteller, Leben in ihre Figuren zu bringen, und erneut ist das hemmungslos gescheitert.

Wobei man sich, bevor man sich der Qualität dessen, was man hört, widmet, noch eine dieser Fragen, die man uns nie beantworten wird, stellen sollte, nämlich: Wie ist denn diese CD entstanden? Nun, es fanden sich zwei Partner, einer, der die CD produzieren wollte, und ein zweiter, wobei die Rollenverteilung vielleicht nicht ganz so klar ist, wie manche es vermuten wollen. Man einigte sich, die CD LIVE aufzunehmen. Anders wird das auch in unserer Zeit fast nicht mehr möglich sein …

… oder vielleicht doch bald wieder, aber momentan haben wir es noch im Falle von »Elisabeth« mit einer Produktion zu tun, bei der 28 Musiker spielen. Da kommt es doch weit billiger, ihren Sound live aufzufangen, als ihn im Studio oder im Theater unter Studiobedingungen neu einzuspielen. Freilich handelt es sich beim Orchester der VBW um ein nach wie vor sehr gutes, auch wenn beinhart an dessen Ruf gesägt wird, und zwar nicht von außen …

… beinhart etwa, indem in den letzten zwölf Jahren die Zahl der Vollstellen geschrumpft wurde. Bei »Elisabeth« spielt man noch mit 28 Musikern, aber es könnte das letzte Mal sein, dass man in dieser Stärke bei einem Musical antritt (abgesehen von Alibi-Aktionen wie dem »Phantom der Oper«, bei dem man auf Substitute setzen muss, weil man bei gleichzeitiger Bespielung des Raimund Theaters, etwa im Geigen-Bereich gar nicht mehr genügend Mitglieder des VBW-Orchesters zur Verfügung hat, was dann die ganze Veranstaltung eigentlich zur Farce macht, wenn doch 25 Jahre Orchester gefeiert werden sollten und man teilweise von Substituten unterhalten wird, aber das führt uns nun dann doch zu weit, und wir alle können uns vorstellen, wie gefinkelt man von seiten der VBW mit 16-tel Stellen etc. argumentieren wird und der Definition, was ein Orchester ist. Nun, nochmal zur Klarstellung, ein Klang eines Orchesters, der wiedererkennbar und als solcher verwertbar sein soll, kann nur dann gegeben sein, wenn er von Musikern erzeugt wird, die regelmäßig miteinander spielen, ich gehe also von Vollstellen aus, eine Ansicht, die man nicht teilen muss.

Ein weiteres Indiz für den Weg in eine VBW-Epoche, in der das Orchester eine unwichtigere Rolle spielen wird: die Verkleinerung des Orchestergrabens im Ronacher im Rahmen der Umbauarbeiten für »Legally Blonde«, damit man eine zusätzliche Reihe im Theater gewinnt. Diese Reihe wird die Spezialkategorie sein, die VBW nennen sie »Silver Chair«, die Fans Nuttensprudel-Reihe, weil man zum überteuerten Eintrittspreis ein Glas Sekt, ein Programm und eine »Überraschung« bekommt, vielleicht ja ein Säckchen mit Glitter oder einen pinkfarbenen Lippenstift, vielleicht gibts für die Burschen noch ein paar Unterhosen oder Kondome aus dem traurigen Merchandising-Trödelladen vergangener Produktionen, man wird es sicher rechtzeitig erfahren …

… aber wir waren bei der Frage, wie diese CD entstanden ist, und ja, auch wieder ein Punkt, der nie offiziell geklärt werden wird, nämlich die Frage, was an dieser CD live ist, außer den Bühnengeräuschen, dem Applaus und dem Orchester. Fragen wird man sich ja wohl dürfen, zumal, wenn man bei jenen Vorstellungen, bei denen aufgenommen wurde, vor Ort war und etwas VÖLLIG anderes gehört hat, zumal, wenn es zumindest einen Darsteller gibt, der auf seinem öffentlichen Facebook-Profil gepostet hat, dass er zu »Elisabeth«-Nachaufnahmen ins MG-SOUND-Studio unterwegs ist. Was ist also live, wie viel ist an dieser CD live?

Ich stelle mir die entsetzten Gesichter der Toningenieure, eventuell des Texters, des Komponisten, des Dirigenten vor, als sie die Aufnahmen gehört haben. Was haben sie sich wohl gedacht? Schmeißen wir das Ganze einfach in den Gulli? Wir werden es nie erfahren, denn die Musicalwelt ist eine blankpolierte, es wird gelogen, schöngeredet, nur die Wahrheit, die erfährt man nicht. Rein fantasiemäßig weitergedacht, könnte man beschlossen haben, einfach alle Darsteller nachsitzen zu lassen und ihre Parts im Studio neu einsingen zu lassen. Immerhin, es wird nicht so arg gewesen sein wie die ganz besondere Arbeit mit einem der »großen« Musicalstars vergangener Zeiten, bei der man sicher tagelang bit by bit Songstückchen aneinanderkleistern musste, um dann ein Lied herauszubekommen, das wie die gephotoshoppte Fratze von Bambi ohne Seele und ohne Charakter klingt, aber - keine falschen Töne - Gott sei Dank.

Nun, all das sind Spekulationen, nichts dran ist wahr, nicht klagbar, auch wenn ich da schon den einen oder anderen besonders Klagfreudigen sehe. Manchmal könnte man ja vermuten, dass ein paar Geschäftsleute im Business fehlende Umsätze durch miese Tricks mit Anwälten aufzubessern versuchen, aber … nein, kommen wir zum tollen Endergebnis, also zur Doppel-CD »Elisabeth«, die nun in all ihrer Schönheit vorliegt. Positiv zu erwähnen ist das Booklet, das alle Texte enthält und das, wenn man die Farbe Lila mag, als durchaus hübsch bezeichnet werden kann. Eine Prägung am Cover, sehr schöne Fotos, da passt alles.

Geht man jetzt davon aus, und das ist natürlich nur meine Meinung, dass vieles von dem, was man auf dieser CD hört, nicht aus dem live aufgenommenen Material stammt, sondern nachträglich neu aufgenommen wurde, ist das für mich ganz persönlich, nein, nicht Betrug, aber nicht ernstzunehmen. Man schneidet den Applaus, der teilweise nach Darbietungen gespendet wurde, die fast schön körperlichen Schmerz verursacht haben (ich spreche natürlich nur von mir), an Sequenzen, die nun natürlich nicht mehr falsch klingen (aber bisweilen immer noch körperlichen Schmerz verursachen), das Ganze ist ein so absurder Vorgang der Geschichtsumschreibung, unglaublich. Man müsste sich ja fast fragen, ob das noch legitim ist, schließlich haben Kritiker die Premiere, die hier angeblich LIVE vorliegt, gesehen, besprochen … Hier nun vorzugeben, dass alles ganz anders war …

… und es ist ja nicht so, dass man – sogar mit all dem schnieken High-Tech-Studiozeugs – heutzutage tricksen kann, ganz ohne dass man den Umstand merkt, dass getrickst wurde. Wenn ich da eventuell auf den Beginn von »Ich gehör nur mir« (CD 1, Track 14) verweisen darf, wo man den Übergang von einer Live-Passage zu einem Teil, na ja, es ist dann zufällig der gesungene Teil des Liedes, hört, eindeutig hört, das Ausfaden des Halls, aber was schreibe ich, sicher alles nur Einbildung. Sicher, Annemieke van Dam hat vielleicht erst im Studio einen entscheidenden Hinweis bekommen, dass »Elisabeth« am Ende der Show doch ein Eitzerl älter klingen sollte als am Beginn. Auf der Studioaufnahme hört sich die »Totenklage« im ersten Moment dann auch an, als würde sie jemand ganz anderer singen. Live wurde das so nicht serviert. Den Übergang zur Neuaufnahme hört man, wenn man genau hinhört, sogar als ganz unauffälligen Knackser auf der CD (CD 2, Track 21).

Das alles ist kein Vorwurf an die Plattenfirma, es ist vielleicht ein Appell, ein wenig mehr Ehrlichkeit Raum zu geben und in das Booklet zu schreiben, welche Nummern nachträglich im Studio synchronisiert wurden. Insgesamt gesehen hat sich natürlich an der Einschätzung der Cast auch anhand dieser Cast-CD nichts geändert. Die beiden Hauptdarsteller sind in ihren gesanglichen Qualitäten auch im Studio in ihren Limits gefangen. Wie krass der Unterschied zwischen der Cast-CD und dem Live-Erlebnis ist, muss jeder für sich erfahren. Ich persönlich empfehle sogar den Kauf der Cast-CD und dann den Besuch einer Vorstellung – bei der Rory Six den Tod singt. Das ist, als würde man auf der Cast-CD einen Sänger erleben, dessen Stimmvolumen, aber vor allem Interpretationsfähigkeit extrem limitiert ist, während man bei Rory Six das Gefühl hat, dass erst bei ihm die Figur des Todes zu leben beginnt. Er muss sich nicht darauf konzentrieren, die hohen Töne aus sich rauszuquetschen, er gestaltet sie, macht sie zu einem Erlebnis. Wenn sich Seibert ins Stöhnen, Ächzen und Quetschen flüchtet, weil er meint, das würde … ja, was eigentlich, so kann man bei Six davon ausgehen, dass er es versteht, die Interpretationsmöglichkeiten der Songs auszuschöpfen. Das ist nicht der Unterschied zwischen Live-Erlebnis und CD, das ist der Unterschied zwischen Rory Six, dem herausragenden Künstler, und der derzeitigen Erstbesetzung des Todes bei einer VBW-Produktion, womit wir eigentlich noch ausführlich über die Castingmethoden an diesem Haus … aber das hat ja auch ein anderes Mal Zeit.

Fazit: Kaufen, warum nicht, die CD ist ein Dokument für ein sehr gut spielendes und geleitetes Orchester, die Plattenfirma hat getan, was sie konnte, um eine perfekte Arbeit, bei den gegebenen Sängern, abzuliefern, die Aufnahme bestätigt, dass Anton Zetterholm ein großartiger Rudolf ist, der es auf CD und live schafft, große Momente zu gestalten, und ich glaube, es gibt Karaoke-Maschinen, mit denen man ja einzelne Tonspuren ausblenden kann, wenn man das Bedürfnis haben sollte.

Peter Kraus: Für immer in Jeans (DVD)

peter_kraus_2012.jpgDie letzte Tournee von Peter Kraus, die der Altrocker 2012 rund 75 Mal in deutsche und österreichische und vermutlich auch Schweizer Hallen brachte, wurde bei einem seiner Wien-Auftritte von MG SOUND festgehalten und dieser Tage als DVD veröffentlicht. Ein völlig unpeinliches, unterhaltsames Spektakel mit einem Entertainer, der weiß, wie er seine Zielgruppe optimal bedient. Das Buch und die Dialoge steuerten Peter Kraus, Markus Gull, Peter Hofbauer und Wuchtel-King Dieter Chmelar bei. Regie führte Thomas Smolej und dass diese Tour ein solcher Erfolg war, ist, neben dem musikalischen Faktor, sicher auch darauf zurückzuführen, dass in dem rund zweieinhalbstündigen Konzert auch kurzweilig geblödelt und einfach gut unterhalten wurde. Die Musik wird von einer routinierten Band beigesteuert, und es darf bezweifelt werden, dass Peter Kraus allzu viel Arbeit im Studio noch hatte, um etwaige unsaubere Sellen auszubessern. Das, was man in der Halle beim Konzert zu hören bekam, war ein guter, voller Sound. Das musikalische Programm ist eine gelungene Mischung aus den alten Hadern von Kraus wie “Mit Siebzehn”, “Diana”, Tracks von aktuelleren CDs des Altmeisters bis hin zu Klassikern wie “Don’t worry, be happy” und “Rockin’ all over the world” sowie Gesangseinlagen seiner Gäste Mike Kraus und Andy Lee Lang. Eine sehr schön produzierte DVD für alle Fans. Die DVD ist im Fachhandel erhältlich.

Scene 22: »Die ferne Lust«

die-ferne-lust-logo.jpgIm Haus der Begegnung Mariahilf zeigt die Scene 22 am 13. Dezember 2012 »Die ferne Lust«, ein Stück von Thomas Hold nach Arthur Schnitzlers »Das weite Land”. Es kommen sechs Charaktere aus Schnitzlers Original vor. Allerdings gibt es nur zwei Darsteller.

Zur Handlung
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, kurz nachdem der Klavierspieler Korsakow beerdigt wurde. Friedrich ahnt eine dunkle Geschichte zwischen seiner Frau Genia und Korsakow. Ein verhängnisvoller Brief an Genia lässt das Karussell der Seitensprünge und Intrigen sich immer schneller drehen. Alle Charaktere suchen die ferne Lust in sich und in anderen Personen. Jedoch bleibt nur eine leere Fassade zurück. Oder schafft eine Person doch den Ausbruch aus der eintönigen Lügerei?

Es spielen Thomas Hold und Daniela Moser. Daniela Moser hat die Schauspielakademie Elfriede Ott abgeschlossen und Thomas Hold studiert ab Januar 2013 an der New York Film Academy.

Info und Reservierung unter thomas.hold2@chello.at
Termin: 13. Dezember 2012
Königseggasse 10, 1060 Wien
Beginn: 19:30 Uhr

August Diehl eröffnet 4. Spielzeit von Garage X – »Hands Up – Excitement!«

Foto: Nadja Klier

Derzeit ist der Schauspieler August Diehl im Wiener Burgtheater in Heinrich von Kleists »Prinz Friedrich von Homburg« zu sehen. Am 19. Oktober (Beginn: 20 Uhr) eröffnet er in Wien als Sänger und Gitarrist der Band »Hands Up – Excitement!« die 4. Spielzeit der Wiener Garage X.

»Hands Up – Excitement!« ist ein musikalisches Derivat der multiplen Kunstfigur Hans Narva (Herbst in Peking, The Inchtabokatables, Maximilian Hecker). Für die musikalisch inszenierte Melancholie nach der Depression sorgen augenblicklich neben oben erwähnter Figur Claudia Lehmann (Melodika, Voc), Julia Malik (Vio, Voc), Robert Beckmann (Bratsche, Voc), August Diehl (Git, Voc), Jakob Enderlein (Cello) und Alexander Lode (Schlagzeug). Für kammermusikalischen Trost sorgen weiterhin Mattef (Produzent), Falko Teichmann (Voc), Stefan Scholz (Arrangement, Vio, Voc) und Daniel Dorsch (Piano). [Pressetext Garage X]

Tickets gibt es –> hier.

Premiere für das erste Soloprogamm von Elke Winkens: »Alles gelogen!«

elkewinkens2012.jpgNach 20 Jahren im Showbusiness weiß die Schauspielerin Elke Winkens eines: Alles gelogen!

Der gefährliche Stunt: Gelogen!
Das Alter: Gelogen!
Die Interviews: Gelogen!
Die heile Familie: Gelogen!
Das faltenfreie Foto: Gelogen!

Mit neun Jahren stand Winkens zum ersten Mal auf einer Bühne. Seitdem hat sie ihren Weg im österreichischen und deutschen Showbusiness gemacht und ist zum Publikumsliebling geworden. In ihrem ersten Soloprogramm wirft die Schauspielerin, die an der London Studio Center School studiert hat und ihr Musicaldiplom an der Musical School am Theater an der Wien gemacht hat, einen Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts und gewährt Einblick in persönliche Erlebnisse. Sie singt, tanzt an der Stange, erzählt Anekdoten und Geschichten aus ihrem Leben.

Warum eine Frau um die 40 in unserer Gesellschaft nicht alleine leben darf? Wie sie über ihre Verhältnisse lebt und trotzdem noch unter ihrem Niveau? Und warum der Spitzname ihrer Kindheit hier in Österreich zum Problem wurde? Das sind einige der Themen des Theaterabends, bei dem Thomas Smolej (derzeit am Kabarett Simpl) Regie führt.

Nachdenklich, ehrlich und ungeschönt geht es auch um gescheiterte Beziehungen, Lebensenttäuschungen und Ungerechtigkeiten – und natürlich erzählt Winkens die ganze Wahrheit! Oder ist doch nur alles gelogen?

Elke Winkens: Alles gelogen!
Kabarettprogramm mit Musik
Regie: Thomas Smolej

Premiere
7. November 2012, 19:30 Uhr
EdenBar, Liliengasse2, 1010Wien

WeitereTermine
09. November  19:30Uhr
10. November  19:30Uhr
11. November  19:30Uhr
14. November  19:30Uhr
15. November  19:30Uhr
16. November  19:30Uhr
17. November  19:30Uhr


Kartenvorverkauf
Ö-Ticket, tel.: 0196096 oder online: www.oeticket.com
Ein Ticket kostet 29,60 Euro
Freie Platzwahl!

Links
- Elke Winkens
- Eden Bar

Kunst im Prückel: »The Right Job«

therightjob2012.jpg
Am 5., 7. und 9. November 2012 ist im »Kunst im Prückel«, dem im Cafà© Prückel beheimateten Kellertheater, Robert G. Neumayrs humorvolle Verführungsgeschichte »The Right Job« zu sehen.

Handlung
Für Jemima beginnt eine Berg- und Talfahrt, als sie ihren Arbeitsplatz verliert – oder besser gesagt, als man sie gehen lässt. Verunsichert und verloren erscheint ihr eine rettende Hand und offeriert ihr einen Job mit ungeahnten Möglichkeiten. Lucy Abbadon als Repräsentantin des Teuflischen zeigt ihr, wie man sich in einer Welt der Datenvernetzung und dem Gefüge von Angebot und Nachfrage Macht verschaffen kann.

Biblische Geschichte versus heutige Zeit
Mit einem minimalistischen Bühnenbild, zwei Schauspielerinnen und viel schwarzem Humor entpuppt sich »The Right Job« als skurrile Geschichte, die ihre Absurdität aus der Überlagerung verschiedener Ebenen, der biblischen Geschichte und den Themen unserer heutigen Zeit bezieht. Wie in einem Reagenzglas entwickelt sich auf der Bühne der Kontrast zwischen guter Absicht, Unmenschlichkeit und Entfremdung.

Es ist das Debüt von Robert G. Neumayr als Regisseur. Gemeinsam mit den beiden Schauspielerinnen Daniela Dett und Lynne Ann Williams zeichnet der gebürtige Salzburger ein Bild einer Gesellschaft, das mehr Realität und absurde Mechanismen aufzeigt, als einem vielleicht lieb sein mag.

Termine
5., 7. und 9. November 2012 – jeweils ab 20 Uhr

Wo
Kunst im Prückel
Biberstraße 2
1010 Wien
www.kip.co.at
Tel.: 01 512 54 00

Preise
Vorverkauf: 12 Euro
Ermäßigt: 10 Euro
Abendkasse (2 Stunden vor Beginn): 15 Euro
Online: www.robertneumayr.com

Links
- Facebook-Site von »The Right Job«
- Kunst im Prückel

Crowd Funding: “A Christmas Carol”

Zur Weihnachtszeit wird die neu gegründete Open House Theatre Company in Wien das Theaterstück “A Christmas Carol” auf die Bühne bringen. Der Großteil der Finanzen ist geregelt, einen Teil möchte die Theatergruppe mittels Crowd Funding regeln.

Jeder, der möchte, kann mitmachen, ab 5 Euro steht man im Programmheft, bei 50 Euro gibt es ne “Tea Party” mit den Castmitgliedern. Nähere Infos, wie man dabei mitmachen kann, gibt es –> hier.

»Elisabeth«: Cast-Recording-Time … again

Auch die aktuelle Wiener Fassung des Levay/Kunze-Musicals »Elisabeth« wird in Form einer Cast-CD erscheinen, und zwar bereits Mitte Oktober. Warum das gar nicht mal so schlecht ist? Wir leben in Zeiten, in denen Cast-CDs tendenziell eher immer seltener veröffentlicht werden. Wenn sich also eine Firma wie MG Sound, ein Unternehmen wie die VBW … dazu entschließen … wobei, da fängt es an. Wer hat sich entschlossen, eine Cast-CD zu produzieren, wer zahlt? Wer trägt das Risiko? Nicht, dass man erwarten dürfte, darauf Antworten zu erhalten, die man auch publizieren darf … nur, interessant wären die Antworten darauf dennoch.

Erscheinen wird ein Live-Mitschnitt, zusammengemixt aus den Aufnahmen der Premiere und, so hört man, einer zweiten Vorstellung. Warum es ein Live-Mitschnitt wird, kann man leicht erklären. Ein Orchester die Musik als Studioaufnahme neu einspielen zu lassen, ist einfach zu teuer. Dass das Orchester live aufgenommen wird, ist aber selten das Problem. Die Damen und Herren des Orchesters schaffen es, in zwei Vorstellungen praktisch fehlerfrei zu spielen, man kann ja was zusammenschneiden. Eine andere Frage ist der Gesang, denn da wird oft jede “Liveaufnahme” heutzutage zur Farce. Es dreht sich darum: Was von den Liveaufnahmen aus dem Theater wird wirklich verwendet, und welche Lieder/Passagen werden, wenn überhaupt, neu im Studio eingesungen. Angaben dazu gibt es keine. Man will ja niemanden bloßstellen. Nur – ob man unter diesen Voraussetzungen dann manchmal tatsächlich von Liveaufnahmen sprechen kann?

“Elisabeth” bekommt also wieder mal eine Cast-CD, das wird die Fans freuen, und es wäre doch fast wie ein neues Weltwunder, wenn “Rebecca” nicht auch noch ein paar Cast-CDs abbekäme, oderrrrrr?

Link
Ein kleiner Buchtipp zum Thema Cast Recordings: Bruce Kimmel: “Album Produced By …”

Metropoldi: Zwa Voitrottln – Live

Am 4. Oktober 2012 (Beginn: 20 Uhr) spielen die »Zwa Voitrottln« (Johannes Glück, Autor & Komponist des Simpl-Musicals »Krawutzi, Kaputzi – Strengstes Jugendverbot!«) und Dieter Hörmann (Student an der Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater) im Wiener Metropoldi auf.

Im Jänner 2011 als Singer/Songwriter-Duo gegründet, landeten die beiden Interpreten mit ihrem Lied »Fuck se Energiesparlampe« einen YouTube-Hit. Im März 2012 veröffentlichten die »Zwa Voitrottln« ihre Debüt-CD »Hörglück«. Die Bandbreite der darauf zu hörenden Songs reicht von Kabarett über Rap, Wiener Lied, Chanson bis zur Musicalparodie.

Links
- Zwa Voitrottln
- Metropoldi

Theater Nestroyhof/HAMAKOM: »Warum denn grad Eisler?«

»Warum denn grad Eisler?« Anlässlich des 50. Todestages von Hanns Eisler zeigt das Theater Nestroyhof/HAMAKOM eine Hommage an den kleinen Mann, der überall aneckte und nicht nur musikalisch Maßstäbe setzte.

Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren und ging in Wien zur Schule. Nach zwei Jahren als k. u. k.-Soldat im Ersten Weltkrieg wurde er 1919 Schüler bei Arnold Schönberg, dem er 1923 auch seine Sonate für Klavier op. 1 widmete. 1925 ging er nach Berlin, wo er ab 1928 für Arbeiterchöre und Agitproptruppen komponierte und mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete (»Die Maßnahme«, »Die Mutter«). Ab 1933 lebte Eisler zunächst in Paris, Svendborg und London, ehe er im amerikanischen Exil ab 1938 seine bedeutendsten kammermusikalischen Werke schuf (u. a. »Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben«). In Hollywood komponierte Eisler neben der Musik zu acht Hollywoodfilmen auch sein »Hollywooder Liederbuch« auf Texte von Brecht, Hölderlin und andere. Auf Betreiben der eigenen Schwester musste er sich vor dem Untersuchungsausschuss für unamerikanische Umtriebe verantworten und trotz prominenter Fürsprecher (Chaplin, Bernstein, Copland, Stravinsky) die USA verlassen.

1948 kehrte Eisler nach Europa zurück, zunächst nach Wien und Prag, schließlich nach Ost-Berlin. Obwohl er auf einen Text von Johannes R. Becher die Nationalhymne der DDR in Noten setzte, geriet er mit der DDR-Kulturbürokratie in Konflikt, als er Ende 1952 seinen Operntext »Johann Faustus« veröffentlichte. Bis 1955 arbeitete Eisler überwiegend in Wien für das Neue Theater in der Scala und die Wien-Film am Rosenhügel. In der DDR komponierte er für das Berliner Ensemble und die DEFA. 1959 erlebte er in der Staatsoper Unter den Linden die Uraufführung seiner zum Großteil im Exil komponierten Deutschen Symphonie. Hanns Eisler starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. [Internationale Hanns Eisler Gesellschaft]

Leading Team/Cast
Annette Fischer: Gesang/Produktion
Raphael von Bargen: Schauspiel
Armin Fuchs: Klavier
Kördölör: Chor
Anna Hauer: Regie

Termine
18. und 19. September 2012, Beginn: 20 Uhr

Tickets
Tel.: +43 1 8900 314
Mail: tickets@hamakom.at
Web: www.hamakom.at
Preis: 18/12 Euro

Theater Nestroyhof/HAMAKOM
Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Link
- Theater Nestroyhof/HAMAKOM

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